Radsport u. a. - Doping freigeben

Nur so als Anregung, weil mir das als Erstes immer durch den Kopf geht: Warum gibt man Doping nicht einfach frei? Sollen die sich doch spritzen oder einwerfen, was immer die Pharmaindustrie produziert. Wenn die ersten vom Rad kippen, werden die anderen schon beginne, das Risiko abwägen und sich überlegen, ob sie da mitmachen wollen oder nicht.

„Team Ratioparm“ oder „Schering“ oder so.

Das wäre wenigstens ehrlich, oder?

Jaja, hart formuliert, aber was meint Ihr dazu?

kernig

Hallo!

Nur so als Anregung, weil mir das als Erstes immer durch den
Kopf geht: Warum gibt man Doping nicht einfach frei?

Weil dann nur mehr der gewinnt, der den besten Chemiker, Pharmazeuten und Dopingarzt hat und bereit ist, mit 30 an Nieren-, Herz- oder ähnlichem Versagen zu verrecken. Jeder Vater, jede Mutter, jeder Trainer, der ein Kind zum Leistungsport bringt, muss bereit sein, langfristig dessen Gesundheit zu ruinieren, weil sonst keine Erfolgsaussichten bestehen. Was soll das dann noch mit Sport zu tun haben? Warum sollte man sich für das menschenverachtende Aufeinanderloslassen hochgezüchteter biologischer Maschinen interessieren?
Grüße, Peter

hi,

a) weil es dann nicht mehr um sportlichen Wettkampf sondern um medi-technischen ginge.
b) weil kein Team mehr Jungsportlern eine Chance gäbe, die nicht bereit sind zu dopen.
c) weil Doping dann auch zunehmend aus dem Spitzensport in den allgemeinen Wettkampfsport übergehen würde (is ja nun erlaubt, da könnt man ja eigentlich auch beim Schwarzwaldmarathon ein bisschen nachhelfen)
d) weil Spitzensportler leider (=>angesichts der jüngsten Entwicklungen) Vorbilder sind und damit Doping nicht nur salonfähig würde sondern in gewissen Kreisen möglicherweise sogar schick
e) weil dann kein Mensch mehr Lust darauf hätte sich das anzuschauen, die Veranstalter damit einpacken könnten und der Sport an sich vor die Hunde ginge.
f) etc. und damit hört’s noch lange nicht auf.

grüße von Kati

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Ja, aber…
Morgen Kati!

a) weil es dann nicht mehr um sportlichen Wettkampf sondern um
medi-technischen ginge.

Das ist ja jetzt schon z.T. so. Wer am geschicksten doped und sich nicht dabei erwischen läßt, gewinnt.

b) weil kein Team mehr Jungsportlern eine Chance gäbe, die
nicht bereit sind zu dopen.

Auch hier würde ich mal unterstellen, dass das durchaus jetzt schon so ist. Wer nicht mitmacht, hat keinen Erfolg, bekommt keinen Platz im Team.

c) weil Doping dann auch zunehmend aus dem Spitzensport in den
allgemeinen Wettkampfsport übergehen würde (is ja nun erlaubt,
da könnt man ja eigentlich auch beim Schwarzwaldmarathon ein
bisschen nachhelfen)

Das lasse ich gelten, aber im Prinzip muß doch jeder selber wissen, was er tut, für welchen Preis er bereit ist, seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

d) weil Spitzensportler leider (=>angesichts der jüngsten
Entwicklungen) Vorbilder sind und damit Doping nicht nur
salonfähig würde sondern in gewissen Kreisen möglicherweise
sogar schick

Mit „schick“, dass hätte sich ja vielleicht bald, wenn die ersten vom Rad kippen. Aber ich versteh das schon, ist im Prinzip wie mit den Hungermodels.

e) weil dann kein Mensch mehr Lust darauf hätte sich das
anzuschauen, die Veranstalter damit einpacken könnten und der
Sport an sich vor die Hunde ginge.

