Rechte der Schüler...?

Hallo Experten, Wissende und alle, die es werden wollen,

meine Frage stützt sich auf die Rechte der Schüler in der Schule.
Wird nicht jedem Schüler eingebleut, dass er so gut wie keine rechte hat? Aber das stimmt nicht! Die Grundgesetze gelten auch in der Schule!
Der Schüler ist aus der Sicht der Lehrer ein unmündiger Mensch, der durch eine strenge Führung (absolute Autorität) geleitet werden muss.

Wir leben in einem „demokratischen System“, aber kann mir jemand sagen, was in der Schule demokratisch ausgerichtet ist?
Z.B. Art. 1[Menschenwürde, Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt]:
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
oder
Art. 2 [Handlungsfreiheit, Freiheit der Person]:
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
oder
Art. 12 [Berufsfreiheit, Verbot der Zwangsarbeit]
(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

Werden die Grundgesetze /-rechte vieler Schüler nicht oftmals stark eingeschränkt?
Beispiele von Lehrern:

  • Sitz endlich still, hampel nicht herum!
  • Sitz anständig/aufrecht hin!
  • Hör endlich zu, es ist doch wichtig!
  • Du darfst jetzt nicht Essen/Trinken!
  • Gib mir mal den Brief, ich will wissen, was du da geschrieben hast.

Das Problem hierbei ist einfach auch, dass Schüler der Oberstufe meist gleich behandelt werden, wie die in der Grundschule. Also lieber keine selbstständigen Entscheidungen treffen lassen, alle Schüler sind sowieso faul und lernen nix selbst. D.h. der Lehrer setzt alle Themen genau präzise fest und alle haben sich danach zu richten.

Eigeninitiative ist ein Fremdwort in der Schule!

Und falls das Wort doch einmal aufkommen sollte, wird diese gleich wieder vernichtet. Z.B. durch unfaire Notengebung usw…

An wen - ich frage bewusst so - kann sich ein Schüler wenden, wenn er Probleme mit einem Lehrer oder der Notengebung bzw. wenn er findet, dass er nicht „richtig“ gefördert wird?

Vertrauenslehrer?
Ich denke das wird nichts bringen, da diese teil des Systems und Kollegen der betroffenen Lehrer sind!

Schulleitung?
Diese hat doch keine zeit für solche „kleine“ Probleme!

SMV?
Meist sind in dieser Vereinigung nur Personen vertreten, die unter die kategorie „ja-Sager“ passen und sich nicht gegen meinungen auflehnen wollen. Der Weg des geringsten Widerstandes ist hier der meist Gewählte.

Bildungsministerium?
LOL, wer denkt, dass die Zeit haben für solche Lapalien…
Dort wird lieber über Reformen entschieden, die das Volk beruhigen und das Bildungssystem besser aussehen lassen.

Man sieht also, an wen man sich wendet, „ein Griff ins Klo“.

Habt Ihr selber Erfahrungen damit? Vielleicht auch Lehrer selber?
Oder genervte Ex-Schüler, die sich nur nie getraut haben, sich gegen das (ungerechte/undemokratische) System aufzulehnen?

Weitere Artikel unter: http://www.denk-anders.de
und im Forum unter http://forum.denk-anders.de

Viele Grüße, ein genervter Schüler, dessen Selbstinitiative bergegroß ist, aber im aktuellen Schulsystem nicht zu zug kommt. Und wenn, dann wird diese negativ von Lehrerseite bewertet, ohne wirkliche Begründung.

Freue mich um rege Teilnahme und Diskussionen…
MiND
_________________________________
Links zum Thema:
http://www.schlaubi.de/politik/schulsystem.html
http://www.stealthmind.de

Hi MiND,

eine Diskussion ist immer möglich, aber nach der Lektüre Deines Artikels habe ich nicht den Eindruck, dass auf dieser Basis eine Lösung oder ein Kompromiss möglich ist. Gehen wir mal der Reihe nach:

Wird nicht jedem Schüler eingebleut, dass er so gut wie keine rechte hat?

Suggestivfrage, Propagandaspruch, für jegliche sachliche Diskussion wertlos. Dazu äußere ich mich nicht.

Die Grundgesetze gelten auch in der Schule!

Echt? Hätte ich jetzt auf Anhieb nicht gedacht.

Der Schüler ist aus der Sicht der Lehrer ein unmündiger Mensch, der durch eine
strenge Führung (absolute Autorität) geleitet werden muss.

Bis hierhin kein Argument, sondern nur – wie gesagt – wertlose Verallgemeinerungen und Behauptungen, auch noch plump dargeboten. Wenn jemand auf mich mit einem solchen Totschlagargument zukäme, gleich zu Anfang, versteht sich, würde ich auch die Schotten dicht machen.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche
Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.

Alles große Begriffe, derer man sich da bedient hat und mit denen Du hier ziemlich achtlos um Dich wirfst. Fühlst Du Dich Deiner Menschenwürde, Deines Rechts auf Leben und Deiner körperlichen Unversehrheit beraubt in der Schule? Ich wäre mit solchen Einschätzungen zurückhaltend. Wenn wir uns streiten, ob die Gefangennahme von Terrorismusverdächtigen in geschlossenen Camps à la Guantanamo tatsächlich gerichtlich als Verletzung der Menschenwürde zu ahnden ist, fällt Dein Unterricht wohl kaum in dieselbe Größenordnung.

Das Grundgesetz, von dem Du permanent schreibst, bezieht sich auf das Verhältnis von Staat und Bürger, also auf ein – verallgemeinern wir einmal – unkündbares Verhältnis. Du kannst nicht aus dem Staat oder aus dem Finanzamt austreten. Üblicherweise ist man 18, wenn dieses Verhältnis wirklich interessant wird. Die Schule hingegen ist an dem Punkt, an dem Du Dich befindest, eine rein freiwillige Veranstaltung. Der Staat oder ein Privatmann, der vom Staat akzeptiert wird, bietet Unterricht an und Du nimmst dran teil oder lässt es. Trotz der Deiner Meinung nach menschenunwürdigen Verhältnisse nehmen ja offenbar eine Reihe von Leuten dieses Angebot wahr, ohne gleich alle Türen eintreten zu wollen. In der Schule jedenfalls genießt der Staat das Hausrecht, das von den Mitarbeitern durchgesetzt wird. Wenn einer von denen eben nicht will, dass Du gerade dann isst, wann Du es für richtig hältst, schmeißt er Dich mit gutem Recht raus. Wenn Du auf dem Stuhl Bodenturnen übst, schmeißt er Dich eben raus. Such is life.

Du kannst nur etwas verändern, wenn Du das System grundsätzlich akzeptierst, und dazu gehört eben eine gewisse Autorität der Lehrer. Ob Du als Privatmann das sinnvoll findest, ist dem Staat wahrscheinlich scheißegal – mit gutem Recht übrigens. Vielleicht fänden es viele lustiger in der Schule, wenn der Lehrer null Autorität und nichts zu sagen hätte, aber dann verliert die Einrichtung auch leider komplett ihren Sinn und wird zur Geldverschwendung. By the way: Ich habe in meiner Schulzeit, die erst ein paar Wochen vorbei ist, nie einen Lehrer erlebt, der folgenlos gegen das Grundgesetz verstoßen hat. Dass Lehrer Deine Eigeninitiative ablehnen, kann ich verstehen. Ich reiche doch keinem die Säge, der meinen eigenen Ast im Visier hat. Dass sich dadurch Deine Aversionen gegen Lehrer verstärken, ist mir klar. Aber der aggressive Ton, den Du wieder und wieder anschlägst, eignet sich nicht für Dialog, höchstens für Krach und Ärger.

