Hallo Frank,
Doch das ist genauso. Denn dann liegt das Geldstück nicht mehr
auf der Strasse und kann von keinem anderen mehr gefunden
werden. Diese Art der Betrachtung ist sehr wichtig.
na gut, wenn man das alles unbedingt dialektisch betrachten will (ich habe mich zu diesem Begriff inzwischen informiert, und bin echt froh darüber, daß es nichts mit den von mir so ungeliebten Dia-Betrachtungen zu tun hat), dann kann man’s wohl tun. Wenn ich von irgendwo was wegnehme, dann entsteht dort dadurch ein Loch. Fein. Wo ich aber noch nicht so recht hinter gekommen bin, ist, was diese Betrachtungsweise nun konkret bringen soll.
Das lässt sich auch anderweitig simulieren.
Wie kann man das simulieren? Hat das schon mal jemand gemacht?
Hast Du ein Programm dazu geschrieben oder so? Das würde mich
sehr interessieren.
Nein. Ich müßte googeln, aber es ist mir unvorstellbar, dass
dies nicht auch in der Quantenphysik genutzt wird.
Mhh, Quantenphysik? Mein Gedanke war folgender: In der RT ist ja von der Zeitdilatation die Rede, sowie von der Längenkontraktion. Das heißt, daß die Zeit langsamer läuft (sich „dehnt“), und Maßstäbe sich verkürzen. Wenn es nun möglich wäre, daß die Zeit auch mal schneller läuft, dann müßte es ja „Zeitkontraktion“ heißen, aber von einer solchen habe ich – ebenso wie von einer „Längendilatation“ – noch nie was gehört.
Apropos: Woher weiß die Zeit in solchen Fällen eigentlich, wie schnell sie laufen muß?
Das ist aber schon ziemlich abgehoben. Ich dachte immer, Zeit
ist einfach das, was 'ne Uhr anzeigt, und fertig. Ich sehe
bei dieser Definition auch kein Problem.
Aber ich. Denn bei dieser Betrachtung bekommst du ein Problem
mit dem Begriff „Gleichzeitigkeit“.
Wo soll das Problem denn liegen? Du meinst, weil man nicht ausschließen kann, daß Uhren nicht immer gleich schnell laufen? Deshalb fragte ich ja, wie man Gleichzeitigkeit (Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse an verschiedenen Orten) möglichst ohne Uhren feststellen kann. Du hast auch keine Idee?
Deshalb war Einstein auch gezwungwen, diesen auszuschließen.
Also ich hab gerade auf http://kds-nano.dyndns.biz/moderne%20%C3%B6konomie/r… 'ne Suche durchgeführt nach dem Begriff „gleichzeitig“. Sie ergab 36 Treffer. Das spricht nicht gerade dafür, daß Einstein diesen Begriff ausschließen wollte. Oder schreibt er irgendwo selbst, daß er ihn ausschließen will (dann bitte Textstelle angeben)?
Ich meine, mal gehört zu haben, daß der irgendwo in einem
schwarzen Loch drinsteckt, genau weiß ich es aber nicht.
Dann überlegen wir halt mal. Könnte er dort sein, wo die
Fluchtgeschwindigkeit c beträgt?
Ah ja, kommt hin.
Ist er dann dort, wo prinzipiell etwas mit c „flieht“?
Nein, ein Ort, an dem die Fluchtgeschwindigkeit c ist, ist etwas anderes als ein Ort, wo sich etwas mit c bewegt. Ein Gefängnis, an dem ich 25 km/h laufen muß, um über den Graben in die Freiheit zu springen, ist etwas anderes als ein Trainingscamp für Sprinter, auf dem Leute manchmal mit 25 km/h umherlaufen.
Ist er dann nicht exakt
dort, von wo aus dich Teilchen erreichen, welche ohne
Ruhemasse sich mit c bewegen? Also z.B. in 3 m Entfernung vor
einer hundertmillionstel Sekunde? Oder in 3000m Entfernung vor
einer hunderttausendstel Sekunde?
Nein ich glaube, ein Ereignishorizont ist dort, wo die Fluchtgeschwindigkeit c beträgt. Hier wo ich bin, gibt’s gar keinen solchen Ereignishorizont, weil die Fluchtgeschwindigkeit der Erde ja nur 11.2 km/s ist.
Für ruhemasselose Teilchen vergeht nämlich keine Zeit. Diese
Gleichzeitigkeit ist somit überall im Universum.
Was bedeutet, daß Du bloß „0/0“ da stehen hast (die eine Null wegen der Gleichzeitigkeit, die andere wegen „überall“), aber „0/0“ kann jeden Wert annehmen.
Sterne,
welche sich in einer Entfernung von 5 Mrd. ly befinden, deren
Licht wir empfangen, senden uns nicht Informationen von vor 5
Mrd. Jahren, sondern von gerade erst.
Ich begreife bis heute nicht, wie Physiker behaupten können,
sie sähen das Universum in seinen frühen Jahren durchs
Teleskop.
Na ja, das Licht braucht halt Zeit, bis es bei uns angekommen ist, weil es nicht unendlich schnell ist, sondern nur c schnell.
Mathe ist nur ein Modell!
Und für was soll sie ein Modell sein? Ich würde eher sagen, Mathe ist eines der wenigen Dinge, die gerade kein Modell sind. Die Physik allerdings, die arbeitet mit Modellen. Wenn Dich ein Auto über den Haufen fährt, dann liegt dem Gutachten ein Modell zugrunde, welches das reale Auto möglichst gut widerspiegelt. D. h. ob das Auto ein Radio eingebaut hat oder nicht, fließt in das Modell nicht ein, wohl aber, ob die Reifen neu oder abgefahren waren.
Du erklärst anhand eines Modells die realen Zusammenhänge.
Eine andere Möglichkeit gibt es gar nicht, oder kennst Du eine?
Zur Darstellung ist es teilweise geeignet, als Beweismittel nicht.
Das sei mal dahingestellt.
Apropos: Wie soll das eigentlich gehen, ein „Universum laufen lassen“?
Vor seinem geistigen Auge schon. Es kommt drauf an, welchen
Anfangszustand man annimmt. In der Natur ist ein bevorzugter
gegeben.
Bevorzugter Anfangszustand gegeben??? Sorry, nix versteh…
Du kannst in einem Zweiteilcvhenuniversum keiner Zeit eine
Richtung zuweisen. Bewegung findet statt, die zeitliche
Verlaufsrichtubng darfst du selbst frei wählen.
Selbst wenn das stimmt, erkenne ich offen gestanden nicht, wo jetzt der gravierende Unterschied zwischen einem Zwei- und einem Dreiteilchenuniversum liegen soll.
Gruß
Martin