Hallo,
unumstritten, dass die ein oder andere Beschwerde berechtigt
ist.
Bei den Beispielen, die du angeführt hast, sind sie jedesmal berechtigt.
Es geht hier nicht ums angegriffen fühlen, sondern um die
Artikulationsweise, den Tonfall, die Worte - das finde ich
respektlos und sehr unhöflich.
Ich finde es respektlos und unhöflich, wenn jemand die Schuhe auf eine Sitzfläche stellt, auf die ich mich sitzen möchte.
Ich mache doch so was auch
nicht, selbst wenn ich etwas an jemandem störend finde. Wenn,
dann bin ich freundlich.
Vielleicht sind die Leute so, weil sie ,wenn sie es freundlich sagen, immer angemeckert werden. Vielleicht fühlen sie sich selbst nicht wohl dabei, jemandem etwas sagen zu müssen, was jeder eigentlich von allein wissen müsste, und sind deshalb unsicher und vergreifen sich deshalb im Ton?
Und dann stelle ich mir die Frage, was es bringen soll, dass
diese Menschen einen anmeckern. Glauben sie, dass man wegen
ihnen unverzüglich das Verhalten ändert? in der Tat - wie ich
ja nun auch - denkt man mehr darüber nach.
Ob es etwas bringt, ist fraglich ,vielleicht deshalb auch die Reaktion: Man ist schon vorher sauer, weil man weiß ,dass es nichts bringt.
Aber was nehmen sie
sich heraus?
Aus deinen Worten klingt heraus, dass du es überhaupt nicht verstehen kannst, dass jemand so ein Verhalten stört. Aber die Menschen, die etwas sagen, denken vielleicht: Was nimmt diese Person sich heraus mit ihrem Verhalten?
Allgemein wird immer nach Zivilcourage gerufen. Man möchte sie haben, wenn jemand angegriffen wird. Man möchte, dass Leute nicht wegsehen und helfen, wenn es nötig ist. Das Wegsehen fängt aber schon bei den Kleinigkeiten an. Und wenn doch jemand etwas sagt und reagiert, dann wird er als Spießer oder Schlimmeres beleidigt.
Man kann nicht beides haben und man kann sich nicht nach eigenem Gutdünken aussuchen, wo man denn nun die aktiven Bürger haben will.
Gruß
Elke