Rätsel

Das ist genau das, was ich mit „Resistenz bzgl. grundlegene
wirtschaftlicher Zusammenhänge“ meine. Der Witz ist doch, daß
Angebot und Nachfrage die Angelegenheit regeln.

Volkswirtschaftlich richtig, in der Realität falsch.

Oder Du musst dazu sagen, dass dies nur für die Nachfrage (und das Angebot) gilt, das sich am Markt bemerkbar macht. Wie macht man sich am Markt bemerkbar: mit Geld.

Die marktrelevante Nachfrage nach Medikamten gegen die Flussblindheit ist z.B. nicht sehr hoch, obwohl zehntausende Afrikaner daran erkranken.

Die Mär von der Angebot und Nachfrage (ist ohne diesen Zusatz der Marktrelevant) eine geschickt verpackte Lüge der Volkswirte.

Ad Ideologie

So ganz frei von solcher Ideologie ist keine der im
Schwarz-Rot-Grün-Spektrum angesiedelten Parteien.

Ideologie ist immer die Gesellschaftsvorstellung des anderen. Die eigene Ideologie nennt man in der Regel Realitätssinn.

Deine Ideologie heisst „Freiheit“. Ob die Freiheit immer gut und richtig ist (oder nur für die Starken gut und richtig), fragst Du Dich lieber nicht.

Hallo SAN,

er wird dann brauchbar, wenn alle ihre Ideen einbringen. q.e.d.

Das wird nix, wenn ihr weiterhin davon ausgeht, daß irgendjemand euch weiterhin seinen Willen aufzwingen will. Denn das tut da niemand. Es scheint nunmal tatsächlich nur zwei Möglichkeiten zu geben, sich die Welt zu betrachten. Eine davon ist eine unendlich Vielzahl nach hegelianischer Philosophie.

Frank

Marktmodell und Marktversagen

Volkswirtschaftlich richtig, in der Realität falsch.

Daß kein Handel bei den genannten Medikamenten zustande kommt, ist ein eiskaltest Beispiel dafür, daß in diesem Fall die VWL die Realität ganz besonders gut abbildet. siehe unten

Oder Du musst dazu sagen, dass dies nur für die Nachfrage (und
das Angebot) gilt, das sich am Markt bemerkbar macht. Wie
macht man sich am Markt bemerkbar: mit Geld.
Die marktrelevante Nachfrage nach Medikamten gegen die
Flussblindheit ist z.B. nicht sehr hoch, obwohl zehntausende
Afrikaner daran erkranken.
Die Mär von der Angebot und Nachfrage (ist ohne diesen Zusatz
der Marktrelevant) eine geschickt verpackte Lüge der
Volkswirte.

Verstehe ich nicht, wo ist Dein Problem? Du wirst doch auch die kleinen Bildchen mit Angebot und Nachfragekurve gemalt haben, oder nicht? Dort trägst Du die Angebotskurve steigend auf (beschriftet sind die Achsen mit Menge und Preis), die Nachfragekurve fallend. Dort, wo die beiden sich treffen, findet der Handel statt. Wenn die Nachfragekurve nahe 0 parallel zur x-Achse verläuft gibt es halt kein oder nur wenig Angebot.

Die Volkswirte haben also ganz sicher die Marktrelevanz berücksichtigt. Insofern muß ich es auch nicht erwähnen, weil es Teil des Modells ist.

Dein Beispiel ist ein Fall von Marktversagen, wenn man den Begriff ein wenig dehnt. Insofern wäre hier ein staatlicher Eingriff gerechtfertigt, der bei anderen Medikamenten auch durchaus stattfindet (siehe HIV-Medikamente in Südafrika). Dort durch durch Preisobegrenzen die Angebotskurve gekippt. Dem Modell hier Versagen vorzuwerfen ist also Unfug, genau dieser Fall wird dort perfekt abgebildet.