Ist dann eben so. Wer Sport um des Sports willen und für die eigene Fitness betreibt, dem kann es doch egal sein. Was auf jeden Fall zu Grunde ginge, wäre die gut verdienende Industrie, die um den Leistungssport (Übertragunsrechte, Sponsoring, etc.) herum aufgebaut wurde.

f) etc. und damit hört’s noch lange nicht auf.

Die Frage ist vielmehr: Wo fängt es denn an? Wer zieht die Grenze zwischen legal gedopt oder illegal? Sind isotonische Getränke schon dabei? Die Tasse Kaffee, die uns früh auf die Beine bringt (und nebenbei leistungssteigernd wirkt)? Und wieviele Mittelchen gibt es, auf die noch gar nicht getestet wird, weil in diesem Wettkampf die Doping-Kontrolleure immer einen Schritt hinter den Sportlern herlaufen?

Ich finde Deine Argument durchaus einleuchtend, das zur Erklärung. Was würdest Du vorschlagen? Schärfere Kontrollen, härtere Strafen? Hat ja bis jetzt auch nicht funktioniert, warum sollte es das in Zukunft?

Bin gespannt auf Deine weitere Einschätzung

kernig

Nur so als Anregung, weil mir das als Erstes immer durch den

Hi ,
3 Postings weiter unten hab ich das auch angeregt. Man sollte dem, der das stärkste Zeugs nimmt einfach Zeit aufbrummen, damit auch einer der sauber ist, noch gewinnen kann.
Dann erübrigt sich der ganze Mist der Phama und Antidopingmafia.
Ich meine das durchaus ernst.
running

Hallo!

Das hatte ich gar nicht mitbekommen, entschuldige also das quasi-Doppelposting. Ich meine auch, die Idee klingt auf jeden Fall ehrlicher als die Heuchelei, die momentam im Profisport stattfindet.

kernig

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Nur so als Anregung, weil mir das als Erstes immer durch den
Kopf geht: Warum gibt man Doping nicht einfach frei? Sollen
die sich doch spritzen oder einwerfen, was immer die
Pharmaindustrie produziert.

Tun sie doch schon. Immer einen Schritt weiter als die Kontrolleure und die heute gängigen Sachen, wie Eigenblutdoping lassen sich fast gar nicht nachweisen.
Da sich aber die Szene nicht einig ist und beim Giro nach wie vor die Devise gilt, Maul halten und weiter fahren, wird sich der Radsport aus sich selbst heraus nicht erneuern. Ich fürchte man muss bei Null anfangen und vielleicht mal ein ganzes Jahr auf jegliches Profirennen verzichten, inklusive Giro, TdF usw.

Wenn die ersten vom Rad kippen,
werden die anderen schon beginne, das Risiko abwägen und sich
überlegen, ob sie da mitmachen wollen oder nicht.

Auch das hatten wir schon, allerdings wird das gesundheitliche Risiko einfach ausgeblendet, weil ansonsten Geld, Ruhm und Ehre dahin wären.

Jaja, hart formuliert, aber was meint Ihr dazu?

Was Du vorschlägst, wäre kein Sport mehr, sondern ähnlich wie die F1, ein kaptalintensiver Vergleich der Entwicklungsabteilungen verschiedener Großkonzerne mit ein paar nationalen Identifikationsfiguren um das große Publikum bei Laune zu halten.

Gruß bobesch

Warum gibt man Doping nicht einfach frei?

Weil dann ein gigantisches Dealernetzwerk zusammenbricht, an dem Unsummen von Euros verdient werden: Dealer, Mediziner, Pharmaindustrie, Funktionäre, Teammanager, Verbände und wer-weiss-wer-noch.
Weil die Tour de France um mindestens eine Woche verlängert werden müßte, was bei Zuschauern, Sponsoren, TV-Sendern noch mehr Langeweile auslösen würde.
Grüße
BW

Hallo, kernig

Nur so als Anregung, weil mir das als Erstes immer durch den
Kopf geht: Warum gibt man Doping nicht einfach frei?

„Wer“ sollte „welches“ Doping frei geben?

