Reform des Waffenrechts?

Liebe Politikbrettler,

seit fast 1 500 Tagen bin ich nun bei w-w-w, aber das erste Mal in einem der
Politik-Bretter. Folgendes Diskussionsbedürfnis ist der Grund:
Vor zweieinhalb Jahren wurde ich als Opfer einer Verwechslung fast erschossen.
Der Täter wurde nicht gefasst (gegen einen stark Verdächtigen reichten die
Indizien nicht aus). Was aber zweifelsfrei feststeht: Die Tatwaffe
(Magnum-Revolver) und die verwendete Munition (Bleiprojektile) gehörten einem
Sportschützen.
Nachdem ich in der Zwischenzeit von vielen Verbrechen gelesen und gehört habe,
bei denen Sportschützenwaffen eingesetzt wurden – erst heute steht wieder ein
Fall aus meiner engeren Heimat in der Presse und auch in den Yahoo-Nachrichten –
frage ich mich: Wozu brauchen Sportschützen ihre Waffen zu Hause oder stets bei
sich? Warum können sie nicht im Schützenhaus oder der Schießbahn in einem
Waffenschrank gesichert werden? Geschossen werden darf mit diesen Waffen doch
sowieso nur auf der Schießanlage, und zu Wettkämpfen kann man sie ja dort
abholen. Wozu erlaubt das Waffenrecht in Deutschland (und auch anderswo) den
Sportschützen, ihre nicht ungefährlichen Sportgeräte bei sich zu Hause
aufzubewahren, sie jederzeit aus der Aufbewahrung zu nehmen und mit herum zu
tragen? Es müssen ja nicht unbedingt die Sportschützen selbst sein, die die Waffe
für Verbrechen benutzen – sie ist ja aus einem Privathaus auch viel leichter zu
stehlen als aus einem professionellen Waffenschrank im Vereinsheim, wo zudem auch
noch ein verantwortlicher Waffenwart für die Sicherheit sorgt? Jährlich wären so
viele Menschenleben zu retten! Was meint Ihr?
Gruß
Bolo2L

Lieber Rudolf!

Wenn man diene Erfahrungen mit Waffen so liest, kann man verstehen das du dich für eine noch weiter gehende Verschärfung des Waffenrecht einsetzt. Aber stimmt es wirklich, daß soviel Verbrechen mit „legalen“ Waffen begangen werden? Ich denke das die überwältigende Mehrzahl (tippe mal so auf 98/99%) der Verbrechen mit „illegalen“ Waffen begangen werden. Verschärfungen des Waffenrecht wie du Sie vorschlägst, würden also eh bloß die treffen die sich in aller Regel korrekt verhalten. Nach dem neuen Waffenrecht ist wohl dafür gesorgt, daß die privaten Waffen auch gut (sicher) aufbewahrt werden.
Bei uns Reservisten gibt es sehr viele Sportschützen die auf unterschiedlichsten Schießanlagen trainieren. Die müßten also jedesmal zu der entsprechenden Schießanlage fahren, die Waffen holen (und natürlich transportieren) und wieder zurück bringen. Kameraden von mir trainieren pro Woche 2-4 mal auf verschiedenen Schießanlagen. Hängt immer davon ab, mit welcher Waffe man welche Übung trainiert.

Letztendlich kann man glaub ich nie ganz verhindern, daß „gestörte“ Persönlichkeiten sich Waffen (meistens eben illegale) besorgen und irgendwelche Straftaten begehen. Vor zwei Wochen war hier in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, auch ein sehr betrüblicher Zwischenfall. Eine Gruppe albanischer und türkischer Jugendlicher kam aneinander und es gab einen Schwerverletzten. Ein 17-jähriger stach einen 22-jährigen mit einem KÜCHENMESSER nieder. Leider ist der Mensch in der Lage sich und andere zu gefährden auch ohne die Dinge die durch das Waffenrecht geregelt werden.

Aber ich denke es gibt noch mehr Ansichten dazu! Oder?

Naja, ich glaube wer einen Mord begeht wird keine auf ihn angemeldete Waffe dazu benützen, zumindest im Normalfall nicht.

Wie bereits erwähnt, dazu nimmt doch jeder Mörder der seinen Mord plant eine illegale Waffe.

Aber ob das so gut ist seine Waffe zu Hause zu haben ist natürlich auch fraglich. Andererseits… wenn dann mal in ein Schützenheim eingerochen wird, dann ists auch nicht wirklich doll wenn dann jemand mit den Waffen aller Mitglieder durch die Gegend spaziert!