Hallo Marco,

nein, bei Altenburg. Dürftest du nicht kennen. Der angefangene Bau des Erlwein-Gasometers in Dresden geht auch auf dessen Kappe :smile: Kann aber nix dafür, wenn sich Babcock und HochTief nicht einig werden.

Gruß
Frank

eigentlich schon

Was herauskommt, wenn man Politikern wirtschaftliche
Entscheidungen überläßt sieht man an jeder Ecke und nicht
zuletzt derzeit in Dresden, Magdeburg etc. Ein Unternehmen
wäre das Risiko derartige Flutschäden niemals eingegangen. Man
hätte die Kosten für den Rückbau der Deiche und den damit
verbundenen Landverlust gegen die Kosten eines möglichen
Hochwassers abgewogen und die Deiche dann um 200 Meter ins
Landesinnere verlegt.

Warum gab es denn dann Unternehmen in Dresden? Wenn sie schon
vorher klar kalkuliert haben, dass sie bald absaufen und das
Unternehmen vernichtet wird? Oder waren die Unternehmen auch
schon so hellsichtig (naiv - je nach politischen Standort des
Lesers) zu wissen (glauben), dass die Bundesregierung nach dem
Hochwasser dafür sorgt, dass sie ihre Maschinen etc. wieder
kostenlos anschaffen können?

hahaha

Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage ist natürlich davon
abhängig, was Du unter „nicht gut gehen“ verstehst. Wie
definierst Du das also?

Schlechtere Entwicklung als weltweiter Durchschnitt, Nachbarländer, Länder mit ähnlicher geographischer, klimatischer Lage, Länder mit ähnlicher Bevölkerungsstruktur…

Kriterien lassen sich genug finden.

Im übrigen bestreitest Du nicht, dass es Länder mit freien
Unternehmern gibt, denen es nicht gut geht. Daher anders
gefragt: welchem Land geht es denn gut heutzutage?

Ich glaube nicht, daß Wolfgang heute, d.h. August/September 2002 gemeint hat. Entscheidender ist doch die Entwicklung der letzten Jahre und Jahrzehnte und die ist weltweit ja schon ein bißchen divergierend.

In eigentlich allen Ländern (außer Nordkorea) gibt es freie
Unternehmer heutzutage (selbst Kuba und China).

Ich glaube, es geht mehr darum, daß nicht ein paar Unternehmer frei handeln dürfen, sondern ein paar mehr. Letztlich kann man auch so weit gehen und sagen, der Freiheitsgrad ist entscheidend, d.h. inwieweit die Wirtschaft reglementiert ist.

link
http://www.kalaschnikow.net/de/debatte/debatte.html

knapp daneben o.v.T.
aber auch wahrscheinlich - nur nicht auf deutsch

sich nix zusammenbastelt
Hallo Edi,

Ja, leider muß ich immer wieder feststellen, daß es in den alten Bundesländern sehr wenige gibt, die welche sich mit d/h Materialismus bislang auseinandergesetzt haben oder gar andere, die stur leugnen, daß sich dieser auf pure Logik reduzieren läßt.
Ich habe die letzten dreizehn Jahre genutzt, um dieses System zu verstehen und bin bald wahnsinnig dabei geworden. Es ist in sich unlogisch und für mich durchsichtig wie eine Glasscheibe. Vor zwei Wochen habe ich das erste mal intensiver bei Marx nachgelesen und mich arg gewundert, daß dieser recht hat. (den hatten wir nämlich nichtmal so intensiv in der Schule) Es gibt halt nur zwei Arten zu denken, entweder logisch oder man läßt sich etwas einreden und baut seine Welt nach eine von unendlich vielen Arten hegelianischen Liberalismus auf, der welcher immer wieder versucht eine Logik in der Mitte durch dialektische Widersprüche zu finden.

