naja, nicht ganz so weit.
Folgende Geschichte stammt auch nicht von Jules Verne:
Vor einigen Jahren sorgte eine Meldung in Fachkreisen für Aufsehen. Drei russische Forscher entdeckten unter einem Gletscher in Grönland den Eingang zu einem riesigen Höhlensystem. Dabei stießen sie auch auf mysteriöse, nahezu senkrechte Schächte, die scheinbar viele km ins Erdinnere reichten. Messungen mit Echoloten und Fallversuche mit Steinen ließen sie vermuten, daß das Höhlensystem bis min. 20 km ins Erdinnere reicht. Natürlich wurden die 3 von ihren Kollegen nicht ernst genommen, weil man Höhlen in solchen Tiefen für unmöglich hielt.
Also starteten die verkannten Entdecker eine Expedition ins Innere der Erde, um das Gegenteil zu beweisen. Für eine mehrwöchige Höhlenerforschung ausgerüstet starteten die 3 mit weiteren 7 Begleitern ihre Reise ins Erdinnere. Oben erwartete man gespannt die Rückkehr der Höhlenforscher.
Nach 6 Wochen vergeblichen Wartens war klar, daß die Forscher ihre Neugier wohl mit dem Leben bezahlt haben.
Einige unerschrockene waren dennoch bereit, eine Bergung der Verschollenen zu versuchen. Man wollte den Markierungen folgen, die die Höhlenforscher verabredungsgemäß in regelmäßigen Abständen hinterlassen haben. Zusätzlich wurde das Bergungsteam mit einem Thermometer und einem Gasmeßgerät, mit dem man die Zusammensetzung der Luft messen konnte, ausgestattet. Das Team hatte ausdrückliche Anweisung, beim geringsten Anzeichen von Gefahr, wie starke Temperaturerhöhung oder giftige Gase, umzukehren.
2 Wochen nach dem Beginn der Bergungsaktion tauchten plötzlich 2 Mitglieder des 15-köpfigen Bergungsteams am Höhleneingang auf und berichteten gar seltsame Dinge. Man habe in rund 15 km Tiefe die Leiche eines Höhlenforschers entdeckt. Nur mit einer Lampe ausgerüstet habe er wohl versucht den Höhlenausgang zu erreichen, sei dann aber, körperlich völlig unversehrt, vermutlich an Hunger und Erschöpfung gestorben. Nach einer Diskussion über eine sofortige Rückkehr haben sich die beiden dazu entschlossen, alleine den Rückweg anzutreten, während die anderen 13 der Sache auf den Grund gehen wollten. Laut Angaben der Rückkehrer war dort unten bis dahin nichts ungewöhnliches zu entdecken. Die Temperatur war erstaunlicherweise auszuhalten und die Luft war unverändert gut.
Nach weiteren 4 Wochen vergeblichen Wartens auf die Rückkehr des Teams war klar, daß es auch für diese 13 Retter keine Hoffnung mehr gab, die Höhle lebend zu verlassen.
Die Beiden überlebenden, von Schuldgefühlen geplagt, diskutierten nun wochenlang, auch mit Kollegen, was dort unten passiert sein könnte.
Eines Tages, bei einer dieser Diskussionen, schreit einer der beiden, nachdem er längere Zeit still mit einem Stift auf einem Blatt Papier herumgekritzelt hat, plötzlich los:
„Oh scheiße, wie konnten wir das bloß vergessen ?“
Welcher fatale Fehler ist den Forschern da wohl unterlaufen ?
fragt Euch Jörg, nachdem er jetzt genug erzählt hat