Rasender Vater

Du irrst!

Diese Meinung sei Dir zugestanden .-)

200km/h bedeutet nicht zwingend „rasen“.

Doch, Malte. Sich mit 200Km/h fortbewegen (gleich ob mit dem
Motorrad, Auto, Zug oder sonstwas), bedeutet „rasen“.
Da gibt es nichts zu deuteln.

Lies doch bitte auch meine zweite Antwort hierunter.
Vielleicht ist die Dir zumindest ein wenig genehmer :smile:

Desweiteren stellt sich mir wirklich die Frage, wo denn die Grenze zur Raserei ist.
Das hängt von so vielen Faktoren ab… Verkehrsaufkommen, Wachheit des Fahrers, Strassenverhältnisse, Wetter, Streckenführung, Fahrzeug…

200km/h finde ich auch verdammt schnell, vermutlich, weil ich immer nur so Klapperkisten fahre, aber der entscheidende Punkt in diesem Thread ist doch, was die Mutter tun kann, und da sehe ich weder in einer Überdosis Moralin noch in latenter Aggression einen guten Weg.

Mit der Pauschalität und der Vehemenz der Aussagen der Fragstellerin stimme ich jedenfalls nicht überein. Aber wer weiß, das mag durchaus an Kinderlosigkeit und verhältnismäßig jungem Alter liegen :smile: Vielleicht sehe ich das in 10 Jahren ganz anders.

Gruß,

Malte.

Hallo,

Die Marke allein nicht. Ein größeres, teureres und neures Auto
ist aber defintiv ein besserer Schutz als eine alte
Klapperkiste (bei gleicher Geschwindigkeit).
Da gibt’s nix zu halten, das sind schlichte technische Fakten.

Das kann ich halbwegs verstehen, wenn ich allerdings meine alte Klapperkiste zum Vergleich ranziehe, schafft die auch nicht annähernd diese Geschwindigkeit.

Oh, für Dich. Für mich zum Beispiel nicht. Ich hatte mal ne
C-Klasse als Leihwagen, also ein kleineres Mercedes-Modell,
und die fand ich bei 200 recht schmusig. Mein Peugeot 205
allerdings fängt bei 160 an, Angst zu machen :smile: Desweiteren
macht da die Fahrerfahrung auch unglaublich viel aus.

Fahrerfahrung hat er sicherlich, ich aber auch. Und auch meine Hochgeschwindigkeitsfahrten kann ich einem Leihwagen, einem Opel Signum mit allem Schnicki, verdanken. Rückblickend wird mir schlecht, wenn ich daran denke. :smile:

DU musst Dich ungeheur konzentrieren. Ich möchte dir nicht zu
nahe treten, und kenne Dich ja auch nicht, aber für einen
wirklich erfahrenen Fahrer ist das vielleicht erheblich
weniger anstrengend, bei gleicher Aufmerksamkeit. Und ob
jemand 170 oder 200 fährt, macht nun wirklich nicht so einen
wahnsinns Unterschied, und 170 auch als Rasen zu bezeichnen,
fänd ich albern.

Auch 170 können bei entsprechender Verkehrssituation als Rasen bezeichnet werden, aber darum geht es ja nicht. Ich denke schon, dass er auf das Drumherum Rücksicht nimmt.

Denkst Du. Besser als die Kinder? Mit Sicherheit, ja.
Aber ist Deine Einschätzung realistisch, wenn allein die Zahl
200 in dir schon Bilder von Leichenwagen erzeugt? Meine Frage
zielte außerdem darauf, daß im Falle, daß die Kinder Angst
hätten, für mich definitiv eine Grenze überschritten wäre -
aber das scheint ja nicht der Fall zu sein.

Nein, das ist nicht der Fall. Und mir bricht nicht der Schweiß aus, wenn jemand gerne schnell fährt, mir ist es auch relativ wurscht, wenn sich jemand dabei den Hals bricht, so lange es nur ihn selbst trifft. Aber wenn jemand meine Kinder dieser Gefahr aussetzt, hab ich ein berechtigtes Interesse daran, heftig zu protestieren.

Wo willst Du denn da die Grenze ziehen? Wenn man gar nicht
fährt, passiert garantiert nix im Auto, aber dafür vielleicht
woanders…

Das ist sicherlich richtig, aber wie schon gesagt, mir kann keiner erzählen, dass mit steigender Geschwindigkeit nicht auch die Unfallgefahr/häufigkeit zunimmt.

