Reaktion auf unbekannte Miesepeter

Sorry, Niels, aber was war denn das geade fürn spießiges Geplänkel?

ich halte es für bedenklich, wenn man ausgerechnet bei den
Schlägertruppen „Zuflucht“ sucht. Die Argumentation „aber es
gibt noch viel schlimmeres“ gehört zu den schwächsten
überhaupt.

Habe ich auch nur ein Wort in der Richtung gesagt, dass es „noch Schlimmeres“ gibt? Hast du überhaupt verstanden, was ich geschrieben habe?
Das, was ich gemacht hatte, war ja eben ÜBERHAUPT nicht schlimm und deshalb war die Anpflaumerei durch so einen Spießer eben völlig daneben und deswegen muss ich mnich auch übehaupt nicht in der Weise rechtfertigen, wie du das da sagst.
Ich zeige demjenigen nur haarscharf die Grenzen auf. DAS ist doch der springende Punkt. Nix mit schlimmer oder weniger schlimm - das wär total der falsche Ansatz!
Gruß,
Branden

potzblitz
Hi,

Ich sage dann meistens etwas, worauf die alten Miespeter auf der Stelle verstummen (entweder tot umfallen vor Schreck oder aber nix mehr sagen können).

Aus, für manche hier vielleicht nachvollziehbaren, Gründen wäre ich ausserordentlich an diesen Texten interessiert.
Das wäre doch mal eine neue Variante:wink:

begeistert grüsst
Ray

Hallo SpanishWoman,
das hat Max Goldt in einer seiner Kolumnen bearbeitet, worin er erzählt, daß er, auf der ‚falschen Seite‘ radelnd von einem Senior angebrüllt wurde „DA ist der Radweg!“, wobei dieser mit dem Finger auf die andere Straßenseite zeigte. Max Goldt zeigte sodann mit dem Finger auf den naheliegenden Friedhof und rief „und DA ist der Friedhof!“.

Wann immer mir sowas zugebrüllt wird und es ist ein Friedhof in der Nähe, mache ich das nun genauso und: es wirkt!

Ansonsten empfehle ich in diesen Situationen (bemerkenswerterweise brüllen ja meist diejenigen selbsternannten Ordnungshüter, die selbst gerade auf dem Fahrradweg spazierengehen) das herzlichste Lächeln (ein echtes, kein ironisches!) aufzusetzen und etwas zu sagen wie „oh, das tut mir leid für Sie, daß Sie sich heute so unzufrieden fühlen, kann ich Ihnen vielleicht helfen, nicht das noch etwas passiert!“ - Bislang hat dies dem Brüller stets den Wind aus den Segeln genommen, denn der Brüller rechnet mit Aggression. Wird diese Erwartungshaltung aber nicht bedient, ist der Spieß ruckzuck umgedreht.

Gruß, Shebop

Moin, Maja,

behalte Deine beschuhten Füße bei Dir, auf
Sitzflächen gehören sie jedenfalls nicht.

bloße Füße aber auch nicht :wink:

Der schlimmste Anblick waren mal Füße in Perlonstrümpfen bei Außentemperaturen von 34 °C, da ist mir doch tatsächlich „Gnädige Frau, Ihre Socken stinken!“ rausgerutscht. Nie zuvor hat jemand innerhalb von 2 Sekunden Luft geschnappt, die Kippe ausgedrückt, Handcreme, Handy und Sonnenbrille in die Tasche geschmissen, Schuhe angezogen, Jacke gekrallt, Flucht ergriffen. Hat mir richtig Leid getan - was hätte das für eine wunderbare Freundschaft werden können…

Gruß Ralf

machs doch zu Hause! etwas ot
Moin,

wiederholt kommt es im Leben vor, dass man von (meist Älteren)
Menschen aus heiterem Himmel regelrecht angemacht wird. Dabei
handelt es sich bei dieser Erfahrung um Lapalien.

