Tach,
Was im Einzelnen ordnet der Islam als Alkohol ein? Wie wirkt sich das auf die regionalen Märkte aus?
Gruß.
Tach,
Was im Einzelnen ordnet der Islam als Alkohol ein? Wie wirkt sich das auf die regionalen Märkte aus?
Gruß.
Hi,
Was im Einzelnen ordnet der Islam als Alkohol ein?
Konkret ist wohl in einigen Suren (2,219; 5.90f; 12,36-41; 47,15) von „Wein“ die Rede. Die Interpretation dessen scheint allerdings auf alles, was Alkohol enthält ausgedehnt zu sein. Desweiteren gibt es wohl Ausnahmeregelungen, bspw. für Kranke im Zusammenhang mit benötigten alkholhaltigen Medikamenten, für die keine alkoholfreie Alternative verfügbar ist, ebenso für Durst Leidende, die nur alkoholhaltiges zur Verfügung haben.
Wo der Zusammenhang zwischen Ramadan und Alkohol sein soll, konnte Google mir nicht erschliessen. Es scheint, als sei Alkohol für Muslime grundsätzlich verboten, ob nun Ramadan oder nicht.
Wie wirkt sich das auf die regionalen Märkte aus?
Auf die Märkte Deiner Region? Vermutlich wenig bis gar nicht.
Gruß,
Malte.
hallo,
Wie wirkt
sich das auf die regionalen Märkte aus?
in orientalischen ländern wird weniger gesoffen, dafür mehr gekifft (in der wasserpfeife). so wirkt sich das (spürbar) aus.
gruß
datafox
MessBräu
Hi,
Was im Einzelnen ordnet der Islam als Alkohol ein?
Ausnahmeregelungen,
Gibt es beim Islam ein Zölibat?
Wo der Zusammenhang zwischen Ramadan und Alkohol sein soll,
konnte Google mir nicht erschliessen.
Hunger. Hunger könnte der Zusammenhang sein. Wenn der Koran keinen Alkohol zulässt, erzeugst du durch Fasten ähnliche Effekte.
Gruß,
Hallo Biggi,
habe mir grade die Beitraege der anderen durchgelesen und kann irgendwie nur den Kopf schuetteln. Wenn man keine Ahnung hat, sollte man vielleicht einfach mal die Finger still halten, bevor falsche Infos rausgegeben werden (auch Mutmassungen setzen sich als falsches Wissen irgendwann fest).
Als im Islam (durch den Koran natuerlich) verboten gelten alle Arten von suchtfoerdernden Mitteln. Im Koran wird dies durch Getraenke aus vergaertem Obst (so haben die Araber ja ihren Alkohol urspruenglich hergestellt) also zB Wein verdeutlicht. Gemeint sind aber auch Drogen.
Der Hintergrund im Glauben ist jener, dass man Gott/Allah keine Nebengoetter zur Seite stellen darf. Wenn man suechtig ist bzw. von einer Droge abaengig, dann nimmt diese Sucht einen hoeheren Stellenwert als Gott/Allah ein und wird damit quasi zum Gott.
Man kann jetzt natuerlich diskutieren inwiefern die ganzen Verbote und Gebote im Koran gesellschaftliche Hintergruende haben, aber das will ich nicht.
Den Bezug zu den regionalen Maerkten verstehe ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht. Es wird eben nichts verkauft, was Alkohol enthaelt.
Medizin ist meines Wissens nach eine Ausnahme. Da es der Heilung dient. Es kann aber durchaus sein, dass streng glaeubige Muslime Medikamente mit alk. Inhaltsstoffen aus religioesen Gruenden ablehnen. Genauso wie es Muslime gibt, die keine Gelatine essen, weil die aus Schweineknochen gewonnen wird.
Ausnahmen beim Alkoholausschank bilden Hotels und Touristenrestaurants, in denen auch fuer die deutschen Touris Schnitzel angeboten wird.
Sehr wohl „verirren“ sich dorthin auch mal Einheimische, die dem Alkohol froenen … schwarze Schafe gibts ueberall.
Ramadan und Alkohol. Der Zusammenhang (von jemand anderes angesprochen) ist mir auch nicht ganz klar. Da Alkohol generell verboten ist, wird natuerlich waehrend des heiligen Monats Ramadan auch kein Alkohol getrunken.