Mein Rat ist, daß Du noch vor dem Urlaub versuchst, mal eine
ruhige Minute mit ihm zu finden - face to face und ohne die
Kids in der Nähe.

So hab ich mir das auch gedacht.

Erzähl ihm genau den letzten Absatz hier von Dir, bekräftige,
daß Du ihm in dieser Hinsicht zwar vertraust, daß das aber
leider nicht gegen Deine Ängste hilft, und Du viel besser
schlafen könntest, wenn Du wüsstest, daß er einen Tick
„softer“ fährt. Nur ein wenig. 180 statt 200 würden Dir schon
reichen (tun sie natürlich nicht, aber dagegen kann er kaum
was einwenden :smile:), und von der Zeit her würden DIE 20 km/h ja
nicht viel ausmachen.

Erzählen kann er mir ja alles, kontrollieren kann ich es sowieso nicht.

Räume ein, daß Du Dir womöglich ein wenig zuviel Sorgen
machst, aber er könne ja sicher verstehen, daß Du die nicht
wegschnipsen kannst. Verlange kein Versprechen und keine
„Kontrolle“, formuliere es einfach nur als Bitte, und betone
das.

Es mag sein, dass ich mir diesbezüglich zu viele Sorgen mache. Deshalb ja auch meine Frage hier. Bei der Gelegenheit: Wie ist eigentlich die Meinung der weiblichen Mitglieder dazu? Bisher kamen ja fast nur Antworten von männlichen Teilnehmern.

Sag ihm, daß Du ihm das hoch anrechnen würdest und ihm sehr
dankbar wärst (damit kriegt man Männer immer rum - „beweisen“
musst Du ihm das ja nicht mehr *ggg*).

Ich weiß nicht, ob ich so viel Schleimerei für etwas eigentlich Selbstverständliches hinbekomme. :smile:

Ich hab keine Erfahrung mit „rasenden Ex-Männern“, aber das
ist so das, was ich spontan machen würde.

Wenn das klappt, solltest Du damit in Kombination mit den
anderen Anmerkungen hier im Thread halbwegs schlafen können

-)

Ich danke dir für deine ausführliche Antwort und werde versuchen, etwas ruhiger zu werden, wenn ich an die Herbstferien denke.:smile:

Grüße,
Doro

Ahoi.

Heute fährt schon nahezu
jeder Kleinwagen um die 180 kmh.

Das heißt aber doch noch lange nicht, dass man seine Kinder
dieser unnötigen Gefahr aussetzen muß.

Machst Du aber auch, selbst, wenn Du nur max. 120 fährst - denn es sind andere unterwegs, die noch ganz anderes Tempo fahren … und es ist wirklich nicht entscheidend, ob Du wem oder ob Dir wer mit 200+ hinten rein rauscht.

Rasen ist nicht , eine Geschwindigkeit x zu überschreiten - Rasen ist schneller fahren, a) als es der Verkehr zulässt oder b) als es mir meine fahrerischen Möglichkeiten gestatten. Hast Du Vertrauen zu einem Fahrer, dann ist das gefahrene Tempo erst mal zweitrangig. Hast Du es nicht, dann spielt es keine Geige, ob er max. 140 oder auch 200+ fährt - es gibt genügend Autofahrer, zu denen Du mich auch in ein auf 80 gedrosseltes Auto nicht hinein bekommst.

Den Winzlingen macht das natürlich Spaß - und wenn Du dafür sorgst, dass Dein Ex nicht mehr so schnell mit ihnen fährt, hast Du im Grunde nix gekonnt, denn die holen sich den Spaß später als Mitfahrer bei anderen oder noch später, wenn sie selbst durch die Gegend heizen wie die Geschwitzten. Der Ansatzpunkt sollten also die Kinder sein, und wie Du ihnen beibringst, was passieren kann, wenn … s.o.

Gruß kw

5 „Gefällt mir“
  1. Werden die Kinder auch zu Autofahrern, wenn man ihnen aber
    jahrelang
    erklärt und vorzeigt, dass 200 KM keine Raserei ist, dann darf
    man sich nicht wundern, wenn 18 Jährige in den Tod rasen.
    Da sind sie nämlich in dem Alter, wo sie nicht hören wollen,
    das ist ja was ganz anderes ist, wenn Papi schnell fährt. Die
    machen dass gerade weil Papi das auch getan hat, um erwachsen
    zu wirken.