Hallo,

Ein 17-jähriger stach einen
22-jährigen mit einem KÜCHENMESSER nieder.

wir wollen doch die gefährlichste aller Waffen nicht vergessen: Das Nagelset mit Feile und Schere. Es wurde schon so oft bei der Entführung von Flugzeugen eingesetzt, daß man es ja nicht einmal mehr im Handgepäck mitführen darf.

Gruß,
Christian

Eigentlich richtig, aber…
Hallo,
im Grund hast Du völlig Recht! Es gibt für mich keinen vernünftigen Grund, warum irgendwer eine Schusswaffe zu Hause haben sollte.
Aber: Wenn ich mir vorstelle, dass in dem Schützenhaus in der Nähe meines Wohnortes (weit außerhalb des bewohnten Gebietes), ein Berg von Waffen gelagert wird, würde ich mich alles andere als wohl fühlen! Die Verlockung für Kriminelle wäre immens, dort einzubrechen. Einem Schutz der Allgemeinheit wäre eine Regelung, wie Du sie vorschlägst, sicherlich nicht dienlich!
Gruß
Jens

Hallo Bolo2L,

hast du dir mal so ein Schützen"heim" oder einen Schiessplatz angesehen? Meist ist das nicht mehr als der eigentliche Schiessstand und eine kleine Hütte zum Aufwärmen. Da würde ein Schütze nie und nimmer seine Waffe hinterlegen, zumal es vielfach edle und teure Stücke sind. Andererseits spielt Stolz und sagen wir ruhig Protz in der eigenen Wohnung dazu, solche Waffen zu Hause zu haben. Dies gilt auch für historische Waffen. Diese sind ihrer Kraft wegen auch nicht zu verachten! Viel sicherer ist das Lagern zu Hause, zumal auch da Vorschriften zu beachten sind.

Es gibt vielfach Treffen der Sportschützen, da werden die Waffen rumgezeigt, gefachsimpelt. Im Auto sind die Waffen dann im Kofferraum, incl. passender Munition. Selbstbedienungsladen eben.

Zu Hause gelagert stellen die Waffen das geringste Sicherheitsübel dar, denn es sind die wenigsten Schützen in der Lage, mehrere Waffen zu besitzen. Im Sportlerheim müssten die Waffen in einen Tresor, in einen anderen die Munition, in einen gesicherten Raum das Schwarzpulfer… Wer soll das bewachen? Eine Alarmanlage installieren, Brand- und Explosionsschutz beachten, Standleitung zu Polizei und Feuerwehr…

Nein, viel zu aufwändig. Kann sich kein Sportverein leisten. Und der Verein will das auch nicht.

Gruß
André

Die spinnen. (Flugkontrollen)
ganz genau, ich habe mal so nach ca 18 Stunden
Reisezeit, und schon drei Kontrollen
hinter mir in Frankfurt abfliegen wollen, und
da, also schon nachdem ich an diesem Tag drei
Flüge hätte entführen können, wollten die mir
meinen *Zirkel* abnehmen.

Dass ich da nicht selbst, und ganz ohne Sprengstoff
explodiert bin, darauf bin ich heute noch stolz,
aber was man sich von inkompetenten arroganten
sogenannten *Sicherheits*-Diensten gefallen lassen
muss, ist schon extrem heftig.

Ich hoffe nicht, dass die Polizei irgendwann per
Gesetz zu ähnlich dummen Handlungen gezwungen wird.

Gruss, Marco

Waffen-Verbot :smile:))))
Mit einem gut sortierten Supermarkt, Abflussreiniger,
Kalkentferner, Benzin und ein paar Rohren aus dem
Baumarkt oder ein paar Kilo Karbid, sowie etwas
Chemie-AG sollte eigentlich jeder in der Lage sein,
etwas gefährlicheres als so ein Sportschützengewehr
zusammenzubasteln.

Zum Glück sind Verbrecher blöd :smile:

Aber mal die Frage ernsthaft: das Waffengesetz
richtet sich doch wirklich nur gegen Leute, die
die Hauptschule nicht geschafft haben, oder?

Gruss, Marco

hallo Bolo,
erst mal: ich bin eigentlich ein Waffennarr, doch da zuviel damit passiert, bin ich für eine stärkere Einschränkung der Waffengesetze.

frage ich mich: Wozu brauchen Sportschützen ihre Waffen zu
Hause oder stets bei
sich? Warum können sie nicht im Schützenhaus oder der
Schießbahn in einem
Waffenschrank gesichert werden?

Das ist schon richtig… nur, wie willst Du an Deiner Waffe arbeiten (neuer Griff) wenn die Waffe im Schützenclub ist? Oder wie willst Du von Schützenclub Oberried nach Schützenclub Unterried wechseln, ohne das Ding auf die Strasse zu bringen?

