Rauchen für´s sterben

Hallo,

was haltet Ihr von der Diskussion über eine weitere Tabaksteuererhöhung zur Finanzierung des Sterbegeldes?
In der Diskussion sind 1 bis 2 Cent pro Zigarette.
Ich rauche ca. 30 Stück pro Tag. Bei angenommenen 1,5 Cent sind das am Tag 0,45 Euro. Im Jahr sind das 164,25 Euro.
Wenn ich jetzt 50 Jahre rauche, denn so gering ist die Lebenserwartung von Rauchern auch nicht, sind das 8212,50 Euro.
Für das Geld kann ich mir fast ein eigenes Mausoleum bauen.

Die Nichtraucher können jetzt sagen: Betrifft mich nicht, aber vielleicht sind sie ja als nächstes dran, denn es gibt noch genügend andere Stellschrauben um mehr Geld in den Haushalt zu bekommen.

Gruß, Joe

Lebenserwartung von Rauchern auch nicht, sind das 8212,50
Euro.
Für das Geld kann ich mir fast ein eigenes Mausoleum bauen.

Nein, für das Geld kriegst Du eine Beerdigung der oberen Mittelklasse, neue Grabanlage mit schönem Grabstein und Leichenschmaus für 50 Gäste.

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Wolfgang,

Lebenserwartung von Rauchern auch nicht, sind das 8212,50
Euro.
Für das Geld kann ich mir fast ein eigenes Mausoleum bauen.

Nein, für das Geld kriegst Du eine Beerdigung der oberen
Mittelklasse, neue Grabanlage mit schönem Grabstein und
Leichenschmaus für 50 Gäste.

für so einen „Luxus“ muss ja wohl nicht die Krankenkasse aufkommen.
Jedem sollte klar sein, dass er irgend wann mal sterben wird.
Ein paar Tausender für ein einfaches Reihengrab wird man doch wohl in seinem Leben zusammen bekommen.

Es ging mir auch gar nicht darum.
Die Tabaksteuer soll erhöht werden. Eine Steuer ist, im Gegensatz zu Abgaben NICHT zweckgebunden.
2001 sollten die Raucher für die innere Sicherheit rauchen.
2003 für das Sterbegeld.
Diese Regierung will einfach nur abzocken.

Gruß, Joe

putziges Volk
Hallo Jörg,

Diese Regierung will einfach nur abzocken.

ich verstehe euch „Wessis“ absolut nicht. Die einen freuen sich darauf, zukünftig masochistisch zu leben und abgezockt zu werden der Rest beschwert sich darüber. Das begreife wer will.
BTW: gabs schon mal in der BRD-Geschichte ne Regierung, die nicht abgezockt hat? Momentan ist dieser Staat gerade irgendwie in einem Selbstvernichtungsprozess. Mal sehen, wie lange es noch dauert, bis sich die Verwaltung ihren Unterhalt aus Verwaltung erwirtschaftet.

Gruß
Frank

Achtung: Polemik!
Hallo Joe,

ich bin dafür, dass eine Packung Zigaretten mindestens 10 Euro kosten sollte *g*
Denn Dummheit muss bestraft werden.

Gruß
Uschi

PS: Ich rauche jetzt seit genau 100 Tagen nicht mehr, und du glaubst gar nicht, wie sehr die Lebensqualität gestiegen ist. Und ich habe seitdem schon ca. 500 Euro gespart :wink:

Und jetzt kannst mich schlagen :wink:

Hallo, Uschi.

PS: Ich rauche jetzt seit genau 100 Tagen nicht mehr, und du
glaubst gar nicht, wie sehr die Lebensqualität gestiegen ist.

Und Du bist auch gar nicht sarkastisch, oder gar reizbar beim Thema Rauchen? Und Du glaubst auch gar nicht, wie viele Leute ich kenne, die auch schon mal 100 Tage nicht rauchten …

Mark Twain „Es ist ganz einfach, sich das Rauchen abzugewöhnen. Ich tat es über tausendmal.“

Gruß kw
*hust*

Für das Geld kann ich mir fast ein eigenes Mausoleum bauen.

Hallo Jörg,

mit dem in der Bestatterbranche üblichen Preisniveau wirds finanziell eng. Bei Eigenleistung (zu Lebzeiten versteht sich) schaffst Du das eigene Mausoleum ohne weiteres.

