Hallo Oliver,
ich will mich weder wegen der im Eingang erfolgten Polemik streiten noch - wenn dem so ist - über den Sachverhalt von Verantwortung. Nur habe ich nicht mich für „Obstsalat“ interessiert, sondern für „Äpfel“.
Ich würde mal behaupten, ein Arzt der Dich nicht kennt und
diese Antwort auf Deine oben genannte Frage so gibt, sollte
auf den Strassenbau wechseln.
Aha! Jetzt weiß ich, warum wir so viele Autobahnen haben,
jedoch keine…
…Vergiftungsnotrufzentralen, denen man telefonisch Fragen zu
Substanzen und Interaktionen stellen kann,
Das ist wohl kaum das Thema einer Einzelauskunft einer Person, die einfach mal anruft, wie es dargestellt wurde und per Ferndiagnose sich beraten lässt.
…Apotheker, die laut gesetzlichen Auftrag, ohne die
Patientenakte kennen zu dürfen, über Wechselwirkungen von
Präparaten Auskunft geben könnten,
hat mit der Auskunft auch nichts zu tun.
…eigens eingerichteten Dienste in pharmakologischen
Instituten, die Tag und Nacht den Anrufern über Fragen zur
Arzneitherapie unterrichten würden,
ebenso usw.
Ich bin auf den Hinweis eingangen, dass man jederzeit einen Arzt anrufen kann und erklären kann, wenn mann Kopfschmerzen habe, ob man das Medikament wechseln soll und welches man einnehmen soll. Möglicherweise habe ich ein gestörtes Verhältnis ( aus Deiner Sicht) in die Medizin, dass ich nicht quer Beet fresse und einwerfe, was mir jemand sagt, ich auch diese Dienste nicht in Anspruch nehmen kann - auch sonst nie genommen habe.
Kein Arzt, der Dich nicht kennt, wird Dir Auskunft geben.
Naja. Manche Ärzte werden explizit hierfür bezahlt.
Sorry, im Vorspann war die Behauptung, dass solche Auskünfte kostenlos sind.
Sein Risiko ist viel zu hoch.
Ja? Was zahlt man denn so an Berufshaftpflicht? Sicher nicht
finanzierbar.
Derzeit zahlt wohl Dein Arbeitgeber noch alleine, aber eines Tages kommt - wenn Du in einer Klinik bist - auch hier enben der Haftung der Klinik auch Deine eigene Haftung.
Daher also die vielen Autobahnen…
Du scheinst die Ärzte und deren Verantwortungsgefühl nicht
sehr ernst zu nehmen.
…sagt ein fundierter Kenner der Materie, der sicher schon
das eine oder andere mal in Praxen und Ambulanzen gearbeitet
hat. Glaube mir: Es wird Auskunft gegeben, es ist
absolut verantwortlich, und es wird oft kein
Geld berechnet 
Schade dass ich Dich nicht testen kann. Im Moment tun mit die Augen weh, ich schätze es kommt von Sandimmun oder Cellcept. Es würde mich interessieren, ob Du mir am Telefon empfehlen würdest, das Medikament abzusetzen und zu prüfen, ob es dann besser wird. Auf dieses Thema will ich nämlich hinaus. Ein Arzt, der mich nicht kennt, der mir einzig und allein am Telefon Auskunft erteilt, handelt unverantwortlich. Er weiss doch nicht, ob - bei mir hätte er nun keine Probleme, ich muss bei jedem Käse den Arzt informieren - ob der Patient ihm auch alles sagt.
Aber bis es soweit war, hatte ich einen Arzt, den ich anrief, ihm meine „Erkältung und Heiserkeit“ geschildert habe, der mir allerlei Hals-und Gurgelpräparate empfohlen hat, 3 Monate, dann bin ich in der UNI-Klinik aufgewacht. Und die Aufarbeitung hat ergeben, dass ich nicht erkältet war, sondern eine bakterielle Entzündung meiner Herzmuskulatur vorgelegen hat. Heute habe ich die HTX hinter mir, Dank telefonischer Auskünfte. Daher maile ich von der Unverantwortlichkeit, wenn mal jemand schnell ein Medikament wechseln will, was dann nichts mit Anfragen in den Vergiftungsnotzentralen, Apotheken usw. zu tun hat. Ich lehne im Übrigen auch den Versandhandel bei Medikamenten ab.
Gruss Günter