vor 25 Jahren habe ich zu solchen Lapalien von Wilmersdorfer Rentner hinterher gebrüllt bekommen: „geh doch arbeiten“ oder „geh doch rüber“, das war damals sehr beliebt. Sogar, wenn man mit seinem Säugling spazieren ging, oder hochschwanger im Bus stand.

von daher:

Wie kann man lernen, sich nicht von diesen provozierenden
Menschen den Tag zu verderben? Und wie reagiert man geschickt?

solltest du diese Sprüche doch einfach ignorieren können…

Was du allerdings mit deinen Käsebotten auf Bahn- oder Bussitzen treibst, finde ich als Bus- und Bahnnutzerin auch ekelhaft… ich mag mich oft schon gar nicht mehr hinsetzen (bei mehr als 45 Minuten Fahrt ist das allerdings doch recht anstrengend). Pack Deine Stiefel schlichtweg auf dein häusliches Sofa, die Kritik kann ich von jedem (das hat wenig was mit Rentnern oder anderen alten Säcken wi mir zu tun) echt verstehen…

Grüße
Demenzia

Hallo SpanishWoman,

dass Du Dich über die Art (der Ton macht bekanntlich die Musik) der Reaktionen anderer auf Dein „regelwidriges“ Verhalten aufregst, mag bedauernswert sein - da Du offenbar nicht vorhast, Dein Verhalten zu ändern, wirst Du damit leben müssen, weil die anderen kaum aufhören werden, Dich damit zu nerven.

Ein Umgang damit könnte für Dich darin bestehen, dass Du Dir bewusst machst „Mein Verhalten provoziert andere, aber das ist mir wichtiger als deren Anmache“. Du nimmst Dir die Freiheit, bewusst etwas zu tun, was von vielen nicht toleriert wird (das weisst Du auch), also stehe dazu (wie ein Mann oder eine spanische Frau).

Das eigene Sofa gehört einem doch selbst !
Hallo Demezia,

. . . Pack Deine Stiefel schlichtweg auf dein häusliches Sofa, . . .

Das ist was ganz anderes - schließlich musste man das eigene Sofa selbst kaufen und hat quasi einen Bezug dazu! Bei Dingen, die von der Allgemeinheit bezahlt wurden, juckt das den aufgeklärten Bürger nicht. ;-|

Hallo,Spanish woman! Nur eins willich sagen: Schuhe sind ekelig! Man geht durch Hundepisse, ausgerotzten Raucherschleim VON GANZ UNTEN!!,Abfall,der nicht beseitigt wurde,ausgekautes Kaugummi, und und…Man kann garnicht immer verhindern, daß man irgendwo reintritt. Schuhe sind einfach EKELIG. Viele Leute wechseln ihre Schuhe vor der Wohnungstür. Warum wohl? Die sind nicht alle putzsüchtig! Die wissen, warum.

( Das schlimmste, was ich jemals gesehen habe, ist, daß Eltern ihrem eigenem Kleinkind die Schuhe zum Ablecken überlassen haben!)
Gruß Erika

Ich bin davon ausgegangen, dass die
Fragestellerin ihr Schuhe ausgezogen hatte und die Füße ohne Schuhe auf die gegenüberliefende Bank gelegt hat. Das fände ich völlig normal, weil ich bei langen Fahrten auch gerne die Beine hochlege.
Natürlich nicht mit Schuhen - das fände ich auch eklig.

Aus, für manche hier vielleicht nachvollziehbaren, Gründen
wäre ich ausserordentlich an diesen Texten interessiert.

Naja, siehe unten. Manchmal schreie ich die einfach an (Huper, im Auto eingeschlossen, da musste ich schreien) oder ich knalle ihnen einen Text an den Kopf, der sie entweder intellektuell überfordert (was ja genauso gemein ist wie vulgär zu werden) oder sonstwas Schönes…

Hai,

Ansonsten empfehle ich in diesen Situationen
(bemerkenswerterweise brüllen ja meist diejenigen
selbsternannten Ordnungshüter, die selbst gerade auf dem
Fahrradweg spazierengehen)

leider erlebe ich es meist, dass die Radfahrer tatsächlich oft diejenigen sind, die sich im Unrecht befinden.

