Rätsel

:smile:

Tja, weiß nicht. Ich habe das vage Gefühl, daß hier nicht 10%
der Bevölkerung damit beschäftigt ist, die restlichen 90% zu
bespitzeln.

Also so war es ja auch wieder nicht.

Ich habe vielleicht mit 10% ein bißchen übertrieben, aber Zahlen von über 100.000 Stasi-Mitarbeitern sind mir noch sehr präsent. Dazu noch VoPo usw. Die Zustände zwischen hier und jetzt zu damals und dort sind doch sehr verschieden.

Hätte sich auch nicht
gelohnt, ich zumindest habe jedem meine nicht immer
systemkonforme Meinung deutlich ins Gesicht gesagt.

Rein interesserhalber und ernst gemeint: Hast Du Deine Stasi-Akten (so es denn welche gibt) schon eingesehen?

Ich war während der Wende bei der Fahne in der Nähe von Berlin
und bin mal nach Grenzöffnung rüber. Ich meine, da sah es
wesentlich üppiger aus als jetzt.

Ich bin ja nun wahrlich kein Deutschlandbummler, aber all die Innenstädte, die ich in den letzten Jahren mit älteren Eindrücken vergleichen konnte, haben sich sehr einheitlich in Richtung Konsumtempel orientiert. Teilweise sieht man zwischen den ganzen Galerien schon keinen Unterschied mehr, weil überall die gleichen Geschäfte sind.

Die cocom-Liste umfaßte sicher nicht Armbanduhren,
Lebensmittel oder Türklinken, sondern vielmehr Gegenstände aus
den Bereichen Rüstung, IT und sonstige Mikroelektronik.

Das haben wir alles selber produziert. Es umfaßte wohl auch
Rohstoffe und anderes.

Das stimmt definitiv nicht. Auf der Cocom-Liste waren nur Produkte (militärisch und nicht-militärisch), die technisch besonders weit fortentwickelt waren und die Maschinen, die zu ihrer Herstellung eingesetzt werden konnten.

Btw: Ich erinnere mich daran, wie in der Zeitung stand, daß das zuständige DDR-Kombinat dem Staatsratsvorsitzenden stolz den Prototypen eines 256 KByte Chips vorführte, als ich in meinem Atari MEGA STE schon 2 MByte drin hatte.

Weil ganz einfach der damlige Warenwert herangezogen wurde.
Bedenke bitte, daß wir, wenn auch recht unproduktive,
Vollbeschäftigung hatten und somit wesentlich mehr hergestellt
wurde.

Mehr als was?

  1. Es gab einen Schwarzmarkt, über den sich durchaus eine
    Umrechnung darstellen ließ.

So kannst du das nicht sehen. Geld war noch Geld und hatte
nicht den Wert, den es jetzt hat. Damals brauchten wir uns
nicht gegenseitig um die Zahlungsmittel bescheißen und hatten
zu tun, daß wir es bis zum Monatsende alle bekamen - das ist
wohl heute andersrum. :frowning:

Du sprichst in Rätseln.

Nein EXC, ich will lediglich versuchen, die Dinge aus meiner
Sicht darzulegen, dann ergibt es ein Gesamtbild. Ich will doch
nicht die Täteretä in den Himmel jauchzen. Versuch doch mal
die welt so zu betrachten, als wenn du dich herausstellst und
sie als Ameisenhaufen in ihrem geschichtlichen Wachstum
betrachtest.

Das brauche ich nicht zu versuchen, das mache ich ständig. Witzig, daß wir den gleichen Ansatz haben. Die gleichen oder doch zumindest ähnliche Überlegungen bzgl. Wirtschaftswelt usw. habe ich schon sehr früh angestellt, bin aber zu dem Schluß gekommen, und das auch ohne Studium, daß die meisten theoretisch sehr schönen und einfachen Ideen, oder besser: Gedankenspiele, unrealistisch bzw. unmöglich sind.

Wenn ich mir jedoch einige Uniseiten bei euch ansehe, frage
ich mich auch, ob die Professoren dort den ganzen Tag besoffen
sind.

Was bringt Dich dazu, das überhaupt zu bezweifeln? :wink:

Gruß
Christian

aus dem Programm welcher Partei ist folgendes:

Das ist mir eigentlich egal.

Zum demokratischen Weg für diese Erweiterung gehört die
Ausarbeitung einer neuen Verfassung,die dem ganzen Volk zur
Abstimmung vorgelegt wird und

Da du dieses Zitat offensichtlich gekürzt hast, weiss ich natürlich nicht welche Erweiterung genau gemeint ist. Jedenfalls wird auch hier nicht präzise argumentiert weshalb denn unsere Verfassung verändert werden sollte.

Formen direkter Demokratie auf
Dauer sichert.

Mmmmmh direkte Demokratie bei mehr als 80 Millionen Einwohnern. Das garantiert Arbeitsplätze, denn man benötigt Tausende von Beamten um die ganzen Volksabstimmungen zu koordinieren. Welche Partei dies auch schreiben mag, sie scheint eine grosse Liebe zur Bürokratie zu haben.

Dieser Absatz ist imo keinesfalls Werbung für die entsprechende Partei.

SAN

Hallo Frank,

http://www.sozialisten.de/programm/programm/index.htm

wie in allen Parteiprogrammen findet sich für jeden etwas. In einen Nebensatz eingeflochten, einer der Knackpunkte: „…gesellschaftliche Investitionslenkung einzuführen…“

Will mir da ein Beamter, ein Parteimensch, jedenfalls ein Betriebsfremder vorschreiben, in welche Anlagen und Entwicklungen ich zu investieren habe und in welche nicht? Da sage ich Dir gleich: Das können diese Leute nicht. Egal mit welcher Ausbildung, dazu sind sie intellektuell nicht in der Lage. Sie würden in vielen Fällen nicht einmal verstehen, worum es bei der Investition überhaupt geht. Das ist die eine Seite. Die andere ist die, daß man mit solchen Ansinnen dem Unternehmer den Spaß an seiner Arbeit nimmt. Wenn man nämlich alles zusammen sieht, vom Risiko bis zur Arbeitsbelastung, dann arbeitet ein Selbständiger i. d. R. nicht in erster Linie für Geld, sondern für seine Unabhängigkeit. Apropos Risiko: Du kannst nicht alles haben, nämlich auf der einen Seite den freien Unternehmer mit einer 80 - 100 h-Woche, der Märkte erkennt, Produkte entwickelt und auf der anderen Seite das Tun der Unternehmer der Weisung von Apparatschiks unterstellen. Da regieren dann Leute in ein Unternehmen hinein, die u. U. von der Sache keine Ahnung, in jedem Fall aber mit dem Unternehmen nichts zu tun haben. Solche Ideen ruinieren schnell jeden Betrieb, in der Folge die Volkswirtschaft und sodann das ganze Land.

Nur schlichte Gemüter, deren Informationsstand aus den Anfangszeiten der Industrialisierung stammt, können annehmen, daß sich die Wirtschaft in ihrer Breite und Vielfalt zentral steuern läßt und dabei ihre Leistungsfähigkeit behält.

