Rechtschreibfehler - wie reagiert ihr?

Hallo, ihr der Spache mächtigen :wink:

Ich habe schon häufig erlebt (bes. in Foren), dass Personen, die keine korrekte Rechtschreibung können, oder sich eben offensichtlich schlicht vertippt haben, lächerlich gemacht werden.

Ich persönlich achte bei mir schon meistens darauf, korrekt zu schreiben, mache aber natürlich auch Fehler.

Sich deswegen über andere lächerlich zu machen, erst recht wenn offensichtlich ist, dass es ein Ausländer ist, finde ich schäbig.

Rechtschreibung hat ja nichts mit Intellekt zu tun.

Ich frage mich, welche Motive Menschen, die so etwas tun, haben ?
Wie seht ihr das? Nervt es euch, wenn Leute falsch schreiben?

Grüße Jadzia

hi,

Ich habe schon häufig erlebt (bes. in Foren), dass Personen,
die keine korrekte Rechtschreibung können, oder sich eben
offensichtlich schlicht vertippt haben, lächerlich gemacht
werden.

hängt von den foren ab. die, in denen ich aktiv bin, tun das nur selten. (kommt mir vor.)

Ich persönlich achte bei mir schon meistens darauf, korrekt zu
schreiben, mache aber natürlich auch Fehler.

wie bei mir.

Sich deswegen über andere lächerlich zu machen, erst recht
wenn offensichtlich ist, dass es ein Ausländer ist, finde ich
schäbig.

schäbig, spießig, kleinkariert, dumm.

Rechtschreibung hat ja nichts mit Intellekt zu tun.

und wenn sie mit ihm was zu tun hätte, wär das immer noch kein grund, sich über andere lustig zu machen. find ich.

Ich frage mich, welche Motive Menschen, die so etwas tun,
haben ?

ein gestörtes selbstwertgefühl, nehm ich an. man kompensiert anhand eines vermeintlich „minderen“.

Wie seht ihr das? Nervt es euch, wenn Leute falsch schreiben?

nicht besonders, solang ich ohne große mühe verstehen kann, was gemeint ist. wenn die fehler so viele werden, dass mein verstehen nicht mehr gesichert ist, geh ich in foren nicht drauf ein. niemand zwingt mich.

grüße
m.

Hallo,

ich habe erst letztens im w-w-w wegen einem „l“ zuviel ungefähr 10 Foren-Antworten und unzählige mails bekommen… Die Diskussion war dadurch leider beendet und alles redete über dieses eine „l“. Sogar eine Woche später habe ich noch emails mit dem Hinweis auf das „l“ zuviel bekommen.

Schädlich sind all diese Hobby-Deutschlehrer,

Gruß,
Hannes

Bei veröffentlichten Sachen - egal, ob ne Zeitung, nen Buch, nen Werbetext, oder was auch immer - auch ne website zB - da gehen mir Rechtschreibfehler, und auch ‚typos‘ (eh, Tippfehler) schon auf die Nerven. Denn das ist einfach Schlampigkeit, und zeigt, dass keinen Wert auf Qualität gelegt wird. Oh, auch manche Übersetzungen ins Englische, auf websites, bei Zeitschriften, …, sind echt schlimm!

Aber wenn jemand in nem Forum schreibt - da geht es um Kommunikation, und das läuft auch ohne korrekte Rechtschreibung.
Ich beschwer’ mich ja auch nicht, wenn ich mich mit jemanden unterhalten muss, der nur gebrochenes Englisch spricht - solange wir uns verständigen können!

Gruss, Isabel

eine Ausnahme
Hallo Isabel,
Im Prinzip hast du voellig Recht.
Bei Zeitungen finde ich es eine Zumutung,
im Internet bin ich ‚tollerant‘ (ob das wohl das ‚L‘
war, das soviel Post beim Artikelschreiber weiter unten
ausgeloest hat?).
Aber eine Ausnahme habe ich: wenn jemand arrogant
daher kommt in seinem Posting oder sich generell
ueber den Fragesteller oder die Frage selbst oder ‚die
heutigen Zustaende im Allgemeinen‘ aufregt, dann finde
ich, dass ein Hinweis darauf, dass besagter Herr (meistens
sind’s Herren *fg) auch nicht perfekt ist, durchaus
gerechtfertigt ist. Am meisten freut mich’s, wenn jemand
gegen die neue Rechtschreibung wettert und in dem
Posting dann ungezaehlte Fehler macht, die weder nach
den neuen noch nach den alten Regeln durchgehen koennen.