Btw: Wäre das Do-it-yourself-Mausoleum als Bausatz mit Erweiterungsset für die Angehörigen nicht eine wunderbare Produktidee für Existenzgründer? Ich denke dabei an eine Standardversion in Ytong mit Rauhputz und eine Premium-Ausführung mit Marmorsockel.

Gruß
Wolfgang

Die einen freuen
sich darauf, zukünftig masochistisch zu leben und abgezockt zu
werden der Rest beschwert sich darüber. Das begreife wer will.

Hallo Frank,

so schwer ist der z. Zt. laufende Unsinn nicht zu begreifen. Jeder weiß, daß wir ein Problem mit der Arbeitslosigkeit und weitere Probleme mit der Finanzierung des Sozialsystems haben. Jeder weiß, daß frühere Wachstumsraten nicht mehr erzielbar sind. Und jeder weiß, daß geeignete Maßnahmen erforderlich sind, um zu Arbeitsplätzen und zur Finanzierbarkeit des Sozialsystems zu kommen. Millionen wirtschaftlich tragfähiger Arbeitsplätze kann man nicht schnitzen. Man kann sie nach meiner Überzeugung nur mit neuen Produkten und neuen Technologien schaffen. Das kostet erst einmal viel Geld und die Ausgaben müßten beim Bildungssystem beginnen. Entsprechende Einsichten kann ich noch nicht auf breiter Front erkennen. Der Leidensdruck muß steigen. Wir brauchen 5 Mio, 6 Mio oder noch mehr Arbeitslose, bevor wir aufhören, mit Milliarden tote Wirtschaftszweige zu subventionieren und das Geld sinnvoller anlegen.

Auch bei den Sozialsystemen fehlt noch der Leidensdruck. Es wird allenfalls an Details der alten Systeme gebastelt, sie bleiben aber im Grunde unberührt. Als Beispiel führe ich nur die fehlende Kostentransparenz im Gesundheitswesen an. Das Thema wird mit Rücksicht auf Interessengruppen ausgeblendet. Na gut, dann müssen die Beitragssätze eben weiter steigen, bis es richtig weh tut. Wir müssen warten, bis Eigenverantwortung der Menschen nicht mehr als unzumutbares Teufelszeug vom Tisch gewischt wird.

So werden wir noch ein paar alljährlich wiederkehrende Jahrhundertreformen (geringfügiges Drehen an Stellschräubchen) erleben, bis der Sachzwang die Feigheit vor der Wählerklientel besiegt.

Gruß
Wolfgang

Endlösung der Arbeitslosenfrage
hallo Wolfgang,

Man kann sie nach
meiner Überzeugung nur mit neuen Produkten und neuen
Technologien schaffen.

Danke, dass du mir wenigstens einmal recht gibst, dass ich richtig liege :smile:

Das kostet erst einmal viel Geld und

die Ausgaben müßten beim Bildungssystem beginnen.

Das hätte vor einigen Jahrzehnten in den alten Ländern beginnen müssen. Jetzt ist es zu spät, GATS kommt eh.

Entsprechende Einsichten kann ich noch nicht auf breiter Front
erkennen. Der Leidensdruck muß steigen. Wir brauchen 5 Mio, 6
Mio oder noch mehr Arbeitslose, bevor wir aufhören, mit
Milliarden tote Wirtschaftszweige zu subventionieren und das
Geld sinnvoller anlegen.

Sowas ähnliches hatten wir schon mal im vorigen Jahrhuindert gehört - siehe Titel. An was erinnert mich das jetzt nur - Mist, zu lange her.

Auch bei den Sozialsystemen fehlt noch der Leidensdruck. Es
wird allenfalls an Details der alten Systeme gebastelt, sie
bleiben aber im Grunde unberührt. Als Beispiel führe ich nur
die fehlende Kostentransparenz im Gesundheitswesen an. Das
Thema wird mit Rücksicht auf Interessengruppen ausgeblendet.
Na gut, dann müssen die Beitragssätze eben weiter steigen, bis
es richtig weh tut. Wir müssen warten, bis Eigenverantwortung
der Menschen nicht mehr als unzumutbares Teufelszeug vom Tisch
gewischt wird.

So werden wir noch ein paar alljährlich wiederkehrende
Jahrhundertreformen (geringfügiges Drehen an Stellschräubchen)
erleben, bis der Sachzwang die Feigheit vor der Wählerklientel
besiegt.