Hi,

ich kritisiere Meinungen anderer nur ungern aber eines möchte ich doch sagen. Dein Punkt 3 finde ich nicht richtig. Würde ja bedeuten, das die überwiegende Anzahl von Kindern deren Eltern, BMW, Porsche, Mercedes oder Audi fahren, das zwanzigste Lebensjahr nicht erreichen.

Sicherlich ist es eine Erziehungssache wie Kinder sich später im Strassenverkehr verhalten aber nur Weil Papa oder Mama mal über 200 gefahren sind heisst es nicht das die Kinder den Berufseintritt nicht mehr erleben werden.

Viele Grüße
Me

1 „Gefällt mir“

Hallo MeToo,

ich kritisiere Meinungen anderer nur ungern aber eines möchte
ich doch sagen. Dein Punkt 3 finde ich nicht richtig. Würde ja
bedeuten, das die überwiegende Anzahl von Kindern deren
Eltern, BMW, Porsche, Mercedes oder Audi fahren, das
zwanzigste Lebensjahr nicht erreichen.

Es ist 1 Kind schon zuviel, besonders wenn es das eigene ist!

Ich habe weder von Automarken, noch wenn Mama oder Papa mal
über 200 fahren geschrieben, sondern…

wenn man ihnen aber jahrelang
erklärt und vorzeigt, dass 200 KM keine Raserei ist, dann darf man sich nicht wundern wenn 18 Jährige in den Tod rasen

Du kannst es ja riskieren, wirst dir wenn dein Kind einen Unfall verursacht, in diese Richtung auch keine Gewissensbisse machen.

Für mich finde ich es vernünftiger, ich lerne meinem Kind, das 200
Raserei ist.

Ich denke es kommen zu viele junge Menschen, wegen Raserei um.

Grüße
Kerbi

3 „Gefällt mir“

Hallo,

Auch das mag sein, aber willst du abstreiten, dass es bei
höheren Geschwindigkeiten häufiger zu Unfällen kommt?

schau doch mal in die Statistik, wie hoch der Anteil von Hochgeschwindigkeitsfahrten am Unfallaufkommen ist!
Wahrscheinlich kannst Du dann etwas besser schlafen…

Frage: fährt Dein Ex-Mann auch 200 wenn ein Tempolimit herrscht? Oder hält er sich an die Straßenverkehrsregeln?

Viele Grüße,
Frank

Hallo Kerbi,

Es ist 1 Kind schon zuviel, besonders wenn es das eigene ist!

Richtig, aber als Argument hier wertlos. Würde man das konsequent umsetzen, hiesse das überhaupt mit Kindern Auto zu fahren. Bus, Bahn und Flugzeug übrigens auch nicht.

wenn man ihnen aber jahrelang
erklärt und vorzeigt, dass 200 KM keine Raserei ist, dann darf man sich nicht wundern
wenn 18 Jährige in den Tod rasen

Du darfst mir glauben, daß ich mich mit der Materie ausreichend auseinandergesetzt habe, und die 18jährigen, die sich totfahren haben andere Schwächen als Erinnerungen an Papis Hochgeschwindigkeitsfahrten. Bei der überwältigenden Mehrzahl jener tödlichen Unfälle ist übrigens Alkohol oder eine andere Droge im Spiel - in diesem Thread in keinster Weise Thema!

Für mich finde ich es vernünftiger, ich lerne meinem Kind, das
200 Raserei ist.

190 auch noch? 170? 130? 90? WO ist die Grenze und warum?

Ich denke es kommen zu viele junge Menschen, wegen Raserei um.

Darfst Du denken, ist hier aber überhaupt nicht Thema und so wie von Dir dargestellt auch nicht richtig. Verkehrserziehung funktioniert anders, frag mal einen Fahrlehrer.

Gruß,

Malte.

4 „Gefällt mir“

Hi,

Mein Problem ist, dass für die Sicherheit der Kinder das
Möglichste getan wird, was m.E. nach eine Geschwindigkeit von
200 nicht einschließt.

wir drehen uns im Kreis. Du schreibst ja selbst „m.E.“, also ziehst du für das Forum die Möglichkeit in Betracht, daß deine subjektive Wahrnehmung eventuell nicht allgemeingültig ist. Deinem Exmann möchtest du die Möglichkeit, daß er mit seiner Sichtweise Recht haben könnte, nicht zugestehen.