Gruß
Christopher

Try to change the system from within …
Hallo, Mind,

Aber das stimmt nicht! Die Grundgesetze gelten
auch in der Schule!

Der Schüler ist aus der Sicht der Lehrer ein unmündiger
Mensch, der durch eine strenge Führung (absolute Autorität)
geleitet werden muss.

das mag für einen beschränkten (Doppelsinn!) Teil der Lehrerschaft gelten, mit Sicherheit für einen verschwindend kleinen.

Werden die Grundgesetze /-rechte vieler Schüler nicht oftmals
stark eingeschränkt?
Beispiele von Lehrern:

  • Sitz endlich still, hampel nicht herum!

Es ist also ein Grundrecht herumzuhampeln, andere abzulenken?

  • Sitz anständig/aufrecht hin!

Es ist also ein Grundrecht, sein Desinteresse am Unterricht kunzutun und wie ein schlaffer Sack auf dem Stuhl zu hängen?

  • Hör endlich zu, es ist doch wichtig!

Es ist also ein Grundrecht, die Lernprozesse nicht aufmerksam zu verfolgen?

  • Du darfst jetzt nicht Essen/Trinken!

Es ist also ein Grundrecht, während der Arbeitszeit zu essen?

  • Gib mir mal den Brief, ich will wissen, was du da
    geschrieben hast.

Es ist also ein Grundrecht, während des Unterrichts Briefe zu schreiben, zu lesen und zu verteilen?

Das Problem hierbei ist einfach auch, dass Schüler der
Oberstufe meist gleich behandelt werden, wie die in der
Grundschule. Also lieber keine selbstständigen Entscheidungen
treffen lassen, alle Schüler sind sowieso faul und lernen nix
selbst.

Das Problem ist, dass man Leute, die sich benehmen wie Grundschüler nicht wie Oberstufenschüler behandeln kann.

D.h. der Lehrer setzt alle Themen genau präzise fest
und alle haben sich danach zu richten.

Der Lehrer hat sich an seinen Stoffplan zu halten und hat recht wenig Freiheiten, davon abzuweichen. Je mehr Zeit er auf Disziplinierungsmaßnahmen verwenden muß, je mehr Zeit er braucht, die Lernbereitschaft der Klasse herzustellen, desto weniger Zeit bleibt ihm eine entspannte Lernatmosphäre herzustellen.

Eigeninitiative ist ein Fremdwort in der Schule!

Wenn sich Eigeninitiative in der gleichen Richtugn wie der Auftrag der Schule bewegt, ist sie sogar erwünscht.

An wen - ich frage bewusst so - kann sich ein Schüler wenden,
wenn er Probleme mit einem Lehrer oder der Notengebung bzw.
wenn er findet, dass er nicht „richtig“ gefördert wird?

Zunächst - in vernünftigem Ton und mit guten Argumenten - an den betreffenden Lehrer selbst. Und selbstverständlich wird auch ein Vertrauenslehrer oder die Schulleitung sich vernünftig vorgebrachten treffenden Argumenten nicht entziehen können oder wollen.

SMV?
Meist sind in dieser Vereinigung nur Personen vertreten, die
unter die kategorie „ja-Sager“ passen und sich nicht gegen
meinungen auflehnen wollen. Der Weg des geringsten
Widerstandes ist hier der meist Gewählte.

Hic Rhodos, hic salta! Genau das ist das Gremium, in dem Du als Schüler Deine Eigeninitiative zu Tragen bringen kannst. Beteilige Dich daran, stelle Dich zur Wahl. Wenn Du nicht gewählt wirst, hast Du entweder keine vernünftigen Argumente, oder hast sie nicht rübergebracht.

Habt Ihr selber Erfahrungen damit? Vielleicht auch Lehrer
selber?

Ich war a) selbst Schüler, b) habe eigene Kinder durch die Schule gebracht und bin c) mit einer Lehrerin verheiratet (kriege dadurch mehr über Schule mit, als ich eigentlich möchte)

Grüße
Eckard

Hi Christopher,

bist du Lehrer, oder musst du das System als solches verteidigen?
Ich frage dich, was hast du (und die anderen) davon?
Gibt es nicht genug schlechte Ergebnisse bei der Bildung in Studien (Vgl. Pisa)?

Deine Argumentation ist genau so aufgebaut, dass kein Platz für Rechtfertigung bleibt.

Wenn wir uns streiten,
ob die Gefangennahme von Terrorismusverdächtigen in
geschlossenen Camps à la Guantanamo tatsächlich gerichtlich
als Verletzung der Menschenwürde zu ahnden ist, fällt Dein
Unterricht wohl kaum in dieselbe Größenordnung.

Das ist klar, aber wer sich einmal länger mit dem Thema als solches beschäftigt hat (und ich habe das), der wird merken, wo genau das Problem liegt. Vielleicht habe ich es nicht deutlich genug rüberbringen können, aber das Problem ist (und wird) größer als die Meisten es sich vorstellen können.

Hast du dich nicht schonmal gefragt, warum Deutschland insgesamt von der Bildung her nicht sonderlich weit kommt?
Jeder Mensch hat die Schulpflicht und schon sehr früh wird den (meisten) Kindern die Neugier geraubt durch trockenen Unterricht usw. Damit ist klar, dass diese dann die Schule nur negativ sehen und das ganze als Pflichtprogrammanstalt ansehen, anstatt als Bildungsanstalt. Ich rede hier hauptsächlich von staatlichen Schulen, da ich mich mit Privaten weniger auskenne.

Das Grundgesetz, von dem Du permanent schreibst, bezieht sich
auf das Verhältnis von Staat und Bürger, also auf ein –
verallgemeinern wir einmal – unkündbares Verhältnis. Du kannst
nicht aus dem Staat oder aus dem Finanzamt austreten.
Üblicherweise ist man 18, wenn dieses Verhältnis wirklich
interessant wird. Die Schule hingegen ist an dem Punkt, an dem
Du Dich befindest, eine rein freiwillige Veranstaltung.

Freiwillig in dem Sinne, dass ich „frei wählen“ kann, ob ich eine weiterführende Schule besuche. Aber das ganze MUSS man ja durchmachen, wenn man Abitur will, bzw. einen Bildungsabschluss mit dem man bessere Chancen im Arbeitsmarkt hat. Das Problem ist meist nur, dass die Themen dort sehr veraltet, oder an der Realität vorbeigehen, weil die Schule nicht mit der Zeit gehen will, und man alles Wissen zu einem bestimmten Zeitpunkt nur eingetrichtert bekommt und dann nie wieder.