Solange, bis dieses Wirtschaftssystem, welches die Struktur eines Schneeballsystems aus Bürgern hat, selbständig in sich zusammenbricht. es sei denn man baut oben die spirtze des Schneeballsystems in Form von VS ab, dann könnte es sich etwas länger halten. Wird aber an der Unzumutbarkeit scheitern, dass Milliardäre etwas abgeben müsten anstatt dazuzuverdienen.

Gruß
Frank

Nochmal Hallo!

Das hätte vor einigen Jahrzehnten in den alten Ländern
beginnen müssen. Jetzt ist es zu spät…

Warum sollte es zu spät sein? Im Moment wird die Zeit verdröhnt. Wir können jeden Tag damit anfangen, z. B. bei den Jugendlichen ohne Lehrstelle. Jeder junge Mensch braucht die bestmögliche Ausbildung, kein Dünnbrett-Kurzkram. Das halte ich für wichtiger, als z. B. Ausgaben fürs Militär, wichtiger als Bergbausubventionen und auch wichtiger als Rentenerhöhungen. Wir sind immer noch ein reiches Land. Die vorhandenen Mittel müssen allerdings in die Zukunftssicherung investiert werden und weniger in die Erhaltung überkommener Strukturen und in die Befriedigung von Interessengruppen.

Wird aber an der Unzumutbarkeit scheitern, dass
Milliardäre etwas abgeben müsten anstatt dazuzuverdienen.

Dagegen hat doch keiner etwas, vermutlich nicht einmal die Milliardäre. Man sollte sich aber hüten, klammheimlich ganz andere Ziele zu verfolgen, etwa die Veränderung des Wirtschaftssystems in eine ideologisch verbrämte Vergesellschaftung allen Vermögens, mit der wirklichkeitsfremden Annahme, daß Menschen ohne Aussicht auf Gewinn überhaupt noch etwas tun. Menschen, die rundherum staatlich versorgt werden, tun nur das Notwendigste. Wenn man diese in der menschlichen Natur liegenden Verhaltensweisen zur Kenntnis nimmt, muß man zu mehr Eigenverantwortung des Einzelnen kommen. Zur Eigenverantwortung gehört, daß mehr Menschen selbständige Existenzen gründen und auch selbst Vorsorge treiben. Nun verträgt es sich aber ganz und gar nicht, Eigenverantwortung zu fordern und die deshalb vom Einzelnen geschaffene Substanz mit Steuern zu belasten.

Man kann getrost alle Ideologie samt allen Schriften des Herrn Marx in Sauer kochen, wenn man einfach nur Mensch und Tier beobachtet. Dann sieht man ohne weiteres, daß der risikolos rundum Vollkaskoversorgte zum verspielten, trägen Taugenichts wird. Also traue den Menschen etwas zu, schmeiß sie ins etwas tiefere Wasser und passe nur auf, daß keiner ersäuft. Aber ein bißchen strampeln und den Hintern bewegen muß sein, genau so wie die spürbare, unangenehme Konsequenz, wenn Trägheit einkehrt.

Gruß
Wolfgang

tja, dann hör halt auf.

gruss

Hi kw :wink:

PS: Ich rauche jetzt seit genau 100 Tagen nicht mehr, und du
glaubst gar nicht, wie sehr die Lebensqualität gestiegen ist.

Und Du bist auch gar nicht sarkastisch, oder gar reizbar beim
Thema Rauchen?

Ja und nein. Sarkastisch ja, reizbar nicht mehr. Das wäre ja auch nicht auszuhalten mit einem immer noch und wohl auch weiterhin rauchenden Lebensgefährten und dito Sohn.

Und Du glaubst auch gar nicht, wie viele Leute ich kenne, die auch schon mal 100 Tage nicht rauchten …

Mag sein. Aber ich gehe mittlerweile jede Wette ein, dass es für mich dieses Mal endgültig vorbei ist. Hab doch schon eine viereinhalbjährige Generalprobe (vor 20 Jahren) hinter mir. Aber jetzt isses wirklich genug.
Falls es dich wider Erwarten auch mal „überkommen“ sollte, kann ich dir das hier wärmstens empfehlen:
http://www.rauchfrei-online.de
Hier werden Sie geholfen :wink:

Mark Twain „Es ist ganz einfach, sich das Rauchen
abzugewöhnen. Ich tat es über tausendmal.“