Geschossen werden darf mit
diesen Waffen doch
sowieso nur auf der Schießanlage, und zu Wettkämpfen kann man
sie ja dort
abholen.

Es gibt noch andere, die Waffen besitzen: z.B. Jäger haben einen Waffenschein. sie haben nicht nur Flinten, sondern auch Faustfeuerwaffen.
Taxifahrer können ein berechtigtes Verlangen vorweisen. Und die haben nur Pistolen. Wäre ja auch lächerlich, ein Taxifahrer mit einer Langwaffe.

Wozu erlaubt das Waffenrecht in Deutschland (und auch
anderswo) den
Sportschützen, ihre nicht ungefährlichen Sportgeräte bei sich
zu Hause
aufzubewahren, sie jederzeit aus der Aufbewahrung zu nehmen
und mit herum zu
tragen?

Herumtragen dürfen Sportschützen ihre Waffen nur im ungeladenen Zustand und nur zum Transport. Also Holster am Gürtel und geladene Waffe drin ist nicht.

Es müssen ja nicht unbedingt die Sportschützen selbst
sein, die die Waffe
für Verbrechen benutzen – sie ist ja aus einem Privathaus auch
viel leichter zu
stehlen als aus einem professionellen Waffenschrank im
Vereinsheim, wo zudem auch
noch ein verantwortlicher Waffenwart für die Sicherheit sorgt

Wer seine Waffe zu Hause hat, der muss sie in einen geeigneten Stahlschrank aufbewahren, den nur Autorisierte öffnen können. Wenn also mal in einer Zeitung steht, der Sohn eines Sportschützen (war´s evtl. der Sohn eines Jägers. Er (der Papa) ist auch oft im Schützenclub) hat mit der Pistole seines Vaters… usw. Dann ist es meistens Leichtsinn des Vaters gewesen. Oder der Sohn hat sowieso kriminelle Energie und hat das Schloss geknackt.
außerdem gibt es sehr viele illegale Waffen in D. Das Rotlichtmillieu ist voll davon. Unruhegebiete (z.B. das ehemalige Jugoslawien) sind hervorragende Waffenlieferanten. Und in Tschechien bekommst du für ein Paar Euro jede Waffe, die Du willst. Selbst solche, die unter das Kriegswaffengesetz fallen.
Ich kenne mehrere, die haben sich Waffen besorgt. Können zwar damit nichts anfangen, doch haben sie welche. Mir sind auch schon Pistolen angeboten worden. Und ich muss ehrlich gestehen, es hat mich unheimlich gejuckt die anzunehmen. Doch was soll ich damit? Ich kann damit nirgends wo hingehen und schießen. Nicht im Schützenclub und auch erst recht nicht in der Kiesgrube.
Also würde sie nur rumliegen und, sollte mal irrtümlich eine Hausdurchsuchung bei mir sein (soll ja schon mal vorgekommen sein), dann bin ich fällig wegen unerlaubtem Waffenbesitz.
Die einzige Waffe, die ich habe, ist meine Frau… auauauaua ich nimm´s zurück! *g*
Grüße
Raimund

Nein, marco, das ist leider von der Intelligenz unberührt.
Ich kenne einen, der wollte nur deswegen in einen Schützenclub, um 1. seine illegalen Waffen verwenden zu können, und 2. Waffen kaufen zu dürfen. (chulabschluss: Mittelschule. Und noch etwas: Hauptschule sagt nichtsaus über die Intelligenz eines einzelnen.)
Pech, er muss 2 Jhre Mitglied sein, bevor er einen Waffenerwerbgsschein (nicht das, was unter Waffenschein verstanden wird.)beantragen kann. Und das nur mit Erlaubnis des Clubs.
Grüße
Raimund

Hallo Jörg,

Aber stimmt es
wirklich, daß soviel Verbrechen mit „legalen“ Waffen begangen
werden? Ich denke das die überwältigende Mehrzahl (tippe mal
so auf 98/99%) der Verbrechen mit „illegalen“ Waffen begangen
werden. Verschärfungen des Waffenrecht wie du Sie vorschlägst,
würden also eh bloß die treffen die sich in aller Regel
korrekt verhalten.

Obwohl Du damit Recht hast, kann ich Dir nicht zustimmen.
Wäre der private Waffenbesitz verboten, wäre es sicher auch viel schwerer, illegal Waffen zu bekommen. Das lasche Waffengesetz fördert den illegalen Zugang zu Waffen. Wie oben geschrieben, sind sie aus privaten Besitz viel leichter zu stehlen.

