Hi!
Ich liege also falsch wenn ich vermute, dass da ein einsamer
kleiner Radlterrorist eine Schlange von 30 Autos hinter sich
herzieht, während die anderen Radler auf dem Radweg fahren…?
Ihr behindert euch doch selbst mit euren breiten Blechkisten
(Gegenverkehr einbezogen). 5-6 Fahrräder würden bequem
nebeneinander auf eine zweispurige Straße passen. Dass nur 2
Blechkisten nebeneinander passen, ist also wohl am ehesten
eben diesen Blechkisten
Meine Frage hast Du ja nicht beantwortet.
Autos behindern sich üblicherweise nicht selbst, wenn alle mit einer vernünftigen Geschwindigkeit fahren.
Zudem sollte man bedenken, dass es ohne Motorfahrzeuge keine Fahrräder gäbe, denn diese müssen ja erst mal produziert und zu den Händlern geliefert werden.
Allein deshalb ist es schon müssig, über autofreie Straßen nachzudenken. Das ist ein Widerspruch in sich und gesamtwsirtschaftlich gesehen ohnehin Schwachsinn.
Außerdem nicht vergessen: Die ganze Diskussion ging so los,
dass eben eine Blechkisten den Radweg versperrt, und DESHALB
der Radfahrer (nach STVO) auf die Straße ausweichte!
…was an sich kein Problem ist.
Dann kam jedoch die Aussage, man würde dann ja gleich auf der Straße bleiben u.s.w.
Da wird es dann eben komisch…
Es fährt ja auch fast jeder steuerzahlende Bürger ein Auto…
Das ist erstmal falsch. Nur ca. 76% aller Haushalte haben eine
solche Blechkiste, und die meisten Haushalte mehr als einen
Bürger. In Hamburg haben 40% der Haushalte keine Blechkiste
und in Berlin sogar 50%.
Ich sprach von „steuerzahlenden“ Bürgern, also denen, die, wie Du ja richtig bemerkt hast, den Autoverkehr „subventionieren“.
Zum anderen müssen eben auch die (bundesweit) 24% Haushalte
ohne Blechkiste den Automobilismus quersubventionieren.
Solange sie im Supermarkt einkaufen, Heizöl geliefert bekommen, in gewarteten S-Bahnen fahren und ein Telefon installiert bekommen wollen, macht das auch Sinn.
Zudem sind ja Radwege auch Teil der Straße, und die nutzt der Radler ja gerne, ohne KfZ-Steuer zu bezahlen.
Und
überhaupt: Wenn Blechkisten den Radweg zuparken oder dieser
anderweitig unbenutzbar ist (und das ist in Hamburg beides
sehr verbreitet), dann fahre ich selbstverständlich, so wie es
die STVO vorsieht, AUF DER STRASSE!
Klar. Nur wie oft passiert das?
Mir heute (wie ganz normal üblich in Hamburg) auf 9km ganze 4
mal. Einmal davon zwei Blechkisten, die wohl gerade davor auf
der Straße einen Unfall gebaut hatten. Das passsiert hier
praktisch auf jeder längeren Fahrt mit dem Rad.
…was völlig korrekt ist, denn ein Stau kostet Geld und
schadet der Umwelt…
Es war gegen 16:00h stadteinwährts, ca. 12km entfernt von der
Stadtmitte. Die Straße war so gut wie leer. Da wäre gar kein
Stau entstanden! Aber nein, bevor auch nur ein Automobilist
mal die Spur wechseln müsste, wird lieber der Radweg
zugeparkt.
Ich würde das ähnlich machen. Schließlich bezahlt der Autofahrer KfZ-Steuer und der Radfahrer nicht…
Im Ernst: was weiß ich schon über diesen Einzelfall. Generell gilt: wenn der Verkehr rollt, läuft die Wirtschaft. Staus verursachen immensen volkswirtschaftlichen und Umwelt- Schaden.
Ein paar Radfahrer, die um das havarierte Fahrzeug herumfahren müssen, stören da deutlich weniger.
Außerdem: Weicht ein Radfahrer (ordnungsgemäß) auf die Straße
aus und verschätzt sich dabei mit der Geschwindigkeit der
Blechkisten von hinten, dann ist er TOT! Aber hauptsache ein
möglicher Stau wurde vermieden. Menschenverachtend ist sowas!
Nein, das wäre höchstens eine Fehleinschätzung des Radlers. Wer keine Geschwindigkeiten abschätzen kann, gehört nicht auf die Straße.
Das gehört einfach schon zu den grundlagen der Teilnahme am Straßenverkehr, die jedes Kind zu lernen hat.
Hatten sie viel zu tragen?
Nicht soweit ich gesehen habe. Außerdem wäre selbst das keine
Entschuldigung, die Blechkiste quer über Fuß- und Radweg zu
parken und die Radfahrer damit auf den Todestreifen zu zwingen
Mann, bist Du pathetisch…
Ferner gebe ich Dir Recht, man parkt ein Auto nicht auf Geh- und Radwegen. Manchmal geht es aber kurzfristig nicht anders. Da ist dann einfach gegenseitige Rücksichtnahme gefragt.