Gruß
Frank

Ja leider muß man feststellen, dass unser Frank sich
irgendeine Ideologie zusammengebastelt hat, die für ihn
optimal ist, weil er mit dieser abstrusen Mischung gegen alles
momentane protestieren kann und seiner anscheinend erheblichen
Unzufriedenheit Luft machen kann. Das Problem - entgegen
seiner eigenen Beteuerungen - hat er selber überhaupt kein
konkretes Konzept sondern ergeht sich konsequent im Erbauen
irgendwelcher Luftschlösser, wie man alles besser machen
könnte.

Erschütternd finde ich besonders, dass er dabei die riesigen
Verbrechen, die in der DDR stattfanden kleinreden oder völlig
wegdiskutieren will. Meiner Meinung nach den Opfern gegenüber
nicht sehr sensibel!

Auch problematisch: Das ständige Aufbauen eines
Ost-West-Konfliktes aus den abstrusesten Gründen. Ich meine
ich finde es schon interessant, dass es anscheinend
verpflichtend ist, bei PDS oder sonstigen sozialistischen
Gruppen diesen Konflikt konsequent auszunutzen und so
Blockaden aufzubauen.

Die traurige Erkenntnis: Frank wird auch mit 1001 vernünftigen
Argumenten nicht von seiner alleinglücklichmachenden Position
abzubringne sein. Daher mein Tip: wander doch aus, z.B. nach
Nordkorea oder Kuba da sieht man wohin so schöne Märchen
führen (bzw. enden)!

Schönen Gruß

Edi

Hallo Frank!

Punkt 1: Soweit ich es bisher kenne ist es bei einer Diskussion
üblich auf die jeweiligen Argumente der anderen Seite
einzugehen. Insofern verstehe ich deine Beiträge (siehe z.B.
dieser hier) nicht, weil sie keine Antworten sind, sondern
Abweichungen von dem jeweiligen Thema hin zu anderen Feldern,
die meist wenig mit dem vorherigen Thema zu tun hatten.

Punkt 2: Ich finde es schön, dass du mir zuliebe mein Argument
Ost-West-Konflikt gleich noch mal aufgegriffen hast und gleich
nochmal auf die alten Bundesländer eingedroschen hast.

Ja, leider muß ich immer wieder feststellen, daß es in den
alten Bundesländern sehr wenige gibt, die welche sich mit d/h
Materialismus bislang auseinandergesetzt haben oder gar
andere, die stur leugnen, daß sich dieser auf pure Logik
reduzieren läßt.

Sehr schön, deine Aussagen, aber du solltest dir angewöhnen
Beispiele dazu zu bringen, sonst versteht kein Mensch, was du
eigentlich sagen willst. Beispiel: „auf pure Logik
reduzieren läßt“ eine absolut unbewiesene Behauptung, die schön
klingt Aussage ist aber = 0 !

Ich habe die letzten dreizehn Jahre genutzt, um dieses System
zu verstehen und bin bald wahnsinnig dabei geworden.

Ich geb zu leicht ist unser System nicht zu verstehen. Und hier
muss ich auch sagen, wenn ich in der DDR gelebt hätte, würde mir
es wahrscheinlich ähnlich gehen.

Es ist in
sich unlogisch und für mich durchsichtig wie eine Glasscheibe.

Nun ja 80 Millionen Menschen lassen sich nun mal nicht mit
scheinbar logischen Ansätzen regieren, was da gefragt ist sind
praktische Lösungen.

Vor zwei Wochen habe ich das erste mal intensiver bei Marx
nachgelesen und mich arg gewundert, daß dieser recht hat. (den
hatten wir nämlich nichtmal so intensiv in der Schule)

Gratulation! Nach zwei Wochen Marx verstanden zu haben ist eine
hervorragende Leistung, um nicht zu sagen geradezu unmöglich.
Meine Meinung: Marx hat wunderbare Theorien entworfen und seine
Ziele waren mit Sicherheit nur die besten. Nur: die Wirklichkeit
hat ihn eindeutig widerlegt!