Zu behaupten, die Muslime wuerden kiffen statt Alkohol zu trinken finde ich jetzt auch nicht wirklich so fundiert. Sicherlich gibt es auch in muslimischen Kreisen berauschende Mittel, die zu sich genommen werden, aber die bilden - wie ich meine - eher die Ausnahme. Ich rauche auch Wasserpfeife und stopf mir da auch nichts rein.
Es gibt IMMER sone und solche. Man kann weder verallgemeinert sagen: alle Muslime nehmen keine Rauschmittel zu sich, noch kann man das Gegenteil behaupten.
Dann wurde noch das Zoelibat von jemanden angesprochen. Nein, sowas gibt es meines Wissens nicht. Kinder und Familie sind heilig im Islam. Allah wuerde von seinen „Dienern“ nicht verlangen, darauf zu verzichten. Selbst Mohammed (s.a.s.) hatte (ich weiss gar nicht wieviele) Kinder. Also warum sollte ein „einfacher“ Imam keine haben?
In diesem Sinne und in der Hoffnung, fuer etwas Klarheit gesorgt zu haben,
s Kris.
Hallo Biggi,
ich kann nur fuer Saudi-Arabien sprechen.
Alkhohol in jeder Form ist verboten, das beinhaltet medizinischen Alkohol allerdings nicht, wenn bereits auf Wattebausch getraeufelt verkauft wird, es beinhaltet alle alkoholhaltige Medikamente (z.B. Hustensaft). All diese Produkte kann man in der Apotheke hier nicht bekommen. Es beinhaltet nicht alkoholfreies Bier oder alkoholfreien Wein (von der Mosel kommt ein Tropfen, der extra fuer den muslimischen Markt hergestellt wird), obwohl ich hier schon gelesen habe, dass alkoholfreies Bier einen kleinen Prozentsatz Restalkohol beinhaltet.
Aus dem gleichen Grund wird keine Alkoholwerbung zugelassen, westliches Zeitschriften, die hier verkauft werden, sind fast immer mit Pinsel und schwarzer Farbe behandelt.
Zugleich gibt es natuerlich einen illegalen Alkoholhandel, angefangen von der Flasche Apfelsaft, die mit Hilfe von einigen Koernchen Trockenhefe in wenigen Tagen in eine passable Flasche Apfelwein verwandelt werden kann, bis hin zu Brennereien uid illegalen Importen (horrende Preise!). All dies steht unter Strafe und wird - zumindest bei Nicht-Mitgliedern der saudischen Koenigsfamilie sehr streng verfolgt.
Im Falle des Festlandes vor Bahrain (selbststaendiges Land, andere Regeln, Alkoholausschank innerhalb gewisser Grenzen erlaubt) ergibt sich ein reger Grenzverkehr ueber den 23km langen Damm. Besonders am Wochenende.
Waehrend Ramadan wird an Grenzposten strenger gesucht, bei Strassenkontrollen strenger kontrolliert.
Gruesse, Elke
Hunger. Hunger könnte der Zusammenhang sein. Wenn der Koran
keinen Alkohol zulässt, erzeugst du durch Fasten ähnliche
Effekte.
Hallo, Biggi,
nach meinen Beobachtungen und dem, was ich darüber gelesen habe, dürfte der Hunger auch im Ramadan keine größere Rolle spielen als im Rest des Jahres.
Im Gegenteil, der Lebensmittelkonsum steigt regelmäßig in der Fastenzeit meßbar an.
Trotz aller Entbehrungen ist der Ramadan ein beliebter Monat und sicherlich auch kein Monat, in dem die Muslime rank und schlank werden. Denn in allen islamischen Ländern steigt der Lebensmittelkonsum in abendlichen und nächtlichen Stunden weit über das normale Maß hinaus. (aus http://www.africalife.de/site/dyn/5496.htm )
Grüße
Eckard.
Hunger & Wut
Hallo Elke,
reger Grenzverkehr
Waehrend Ramadan wird an Grenzposten strenger gesucht, bei
Strassenkontrollen strenger kontrolliert.
Hängt das mit dem Zuckermangel des einzelnen Fasters zusammen
oder hat das einen politischen Hintergrund?