Erst kürzlich pflaumt eine Radfahrerin mein Kind an, es solle besser aufpassen…was war geschehen?
Mein Kind ging aus dem Haus über den Gehweg zum Auto, als eine Radlerin plötzlich in die Eisen steigen mußte.
Sie war, weil es sich um eine Einbahnstraße handelt in verkehrter Richtung auf dem für sie nicht freigegebenen Gehweg geradelt und hat mein Kind beinahe übersehen.
Du kannst mir glauben, dass ich da ganz sicher nicht still gewesen bin.

Ähnliches auch beim Aussteigen aus dem Auto als Beifahrer in dieser Einbahnstraße. (links parken) Obwohl diese Straße nicht für Radfahrer freigegeben ist, fahren dort immer wieder irgendwelche Irren lebensmüde die Straße in verkehrter Richtung entlang.

Du vergewisserst Dich also, dass kein hinterer Verkehr durchs Aussteigen behindert wird und hast dafür so einen $%&$& fast an der Tür hängen, weil er aus einer Richtung kommt, aus der er eigentlich gar nicht kommen dürfte…aber man lernt ja dazu, ich gucke jetzt also zusätzlich auch nach, ob etwas von vorne und von oben kommt (Radlern fällt das offensichtlich etwas schwerer) *daswarjetztironisch*

Radfahrer vor allem die die gerne schneller als andere Radfahrer unterwegs sein wollen, eiern trotz Radweg auf der Straße herum, provozieren zähfließenden Verkehr und gefährden sich (und auch andere)damit unnötig.
Mir fielen da noch zig weitere Dinge über Radfahrer ein womit sie fälschlicherweise meinen im Recht zu …aber das wäre jetzt echt zu viel…ich kann mir daher gut vorstellen, dass der Ton wie Elke das auch schon gesagt hat deshalb so zu wünschen übrig lässt, weil man so oft vorher schon nichts gesagt hat, und sich deshalb eine gewisse Aggression angestaut hat, oder man eben freche Antworten zurückbekommt, wenn man etwas sagt.

Gruß
Maja

Mal ein anderes Beispiel

Hallo,

Auch Hallo,
prinzipiell finde ich diesen Threat sehr interessant! Aber ich muss erstmal was zu deinen Beispielen sagen:

Beispiel 1: ein kurzes Stück mit dem Rad durch die
Fußgängerzone fahren
Gebrüllt werden Dinge wie „verboten“, „das kostet 10 €“,
„absteigen!“
Beispiel 2: ein Stück wird mit dem Rad auf der falschen Seite
gefahren, selbige Sprüche bekommt man zu hören.
Beispiel 3: im Zug stellt man MAL seine Füße leicht auf den
gegenüberliegenden Sitz
„Machen Sie das zu Hause auch??!!“ „Diese deutsche Kultur!“

Ich finde eigentlich auch (wie schon viele hier geschrieben haben) alle drei Verhaltensweisen von dir nicht in Ordnung. Gut, dass man mal ein kurzes Stueck auf der falschen Seite auf dem Radweg faehrt kommt wirklihc mal vor (angenommen man muss da vorne gleich wieder links abbiegen, dann bleibt man gleich links), aber nicht ueber laengere Strecken.
Leute die immer ihre Fuesse auf die Sitze von den oeffentlichen Verkehrsmitteln abstellen aergern mich aber auch immer. Aber ich denke ich muss nicht weiter ausfuehren warum es mich stoert, ich denke das ist offensichtlich und wurde hier auch schon des oeffteren geschrieben.
Das schlimmste was ich mal erlebt habe (soll jetzt nicht heissen dass du sowas machen wuerdest), war in London in der UBahn: Anscheinend ist jemanden schlecht gewesen und die Person hat dort auf den Boden gespiehen. Ein Jugendlicher war kurz davor in die Pfuetze zu treten, als ich ihn warnen wollte. Natuerlich zu spaet, mit einem Fuss stand er in der unangenehmen Hinterlassenschaft. Er setzte sich daraufhin hin, rieb seine Schuhsole am Polster des Sitzplatzes gegenueber und zeigte mir voller Stolz dass die Sole jetzt sauber sei. Daraufhin hab ich ihn aber auch etwas dumm angepflaumt, da ich mich auf dieses Polster nicht mehr setzen wollen wuerde (und ich bin mir sicher er auch nicht).