Es gibt
halt nur zwei Arten zu denken, entweder logisch oder man läßt
sich etwas einreden und baut seine Welt nach eine von
unendlich vielen Arten hegelianischen Liberalismus auf, der
welcher immer wieder versucht eine Logik in der Mitte durch
dialektische Widersprüche zu finden.

Bitte definiere mir in kurzen Worten: hegelianischen
Liberalismus (sorry sagt mir so nichts, obwohl ich weiß was
Liberalismus ist)

Schön welche dieser zwei Denkweisen beanspruchst du für dich?
Die erste? Dann erneut Gratulation, weil du somit kein Mensch
sein kannst, denn Menschen haben Gefühle, Neigungen, Ängste die
ihr Denken und Handeln beeinflussen. Insofern passen Logik und
Menschen nicht zueinander!

Schönen Gruß

Edi

Vor allem wenn wir uns auf folgendes einigen können:

Wenn ein Gebiet als
Baugebiet ausgewiesen ist, sollte man sich als gutgläubiger
Unternehmer darauf verlassen können,

Der Unternehmer über den wir uns unterhalten ist innerhalb seines Betriebes weitsichtig (denn er hätte die Deiche ja rechtzeitig erhöht), ausserhalb seines Betriebes aber gutgläubig.

Stimmt, „niemals“ war vekehrt. Besser: Ein
verantwortungsvoller Unternehmer, der sich an die die
Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie Recht und Gesetze
hält, würde niemals…

Nettes Unternehmerbild hast Du. :wink:

Volkswirtschaftlich richtig, in der Realität falsch.

Daß kein Handel bei den genannten Medikamenten zustande kommt,
ist ein eiskaltest Beispiel dafür, daß in diesem Fall die VWL
die Realität ganz besonders gut abbildet. siehe unten

Sorry, war ein Missverständnis. Es ging mir weniger um eine Kritik an der VWL sondern an den Begriffen. Natürlich bildet VWL - vor allem wenn man Modell ausserhalb des Grundstudiums nimmt - dies gut ab.

Es ging mir mehr um die Begriffe Angebot und Nachfrage. Häufig wird Nachfrage - jetzt nicht in der VWL sondern allgemein - mit Bedürfnis gleichgesetzt: wer sich etwas kaufen will, bietet dafür. Wenn er nicht mehr bieten kann, war einfach das Bedürfnis des anderen größer. Das ist natürlich Unsinn (jedenfalls wenn man unterstellt, dass ein Multimillionär nicht per se höhere Bedürfnisse als ein Sozialhilfeempfänger hat).

Daher meine Kritik an Deinen Gebrauch der Nachfrage hier:
„Der Witz ist doch, daß Angebot und Nachfrage die Angelegenheit regeln. Wenn es nicht genug zu futtern gibt, lohnt sich der Anbau von Lebensmitteln wieder bzw. die Investition in Landwirtschaftsmaschinen.“

Wenn es Leute gibt (weniger in Deutschland, aber weltweit), die verhungern, aber nicht zahlen können für ihre Nahrung, existiert ein Bedürfnis, aber keine Nachfrage. Angebot und Nachfrage regeln also nichts (es werden nicht mehr Lebensmittel angebaut) in diesem Fall. Das tun sie nur, wenn Leute Hunger und Geld haben.

Das kannst Du Marktversagen nennen (obwohl in der VWL ja eher andere Fälle darunter gefasst werden).

Nur: Dein Satz klang so, als würden Angebot und Nachfrage stets zu einem optimalen Ausgleich und eine gute Reaktion der Marktteilnehmer führen. Das ist aber eben nicht der Fall, wenn dem Nachfrager für den Ausdruck seiner Nachfrage das Geld fehlt.

Wenn die Nachfragekurve nahe 0
parallel zur x-Achse verläuft gibt es halt kein oder nur wenig
Angebot.