Das mag sein, aber das ist dein Empfinden. Es kann sein, daß
er das völlig anders sieht.

Auch das mag sein, aber willst du abstreiten, dass es bei
höheren Geschwindigkeiten häufiger zu Unfällen kommt?

Ja, das will ich abstreiten. Die häufigste Unfallursache ist überhöhte Geschwindigkeit, aber die kann schon bei 100 km/h vorliegen, wenn die Situation 60 erfordert. Einen Zusammenhang zwischen der Geschwindigkeit und der Unfallhäufigkeit habe ich (zugegeben auf die Schnelle) nicht finden können.

Nein, die finden das natürlich ganz super toll. Aber ich habe
Angst, weil ich Gefahren wahrscheinlich besser einschätzen
kann.

Oder auch nicht.

Ich bin mir da relativ sicher, es sind Kinder, und keine
Erwachsenen.

Ups. Ich dachte, du beziehst das auf deinen Exmann :smile:

Im Allgemeinen halte ich es ja auch so, aber wenn mein Exmann
die Kinder unnötigen Gefahren aussetzt, zweifel ich eben an
dem Verantwortungsbewußtsein.

Nochmal, auch auf die Gefahr hin, dich zu nerven: überdenke diese Einstellung. Heute ist es die Autofahrt, morgen kann es das Schwimmen sein, übermorgen dann ein anderes Thema, das nicht die Sicherheit, sondern meinetwegen die gesellschaftliche Verantwortung betrifft - es dreht sich trotzdem alles darum, daß du die Verantwortung an deinen Exmann abgibst, wenn die Kinder bei ihm sind. Daß ihr unterschiedliche Meinungen habt, ist verständlich, ihr seid ja nicht ohne Grund getrennt.

Gruß

Sancho
der mit seinen 3 Kindern maximal 140 fährt, weil der Skoda nicht mehr hergibt

Hallo Doro.

Das mache ich nicht, ich halte ihn durchaus für einen sicheren
Fahrer. Das alleine schützt allerdings nicht vor Fehlern, die
bei hoher Geschwindigkeit gehäuft auftreten, zumal man ja auf
der Straße nicht alleine ist.

Genau so ist es: niemand kann einen Autofahrer vor den Dummheiten anderer Verkehrsteilnehmer schützen.

So gesehen dürften Deine Kinder überhaupt nicht mit dem Auto reisen-auch nicht bei niedrigeren Geschwindigkeiten. Sie könnten z.B. an einem Stauende von einem zu spät bremsenden Lkw zerquetscht werden, ein Geisterfahrer könnte ihr Auto frontal rammen, ein Betrunkener könnte sie von der Straße schießen etc. etc. etc.

Ich kann den Vorwurf der Verantwortungslosigkeit nicht ganz verstehen, für mich ist keine Geschwindigkeit pauschal Raserei. Raserei ist es für mich, wenn die (hohe) Geschwindigkeit nicht der Allgemeinsituation angepasst ist.

Ich denke aber, wenn Du Deinen Mann ruhig und sachlich darauf ansprichst, wird er Deine Ängste vielleicht einsehen…

Gruß
Frauke

Hallo Kerbi,

Es ist 1 Kind schon zuviel, besonders wenn es das eigene ist!

Richtig, aber als Argument hier wertlos.

Es war kein Argument, sondern eine Antwort auf diese Übertreibung,
dass es sonst keine Zwanzigjährigen geben würde.

Und sei so lieb und bestimme nicht immer du, welche Antwort wertlos ist.
Besonders wenn du die Ausgangsfrage nicht stellst.

Würde man das
konsequent umsetzen, hiesse das überhaupt mit Kindern Auto zu
fahren. Bus, Bahn und Flugzeug übrigens auch nicht.

Nö, konsequent wäre keine Kinder zu bekommen, wenn man nur polemisieren kann, das schlagt sich auch in der Erziehung nieder.

wenn man ihnen aber jahrelang
erklärt und vorzeigt, dass 200 KM keine Raserei ist, dann darf man sich nicht wundern
wenn 18 Jährige in den Tod rasen

Du darfst mir glauben, daß ich mich mit der Materie
ausreichend auseinandergesetzt habe, und die 18jährigen, die
sich totfahren haben andere Schwächen als Erinnerungen an
Papis Hochgeschwindigkeitsfahrten.

