Re. Warum nicht Christsein ohne Kirche ?

Christus fasziniert mich schon immer und ich bemühe mich, in seinem Geiste zu leben.Wer hat Erfahrung in dieser Richtung?

Gruß Gerti

Warum nicht leben ohne zu essen? (OWT)
.

Welche Kirche ?

Christus fasziniert mich schon immer und ich bemühe mich, in
seinem Geiste zu leben.Wer hat Erfahrung in dieser Richtung?

Gruß Gerti

Hi Gerti,

Deine Frage erklärt nicht, ob Du von einer Institution, einem Gebäude oder der Gemeinschaft der Gläubigen redest.

Sowohl Institution als auch Gebäude sind entbehrlich.
Aber ohne Gemeinschaft mit anderen Gläubigen wird Dein Christsein einer einsamen Wüstenwanderung gleichen.

Über meine Erfahrungen im Christentum findest Du einiges auf meiner Homepage. Oder Du mailst mir Deine Fragen.

Gruss Harald

Hallo Gerd,

um im Bild zu bleiben: Ein Mensch kann ohne weiteres die selbst ausgesuchte Nahrung essen. Aber er muß sich doch nicht füttern lassen!

Gruß
Wolfgang

4 „Gefällt mir“

Hallo Harald!

Sowohl Institution als auch Gebäude sind entbehrlich.
Aber ohne Gemeinschaft mit anderen Gläubigen wird Dein
Christsein …

…nicht unbedingt zum Trott auf ausgelatschten Pfaden.
…zu eigenen Fehlern, aber auch eigenem Denken führen.

Gruß
Wolfgang

1 „Gefällt mir“

Hallo Gerti,

bin in keiner Amtskirche. Bin trotzdem überzeugt, dass es eine höhere Instanz gibt, die uns leitet und begleitet. Wer aus meiner Sicht mitmenschlich lebt, soziales Bewusstsein lebt, andere Religionen oder Nichtgläubige achtet, kann und wird durchaus „christlich“ (menschlich) leben. Man muss weder eine Kirche noch einer Sekte angehören um Mensch zu sein.

Grüsse Günter

Christus fasziniert mich schon immer und ich bemühe mich, in
seinem Geiste zu leben.Wer hat Erfahrung in dieser Richtung?

Gruß Gerti

Christsein ohne Kirche ?
Hallo Gerti,

man kann ein wertvoller und liebender Mensch sein ohne Kirche - und man kann das Gegenteil sein und dabei kirchlich aktiv.

„Christsein“ fängt da an, wo die Prädikate „wertvoll“ und „liebend“ mir in Bezug auf mich selbst fraglich werden - angesichts von Botschaft und Leben Jesu.
Wer diese Erfahrung gemacht hat, weiß, was es bedeutet, dennoch durch Taufe und Mahlgemeinschaft zu Christus zu gehören.

Gruß,
Peter

Weil Du diese Frage stellst…
Hallo Gerti,

Christus fasziniert mich schon immer und ich bemühe mich, in
seinem Geiste zu leben.Wer hat Erfahrung in dieser Richtung?

Im Grunde suchst Du doch, so verstehe ich Deine Frage, nach Gleichgesinnten mit denen Du Dich übr Deinen Glauben austauschen kannst. Mit denen Du gemeinsam Deinen Glauben leben kannst.

Mit anderen Worten: Du suchst Kirche!

Genau das nämlich ist (richtig verstandene) Kirche, Gemeinschaft der Gläubigen.

Nun weisen die Organisationen, die sich Kirchen nennen sicher (zu) viele Fehler auf, Kritikpunkte ohne Ende, eine Vergangenheit, die man, vorsichtig formuliert, unchristlich nennen muss. Ob Du deshalb an ihrer Verbesserung und Zurückführung auf Ihren Kern, Gemeinschaft der Gläubigen, mitarbeiten willst oder nicht, must Du selbst entscheiden. Dieser Prozess wird langwierig sein, vielleicht ist das Ziel nie zu erreichen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt…

Du wirst in den Kirchen (wenn Du denn suchst) Mitstreiter, Gleichgesinnte, Freunde finden, sicher aber auch das Gegenteil.