Für mich ist es auch nicht einzusehen, warum die Sportschützen iher Waffen unbedingt in der Wohnung aufbewahren müssen. Die Waffen bleiben Eigentum der Sportschützen, sie können weiter sammeln und handeln, aber die Waffen bleiben im Verein. Was spricht dagegen?

cu Rainer

Hallo Jens,
dagegen könnte ja helfen, wichtige Telie der Waffe nicht im Verein zu lassen.
Ein Teil im Verein, ein Teil in der Wohnung. So wäre die Waffe für Fremde unbrauchbar und bei der richtigen Regelung könnte man mit dem Fragment nicht mal jemandem einen Schrecken einjagen (Banküberfall mit nicht funktionstüchtiger Waffe. Revolver ohne Trommel … :wink:)
Als weiterer Vorteil würden keine Unfälle beim Waffenreinigen mehr vorkommen.

cu Rainer

Hallo Andrè,

hast du dir mal so ein Schützen"heim" oder einen Schiessplatz
angesehen? Meist ist das nicht mehr als der eigentliche
Schiessstand und eine kleine Hütte zum Aufwärmen. Da würde ein
Schütze nie und nimmer seine Waffe hinterlegen, zumal es
vielfach edle und teure Stücke sind.

Das ist wohl das Problem der Schützen. :wink: Statt in der wohnung für sicherheit zu sorgen (geht auch nicht ohne Geld) könnten die das auch ‚gebündelt‘ im Verein. :wink:

Andererseits spielt Stolz
und sagen wir ruhig Protz in der eigenen Wohnung dazu, solche
Waffen zu Hause zu haben.

Ein schwaches Argument für ein Gesetz. Einige Autofahrer würden auch gern mit 2 Promille noch fahren …

Dies gilt auch für historische
Waffen. Diese sind ihrer Kraft wegen auch nicht zu verachten!

Für einen Banküberfall sind sie aber weniger geeignet.

Viel sicherer ist das Lagern zu Hause, zumal auch da
Vorschriften zu beachten sind.

Ja? Was kostet das? Rechne die Kosten für jedes Mitglied des vereins zusammen. Wieviel kann dann die Sicherheit im Verein kosten? Fort Knoyx ist nichts dagegen.

Es gibt vielfach Treffen der Sportschützen, da werden die
Waffen rumgezeigt, gefachsimpelt. Im Auto sind die Waffen dann
im Kofferraum, incl. passender Munition. Selbstbedienungsladen
eben.

Eben!!! Wozu? Drei Autos, zwei Baugruppen und Munition. Ein Auto allein bringt dann nichts. …

Zu Hause gelagert stellen die Waffen das geringste
Sicherheitsübel dar, denn es sind die wenigsten Schützen in
der Lage, mehrere Waffen zu besitzen.

Witzbold! Ein Freund von mir kännte die IRA neu ausstatten!

Im Sportlerheim müssten
die Waffen in einen Tresor, in einen anderen die Munition, in
einen gesicherten Raum das Schwarzpulfer… Wer soll das
bewachen? Eine Alarmanlage installieren, Brand- und
Explosionsschutz beachten, Standleitung zu Polizei und
Feuerwehr…

Nein, viel zu aufwändig. Kann sich kein Sportverein leisten.
Und der Verein will das auch nicht.

… ein verein mit 50 Mitgliedern. Jeder investiert 1000 Euro in die Sicherheit in der Wohnung. … Oder alle zusammen 50 000 Euro im Verein. Das ist immer noch die selbe Summe! Was ist sicherer? Die Vorkehrung für 1000 Euro, oder die für 50 000? Für 'nen Banküberfall reicht mir ein Waffenschrank mit 5 Pistolen.

cu Rainer

Hallo Raimund,

erst mal: ich bin eigentlich ein Waffennarr,

ich eigentlich auch, obwohl ich nicht eine besitze. :wink:

doch da zuviel
damit passiert, bin ich für eine stärkere Einschränkung der
Waffengesetze.

frage ich mich: Wozu brauchen Sportschützen ihre Waffen zu
Hause oder stets bei
sich? Warum können sie nicht im Schützenhaus oder der
Schießbahn in einem
Waffenschrank gesichert werden?

Das ist schon richtig… nur, wie willst Du an Deiner Waffe
arbeiten (neuer Griff) wenn die Waffe im Schützenclub ist?

In Teilen? Um am Griff zu arbeiten brauchst Du doch nicht alle Teile der Waffe?

Oder wie willst Du von Schützenclub Oberried nach Schützenclub
Unterried wechseln, ohne das Ding auf die Strasse zu bringen?

Wieder in Teilen. Du kannst ja zwei mal fahren. Das würde ich Dir zumuten wollen.

Geschossen werden darf mit
diesen Waffen doch
sowieso nur auf der Schießanlage, und zu Wettkämpfen kann man
sie ja dort
abholen.

