Religion kontra Kirche

Hallo zusammen,

Religion kontra Kirche.

Zu den aktuellen Themen möchte ich einmal einiges genauer verdeutlichen.

Wenn hier über Religion geschimpft wird, wird in den meisten Fällen die Kirche damit gemeint.
Doch wir sollten klar zwischen Religion und Kirche unterscheiden, denn die Kirchen haben von wahrer Religion keine Ahnung mehr. Die Kirchen kennen und verstehen ihre eigenen Schriften nicht mehr, aber Religion als solche, ist die höchste WAHRHEIT.

Diese höchste Wahrheit bedeutet das höchste Wissen von den universelle Prinzipien und Gesetzen.
Es gab zu allen Zeiten geistig hochstehende Menschen, die zu diesem höchsten Wissen gelangt sind. Da dieses Wisse aber vom „Durchschnittsmenschen“ nicht zu verstehen ist, haben sie ihr Wissen in Symbole gelegt – ins Besondere in der Bibel gesammelt. Diese Symbole zeigen den Weg des Menschen bei seiner geistigen Entwicklung bis zur Vollendung.

Dieser Gott, der so verehrt werden soll, ist ein universelles GESETZ als Seinzustand. Dieses Gesetz haben die geistig hochstehenden Menschen personifiziert (persönlicher Gott), um den unwissenden Menschen etwas zu geben, woran sie GLAUBE konnten.
Denn es ist bedeutend einfacher an eine persönlichen Gott zu GLAUBEN und zu lieben, als ein universelles Gesetz zu erkennen und zu VERSTEHEN.

So gab man einen Gott, der gute Tate belohnt, und schlechtre Tasten bestraft – und schon braucht man nicht lange und breit das Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma) zu erklären.
Weiter ist es für den Menschen bedeutend einfacher, einen PERSÖNLICHEN Gott zu lieben, und ihm zu VERTRAUEN, als einem Gesetz, das nicht erkannt und verstanden wird.

Dieser persönliche Gott ist also ein HILFSMITTEL für unwissende Menschen, um diese auf den rechten Weg zu bringen.
Weisheit und Glaube sind die zwei Pole, die zur EINHEIT führen. Somit gibt man den Menschen einen Glauben, der zur Weisheit führt, oder Wissen, das zum Glauben führt. Am Ende (Gipfel) sind beide GLEICH.

Das Prinzip:
Dieses Prinzip ist ganz einfach. Es gibt eine universelle Seele, und einen universellen Geist (hl. Geist). Die VORSTELLUNG dieses Geistes wird zu Materie. (Bibel: Und das ort ward Fleisch geworden). Bevor ein Wort gebildet wird, kommt der Gedanke – die VORstellung.

Somit haben wir schon diese Dreieinigkeit – Seele (Vater) Geist (hl. Geist LEBENSFUNKE) und Materie (Körper = Sohn). Der Körper wird durch den Geist BELEBT.

Dieser Geistfunke im Körper, ist unser WAHRES Selbst. Im Verstand (menschlicher Geist) entsteht durch Sinneswahrnehmung eine NEUE Vorstellung – die Vorstellung von einem persönlichen ICH (EGO). Diese Ichvorstellung ist die Gegenvorstellung des wahre Selbst. Also der Widersacher, der Satan – im Buddhismus als Mara bezeichnet.
Diese Ichvorstellung wirkt als SCHLEIER, der den Menschen sein WAHRES Selbst nicht erkennen lässt (Schleier der Maya).

Ziel aller wahren Religionen ist es, diesen Schleier (ICH-Vorstelung) zu beseitigen, (Selbstlosigkeit) damit das wahre Selbst des Menschen erkannt werden kann.
Wenn dann z.B. in der Bahagavad Gita steht: Gib alle Deine Handlungen Mir (dem Gott) dar, und erwarte keinen Lohn – dann führt dieses Handeln ganz AUTOMATISCH zur Selbstlosigkeit, und ich brauche nicht lange und breit Gesetze und Prinzipien zu erklären, die doch keiner versteht und durch Haarspaltereien von Theoretikern auseinander genommen werden können.

Diese Selbstlosigkeit, ist auch die Stufe des KINDES – zu dem wir werden sollen, BEVOR wir ins Himmelreich kommen.
Auch ein Buddha spricht davon (kurz): so erinnerte ich mich an den Zustand des Kindes … sollte ich nicht diesen Zustand ANNEHMEN?