Die Gefahren von z.B. Epo-Doping bestehen u.a. in Thrombosen und Schlaganfällen.
Wer diese Art von Doping „freigeben“ würde, könnte der vorsätzlichen Körperverletzung angeklagt werden.

Glaubst Du, dass sich Doping nur auf den Radsport beschränkt?
Der ganze Leistungssport ist unter Verdacht geraten.

Und warum sollte sich ein deutscher, gut dopingkontrollierter Sportler noch an internationalen Wettbewerben beteiligen, wenn er keine Chance hat, sich gegen internationale, gedopte Leistungssportler behaupten zu können?

Die deutsche Sportförderung beruht m.W., auf der Anzahl von Medaillien, die eine Sportart erhält.
Nur die Spitzenleistung zählt, sonst nichts.

Der reine Spass am Sport ist nichts wert, wenn er nicht von Auszeichnungen, bzw. Medaillien gekrönt wird.
Das ist doch schon in der Schule so und wird auch der Grund dafür sein, warum so wenige Kinder und Jugendliche gerne Sport treiben.

Und da liegt der Hase im Pfeffer.

Wir müssen zu einer ganz anderen Ansicht im Sport kommen.
Weg vom Leistungsgedanken, mehr hin zum Spass am Sport.

Gruß
karin

hi Kernig.

Das ist ja jetzt schon z.T. so.

Das Argument hast du ein paar mal gebracht (medi-techn. wettkampf statt sportlicher; Jungsportler müssen bereit sein zu dopen um überhaupt ne Chance zu haben). Du hast recht, und für mich ist das um so mehr ein Grund dagegen vorzugehen.
Wenn Jungsportler z.B. im Team vor die Wahl gestellt werden doping oder Sachen-packen, dann kann ich das nicht damit abtun, dass jeder selber wissen muss was er tut. Denn wenn Doping legal ist, gesellschaftlich (bzw. in seinem engeren sozialen Umfeld) akzeptiert und dann auf einen jungen ehrgeizigen Menschen nur genug Druck ausgeübt wird (mal ganz abgegsehen davon, dass er vermutlich auch zuvor oft genug gehört hat, dass er auch Opfer bringen muss), dann mache ich ihm keinen Vorwurf daraus, wenn er dem Druck nachgibt. Und dann tut es mir Leid um diesen Menschen.

Ich finde Deine Argument durchaus einleuchtend, das zur
Erklärung. Was würdest Du vorschlagen? Schärfere Kontrollen,
härtere Strafen? Hat ja bis jetzt auch nicht funktioniert,
warum sollte es das in Zukunft?

Nur weil bisherige Bemühungen nicht gefruchtet haben, sollen wir jetzt das Handtuch schmeißen und sagen, „naja, anscheinend kriegen wir’s nicht hin, dann können wir’s auch erlauben!“ ? Das finde ich schwach.
Vielleicht sollten wir uns überlegen, wo wir bisher nicht genug gemacht haben, wo wir falsch angesetzt haben.
Die Medien z.B. haben unglaubliche Macht. In Bezug auf Doping im Sport wurde diese bisher aber nur ausgespielt, wenn’s gerade mal wieder einen Skandal gegeben hat. Danach breitet sich ums Thema Doping wieder das große Schweigen aus. Die Leute vergessen schnell.

Schärfere Kontrollen? Klar, wieso nicht? Offensichtlich sind sie nötig und jemand der sich nichts zu Schulden kommen lässt sollte damit kein Problem haben.

Härtere Strafen? Ich weiß nicht ob sie härter sein müssten… eher konsequenter bezügl. der Ausgabe von Doping-Mitteln UND der Einnahme UND der Mitwissenschaft.