Es gibt noch andere, die Waffen besitzen: z.B. Jäger haben
einen Waffenschein. sie haben nicht nur Flinten, sondern auch
Faustfeuerwaffen.

Flinten und Büchsen der jäger würde ich ausnehemn wollen, das ist ‚Werkzeug‘. Aber wozu haben die Faustfeuerwaffen?

Taxifahrer können ein berechtigtes Verlangen vorweisen. Und
die haben nur Pistolen. Wäre ja auch lächerlich, ein
Taxifahrer mit einer Langwaffe.

Bei einem anderen Waffenrecht bräuchten die so etwas gar nicht! Hier vertauschst Du Ursache und Wirking.

Wozu erlaubt das Waffenrecht in Deutschland (und auch
anderswo) den
Sportschützen, ihre nicht ungefährlichen Sportgeräte bei sich
zu Hause
aufzubewahren, sie jederzeit aus der Aufbewahrung zu nehmen
und mit herum zu
tragen?

Herumtragen dürfen Sportschützen ihre Waffen nur im
ungeladenen Zustand und nur zum Transport. Also Holster am
Gürtel und geladene Waffe drin ist nicht.

Aber in der Wohnung aufbewahren, in eigener Verantwortung.

Es müssen ja nicht unbedingt die Sportschützen selbst
sein, die die Waffe
für Verbrechen benutzen – sie ist ja aus einem Privathaus auch
viel leichter zu
stehlen als aus einem professionellen Waffenschrank im
Vereinsheim, wo zudem auch
noch ein verantwortlicher Waffenwart für die Sicherheit sorgt.

… oder auch nur ein Unfall beim Reinigen …

Wer seine Waffe zu Hause hat, der muss sie in einen geeigneten
Stahlschrank aufbewahren, den nur Autorisierte öffnen können.
Wenn also mal in einer Zeitung steht, der Sohn eines
Sportschützen (war´s evtl. der Sohn eines Jägers. Er (der
Papa) ist auch oft im Schützenclub) hat mit der Pistole seines
Vaters… usw. Dann ist es meistens Leichtsinn des Vaters
gewesen.

Das ist der Punkt! Ist die Waffe nicht in der Wohnung, geht das nicht.

Oder der Sohn hat sowieso kriminelle Energie und hat
das Schloss geknackt.
außerdem gibt es sehr viele illegale Waffen in D. Das
Rotlichtmillieu ist voll davon.

Und wo komme die her? Die sind doch alle mal legal hergestellt worden. Meinst Du nicht auch, daß das Waffengesetz die Ursache dafür ist?

Unruhegebiete (z.B. das
ehemalige Jugoslawien) sind hervorragende Waffenlieferanten.
Und in Tschechien bekommst du für ein Paar Euro jede Waffe,
die Du willst. Selbst solche, die unter das Kriegswaffengesetz
fallen.

Dann hast Du sie aber noch nicht in Deutschland. … :wink:

Ich kenne mehrere, die haben sich Waffen besorgt. Können zwar
damit nichts anfangen, doch haben sie welche. Mir sind auch
schon Pistolen angeboten worden. Und ich muss ehrlich
gestehen, es hat mich unheimlich gejuckt die anzunehmen. Doch
was soll ich damit? Ich kann damit nirgends wo hingehen und
schießen. Nicht im Schützenclub und auch erst recht nicht in
der Kiesgrube.

Dann war der mögliche Gewinn sicher höher als das Risiko.

Also würde sie nur rumliegen und, sollte mal irrtümlich eine
Hausdurchsuchung bei mir sein (soll ja schon mal vorgekommen
sein), dann bin ich fällig wegen unerlaubtem Waffenbesitz.
Die einzige Waffe, die ich habe, ist meine Frau… auauauaua
ich nimm´s zurück! *g*

… meine steht gerade hinter mir, da verkneife ich mir besser den Kommentar. :wink:

… zurück zu den Waffen. Warum müssen alle Teile außßerhalb des Vereins beisammen sein? Zerlegte Waffen sind nur für den Eigentümer interessant und gehen nicht los!

cu Rainer

Hallo Bolo2L,
dem habe ich nur wenig hinzuzufügen.
Ich kann mich der Faszination dieser ‚Spielzeuge‘ auch nicht entziehen, aber weil ich mir die nicht leisten kann, habe ich keine. :wink:
Wäre es anders, hätte ich das Problem, wie ich für die nötige Sicherheit sorgen kann.
Privat würde ich sicher 1000 Euro aufwenden. Im Verein wären das bei 50 Mitgliedern 50 000 Euro, und diese Sicherheitsmaßnahme solle erst mal jemand knacken. Meine private wäre sicher kein Problem.