Gruesse
Elke

Hallo !

Stört mich überhaupt nicht, weil ich selbst sicher auch genug Fehler mache. Vor allem, wenn ich on-line antworte und ich die Zeit bezahlen muß.

Aber - und das passiert hier oft, wenn irgendwelche „Experten“ sich über Antworten aufregen und den Schreiber als blöd hinstellen, dabei aber selbst Fehler machen!! Diese „Experten“ regen mich auf. Sie weisen mit Fehlern auf Fehler anderer hin!
Und die merken es dann an meiner Antwort. Nur - sie sind oft so dämlich, dass sie es eben nicht mal merken, warum ich ihnen diese Antwort gab.
Darum sollte man sich merken : Dumm darf nicht Dumm korrigieren!!

mfgConrad

Wie seht ihr das? Nervt es euch, wenn Leute falsch schreiben?

Kommt drauf an. Obwohl auch ich oft Fehler mache bzw. - gerade in solchen Foren - zur durchgehenden Kleinschreibung neige, gibt es manche Fehler, die mich enorm stören. Dazu gehört in der Tat „tollerant“, aber auch „pupertär“ oder ganz schlimme Fehler wie „dakor“ (statt d’accord - da hab ich eine Weile nachdenken müssen, was gemeint ist).
Meist versuche ich, meinen Mund zu halten (bzw. meine Finger von der Tastatur zu lassen). Manchmal aber geht’s mit mir durch. Vor allem, wenn ich das Gefühl habe, es ist kein Tippfehler, sondern der Schreiber weiß wirklich nicht, wie man das Wort richtig schreibt. Das ist dann aber nicht böse gemeint oder als „über den anderen lustig machen“, sondern einfach als Korrektur (okay, und Belehrung - ich bin Besserwisserin).

Liebe Grüße
Livia

Die Praxis ist vor allem in Politikforen oft zu beobachten. Sie wird als Ausweg verwendet, wenn man den Verfasse des Beitrags als Gegner der eigenen Haltung erkennt und ihm irgendwie widersprechen will, aber gegen den Inhalt eines Beitrags nichts vorzubringen weiß. So weicht man auf dessen scheinbar unzureichende sprachliche Bildung aus.

Kommt drauf an. Obwohl auch ich oft Fehler mache bzw. - gerade
in solchen Foren - zur durchgehenden Kleinschreibung neige,
gibt es manche Fehler, die mich enorm stören.
Dazu gehört in
der Tat „tollerant“, aber auch „pupertär“ oder ganz schlimme
Fehler wie „dakor“ (statt d’accord - da hab ich eine Weile
nachdenken müssen, was gemeint ist).

Mich stört der überflüssige Gebrauch von Fremdwörtern an sich schon, aber wer sie nicht schreiben kann, sollte sie keinesfalls verwenden.

Hallo,

natürlich nervt es, wenn ein Schreiber permanent grobe Rechtschreibfehler macht. Sagt, was ihr wollt – es stört den Lesefluss! Von den Möglichkeiten, darüber hinwegzugehen oder darauf aufmerksam zu machen, wähle ich dennoch meistens erstere. Meine Wahl hängt davon ab, in welchem Zusammenhang mir der Fehler auffällt, in welcher Beziehung ich zu der Person stehe und für wie gravierend ich den Fehler halte.

Ich kenne Menschen, von denen ich weiß, dass sie dankbar über eine Korrektur sind, selbst wenn sie keine Ausländer sind. Diese Freunde erkennen an, dass ich auf diesem Gebiet offensichtlich einen besseren Durchblick habe und dass ich sie nicht persönlich kritisiere, wenn ich sie auf einen Fehler aufmerksam mache. Da ich weiß, dass diese Einsicht nebst der Bereitschaft, sich orthographisch fortzubilden, bei den wenigsten besteht, kommt es hier im Forum höchstens ein paarmal im Jahr vor, dass ich mich ausschließlich wegen einer Rechtschreibfrage in eine Diskussion einschalte, die um ein ganz anderes Thema kreist. Sprachwissenschaftler (oder in diesem Dunstkreis Lehrende bzw. Interessierte) tun sich manchmal etwas schwer, zu verstehen, dass das lebensnotwendige Vehikel Kommunikation, insbesondere Sprache, auch funktioniert, wenn man in der „Pupertät“ ein wenig „tollerant“ ist. Ich finde das auch unschön, erkenne aber an, dass die Ästhetik und Richtigkeit seiner Ergüsse manchem gelegentlichen Schreiber weitgehend hinten vorbeigeht, solange er verstanden wird. Damit muss man leben. Ich glaube, dass Experten auf anderen Fachgebieten in ähnlicher Weise ächzen, wie ahnungslos und liederlich der Durchschnittsdeutsche mit seinem Thema umgeht.