Stimmt. Aber ich brauchte nur 2 Versuche *g*

Hustenfreie Grüße
Uschi

Hallo Uschi,

ich bin dafür, dass eine Packung Zigaretten mindestens 10 Euro
kosten sollte *g*
Denn Dummheit muss bestraft werden.

ich hoffe, dass das Projekt meines nicht rauchenden Bruders in Polen noch laaange dauert :wink:

PS: Ich rauche jetzt seit genau 100 Tagen nicht mehr, und du
glaubst gar nicht, wie sehr die Lebensqualität gestiegen ist.
Und ich habe seitdem schon ca. 500 Euro gespart :wink:

Gratulation! Halte durch!

Und jetzt kannst mich schlagen :wink:

Nein, nein, aber wenn Gerhard Schröder vor mir stehen würde sollte er seine bodygards in der Nähe haben.

Viele Grüße,
Joe

Hallo Frank,

ich verstehe euch „Wessis“ absolut nicht.

das liegt vielleicht am lesen der „Junge Welt“.
Ne,ne, den Ossi-Wessi-Kram mache ich nicht mit.

Grüße vom Gesamtdeutschen Jörg

Endlösung der Rentnerfrage
Nochmal Hallo!

Warum sollte es zu spät sein? Im Moment wird die Zeit
verdröhnt. Wir können jeden Tag damit anfangen, z. B. bei den
Jugendlichen ohne Lehrstelle. Jeder junge Mensch braucht die
bestmögliche Ausbildung, kein Dünnbrett-Kurzkram.

Woher, wenn die Lehrer nur noch für sich selbst sorgen?

Das halte
ich für wichtiger, als z. B. Ausgaben fürs Militär, wichtiger
als Bergbausubventionen und auch wichtiger als
Rentenerhöhungen.

Führt zur Rentenabschaffung. Selbstkompostierung, wenn du klapprig bist?

Wir sind immer noch ein reiches Land. Die
vorhandenen Mittel müssen allerdings in die Zukunftssicherung
investiert werden und weniger in die Erhaltung überkommener
Strukturen und in die Befriedigung von Interessengruppen.

Wie nun, sollen wir deine Zukunft sichern oder selbst vorsorgen? Danke das mal konsequent bis zum Schluss durch.

Dagegen hat doch keiner etwas, vermutlich nicht einmal die
Milliardäre. Man sollte sich aber hüten, klammheimlich ganz
andere Ziele zu verfolgen, etwa die Veränderung des
Wirtschaftssystems in eine ideologisch verbrämte
Vergesellschaftung allen Vermögens,

Niemand hat davon gesprochen. Ausserdem sollte man das den Leuten selbst überlassen - sie aber auch über Sinn und Zweck und Folgen aufklären.

mit der
wirklichkeitsfremden Annahme, daß Menschen ohne Aussicht auf
Gewinn überhaupt noch etwas tun. Menschen, die rundherum
staatlich versorgt werden, tun nur das Notwendigste.

Eigenartige Theorie. Das erlebe ich aber auch vielfach anders. Ist alles nur eine Frage der Erziehung.

Wenn man
diese in der menschlichen Natur liegenden Verhaltensweisen zur
Kenntnis nimmt, muß man zu mehr Eigenverantwortung des
Einzelnen kommen. Zur Eigenverantwortung gehört, daß mehr
Menschen selbständige Existenzen gründen und auch selbst
Vorsorge treiben.

Blinddarm selbst entfernen, sich selbst kompostieren, wenn man klapprig ist, Radieschen selbst anbauen und auf Ernte hoffen - da sonst verhungern…
Schwachsinn, sorry.

Nun verträgt es sich aber ganz und gar

nicht, Eigenverantwortung zu fordern und die deshalb vom
Einzelnen geschaffene Substanz mit Steuern zu belasten.