Wozu solle aber die Waffe komplett aufbewahrt werden? Ein Teil im Verein und ein Teil in der Wohnung wäre wohl perfekt. Nur mit der vollständigen Waffe ist etwas anzufangen. Mit Teilen passiren auch keine Unfälle. :wink:

Wenn allgemein bekannt ist, daß Waffen immer zerlegt werden und nur die Eigentümer wissen, was zusammen gehört, macht es keinen Sinn, irgendwo irgendwas zu stehlen. :wink:

Schützenswert ist nur, was zu stehlen lohnt. Eine halbe Waffe ist das sicher nicht.

Du solltest Deine Forderung also dahin korrigieren, daß eine Waffe nur zum Gebrauch im Verein oder Wettkampf vollständig an einem Ort aufbewahrt werden darf.

Manche Sammler habe damit Probleme, aber den meisten geht es um den Wert der Waffe. Daran ändert sich ja nichts, wenn sie die Waffe nur auf den Schießstand zusammen setzen dürfen.
Verkaufen funktioniert auch mit zwei Postsendungen, bei denen die Zweite erst abgeschickt werden darf, wenn die Erste angekommen ist. …

Du siehst, es gibt viel Spielraum, das Eigentum nicht anzutasten und den Besitz stark einzuschränken. :wink:
Die Theorie, daß es dann nur einen ‚Bunker‘ zu knacken gilt, kippt damit auch. Potentielle Einbercher müßten schon wissen, welches Teil wozu passt …

Das habe ich mir natürlich nicht erst jetzt einfallen lassen. :wink:

Mail mal.

cu Rainer

Hallo,
dann versuche Dir mal vorzustellen …
Waffen müssen zerlegt werden, einige Teile werden im Verein gelagert, der Rest in der Wohnung. … :wink:
cu Rainer

Hallo Rainer,

hast du dir mal so ein Schützen"heim" oder einen Schiessplatz
angesehen?

Das ist wohl das Problem der Schützen. :wink: Statt in der
wohnung für sicherheit zu sorgen (geht auch nicht ohne Geld)
könnten die das auch ‚gebündelt‘ im Verein. :wink:

Viel billiger wirds wirklich in der Wohnung. Wer mehr als zwei Waffen hat braucht eh einen Waffen(panzer)schrank. Die Wohnung ist auf jeden Fall erst mal an der Wohnungstür gut abgesichert. Mag sein, das dies nicht überall so ist. Dann muß der Dieb ja wissen, das da eine Waffe ist, im Schützenverein, wenn es ein solches besagtes Gesetz/Anordnung geben würde, würde er sich sicher sein.

Andererseits spielt Stolz
und sagen wir ruhig Protz in der eigenen Wohnung dazu, solche
Waffen zu Hause zu haben.

Ein schwaches Argument für ein Gesetz. Einige Autofahrer
würden auch gern mit 2 Promille noch fahren …

Trunkenheit am Steuer ist „nur“ ein Straftatsbestand, trotzdem kann man ein Auto als Waffe benutzen und Autos stehen überall rum. Noch was. Waffen in den falschen Händen würde ich als Verbrechen ahnden. Insofern ist es schon richtig, die Sache mit dem „kleinen Waffenschein“ für Schreckschußwaffen. Nur, mit Verboten allein kommt kein Umdenken.

Dies gilt auch für historische
Waffen. Diese sind ihrer Kraft wegen auch nicht zu verachten!

Für einen Banküberfall sind sie aber weniger geeignet.

Na gut, eine Schnellfeuerpistole ersetzt so ein gutes Stück nicht, außerdem sind die Teile manchmal auch zu groß und schwer zu handhaben (Ich stell mir grade vor: „Hände hoch, dies ist ein Überfall!“. Dann wird in Ruhe das Pulver und die Kugel rausgeholt, mit Ladestock gestopft und ganz in Ruhe angelegt…)

Viel sicherer ist das Lagern zu Hause, zumal auch da
Vorschriften zu beachten sind.

Ja? Was kostet das? Rechne die Kosten für jedes Mitglied des
vereins zusammen. Wieviel kann dann die Sicherheit im Verein
kosten? Fort Knoyx ist nichts dagegen.

