Hi Tom!
Dir ist nicht mehr zu helfen!
Das Kompliment gebe ich zurück.
Auf die Idee Straftaten rein statistisch zu bewerten kann wohl
nur ein Betriebswirt kommen.
Warum dann eigentlich „Zone 30“ in Wohngebieten? Es werden
statistisch gesehen ja nur 2 Kinder pro Tag überfahren. Fällt
doch nicht ins Gewicht!
Man muß sich einfach vergegenwärtigen, daß 100% in den meisten Lebensbereichen nur in der Theorie möglich sind.
Da hilft es auch nicht, mich wegen meiner Ausbildung anzugreifen.
Es stellt sich dem normalen Menschen hier die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Die Einrichtung einzelner 30 Zonen ist verhältnismäßig.
Das in Panik Versetzen (zumindest der Versuch dazu) eines ganzen Landes wegen ein paar einzelnen politisch rechts motivierter Straftaten halte ich für nicht verhältnismäßig (da ich ja bekanntermaßen kein Lnksaußen bin, der solche Propaganda zur Sicherung von Wählerstimmen will).
Ganz nebenbei kann die Dunkelziffer bekanntermaßen um den
Faktor 4 höher liegen! Es rennt eben nicht gleich jeder
Farbige der mal 'nen Tritt bekommen hat zur Polizei! Ab wann,
wenn ich fragen darf, wird denn rechte Gewalt für Dich
statistisch signifikant? Ab 1%, 5% oder 25% Anteil an den
gesamten Straftaten? Oder selbst dann noch nicht?
Wenn Du inbedingt eine Zahl haben möchtest, bitte.
Ich würde sagen, daß ein Anteil von 15%+ rechtsmotivierter KV-Delikte am Gesamtaufkommen der KV-Delikte im Land, zum Handeln anregen sollte.
Allerdings ist hierbei auch noch die Organisation dieser Leute u.ä. zu betrachten.
Wenn man niemals Brennpunkte im Osten besucht hat, dann kann
man vielleicht wirklich auf die Idee kommen, daß 18.000
Straftaten eine Bagatelle sind. Aber die Tatsache, daß es
Städte gibt in denen praktisch ab Einbruch der Dunkelheit
Ausgangssperre für Ausländer herrscht, und die Polizei nicht
mal in der Lage ist Ausweise radikaler Rechter einzuziehen
oder Feiern am 20. April aufzulösen, läßt sich eben nicht
statistisch auflösen! Im Gegensatz zu den 9000 Beamten die am
- Mai in Berlin waren, stehen in Brandenburg nur ein knappes
Duzend einer SoKo gegen rechte Gewalt zur Verfügung. Damit ist
kein Staat zu machen!
Das heißt doch aber nicht, daß hier eine signifikante Anzahl rechtsgerichteter Leute eine Stadt beherrscht, sondern dass man sie das tun LÄSST!
Es sind eben trotzdem nur einzelne Personen und wenn man in Brandenburg zu desinteressiert, zu dumm oder zu arrogant ist, sich des Problems anzunehmen, heißt das noch lange nicht, daß bundesweit gerade ein rechter Flächenbrand entsteht.
Warum fordert man nicht Hilfe in Bayern an? Hier kommt man mit solchen Leuten klar.
Warum gibt es denn in manchen Gegenden eben keine nennenswerten politisch extremen Aktivitäten?
Liegt das nur an Faktoren wie Arbeitslosigkeit und Wohlstand, oder vielleicht nicht doch ein bisschen auch an der Vorgehensweise des einzelnen Bundeslandes?
Grüße,
Mathias