Insgesamt will ich aber sagen, das solche Regeln einen Sinn haben. Vor allem in einem Land wie Deutschland, das so eine hohe Infrastruktur hat und 82 Millionen Menschen auf relativ engen Raum vereinen muss, muss einfach jeder etwas auf den Anderen Ruecksicht nehmen. Wo kaemen wir denn da hin wenn jeder fuer sich entscheiden wuerde dass diese Regel unwichtig ist und man die nicht befolgen muss? Wie gesagt, jede Regelung hat irgendwo einen Sinn (jetzt kann man das sogar auf Geschwindigkeitsbegrenzungen ausdehnen die IMMER einen Sinn haben, auch wenn es der ein oder andere nicht auf anhieb erkennt).

Aber jetzt habe ich genug gemaeckert! Ich habe ein weiteres Beispiel, bei dem ich auch gerne wissen wuerde, wie man bei sowas reagieren sollte:

Im Winter vor einem Jahr hatte ich einen schlimmen Husten. Ich hab mehrere Monate damit verbracht rum zu husten. Damals war ich zweimal beim Arzt, der mir aber beide male gesagt hat dass man einfach warten muss. Ich habe zwar ein paar Tropfen bekommen, aber das war alles was ich in dem Moment machen konnte. Als ich dann einmal mit dem Zug gefahren bin, setzte ich mich hin und hoerte etwas Musik mit Kopfhoerern. Natuerlich musste ich husten! Als ich das ERSTEMAL hustete, hoerte ich von neben mir (auf der anderen Seite des Gangs) ein genervtes schnauben. Ich hatte mein Kopfhoerer in den Ohren, von daher dachte ich ich haette mir das eingebildet. Als ich dann ein weiteres mal husten musste, stellte ich fest, dass die Frau neben mir mich anscheinen tatsaechlich anpflaumen wuerde. Ich nahm meine Kopfhoerer raus und fragte hoeflich nach, was sie gesagt haette (ich dachte ich haette mich einfach verhoert und sie wollte fragen wann wir in Nuernberg sind, da die Bahn (wie sollte es anders sin) mal wieder Verspaetung hatte). Daraufhin aeffte sie mich nach „Wie Bitte? Wie Bitte?“ und verzog dabei sogar ihr Gesicht. Ich kann mich leider nichtmehr an den genauen Wortlaut erinnern, den sie mir damals an den Kopf geschmissen hat, hat aber irgendwas gemeint, von wegen „nichtmal hier kann man seine Ruhe haben“. Sie packte ihre Sachen (und sie war schwer bepackt, also 1 Koffer und zwei schwere Taschen) und ist wild fluchend davon gezogen. Ich habe waerend sie vor mir fluechtete noch versucht mich zu rechtfertigen, dass ich bereits beim Arzt war, das aber Zeit braucht und dass das doch ein oeffentliches Verkehrsmittel sei, aber sie hat mich ueberhaupt nicht beachtet. Die Leute aussenrum haben mich ganz entsetzt angeschaut und wussten auch nicht was da gerade passiert sei.
Aber bei dem Topic passt doch jetzt die Frage:

Wie kann man lernen, sich nicht von diesen provozierenden
Menschen den Tag zu verderben? Und wie reagiert man geschickt?