Aber vielleicht habe ich den Programmpunkt ja auch ganz falsch verstanden. Dann kläre mich bitte auf, wie „Investitionslenkung“ zu verstehen ist. Bis jetzt klingt es arg nach Griff in die Mottenkiste, den auch in den alten Ländern etliche Gewerkschaftsbonzen hinter sich haben. Sie forderten nämlich angesichts der ersten Industrieroboter eine „Maschinensteuer“, um Automatisierung zu verhindern. Danach muß man Löcher in Beton eben mit der Handleier bohren, weil es elektrisch zu schnell geht… Eigentlich - so hoffe ich - sollten wir diesen ideologischen Kram hinter uns haben.

Merke: Freie Unternehmer sind keine Garantie dafür, daß es dem Land und seinen Menschen gut geht. Aber ohne freie Unternehmer hat man die Gewißheit, daß es dem Land und seinen Menschen nicht gut geht.

Für diesen Satz (ist übrigens von mir *stolz*) gibt es weltweit kein Gegenbeispiel.

Gruß
Wolfgang

Ich habe vielleicht mit 10% ein bißchen übertrieben, aber
Zahlen von über 100.000 Stasi-Mitarbeitern sind mir noch sehr
präsent. Dazu noch VoPo usw. Die Zustände zwischen hier und
jetzt zu damals und dort sind doch sehr verschieden.

Wenn man den Verwaltungsanteil abzieht, ist man ja fast bei der Zahl der Verfassungsschutzmitarbeiter in der NPD. :smile:
Zum Thema rechtsradikal: Hier gibts zwar ne Menge, die so aussehen, ist aber eher Szene wie S/M im Westen, die sind friedlich. Schlimmer sind die Linksradikalen. Du dürftest an meinem Gedankengut schon merken, daß wir uns zu Ostzeiten wohl doch etwas freiheitlicher damit auseinandergesetzt haben. Du kannst auch nach Minsk fahren und dich dort offen als Deutscher hinstellen. Dort hast du ein hohes Ansehen unter der Bevölkerung. An der Grenze braucht man gerade mal die Pässe mit Visum zeigen. Aber wehe, ein Wessi kommt, da sind die Türen wieder zu :smile:

Rein interesserhalber und ernst gemeint: Hast Du Deine
Stasi-Akten (so es denn welche gibt) schon eingesehen?

Nö, wozu? Ich weiß doch, was ich für Dreck am stecken hatte :smile:
Da dürfte nicht viel drin stehen. Bei Grenzöffnung war ich bei der Fahne und 23 Jahre alt.

Ich bin ja nun wahrlich kein Deutschlandbummler, aber all die
Innenstädte, die ich in den letzten Jahren mit älteren
Eindrücken vergleichen konnte, haben sich sehr einheitlich in
Richtung Konsumtempel orientiert. Teilweise sieht man zwischen
den ganzen Galerien schon keinen Unterschied mehr, weil
überall die gleichen Geschäfte sind.

Das finde ich grauenhaft, diesen Uniformismus. Nix individuelles.

Das stimmt definitiv nicht. Auf der Cocom-Liste waren nur
Produkte (militärisch und nicht-militärisch), die technisch
besonders weit fortentwickelt waren und die Maschinen, die zu
ihrer Herstellung eingesetzt werden konnten.

Ich bin mir nicht sicher. Um das alles überblicken zu können, war ich mit Sicherheit damals zu jung. falls die Liste irgendwo im Internet zu finden ist, wäre ein link toll.

Btw: Ich erinnere mich daran, wie in der Zeitung stand, daß
das zuständige DDR-Kombinat dem Staatsratsvorsitzenden stolz
den Prototypen eines 256 KByte Chips vorführte, als ich in
meinem Atari MEGA STE schon 2 MByte drin hatte.

Um überhaupt so einen Chip herzustellen, gehört ein ganz schöner Apparat an Wirtschaft und Forschung dazu. Allerdings hatte die DDR-Wirtschaft tatsächlich in den letzten Jahgren auf diesem Gebiet ganz schön aufgeholt. Der LCD-Farbbildschirm beruht wohl auch auf DDR-Patenten. Die meisten Frauenhoferinstitute sind nicht umsonst hier im Osten. Bin manchmal dort.

Weil ganz einfach der damlige Warenwert herangezogen wurde.
Bedenke bitte, daß wir, wenn auch recht unproduktive,
Vollbeschäftigung hatten und somit wesentlich mehr hergestellt
wurde.

Mehr als was?

50% an Produktivität und die doppelte Menge an Produktion machen den selben Umfang an Waren. Es war alles wesentlich einfacher, de3shalb auch mehr Arbeiter in den Betrieben. Es wurde mehr auf Instandhaltung geachtet statt auf Abriß und Neuinvestition. allerdings waren eimige Dinge absolut veraltet und andere ziemlich neu.

So kannst du das nicht sehen. Geld war noch Geld und hatte
nicht den Wert, den es jetzt hat. Damals brauchten wir uns
nicht gegenseitig um die Zahlungsmittel bescheißen und hatten
zu tun, daß wir es bis zum Monatsende alle bekamen - das ist
wohl heute andersrum. :frowning:

Du sprichst in Rätseln.

Die Wertvorstellungen waren andere. Man konnte noch lustig in die Disko gehen für ein paar Mark, Kultur war überhaupt billig. Alles, was jetzt im miteinander so schweinigst teuer ist. Die Lebensmittel waren qualitativ wertvoller (haben oft auch besser geschmeckt) und gesünder. Dafür waren „Luxusgüter“ teuer, wie Farbfernseher, irre hifi-Anlagen usw. Aber kein Problem, wer das wollte, konnte ja auch mit Überstunden, Altstoffen o.ä. ne ganze Menge Kohle machen. Das Geld war noch direkt an Ware gebunden, denke ich. Aber von dieser Volkswirtschaft habe ich nicht die leiseste Ahnung. Bis 1913 war der Dollar ja auch noch 412,5 grain Gold wert. Bis dahin war er über 130 Jahre stabil. (Die Staatsverschuldung wurde sogar mal auf fast null abgebaut, geht heute garnicht mehr)

Das brauche ich nicht zu versuchen, das mache ich ständig.
Witzig, daß wir den gleichen Ansatz haben. Die gleichen oder
doch zumindest ähnliche Überlegungen bzgl. Wirtschaftswelt
usw. habe ich schon sehr früh angestellt, bin aber zu dem
Schluß gekommen, und das auch ohne Studium, daß die meisten
theoretisch sehr schönen und einfachen Ideen, oder besser:
Gedankenspiele, unrealistisch bzw. unmöglich sind.

Siehst du, uns hat man beigebracht, die Welt dialektisch zu betrachten. Das führt mich zur selben Erkenntnis wie auch Marx, nämlich daß das unmöglich so weitergehen kann, ohne daß diese Blase an Wirtschaftsextremismus platzen muß. Es geht garnicht anders. Nicht umsonst will Weißrussland sein Geld wieder an Gold binden.