Wenn dann dieser Schleier gelüftet ist (Selbstlos, kein EGO, keine persönliche ICH-Vorstellung), dann kann sich der menschliche Geist mit dem göttliche Geist VERBINDEN. Was als mystische Hochzeit (union mystca) bezeichnet wird.
Darum sagt ein Jesus: Der Vater und ICH sind EINS, und ein Buddha spricht hier von einer geistigen Einheitlichung.

Das ist die höchst Stufe, die ein Mensch im Leben erreichen kann – die Vollendung. Buddha: Nichts nach diesem hier.

Wenn nun ein Mensch diese Vollendung erreicht hat, und sein höchstes Wissen weiter gibt, dann ist das eine Lehre, die wirklich aus einem göttlichen Zustand kommt, aus einem göttlichen GEIST. Denn es existiert KEINE persönliche Vorstellung mehr. Dieses Wissen ist unverfälscht und die pure WAHRHEIT.

Aus diesen höchsten Wahrheiten, entstanden die Religionen – die heute wieder so VERFÄLSCHT sind – durch PERSÖNLICHE – ICH-Vorstellungen (EGO).

ALLES, was diese höchst Wahrheit enthält – ob in Schrift, Bild oder Musik – das überdauert, geht in die EWIGKEIT.
Nur so ist zu verstehen, dass diese alten (2000-4000 Jahre) Schriften heute noch gedruckt und gelesen werden.

Es gab viele Menschen, die in ihrem Leben zu dieser höchsten Erkenntnis gekommen sind und diese Wahrheiten weiter gegeben haben – auf welche Art auch immer.
Doch gibt es Bewusstseinsstufen, und es ist (im Normalfall) nicht möglich, ALLE Stufen in nur EINEM Leben zu durchleben. So haben diese Menschen, die zwar zur höchsten Erkenntnis in ihrem Leben kamen, meistens nur den letzten Abschnitt mitgemacht, aber nicht den GANZEN Weg. Also können sie auch keinen WEG zeigen, sondern „nur“ die höchste Wahrheiten.

Selten kommt dann ein Geist auf die Erde (wird geboren), der die Aufgabe hat, den KOMPLETTEN Weg zu zeigen.
In der Bhagavad Gita steht: In jedem Zeitalter, wenn das Wissen über die Religionen verfallen ist, komme ICH (göttlicher Geist), um das Wissen wieder aufzurichten.
Dieser Gottmensch durchlebt dann in EINEM Leben – ALLE Bewusstseinsstufen, und nur dieser kann den GANZEN Weg zeigen.

Wenn etwas als RELIGION bezeichnet werden soll, dann MUSS es diesen ganzen WEG enthalten.

Entsprechend der drei Erscheinungsweisen, gibt es auch drei große Religionen.
Die Bhagavad Gita (Hinduismus), die vom rechten HANDELN spricht, der Buddhismus, der vom rechten DENKEN spricht, und die Bibel, welche die SEELISCHEN Zustände zeigt (Bewusstseinsstufen). Somit: Materie = Handeln, Geist = Denken, Seele = Fühlen -Bewusstseinsstufen.

RICHTIG verstanden, sind diese Religionen GLEICH!
Wer Unterschiede macht, sind die Kirchen.

Schimpft also gerne über die Auslegungen der KIRCHEN, aber schimpft nicht über RELIGION.

Mit freundlichen Grüßen

Demetrius

hallo Demetrius,
warum unterschlägst Du den Islam?
Ist das für Dich keine Religion?
Grüße
Raimund

Hallo

Du hast in mancher Hinsicht Recht, in anderer aber Unrecht.

Wer ist denn „Kirche“?
Wie kann eine Institution an etwas Schuld sein, wie kann eine Organisationsform etwas „nicht verstehen“, wie Du Dich ausdrückst?
Eine Kirche bestimmter Fehler zu beschuldigen ist genauso richtig oder falsch, wie wenn man einen Festkörper beschuldigt, daß seine Atome nicht frei herumfliegen. Insofern sind Deine Aussagen über Kirche falsch.

Sie sind aber auch richtig, denn die Ansichten einer Kirche kann von den Aussagen der Religion abweichen. Das passiert oft genug.

Was Du darüber hinaus noch schreibst ist nichts anderes als Deine persönliche Formulierung DEINER Religion. Ich sehe gewisse Elemente der Bahai Bewegung darin, aber vielleicht ist das auch nur Deine ganz persönliche Sicht.