Der wichtigste Punkt, glaube ich, ist jedoch immer noch die gesellschaftliche Ächtung. Doping wird weitesgehend toleriert. Wieviele Sportler gab es in der Vergangenheit, die gedoped haben, kurze Zeit von Medien verschrien wurden (und damit auch den Fans) und ein paar Jährchen später wieder als gefeierte Helden dabei waren (oder wie im Fall Basso waren ja nicht mal ein paar Jährchen nötig). Ich finde es ansich nicht schlimm, dass „geläuterte“ Sportler nochmal ne Chance bekommen. Ich glaube aber, es sollte zu schaffen sein, dass die Teams selber (und die Sponsoren) ein größeres Interesse an ner sauberen Mannschaft haben. Und das meinte ich weiter oben auch mit „Mitwissenden“. Mir kann keiner erzählen, dass die Teamärzte z.B. nicht mitkriegen, wenn im Team gedoped wird (hat sich ja nun auch bei T-Com erwiesen). In den meisten Fällen werden aber ein, zwei „Schuldige“ aus dem Verkehr gezogen und damit ist die Sache bereinigt.
Ich bin keine Juristin und kann dir daher nicht genau sagen, welche konkreten Maßnahmen nötig (und auch zulässig) sind. Ich bin allerdings überzeugt, dass noch einiges machbar ist. Und da wo die Gesetze nichts tun können, da sind’s die Medien und schließlich die Menschen selbst. Wenn z.B. das Zweite (und in anderen Ländern andere Sender)die Übertragung der Tour einstellten, das würde Veranstalter und Teams anspornen den Sport zu säubern.

Wer Sport um des Sports willen und für die
eigene Fitness betreibt, dem kann es doch egal sein.

Im Grunde hast du damit Recht. Und lieber schau ich mir gar keine „Tour“ an, als eine gedopte. Trotzdem hab ich’s mir früher gerne angeschaut (das einzige Sportereignis, das ich mir je im TV angeschaut habe). Und du darfst mich gerne auslachen. Aber wenn ich den Schwarzwald hochstrample, dann spornt das schon an, zu wissen was möglich ist. Da fällt die Anstrengung leichter (ist doch nur der Schwarzwald und nicht Alpe d’Huez, ist doch pillepalle!) . Ist andersherum natürlich ganz schön demotivierend, wenn man weiß, dass diese Spitzenleistungen im Radsport nur auf Grund von Doping möglich sind.

Ich fänd’s schön, wenn ich irgendwann wieder die Tour anschauen kann, ohne dass klar ist, dass jeder Zweite gedopt ist. Legalisieren jedenfalls halte ich für den falschen Weg.

Grüße von Kati

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Moin,

Auch hier würde ich mal unterstellen, dass das durchaus jetzt
schon so ist. Wer nicht mitmacht, hat keinen Erfolg, bekommt
keinen Platz im Team.

Da wird nie gesagt, dass da einer dopen muss. Wenn einer einigermaßen ungedopt seine Leistung bringt und seine Aufgaben im Team erfüllt, dann ist alles in Ordnung.
Wenns aber darum geht, noch etwas draufzupacken, dann wird mehr oderweniger diskret darauf hingewiesen, dass noch etwas an Leistung fehlt, dass da noch etwas passieren muss.
Dann wird mal der Betreuer oder Masseuer gefragt, der ja auch Masseure anderer Teams kannt, ob er da nicht eine Idee hätte.
Oder der Masseur hat eine Lösung für das „Leistungsproblem“, dass er dem Fahrer anbietet.
So kommt dann der Fahrer an seine Mittelchen, die ihm die letzten 2% bringen, damit er dann bei einer größeren Rundfahrt dabei ist.

Es wird wahrscheinlich systematisch gedopt, aber ist gibt kein Dopingsystem, wie es im früheren DDR-Sport und Ostblocksystem üblich war, mit systematischem Aufbau und zentraler Steuerung.
Es sind eher so kleine Zellen, d.h. Fahrer A weiß, dass er selbst dopt, vom Fahrer B , mit dem er die Bude teilt, weiß er es vielleicht auch noch, aber von Fahrer C, eine Bude weiter, weiß er schon nicht, er vermutet es nur, weil der den selben Masseur hat. Vom Fahrer D aus einem andern Team vermutet er es auch nur, es tun ja alle, aber wissen tut er es nicht.