Gruß
Christopher

es quitscht in den Augen…
*ironie an*
… wenn ich so ein Orginal-Posting lese, in dem es von Fehlern nur so wimmelt…
Irgentwie lässt das doch ein Paar Rückschlüsse auf den Apsender zu…
Aber ich mache nicht gerade jagt auf Fehler…
bin da echt tollerant!

in erschräckendem Maße sind es NICHT die Ausländer :frowning:
*ironie off*

in diesem Sinne
Ulli, die sich manchmal fragt, ob die Reformation der Rechtschreibung vielleicht die falschen Worte „angepasst“ hat :smile:

Hallo!

Ich betreue selbst ein Forum, und dort kann man teilweise Sachen lesen, die einem die Augen bluten lassen.
Ich würde mir normalerweise dennoch nicht anmaßen, ein solches posting zu korrigieren - aber wenn dann ein solcher Schreiberling anfängt, auf dem (für einen Niederländer durchaus guten) Deutsch eines anderen Besuchers herumzureiten, dann kann es schon mal passieren, daß ich sein posting kommentiere und benote … :wink:))

Ansonsten ist es mir im Prinzip völlig egal was jemand in einem Forenbeitrag zusammenschreibt, so lange man noch problemlos den Sinn erfassen kann.

Wenn ich den Autor eines fehlerhaften postings persönlich kenne, weise ich ihn gelegentlich per mail auf einen besonders „markanten“ Fehler hin und biete ihm an, den Beitrag entsprechend zu editieren. Damit bin ich bis heute auch noch nie angeeckt - ganz im Gegenteil, viele Leute sind froh, auf solche Fehler hingewiesen zu werden.

Problematisch wird es allerdings, wenn ein Beitrag überhaupt nicht verständlich ist, weil jemand z.B. technische Fachbegriffe bis zur Unkenntlichkeit verzerrt und verstümmelt.
Wenn so aus einem Seegerring plötzlich ein Sägering wird, ein Simmerring zum Simaring und eine Kardanwelle zur Kartenwelle, dann ist irgendwo die Schmerzgrenze erreicht …
Hier finde ich, ist dann eine Nachfrage auch durchaus angebracht.

Ansonsten: leben und leben lassen!

Schönen Gruß,
Robert

hallo jadzia,

nun, du siehst ja, ich schreibe durchgängig klein. deswegen bin ich auch schon reichlich angefeindet worden (meinetwegen) und andere lehnen es ab, meine postings überhaupt zu lesen (deren bier - nicht meins).
das kleinschreiben hatte sich in der technik (daher komme ich) zu zeiten eingebürgert, als man noch bernsteingelbe monitore hatte und seine programme selber schreiben mußte. damit bin ich „groß“ geworden - wenn auch nicht groß_schreibend_ *g*
als das internet mit seinen chats dazukam, in denen man so schnell zu tippen pflegte wie man normalerweise sprach, hat sich das spätestens manifestiert.

dennoch gehe ich nicht so weit wie meine freundin, eine rechtsanwältin, die sogar ihre klageschriften permanent kleinschreibt und auch so einreicht, sondern im alltag schreibe ich durchaus „normal“. daher leiste ich mir im privaten weiterhin meine kleinschreibung (zumal von mir wahrscheinlich mehr - digital oder auf papier - kursiert, als von den meisten andern hier - und zwar mit korrekter rechtschreibung!)

mich hat aber oft gestört, wenn leute mit (ich sage mal) „höherem“ bildungsniveau plötzlich vermehrt mitten im satz verben oder adjektive groß schreiben oder substantive klein.
daß diejenigen viele jahre zur schule gegangen sind, weiß man - aber wo waren die lehrer in der zeit?