Ich möchte nur noch anmerken, dass ich nicht so ein „Nur-gegen-das-System-Typ“ bin, sondern das alles hat sich erst entwickelt, als ich ausreichend Informationen und pädagogisch wertvolle Bücher gelesen habe.

Du kannst nur etwas verändern, wenn Du das System
grundsätzlich akzeptierst, und dazu gehört eben eine gewisse
Autorität der Lehrer.

Wenn ich das System als solches akzepiere, kann ich nichts mehr verändern, sondern nur noch (sinnlose) Reformen hinzufügen.

Ob Du als Privatmann das sinnvoll
findest, ist dem Staat wahrscheinlich scheißegal – mit gutem
Recht übrigens.

Was dem Staat sonst noch alles egal ist, wollen wir hier lieber nicht auflisten… Aber die Bildung sollte den Staat interessieren!

Vielleicht fänden es viele lustiger in der
Schule, wenn der Lehrer null Autorität und nichts zu sagen
hätte, aber dann verliert die Einrichtung auch leider komplett
ihren Sinn und wird zur Geldverschwendung.

Warum? Nur weil alle Schüler und die, die es waren „stumpfsinnig“ darüber denken. Es muss feste Autorität und Arbeitsdruck geben, damit etwas gemacht wird. Aber das wiederum nur, weil das Interesse der Schüler fehlt! Würden sich alle (zumindest ein großteil) Schüler davon interessieren, dann wäre dies alles hinfällig. Schonmal so weit gedacht?

By the way: Ich
habe in meiner Schulzeit, die erst ein paar Wochen vorbei ist,
nie einen Lehrer erlebt, der folgenlos gegen das Grundgesetz
verstoßen hat. Dass Lehrer Deine Eigeninitiative ablehnen,
kann ich verstehen. Ich reiche doch keinem die Säge, der
meinen eigenen Ast im Visier hat. Dass sich dadurch Deine
Aversionen gegen Lehrer verstärken, ist mir klar. Aber der
aggressive Ton, den Du wieder und wieder anschlägst, eignet
sich nicht für Dialog, höchstens für Krach und Ärger.

Das kann gut sein, aber ICH muss noch in dem ganzen System ausharren und mein Abitur machen, während du alles hinter dir hast…

Ich denke sowieso, dass du eher einer der angepassten Personen warst, die dem Ärger lieber aus Bequemlichkeit aus dem Weg gehen. Seh das jetzt bitte nicht als Streitpunkt, aber deiner Argumentation nach zu urteilen kann nur das das Resultat sein.

Wie du denken 90% der Schüler und warscheinlich auch der Lehrer; aus Bequemlichkeit und um das System zu akzepieren.

Auf die Frage, welche rechte der Schüler hat bist du leider nicht eingegangen… :frowning:

Gruß und danke
MiND

Hallo Eckard,

ich deute deine Überschrift einmal so: Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen…
Aber genau das wird z.B. auch von Michael Moore (Filme: Fahrenheit 911, Bowling for Coumbine) praktiziert und stellt somit den besten Bezug zur Materie her.
Anders ist es wenn Politiker und Pädagogen über etwas entscheiden, von dem sie nicht wirklich eine Ahnung haben und keinen Bezug mehr (Vgl. Oberstufenreform)
Das ist das reine Chaos, und die Schüler/Lehrer sind machtlos und müssen mit dem System leben…

Aber das stimmt nicht! Die Grundgesetze gelten
auch in der Schule!

Der Schüler ist aus der Sicht der Lehrer ein unmündiger
Mensch, der durch eine strenge Führung (absolute Autorität)
geleitet werden muss.

das mag für einen beschränkten (Doppelsinn!) Teil der
Lehrerschaft gelten, mit Sicherheit für einen verschwindend
kleinen.

Es versteht sich von selbst, dass ich damit nicht alle meine, auch wenn das so klingen mag. Nur ist die Zahl derer erschreckend hoch, zumindest sind meine Erfahrungen so.

Werden die Grundgesetze /-rechte vieler Schüler nicht oftmals
stark eingeschränkt?
Beispiele von Lehrern:

  • Sitz endlich still, hampel nicht herum!

Es ist also ein Grundrecht herumzuhampeln, andere abzulenken?

Nein, aber sich so hinzusetzen, dass man bequem sitzt und andere dadurch nicht behindert werden.

  • Sitz anständig/aufrecht hin!

Es ist also ein Grundrecht, sein Desinteresse am Unterricht
kunzutun und wie ein schlaffer Sack auf dem Stuhl zu hängen?

dito

  • Hör endlich zu, es ist doch wichtig!

Es ist also ein Grundrecht, die Lernprozesse nicht aufmerksam
zu verfolgen?

Kann man immer aufmerksam sein und aufnahmefähig?
Ich habe eine 40 Stunden Woche und mir fällt das Aufpassen in manchen Fächern wirklich sehr schwer. Z.B. in Deutsch, wo 90 min. ohne Unterbrechung meist Vorträge vom Lehrer gehalten werden und ich dann immer wieder angemahnt werde, ich solle nicht zeichnen, sondern zuhören, denn es sei ja so wichtig…

  • Du darfst jetzt nicht Essen/Trinken!

Es ist also ein Grundrecht, während der Arbeitszeit zu essen?

Zu trinken schon, und das Gesetz soll bald kommen.

  • Gib mir mal den Brief, ich will wissen, was du da
    geschrieben hast.

Es ist also ein Grundrecht, während des Unterrichts Briefe zu
schreiben, zu lesen und zu verteilen?

Wenn die Anderen dadurch nicht behindert werden und der Unterricht nicht gestört wird, ist dagegen nichts einzuwenden. Aber ich spreche vom Breifrecht. Wenn der Lehrer den Brief dann sogar vor der Klasse vorliest, ist das gegen das Grundgesetz.

Das Problem hierbei ist einfach auch, dass Schüler der
Oberstufe meist gleich behandelt werden, wie die in der
Grundschule. Also lieber keine selbstständigen Entscheidungen
treffen lassen, alle Schüler sind sowieso faul und lernen nix
selbst.

Das Problem ist, dass man Leute, die sich benehmen wie
Grundschüler nicht wie Oberstufenschüler behandeln kann.

Glaub mir, ich habe mich lange wie ein Oberstufenschüler verhalten und habe dadurch nicht mehr Rechte oder sonst was bekommen. Man wird meist immer bahandelt, wie ein unmündiges Wesen, auch in der Oberstufe.
Irgendwann ist auch meine Geduld zu ende. Ich bin mündig und werde nicht so behandelt. Das regt mich am meisten auf.

D.h. der Lehrer setzt alle Themen genau präzise fest
und alle haben sich danach zu richten.

Der Lehrer hat sich an seinen Stoffplan zu halten und hat
recht wenig Freiheiten, davon abzuweichen.

Ja, das liegt wieder am System. Warum darf der Lehrer das nicht?

Je mehr Zeit er auf
Disziplinierungsmaßnahmen verwenden muß, je mehr Zeit er
braucht, die Lernbereitschaft der Klasse herzustellen, desto
weniger Zeit bleibt ihm eine entspannte Lernatmosphäre
herzustellen.