Wenn ich mir jedoch einige Uniseiten bei euch ansehe, frage
ich mich auch, ob die Professoren dort den ganzen Tag besoffen
sind.

Was bringt Dich dazu, das überhaupt zu bezweifeln? :wink:

Besorg dir bitte mal Literatur aus DDR-Zeiten. Gerade wissenschaftliche Lektüre gibt es da sehr schöne. Alle Bände aus „Kleine Enzyklopädie“ sind sehr hervorragende Zusammenfassungen an Wissen. Auch alles dialektisch in seinen geordneten Zusammenhängen dargestellt. Es paßt wesentlich mehr Wissen in wesentlich weniger Bücher. Ich weiß nicht, wieviele Bände eine Windows-XP-Betriebsanleitung jetzt haben würde. Wahrscheinlich bräuchte man ne extra Festplatte (falls die ihre Lektüre schon fertig hätten).
Richtig aufgefallen ist mir das jetzt, daß man mir jedesmal, wenn ich in ner Westfirma eine anfrage stelle, einen wissenschaftlichen Leiter mit Dr.-Titel ans Telefon holt, dem bei einer einfachen Frage schon fast der Schädel platzt.

Nein, ihr seid im Westen in ein absolut irres System hineingewachsen, was wahrscheinlich keiner mehr so richtig überblickt. Ein absolut wirres Steuersystem, dasselbe bei Fördermitteln, Gesetzen, Vorschriften…
Soetwas kann man nur begreifen, wenn man da voll hineingewachsen ist. Deshalb haben wir auch die vielen Arbeitslosen.
Ich betrachte die ganze Sache mittlerweile dialektisch, was heißt, daß, wenn ich hier etwas mache, irgendwo anders einer auf die Nase fällt. Irgendwo hat man hier immer einen Fallstrick am Bein. Echt irre.
Das kann unmöglich noch lange gut gehen und bricht zusammen, wenn keiner mehr einen Überblick hat.

Grüße
Frank

lach, ich könnte mich zerkrümeln über euch :smile:

Hallo Frank,

http://www.sozialisten.de/programm/programm/index.htm

Will mir da ein Beamter, ein Parteimensch, jedenfalls ein
Betriebsfremder vorschreiben, in welche Anlagen und
Entwicklungen ich zu investieren habe und in welche nicht?

Ich finde euch echt zu drollig. Das kann ja wohl nur für große Industriebetriebe gedacht sein. Irrgendwie muß doch ein Land in seinen Grundfunktionen gesteuert werden. Es bringt mir nichts, wenn die ganze Nation nur teure Autos herstellt aber nix zu futtern hat, weil der Bauer noch mit nem Gaul übern Acker schiebt :smile: Hierzulande sind solche Entwicklungen gang und gebe. An den Instituten stapeln sich irre Patente und Technologien und können nicht umgesetzt werden.
Auf der anderen Seite steht ja auch was von regionaler Selbstverwaltung. Da kann man da sicherlich mit Ideen kommen.
noch ein Auszug:
Möglichkeiten für die Beschäftigten, ihre Arbeitszeit souverän zu gestalten; vor allem sind für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer, insbesondere für Alleinerziehende, entsprechende Arbeitszeitregelungen erforderlich; Abbau von Sonn- und Feiertagsarbeit; Einschränkung des Mehrschichtbetriebes und der Nachtarbeit;
wesentlich erweiterte Mitbestimmung der Beschäftigten am Arbeitsplatz, in den Betrieben und Unternehmen;
Beschäftigten, Kommunen und anderen gesellschaftlichen Kräften sind bedeutend mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten und -rechte über die Produktion, ihre soziale und ökologische Verträglichkeit sowie ihre gebrauchswertmäßigen Ergebnisse einzuräumen;
http://www.sozialisten.de/programm/programm/programm…
Mitmachen ist halt angesagt.

Da

sage ich Dir gleich: Das können diese Leute nicht. Egal mit
welcher Ausbildung, dazu sind sie intellektuell nicht in der
Lage. Sie würden in vielen Fällen nicht einmal verstehen,
worum es bei der Investition überhaupt geht. Das ist die eine
Seite. Die andere ist die, daß man mit solchen Ansinnen dem
Unternehmer den Spaß an seiner Arbeit nimmt. Wenn man nämlich
alles zusammen sieht, vom Risiko bis zur Arbeitsbelastung,
dann arbeitet ein Selbständiger i. d. R. nicht in erster Linie
für Geld, sondern für seine Unabhängigkeit. Apropos Risiko: Du
kannst nicht alles haben, nämlich auf der einen Seite den
freien Unternehmer mit einer 80 - 100 h-Woche, der Märkte
erkennt, Produkte entwickelt und auf der anderen Seite das Tun
der Unternehmer der Weisung von Apparatschiks unterstellen. Da
regieren dann Leute in ein Unternehmen hinein, die u. U. von
der Sache keine Ahnung, in jedem Fall aber mit dem Unternehmen
nichts zu tun haben. Solche Ideen ruinieren schnell jeden
Betrieb, in der Folge die Volkswirtschaft und sodann das ganze
Land.

Das ist richtig, deshalb sollen ja gerade solche Kleinunternehmer stärker gefördert werden. Diese Art Risiko, wie du es jetzt kennst, gibbet es dann aber auch nicht mehr, weil das irre System wegfällt. Wenns Mist wird, mußt du es halt nochmal machen - shit happens. Die Frage ist, wie mnan vernünftige Anreizsysteme zum immer-besser-machen erfindet.

Nur schlichte Gemüter, deren Informationsstand aus den
Anfangszeiten der Industrialisierung stammt, können annehmen,
daß sich die Wirtschaft in ihrer Breite und Vielfalt zentral
steuern läßt und dabei ihre Leistungsfähigkeit behält.

Die „Leistungsfähigkeit“ die du kennst, dürfte sie dann garnicht mehr haben. Sie ist auch nicht nötig. Sie wächst langsamer aber stetig. Wird so stabil immer leistungsfähiger. Im Moment ist die Leistungsfähigkeit der Bundesrepublik nur in Euro gemessen - das sagt nix über produzierte Warenmengen aus und ist ein krasser Unterschied.
Wir waren z.B. Selbstversorger in der Landwirtschaft.

Aber vielleicht habe ich den Programmpunkt ja auch ganz falsch
verstanden. Dann kläre mich bitte auf, wie
„Investitionslenkung“ zu verstehen ist. Bis jetzt klingt es
arg nach Griff in die Mottenkiste, den auch in den alten
Ländern etliche Gewerkschaftsbonzen hinter sich haben.

Nein, ist nur der komplementäre Ausdruck für Abschreibungen, Fördermittel o.ä.

Sie

forderten nämlich angesichts der ersten Industrieroboter eine
„Maschinensteuer“, um Automatisierung zu verhindern. Danach
muß man Löcher in Beton eben mit der Handleier bohren, weil es
elektrisch zu schnell geht… Eigentlich - so hoffe ich -
sollten wir diesen ideologischen Kram hinter uns haben.