Im Moment ist es eher ein Konglomerat aus Vermutungen, Behauptungen und Halbwissen, das ganz gerne als Wissen präsentiert wird.
Auflösen lässt sich das nur durch ein knallhartes Kontrollsystem, dass man die Jungs auch mal im Trainingslager in Südafrika unangekündigt vom Rad holt, ihnen einen Pott unter den Schniedel hält, hic Pisspot, hic pipimach.

Dazu noch Wettkampfkontrollen, wo nicht nur die Sieger und zwei, drei Ausgeloste kontrolliert werden sondern auch schon einmal ein paar mehr,die erst ohne dass sie erst vorher wissen, gleich nach Zielankunft herausgegriffen werden und die Hose runterlassen müssen.
„Wir haben es getan, weil wir nicht erwischt werden konnten“ hieß es doch.
Wenn das Risiko, doch erwischt zu werden, unkalkulierbar hoch wird, dann wird die Hemmschwelle, etwas zu versuchen, doch etwas steigen.

Hallo,

a) weil es dann nicht mehr um sportlichen Wettkampf sondern um
medi-technischen ginge.

es fällt mir ein bißchen schwer, eine Grenze der medizinischen Maßnahmen zwischen erlaubt und nicht erlaubt zu ziehen. Schon jetzt spielen bei den meisten Sportarten medzinisch-physiologische Behandlungen eine wesentliche Rolle. Würden die Profifußballer nicht nach jedem Spiel durch Massage etc. wieder in Form gebracht, wäre nach ein paar Wochen Schluß mit der Spielerei. Genauso wird schon jetzt mit Trainingsmethoden, Ernährungsplänen und Ergänzungspräparaten gearbeitet, die auch nicht völlig frei von Schädigungspotential sind. Talent, Anlage und „natürliche“ Leistung reichen alleine schon lange nicht mehr aus, um im Spitzensport erfolgreich zu sein. Warum also nicht die völlige Freigabe? Soll der Sportler doch entscheiden, was er bereit ist, seinem Körper anzutun.

Für den Zuschauer ist doch egal, warum jemand gewinnt.

Gruß,
Christian

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Hallo

Jaja, hart formuliert, aber was meint Ihr dazu?

Was Du vorschlägst, wäre kein Sport mehr, sondern ähnlich wie
die F1, ein kaptalintensiver Vergleich der
Entwicklungsabteilungen verschiedener Großkonzerne mit ein
paar nationalen Identifikationsfiguren um das große Publikum
bei Laune zu halten.

Was ist es denn jetzt?

Viele Grüße
Simsy

Hallo

Härtere Strafen? Ich weiß nicht ob sie härter sein müssten…
eher konsequenter bezügl. der Ausgabe von Doping-Mitteln UND
der Einnahme UND der Mitwissenschaft.

Genau, es sollte nicht nur an den betroffenen Sportlern hängenbleiben. Am besten wäre es, wenn die Hersteller bestraft und geächtet würden. Könnte man nicht die Herstellung verbieten? Oder braucht man diese Doping-Mittel noch für irgendwas anderes?

Vielleicht könnte die Abgabe kontrolliert werden. Und wenn ein Sportarzt z. B. massenweise Testosterone einkauft, dann braucht man sich ja nicht lange zu fragen, was er damit wohl macht.

Aber wenn ich den Schwarzwald hochstrample, dann
spornt das schon an, zu wissen was möglich ist.

Das ist wohl wahr.

Viele Grüße
Simsy

Hi

Wenn die ersten vom Rad kippen,
werden die anderen schon beginne, das Risiko abwägen und sich
überlegen, ob sie da mitmachen wollen oder nicht.

Es sind schon genügend Radfahrer vom Bike gefallen, ohne das es bisher einen Effekt gehabt hätte http://de.wikipedia.org/wiki/Doping_im_Radsport

Ja sicher, im Radsport sind alle gedopt, aber es gibt auch genügend Beispiele von Hobbysportlern, die „dopen“, z. B. Freizeit-Marathon-Läufer, die vor dem Start ein paar Aspirin nehmen, damit die Beine auf den letzten km nicht so sehr schmerzen. Das ist noch legal, aber ich glaube auch, daß die Freigabe das Doping im Breitensport boomen lassen würde, und das hätte sicherlich mehr negative Folgen als ich mir momentan vorstellen mag.