Ist klar. Aber meist führen kleinere Diskussionen zu grundsatzdiskussionen, die der Lehrer dann nur noch abstreiten und abwenden kann, um endlich zum Unterricht zurückzukehren.

Eigeninitiative ist ein Fremdwort in der Schule!

Wenn sich Eigeninitiative in der gleichen Richtugn wie der
Auftrag der Schule bewegt, ist sie sogar erwünscht.

Was ist denn der Auftrag der Schule?
Wissen und Bildung am Laufband zu produzieren?
Oder vielleicht auf individuelle, vorhandene Wünsche der interessierten Schüler einzugehen und sie damit weiterzubilden?

An wen - ich frage bewusst so - kann sich ein Schüler wenden,
wenn er Probleme mit einem Lehrer oder der Notengebung bzw.
wenn er findet, dass er nicht „richtig“ gefördert wird?

Zunächst - in vernünftigem Ton und mit guten Argumenten - an
den betreffenden Lehrer selbst. Und selbstverständlich wird
auch ein Vertrauenslehrer oder die Schulleitung sich
vernünftig vorgebrachten treffenden Argumenten nicht entziehen
können oder wollen.

Alle diese sind Teil des Systems und genau aus dem Grund wird sich da nichts ändern.

SMV?
Meist sind in dieser Vereinigung nur Personen vertreten, die
unter die kategorie „ja-Sager“ passen und sich nicht gegen
Meinungen auflehnen wollen. Der Weg des geringsten
Widerstandes ist hier der meist Gewählte.

Hic Rhodos, hic salta! Genau das ist das Gremium, in dem Du
als Schüler Deine Eigeninitiative zu Tragen bringen kannst.
Beteilige Dich daran, stelle Dich zur Wahl.

Da gibt es wieder ein Problem. Im Schulgesetz steht, dass sich nur Schüler für die SMV melden dürfen, die das System als solches akzepieren und es voll vertreten können.

Wenn Du nicht
gewählt wirst, hast Du entweder keine vernünftigen Argumente,
oder hast sie nicht rübergebracht.

Habt Ihr selber Erfahrungen damit? Vielleicht auch Lehrer
selber?

Ich war a) selbst Schüler, b) habe eigene Kinder durch die
Schule gebracht und bin c) mit einer Lehrerin verheiratet
(kriege dadurch mehr über Schule mit, als ich eigentlich
möchte)

Ich persönlich finde es wirklich schön, das du dich beteiligt hast und ich muss auch meinen dank aussprechen, aber zu a) die zeiten haben sich drastisch geändert. Das meine ich jetzt nicht so hart, wie es klingt, aber damals herrschte wirklich noch komplett andere Vorstellungen.

Ist deine Frau Lehrerin an einer staatl. Schule?
Wenn ja, wird sie sicher manches verstehen, was ich hier reingeschrieben habe.

Grüße
Eckard

Gruß
MiND

Auch hallo.

Diese Debatte beweist einmal mehr, dass es einfacher ist etwas zu kritisieren als etwas zu verbessern. Eine Schule, in der JEDER lernen kann was, wann, von wem und wo er will kann es im makroskopischen Massstab (noch) nicht geben. Von einem Schulabschluss muss auf einen gewissen Standard in der Bildung geschlossen werden können, was bei einer Selbstorganisation des Einzelnen wohl nicht so ganz einfach werden wird. Dann ginge nämlich das Gejammere „…Wieso kriegt der den XYZ-Abschluss, ich hab’ von (Fachgebiet) doch mehr Ahnung…“ los. Von dem dann einsetzenden Gerede in punkto Ungleichbehandlung mal ganz zu schweigen. Und das

KEINE

Ausbildung so gut ist wie sie theoretisch sein könnte liegt ja auf der Hand.

Mein Tip : Pfeif’ auf die XYZ-(Schul)bildung und klemm Dich selbst dahinter. Mach’ ich immerhin genauso. Aber wie sagte Sokrates einst:„Ich weiss, dass ich nichts weiss“.

In diesem Sinne
mfg M.L.

2 „Gefällt mir“

Hi MiND,

Das Problem ist meist nur, dass die Themen dort sehr
veraltet, oder an der Realität vorbeigehen.

Schule ist keine halbe Berufsausbildung, Schule soll Grundlagenwissen vermitteln. Primär ist, in jedem Fach mitzubekommen, auf welchen Ideen und Techniken Literatur oder Mathematik oder Biologie oder was auch immer bis heute aufbauen. Natürlich scheint genau das mit unserer heutigen Realität auf den ersten Blick nicht verknüpft zu sein, ist es aber doch. Alle modernen naturwissenschaftlichen Berechnungen gründen auf den simplen mathematischen Grundlagen, die jeder kennen sollte. Jeder moderne Text ist mit einer bestimmten Herangehensweise, die jeder kennen sollte, zu erfassen. Und à propos Realität: Wenn Du in der Schule dreizehn Jahre lang Filmchen geguckt, Bomben gebaut und Frösche gekitzelt hast, würdest Du in der Universität, die merkwürdigerweise in diesem Zusammenhang kaum einer kritisiert, ziemlich auf den Allerwertesten fallen. Dort wird es noch „trockener“ und es interessiert noch weniger, ob Dir das zusagt.

Es muss feste Autorität und Arbeitsdruck geben, damit etwas gemacht wird. Aber
das wiederum nur, weil das Interesse der Schüler fehlt!

Ich habe das Gefühl, dass Du die Schule mit einem Kino verwechselst: Entweder die zeigen, was mir gefällt und die Sessel sind bequem, oder ich gehe nicht hin. Warum sollte das in der Schule so sein, wenn es im Leben nicht so ist? In den dreizehn Jahren, die Du in der Schule verbringst, hast Du meistens weniger Ahnung von den behandelten Themen als der Lehrer. Also kannst Du entweder nach dem Hauptschulabschluss gehen, wenn Du Dich nicht mehr von irgendwelchen Klugscheißern zutexten lassen willst, oder Deine Unterlegenheit in diesem Punkt akzeptieren. Das bedeutet, dass vorne einer steht, etwas erzählt, Dich dazu befragt und bewertet. Das ist das System. Was willst Du daran genau ändern? Mehr Demokratie? „Kommt, Kinder, wir stimmen ab, ob wir Mickey Mouse oder Schiller lesen!“ – oder wie? Das Problem ist, dass selbst in der Oberstufe die meisten nicht einschätzen können, welches Thema relevant ist, sondern stets den kürzesten Text oder die einfachste Aufgabe nehmen. Wenn wir immer den kürzesten Text gelesen und die einfachste Aufgabe gerechnet hätten, würde ich mich jetzt schlechter auf die Uni und das Berufsleben vorbereitet fühlen, die auf derartige Empfindlichkeiten keine Rücksicht nehmen.

Ich denke sowieso, dass du eher einer der angepassten Personen
warst, die dem Ärger lieber aus Bequemlichkeit aus dem Weg gehen.

