Hallo Experten, Wissende und alle, die es werden wollen,
meine Frage stützt sich auf die Rechte der Schüler in der Schule.
Wird nicht jedem Schüler eingebleut, dass er so gut wie keine rechte hat? Aber das stimmt nicht! Die Grundgesetze gelten auch in der Schule!
Der Schüler ist aus der Sicht der Lehrer ein unmündiger Mensch, der durch eine strenge Führung (absolute Autorität) geleitet werden muss.
Wir leben in einem „demokratischen System“, aber kann mir jemand sagen, was in der Schule demokratisch ausgerichtet ist?
Z.B. Art. 1[Menschenwürde, Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt]:
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
oder
Art. 2 [Handlungsfreiheit, Freiheit der Person]:
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
oder
Art. 12 [Berufsfreiheit, Verbot der Zwangsarbeit]
(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.
Werden die Grundgesetze /-rechte vieler Schüler nicht oftmals stark eingeschränkt?
Beispiele von Lehrern:
- Sitz endlich still, hampel nicht herum!
- Sitz anständig/aufrecht hin!
- Hör endlich zu, es ist doch wichtig!
- Du darfst jetzt nicht Essen/Trinken!
- Gib mir mal den Brief, ich will wissen, was du da geschrieben hast.
Das Problem hierbei ist einfach auch, dass Schüler der Oberstufe meist gleich behandelt werden, wie die in der Grundschule. Also lieber keine selbstständigen Entscheidungen treffen lassen, alle Schüler sind sowieso faul und lernen nix selbst. D.h. der Lehrer setzt alle Themen genau präzise fest und alle haben sich danach zu richten.
Eigeninitiative ist ein Fremdwort in der Schule!
Und falls das Wort doch einmal aufkommen sollte, wird diese gleich wieder vernichtet. Z.B. durch unfaire Notengebung usw…
An wen - ich frage bewusst so - kann sich ein Schüler wenden, wenn er Probleme mit einem Lehrer oder der Notengebung bzw. wenn er findet, dass er nicht „richtig“ gefördert wird?
Vertrauenslehrer?
Ich denke das wird nichts bringen, da diese teil des Systems und Kollegen der betroffenen Lehrer sind!
Schulleitung?
Diese hat doch keine zeit für solche „kleine“ Probleme!
SMV?
Meist sind in dieser Vereinigung nur Personen vertreten, die unter die kategorie „ja-Sager“ passen und sich nicht gegen meinungen auflehnen wollen. Der Weg des geringsten Widerstandes ist hier der meist Gewählte.
Bildungsministerium?
LOL, wer denkt, dass die Zeit haben für solche Lapalien…
Dort wird lieber über Reformen entschieden, die das Volk beruhigen und das Bildungssystem besser aussehen lassen.
Man sieht also, an wen man sich wendet, „ein Griff ins Klo“.
Habt Ihr selber Erfahrungen damit? Vielleicht auch Lehrer selber?
Oder genervte Ex-Schüler, die sich nur nie getraut haben, sich gegen das (ungerechte/undemokratische) System aufzulehnen?
Weitere Artikel unter: http://www.denk-anders.de
und im Forum unter http://forum.denk-anders.de
Viele Grüße, ein genervter Schüler, dessen Selbstinitiative bergegroß ist, aber im aktuellen Schulsystem nicht zu zug kommt. Und wenn, dann wird diese negativ von Lehrerseite bewertet, ohne wirkliche Begründung.
Freue mich um rege Teilnahme und Diskussionen…
MiND
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Links zum Thema:
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