Guten Tag!
In der Menge Rationaler Zahlen Q wären die Zahlen „pi“ oder „sqr(2)“ nicht definiert, d.h. es gäbe Lücken.
Wie „lückenhaft“ sind entsprechend die Reellen Zahlen?
Betrachtet man den Funktionsumfang eines Menschen bezüglich seiner Fähigkeit sehr große Zahlen zu nennen bzw. sogar damit zu rechnen, dann könnte er eventuell 14 Tage zählen, d.h. eine Zahl mit 1209600 Stellen aufsagen, z.B. 1,23456789123456789123456789…, allerdings könnte er mit dieser Zahl kaum rechnen und sie auch nur wegen ihrer Systematik speichern.
Die Folgerung wäre dann, dass die Speicher- und Rechenkapazität bezüglich hoher Stellenzahlen begrenzt ist. Entsprechend könnte in Bezug auf EDV-Anlagen oder einer Gruppe von Menschen argumentiert werden, d.h. irgendwo gibt es eine obere Grenze für die Stellenzahl von Zahlen. Die These wäre dann, dass auch für die gesamte Seinsumgebung des Menschen eine solche Obergrenze existiert. Somit wäre der Zahlenstrahl von IR kein Kontinuum, sondern lückenhaft. Ab einer bestimmten Stellenzahl würde ein diffuser Bereich einsetzen und danach gäbe es dann einen Bereich, wo keine weiteren Stellen hinzu gefügt werden können.
Somit frage ich mich, ob es nicht eventuell sinnvoll wäre, eine oberste Stellenzahl festzulegen, die auf einer EDV mit großer Rechenkapazität noch gerade konkret dargestellt und gerechnet werden kann. Dann wäre die Menge der Reellen Zahlen wieder präzise definiert und lückenlos.
MfG Gerhard Kemme
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