Gruß
Werner

Hi,

ich widme mich der Frage im Header, nicht der im Artikel:

Weil Du, wenn Dir nicht Jesus persönlich erschienen ist, von Christus nur das weisst, was die Kirche überliefert hat. Luther hat gesagt: „sola scriptura“, „nur die Schrift“ (Bibel) habe zu gelten und nicht die Tradition der Kirche - aber die Schrift ist in mehreren Jahrhunderten in dieser Kirche entstanden, gewissermaßen war die Kirche vor der Bibel da. Deswegen ist der Glaube auf die Kirche verwiesen.

Grüße
Täubchen

Hallo Wolfgang,

Aber ohne Gemeinschaft mit anderen Gläubigen wird Dein
Christsein …

…nicht unbedingt zum Trott auf ausgelatschten Pfaden.

ich sprach nicht von „blindem Gehorsam“ oder einem selbsternannten Guru nachlaufen.

…zu eigenen Fehlern, aber auch eigenem Denken führen.

Eigenes Denken ist unbedingt notwendig.
Dafür hat uns Gott doch das Gehirn gegeben.

Aber man muss doch nicht alle Fehler selber machen.
Man kann doch auch aus Fehlern anderer lernen :wink:

Und frei nach Schiller: „Vereint sind auch die Schwachen mächtig.“

Gruss Harald

… ‚nur die Schrift‘ habe zu gelten …
Hallo Täubchen,

Luther hat gesagt: „sola scriptura“, „nur die Schrift“ (Bibel)
habe zu gelten und nicht die Tradition der Kirche …

Wenn „nur die Schrift“ zu gelten hat, muss dann nicht jeder Gläubige „Fundamentalist“ werden? Muss an genau das glauben, was „in der Schrift“ steht? Dieses bedingungslos für richtig halten und sich im Leben natürlich auch daran halten? Und fest daran glauben, dass „die Schrift“ von Gott geschrieben, inspiriert wurde - und nicht von fehlbaren Menschen?
Denn sonst könnte sich ja jeder, jede Institution den Glauben so zurecht basteln, wie es gerade passt! Was allerdings wohl auch hinreichend viele (durch geeignete Interpretation) getan haben.

Gruss, Stucki

1 „Gefällt mir“

Liebe rGünter,

ich kann nur beipflichten.
In meiner manchmal etwas flapsigen Art habe ich das vor einiger Zeit einem Baptisten (?) klargemacht.
NB: Das sind doch die Jungs, die im tadellosen Anzug, mit gutem Benehmen und leichtem Akzent ab und an in der Fußgängerzone stehen, oder ?
Egal, ich fragte ihn: „Welche Sprache versteht Gott ?“
Und er sagte: „Alle Sprachen der Welt“
Ich fragte: „Wenn ich mich an Ihn wende, hört er mich ?“
Er sagte: „Gott hört Dich immer und überall“
Dann fragte ich ihn: „Wenn der Chef mir immer und überall zuhört und jede Sprache versteht, was soll ich dann mit seiner Sekretärin (sprich : einer Kirche) Zeit verplempern?“

Wir einigten uns, daß es viele Wege gibt und gingen mit guten Wünschen unserer Wege.

Gruß
Bernd :smile:)

Hallo Stucki,

Wenn „nur die Schrift“ zu gelten hat, muss dann nicht jeder
Gläubige „Fundamentalist“ werden? Muss an genau das glauben,
was „in der Schrift“ steht? Dieses bedingungslos für richtig
halten und sich im Leben natürlich auch daran halten? Und fest
daran glauben, dass „die Schrift“ von Gott geschrieben,
inspiriert wurde - und nicht von fehlbaren Menschen?