Denke ich auch. Solchen Parteienzirkus will wohl keiner mehr, daß ich mit bunten Fähnchen Honi winken muß, oder so. Das war wohl eher während der russischen Besatzungszeit der Fall. Dort gibts das ja auch nicht mehr. Oder daß am Friedhof ein Schild steht: „Tretet heraus zum 1.Mai!“

Merke: Freie Unternehmer sind keine Garantie dafür, daß es dem
Land und seinen Menschen gut geht. Aber ohne freie Unternehmer
hat man die Gewißheit, daß es dem Land und seinen Menschen
nicht gut geht.

Das sehe ich auch so. Wir hatten zu Ostzeiten ire entwicklungen in dieser Hinsicht (gesteuert). Ein Bäckerssohn durfte z.B. nicht Bäcker lernen und solchen Quatsch.

Für diesen Satz (ist übrigens von mir *stolz*) gibt es
weltweit kein Gegenbeispiel.

Damit hast du ja einen Widerspruch schon aufgezeigt.

Irgendwie muß man ja eine Gesellschaft steuern. hier kann nicht jeder machen, was er will. Da das im Osten echt anders lief, haben wir jetzt wohl auch keine Betriebe hier und so viele Arbeitslose. So denke ich das erkannt zu haben. Demnächst macht hier im Ort die letzte Kneipe zu, weil er allen das Geld weggenommen hat und Steuern abführte. :frowning: Ist wirklich war. In einer Kneipe über die woche so zwei, drei Gäste pro Tag. Derweil war der gemeine Ossi eigentlich ein recht geselliges Kerlchen, welches sich lieber mal mit ner Runde Skat als am Fernseher vergnügte.
Wir hatten schon wirklich mehr Freiheit. Hier hängen wir in einem irren System fest. Das macht keinen Spaß. Meine Freiheit ist direkt an den Inhalt meiner Brieftasche gekoppelt bzw. wird dadurch beschränkt. Und die wird nicht größer - es fällt nur nicht so auf durch die Preis- und Kostensteigerung sowie etwas Lohnsteigerung.

Gruß
Frank

Re^2: :smile:

Wenn man den Verwaltungsanteil abzieht, ist man ja fast bei
der Zahl der Verfassungsschutzmitarbeiter in der NPD. :smile:

Ich sag ja immer wieder: Würde man alle Verfassungsschützer bei der NPD abziehen, müßte man die Partei wegen Mitgliedermangels auflösen.

Dennoch sind wir uns wohl einig, daß das Spitzeltum von Staats wegen zum System DDR gehörte und im heutigen Deutschland so nicht zu finden ist, zumindest fehlt die staatliche Organisation. Daß man bei uns aus Neid oder warum auch immer, gern mal anschwärzt, ist eine ganz andere Sache.

Nö, wozu? Ich weiß doch, was ich für Dreck am stecken hatte

-)

Da dürfte nicht viel drin stehen. Bei Grenzöffnung war ich bei
der Fahne und 23 Jahre alt.

Hmm, also ich hätte auf jeden Fall Einsicht genommen. Allein schon, um zu sehen, mit was für Nichtigkeiten sich der Staat so bechäftigte.

Das finde ich grauenhaft, diesen Uniformismus. Nix
individuelles.

Eben. Da gab es auch mal eine Simpsons-Folge, wo das sehr nett dargestellt war. Ist halt auf der ganzen Welt das gleiche Problem.

Das stimmt definitiv nicht. Auf der Cocom-Liste waren nur
Produkte (militärisch und nicht-militärisch), die technisch
besonders weit fortentwickelt waren und die Maschinen, die zu
ihrer Herstellung eingesetzt werden konnten.

Ich bin mir nicht sicher. Um das alles überblicken zu können,
war ich mit Sicherheit damals zu jung. falls die Liste
irgendwo im Internet zu finden ist, wäre ein link toll.

"COCOM was originally intended to preserve Western technological superiority by reducing the flow of military, dual-use and nuclear technologies from Western industrial nations to the Soviet bloc and other Communist countries. "
http://e-com.ic.gc.ca/english/crypto/631d14.html

Eine explizite Produktliste habe ich nicht gefunden, allerdings wurde COCOM ja auch Mitte der 90er durch http://www.wassenaar.org/ ersetzt.

Aber die Aussage oben deckt sich mit allen Infos, die ich hier in meinen Büchern gefunden habe. Ich war nur zu faul zu Abtippen.

Um überhaupt so einen Chip herzustellen, gehört ein ganz
schöner Apparat an Wirtschaft und Forschung dazu. Allerdings
hatte die DDR-Wirtschaft tatsächlich in den letzten Jahgren
auf diesem Gebiet ganz schön aufgeholt. Der LCD-Farbbildschirm
beruht wohl auch auf DDR-Patenten.

Nö, das Ding wurde Anfang der 70er in der Schweiz bei Hoffmann-La Roche entwickelt.

Die meisten
Frauenhoferinstitute sind nicht umsonst hier im Osten. Bin
manchmal dort.

Ostförderung? :wink:

Was bringt Dich dazu, das überhaupt zu bezweifeln? :wink:

Da bezog ich darauf, daß die Profs an deutschen Unis u.U. den ganzen Tag lang dicht sind. :wink:

Besorg dir bitte mal Literatur aus DDR-Zeiten. Gerade
wissenschaftliche Lektüre gibt es da sehr schöne.

*g* Da rennst Du offene Türen ein. In unserer Familie haben die Grundlagenwerke aus der DDR zu Chemie, Physik, Mathematik etc. eine lange Tradition. Meine Eltern haben davon ganze Schränke voll und mein Großvater (Erfinder) hat seinerzeit auch damit gearbeitet.

Nein, ihr seid im Westen in ein absolut irres System
hineingewachsen, was wahrscheinlich keiner mehr so richtig
überblickt. Ein absolut wirres Steuersystem, dasselbe bei
Fördermitteln, Gesetzen, Vorschriften…
Soetwas kann man nur begreifen, wenn man da voll
hineingewachsen ist.

Oder eben auch nicht. Hat aber auch seine Vorteile: Die Leute beim Finanzamt kommen bei den neuen Regeln schon gar nicht mehr mit und glauben daher immer häufiger unbesehen, was man ihnen da mit einem Querverweis auf ein Urteil oder eine neue Vorschrift vorsetzt. Die Anzahl der Rückfragen wird jedenfalls immer geringer.

Deshalb haben wir auch die vielen
Arbeitslosen.

?? Die Schlußfolgerung irritiert mich etwas. Wenn Du allerdings damit die Überregulierung nicht zuletzt des Arbeitsmarktes meinst, sind wir uns einig.

Aber ich glaube, so langsam bewegen wir uns zielstrebig am Thema des Brettes und auch des Ursprungsartikels vorbei.