Ja, richtig natürlich. Nur wird in der VWL oft nicht beachtet, WARUM die Kurve nahe 0 verläuft (der Satz, dass in Äthopien z.B. die Nachfrage nach Nahrung nahe 0 ist, ist entweder zynisch, oder nur zu rechtfertigen, wenn man weiss, dass Nachfrage von Menge UND PREIS abhängig ist - und wo Preis=0, den die Nachfrager leisten können, ist natürlich auch die Nachfrage=0. Rein mathematisch). Und vor allem Marktideologen (ich meine damit nicht Dich) beachten diesen Zusammenhang nicht.

Dein Beispiel ist ein Fall von Marktversagen, wenn man den
Begriff ein wenig dehnt. Insofern wäre hier ein staatlicher
Eingriff gerechtfertigt, der bei anderen Medikamenten auch
durchaus stattfindet (siehe HIV-Medikamente in Südafrika).
Dort durch durch Preisobegrenzen die Angebotskurve gekippt.
Dem Modell hier Versagen vorzuwerfen ist also Unfug, genau
dieser Fall wird dort perfekt abgebildet.

Kann man so sehen. Wie gesagt: mir ging es weniger um eine Kritik an der VWL als daran, wie diese Begriffe „Angebot und Nachfrage“ häufig ideologisch benutzt werden, ohne genau zu wissen, was da hinter steht.

Hallo Edi,

es bringt absolut nix, wenn ich versuchen will, mich auch noch mit dir hier über d/h M auseinanderzusetzen. Mir fehlt halt die Zeit.
q.e.d

Grüße
Frank

Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage ist natürlich davon
abhängig, was Du unter „nicht gut gehen“ verstehst. Wie
definierst Du das also?

Schlechtere Entwicklung als weltweiter Durchschnitt,
Nachbarländer, Länder mit ähnlicher geographischer,
klimatischer Lage, Länder mit ähnlicher
Bevölkerungsstruktur…

Kriterien lassen sich genug finden.

Eben, mehr als genug. Das ist das Problem. Nehmen wir die USA. Geht es denen gut? Sicher man kann Kriterien finden, die dies bestätigen. Aber auch Kriterien (Kriminalitätsrate, Drogenmissbrauch, Gesundheitssystem), die dies - im Vergleich zu den OECD-Staaten jedenfalls - widerlegen.

Im übrigen bestreitest Du nicht, dass es Länder mit freien
Unternehmern gibt, denen es nicht gut geht. Daher anders
gefragt: welchem Land geht es denn gut heutzutage?

Ich glaube nicht, daß Wolfgang heute, d.h. August/September
2002 gemeint hat. Entscheidender ist doch die Entwicklung der
letzten Jahre und Jahrzehnte und die ist weltweit ja schon ein
bißchen divergierend.

Eben, divergierend. Es gibt Staaten mit eher geringem Freiheitsgrad (z.B. Saudi-Arabien), denen es wirtschaftlich gut geht und andere mit eher hohen Freiheitsgraden (z.B. Nigeria), denen es wirtschaftlich eher schlecht geht, obwohl beide hohe Erdölexporte haben.

In eigentlich allen Ländern (außer Nordkorea) gibt es freie
Unternehmer heutzutage (selbst Kuba und China).

Ich glaube, es geht mehr darum, daß nicht ein paar Unternehmer
frei handeln dürfen, sondern ein paar mehr. Letztlich kann man
auch so weit gehen und sagen, der Freiheitsgrad ist
entscheidend, d.h. inwieweit die Wirtschaft reglementiert ist.

Und wie misst man den Freiheitsgrad? Vielleicht mal eine Statistik: Anteil der Selbstständigen an allen Erwerbstätigen in %, Mittelwert 1995-1999, OECD

  1. Italien 34,5%
  2. (und vorletzter) USA 6,2%

Ist Italien viel freiheitlicher organisiert als die USA?