Man kann getrost alle Ideologie samt allen Schriften des Herrn
Marx in Sauer kochen, wenn man einfach nur Mensch und Tier
beobachtet. Dann sieht man ohne weiteres, daß der risikolos
rundum Vollkaskoversorgte zum verspielten, trägen Taugenichts
wird. Also traue den Menschen etwas zu, schmeiß sie ins etwas
tiefere Wasser und passe nur auf, daß keiner ersäuft. Aber ein
bißchen strampeln und den Hintern bewegen muß sein, genau so
wie die spürbare, unangenehme Konsequenz, wenn Trägheit
einkehrt.

das hat nun aber rein garnichts mit der Versorgungssicherstellung zu tun. Das ist Prodhounsche Anarchie, die du postulierst - dann aber konsqequent zu Ende denken.
Der Mensch hat seine Fähigkeiten viel zu sehr spezialisiert als dass er fähig wäre, selbständig zu existieren. Wenn wir ausschließlich selbst vorsorgen, dann nicht, ohne dass damit eine rückentwicklung zu vor 5 Millionen Jahren einhergeht. Lehrer wären da teurer Unfug - kann doch jeder selber lernen.
Du kannst es drehen wie du willst - das bürgerliche Schneeballsystem bricht früher oder später in sich selbst zusammen. Es liegt an der falschen Vorstellung, dass angehäuftes Vermögen einen ewigen Wert hätte. Das hat nix mit Ideologie zutun. Falls es eine wäre, wäre sie aber wenigstens nicht schädlich.

Gruß
Frank

Hallo Frank,

Extremwertbetrachtungen können hilfreich sein, um Tendenzen in komplexen Zusammenhängen zu erkennen. Dann aber den erhaltenen Extremwert als tatsächlichen Istwert anzunehmen, kann als Mißbrauch der Methode zu unsinnigen Ergebnissen führen.

Wie nun, sollen wir deine Zukunft sichern oder selbst
vorsorgen?

Das ist ein Beispiel für das unsinnige Ergebnis falsch verstandener Extremwertbetrachtungen. Mit der binären Betrachtungsweise, die nur Ein oder Aus kennt, kommt man hier nicht weiter. Unsere Welt ist analog, um im Bild zu bleiben. Es gibt eben nicht nur die Alternative, die Gemeinschaft allumfassend für den Einzelnen sorgen zu lassen oder auf jede Gemeinschaft zu verzichten. Beide Extremwerte haben etwas Schreckliches. Der eine bedeutet die Aufgabe der individuellen Selbstbestimmung, der andere ist das Ende des Staates. Es ist also müßig, darüber zu streiten, welchen Extremwert wir wollen. Es geht darum, den akzeptablen Bereich zwischen den Extremen zu finden. Dabei geht das Abendland nicht unter, wenn wir uns ein Stück in die eine oder andere Richtung bewegen und es geht auch nicht unter, wenn wir dem Einzelnen gestatten, selbst zu bestimmen, wo er sich zwischen den Extremen am wohlsten fühlt.

Menschen, die rundherum
staatlich versorgt werden, ::tun nur das Notwendigste.

Eigenartige Theorie.

Das ist keine Theorie. Das ist Praxis pur, die ich täglich in der ehemaligen DDR vor Augen habe und die sich überall beobachten läßt, wo man individuelle Lebensgestaltung zu Gunsten gemeinschaftlicher Fürsorge einschränkt. Ich sehe in der ehem. DDR Substanz, die Jahrzehnte der Plünderung hinter sich hat - unbeabsichtigte Plünderung durch die Bewohner. An jeder Stelle geschah nur das unverzichtbare Minimum, um gerade so über den Tag zu kommen. Ressourcenplünderung ist nur ein Stichwort mit vielen Facetten. Es war dem Konstrukteur völlig wurscht, ob sein Fenstergriff die erste Benutzung überstand oder ob das Teil sofort zerbrach. Es fehlte die Konsequenz, daß der Betrieb bei Produktion von zu viel Ausschuß den Bach herunter geht. Das war den Leuten egal. Sie wurden ergebnisunabhängig ernährt. Ob ich eine Straße aufmache, weil ich ans Rohr zum Vorfluter will (nur Schrott und der auch noch miserabel verarbeitet), beliebige Industrieprodukte oder handwerkliche Arbeit. Auch bei Materialmangel kann man sauber arbeiten, wenn man ein Interesse daran hat. Hatten die Menschen aber nicht. Sie waren in Watte gepackt. Den Unfähigen hat der Betrieb nicht rausgeschmissen, er wurde weiter beschäftigt, allenfalls bekam er noch zusätzliche Kollegen. Warum auch sollte sich der Betrieb von dem netten Kollegen trennen, wenn es keinerlei Konsequenz bei fehlender Wirtschaftlichkeit gab? Vergiß die ganze Ideologie! Das ist menschliche Natur!