Gruß
Christian

grööööhhhhlll!!
Hallo SAN,

lies mal meine diskussion mit Wolfgang und EXC, vielleicht geht dir dann ein Licht auf, worauf ich hinaus will.
Ich stelle mir das gerade bildlich vor, was du geschrieben hast.
„lach“ - „Wessis“! :smile:

Nee, das mußte alles im Zusammenhang sehen.
http://www.sozialisten.de/programm/programm/index.htm

Ich finde das lustig. Wenn man den Leuten das erklärt, wollen se alle Sozialismus :smile:

Frank

Re^3: :smile:
Schon wieder: Hallo!

Dennoch sind wir uns wohl einig, daß das Spitzeltum von Staats
wegen zum System DDR gehörte und im heutigen Deutschland so
nicht zu finden ist, zumindest fehlt die staatliche
Organisation. Daß man bei uns aus Neid oder warum auch immer,
gern mal anschwärzt, ist eine ganz andere Sache.

Das hatte aber andere Gründe. Deutschland sagt nein zum Irakkrieg? man hilft etwas nach, oder?: http://www.n-tv.de/3062446.html
Ich glaube, wir sollten der Welt wirklich ein Zeichen setzen, damit dieser kalte Krieg aufhört.
War im Osten auch nicht anders. Aber jeder kannte jeden und wer da etwas abseits stand war schnell im Blickfeld der „Spitzel“. Deshalb hatte ich auch nie Probleme - die Meinung konnte man immer frei äußern, es durfte nur keine Lüge sein.

Das finde ich grauenhaft, diesen Uniformismus. Nix
individuelles.

Eben. Da gab es auch mal eine Simpsons-Folge, wo das sehr nett
dargestellt war. Ist halt auf der ganzen Welt das gleiche
Problem.

Muß es aber nicht, wenn das Handwerk gefördert und regionale Selbstverwaltung wieder Einzug hält.
Danke für den link - hatte keine Zeit zum googeln.

Die meisten
Frauenhoferinstitute sind nicht umsonst hier im Osten. Bin
manchmal dort.

Ostförderung? :wink:

auch, aber wen bringts was, wenn die hier nicht umgesetzt werden?

*g* Da rennst Du offene Türen ein. In unserer Familie haben
die Grundlagenwerke aus der DDR zu Chemie, Physik, Mathematik
etc. eine lange Tradition. Meine Eltern haben davon ganze
Schränke voll und mein Großvater (Erfinder) hat seinerzeit
auch damit gearbeitet.

Sag ich ja, das gesamte Bildungssystem war besser gegliedert, wodurch man auch schneller und mehr lernen konnte.

Nein, ihr seid im Westen in ein absolut irres System
hineingewachsen, was wahrscheinlich keiner mehr so richtig
überblickt. Ein absolut wirres Steuersystem, dasselbe bei
Fördermitteln, Gesetzen, Vorschriften…
Soetwas kann man nur begreifen, wenn man da voll
hineingewachsen ist.

Oder eben auch nicht. Hat aber auch seine Vorteile: Die Leute
beim Finanzamt kommen bei den neuen Regeln schon gar nicht
mehr mit und glauben daher immer häufiger unbesehen, was man
ihnen da mit einem Querverweis auf ein Urteil oder eine neue
Vorschrift vorsetzt. Die Anzahl der Rückfragen wird jedenfalls
immer geringer.

Aber wen bringt der Schwachsinn irgendwas? Früher gabs das nicht.

Deshalb haben wir auch die vielen
Arbeitslosen.

?? Die Schlußfolgerung irritiert mich etwas. Wenn Du
allerdings damit die Überregulierung nicht zuletzt des
Arbeitsmarktes meinst, sind wir uns einig.

Nein, ich weiß wieviel Arbeit es macht, ein Projekt zu entwickeln, um hundert Leute zu beschäftigen. Das ist samt Studium eine Lebensaufgabe. (jedenfalls fast)

Aber ich glaube, so langsam bewegen wir uns zielstrebig am
Thema des Brettes und auch des Ursprungsartikels vorbei.

Ich sehe darin die Grundprobleme der Inlandspolitik. Wir stehen kurz vor den Wahlen - ich habe echt keine Lust auf weitere vier Jahre Schwachsinn. Es kann sich nicht viel ändern, höchstens alles noch irrer werden, wenn eine liberale Blockpartei das Ruder erhält. Eine SPD macht keine linke Politik mehr, die tut nur so. Als ob das Volk die Verarsche nicht mitkriegt. Über 50% wissen noch nicht sicher, wen sie wählen sollen. Ist klar, die gucken, wer bis zum Schöluß die für sie am wenigsten schlechten Aussagen macht und entscheiden dann wieder zwischen Pest und Cholera und schmeißen das Beste weg.
Armes Deutschland.

Frank

Hallo Frank,
ich habe ja keine Ahnung, woher Du Deine Überheblichkeit hast, sich in diesem Stil über Wessis zu amüsieren. Tatsache ist doch aber, das auch Du inzwischen begriffen haben solltest, das es so wie Du die Dinge siehst eben einfach nicht funktioniert. Du beschreibst den Zusammenhang zwischen Deinem Leben und Deiner Brieftasche. Na gut, war es Dir andersherum lieber? Jetzt kannst Du alles kaufen, hast aber kein Geld. Vorher hattest Du genug Geld, nur gabs dafür nichts zu kaufen. Wundert es Dich nicht ein wenig, das genau Deine Sichtweise Grund genug dafür ist, das der Osten nicht aus dem Kreuz kommt? Vielleicht war es für die Ost-Bürger doch der bessere Weg, das der Staat den Bürger bevormundet, damit sich der einzelne keine Gedanken machen musste? Ich denke, es gibt schon mehr als genug Reglementierungen in diesem Land. Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, das man es euch einfach nicht recht machen kann.
Gruss Sebastian

Hallo Sebastian,

lies doch bitte mal den ganzen Beitrag, auch den mit EXC. Du mußt wirklich alles im Zusammenhang sehen. Daß ihr vor noch mehr Bevormundung Angst habt, kann ich mir jetzt lebhaft vorstellen. Nee, das war eher das Gegenteil im Osten. Aber irgendwer muß doch das Zusammenspiel koordinieren, sonst wird alles nur Quatsch. Die Planwirtschft wurde mit Sicherheit überetrieben, hatte aber einen Sinn. Bei euch arbeiten Konzerne auch nicht anders - alles Planwirtschaft.

Grüße
Frank

Krankwirtschaft

Es bringt mir
nichts, wenn die ganze Nation nur teure Autos herstellt aber
nix zu futtern hat, weil der Bauer noch mit nem Gaul übern
Acker schiebt :smile:

Das ist genau das, was ich mit „Resistenz bzgl. grundlegene wirtschaftlicher Zusammenhänge“ meine. Der Witz ist doch, daß Angebot und Nachfrage die Angelegenheit regeln. Wenn es nicht genug zu futtern gibt, lohnt sich der Anbau von Lebensmitteln wieder bzw. die Investition in Landwirtschaftsmaschinen. Wenn es keine Nachfrage nach teueren Autos gäbe, dann würde sie über kurz oder lang auch keiner produzieren.