Ich kann umgekehrt davon ausgehen, im Gegensatz zu Dir kapiert zu haben, dass man bereits heute als Schüler viel für sich aus der Schule herausholen kann, ohne gegen Windmühlen zu kämpfen. Das System ist bei weitem nicht optimal, aber es ist gut genug, um denen, die lernen wollen, etwas beizubringen. Es ist nicht Aufgabe der Schule, jeden so lange zu bitten, bis er sich zu etwas Interesse bequemt. Die Schule ist insofern sehr realistisch: Man bekommt nicht alles auf dem Silbertablett serviert, sondern muss sich manchmal durchbeißen oder über etwas hinweggehen. Dein Traum von der perfekten Schule wird nicht in Erfüllung gehen. Da ich nicht den Eindruck habe, dass Schüler permanent und massiv in ihren Grundrechten verletzt werden, sehe ich auch keinen gesteigerten Wert in einer Diskussion darüber.

Gruß
Christopher

3 „Gefällt mir“

Hallo MiND,

Wird nicht jedem Schüler eingebleut, dass er so gut wie keine
rechte hat? Aber das stimmt nicht! Die Grundgesetze gelten
auch in der Schule!

s. Christopher

Der Schüler ist aus der Sicht der Lehrer ein unmündiger
Mensch, der durch eine strenge Führung (absolute Autorität)
geleitet werden muss.

Habe ich nur in der DDR so erlebt. Interessanterweise habe ich von Ausbildern und Unileuten bisher nur gehört, dass das Basiswissen dieser Leute besser ist als dass der Wessis.

Wir leben in einem „demokratischen System“, aber kann mir
jemand sagen, was in der Schule demokratisch ausgerichtet ist?

Auf den Irrtum bist Du schon hingewiesen worden. Juristisch nennt man so etwas auch Güterabwägung. So darf ich auch nachts in vollkommen leeren Strassen nicht auf der Gegenfahrbahn fahren. Auch die Zuständigkeit von Ämtern ist geregelt, so brauch ich mit meinem Sozialhilfeantrag gar nicht erst nicht beim Kreisschulamt anrücken.
Zurück zur Schule: Die Güterabwägung lautet:
Definier ich einen Rahmen, damit ich mit vertretbaren Aufwand (Personal- und Sachkosten) einen gewissen Effekt erziele oder nicht.

Du irrst, wenn du die Gymnasialstufe als unverzichtbar deklarierst. Es gibt sowohl Privatschulen als auch den zweiten Bildungweg (Kolleg, Abendschule) als auch v.a. an so genannten Gesamthochschulen das Studium ohne Abi. Der Erwerb einer Hochschulreife in anderen Ländern bleibt dir auch unbenommen.

Werden die Grundgesetze /-rechte vieler Schüler nicht oftmals
stark eingeschränkt?

also stark ist völliger QWuatsch, der Rest im Sinne der Güterabwägung vertretbar.

Beispiele von Lehrern:

  • Sitz endlich still, hampel nicht herum!
  • Sitz anständig/aufrecht hin!
  • Hör endlich zu, es ist doch wichtig!
  • Du darfst jetzt nicht Essen/Trinken!
  • Gib mir mal den Brief, ich will wissen, was du da
    geschrieben hast.

Das Vorlesen ist sicher nicht ganz koscher.

Also lieber keine selbstständigen Entscheidungen
treffen lassen, alle Schüler sind sowieso faul und lernen nix
selbst. D.h. der Lehrer setzt alle Themen genau präzise fest
und alle haben sich danach zu richten.

In der Schule ja, zuhause kannst Du dir aneignen was Du willst. Wenn Du dann darüber Ahnung hast, kannst Du ja mal deinen Lehrer anbieten einen Vortrag darüber zu halten, wenn ihr im Stoff dort seid z.B. Geschichte: antike Griechenland: 15 min über Plato

Eigeninitiative ist ein Fremdwort in der Schule!

Im Zusammenhang mit Schulfeten, Arbeitseinsätzen (unsere Schule soll schöner werden etc.) sicher nicht.

Und falls das Wort doch einmal aufkommen sollte, wird diese
gleich wieder vernichtet. Z.B. durch unfaire Notengebung
usw…

ja, die verfolgte Unschuld …

SMV?
Meist sind in dieser Vereinigung nur Personen vertreten, die
unter die kategorie „ja-Sager“ passen und sich nicht gegen
meinungen auflehnen wollen.

Kannst Du die Behauptung belegen, dass sich nur bequeme Schüler dahinein gewählt werden können ?

Viele Grüße, ein genervter Schüler, dessen Selbstinitiative
bergegroß ist, aber im aktuellen Schulsystem nicht zu zug
kommt. Und wenn, dann wird diese negativ von Lehrerseite
bewertet, ohne wirkliche Begründung.

Verständlich, wenn die Diskussionen in der Schulstunde ausgetragen werden sollen. Ich kenn es so, dass man dies in der Schulstunde schluckt und danach zum Lehrer geht und dann (bzw. an einem verabredeten Termin) dies diskutiert egal ob es sich um eine persönliche Ungerechtigkeit (Sitzhaltung, Vorlesen eines Briefes oder um prinzipielle Anfragen an den Unterrichtsstil (90 min Vortrag*) geht. Bei letzteren nicht nur meckern, sondern Vorschläge machen, nach dem Motto in 2 Wochen ist Romantik dran, ich biete KV über Novalis

Ciao maxet.

* sind übrigens an der Uni und teilweise bei Weiterbildungen Standart, bei Blockseminaren etc. machen ‚Helden‘ auch manchmal nur aller 120 min Pause

Moin!

Ich hab nur die eine oder andere kurze oder weniger kurze Anmerkung…

Hast du dich nicht schonmal gefragt, warum Deutschland
insgesamt von der Bildung her nicht sonderlich weit kommt?
Jeder Mensch hat die Schulpflicht und schon sehr früh wird den
(meisten) Kindern die Neugier geraubt durch trockenen
Unterricht usw. Damit ist klar, dass diese dann die Schule nur
negativ sehen und das ganze als Pflichtprogrammanstalt
ansehen, anstatt als Bildungsanstalt.

Ich kenne genug Leute in meinem Alter, die Schule (und Uni oder Ausbildung) hinter sich gebracht haben und immernoch neugierig sind. Und einige der Möglichkeiten und Mittel, diese Neugierde zu befriedigen, hab ich in der Schule gelernt. Denn wenn mir die nötigen Hilfsmittel (Mathematik, wie lese ich einen Text, wie finde ich raus, welche Intention ein Autor hat, usw usf) fehlen, hat sich das meist auch schnell mit der Neugierde.

Das Problem ist meist nur, dass die Themen dort sehr
veraltet, oder an der Realität vorbeigehen, weil die Schule
nicht mit der Zeit gehen will, und man alles Wissen zu einem
bestimmten Zeitpunkt nur eingetrichtert bekommt und dann nie
wieder.