diese beobachtung (lehrer, die nicht mehr auf rechtschreibung achten. oder nur seeeeehr lax) habe ich während der schulzeit meiner beiden söhne zur genüge feststellen dürfen. außer, wenn ein diktat geschrieben wurde, war es total nebensächlich und wurde noch nicht einmal vermerkt, wenn in dem geschriebenen fehler waren, die deutlich zeigten, daß die orthografischen gesetzmäßigkeiten einfach noch nicht verstanden worden waren. von den grammatikalischen mal ganz zu schweigen…

ich sagte „mich hat oft gestört“, weil mir neulich der gedanke kam, daß die falschschreibung vielleicht gar nicht - durch was auch immer - zugenommen hat, sondern erst jetzt durch internet u.a. sichtbar wird. oder anders ausgedrückt: wann hat denn früher ein durchschnittlicher erwachsener mensch je etwas geschrieben, was derart den augen der öffentlichkeit ausgesetzt war wie heute? na?

so was stört mich nun?
na z.b. wenn ein text durch weitestgehenden verzicht auf interpunktion und/oder absätze unleserlich wird. („bleiwüste“ nennt man das wohl noch immer unter textern.)

was mich aber überhaupt nicht stört, sind buchstabendreher, tastenpreller oder vertipper. die eghören zum leben :wink:

warum allerdings über eine rechtschreib reform gestritten wird, ohne erst einmal die rechtschreibung selbst in den griff bekommen zu haben, bleibt mir ewig ein rätsel!

außerdem kommt es mir so vor, als wären wir deutschen mal wieder die einzigen, die ein solches buhei um formalien machen. (wenn wir ja wenigstens mit leuchtendem bleistift vorangingen…!)
in anderen sprachen ist einfach von vornherein klar, daß es die total korrekte rechtschreibung nicht gibt.

ich habe fertig.

schönes WE wünscht
ann

Hallo Christopher,

Da ich weiß, dass diese Einsicht nebst der
Bereitschaft, sich orthographisch fortzubilden, bei den
wenigsten besteht, kommt es hier im Forum höchstens ein
paarmal im Jahr vor, dass ich mich ausschließlich wegen einer
Rechtschreibfrage in eine Diskussion einschalte, die um ein
ganz anderes Thema kreist.

ich zähle zu diesen wenigen Lernbereiten und möchte dich bitten, mich auf Orthographie-Fehler aufmerksam zu machen (wenn Deine Zeit es erlaubt).

Einzige Ausnahme: „Du“ schreibe ich meist noch groß; die Kleinschreibung, die mir als Kind (mit dem Hinweis auf Höflichkeit) gründlich ausgetrieben worden ist, widerstrebt mir noch immer sehr.

Hanna

Bewertung in USA / Deutschland
Hallo Jadzia,

das ist echt eine sehr interessante Frage! Warum werden Rechtschreibfehler in unserer Gesellschaft häufig so überbewertet?

Mir fällt dazu vor allem ein, dass in den USA Rechtschreibfehler in e-mails, Briefen etc. wesentlich unproblematischer aufgenommen werden als hier. Selbst in bei Bewerbungsschreiben oder Memos vom Chef wird von evtl. Rechtschreibfehlern nicht auf die Bildung/Intelligenz des Verfassers geschlossen. Dies macht das Verfassen von spontanen Briefen wesentlich leichter. Anders als bei uns vergehen dort nicht Stunden, bis man Form und Inhalt in eine tadellose Form gebracht hat. Hierzulande werden manche Bewerbungen ja angeblich schon von vornherein aussortiert, wenn das Anschreiben einen Fehler enthält…

Aber , ich mus zu geben , auch ich tuhe mir schwehr , über ofensichttliche Fehler weg zu sehn , und nich auf das Bildungs-Nivo des Ferfassers zu schliesen .
;o)

Übrigens:

Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wort snid, das enziige was wcthiig ist, ist dass der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sein, tedztorm kann man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, weil wir nciht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems.

Erstaunlich, nicht wahr?

Und hier der Aufreger zum Schluß - eine Tabelle der häufigsten Rechtschreibfehler:
http://www.google.de/search?q=cache:lkHCZ7qJohIJ:www…

Liebe Grüße
Stefanie

Hallo Jadzia!

Zugegebenermaßen ALLERGISCH !

Ein Tippfehlerchen kann ja mal passieren, und die neue deformierte Schlechtschreibung muß ich wohl hinnehmen.