Gruss,
Julia

Moin

Oder braucht man diese Doping-Mittel noch für
irgendwas anderes?

Bei diesen Dopingmitteln handelt es sich überwiegend um reguläre Medikamente, die normalerweise zur Bekämpfung von Krankheiten gedacht sind.
Zu den „Nebenwirkungen“ gehört allerdings, dass sie missbräuchlich bei Gesunden angewandt unter anderen auch leistungssteigernde Wirkungen haben können.

CU

Axel

Hi

Für den Zuschauer ist doch egal, warum jemand gewinnt.

Ist das so? Ist es dir egal? Mir nicht.
Gruß.

Hallo,

Für den Zuschauer ist doch egal, warum jemand gewinnt.

Ist das so? Ist es dir egal? Mir nicht.

woher weißt Du denn heute, ob ein Fahrer gewinnt, weil er ein besserer Sportler ist (wie auch immer man das definieren will) oder weil er

  • den besseren Ernährungsplan hatte,
  • die besseren Nahrungsergänzungsmittel bekam,
  • über das bessere Fahrrad verfügte,
  • von seinem Rennstall die bessere Taktik vorgegeben bekam oder
  • seine Begleiter gut waren?

Bei den meisten Sportarten gewinnt heute nicht der bessere Sportler, also der mit der meisten Kraft, der besseren Technik oder der größten Ausdauer, sondern der mit dem besten Gesamtkonzept. Ob dann dazu auch das beste Doping gheört, kann man heute nicht beurteilen und bei der völligen Freigabe von Doping auch nicht. Einzig die Illusionen, daß da was sauber abläuft, wären dann weg, aber davon sollte man sich auch heute schon verabschieden.

Gruß,
Christian

Nur so als Anregung, weil mir das als Erstes immer durch den
Kopf geht: Warum gibt man Doping nicht einfach frei? Sollen
die sich doch spritzen oder einwerfen, was immer die
Pharmaindustrie produziert. Wenn die ersten vom Rad kippen,
werden die anderen schon beginne, das Risiko abwägen und sich
überlegen, ob sie da mitmachen wollen oder nicht.

Genau selbiges ist mir auch durch den Kopf gegangen…

„Team Ratioparm“ oder „Schering“ oder so.

„Team Roche“ wäre doch auch nett oder :wink:

Das wäre wenigstens ehrlich, oder?

Jep

Jaja, hart formuliert, aber was meint Ihr dazu?

Bin vollkommen deiner Meinung!

Das hat doch alles nichts mehr mit Sport zu tun…

/silvl

Hallo,

im Stern (meine ich, könnt auch der Spiegel gewesen sein) war vor einigen Jahren mal ein Bericht…ein klein wenig auf Satire gebaut…
Es war ein „Bericht“ eines Sportlers aus der Zukunft. Da gab es 2 verschiedene Wertungsklassen bei Sportarten, einmal die gedopten und einmal die sauberen. Die gedopten und sonstwie optimierten Hammerwerfer z.B. warfen irgendwas um die 120 Meter, während die sauberen so 60, 70 Meter warfen… Zuschauer hatten beide Veranstaltungen…
Das System setzt natürlich ehrliche Sportler voraus, und gute Kontrollen.
Ganz davon ab: Wo fängt Doping an? Wo hören legale Nahrungsergänzungen auf?
Wenn ich z.B. sehe das praktisch alle Radfahrer, Schwimmer, Skilangläufer etc schwer Asthmakrank sind… Wenn sie das bescheinigt haben dürfen sie Asthma-Medikamente nehmen, und es ist kein Doping.
Wenn ein Sportler von einer Krebserkrankung genesen ist darf er ebenfalls legal Medikamente einnehmen, die ohne diese Erkrankung Doping wären. (Moment…hatte da ein gewisser mehrfacher Tour-de-France Sieger nicht… Nein. Niemals!!!).

Tüssi

Bianca