Allerdings kommt hier auch noch das Prinzip der internationalen Arbeitsteilung hinzu. Insofern ist es auch nicht nötig, daß in Deutschland Lebensmittel durch Landwirtschaft hergestellt wird. Wobei man dabei aber unterstellen bzw. sicher sein muß, daß die Zulieferländer ihre Zufuhr nicht stoppen. Das Problem ist vorhanden, wie man so schön an der Ölkrise sehen konnte.

Hierzulande sind solche Entwicklungen gang
und gebe. An den Instituten stapeln sich irre Patente und
Technologien und können nicht umgesetzt werden.

Wenn sich die Verwertung der Patente nicht lohnt, werden sie nicht genutzt.

Möglichkeiten für die Beschäftigten, ihre Arbeitszeit souverän
zu gestalten;

Das kann man glatt vergessen. Der Arbeitgeber muß entscheiden dürfen, wann gearbeitet werden soll. Was nützt es, wenn alle Menschen Sonntags freihaben, aber keiner im Krankenhaus, in der Straßenbahn oder bei den Stadtwerken arbeitet?! Daß auf die Bedürfnisse von Arbeitnehmern Rücksicht genommen werden muß, ist auch klar. Aber auch, daß durch höhere Bezahlung am WE Anreize geschaffen werden, was ja der Fall ist.

Nur schlichte Gemüter, deren Informationsstand aus den
Anfangszeiten der Industrialisierung stammt, können annehmen,
daß sich die Wirtschaft in ihrer Breite und Vielfalt zentral
steuern läßt und dabei ihre Leistungsfähigkeit behält.

Die „Leistungsfähigkeit“ die du kennst, dürfte sie dann
garnicht mehr haben. Sie ist auch nicht nötig. Sie wächst
langsamer aber stetig. Wird so stabil immer leistungsfähiger.
Im Moment ist die Leistungsfähigkeit der Bundesrepublik nur in
Euro gemessen - das sagt nix über produzierte Warenmengen aus
und ist ein krasser Unterschied.

Ah, doch wieder die Planwirtschaft. Es geht daraum, was für ein Wert produziert wird. Warenmengen sind uninteressant. Was nützt es, 27 Mio. Schränke im Jahr zu produzieren, wenn nur 5 Mio. abgesetzt werden können. Bei einem derartigen Überangebot an Schränken würde der Preis heftigst fallen --> Messung in Euro.

Wir waren z.B. Selbstversorger in der Landwirtschaft.

Ja, mit Riesenverlusten. Ein Ukrainer oder Ungar konnte die gleichen Nahrungsmittel viel billiger produzieren, inkl. Transport.

Irgendwie muß man ja eine Gesellschaft steuern. hier kann
nicht jeder machen, was er will. Da das im Osten echt anders
lief, haben wir jetzt wohl auch keine Betriebe hier und so
viele Arbeitslose.

Eben weil sie schlecht=bedarfsfremd gesteuert wurde gibt es jetzt die Probleme. Die Betriebe produzierten nach Plan und nicht nach Markt. Wenn die Güter wirklich zu den Preisen und in der Qualität nachgefragt worden wären, würden sie heute auch noch produzieren.

Gruß
Christian

Unternehmensplanung vs. Politik

Bei euch arbeiten
Konzerne auch nicht anders - alles Planwirtschaft.

Der Witz ist aber, daß die Unternehmen selber planen können, von Ausnahmen abgesehen auch näher am Markt planen, als es jeder Theoretiker könnte und vor allem flexibler sind.

Was herauskommt, wenn man Politikern wirtschaftliche Entscheidungen überläßt sieht man an jeder Ecke und nicht zuletzt derzeit in Dresden, Magdeburg etc. Ein Unternehmen wäre das Risiko derartige Flutschäden niemals eingegangen. Man hätte die Kosten für den Rückbau der Deiche und den damit verbundenen Landverlust gegen die Kosten eines möglichen Hochwassers abgewogen und die Deiche dann um 200 Meter ins Landesinnere verlegt.

Anderes Beispiel: Unternehmen bilden Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, der Staat tut dies nicht. Außerdem würde ein Unternehmen niemals die Rückstellungen des Geschäftsbereiches A für aktuelle Ausgaben des GB B heranziehen. Der Staat setzt immer noch auf des Umlageverfahren bei der Rentenfinanzierung.

Planung ja, aber nicht durch Politiker oder ihre Schergen.

C.

Los gehts

lies mal meine diskussion mit Wolfgang und EXC, vielleicht
geht dir dann ein Licht auf, worauf ich hinaus will.

Also ich würde auf folgende Gesamtaussage tippen:
„Ich habe zwar keine Argumente oder Begründungen dafür, aber der Sozialismus der PDS ist das Tollste überhaupt“. „Amen“ hast du übrigens vergessen.

„lach“ - „Wessis“! :smile:

Das ist ja eine interessante Folgerung die du da ziehst. Person wohnt momentan in Bayern -> Person = wessi

Nein zu blöd dass man sich in der BRD den Wohnsitz frei aussuchen und daher auch mal umziehen kann.

[Achtung Polemik]
Werden eigentlich alle PDS-Leute zu derartig plumpen, dämlichen und sogar teilweise rassistischen Denkweisen gezwungen?
[Polemik aus]

Nee, das mußte alles im Zusammenhang sehen.
http://www.sozialisten.de/programm/programm/index.htm

Mangels Zeit habe ich mir nur mal schnell die Präambel und 4.3 durchgelesen.

„Der wirtschaftliche und soziale Niedergang, die massenhafte politische Ausgrenzung in Ostdeutschland, Demokratie-, Sozial- und Rechtsabbau, großmachtpolitische, nationalistische und rechtsextremistische Tendenzen in ganz Deutschland nehmen bedrohliches Ausmaß an.“

Klasse und so grossartig belegt. Nein als Grundsatzpapier hätte ich doch gerne etwas logischeres.

und aus 4.3:
Da wird zum Beispiel:
-Geschichte geleugnet. (betr. Gründung der DDR)
-Amnestie für Abschaum gefordert (keine Strafe für Untaten in der DDR) aber zugleich bei Enteignungen aus dem 3.Reich volle Härte gefordert (da habe ich nix dagegen es zeigt aber die Inkonsequenz dieser Partei)
-Das Rentensystem unbezahlbar gemacht
-Eine ineffiziente Wirtschaftspolitik gefordert

etc.

Ich finde das lustig. Wenn man den Leuten das erklärt, wollen
se alle Sozialismus :smile:

q.n.e.d. Trotzdem: Ich finde den Sozialismus durchaus nicht von Grund auf unbrauchbar aber 1. nicht das A und O 2. so wie ihn die PDS praktizieren will und so wie er in der DDR war ( Das ist nicht das Gleiche) nicht praktikabel.