Du solltest Dir aber klar sein, daß Du Dich damit keiner Religion anschliesst, sondern selber eine baust. Ist aber ok, ein beliebtes Spiel unter Menschen. Der Vorteil, an seine selbst entwickelte Religion zu glauben ist, daß man selbst der Prophet mit der göttlichen Inspiration ist und dann keine Probleme hat, mit fremden Ansichten zurechtkommen zu müssen.

Gruß
Thomas

Hi Demetrius!

Da hätt ich mal eine Frage: Was war zuerst: Die Religion oder die Kirche???

ciao Armin

Für Dich vielleicht?
Hallo Raimund!

Der Islam ist doch eher ein seltsame Sekte, deren Lehren hauptsächlich aus dem Christentum, dem Judentum und einigen arabischen Naturreligionen zusammengestoppelt wurden.

Die Vielzahl der Gläubigen ist kein Zeichen für die Qualität dessen, woran sie glauben,

meint
Barney

hallo barney!

Der Islam ist doch eher ein seltsame Sekte, deren Lehren
hauptsächlich aus dem Christentum, dem Judentum und einigen
arabischen Naturreligionen zusammengestoppelt wurden.

Die Vielzahl der Gläubigen ist kein Zeichen für die Qualität
dessen, woran sie glauben,

Das Christentum ist doch eher ein seltsame Sekte, deren Lehren
hauptsächlich aus dem Judentum und einigen
griechischen Naturreligionen zusammengestoppelt wurden.

Die Vielzahl der Gläubigen ist kein Zeichen für die Qualität
dessen, woran sie glauben,

meint
lehitraot :wink:)

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halo barney,
selbstverständlich ist es eine vollwertige Religion. Mindestens genauso hochstehend, wie die christliche.
Und zusammengestopselt: das kann man von der christlichen genauso sagen, ebenso von der jüdischen. Jede Religion ist aus dem Wissen der Religionsgründer hervor gegangen. Es gibt keine einzige Religion, die aus dem nichts entstand. Die Urlehren der einzelnen Religionen sind fast immer gänzlich anders, als die, die Du heute kennst. Da haben Genertationen von machtgeilen Pfaffen und Regenten daran herumgefeilt, bis es die heutige Form bekommen hat. Und wenn Du in 2000 Jahren die christliche Religion Dir ansiehst, wirst Du feststellen, dass sie wieder anders aussieht.
Grüße
Raimund

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hallo lehitraot,
das war treffend! Es kommt übrigens noch so eineiges vom buddhismus dazu (Unser wirkliche Religionsgrü+nder (auch ein Jude!) war ja Paulus. Und der hat mit zeimlicher Wahrscheinlichkeit Indien kennen gelernt.
Aber wollen wir weitermachen? Die jüdische Religiopn ist zusammengestopselt aus… Lass Dir mal von Metapher aufzählen, welche Religionen da ihren Glauben mit einfließen ließen.:smile:)
Ist ja auch keine Schande. Wichtig ist, was dabei heraus kam.
Grüße
Raimund

hallo raimund!

Aber wollen wir weitermachen? Die jüdische Religiopn ist
zusammengestopselt aus… Lass Dir mal von Metapher aufzählen,
welche Religionen da ihren Glauben mit einfließen ließen.:smile:)
Ist ja auch keine Schande. Wichtig ist, was dabei heraus kam.

war auch nicht so gedacht. jede religion und kultur kommt von irgendwo her und hat sich entwickelt. deswegen störte mich ja grade dieses posting, das so überheblich den islam herumtermachte. die sgn. zehn gebote gabs übrigens auch bei hammurabi. und eine sintfluterzählung im gilgamesch-epos. schande? wohl nicht! ich finde es interessant, wie alles zusammenhängt.

gruß!

hallo lehitraot,
danke, soi sehe ich das auch.
Wusstest Du, dass die Gesetzestafeln des Hamurabi sich bis in unsere heutige Gesetzgebung auswirkt?
frag mich jetzt nicht wie und wo. Ich habs mal in der Schule gelernt.

hallo raimund,

Wusstest Du, dass die Gesetzestafeln des Hamurabi sich bis in
unsere heutige Gesetzgebung auswirkt?
frag mich jetzt nicht wie und wo.

mir fallen die menschenrechte ein, die trotz humanistisch-säkulärem gewand wie eine paraphrase der zehn gebote klingen. oft ist einfach der satzbau vertauscht: aus dem mordverbot wird ein „recht auf leben“, aus dem verbot von blasphemie wird die „gedanken- und religionsfreiheit“, aus dem diebstahlsverbot wird das „recht auf eigentum“…

es ist dieselbe minimalethik. simpel und genial.

gruß!