Zeig mir deine Studien?

Die ausschließen ,

  1. dass Papis Raserei weder Kinder gefährtet,
    noch
  2. als Vorbild genommen werden.

Bei der überwältigenden
Mehrzahl jener tödlichen Unfälle ist übrigens Alkohol oder
eine andere Droge im Spiel

Wie klug du nicht bist, stell dir vor das weiß das auch. :wink:

  • in diesem Thread in keinster
    Weise Thema!

Für dich mag Kindererziehung und Elternverhalten, nur themenbezogen
sein, dann bleib beim Thema!
Dir geht es darum, dass 200 KM keine Raserei ist.
Dann schreib das und aus.

Ich sehe bei der Frage von Doro eine Menge Themen aufkommen,
also versuche nicht wie immer zu bestimmen, was in einem Thread
in >>>keinster

2 „Gefällt mir“

Servus Doro,

für mich ist rasen nicht auf dem Tacho ablesbar.
Wenn jemand schneller fährt als er selbst dazu in der Lage ist, dann rast er, gefährdet sich und andere.
Wenn Dein genannter Vater allerdings nur 200 fährt wo er durchaus seinen Fähigkeiten nach und auch der Verkehrslage entsprechend mit 400 Sachen fhren könnte, dann fährt er doch recht langsam.

Gruß Richard

Hallo Doro!

Du wolltest ja noch mehr weibliche Kommentare :wink:
Zum einen denke ich, daß Du, wenn es Dich so sehr stört und Du Dir Sorgen machst, in einem ruhigen Moment ohne Kinder mit dem Vater derselben reden und versuchen, ihm Deine Bedenken klar zu machen. Denn alles Reden von unserer Seite wird Dir die Sorgen nicht nehmen.

Ich muß zugeben, daß ich die 200km/h unter gewissen Wenns auch nicht sooo schlimm finde. Nötig sind sie meines Erachtens nach auch nicht, aber für mich wären sie kein Drama - zumal das mit 180 auch nicht besser wird.
Jetzt aber die Wenns:

  • Wenn der Fahrer dem Verkehr die Aufmerksamkeit entgegenbringen kann, die bei der Geschwindigkeit nötig ist. Kann er das nicht, frage ich mich allerdings, wieviel weniger Aufmerksamkeit bei 120 nötig ist und ob die da ist. Okay - man muß schneller reagieren, aber sonst…
  • Wenn er sein weiteres Verhalten der Geschwindigkeit anpaßt (also nicht mit zwei Metern Sicherheitsabstand fährt…
  • Wenn ich ihm vertraue und weiß, daß er sein Auto im Griff hat…
  • Und wenn das Auto bei der Geschwindigkeit noch Vertrauen einflößt…
    Grundsätzlich denke ich, daß vernünftige Fahrer ohnehin nur noch in recht seltenen Fällen die Geschwindigkeiten ausnutzen können - die Autobahnen, auf denen ich unterwegs bin, lassen das nur vormittags am 25. Dezember zu (und dann mag ich im richtigen Auto auch 180 fahren - wobei damals das Benzin noch billiger war…).

Und ich glaube, daß wenn die Wenns einigermaßen eingehalten werden, die Kinder auch nicht aufgrund ihres späteren eigenen Rasertums zu frühen Verkehrstoten werden. Ich kann zwar mit keiner Statistik aufwarten, aber afaik sind bei den meisten der Unfälle jugendlicher Autofahrer entweder Drogen und Alkohol im Spiel oder überhöhte Geschwindigkeit - aber nicht 200 auf der Autobahn, sondern 80 in Kurven, die man mit 60 hätte nehmen sollen…

Naja, und letztlich - sicher sind die 200 km/h ein unnötiges Risiko, aber wird das bei 140 viel kleiner? Wieviel wahrscheinlicher ist es, daß Du am Stauende stehst und Dir ein LKW auffährt, oder ähnliches? Und wie gefährlich ist alles andere außer Autofahren?
Mir ist klar, daß man sicher anders redet, wenn man Kinder hat (und falls Du mir jetzt entgegnen willst, daß ich noch keine habe - richtig! Aber ich kann immerhin ein Patenkind bieten, das auch schon mit mir Auto gefahren ist…). Andererseits kann man sie nicht vor allem schützen.