Und Schluss

SAN

aaaaaaaarrrrrrrrrrrrgggggggggggghhhhhhhhhhhhh!!!

Der Witz ist aber, daß die Unternehmen selber planen können,
von Ausnahmen abgesehen auch näher am Markt planen, als es
jeder Theoretiker könnte und vor allem flexibler sind.

Es hat ja auch keiner davon geredet, Konzerne abzuschaffen. Ich betrachte das nur immer aus anderen Wertvorstellungen heraus. Hier wird doch auch nicht unbedingt nach Nachfrage produziert. Außerdem lassen sich solche Wirtschaftskreisläufe auch untereinander koordinieren. Genau so, wie es jetzt der Fall ist. Das ist doch auch vernünftig und war früher nicht viel anders.

Was herauskommt, wenn man Politikern wirtschaftliche
Entscheidungen überläßt sieht man an jeder Ecke und nicht
zuletzt derzeit in Dresden, Magdeburg etc. Ein Unternehmen
wäre das Risiko derartige Flutschäden niemals eingegangen. Man
hätte die Kosten für den Rückbau der Deiche und den damit
verbundenen Landverlust gegen die Kosten eines möglichen
Hochwassers abgewogen und die Deiche dann um 200 Meter ins
Landesinnere verlegt.

ebend. Deshalb möchte ich ja den Politikern diese Entscheidungswillkür entziehen. Mach doch mal nen Vorschlag, wie das gesteuert werden könnte.

Anderes Beispiel: Unternehmen bilden Rückstellungen für
Pensionsverpflichtungen, der Staat tut dies nicht. Außerdem
würde ein Unternehmen niemals die Rückstellungen des
Geschäftsbereiches A für aktuelle Ausgaben des GB B
heranziehen. Der Staat setzt immer noch auf des
Umlageverfahren bei der Rentenfinanzierung.

Das hat Bismarck nunmal eingeführt. Wie willst du das auch sonst machen? Planen sollten das Wirtschaftsprofis. Da halte ich mich raus. Aber gehen muß das als Mischung - logisch. Alles so umbauen, daß es vernünftig wird. Du darfst das nicht mit deinen bisherigen Erfahrungen vergleichen. Da kommt immer Mist raus. Ich habe etliche Jahre daran rumgerechnet und festgestellt, daß das so wie jetzt unmöglich funktionieren kann, Es sei denn, unendliches Wachstum ist möglich. Ist es aber nicht, da sich der Mensch somit auch um 2-3% pro Jahr weiterentwickeln müßte :frowning: Nur ist halt der Trend, daß immer weniger Menschen diesen Wachstumsprozeß verantworten - das beißt sich heftigst. Solche antagonistischen Widersprüche findest du zuhauf im Kapitalismus - Marx nannte das seine allgemeine Krise. Diue kriegst du auch nicht raus, die läßt sich nicht verstecken. Nirgends. da kann man noch so irre Systeme bauen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten - entweder hin zu einer Solidargemeinschaft im Zusammenleben oder diese Blase platzt (Krieg?) und es geht wieder von vorne los.
Nur bestehen in dieser Solidargemeinschaft andere Wertvorstellungen. Deshalb funktioniert es.

Frank

Beispiel
Hallo Frank,

Ein Bekannter von mir plant eine Anlage um aus Altreifen einen
neuen Werkstoff herzustellen, den es bislang nocht nicht gibt.
Seit einem halben Jahr hat er die Finanzierungszusage und
hofft, daß so Mitte Oktober die Kohle fließt. Wohlgemerkt hat
er daran 6 (!!!) Jahre planen und in der halben Welt rumreisen
müssen. Jetzt brauchts nur noch 40-60 Stempel und
Unterschriften.

Meinst Du die Geschichte im Kreis Mittweida ?

Tschuess Marco.

Planwirtschaft?
Hallo Frank,
ich habe keine Angst vor Bevormundung. Ich sehe nur keine Vorteile in weiterer Reglementierung. Mit Planwirtschaft hat das ganze auch wenig zu tun, sondern mit zielgeführter Unternehmenspolitik. Und duese ist nicht an irgendwelche Pläne gekoppelt. Im Gegenteil: Wird das erhoffte nicht erreicht, wird eben nicht nach Plan weitergemacht sondern über den bisherigen Verlauf reflektiert und danach wird ein neues Konzept ausgearbeitet. Mehr Mitbestimmung wird von Dir gefordert, auch in Betrieben. Hallelujah, Gott bewahre mich davor, das unsere Jungs aus dem Lager bei meiner Firma mit über die Unternehmenspolitik bestimmen. Bei deren Sichtweise können wir Ende des Jahres den Laden dichtmachen. Man muss bei einigen Sachen schon etwas Hintergrundwissen haben, bevor man mitbestimmen kann.
Ich kann nur davor warnen, Leuten das Recht auf Mitbestimmung zu gewähren, die nichteinmal den Unterschied von Umsatz, Ertrag und Gewinn kennen.
Gruss Sebastian

Der Witz ist aber, daß die Unternehmen selber planen können,
von Ausnahmen abgesehen auch näher am Markt planen, als es
jeder Theoretiker könnte und vor allem flexibler sind.

Es hat ja auch keiner davon geredet, Konzerne abzuschaffen.

Was soll die Konzernleitung denn dann machen? Befehle der Planbüros ausführen oder selbst Planbüro sein?

Ich betrachte das nur immer aus anderen Wertvorstellungen
heraus. Hier wird doch auch nicht unbedingt nach Nachfrage
produziert.

Dann les doch mal deine eigene Homepage. nachdem ihr das Nanozeug so produziert hattet, daß es nicht taugte, produziert ihr es jetzt, wie der Kunde es will. Ist das nicht Produktion nach Bedarf?

Außerdem lassen sich solche Wirtschaftskreisläufe

auch untereinander koordinieren. Genau so, wie es jetzt der
Fall ist. Das ist doch auch vernünftig und war früher nicht
viel anders.

Nur ist bei dir nicht klar, wer der große Planer ist.

Was herauskommt, wenn man Politikern wirtschaftliche
Entscheidungen überläßt sieht man an jeder Ecke und nicht
zuletzt derzeit in Dresden, Magdeburg etc. Ein Unternehmen
wäre das Risiko derartige Flutschäden niemals eingegangen. Man
hätte die Kosten für den Rückbau der Deiche und den damit
verbundenen Landverlust gegen die Kosten eines möglichen
Hochwassers abgewogen und die Deiche dann um 200 Meter ins
Landesinnere verlegt.

ebend. Deshalb möchte ich ja den Politikern diese
Entscheidungswillkür entziehen. Mach doch mal nen Vorschlag,
wie das gesteuert werden könnte.

Ich denk das hat diese tolle Partei schon entdeckt. oder soll es wieder ein großes sozialistisches Experiment werden?

Anderes Beispiel: Unternehmen bilden Rückstellungen für
Pensionsverpflichtungen, der Staat tut dies nicht. Außerdem
würde ein Unternehmen niemals die Rückstellungen des
Geschäftsbereiches A für aktuelle Ausgaben des GB B
heranziehen. Der Staat setzt immer noch auf des
Umlageverfahren bei der Rentenfinanzierung.