Manche Themen gehen ganz sicher an der Aktualität vorbei. Und auch ich hab mich „damals“ manches Mal gefragt, warum ich dieses oder jenes lernen soll. Bei manchen Dingen frage ich mich das sogar noch heute. Ich hab beispielsweise nie verstanden, warum ich den 2.Weltkrieg 385mal in zig verschiedenen Fächern und Klassenstufen durchnehmen mußte - nicht daß das Thema nicht wichtig ist, aber ich fand und finde es immernoch zu häufig - und hätte noch das eine oder andere wichtige Thema gewußt, über das man auch hätte sprechen können. Umgekehrt haben wir damals aber auch das eine oder andere Thema auf Schülerinitiative hin besprochen - und auch da gibt es keine Garantie dafür, daß sich die Schüler dann mehr interessieren. Ich hab auch nie verstanden, warum alle immer Kafka und seine Werke besprechen wollten… Trotzdem wurde ich damit gequält und ich mag Kafka noch immer nicht!
Ich denke, daß man bei manchen Themen auch einfach nur exemplarisch das Herangehen lernt - das Thema selbst erweitert dann eben die Allgemeinbildung - was auch selten ein Fehler ist. Um nicht zu sagen, daß es manchmal nicht schadet, sich mit Themen auseinander zu setzen, die einen auf den ersten Blick (und womöglich auch noch auf den zweiten) nicht interessieren. So geht es im Leben weiter und manche Dinge werden dann auch auf den dritten Blick hin interessant!

[…], weil das Interesse der Schüler fehlt! Würden
sich alle (zumindest ein großteil) Schüler davon
interessieren, dann wäre dies alles hinfällig. Schonmal so
weit gedacht?

Hast Du schonmal versucht, Themen zu finden, für die sich alle (oder auch nur fast alle) wirklich interessieren? Bei uns waren das dann immer die Interessen einiger und der Rest fügte sich in sein Schicksal. (siehe auch oben) Ich hab mich auf Initiative meiner Mitschüler hin mit Kafka und diversen Philosophen auseinandersetzen müssen, ohne daß mich das wirklich interessiert hätte. Manches war ätzend, manches dann doch ganz interessant und vieles weiß ich heute nicht mehr. Trotzdem hat es mir nicht geschadet und ich muß immerhin nicht fragen, wer denn Kant,Hegel oder Sartre waren.

Soviel nur als kleiner Ausschnitt meiner Meinung…
Grüßle
Kari

Hallo Mind,

Werden die Grundgesetze /-rechte vieler Schüler nicht oftmals
stark eingeschränkt?
Beispiele von Lehrern:

  • Sitz endlich still, hampel nicht herum!
  • Sitz anständig/aufrecht hin!
  • Hör endlich zu, es ist doch wichtig!
  • Du darfst jetzt nicht Essen/Trinken!
  • Gib mir mal den Brief, ich will wissen, was du da
    geschrieben hast.

vorweg, ich bin kein Lehrer, unterichte aber im Rahmen der Erwachsenenbildung und im Bereich Feuerwehr regelmäßig und gerne.
Wenn ich Menschen in den Kursen hätte (hatte ich bisher noch nicht), die während des Unterichts herumhampeln, sich unterhalten, Essen/Trinken oder Briefe/SMS schreiben, hätte ich ehrlichgesagt ein Problem damit.
Du bist Oberstufenschüler und somit billige ich Dir eine mindestens durchschnittliche Inteligenz zu. Aber von solch einem Menschen erwarte ich auch, daß er/sie die Notwendigkeit gewisser Rahmenbedingungen einsieht, die da wären:
Eine gewisse Ruhe im Raum, damit der Dozierende nicht gegen eine Schallmauer anbrüllen muß
Eine gewisse Aufmerksamkeit der Schüler/Schülerinnen
Die Bereitschaft, dem dargebrachten Stoff folgen zu wollen

Vergiss nicht, Du bist freiwillig Schüler, daher ist ein Privileg für Dich, eine bessere Ausbildung zu erhalten. Aber Rechte erzeugen nun mal auch Pflichten und eine dieser Pflichten ist die Bereitschaft zur Ausbildung zu haben.

Das Problem hierbei ist einfach auch, dass Schüler der
Oberstufe meist gleich behandelt werden, wie die in der
Grundschule. Also lieber keine selbstständigen Entscheidungen
treffen lassen, alle Schüler sind sowieso faul und lernen nix
selbst. D.h. der Lehrer setzt alle Themen genau präzise fest
und alle haben sich danach zu richten.

Wenn ich erleben würde, daß ein nicht geringer Teil des Kurses sich wie Grundschüler benimmt, würde ich den gesamten Kurs wie solche behandeln!
Wald - hineinrufen - herausschallen
Wenn ein Kurs es nicht schaffen würde, renitente Mitglieder zu maßregeln, würde ich es tun. ANsonsten könnte ich mir die Mühe des Lehrens ersparen.

Gandalf

Hallo!

Die Diskussion ist an diesem Punkt ja nun schon etwas vom Punkt „Was sind die Rechte der Schüler“ weg - und ich schiebe meinen Beitrag hier ein, weil ich denke, irgendwie passt es.

MiND, ich kann Dir jetzt glauben oder nicht, dass Du von allen Lehrern unterdrückt und in Deinen Grundrechten angegriffen und angeleint und was-weiß-ich-was bist.
Zur Disziplinierung in der Schule (ich studiere selbst auf Lehramt) nur so viel: Disziplin (insb. die „deutsche“ Disziplin hat ja international noch immer eine negative Konnotation) muss sein, um eine optimale Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Didaktisches Wunschbild: Der der Fremddisziplin des Lehrers sollte möglichst bald eine Selbstdisziplin der Schüler werden. Wenn selbige auch mitspielen.

Nicht jedem Lehrer gelingt es, auch die in Schüleraugen uninteressanten Themen schmackhaft zu machen. Okay, und manch einer bemüht sich vielleicht auch gar nicht darum. Warum auch immer.
Aber: Es hat schon einen Grund, diese Dinge zu behandeln. Die Rahmenrichtlinien, die die Lehrer in ihrer Themenwahl erheblich einschränken (ich habe selbst schon unterrichtet und weiß, was es heißt, den Stoffverteilungsplan einhalten zu müssen - da bleibt, gerät man einmal in Verzug, nicht mehr viel Zeit für Spielereien), sind ein Produkt von mehreren Leuten, die wissen, was Schüler wissen sollten. Glaube mir, sie sind ausreichend qualifiziert. Okay, man mag ihnen Realitätsferne vorwerfen, aber (wie auch schon von Christopher u.a. erwähnt) letztendlich zählen die erlernten Methoden mehr als der Stoff dahinter. Und manchmal lassen sich „Trockenzeiten“ nicht vermeiden… Eine Erörterung eines Comics gibt eben nicht so viel her wie die Behandlung Schillers…

Und selbst interessante Themen können einen durch den Lehrer mitunter ganz schön kaputt gemacht werden. Deutsch und Politik waren in der Oberstufe meine schlechtesten Fächer, obwohl ich sehr aktiv in der Schülerzeitung mitgearbeitet und Geschichte als LK hatte.

Anstatt hier lautstark die „Rechte der Schüler“ in Erinnerung zu bringen, solltest Du Dich vielleicht einmal an Deine Pflichten erinnern - schließlich bist Du freiwillig Oberstufenschüler. Und 1. Gibt es das Abitur (trotz inflationärer Ablegung) nicht fürs Bauklötzebauen, sondern 2. muss man dafür auch was leisten.