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Hallo Barney,

Der Islam ist doch eher ein seltsame Sekte, deren Lehren
hauptsächlich aus dem Christentum, dem Judentum und einigen
arabischen Naturreligionen zusammengestoppelt wurden.

Die Vielzahl der Gläubigen ist kein Zeichen für die Qualität
dessen, woran sie glauben,

nachdem sich Glaube und Weltanschauung nur sehr schwer qualitativ erfassen und bewerten lässt, wird der Begriff der Sekte eher quantitativ benutzt.

Er bezeichnet kleinere Gruppierungen; z.B. das Opus Angelorum, die Aum-Sekte oder Scientology. Wobei Scientology mit einigen zehntausend Mitgliedern weltweit schon ein „Sekten-Dickschiff“ ist.

Die Zeugen Jehovas mit mehreren hunderttausend Mitgliedern sind bereits ein Grenzfall. Viele sehen in ihnen eine große Sekte. Andere eine kleine Religion. Fließende Grenze eben.

Im Islam gibt es auch zahlreiche Untergruppen, für die der Begriff Sekte zutreffen würde. Aber der Islam als Ganzes ist für den Sektenbegriff zu heterogen und zu groß.

Viele Grüße,

Guido Strunck

Hallo Armin,

die Religion (das höchste Wissen) war zuerst da. Dann wird es verbreitet und es entstehen Gleichgesinnte die sich zusammen schließen. Dann kommen ein paar „schlaue“, die das Ganze vermarkten und ein Geschäft daraus machen.
Kirche ist heute ein REINES Geschäft geworden, nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten.
Priester werden theoretisch geschult, und man gibt ihnen auch gleich die passenden Antworten auf eventuelle Fragen – damit ja keiner selbst denken muß. EIGENE Erkenntnis braucht heute KEIN Priester mehr!

Das Volk wird nicht zur Religion gebracht, sondern die Religion wird dem Volk ANGEPASST – weil ich ja möglichst viele „Schäfchen“ haben möchte.
Der Mensch muß also nicht mehr nach den religiösen Prinzipien leben – das wäre ja eine Anstrengung und wer will das schon. Darum werden die Prinzipien dem Menschen angepasst – setz Dich auf Deinen Hintern, zahle und gehe jeden Sonntag in die Kirche, und weil Du in MEINER Kirche Mitglied bist, kommt dann der liebe Herr Jesus und bringt Dich in den Himmel.

Einem Gott, der so handeln würde – Menschen nach Religionszugehörigkeit auszuwählen – dem würde ich einen Tritt in den Hintern geben.

Mit freundlichen Grüßen

Demetrius

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Thomas,

>>>Du hast in mancher Hinsicht Recht, in anderer aber Unrecht.>>>Wer ist denn „Kirche“?>>>Wie kann eine Institution an etwas Schuld sein, wie kann eine Organisationsform etwas „nicht verstehen“, wie Du Dich ausdrückst?
Eine Kirche bestimmter Fehler zu beschuldigen ist genauso richtig oder falsch, wie wenn man einen Festkörper beschuldigt, daß seine Atome nicht frei herumfliegen. Insofern sind Deine Aussagen über Kirche falsch.>>>>Was Du darüber hinaus noch schreibst ist nichts anderes als Deine persönliche Formulierung DEINER Religion. >>>Du solltest Dir aber klar sein, daß Du Dich damit keiner Religion anschliesst, sondern selber eine baust. Ist aber ok, ein beliebtes Spiel unter Menschen. Der Vorteil, an seine selbst entwickelte Religion zu glauben ist, daß man selbst der Prophet mit der göttlichen Inspiration ist und dann keine Probleme hat, mit fremden Ansichten zurechtkommen zu müssen.

Hallo Reimund,

nun, der Islam hat ja auch die Bibel (erkennt sie an).
Ein Mohamed ist für mich ein Reformator gewesen, (gleich Marti Luther) aber sicher kein Prophet.
Der Koran ist voller Ethik, Moral, Sitte, strenge Regeln, Gebräuche und spricht von EINEM Gott, der für ALLE gilt.
Aber hohe Erkenntnisse, oder tiefe Wahrheiten, (wie auch immer) sind da nicht zu finden – die musst Du mir zeigen. Ich habe wirklich danach gesucht, aber nichts gefunden.
Über die 9. Sure möchte ich mich nicht auslassen – zeugt aber sicher nicht von hoher Weisheit.