Herzlich,
Hi Du,
Wenn du Mahlzeiten in der Wachphase auf bis zu zwölf Stunden auseinanderziehst, ist das vorprogrammiertes Hungern. Mit Migräne. Bis hin zur Angst und zum Farbigwerden von Alltag. Vor einer Narkose hungerst du übrigens mindestens sechs Stunden, du erinnerst dich sicher. Allein das Fasten ist sozialer Sprengstoff. Eine größere Menschengruppe dazu gleichzeitig zu zwingen, finde ich chaotisch. Kein Krankenhaus würde das auf seiner Unfallstation so machen. Da verteilst du die zu Operierenden, um Ärger zu vermeiden.
Knuddel,
Familie
Hallo Biggi,
Mutmassungen setzen sich als falsches Wissen fest
Ausgesprochene Mutmaßungen kannst du bearbeiten.
http://www.nccil.org/graphics/youngpic4.jpg
Nicht ausgesprochene Vorurteile trennen weiter.
Ein Zoelibat gibt es nicht. Kinder und Familie sind heilig.
Allah wuerde nicht verlangen, darauf zu verzichten.
Selbst Mohammed hatte Kinder.
Danke 
Hallo Kristin,
ich wohne seit 5 Jahren in Saudi Arabien. Mein Posting enthaelt Erfahrungswerte.
Medizin ist meines Wissens nach eine Ausnahme. Da es der
Heilung dient. Es kann aber durchaus sein, dass streng
glaeubige Muslime Medikamente mit alk. Inhaltsstoffen aus
religioesen Gruenden ablehnen. Genauso wie es Muslime gibt,
die keine Gelatine essen, weil die aus Schweineknochen
gewonnen wird.
Natuerlich hast du recht. Es ist aber in Saudi Arabien tatsaechlich der Fall, dass reiner Alkohol (wie man ihn in Deutschland in jeder Apotheke kaufen kann) nicht verkauft wird. Das gleiche gilt fuer Praeparate (z.B. viele homeopathische) mit Alkoholanteil.
Ausnahmen beim Alkoholausschank bilden Hotels und
Touristenrestaurants, in denen auch fuer die deutschen Touris
Schnitzel angeboten wird.
In Saudi-Arabien wird offiziell nirgends Alkohol ausgeschenkt. Einzige Ausnahme sind die Botschaftsgelaende. Weshalb sich Parties auf Botschaftsgelaenden grosser Beliebtheit erfreuen (hab ich mir erzaehlen lassen, ich wohne zu weit entfernt von Riad und Jeddah). In Hotels gibt es keinen Alkohol. Es gibt auch in Saudi-Arabien legal kein Schweinefleisch zu kaufen. DAs Wort „Pig“ wird in englischen Zeitungen ebenso durchgestrichen wie Flaschen in Alkoholreklamen. Das gilt fuer Hotels genauso wie fuer Supermaerkte.
Sehr wohl „verirren“ sich dorthin auch mal Einheimische, die
dem Alkohol froenen … schwarze Schafe gibts ueberall.
Am Wochenende muss man in Bahrain in der Naehe von Bars vorsichtig sein. Sonst wird man u.U. von der Schafherde ueberrannt… *gg (Sorry, schlechter Witz, basiert aber auf Beobachtung).
Ramadan Karim
Elke
Hallo Biggi,
reger Grenzverkehr
Waehrend Ramadan wird an Grenzposten strenger gesucht, bei
Strassenkontrollen strenger kontrolliert.Hängt das mit dem Zuckermangel des einzelnen Fasters zusammen
oder hat das einen politischen Hintergrund?
Inwiefern eine offizielle Politik dahintersteht, weiss ich nicht. Tatsache ist aber, dass in den Wochen vor Ramadan bereits diese Verschaerfung von Kontrollen zu spueren ist (dies galt in den vergangenen fuenf Jahren, also auch vor 11. Sept. 2001), ebenso wie die Lautsprecher der Moscheen immer lauter gestellt werden, wie die Supermaerkte mehr auf die Schliessung waehrend der Gebetszeiten achten usw. Ich habe dafuer immer eine groessere Besinnung auf die muslimischen Reglements verantwortlich gemacht.
Inwieweit sich das eigentliche Fasten auf den einzelnen Polizisten auswirkt, ist schwer zu sagen - zumal frueher die Strassenkontrollen fast immer abends und nachts, also nach Iftar, nach dem Essen, stattfanden. Die meisten Kontrolleure dieser Tage sehen weniger schlecht gelaunt aus, sondern einfach nur muede.