Und bevor mir auch Oppurtunismus unterstellt wird: Ja, es stimmt, ich hatte vielleicht bei den meisten Lehrer einen Stein im Brett. Doch dies nicht, weil ich zu allem ja und amen gesagt habe. Sondern vielmehr deshalb, weil ich mich 1. auch aktiv am Schulleben beteiligt habe (Schülerzeitung, Schülerchor) und 2. durch intelligentes Auftreten in Unterrichtsverhalten einerseits und (wenn nötig) angebrachten Forderungen meinerseits diese vielleicht habe gerechtfertigter erscheinen lassen.

Ewiger Protest hilft auch nicht weiter!

Gruß sannah

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Hi,

ein wahres Wort… :smile:

Normalerweise werden Leute die sich vernünftig verhalten von den
meisten (klar, gibt immer Vollversager) Lehrern auch dementsprechend
behandelt.

„Hampel nicht rum, halt den Mund, pack das Handy weg und stör die
anderen nicht…“

Ähm, mit Verlaub… wenn einem das der Tutor in der Oberstufe noch
sagen muss dann ists schon arm genug mein ich mal. Nichts gegen ne
gelockerte Stimmung aber…

Davon abgesehen ist das mit der freien Entfaltung der Persönlichkeit
nicht falsch zu verstehen. Sie gibt nicht das Recht darauf sich
überall und zu allen Gelegenheiten aufzuführen wie die Axt im Wald,
oder andere mit seinem Handeln zu belästigen.
Die Persönliche Freiheit und Entfaltung hört nun mal genau da auf wo
sie die der anderen Beschränkt und/oder verletzt.

JD

(hat heute nen Philosophen gefrühstückt… schmeckte etwas faaaad und
zu durchgekaut)

1 „Gefällt mir“

Hallo Matthias,

die folgenden Ausführungen beziehen sich auf das Schulrecht des Landes Baden-Württemberg, was für dich auch angemessen sein sollte, da du offenbar dort zur Schule gehst.

Wird nicht jedem Schüler eingebleut, dass er so gut wie keine
rechte hat? Aber das stimmt nicht! Die Grundgesetze gelten
auch in der Schule!

Das ist korrekt.

Der Schüler ist aus der Sicht der Lehrer ein unmündiger
Mensch, der durch eine strenge Führung (absolute Autorität)
geleitet werden muss.

Bitte gib dazu eine Quelle an.

Wir leben in einem „demokratischen System“, aber kann mir
jemand sagen, was in der Schule demokratisch ausgerichtet ist?

Die Schülermitverwaltung ist z. B. Ausdruck dieses Demokratieverständnis. Bist du Klassensprecher?
Ebenso ist die Elternvertretung ein Teil davon.

Z.B. Art. 1[Menschenwürde, Grundrechtsbindung der
staatlichen Gewalt]:

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und
zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
oder
Art. 2 [Handlungsfreiheit, Freiheit der Person]:
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner
Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt
und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das
Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche
Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
oder
Art. 12 [Berufsfreiheit, Verbot der Zwangsarbeit]
(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden,
außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle
gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten
Freiheitsentziehung zulässig.

Was möchtest du mit diesen Auszügen aus dem GG ausdrücken? Das GG gilt auch für Schule, ich wiederhole mich also hier.

Werden die Grundgesetze /-rechte vieler Schüler nicht oftmals
stark eingeschränkt?
Beispiele von Lehrern:

  • Sitz endlich still, hampel nicht herum!

Ein Grundrecht auf Hampeln im Unterricht ist mir nicht bekannt. Wer zu viel hampelt sollte sich Ausgleich durch Sport suchen oder eventuelle ärztlichen Rat suchen.

  • Sitz anständig/aufrecht hin!

Die Sitzhaltung ist Ausdruck der allgemeinen Einstellung zum Unterricht. Schuhe auf dem Nachbarsitz z. B. drücken eine sehr unangemessene Einstellung aus.

  • Hör endlich zu, es ist doch wichtig!

In diesem Falle nimmt der Lehrer eine Erziehungs- und Biildungsaufgabe wahr, die er laut § 38 Schulgesetzt des Landes Baden-Württemberg hat.

  • Du darfst jetzt nicht Essen/Trinken!

Essen und Trinken z. B. im Chemieuntericht kann gefährlich sein. Warum muss ein Schüler während dem Untericht Essen? Dazu sind Pausen da.

  • Gib mir mal den Brief, ich will wissen, was du da
    geschrieben hast.

Der Brief hat offenbar den Unterich gestört. Der Lehrer ist nach § 23, II Schulgesetz befugt, den unmittelbaren Grund der Störung zu beseitigen. Er hat allerdings nicht das Recht, den Brief zu lesen. Sollte dies öfters vorkommen wende dich an den Vertrauenslehrer.

Das Problem hierbei ist einfach auch, dass Schüler der
Oberstufe meist gleich behandelt werden, wie die in der
Grundschule. Also lieber keine selbstständigen Entscheidungen
treffen lassen, alle Schüler sind sowieso faul und lernen nix
selbst. D.h. der Lehrer setzt alle Themen genau präzise fest
und alle haben sich danach zu richten.

Lehrer setzen Themen nie fest. Es gibt Bildungspläne, die erfüllt werden müssen. Diese kannst du bei den Verlagen bestellen.

Eigeninitiative ist ein Fremdwort in der Schule!

Dies entspricht nicht den Empfehlungen zur Oberstufe. Wie kommst du zu dieser Aussage?

Und falls das Wort doch einmal aufkommen sollte, wird diese
gleich wieder vernichtet. Z.B. durch unfaire Notengebung
usw…

Wann ist Notengebung unfair?

An wen - ich frage bewusst so - kann sich ein Schüler wenden,
wenn er Probleme mit einem Lehrer oder der Notengebung bzw.
wenn er findet, dass er nicht „richtig“ gefördert wird?

Zunächst an den betreffenden Fachlehrer, dann an den Vertrauenslehrer. Gegebenenfalls kommt eine Fach- oder Dienstaufsichtsbeschwerde in Frage. Diese ist an die Schulaufsicht zu richten, d.h. bei GHS an das zuständige Schulamt, ansonsten das OSA.

Vertrauenslehrer?
Ich denke das wird nichts bringen, da diese teil des Systems
und Kollegen der betroffenen Lehrer sind!

Denke weiter, dann fällt es dir vielleicht ein.

Schulleitung?
Diese hat doch keine zeit für solche „kleine“ Probleme!

Schon ausprobiert? Dies gehört zu den Aufgaben der Schulleitung.

SMV?
Meist sind in dieser Vereinigung nur Personen vertreten, die
unter die kategorie „ja-Sager“ passen und sich nicht gegen
meinungen auflehnen wollen. Der Weg des geringsten
Widerstandes ist hier der meist Gewählte.

Bildungsministerium?
LOL, wer denkt, dass die Zeit haben für solche Lapalien…
Dort wird lieber über Reformen entschieden, die das Volk
beruhigen und das Bildungssystem besser aussehen lassen.