Das hat Bismarck nunmal eingeführt. Wie willst du das auch
sonst machen?

Ich dachte es wäre alles Mist.

Planen sollten das Wirtschaftsprofis. Da halte

ich mich raus. Aber gehen muß das als Mischung - logisch.

Wer soll jetzt planen Wirtschaftsprofis oder Planbüros?

Alles so umbauen, daß es vernünftig wird. Du darfst das nicht
mit deinen bisherigen Erfahrungen vergleichen. Da kommt immer
Mist raus.

Mit was soll man denn sonst vergleichen?

Ich habe etliche Jahre daran rumgerechnet und

festgestellt, daß das so wie jetzt unmöglich funktionieren
kann, Es sei denn, unendliches Wachstum ist möglich. Ist es
aber nicht, da sich der Mensch somit auch um 2-3% pro Jahr
weiterentwickeln müßte :frowning: Nur ist halt der Trend, daß immer
weniger Menschen diesen Wachstumsprozeß verantworten - das
beißt sich heftigst. Solche antagonistischen Widersprüche
findest du zuhauf im Kapitalismus - Marx nannte das seine
allgemeine Krise. Diue kriegst du auch nicht raus, die läßt
sich nicht verstecken. Nirgends. da kann man noch so irre
Systeme bauen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten - entweder hin
zu einer Solidargemeinschaft im Zusammenleben oder diese Blase
platzt (Krieg?) und es geht wieder von vorne los.
Nur bestehen in dieser Solidargemeinschaft andere
Wertvorstellungen. Deshalb funktioniert es.

Aber auch Marx wußte schon, daß man die Selbstheilungskräfte des Kapitalismus nicht unterschätzen sollte. Diesem steht die Trägheit eines jeden Plansystems entgegen. Deswegen kann der freie Kapitalismus immer nur der Sieger sein im Kampf der Systeme.

Stelle dir vor heute würde geplant, daß wir in 5 Jahren den 10GByte-Chip haben. Und der doofe ungeplante Kapitalist hat ihn schon nächstes Jahr. Watt dann? Schreiben wir dann in den Plan, daß wir die kapitalisten einfach ignorieren?

gruss
winkel

traurige Erkenntnis

Frank, der langsam merkt, daß EXC überhaupt keine Lust hat,
ihn verstehen zu wollen :frowning:

Ich verstehe Dich schon, teile nur Deine Ansichten nicht, was
nicht zuletzt daran liegt, daß Deine Ansichten regelmäßig auf
irgendwelchen dubiosen Artikeln basieren, die Du im Internet
zusammengeklaubt hast. Hinzu kommt eine beachtliche
Erkenntnisresistenz bzgl. wirtschaftlicher Zusammenhänge und
Grundprinzipien, die Dich anscheinend aber nicht daran
hindert, fröhlich drauflos zu diskutieren (was ja auch OK ist,
aber wenn man nicht diskutieren will, sondern auf seiner
unfundierten Aussage rumreitet, bringt die aufgewendete Zeit
keinem der Beteiligten etwas).

Ja leider muß man feststellen, dass unser Frank sich irgendeine Ideologie zusammengebastelt hat, die für ihn optimal ist, weil er mit dieser abstrusen Mischung gegen alles momentane protestieren kann und seiner anscheinend erheblichen Unzufriedenheit Luft machen kann. Das Problem - entgegen seiner eigenen Beteuerungen - hat er selber überhaupt kein konkretes Konzept sondern ergeht sich konsequent im Erbauen irgendwelcher Luftschlösser, wie man alles besser machen könnte.

Erschütternd finde ich besonders, dass er dabei die riesigen Verbrechen, die in der DDR stattfanden kleinreden oder völlig wegdiskutieren will. Meiner Meinung nach den Opfern gegenüber nicht sehr sensibel!

Auch problematisch: Das ständige Aufbauen eines Ost-West-Konfliktes aus den abstrusesten Gründen. Ich meine ich finde es schon interessant, dass es anscheinend verpflichtend ist, bei PDS oder sonstigen sozialistischen Gruppen diesen Konflikt konsequent auszunutzen und so Blockaden aufzubauen.

Die traurige Erkenntnis: Frank wird auch mit 1001 vernünftigen Argumenten nicht von seiner alleinglücklichmachenden Position abzubringne sein. Daher mein Tip: wander doch aus, z.B. nach Nordkorea oder Kuba da sieht man wohin so schöne Märchen führen (bzw. enden)!

Schönen Gruß

Edi

Was herauskommt, wenn man Politikern wirtschaftliche
Entscheidungen überläßt sieht man an jeder Ecke und nicht
zuletzt derzeit in Dresden, Magdeburg etc. Ein Unternehmen
wäre das Risiko derartige Flutschäden niemals eingegangen. Man
hätte die Kosten für den Rückbau der Deiche und den damit
verbundenen Landverlust gegen die Kosten eines möglichen
Hochwassers abgewogen und die Deiche dann um 200 Meter ins
Landesinnere verlegt.

Warum gab es denn dann Unternehmen in Dresden? Wenn sie schon vorher klar kalkuliert haben, dass sie bald absaufen und das Unternehmen vernichtet wird? Oder waren die Unternehmen auch schon so hellsichtig (naiv - je nach politischen Standort des Lesers) zu wissen (glauben), dass die Bundesregierung nach dem Hochwasser dafür sorgt, dass sie ihre Maschinen etc. wieder kostenlos anschaffen können?

Anderes Beispiel: Unternehmen bilden Rückstellungen für
Pensionsverpflichtungen, der Staat tut dies nicht. Außerdem
würde ein Unternehmen niemals die Rückstellungen des
Geschäftsbereiches A für aktuelle Ausgaben des GB B
heranziehen.

Ich weiss, dass Du Enron kennst. Anders gefragt: warum stehen US-Rentner vor dem Nichts, wenn „ihr“ Unternehmen Konkurs anmeldet?

Merke: Freie Unternehmer sind keine Garantie dafür, daß es dem
Land und seinen Menschen gut geht. Aber ohne freie Unternehmer
hat man die Gewißheit, daß es dem Land und seinen Menschen
nicht gut geht.

Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage ist natürlich davon abhängig, was Du unter „nicht gut gehen“ verstehst. Wie definierst Du das also?

Im übrigen bestreitest Du nicht, dass es Länder mit freien Unternehmern gibt, denen es nicht gut geht. Daher anders gefragt: welchem Land geht es denn gut heutzutage?

In eigentlich allen Ländern (außer Nordkorea) gibt es freie Unternehmer heutzutage (selbst Kuba und China). Ok, Nordkorea geht es tatsächlich nicht gut. Aber wie soll man Gegenbeispiele finden, wenn es weltweit nur noch ein Land geben, das keine freien Unternehmen mehr hat? Oder welche Länder würdest Du sonst noch dazu zählen?