Das „sola scriptura“ Luthers, insbesondere in seiner Wirkungsgeschichte mit Biblizismus gleichzusetzen, mag zwar als Polemik ganz nett sein, wird der Sache nicht gerecht. Das Unfehlbarkeitsdogma macht auf besonders zugespitzte Art und Weise deutlich, daß es erst einmal eine positive Sache ist, sich nicht auf eine Tradition zu verpflichten in dem Sinne, daß sie nicht mehr hinterfragt werden darf.
Sola scriptura: Das heißt, daß jeder Gläubige das Recht hat, allein aus der SChrift seinen Glauben zu begründen. Luther hat deswegen die Bibel auf Deutsch übersetzt, was der Alphabetisierung nicht unförderlich war. In „Freiheit eines Christenmenschen“ macht er deutlich, daß die Autorität des eigenen Glaubens über menschliche Tyrannei steht. Und liebe Leute, das war ein geistiger Befreiungsakt ohne den die moderne Wissenschaftsgeschichte nicht möglich wäre.
Luther war der Überzeugung, daß die Schrift sich aus der SChrift erklärt. Ihm war klar, daß es Widersprüche gibt (und all den Weisen hier, daß wußten die Christen schon im 2. Jahrhundert). Ihm war auch klar, daß es Stellen in der Bibel gibt, die auch er nicht erklären konnte und als Anfechtung auffaßte (Ich empfehle Luthers Schrift über den unfreien Willen).
Nun hat Luther uns ja gerade davon befreit, der Tradition zu erlauben, unser Denken zu beschneiden. Ein guter Lutheraner begibt sich also in einen Diskurs bei der Auslegung der Schrift. Dabei muß er auch aushalten können, wenn es Menschen gibt, die einem wörtlichen Verständnis folgen wollen.
Ach ja, zumindest die lutherischen Kirchen in Deutschland gehen schon davon aus, daß die Bibel weder von Gott höchst persönlich geschrieben wurde noch daß er jemandes Hand geführt habe…

Denn sonst könnte sich ja jeder, jede Institution den Glauben
so zurecht basteln, wie es gerade passt! Was allerdings wohl
auch hinreichend viele (durch geeignete Interpretation) getan
haben.

Ja, so ist das. Und was schützt einen: Zum Beispiel, daß man bei der Interpretation eines Textes versucht, sich über seine eigenen Voraussetzungen bewußt zu werden, darüber Rechenschaft abzulegen und dann eine Auslegung vorzustellen, die nachvollziehbar (wissenschaftlich) und damit auch kritisierbar ist. Immerhin: Bei der Kirche und ihren Theologen kennst Du deren Voraussetzung. Historiker, die sich ja auch mal gerne an religiösen Dokumenten versuchen, legen im irrigen Glauben an ihre objektive Wissenschaftlichkeit ihre Voraussetzungen nie klar. Und ob z.B. Dein Verständnis von Luthers sola scriptura, was Du da wiedergegeben hast, nicht auch ein Beispiel dafür ist, daß man sich etwas so zurecht bastelt, wie es paßt? Ist es nicht nur ein recht „fundamentalistisches“ Verständnis dieses Satzes, der, von einer Erfahrungen, die mit Luther und dem zumindestens größten Teil des kirchlichen Luthertums nachweislich wenig zu tun hat? Woher nehmt Ihr eigentlich immer alle diesen Glauben an Eure Objektivität?

Grüße,
Taju

Vielleicht deshalb
Hallo Gerti,

die gleiche Frage stellen heute viele Menschen und kommen zum Schluß, dass sie Christ sein können, ohne in einer Kirche oder Gemeinschaft zu sein.

Wie dachten aber die ersten Christen darüber und wie würde Jesus Christus die Frage beantworten?

Als Jesus Christus tätig war hat er nicht nur Predigen gehalten und Wunder gewirkt, sondern er hat eine Gemeinschaft um sich geschart und sie belehrt. Neben seinen zwölf Aposteln gab es eine ungenannte Zahl von Jüngern (Frauen inklusive). Nicht alle sind ständig mit ihm gezogen, aber sie sind immer wieder mit ihm zusammengetroffen.

Nach seinem Tod sind seine Jünger zusammengeblieben und haben den Kern der Christenversammlung gebildet.
Als am Pfingsten der Heilige Geist über die Christen ausgegossen wurde, waren sie alle zusammen.
Wenn ein Jünger damals gefehlt hätte, hätte er etwas verpasst.

Als sich später das Christentum über das römische Reich ausbreitete, geschah dies nicht dadurch, dass sich Einzelpersonen anschlossen, sondern durch die Bildung von Versammlungen (Vergleiche dazu Offenbarung Kapitel 2 und 3)

Das Christentum lebt von der Gemeinschaft. Es gibt eine Vielzahl von Gründen dafür.