Du übersiehst hier eindeutig die Funktion des Vereins. Dieser soll sich selber tragen und sein Eigentum pflegen/warten. Waffen haben jedoch individuelle Ansprüche. Eine moderne Waffe kann man im Extremfall beruhigt ins Wasser werfen, dann rausholen und weiterfeuern. Eine historische Waffe darf unter Umständen nur mit Samthandschuhen angefasst werden. Vom individuellen Wert mal ganz abgesehen. Jeder Waffenbesitzer ist gesetzlich gezwungen, seine Waffen zu sichern. Dabei wird der Gelegenheitsschütze oder der Sammler, der Förster oder wer auch immer das Nötige für seine Waffen tun. Mißbrauch ist überall möglich, dazu braucht es keines Gesetzes. Versicherungen für die Waffen, weil unterschiedlich, sollte jeder selbst abschließen. In einem Vereinshaus wird es da riesige Probleme geben. Individualität wirst du so mit einem Gesetz nicht verhindern können.

Es gibt vielfach Treffen der Sportschützen, da werden die
Waffen rumgezeigt, gefachsimpelt. Im Auto sind die Waffen dann
im Kofferraum, incl. passender Munition. Selbstbedienungsladen
eben.

Eben!!! Wozu? Drei Autos, zwei Baugruppen und Munition. Ein
Auto allein bringt dann nichts. …

Das ist, entschuldige, Blödsinn. Niemand wird freiwillig seine Waffe auseinandernehmen und einzeln zum Schießen bringen. Viel zu viel Risiko.

Zu Hause gelagert stellen die Waffen das geringste
Sicherheitsübel dar, denn es sind die wenigsten Schützen in
der Lage, mehrere Waffen zu besitzen.

Witzbold! Ein Freund von mir kännte die IRA neu ausstatten!

Wenn dein Freund die entsprechenden Berechtigungen zu diesen Waffen hat, ist das kein Problem. Wenn nicht, dann steckt er jetzt schon bis zum Hals in der Sch… Jeder Waffennarr wird sich um die Sicherheit seiner Waffen kümmern. Tut er das nicht, so sollte er konsequent bestraft werden. Klar kann das auch nach hinten losgehen, weil es vielfach dann zu spät ist und bereits etwas passiert ist. Aber dazu gibt es nun mal die Strafen. Außerdem, es braucht keine Schußwaffe zu sein, es gibt genug andere Möglichkeiten. So dramatisch würde ich das ganze Problem nicht sehen. Aber ich unterschätze auch nicht die Brisanz von Waffenbesitz.

… ein verein mit 50 Mitgliedern. Jeder investiert …

Macht niemand, für zentrale Lagerung Geld ausgeben. Sportvereine sind leidige Pflicht. Wer eigene Waffen hat, muß Mitglied sein, da muß er nicht mal schießen wollen. Da gibt man auch freiwillig nicht mehr Geld aus. Individualität, das ist etwas, was man den Menschen nicht wegnehmen kann. Der Aufwand einer zentralen Lagerung ist mit deiner Rechnung auch nicht zu vergleichen. Je mehr Waffen, desto höher der Aufwand, exponentiell steigend.

Gruß
André

Hallo,

ich eigentlich auch, obwohl ich nicht eine besitze. :wink:

Ich leider auch nicht (bis auf die erwähnte…*g*)

Das ist schon richtig… nur, wie willst Du an Deiner Waffe
arbeiten (neuer Griff) wenn die Waffe im Schützenclub ist?

In Teilen? Um am Griff zu arbeiten brauchst Du doch nicht alle
Teile der Waffe?

Man zerlegt doch die Waffe nicht, wenn man den Griff überarbeitet.

Oder wie willst Du von Schützenclub Oberried nach Schützenclub
Unterried wechseln, ohne das Ding auf die Strasse zu bringen?

Wieder in Teilen. Du kannst ja zwei mal fahren. Das würde ich
Dir zumuten wollen.

Wird ja sowieso in Teilen transportiert. Keine Waffe darf geladen sein, muss in einem Aufbewahrungbehälter sich befinden. Also die Knarre im Hosensack oder in der Manteltasche ist nicht erlaubt.

Es gibt noch andere, die Waffen besitzen: z.B. Jäger haben
einen Waffenschein. sie haben nicht nur Flinten, sondern auch
Faustfeuerwaffen.

Flinten und Büchsen der jäger würde ich ausnehemn wollen, das
ist ‚Werkzeug‘. Aber wozu haben die Faustfeuerwaffen?

Für den erlösenden Schuss bei schwer verletztem Wild.

Taxifahrer können ein berechtigtes Verlangen vorweisen. Und
die haben nur Pistolen. Wäre ja auch lächerlich, ein
Taxifahrer mit einer Langwaffe.

Bei einem anderen Waffenrecht bräuchten die so etwas gar
nicht! Hier vertauschst Du Ursache und Wirking.

Nein, doch würde ich Taxifahrern keinen Waffenschein geben. M.M brauchen die keine Pistole. Es gibt andere Möglichkeiten einen Taxiräuber abzuwehren.