Gruss,
Stahlkopf

Mahlzeit Ralf,

behalte Deine beschuhten Füße bei Dir, auf
Sitzflächen gehören sie jedenfalls nicht.

bloße Füße aber auch nicht :wink:

eigentlich sollte das anregen darüber nachzudenken, was an diesen Schuhen->Schuhsohlen so alles hängen kann…

Der schlimmste Anblick waren mal Füße in Perlonstrümpfen bei
Außentemperaturen von 34 °C, da ist mir doch tatsächlich
„Gnädige Frau, Ihre Socken stinken!“ rausgerutscht. Nie zuvor
hat jemand innerhalb von 2 Sekunden Luft geschnappt, die Kippe
ausgedrückt, Handcreme, Handy und Sonnenbrille in die Tasche
geschmissen, Schuhe angezogen, Jacke gekrallt, Flucht
ergriffen.

Ohjeminee, wie kann man aber auch nur so taktlos sein. Die arme Frau. Jetzt hat sie womöglich Komplexe ihr ganzes Leben lang.
Bei dieser heftigen Reaktion…

Hat mir richtig Leid getan - was hätte das für eine
wunderbare Freundschaft werden können…

Jaja, erst seelisch vor den Abgrund stellen und hinterher dann Mitleid heucheln *g

Gerade jemandem mitzuteilen, dass er unangenehm riecht oder Mundgeruch hat, scheint für uns ein Tabuthema zu sein.
Deshalb mal nicht nur Dich, sondern so in den Raum gefragt:

Wolltest Du, dass man Dir sagt dass Du müffelst?
Würdest Du jemandem sagen, dass er schlecht riecht?

Persönlich würde ich es vorzuiehen, wenn man es mir sagen würde, selbst bräuchte ich aber sehr lange dazu das einem anderen zu sagen…jedenfalls direkt. Ich versuche das dann erst durch die Blume (ganz ganz selten auch quasi mit der Faust aufs Auge, das muß dann aber wirklich extrem sein)

Gruß
Maja

entschuldige bitte, aber so einen Menschen ignoriert man einfach und labert nicht so einen Stuss. Wieso sollte man sich auf eine Stufe mit demjenigen stellen?

2 „Gefällt mir“

Hallo Maja,
das Verhalten von solchen Kamikaze-Radlern heiße ich auch nicht gut, da stimme ich dir zu. Bei mir ist es allerdings so, daß ich sehr vorsichtig fahre und mich größtenteils an die Regeln halte, es aber ablehne (und deshalb ‚größtenteils‘), einen 300m Umweg über drei Ampeln zu nehmen, anstatt 50 Meter vorsichtig und rücksichtsvoll(!) auf der ‚falschen Seite‘ zu fahren. Und dann kommen (in meinem Fall meist) die Rentner.
Aber ebenso wie unzufriedene Rentner verengstirnt sich auch die Bullerei gern auf solche Taten und läßt während der obligatorischen 30-minütigen Belehrung, die der Zahlung von 25 Euro vorausgeht (oh, und wie sie das genießen, die Authoritätsgierigen!) gerne auch mal insgesamt 20 telefonierende Autofahrer, fünf eine rote Ampel kreuzende Fahrradboten (ohne verkehrssichere Räder), zwei Falschparker und einen Handtaschendieb an sich vorbeiziehen.
Gruß, Shebop

Natürlich nicht mit Schuhen - das fände ich auch eklig.

Hi Doc,

Du fährst nicht U- oder S-Bahn bzw. Bus?

Beste Grüße
Demenzia

Maaaaahlzeit, Maja,

Wolltest Du, dass man Dir sagt dass Du müffelst?

zwei Seelen schlagen, ach, in meiner Brust…

Ja, eher schon, ich habe manchmal Mundgeruch. Das müsste aber nicht unbedingt öffentlich sein.