  1. Als Quelle für Belehrung
    Ohne eine Gemeinschaft bilden sich eigenbrötlerische verschrobene Vorstellungen. Jesus Christus hat seine Jünger jahrelang belehrt und trotzdem hatten vieles bis zu seinem Tod nicht verstanden.
    Auch später hatten viele Christen Probleme grundlegende Prinzipien des Christentums zu verstehen

Hebräer 5:12,13
12 Denn in der Tat, obwohl ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, benötigt ihr wieder jemand, der euch von Anfang an die elementaren Dinge der heiligen Aussprüche Gottes lehrt; und ihr seid solche geworden, die Milch benötigen, nicht feste Speise. 13 Denn jeder, der Milch zu sich nimmt, ist unbewandert im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger.

  1. Zur Glaubenstärkung
    Hebräer 10:24
    24 Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

  2. Als Kraftquelle
    Wenn man Probleme hat oder Ermunterung benötigt, stellt die Geinschaft der Mitgläubigen eine große Hilfe dar.

  3. uvw.

Zusammengefasst:
Seit seiner Gründung beruht das Christentum auf der Gemeinschaftschaft. Es ist zwar möglich außerhalb einer irgendwie gearteten Gemeinschaft ein guter Mensch zu sein. Aber ein ein Christ zu sein und zu bleiben ist außerhalb der Gemeinschaft sehr schwierig.

Gruß
Carlos

Nicht füttern lassen. Sein Essen „besorgen“ muß sich der Mensch aber schon.
Jetzt komm mir bitte nicht mit dem „2000 Jahre alten Geschichtsbuch“.
Bis denn
Gerd

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Brauch man doch alles nicht…

Zusammengefasst:
Seit seiner Gründung beruht das Christentum auf der
Gemeinschaftschaft. Es ist zwar möglich außerhalb einer
irgendwie gearteten Gemeinschaft ein guter Mensch zu sein.
Aber ein ein Christ zu sein und zu bleiben ist außerhalb der
Gemeinschaft sehr schwierig.

Hi, ich häng mich mal an Deinen Artikel, anderen Stellen wären sicher genauso geeignet…

Reicht als „Gemeinschaft“ nicht aus, daß man mit Menschen Umgang hat? Jeden Tag? Das, was nach meinem Verständnis Christsein ausmacht, braucht natürlich andere - als Einsiedler in der Wüste hätte man es da schwer, zumindest damit, die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Aber Kirche braucht man dazu nicht, man braucht keine Mitgliedschaft in irgendeiner Community, weil man als Mensch bereits „Mitglied“ ist. Und Christsein zeigt sich nicht darin, wie man mit Gleichgesinnten umgeht, sondern mit jedem Menschen, egal, an was für Werte er glaubt. Eine strukturierte Instution, und sogar ein Buch sind dabei nichts als Hilfskonstrukte, Krücken für die, die nicht alleine gehen können, und ohne Krücken ist es bekanntlich viel leichter, zu hüpfen und zu springen.
Kann und soll man ruhig gerne ausprobieren, genau, wie Kinder zunächst mal in die Schule gehen, aber wenn man dann irgendwann „erwachsen“ ist, darf man auch anfangen, eigenverantwortlich zu denken, zu handeln und zu glauben, und muß sich nicht mehr an irgendetwas festhalten. Sonst kommt man nämlich nicht voran.
Damit werden Kirche, Bibel etc. dann für denjenigen vollkommen überflüssig. Es ist ne gute Starthilfe, Bücher zu lesen, die Bibel, und auch andere Bücher, Koran, Philosophen, was weiss ich.
Aber dann auf halber Strecke stehenzubleiben, finde ich traurig.

Gruß,

Doc.

2 „Gefällt mir“

Hi, ich häng mich mal an Deinen Artikel, anderen Stellen wären
sicher genauso geeignet…

dto.

Aber ein ein Christ zu sein und zu bleiben ist außerhalb der
Gemeinschaft sehr schwierig.

Hallo, Ihr.

Zumindest geht das dann mit dem Glaubensbekenntnis nicht mehr zusammen:
Zitat aus dem Apostolischen Glaubensbekenntnis:
„Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche(katholische*) Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.“

*Katholisch im Wortsinn „allumfassend“, nicht nur auf die sich so benennenden Konfessionen bezogen.

