Stimmt, die Terroristen selbst gehören nicht gerade zu den
Ärmsten der Armen.
Nur die extreme Glaubensrichtung an sich, die muß ja irgendwo
herkommen. Und da ist erfahrungsgemäß der Glaube ans angeblich
bessere Jenseits um so ausgeprägter, je dreckiger es den
Menschen in diesem Leben geht.
Sicher…im Prinzip…aber HIER hatte es Terroristen die in der Regel aus ‚besseren Kreisen‘ kamen…denn in D studieren oder sonstwo kostet richtig Geld.
Oder ist es das was Bassam Tibi-der Islamist und Historiker sagt:
Aus dem Buch " Politik und Religion zwischen Vernunft und Fundamentalismus " , Hoffman & Campe-Verlag 1995/Hamburg
Er macht auf aktuelle wie potentielle Friktionspunkte in den Beziehungen des Islam zum Westen aufmerksam.
Ausgehend von der Prämisse, daß die gesamte Menschheit eine Einheit bildet, hält Tibi eine Herauslösung einzelner Staaten bzw. Regionen aus den globalen Strukturen, etwa im Sinne einer vorübergehenden Dissoziation vom Weltmarkt nicht für möglich. Die Ausbreitung des liberalen Wirtschaftsmodells, die zunehmende Verflechtung von multinationalen Konzernen und die transnationalen Interaktionen von nicht-kommerziellen Zusammenschlüssen lassen die Bedeutung von geographischen Entfernungen sowie von nationaler Souveränität schrumpfen.
Das wirft Probleme auf, die ebenfalls nur auf globaler Ebene bewältigt werden können, ‚jedoch ohne Beherrschung oder Überlagerung einer Zivilisation durch eine andere‘ (S. 183). Es müssen also weltweit gültige Standards für das Zusammenleben der Menschen in dem solchermaßen verdichteten Raum gefunden werden.
Eine globale Weltethik aber, wie sie etwa der Theologe Hans Küng als Symbiose aus den großen Weltreligionen zu entwikeln sucht, bleibt für Tibi Wunschdenken. Den einzigen Weg zur Bewältigung der mit dem Schlagwort der ‚Globalisierung‘ verbundenen Probleme bietet seiner Auffassung nach allein die kartesianische Vernunft - die Säkularisierung der religiös definierten ‚Zivilisationen‘ (gemeint sind Kulturkreise; Tibi übernimmt den englischen Begriff, der im kontinentaleuropäischen Kontext anders belegt ist).
Aus der Perspektive, daß ‚gobale Strukturen unser Schicksal [sind]‘ (S. 37) wird die eine Kultur der anderen leicht zum Feind: so kämpften der Islam und der Westen heute um die Definition der künftigen Weltordnung, ja, der Islam sei angetreten, den Westen zu erobern (S. 36f)!
Doch der Befund ist umstritten: Viele Muslime beharren zwar heute, nach dem weitgehenden Scheitern importierter Entwicklungsmodelle (Nationalstaatlichkeit, Sozialismus, Liberalismus) tatsächlich darauf, ein eigenes authentisches Gesellschaftsmodell hervorzubringen und umzusetzen. Tibi versucht aber darüberhinaus nachzuweisen, daß ein Rückzug auf die eigenen kulturellen (und damit auch vor-säkularen) Wurzeln unmittelbar in Konflikt mit einer ‚alle Zivilisationen verbindenden, universellen Moralität‘ (S. 63) gerät. Jene nicht-säkularen Gesellschaftsentwürfe müssen regelmäßig mit den sozialen und geistigen Normen zusammenprallen, die gemeinhin als friedensfördernd gelten: mit der universellen Gültigkeit der Menschenrechte, der Demokratisierung der Gesellschaft und mit der Akzeptanz wissenschaftlicher Rationalität als Basis eines jeden fruchtbringenden Diskurses zwischen den Kulturen."
Außerdem schaffen offenbar die Gleichheit der Sprache und der
Religion ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen allen
Arabern unabhängig der staatlichen Zuordnung. Wer da einen
angreift, greift alle an.
Wie im Westen…wo alle English sprechen?
Überdies sollte mann gerade in
Saudi-Arabien die Meinung der Regierung (oder besser des
Königshauses) nicht mit der der Bevölkerung verwechseln. Die
ist nämlich überhaupt nicht so amerikafreundlich.
Das hängt einfach damit zusammen, daß speziell viele unserer
moralischen und ethnischen Standarts in den islamischen
Ländern generell abgelehnt werden. Große Teile der Bevölkerung
verurteilen deren allmähliches Eindringen in ihre Welt, auch
in Saudi-Arabien. Nicht zuletzt schottet ja auch das
Königshaus das ganze Land gegen die westlichen Einflüsse
weitestgehend ab.
Ok…ist EIN Argument mehr…
Es ist ja irgendwie bei uns mit den Ausländern. Der
Innenminister erläßt ein paar Gesetze gegen Einwanderung,
würdeaber sicher nie zur Gewalt greifen. Das tut dann ein Teil
der dumpfen Masse von den Stammtischen, weil das gesamte Klima
im Lande ausländerfeindlich ist. Und so wenig Bekloppte haben
wir da in Deutschland gar nicht, zum Glück haben die nur
Baseballschläger und keine Flugzeuge…
…naja, ich weiss nicht …es bleibt ja offensichtlich nicht dabei…wie die moeglichen Zusammnhaenge des Besuches des Atomzentrums STADE ahnen lassen.
So ähnlich wird das dort auch laufen, nehme ich an. In
irgendeine Richtung wirkt dann dieser dumpfe Hass und mitunter
lassen sich dann davon auch intellegente Leute anstecken.
Mag so sein…eher die Summe aller Dinge die diese Terrosisten treibt…aber ich glaube nicht daran, dass man dadurch derart selbstmoerderisch voellig 7000 Unschuldige aus ueber 80 Laendern - darunter auch Araber, Pakistani, toetet.
DAS hat doch ein andere Triebfeder, oder ?
Aber was nur?
Bye
dizar