Die Religionen sehe ich wachsen wie ein Baum.
Es muß eine „Urreligion“ gegeben haben den Stamm. Daraus gingen die 3 großen Religionen hervor – die Äste. Von diesen Grundreligionen gibt es dann „Abzweigungen“ – also die Zweige. Die kleinen Sekten sind dann die Blätter.
Je weiter vom Ursprung entfernt, um so weniger Wahrheiten sind enthalten.

Auf jeden Fall sind schon von den Aussagen her Übereinstimungen zu finden.
Was krumm ist, wird gerade. Kommt bei Lao-Tse vor und in der Bibel.
Dann gibt ein Buddha ein Beispiel mit Weinsäcken (es geht darum, wie die Lehre aufgenommen wird) (was hinein kommt, fließt direkt wieder heraus – tropft mit der Zeit aus – bleibt drinnen).
Ein ähnliches Beispiel zum selben Thema gibt Jesus „der Sähmann“. Die Saat fällt auf felsigen Boden (geht NICHT auf) – unter Disteln (wird mit der Zeit zugewuchert) – auf fruchtbare Boden (geht auf).
Da ist eben der fruchtbare Boden mit dem dichten Weinsack zu vergleichen. Die Saat die aufgeht, und der Weinsack der den Inhalt behält.

Wer hat nun von wem abgeschrieben? :- ))) Jaja ich weiß, der Buddha lebte 600 Jahre früher.

Mit freundlichen Grüßen

Demetrius

Hallo Demetrius!

Hallo Armin,

die Religion (das höchste Wissen) war zuerst da. Dann wird es
verbreitet und es entstehen Gleichgesinnte die sich zusammen
schließen.

Das zweifle ich an. Ich könnte mir vorstellen, daß der urzeitliche Mensch eher sehr ratlos und ängstlich gegenüber dem unerklärlichen war und sich schon dort jemanden gesucht hat der eine Antwort auf die Fragen hat. Dies dürfte dann der Schamane oder ein anderer hochgestellter des Stammes gewesen sein, des sich so seine Gedanken zu den Sachen gemacht hat und so seine Leute beruhigt hat. Also eine Art Priester. Und diese Priester haben dann nach ihren Vorstellungen die Religionen gemacht. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß diese Priester schon sehr früh die Macht erkannt haben die daraus entsteht.

Kirche ist heute ein REINES Geschäft geworden, nach
marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Hä?? Erst heute??? Hab ich da was verschlafen bzgl. Absolution und Ablass und so weiter???

Priester werden theoretisch geschult, und man gibt ihnen auch
gleich die passenden Antworten auf eventuelle Fragen – damit
ja keiner selbst denken muß. EIGENE Erkenntnis braucht heute
KEIN Priester mehr!

Das Volk wird nicht zur Religion gebracht, sondern die
Religion wird dem Volk ANGEPASST – weil ich ja möglichst viele
„Schäfchen“ haben möchte.
Der Mensch muß also nicht mehr nach den religiösen Prinzipien
leben – das wäre ja eine Anstrengung und wer will das schon.
Darum werden die Prinzipien dem Menschen angepasst – setz Dich
auf Deinen Hintern, zahle und gehe jeden Sonntag in die
Kirche, und weil Du in MEINER Kirche Mitglied bist, kommt dann
der liebe Herr Jesus und bringt Dich in den Himmel.

Dazu kann ich nichts sagen weil ich mich gar nicht damit beschäftige.

Einem Gott, der so handeln würde – Menschen nach
Religionszugehörigkeit auszuwählen – dem würde ich einen Tritt
in den Hintern geben.

Hier versteh ich dich nicht so ganz. Wozu oder wobei werden Menschen nach Religionszugehörikeit ausgewählt???

Mit freundlichen Grüßen

auch von mir

Armin

Demetrius

Hallo Reimund,

nun, der Islam hat ja auch die Bibel (erkennt sie an).

Das ist aber als Erkennungszeichen einer Religion unwichtig. Die „Bibel“ des Islam ist der KORAN.