Das Leben ist nunmal lebensgefährlich…

Soviel an „Frauenmeinung“ und liebe Grüße
Kari

Hallo,

wir drehen uns im Kreis. Du schreibst ja selbst „m.E.“, also
ziehst du für das Forum die Möglichkeit in Betracht, daß deine
subjektive Wahrnehmung eventuell nicht allgemeingültig ist.
Deinem Exmann möchtest du die Möglichkeit, daß er mit seiner
Sichtweise Recht haben könnte, nicht zugestehen.

Es geht weniger um Recht haben als um die Sicherheit meiner Kinder. Natürlich muß nicht jeder meiner Meinung sein, allerdings wundere ich mich doch sehr, dass so viele hohe Geschwindigkeiten dermaßen verharmlosen.

Ich bin mir da relativ sicher, es sind Kinder, und keine
Erwachsenen.

Ups. Ich dachte, du beziehst das auf deinen Exmann :smile:

Nein, natürlich nicht. War auch etwas schwammig ausgedrückt von mir.

Nochmal, auch auf die Gefahr hin, dich zu nerven: überdenke
diese Einstellung.

Das mache ich schon seit längerem, aber ich kann da einfach nicht über meinen Schatten springen. Ich finde es nach wie vor verantwortungslos, egoistisch und einfach nur dumm von ihm.

Heute ist es die Autofahrt, morgen kann es
das Schwimmen sein,

Du meinst sicherlich die Situation, dass er seinen noch nicht sicher schwimmenkönnenden Sohn im Schwimmbad für mein Empfinden zu sehr sich selbst überläßt? Stimmt, dass könnte auch ein Thema sein, hab ich mir bisher verkniffen. :smile:

übermorgen dann ein anderes Thema, das
nicht die Sicherheit, sondern meinetwegen die
gesellschaftliche Verantwortung betrifft - es dreht sich
trotzdem alles darum, daß du die Verantwortung an deinen
Exmann abgibst, wenn die Kinder bei ihm sind. Daß ihr
unterschiedliche Meinungen habt, ist verständlich, ihr seid ja
nicht ohne Grund getrennt.

Unsere unterschiedlichen Meinungen im Bereich der Kindererziehung haben allerdings nichts mit der Trennung zu tun, zumindest in dem Bereich waren wir uns damals immer ziemlich einig. Aber du hast Recht, es gibt immer wieder mal Dinge, die mir nicht passen. Und die Frage ist, kann man als Mutter die Verantwortung gänzlich abgeben? Ich bestreite das für mich. Vielleicht ist das ein grundsätzliches Problem, aber wem schadet es, wenn er sich mit der Geschwindigkeit etwas zurückhält?

der mit seinen 3 Kindern maximal 140 fährt, weil der Skoda
nicht mehr hergibt

Da haben wir doch die Lösung des Problems, der Mercedes muß weg und der alte Wagen wieder her. :smile:

Grüße,
Doro

.

Ich denke es kommen zu viele junge Menschen, wegen Raserei um.

Hallo Kerbi,

mit dem letzten Satz hast du völlig recht. Nur wie weiter unten ersichtlich ist rasen etwas anderes. Wir sind noch mit dem Golf 1, dem Taunus oder sonst einem älteren PKW aufgewachsen bei denen die Fahrgeräusche schon ab 100 kaum noch zu ertragen waren. Die Zeiten haben sich einfach geändert.

Fassungslos!
Hi,

Machst Du aber auch, selbst, wenn Du nur max. 120 fährst -
denn es sind andere unterwegs, die noch ganz anderes Tempo
fahren … und es ist wirklich nicht entscheidend, ob Du wem
oder ob Dir wer mit 200+ hinten rein rauscht.

Das ist so ein Schwachsinn, da weiß man gar nicht, was man darauf anworten soll. Natürlich macht es einen riesen Untenschied, ob man 120 oder 200 fährt: Die Reaktionszeiten sinken, der Bremsweg verlängert sich, die Bodenhaftung sinkt, der Wagen neigt in Kurven schneller zum Auszubrechen und dass die Aufprallenergie quadratisch mit der Geschwindigkeit wächst, sollte sich doch allmählich mal rumgesprochen haben.

Hast Du Vertrauen zu einem Fahrer,
dann ist das gefahrene Tempo erst mal
zweitrangig.