(Fußgänger könne sich immer noch irgendwie durchzwängen, ein
Fahrrad würde dabei schon mal ein paar Kratzer am Blech
hinterlassen).
Dazu schrieb ich ja bereits einiges. Hinzu kommt, dass auch der dümmste Autoparker keinen Radler dazu berechtigt, fremdes Eigentum zu beschädigen.
Ach, was meinst du wohl, wie oft an draussen abgestellen
Fahrrädern etwas kaputt gemacht wird?
Von wem? Von bösen Autofahrern…?
Wer zerkratzt denn die teuren Blechkisten? Vielleicht am
eheste Möchtegern-Automobilisten, die sich diese Preisklasse
nicht leisten können?
In meinem Fall war es ein Radikalradler. Er wurde beobachtet und überführt.
Wer fährt denn ein 3.000 Euro-Rad???
Passiert auch mit einem 500 Euro Fahrrad, vor allem wenn es
neu ist.
…dann schließt man es besser ab.
Dafür kann ich nichts.
Zweimal wurde mir mein Auto verkratzt. Einmal von einem
Radterroristen, der nicht verstanden hat, dass man einen
englischen Standherd mit einem Gewicht von 200 Kg keinen Meter
zuviel schleppen möchte und einmal von Randalieren. Nun klar,
wo Du stehst…?
Ist das eine Unterstellung, ich würde Blechkisten zerkratzen?
Woraus liest Du das?
Nun, die Lust dazu hätte ich schon oft, ist mir aber zu teuer.
Brav.
Denn anders als Fahrräder zu erstören, wird das Zerkratzen von
Blechkisten hart verfolgt.
Sachbeschädigung wird meistens, erfolglos, verfolgt.
Ich glaube nicht, dass hier das beschädigte Gut unterschieden wird, solange es eine gewisse Wertuntergrenze überschreitet, die wohl so bei 100 - 300 Euro liegen dürfte.
Zunächst einmal sprechen wir von Nötigung und
Verkehrsbehinderung seitens des Radlers, der den Radweg nicht
benutzt.
Der Radweg war nicht benutzbar! Da parkte eine scheiss
Blechkisten eines egoistischen Automobilisten.
Weichst Du ihm für die 5 Meter Fahrzeuglänge aus, ist alles in Butter. Nur schriebst DU etwas anderes.
Wusste ich es doch: Egoistische
ARschlöcher, die sowas machen.
Genau. Der Radler, der alle blockiert, ist natürlich völlig
korrekt unterwegs…
Ja, gemäß STVO ist er das. Aber für Automobilistenn gilt die
ja wohl nur solange der Automobilismus dadurch nicht behindert
wird.
s.o.
Du solltest Dich wirklich ein wenig
lockerer machen, sonst geht das irgendwann schief, wenn Du
einen Bruder im Geiste triffst, der so Auto fährt, wie Du
Rad…
Kam schon vor. Der setzte sich dann in seine Blechkiste und
fuhr mich absichtlich an.
Was war die Vorgeschichte?
Generell macht man so etwas jedoch nicht.
Das Verfahren ist noch nicht
abgeschlossen, es gab gegeseitige Strafanzeigen. Ich zeigte
ihn an, weil er mich angefahren hat, er zeigte mich an, weil
ich beim Sturz über seine Motorhaube angeblich absichtlich
versucht hätte, seine Scheibenwischer zu verbieten.
Na dann hoffe ich, dass Du daraus gelernt hast.
Sei froh, dass Du noch lebst und radeln kannst.
Ich z.B. bin anders. Ich achte die Rechte anderer
Verkehrsteilnehmer weitgehend. Das habe ich Dir schon mal
voraus.
Genau das Recht achtest du nämlich nicht. Du verteidigst
Automobilisten, die auf Radwegen parken (s.o.),
Das habe ich kleineswegs getan. Ich habe lediglich für vernünftiges Verhalten im Straßenverkehr plädiert.
aber streitest
den Radfahrern dann ab, dass sie dann gemäß STVO auf die
Straße ausweichen.
Keineswegs, ich habe lediglich Deine Aussage kritisiert, länger als nötig die Straße nutzen zu dürfen.
Zeige mir dahingegen auch nur eine einzige
Aussage von mir, in der ich Rechte anderer Verkehrsteilnehmer
missachtet hätte!
Leider hast Du sie alle nicht weiter zitiert.
Du hast den Eindruck eines Rambos auf 2 Rädern auf mich gemacht. Lies Deine vorherigen Postings nochmal.
Noch immer wurde hier meine Frage nicht beantwortet, weshalb ich wohl nicht auf dem Rad anecke…
Grüße,
Mathias