Ein Mohamed ist für mich ein Reformator gewesen, (gleich Marti
Luther) aber sicher kein Prophet.

Das ist Ansichtssache. Aus der Sicht des Islam war Jesus ein Prophet und ist Mohammed der, ich will´s mal jetzt so nennnen: der prophet, der mit Gott spricht. Außerdem bezeichnen sie die Dreieinigkeit als Vielgötterei und Blasphemie. Wie gesagt, Ansichtssache.

Der Koran ist voller Ethik, Moral, Sitte, strenge Regeln,
Gebräuche und spricht von EINEM Gott, der für ALLE gilt.
Aber hohe Erkenntnisse, oder tiefe Wahrheiten, (wie auch
immer) sind da nicht zu finden – die musst Du mir zeigen. Ich
habe wirklich danach gesucht, aber nichts gefunden.

Genauso viel, wie in der Bibel. Mag ja sein, dass Du die Bibel von vorne bis hinten kennst, doch bezweifele ich, dass Du den Koran schon komplett gelesen hast. Das Problem dabei ist auch noch, dass Du ihn in deutsch lesen musst (außer Du kannst arabisch). Hier entgehen Dir einige Feinheiten. Denn unsere germanischen Sprachen sind arm gegenüber der arabischen.

Über die 9. Sure möchte ich mich nicht auslassen – zeugt aber
sicher nicht von hoher Weisheit.

Auch in der Bibel steht viel weniger kluges, um nicht Blödsinn zu sagen.

Die Religionen sehe ich wachsen wie ein Baum.
Es muß eine „Urreligion“ gegeben haben den Stamm. Daraus
gingen die 3 großen Religionen hervor – die Äste. Von diesen
Grundreligionen gibt es dann „Abzweigungen“ – also die Zweige.
Die kleinen Sekten sind dann die Blätter.

Eine schöne Theorie… aber mehr nicht. Bevor die 3 Religionen entstanden gab es jede Menge anderer Religionen. Sie sind teils in die heutigen eingeflossen, teils gestorben. Wie es der christlichen, der jüdischen und der buddhistischen auch irgend wann einmal ergehen wird. Nichts ist ewig. So wie Völker verschwinden, so sterben Religionen. Die einen schneller die anderen langsamer. Einmal erwischt es sie alle.

Je weiter vom Ursprung entfernt, um so weniger Wahrheiten sind
enthalten.

Also ist die Jüdische Religion die verlogenste? Sie ist die z.Zt. älteteste der Welt. Anschließend kommt der Bugghismus, dann das Christentum und als jüngste der Islam. Nach Deiner Theorie ist also der Islam die wahrste.

Auf jeden Fall sind schon von den Aussagen her
Übereinstimungen zu finden.
Was krumm ist, wird gerade. Kommt bei Lao-Tse vor und in der
Bibel.
Dann gibt ein Buddha ein Beispiel mit Weinsäcken (es geht
darum, wie die Lehre aufgenommen wird) (was hinein kommt,
fließt direkt wieder heraus – tropft mit der Zeit aus – bleibt
drinnen).
Ein ähnliches Beispiel zum selben Thema gibt Jesus „der
Sähmann“. Die Saat fällt auf felsigen Boden (geht NICHT auf) –
unter Disteln (wird mit der Zeit zugewuchert) – auf fruchtbare
Boden (geht auf).
Da ist eben der fruchtbare Boden mit dem dichten Weinsack zu
vergleichen. Die Saat die aufgeht, und der Weinsack der den
Inhalt behält.

Diese Beispiele sind zwar schön, doch sagen sie gar nichts aus. Alle beruhen auf der bäuerlichen Gesellschaft der Religionen. Also kommt man zu den gleichen Erklärungsmodellen.

Wer hat nun von wem abgeschrieben? :- ))) Jaja ich weiß, der
Buddha lebte 600 Jahre früher.