Ich würde mich auf ein bloßes Vertrauen nicht verlasssen. Selbstüberschätzung ist Unfallursache Nummer 1 und jeder Fahrer, der einen Unfall verursacht, hat mit Sicherheit darauf „vertraut“, dass nichts passiert oder denkst du die Unfälle sind geplant?

Den Winzlingen macht das natürlich Spaß - und wenn Du dafür
sorgst, dass Dein Ex nicht mehr so schnell mit ihnen fährt,
hast Du im Grunde nix gekonnt, denn die holen sich den Spaß
später als Mitfahrer bei anderen oder noch später, wenn sie
selbst durch die Gegend heizen wie die Geschwitzten.

Natürlich! Wenn die Eltern schnell gefahren sind, dann fahren Kinder später erst recht langsam, weil sie ihren Spaß schon hatten…?? Das glaubst du doch nicht im ernst? Im Gegenteil aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass Kinder von rasenden Eltern selbst fahren wie die Bekloppten.

Gruß
Oliver

2 „Gefällt mir“

Hallo Richard,

für mich ist rasen nicht auf dem Tacho ablesbar.
Wenn jemand schneller fährt als er selbst dazu in der Lage
ist, dann rast er, gefährdet sich und andere.

Da gehen unsere Meinungen numal auseinander.

Wenn Dein genannter Vater allerdings nur 200 fährt wo er
durchaus seinen Fähigkeiten nach und auch der Verkehrslage
entsprechend mit 400 Sachen fhren könnte, dann fährt er doch
recht langsam.

Da hab ich aber Glück, dass auch ein Mercedes irgendwann an seine Grenzen stößt. 200 als langsam zu bezeichnen läßt Zweifel an der Verkehrstauglichkeit in mir aufkommen, sorry.

Gruß,
Doro

1 „Gefällt mir“

Hi,

Oh, für Dich. Für mich zum Beispiel nicht. Ich hatte mal ne
C-Klasse als Leihwagen, also ein kleineres Mercedes-Modell,
und die fand ich bei 200 recht schmusig. Mein Peugeot 205
allerdings fängt bei 160 an, Angst zu machen :smile: Desweiteren
macht da die Fahrerfahrung auch unglaublich viel aus.

Fahrerfahrung hat er sicherlich, ich aber auch. Und auch meine
Hochgeschwindigkeitsfahrten kann ich einem Leihwagen, einem
Opel Signum mit allem Schnicki, verdanken. Rückblickend wird
mir schlecht, wenn ich daran denke. :smile:

Kenn ich, sowas :smile: Mein Fahrlehrer behauptete übrigens, man fange so ab 100.000km an, ein erfahrener Fahrer zu sein. Die hab ich - zumindest mit Tempo 200+ - noch lange nicht erreicht…

Auch 170 können bei entsprechender Verkehrssituation als Rasen
bezeichnet werden, aber darum geht es ja nicht. Ich denke
schon, dass er auf das Drumherum Rücksicht nimmt.

Doch doch, darum geht’s schon - „überhöhte Geschwindigkeit“ ist nämlich situationsabhängig. In der innerstädtischen Rush Hour sind 70km/h mitunter Wahnsinn - auf der menschen- und autoleeren Autobahn bei gutem Wetter sind 170km/h jedoch sehr entspannt. Der Punkt ist einfach, daß Deine „Schmerzgrenze“ niedriger liegt als die Deines Ex-Mannes. Nix weiter. Um daraus einen Vergleich bzgl. der Unfallgefährdung zu ziehen, müsste man euch beide besser kennen, ansonsten ist das nicht möglich.

Aber wenn jemand meine Kinder dieser
Gefahr aussetzt, hab ich ein berechtigtes Interesse daran,
heftig zu protestieren.

Sie sind dieser Gefahr ständig ausgesetzt. Jeden Tag, überall. Geht es Dir wirklich um die paar km/h oder darum, daß Du Deine Kinder einfach nicht gerne „aus der Hand“ gibst?

Das ist sicherlich richtig, aber wie schon gesagt, mir kann
keiner erzählen, dass mit steigender Geschwindigkeit nicht
auch die Unfallgefahr/häufigkeit zunimmt.