Würdest Du jemandem sagen, dass er schlecht riecht?

Habe ich schon getan, allerdings nur bei guten Freunden. Denen kann man schließlich nicht aus dem Weg gehen.

Mein Problem liegt noch wo anders: Ich nehme Düfte wahr, die anderen Leuten nichts oder wenig ausmachen. Ich kannte mal einen auf Arbeit, da konnte ich eine 1/4 Stunde später in den Raum kommen und wusste, der war dagewesen. Nicht etwa schlimm, nein, bestialisch. Und meine Kollegin fraß aß ihre Buttersemmel weiter wie nix.

Gruß Ralf

ps: Eigentlich lohnte sich dafür ein neuer Thread - hier unten im Keller findet uns doch keiner :smile:

Hi

Beispiel 1: ein kurzes Stück mit dem Rad durch die
Fußgängerzone fahren
Gebrüllt werden Dinge wie „verboten“, „das kostet 10 €“,
„absteigen!“

wenn die Fussgängerzone menschenleer wäre wärs (ausser den Grünen) völlig wurscht, aber Radfahrer die zwischen Fussgängern rum eiern find ich (als Radfahrer) z.k.
Wenn dich da einer anblökt, wird er vermutlich mal oder fast über den haufen gefahren worden sein.

Beispiel 2: ein Stück wird mit dem Rad auf der falschen Seite
gefahren, selbige Sprüche bekommt man zu hören.

wenn mir auf dem radweg so ein asi entgegenkommt würde ich am liebsten den arm lang machen. Ein Freund hatte mit so einer Idiotin des nachts frontalkontakt, natürlich ohne Licht hackedicht verkehrt rum auf dem Radweg. Er war 3 wochen Krank geschrieben, Schlüsslbein, Jochbein, Nase gebbrochen und Prelluungen und schürfwunden. Die besoffene Nuss hatte nix und wollte sich vom acker machen…

Beispiel 3: im Zug stellt man MAL seine Füße leicht auf den
gegenüberliegenden Sitz
„Machen Sie das zu Hause auch??!!“ „Diese deutsche Kultur!“

voll asi… am Besten mit schön Scheisse dran.

Es geht einem furchtbar auf die Nerven, dass einem fremde
Menschen meinen sagen zu müssen, was man zu tun hat, Polizist
spielt, gar den Weltverbesserer mimt und noch dazu eine
Diskussion anfängt.

Du gehst denen genauso auf den sack mit deinem Verhalten…
Da du Andere kaum ändern kannst wirste wohl mit DIR anfangen müssen. Ist auch einfacher…

Wie kann man lernen, sich nicht von diesen provozierenden
Menschen den Tag zu verderben?

wer provoziert?

Und wie reagiert man geschickt?

Lass den Scheiss halt :smile:

B

Pöbeln mit den Besten
Hallo,

jetzt mal abgesehen davon, dass man mit spaßig-anarchischen Verhaltensweisen wie Radfahren in der Fußgängerzone oder Proll-Fußablage auf dem Sitz ja doch irgendwie solche Anmache herausfordert, habe ich vor allem als Hundebesitzer schon reichlich ähnliche Erlebnisse gehabt. Ich war sogar schon selbst am anderen Ende und habe mich selbst beim Pöbeln erwischt. Muss das Alter sein.

Situation 1: ich fahre mit meinem uralten Hund Fahrrad, u.a. ein Stück auf dem Bürgersteig entlang, weil Hundi für die Straße nicht mehr taugt. Eine Familie offensichtlich auf dem Weg zum Erntedankgottesdienst kommt mir entgegen. Ich halte an, mache freundlich Platz und halte meinen Hund eng bei mir. Trotzdem lautes Gepöbel, was ich denn mit der Töle und dem Fahrrad auf dem Bürgersteig und überhaupt, unverschämt …
Meine Reaktion: (säuselnd) „Auch ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntagmorgen. Der Herr liebt Rücksichtnahme und Toleranz! Vergelts Gott!“