So gesehen ist also Christsein nicht ohne Kirche und ohne (christliche) Gemeinschaft möglich. Ich sehe es daher als problematisch an, sich als „Christ“ zu bezeichnen, wenn man sich von der Kirche trennt.

Was einen natürlich nicht davon abhalten kann, sich an christliche Grundwerte zu halten. Wer in unserem Kulturkreis aufgewachsen und erzogen ist, hat außerdem meist zwangsläufig jede Menge christlicher Prägung in Familie, Schule und Gesellschaft erfahren.

Grüße
Eckard.

Wieviele Christen in der Kirche?!
Es stimmt schon, was Du über das Glaubensbekenntnis sagst, doch angesichts der Kirchenpolitik des Vatikans, der Verbrechen und Straftaten mancher (NICHT aller oder vieler!!!) Priester und der Oberflächlichkeit im Glauben vieler Kirchgänger, die dieses Gebot zwar aussprechen, aber scheinbar nicht leben, frage ich mich, ob das zur Beurteilung, ob jemand Christ ist oder nicht, überhaupt beitragen kann.
Ich selber denke, dass ein Mensch auch ohne Kirche, Gemeinschaft oder Glaubensbekenntnis, ja sogar ohne Bibel, Christ sein kann.
Christ sein bedeutet nicht, gewisse Kriterien zu erfüllen oder Glaubenskonventionen zu befolgen, sondern vielmehr im Geiste Christi zu leben. Was das heißt, muss man für sich selbst herausfinden und dabei hilft es vielen in einer Kirche oder Gemeinschaft zu sein oder einem Glaubensbekenntnis zu folgen oder die Bibel zu lesen.
Gruss!

Der Michael

1 „Gefällt mir“

Weil es ohne Kirche keine Christen gäbe. Oder wer hat sonst dafür gesorgt, gelitten, mit seinem Leben dafür eingestanden, dass man nun nach 2003 Jahren immer noch von diesem Mann aus Galiläa erzählt?

Gerd

Ohhh doch. :wink:
Hallo Doc,

ich sehe hier ein Mißverständnis. Für viele Menschen ist „Christ sein“ gleichbedeutend mit „ein guter Mensch“ sein. Wenn man dann weiterfragt, was einen guten Christen von einem guten Hindu oder Buddhist unterscheidet, lautet die Antwort „Nichts“.

Ich verstehe unter einem Christen aber einen Nachfolger Jesu Christi. Wer Jesus Christus ernsthaft nachfolgen will, wird die Lehren, die er hinterlassen hat, gründlich studieren. (Dies bedeutet nicht unbedingt ein Theologiestudium.)
Weiterhin wird er die Lehren in seinem Leben umsetzen und dem Vorbild, dass Jesus Christus hinterlassen hat nachfolgen.
Sich regelmäßig zu versammeln, ist ein Gebot für Christen.

Zum Vergleich
Du besitzt wahrscheinlich keine bevölkerten Kaninchenställe. Welches Futter und was für Pflege Kaninchen benötigen weisst du wohl auch nicht. Du bist dann erst recht nicht Mitglied im Kaninchenzüchterverein.
Wenn du dich nun einen Kaninchenzüchter nennst, wird dir das keiner abnehmen.

Es gibt ein Haufen Menschen, die nie die Bibel einmal (geschweige denn mehrfach) gelesen haben, die abgesehen von ein paar weichgespülten Geschichten Nichts über Jesus Christus wissen. Diese Menschen kennen die Lehren Jesu Christi nicht und haben kein Interesse sie näher kennenzulernen. In einer Kirche oder einer christlichen Gemeinschaft bekommt man sie nie zu Gesicht.
Und nun nennen sich diese Menschen Christen!

Damit werden Kirche, Bibel etc. dann für denjenigen vollkommen
überflüssig. Es ist ne gute Starthilfe, Bücher zu lesen, die
Bibel, und auch andere Bücher, Koran, Philosophen, was weiss
ich.
Aber dann auf halber Strecke stehenzubleiben, finde ich
traurig.

Wenn du die volle Strecke, wie du sie verstehst, zurücklegst, magst du ein gereifter Freigeist, ein Weltphilosoph oder ein Weiser sein, aber du bist dann genausowenig ein Christ, wie du ein Kaninchenzüchter bist.

So denke ich.

Gruß
Carlos