Ansonsten meine ich aber, wer nie darauf aufmerksam gemacht wird, daß dies und das falsch ist, der wird’s zwangsläufig nicht wissen. Es ist doch auch in seinem Sinne korrigiert zu werden. Schließlich heißt es hier ja nicht wer-weiss-weniger.

Das sollte dann freilich - zumindest beim ersten Mal - ohne schlechte Witze oder Überheblichkeit erfolgen. Mit Wiederholungstätern hab ich aber kein Mitleid.

Gruß
Barney

Hi Hanna,

ich zähle zu diesen wenigen Lernbereiten und möchte dich
bitten, mich auf Orthographie-Fehler aufmerksam zu machen (wenn Deine Zeit es erlaubt).

wenn mir ein erwähnenswerter Lapsus bei Dir auffällt, lasse ich es gerne Dich wissen. Interessanterweise sind es gerade diejenigen, die ohnehin wenige Fehler machen, die bereit sind, sich auf diese wenigen aufmerksam machen zu lassen.

Einzige Ausnahme: „Du“ schreibe ich meist noch groß; die
Kleinschreibung, die mir als Kind (mit dem Hinweis auf
Höflichkeit) gründlich ausgetrieben worden ist, widerstrebt
mir noch immer sehr.

Das handhabe ich auch so (siehe oben). Ich sehe es gar nicht ein, wieso ich Menschen, die ich duze, denen ich oft mehr Respekt entgegenbringe als vielen, die ich sieze, kleingeschrieben anreden soll. Ansonsten geht mir keine neue Regel so sehr gegen den Strich, dass ich mich ihr privat widersetzen muss. Lernbereit, also im Falle von Korrekturen nicht verärgert, bin ich auch jederzeit.

Viele Grüße
Christopher

Mir fällt dazu vor allem ein, dass in den USA
Rechtschreibfehler in e-mails, Briefen etc. wesentlich
unproblematischer aufgenommen werden als hier.

Liegt vielleicht daran, dass die Amis eh alle Kulturbanausen sind, die keine Bildung haben. :wink:))

Im Ernst: In England wurde bei meinen Bewerbungen durchaus darauf geachtet, aber ich hab mich auch als Sekretärin beworben. Bei z.B. einem IT-Mensch oder einem Gabelstaplerfahrer würde ich sicher weniger darauf achten. Aber wenn ich hier als Redakteurin von einem freien Mitarbeiter, der sich Journalist nennt, einen Text mit haarsträubenden Fehlern auf den Tisch krieg, dann muss der inhaltlich schon verdammt gut sein, um weiter beschäftigt zu werden. Ist nämlich unheimlich mühsam, so einen Text zu verbessern.

Livia

Es nervt nicht, es ist unverschämt.
Hallo,

Sich deswegen über andere lächerlich zu machen, erst recht
wenn offensichtlich ist, dass es ein Ausländer ist, finde ich
schäbig.

Rechtschreibung hat ja nichts mit Intellekt zu tun.

Nicht in erster Linie, nein. Rechtschreibung hat etwas mit Bemühen zu tun, und etwas mit Respekt.

Ich habe kein, aber auch gar kein Problem damit, wenn jemand, der nicht-deutscher-Muttersprachler oder bspw. Legastheniker ist, Fehler macht, auch gerne viele. Ich habe auch nicht das geringste Problem damit, wenn jemandem Vertiplser reinrutschen. Kein Thema. Ich bin auch kein Pedant der ein fehlendes Komma mokiert.

ABER:

Ich empfinde es als unverschämt und respektlos, wenn jemand einem einen Artikel vor die Füße kotzt. Wenn es jemandem ganz offensichtlich scheißegal ist, ob sein Artikel für andere nur mit Mühe zu lesen und zu verstehen ist. Wenn jemand etwas von anderen fordert, ohne einen Anspruch darauf zu haben, und noch nicht mal versucht, es den anderen so leicht wie irgend möglich zu machen, ihm zu helfen.

Es sind die einfachen Dinge, die ich erwarte. Groß-/Kleinschreibung, Satzzeichen, Absätze, rudimentäre Rechtschreibung, ein Grundmaß an Höflichkeit.

Mehr nicht. Ist das wirklich zuviel verlangt?

Gruß,

Malte.

Verehrte Hanna, da bist Du nicht alleine! (owT).
A.B.