Aber in der Wohnung aufbewahren, in eigener Verantwortung.

wie schon erwähnt, ist das Aufbewahren daheim sicherer als im Schützenclub. Dazu kommt, dass der Versicherungbeitrag (für den Club) so extrem hoch wäre, dass es keiner mehr bezahlen könnte.

…usw. Dann ist es meistens Leichtsinn des Vaters
gewesen.

Das ist der Punkt! Ist die Waffe nicht in der Wohnung, geht
das nicht.

Dann musst Du die weitaus gefährlichere Waffe, das Auto, ebenfalls in einem Sammeldepot verwahren. Da gibt´s noch viel mehr Tote, als mit Pistolen. Denk an den Übelböck, der jetzt erst ohne Führerschein einen Unfall gebaut hat. Hier wird das Auto zur Waffe.

außerdem gibt es sehr viele illegale Waffen in D. Das
Rotlichtmillieu ist voll davon.

Und wo komme die her? Die sind doch alle mal legal hergestellt
worden. Meinst Du nicht auch, daß das Waffengesetz die Ursache
dafür ist?

Klar, in der Tscxhechei, in USA, Mexiko, Russland, China… Und dann nach D geschmuggelt. Hat mit dem Waffengesetz nicht zu tun. Verbrecher sind immer der Meinung, sie brauchen so etwas. Und sie würde es nie erwischen.
Außerdem erhöht das die (vermeintliche) Potenz

Unruhegebiete (z.B. das
ehemalige Jugoslawien) sind hervorragende Waffenlieferanten.
Und in Tschechien bekommst du für ein Paar Euro jede Waffe,
die Du willst. Selbst solche, die unter das Kriegswaffengesetz
fallen.

Dann hast Du sie aber noch nicht in Deutschland. … :wink:

Eine der leichtesten Übungen. Ich fahre fast jedes Jahr nach Kroatien, Ich könnte dabei jedesmal ein Waffenlager über die Grenze transportieren. Ich bin noch nie kontrolliert worden.

… Nicht im Schützenclub und auch erst recht nicht in
der Kiesgrube.

Dann war der mögliche Gewinn sicher höher als das Risiko.

Welcher Gewinn? Die Knarre liegt im Schreibtisch und wird anfangs täglich bewundert und in die Hand genommen. Nach 3 Wochen lässt das nach. Dann sieht man sie sich einmal im jahr an und irgend wann alle 10 Jahre.
Du weißt ja: anfangs (als Junger) fummelt man noch möglichst tagtäglich an der Freundin rum und mit 80 kratzt man sich am Kopf und versucht sich zu erinnern, was man als Junger denn mit einer Frau anfangren hat. *g*

… zurück zu den Waffen. Warum müssen alle Teile außßerhalb
des Vereins beisammen sein? Zerlegte Waffen sind nur für den
Eigentümer interessant und gehen nicht los!

Mach´s doch so: die Waffe darf daheim sein, Munition nie. Schon ist´s aus mit der Rumballerei.
Doch die meisten Missbräuche von Faustfeuerwaffen kommen sowieso nicht von den Sportwaffen, sondern von den illegalen.
Und da müsste sich was übrerlegt werden. Beispielsweise wesentlich höhere Strafen bei unerlaubtem Besitz. Es müsste richtig riskant sein, sich so etwas illegal zuzulegen.
Grüße
Raimund

Nein, marco, das ist leider von der Intelligenz unberührt.
Ich kenne einen, der wollte nur deswegen in einen
Schützenclub, um 1. seine illegalen Waffen verwenden zu
können, und 2. Waffen kaufen zu dürfen.

Verständlich: In der BRD, wo man nichts mehr besitzen darf, womit man sich gegen den Staat und seine Handlanger auch nur im Entferntesten zur Wehr setzen könnte, sucht man nach allen möglichen Wegen, die Gängelung zu untergraben.

Hallo!

Ich glaube mal, daß die meisten Straftaten mit „illegal“ erworbenen oder besessenen Waffen begangen werden:

Die Folge sollte also sein, daß die Konsequenzen, die sich aus „erwischtem“ unerlaubtem Waffenbesitz ergeben, deutlich verschärft werden.

Ich habe vor zwei Jahren die Nachricht gelesen, daß die allbekannten Bobbies in England die Erlaubnis bekamen Waffen zu tragen.Vorher war es wohl nicht nötig, da es dort offensichtlich strenge Strafen (ich glaube, 10 Jahre) für solch ein Vergehen gab.

Ein vermeintlich schwerer Junge wird sich vielleicht überlegen, ob er wirklich SO schwer ist…

Mein Vorschlag: Zehn Jahre für unerlaubten (Schuß-)Waffenbesitz - ohne wenn und aber.

Viele Grüsse!
Denis