Und wie misst man den Freiheitsgrad? Vielleicht mal eine
Statistik: Anteil der Selbstständigen an allen Erwerbstätigen
in %, Mittelwert 1995-1999, OECD

  1. Italien 34,5%
  2. (und vorletzter) USA 6,2%

Ist Italien viel freiheitlicher organisiert als die USA?

Hm, interessante Frage. Ich denke, da gibt es mehrere Knackpunkte. Zum einen spielt uns hier evtl. die Statistik einen Streich. Ich mutmaße mal, daß in den USA die Anzahl derjenigen, die mehrere Jobs haben, größer ist.

Außerdem ist in Italien, und hier wäre für beide Länder eine regionale Aufteilung intessant, die Tendenz zum Selbstversorger größer. D.h. wer keinen Job hat, baut sein Zeug selber an. Dafür spricht auch, daß in Italien kaum vergleichbare Großgrundbesitze exisieren, wie man sie z.B. im amerikanischen Mittelwesten findet. D.h. das Land ist in Italien „gerechter“ verteilt (übrigens angeblich ein interessantes Gesetz in (Süd?)Italien: wer in über 2 oder 3 Jahre nicht bebautes Land findet, kann es bestellen und die Erträge behalten) und „jeder“ kann im Notfall seine eigene Scholle bestellen (nicht den Fisch).

Und jetzt mal ganz subjektiv aus dem Bauch herausgesprochen: Der gemeine Amerikaner ist eher die Arbeitsbiene, die sich sogar freiwillig in Cubicles sperren läßt und (hier bleibt das Bild erhalten) von Job zu Job und dafür von Stadt zu Stadt fliegt. Den Italiener würde ich eher (zumindest Süditaliener) als stolz einstufen, der im Fall des Falles sein Feld beackert.

Will sagen: Es wäre zu klären, inwieweit in Italien Landwirte als Selbständige verstanden werden.

Gruß
Christian

P.S. Warnung: Dieser Beitrag hält persönliche Meinungen ohne garantierten wissenschaftlichen Gehalt.

P.P.S.
Sollte ich bei der ein oder anderen Antwort an Dich heute morgen etwas grob gewesen sein, möchte ich mich dafür entschuldigen. Dummerweise mußte ich mich in den letzten Tagen hier mit derartig vielen krausen Gedanken auseinandersetzen, daß ich Deine Kommentare schlichtweg in den falschen Hals bekommen habe.

Hm, interessante Frage. Ich denke, da gibt es mehrere
Knackpunkte. Zum einen spielt uns hier evtl. die Statistik
einen Streich.

Ich weiss es auch nicht. Sicherlich hast Du Recht mit Deinen Vermutungen (jedenfalls schliesse ich nicht aus, dass Du eventuell Recht haben könntest *g*). Ich gehe auch davon aus, dass der „wirtschaftliche Freiheitsgrad“ in den USA größer als in Italien sein dürfte (allerdings könnte es beim „gesellschaftlichen Freiheitsgrad“ durchaus anders sein). Nur wenn man „freie Unternehmer“ als Massstab einführen will, ob es einem Land gut geht, muss man natürlich einen Massstab haben, der klar aussagt, welches Land mehr freie Unternehmer hat und in welchem Land die Unternehmer freier sind (muss ja nicht das gleiche sein).

Diesen Massstab musst natürlich nicht Du liefern sondern eigentlich Wolfgang.

P.P.S.
Sollte ich bei der ein oder anderen Antwort an Dich heute
morgen etwas grob gewesen sein, möchte ich mich dafür
entschuldigen. Dummerweise mußte ich mich in den letzten Tagen
hier mit derartig vielen krausen Gedanken auseinandersetzen,
daß ich Deine Kommentare schlichtweg in den falschen Hals
bekommen habe.