Allerdings ist eine Ueberlebensstrategie waehrend Ramadan hier, zwischen vier Uhr und Sonnenuntergang moeglichst nicht am Strassenverkehr teilzunehmen. Es gibt extrem viel mehr Unfaelle zu dieser Tageszeit, wenn der glaeubige Moslem versucht, im Tiefflug an Heim und Herd (und Tisch) zu gelangen.
Mach’s gut, Elke
Hallo Eckard,
Trotz aller Entbehrungen ist der Ramadan ein beliebter
Monat und sicherlich auch kein Monat, in dem die Muslime rank
und schlank werden. Denn in allen islamischen Ländern steigt
der Lebensmittelkonsum in abendlichen und nächtlichen Stunden
weit über das normale Maß hinaus. (aus
Das stimmt. Ramadan ist beileibe kein Fastenmonat, sondern ein „Fressmonat“ (Muslime moegen mir’s verzeihen). Meine muslimischen Freundinnen stehen spaetestens ab 2 Uhr mittags in der Kueche und kochen, was das Zeug haelt.
ABER:
was Biggi schreibt, stimmt auch. Bei uns ist das Morgengebet (Fajer) im Moment um 4.35. Maghreb, das Gebet zum Sonnenuntergang 16.50, nachdem Beten dann Iftar, das Fastenbrechen. Mit anderen Worten, die 12 Stunden dazwischen wurde nichts gegessen, nichts getrunken, keine Zigarette geraucht, kein Tropfen Wasser ist ueber die Lippen gekommen, auch nicht zum Mund ausspuelen (ja, Zahnarzt ist geoeffnet von 20Uhr bis Mitternacht), das alles unabhaengig von den Temperaturen (immerhin um die Mittagszeit immer noch um die 35 Grad (und in zwei, drei Jahren haben wir waehrend Ramadan dann 40 Grad aufwaerts!). MIR wuerde es da - bei normaler Belastung - bestimmt schwummerig.
Ramadan karim!
Elke
Ramadan
Hallo Elke,
Waehrend Ramadan wird bei Strassenkontrollen strenger kontrolliert.
Zwischen vier Uhr und Sonnenuntergang gibt es mehr Unfaelle.
Was wird kontrolliert?
Herzlich,
Hallo Biggi,
Waehrend Ramadan wird bei Strassenkontrollen strenger kontrolliert.
Zwischen vier Uhr und Sonnenuntergang gibt es mehr Unfaelle.
Was wird kontrolliert?
Autopapiere, Fuehrerschein, Aufenthaltsgenehmigung.
Seit Krieg in Irak, Kofferraum, Innenraum nach Waffen und Sprengstoff, wobei natuerlich auch Alkhohol und/oder Schweinefleisch einkassiert wuerden (mit eventueller Verhaftung/Bestrafung der Autoinsassen) soweit vorhanden.
Gruesse, Elke
einzelner & gruppe
hallo elke,
wie groß ist bei den kontrollen die sperrzone? wie nah sind unbeteiligte?
gruß.
Hallo Biggi,
keine Sperrzone per se. Autoschlange vor dem Kontrollpunkt.
Fussgaenger im Allgemeinen keine.
Haeuser je nachdem. Halt auf der anderen Seite der Strasse, wenn’s in einer Wohngegend ist. Oder weiter weg.
Gruesse, Elke
.
kein schönes thema, sorry
kein schönes thema, sorry
Schoenes Thema nicht, aber gelebtes RL.
Liebe Gruesse, Elke
hallo,
Zu behaupten, die Muslime wuerden kiffen statt Alkohol zu
trinken finde ich jetzt auch nicht wirklich so fundiert.
das habe ich nicht behauptet. ich schrieb „in orientalischen ländern“. dazu zählt streckenweise auch israel, wo ich lebe. hier säuft niemand. man trinkt mal ein glas wein zum steak, aber du siehst keine alkleichen und lallende jugendliche auf den straßen am wochenende in der nacht wie in europa. *ein* grund dafür ist islamischer einfluß (der andere grund ist die offene mentalität, die alkohol als stimmungsmacher und enthemmer überflüssig macht.) dafür sitzen des nachts grüppchen von wasserpfeife rauchenden jugendlichen am strand. manchmal ist da hasch dabei (wenn ich den geruch richtig zuordnen kann), meistens sind es andere aber legale kräuter.
gruß
datafox