Situation 2: Ich fahre wieder mit dem alten Hund, diesmal korrekt auf der Straße. Ein Anwohner hat mehrere kleine Hunde im Garten. Diese kläffen aufgeregt, als ich vorbeifahre. Schimpftirade des Anwohners, ich solle mich mit meinem Köter verpissen usw. Zitat: „Fahren Sie doch da lang wo Sie wohnen!“
Meine Reaktion: „Ich wohne hier (zeige auf das Haus hinter mir, in dem ich seit 6 Jahren wohne).“

Situation 3: Ich schaue aus dem Dachfenster auf die Straße. Dort geht ein junger Mann entlang, der ein Magazin oder einen Prospekt durchblättert. Er reisst dabei immer wieder Seiten ab und lässt sie einfach fallen.
Meine Reaktion: „Hallo junger Mann! Sind Sie zu dumm, einen Mülleimer zu bedienen? Die Bildungsprobleme in Deutschland sind noch übler, als ich bisher ahnte!“

Situation 4: Ich wieder mit dem Hund unterwegs. In einem Gebüsch am Wegesrand erleichtern sich gerade mehrere Herren vom örtlichen Schützenverein, in Spuckweite der Herrentoilette des Sportstadions.
Meine Reaktion: „Aha, schon zu betrunken um 10m weiter zu gehen? Ob man da noch schießen sollte?“
Die Schützen sind angepisst (harhar), der eine sagt: „Ihr Hund macht doch auch ins Gebüsch!“
Ich: „Sie nehmen mir das Wort aus dem Mund!“

Je nach Situation versuche ich zu überlegen, wer denn nun im Recht ist. Mit dem Fahrrad auf dem Bürgersteig bin ich meist sehr defensiv, denn ich bin im Unrecht und muss die Konsequenzen hinnehmen. Nur in Extremfällen reagiere ich da frech, siehe oben. Bei sinnlosem Rumgepöbel, vor allem von drängelnden Rentnern an Supermarktkassen, lasse ich die alten Herrschaften gerne vor mit der Bemerkung „Gehen Sie ruhig vor, Sie haben ja nicht mehr so viel Zeit!“. Drängelnde Jüngere lasse ich ebenfalls betont freundlich vor mit dem Kommentar „Ich habe Zeit, bin ja nicht auf der Flucht.“ Das fehlt mir noch, dass mir so ein Prolet 5 mal mit dem Einkaufswagen in die Hacken fährt.

Lange Rede, kurzer Sinn: wer gegen Regeln verstößt, muss das Echo vertragen können. Die meisten Regeln sind komischerweise mit Berechtigung da, was man spätestens dann einsieht, wenn man einmal am anderen Ende der Situation ist (vom Fahrrad in der Fußgängerzone fast gerammt, mit schmutziger Hose im Zug …). Du hast das Recht gegen solche Vorschriften zu verstoßen, andere haben aber auch das Recht, Dich auf diesen Verstoß hinzuweisen - wir sind ja hier nicht in Nordkorea.

Gruß,

Myriam

Doch, gefunden :smile:

Ja, ich will auch dass mir gesagt wird wenn ich schlecht riche. Da kann man dann etwas drauf aufpassen wie man sich verhaelt (evtl beim Sprechen die Koepfe nicht ganz so nahe zusammen stecken).
Im Gegenzug sag ich auch wenn jemand unangenehm richt. Ich finde es dann einfach bloed die Nase zu ruempfen, dem Betroffenen aber nichts zu sagen.

Bei uns an der Hochschule geht das ganze etwas rabiater zu:
„Leck mich am Ar…, du stinkst aus dem Maul wie ne Kuh ausm Ar…!“ Zitat eines Kommolitonen

Es scheint, die Techniker haben da ein etwas dickeres Fell als andere :smile:

Gruss,
Stahlkopf