Es handelt sich um das Kultusministerium. Dieses ist für deine Probleme nicht zuständig. Für so etwas hat man dort in der Tat keine Zeit. Ich verweise nochmals auf Vertrauenslehrer und OSA.

Man sieht also, an wen man sich wendet, „ein Griff ins Klo“.

Diese Aussage zeugt leider von falscher Information und ist absolut falsch.

Habt Ihr selber Erfahrungen damit? Vielleicht auch Lehrer
selber?
Oder genervte Ex-Schüler, die sich nur nie getraut haben, sich
gegen das (ungerechte/undemokratische) System aufzulehnen?

Viele Grüße, ein genervter Schüler, dessen Selbstinitiative
bergegroß ist, aber im aktuellen Schulsystem nicht zu zug
kommt. Und wenn, dann wird diese negativ von Lehrerseite
bewertet, ohne wirkliche Begründung.

Wrde doch selbst SMV-Mitglied!
Im übrigen gilt Art 19 IV GG. Und gegen jeden Verwaltungsakt bzw. eine Note mit VA-Charakter kannst du ja Rechtsmittel einlegen.

Übrigens ist es noch gar nicht so lange her, da waren Schulen Anstalten und es galt Anstaltsrecht. DA hatte man WIRKLICH kaum Rechte. Seite dem Schulgesetz in BaWü (war glaub so 1975) hat der Schüler die üblichen Abwehrrechte gegenüber der Verwaltung.
Wenn dir aber die Situation nicht gefällt: Du bist ja nicht mehr schulpflichtig, also musst du nicht in die Schule.

Hi,

Es ist also ein Grundrecht, während der Arbeitszeit zu essen?

Zu trinken schon, und das Gesetz soll bald kommen.

also an der Schule an der ich bin, dürfen die Schüler alle 45 Minuten 5 Minuten lang soviel essen und trinken, wie sie in der Zeit schaffen.
Bist du dir sicher, dass das Gesetz wirklich vorschreiben wird, dass der Arbeitgeber mehr Möglichkeiten dafür vorsehen soll…?

Gruß
Cornel

Ohje…
Die Diskussion hat einen falschen Weg genommen, weil jemand da was in falschen Hals bekommen hat, oder einfach falsch interpretiert hat.

Es ist nicht so, dass bei uns ständig ermahnt wird, richtig hinzusitzen oder das Essen zu lassen (vereinzelt vielleicht schon, aber das meinte ich nicht).
Wir sind 30 Schüler in der Klasse und die größte Klasse des ganzen Gymnasiums der Schule. Natürlich ist es nicht leicht - für den Lehrer (der aber schließlich dafür bezahlt wird und das ganze studiert und gelernt hatm, damit also seine pädagogischen Fährigkeiten einsetzen kann) und für die Schüler (die meist ihre Zeit absitzen , bei Klausuren bestmöglich nicht „die Wahrheit“, sondern das vom Lehrer angepriesene wiedergeben und dann die besten Noten haben.) diesen Unterricht möglichst sinnvoll zu gestalten, so dass möglichst viele daran teilnehmen und aufpassen.
Aber man kann niemanden zwingen aufzupassen! Man kann ihn nur anhalten dazu.

BTW: Die Frage nach den Rechten der Schülern wurde noch nicht beantworet!
Es werden immer nur Ausflüchte genannt :wink:

Gruß
MiND

Hallo nochmal,

BTW: Die Frage nach den Rechten der Schülern wurde noch nicht beantworet!
Es werden immer nur Ausflüchte genannt :wink:

ich glaube, diesem Missstand kann abgeholfen werden: Sobald Du volljährig bist, darf Dein Lehrer mit Dir im Unterricht nicht mehr machen, als er auch vor den Schultoren dürfte, wenn Du ihm wildfremd wärest. Einzige Ergänzung: Er kann Dich aus dem Klassenraum oder vom Schulgelände werfen (lassen), wenn Du seine Aufforderungen, die natürlich nicht rechtlich binden sind, ignorierst. Alle anderen Rechte und Pflichten beziehen sich auf Deinen, wie bereits mehrfach erwähnt rein freiwilligen Status als Schüler. Es ist an dieser Stelle unmöglich, die Verwaltungsvorschriften vollständig aufzuzählen, die zum Beispiel regeln, wie viele Ferientage man hat, wie viele Wochenstunden stattzufinden haben je nach Schuljahr, wie Leistung festgestellt werden muss etc. pp. Mit ein bisschen Recherche kann man das im Internet wahrscheinlich finden, wenn nicht, dann zum Beispiel in einer Uni-Bibliothek.

Wenn diese Regeln grob missachtet werden, kannst Du Dich natürlich auch wehren. Du hast mit Sicherheit ein Recht auf pünktlichen Unterrichtsbeginn, machst Dich aber mit ebenso großer Sicherheit lächerlich, wenn Du zum Direktor rennst, weil eurer Lehrer drei Mal zwei Minuten zu spät war. Ansonsten ist die Schulleitung der optimale Ansprechpartner, wenn Du im direkten Dialog mit dem Lehrer – eventuell unter Vermittlung von S(M)V-Mitgliedern oder des Vertrauenslehrers – keine Einigung erreicht hast.

Gruß
Christopher

Hi MIND,

Werden die Grundgesetze /-rechte vieler Schüler nicht oftmals
stark eingeschränkt?
Beispiele von Lehrern:

  • Sitz endlich still, hampel nicht herum!
  • Sitz anständig/aufrecht hin!
  • Hör endlich zu, es ist doch wichtig!
  • Du darfst jetzt nicht Essen/Trinken!
  • Gib mir mal den Brief, ich will wissen, was du da
    geschrieben hast.

manchmal ist die Schule doch ein wenig für das Leben!

Ich stell mir gerade folgendes vor:
Rahmenbedingung - Eine Bestprechung mit einem Kunden.
Lieferant A (also Du) hampelt am Tisch rum, oder lümmelt sich in den Stuhl. Redet bei Beiträgen des Kunden ständig mit dem Kollegen, ißt dabei eine Pizza und schreibt nebenbei einen Brief.

Kommt gut oder. Der Kunde dürfte sich dann aber einen anderen Lieferanten suchen - ziemlich sicher!

Rahmenbedingung - Abteilungsbesprechung
Assistent (also Du) hampelt am Tisch rum, oder lümmelt sich in den Stuhl. Redet bei Beiträgen des Chefs ständig mit dem Kollegen, ißt dabei eine Pizza und schreibt nebenbei einen Brief.

Kommt auch gut, aber sicher nicht für Deinen Chef. Du bist sicher bald Kunde bei der Bundesanstalt für Arbeit.

ABer ich glaube kaum, daß Du schreist, daß in Betrieben die Menschenrechte verachtet werden, weil Du zu solchen Unmöglichkeiten wie ruhig Sitzen etc. verdonnert bist; oder doch?!

Gandalf

Shit.

Mensch sag mal … die sind ja alle gegen Dich!?

lachend, Chris


www.schlechte-doku-hasser.de

oha…

Das war nicht die Absicht und der Sinn hinter des Postings…

siehe: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarticl…

ja, es könnte eine Verschwörung sein :wink:

Gruß
MiND

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