Nö, ist mir jedenfalls nichts aufgefallen. Ich bekomme nun wirklich grobere Postings als von Dir (-> Militärpolitik z.B.).
Aber natürlich dennoch danke für die Entschuldigung (darfst mich jetzt einmal vehement beleidigen, ohne Dich zu entschuldigen *g*).

Alles klar! Ich glaub auch nicht, dass wir zu einem vernünftigen Ergebnis kommen würden!

Trotzdem schönen Gruß

Edi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

…nicht unsinnige Aussagen

er wird dann brauchbar, wenn alle ihre Ideen einbringen.
q.e.d.

Dieser Satz ist Unsinn. Erstens werden sowieso schon mal ein grosser Anteil der Bürger sich überhaupt nicht für Politik interessieren und daher keine Ideen einbringen. Zweitens werden minderstens 60% (wenn nicht mehr) der Leute Vorschläge einbringen die zur Folge haben dass bei eventueller Beachtung das System so abändern dass man es wirklilch nicht mehr als Sozialismus bezeichnen kann. Drittens werden einige Vorschläge einander widersprechen womit ihre Realisierung sowieso unmöglich ist. Wenn man nun nur Vorschläge realisiert die einem in das Programm passen, ist man doch wieder bei der alte dogmatischen DDR-Diktatur.
Bleibt zu guter letzt noch das q.e.d. . Dieses ist hier völlig fehl am Platze da ja erstens das Vorgestellte Modell ja aus oben genannten Gründen sowieso nicht umsetzbar ist, zweitens kannst du deine Aussage nicht beweisen oder begründen und drittens gibt es auch keine Praxisbeispiele.

Das wird nix, wenn ihr weiterhin davon ausgeht, daß
irgendjemand euch weiterhin seinen Willen aufzwingen will.
Denn das tut da niemand.

Diese Sätze sind Unsinn. Sobald man mehr als eine Person hat, wird man mehr als eine Meinung bei bestimmten Themen haben, wenn man nun etwas auf diesem Sektor tun will, wird man diesbezüglich unweigerlich einer anderen Person seinen Willen aufzwingen müssen.

Es scheint nunmal tatsächlich nur
zwei Möglichkeiten zu geben, sich die Welt zu betrachten. Eine
davon ist eine unendlich Vielzahl nach hegelianischer
Philosophie.

Es ist nicht so dass mir Hegels Philosophie oder der Liberalismus nichts sagen würden, aber in diesem Zusammenhang erscheint mir die Verwendung reichlich zusammenhanglos (besonders im anderen Post, auf den ich im übrigen nicht mehr anworten werde). Würdest du also bitte genauer erläutern was du hier meinst, ansonsten müsste ich es als Unsinn abtun.
Spontan würde ich aber die Aussage dass es nur 2 Möglichkeiten gibt die Welt zu betrachten als Quatsch bezeichnen.

SAN

Hai,

also:
Hegel hat wohl damals Dialektik als eine Beziehung (TheseAntithese)–>Synthese herausgearbeitet. Damit geht er vom derzeitigen Zustand aus und verändert ihn für die Zukunft nach seiner Sicht. Das kann in Folge in Millionen Richtungen gehen.
Wir hatten damals als d/h M. Dialektik als einzelne antagonistische Widersprüche (z.B. gibt es zu jedem oben ein unten, zu weiß ein schwarz…), deren Abhängigkeiten und damit ihr Zusammenspiel betrachtet. Dies beobachtet an seiner historischen Entwicklung, kann man Bei Beachtung des Ist-Zustandes Schlußfolgerungen für die Zukunft ziehen. Deshalb sehe ich da nur zwei verschiedene Ansichten - die zweitere ist bei realistischer Betrachtung eigentlich stets gleich. Deshalb keine Ideologie (siehe post von Lutz unter Finanzen - danke Lutz) sondern tatsächlich nur eine realistische Betrachtungsweise.

Ists jetzt klarer?

Gruß
Frank