Ich habe nicht alle, aber etliche „sozialistische Bruderstaaten“ gesehen. Überall das gleiche Bild. Es kommt eine Malerbrigade. Sie sollen den Hotelflur streichen. Das tun sie auch. Glaub ja nicht, daß jemand vorher einen Fetzen Papier auf die Teppiche legt. Spielt keine Rolle und dem Hotelpersonal ist es ja sowas von egal, was da passiert. Also wurde gepinselt. Alles in einer Farbe…Wände, Fensterrahmen einschließlich Teile der Scheiben, Heizkörper, Ventile, Beleuchtung … als die Leute fertig waren, war der Gebäudebereich reif für die Entkernung.

Was hat das nun mit der Arbeitslosigkeit und der Finanzierung des Sozialsystems zu tun? Nun, da gibts Leute, die verlangen mehr Staat und mehr Versorgung. Andere wünschen mehr Selbstverantwortung des Einzelnen, was aber auch härtetre Konsequenzen mit sich bringt, wenn sich jemand nicht genug rührt.

Mit Ideologie landet bei mir keiner. Mir reicht es, in den Spiegel zu gucken. Ich weiß doch selbst am besten, was für eine faule Socke ich im Grunde bin. Ich tue etwas, wenn es mir Spaß macht oder weil ich ganz einfach gezwungen bin. Weil das Geld nicht automatisch kommt, bliebe andernfalls der Kühlschrank leer und meine Katzen würden mich hungrig anmaunzen. Also rühre ich mich. Diese Motivation mit der unangenehmen Alternative darf man den Menschen nicht nehmen. Sonst hat man augenblicklich den sozialistischen Saustall, den es hier 40 Jahre lang gab.

Gruß
Wolfgang

Determinismus
Hallo Wolfgang,

Das ist ein Beispiel für das unsinnige Ergebnis falsch
verstandener Extremwertbetrachtungen. Mit der binären
Betrachtungsweise, die nur Ein oder Aus kennt, kommt man hier
nicht weiter. Unsere Welt ist analog, um im Bild zu bleiben.

Falsch, sie ist ebend nicht analog. Seit Aristoteles wissen wir vom semantischen Prinzip. Schon mal was von Plancklänge/-zeit gehört? Unsere Welt ist kausal und logisch determiniert, aufgebaut aus antagonistischen Widersprüchen. Ich kann nämlich wirklich alles tun, ich kann es aber auch lassen. Es gibt sogar analoge Rechner, welche logisch operieren.

Es gibt eben nicht nur die Alternative, die Gemeinschaft
allumfassend für den Einzelnen sorgen zu lassen oder auf jede
Gemeinschaft zu verzichten.

Richtig - es gibt endliche, sehr viele Möglichkeiten. Die frage ist nur, ob es eine Rückentwicklung oder eine Vorwärtsentwicklung darstellt - das läßt sich bei jedem einzelnen Quäntchen feststellen durch Extremwertbetrachtung. Wird doch in der Mathematik ausgiebig genutzt.

Beide Extremwerte haben etwas

Schreckliches. Der eine bedeutet die Aufgabe der individuellen
Selbstbestimmung, der andere ist das Ende des Staates.

Nein, das habe ich so nicht kennengelernt. Im Gegenteil entwickelt sich das Individuum ausschließlich durch seine bewußte Gruppenzugehörigkeit zur selbstbestimmten und -bestimmenden Entität. Im Tierreich wie beim Menschen.

Es ist
also müßig, darüber zu streiten, welchen Extremwert wir
wollen. Es geht darum, den akzeptablen Bereich zwischen den
Extremen zu finden.

Liberlaismus, der nicht funktioniert. Wußte schon Goethe im Faust: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein!“ Es funktioniert nicht, da wir uns, ohne es zu wollen/unterbinden zu können, weiterentwickeln.
Schau dir die Entwicklzung dreizehn Jahre nach der Wende an: Vierzig Jahre lang hat man versucht den Grundwiderspruch dieses Kapitalismus territorial zu begrenzen - eine Grundtorheit. Das hatte nix mit Wissenschaftlichkeit zu tun, denn dieser Widerspruch spiegelt sich im Denken wider. Was hat sich entwickelt? Die Mauert steht unsichtbar noch immer - es ist schlicht unmöglich, Ossis weiter zu bürgerlichen zurückzuentwickeln.
Du siehst es deutlich an der Entwicklung der Städte und der Wirtschaft. Was hier läuft, haben wir nicht Schwachmaten wie Wirtschaftsministern zu verdanken sondern zum überwiegenden Teil gemeinschaftlicher Zusammenarbeit, ohne sich gegenseitig zu verarschen oder zu bescheissen. Läuft hier nur so.
Schau dich aber auch selbst an: hast dich ja schon fast zum Ossi vorwärtsentwickelt :smile:

Menschen, die rundherum
staatlich versorgt werden, ::tun nur das Notwendigste.