Klar, in gewisser Weise (aber nicht unbedingt immer) ist weniger hier mehr. Aber daraus lässt sich eben überhaupt nicht schliessen „Mann fährt auch mal 200 = große Gefahr für Kinder“. Bitte versteh das nur als Beispiel, ich möchte Dir keinesfalls etwas unterstellen: Es ist sogar denkbar, daß das Unfallrisiko mit Dir am Steuer bei 150 höher ist als mit Deinem Ex am Steuer bei 200. Jaaaaa, es kann genauso gut umgekehrt sein. Weiß ich. Wie gesagt, nur ein Beispiel, um zu verdeutlichen, daß absolute Zahlen keinerlei pauschale Aussagekraft haben.

Erzählen kann er mir ja alles, kontrollieren kann ich es
sowieso nicht.

Ist das Deine Hauptsorge?

Es mag sein, dass ich mir diesbezüglich zu viele Sorgen mache.

Naja, auf jeden Fall besser als Gedankenlosigkeit, man muß halt nur schauen, sich nicht über Gebühr verrückt zu machen. Ich kauf Dir aber unbesehen ab, daß das bei den eigenen Kindern und jemand anderem als einem selbst als Fahrer sehr schwer fällt :smile:

Ich weiß nicht, ob ich so viel Schleimerei für etwas
eigentlich Selbstverständliches hinbekomme. :smile:

Darüber, was „selbstverständlich“ ist, streiten sich die Geister seit ungefähr der Entstehung der Menschheit :smile:

Ich danke dir für deine ausführliche Antwort und werde
versuchen, etwas ruhiger zu werden, wenn ich an die
Herbstferien denke.:smile:

Siehste, und wenn Dein Ex-Mann jetzt noch ein bischen ruhiger beim Fahren wird, ist doch schon fast alles erträglich :smile:

Gruß,

Malte.

190 auch noch? 170? 130? 90? WO ist die Grenze und warum?

Naja, in Ortschaften ist die Grenze 50, auf der Landstraße 100, in anderen Ländern auf der Autobahn 120-130. Also soooo abwegig scheint die Idee mit der Grenze wohl nicht zu sein.

Gruß
Oliver

1 „Gefällt mir“

Hallo Kari,

ohne jetzt auf den geamten Inhalt einzugehen (ich denk mal, inzwischen hatten wir einfach alles schonmal und bei mir drängt leider die Zeit), möchte ich doch noch was zu bedenken geben:

Mir ist klar, daß man sicher anders redet, wenn man Kinder hat
(und falls Du mir jetzt entgegnen willst, daß ich noch keine
habe - richtig! Aber ich kann immerhin ein Patenkind bieten,
das auch schon mit mir Auto gefahren ist…). Andererseits
kann man sie nicht vor allem schützen.

Würdest du denn mit deinem Patenkind auch mit dieser Geschwindigkeit fahren? Und frag doch mal die Mutter deines Patenkindes, wie sie darüber denkt.

Das Leben ist nunmal lebensgefährlich…

Mehr oder weniger, und manchmal sogar durchaus beeinflußbar.

Liebe Grüße auch an dich,
Doro

Hi,

Die Marke allein nicht. Ein größeres, teureres und neures Auto
ist aber defintiv ein besserer Schutz als eine alte
Klapperkiste (bei gleicher Geschwindigkeit).
Da gibt’s nix zu halten, das sind schlichte technische Fakten.

Das relativiert sich aber mit wachsender Geschwindigkeit. Wenn du mit einem Twingo und einem Mercedes mit 50 Sachen gegen eine Mauer fährst, dann steht der Mercedes ganz klar besser da. Aber bei 200 Sachen sehen sich aber die entstehenden Blechklumpen zum Verwechseln ähnlich.

Oh, für Dich. Für mich zum Beispiel nicht. Ich hatte mal ne
C-Klasse als Leihwagen, also ein kleineres Mercedes-Modell,
und die fand ich bei 200 recht schmusig. Mein Peugeot 205
allerdings fängt bei 160 an, Angst zu machen :smile:

Du denkst im ernst, dass diese Geschwindigkeit in einem C-Klasse weniger gefährlich ist, nur weil es weniger „rumpelt“??

Worauf ich hinaus will: Dein Empfinden ist durchaus zulässig,
aber es ist total subjektiv.

Seit wann ist die Zahl 200km/h subjektiv? Subjektiv ist eher dein Gefühl, dass es sicher ist.

DU musst Dich ungeheur konzentrieren.

JEDER muss sich bei 200 Sachen ungeheuer konzentrieren!

Gruß
Oliver