Eigenartige Theorie.

Das ist keine Theorie. Das ist Praxis pur, Das ist
menschliche Natur!

Naja, die einen brauchen Tessas Neunschwänzige, die anderen tuns auch fürn Zuckerle. Letzteres erachte ich als sinnvoller, der Druck wird genommen´. Auch das funktioniert, sogar besser.

Ich habe nicht alle, aber etliche „sozialistische
Bruderstaaten“ gesehen.

Hatte nachweislich nicht viel mit wissenschaftlichem Sozialismus zu tun. Es war der Versuch, den Kommunismus in einer bürgerlich dominierten Gesellschaft einzuführen. Marx hätte den Kopf mehrfach gegen die Wand gehauen, wenn er das miterlebt hätte.

Was hat das nun mit der Arbeitslosigkeit und der Finanzierung
des Sozialsystems zu tun? Nun, da gibts Leute, die verlangen
mehr Staat und mehr Versorgung.

Nix mit durchfüttern a la Sozialamt. Wer nix macht, kriegt nix. ASber du mußt den Menschen wenigstens die Möglichkeit zum Erwerb bieten, die ein niveauvolles Leben ermöglichen. Das ist aber nicht gegeben.

Mit Ideologie landet bei mir keiner.

Bei mir auch nicht. Wünschte nur, man würde mehr die Wissenschaftlichkeit dahinter verstehen und nicht der Bildzeitungsideologie folgen, dass nun der Kommunismus tot sei. Den gabs noch nie.

Mir reicht es, in den
Spiegel zu gucken. Ich weiß doch selbst am besten, was für
eine faule Socke ich im Grunde bin. Ich tue etwas, wenn es mir
Spaß macht oder weil ich ganz einfach gezwungen bin.

Ebend. Das Leben muß Spaß machen. http://www.kalaschnikow.net/de/txt/2002/branstner06…

Gruß
Frank

PS
mit dem link beziehe ich mich auf den Teil mit dem Spass, der Rest ist überarbeitungswürdig.

Frank

Zigaretten und Alkohol sind noch viel zu gering Besteuert.

Warum soll eine Flasche Vodka nicht 50 oder 100EURO kosten ?
Warum soll die Schachtel Zigaretten nicht 10 EURO kosten ??

Ich lass Sprit weg, weil Sprit in vielen Regionen,ohne ausreichende Anbindung wo ein Auto ein muss ist, kein Luxus sondern notwenidges übel ist!

Und dies ist keine Polemik!

CiaoSven

Zigaretten und Alkohol sind noch viel zu gering Besteuert.

Warum? Weil rauchen und saufen schädlich sind? Was ist mit Fallschirmspringen oder Eisbeinessen? Und wieso läßt Du den Sprit (fürs Auto weg)?

Ich lass Sprit weg, weil Sprit in vielen Regionen,ohne
ausreichende Anbindung wo ein Auto ein muss ist, kein Luxus
sondern notwenidges übel ist!

Was ist mit denen, die den Alk „brauchen“? Wieso sollen die Leute, die auf dem Land wohnen, nicht in die Stadt ziehen?

Warum wird Fallschrimspringen nicht besteuert oder Inlineskaten oder Skifahren oder…? Die Liste ließe sich fortsetzen. Begründungen für jede Meinung lassen sich en masse finden.

Ich finde es halt ein bißchen sehr auffällig, daß immer, wenn es spontan Lücken im Haushalt zu stopfen gilt, Tabak und Auto die ersten Gedanken sind, die verfolgt werden. Die Gründe sind klar: Pro Stengel äh Stein des Anstoßes sind es immer nur ein paar Pfennige, es trifft etwas böses und über die Masse kommt ordentlich was zusammen.

Gruß
Christian

Und dies ist keine Polemik!

CiaoSven