Alle evtl. von den Babylonieren oder gar von den… wie heißen die noch mal… Gilgamesh war einer ihrer Anhänger… in der Stadt Ur… fällt mir nicht ein!!!
Doch von einer Urreligion zu spreche, halte ich für etwas stark übertrieben. In dem Augenblick, als der Mensch anfing, sein Hirn zu betätigen und abstrakt zu denken lernte, hatte er Fragen, warum es einen Blitz gibt, warum es donnert, warum … Und da er es nicht erklären konnte, meinte er, es wäre etwas, das wesentlich mächtiger als er ist. Und da es Erklärungsbedürftiges gab, das für ihn gut war und solches, das zu seinem Schaden war, erfand er gute und böse Götter. Ganz einfach.
Irgend wann merkte er, dass er damit seine Mitmenschen in seinem Sinne lenken kann und behauptete, er spräche mit den Göttern. Ehrfuchtssvoll folgten sie ihm. Der Beruf des Priesters war erfunden. Und so entwickelten sich die Religionen immer weiter. Bis sich einige als besonders kriegerische, mordlüstige herausstellten und die Oberhand gewannen. Ausnahme: der Buddhismus. Doch das ist ja auch keine Religion, sondern eine Philosphie. Sie kommt ohne Götter aus. Und erkennt, dass das oberste Ziel, das ein Lebewesen erreichen kann das Nirwana ist, der ewige Tod. Die Bezeichnung Tod ist hier allerdings nicht ganz richtig. Besser wäre die Auflösung, das Ausscheiden aus dem Kreislauf des Lebens.
Hallo, Buddhisten: stimmt meine Nirwanabeschreibung?
um aber zu unserem Thema zu kommen: ich behaupte immer noch, dass der Islam genauso hochstehend ist, wie das Christentum und der Judaismus.
Religionswissenschaftler behaupten ja auch, dass Paulus als Indienreisender vieles aus dem Buddhismus mit dem Judaismus vermengt hat und die christliche Lehre so geschaffen hat, wie sie uns bekannt ist. Also nicht der imaginäre Jesus (mag sein, dass es ihn tatsächlich gegeben hat, doch geschichtlich ist er nun mal nicht. Die Bibel ist kein Geschichtsbuch… eher ein Geschichtenbuch) ist unser Religionsgründer sondern Paulus. Abner da lässt sich drüber streiten.
Grüße
Raimund

hallo demetrius,

darf ich was sagen, obwohl ich kein mitglied einer kirche bin?

eine solche argumentation halte ich für eine alibihandlung, die menschen tun, die einerseits mit ihrer religion nicht einverstanden sind, aber es trotzdem nicht schaffen - wegen ihrer sozialisierung oder aus bequemmlichkeit - , sich zu lösen und zu einer anderen denomination oder gleich einer anderen religion zu wechseln.

ich bin zwar der meinung, daß jede glaubenslehre an sich gute seiten hat (sagte ich weiter unten), aber religion als praxis manifestiert sich eben einmal an den menschen, die sie ausüben, an der gemeinde, und - wenn vorhanden - auch an priestern und anderen personen.

man kann nicht sagen, okay, ich bin zwar katholisch, aber ich bin gegen das zölibat, oder ich bin ein orthodoxer jude, will aber, daß frauen zur tora gehen, denn IN WIRKLICHKEIT ist das ja nicht DIE WAHRE religion, die wahre sei ja ganz anders.

ich halte das nicht für ehrlich, ja sogar widersprüchlich. wenn es einem nicht paßt, kann man ja protestant oder reformist oder was auch immer werden.

ein typisches beispiel sind die sgn. messianischen juden. eigentlich sind das gar keine juden, weil sie an jesus glauben, aber sie schaffen es nicht, sich einfach taufen zu lassen und aus fertig.

es gibt sicher noch andere beispiele.

gruß!

Hallo Armin,

die Religion (das höchste Wissen) war zuerst da. Dann wird es
verbreitet und es entstehen Gleichgesinnte die sich zusammen
schließen.

Das zweifle ich an.

Und diese
Priester haben dann nach ihren Vorstellungen die Religionen
gemacht. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß diese Priester
schon sehr früh die Macht erkannt haben die daraus entsteht.

dieser Logik kann ich nicht folgen.
Welcher Priester?
Ohne Religion kein Priester! Der Priester ist doch der Vermittler zwischen Gott und dem Volk. Und wenn es „Volk und Gott“ gibt, dann ist eine Religion schon vorhanden.

Gruss Harald

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hallo lehitraot,

ein typisches beispiel sind die sgn. messianischen juden.
eigentlich sind das gar keine juden, weil sie an jesus
glauben, aber sie schaffen es nicht, sich einfach taufen zu
lassen und aus fertig.

dies trifft leider nicht auf die messianischen juden zu die ich kennen sonder hat den ursprung im glauben.

  1. die taufe als kindstaufe ist unbiblisch
  2. über die sinnhaftigkeit der taufe gibt es unterschiedliche meinungen, aber ein gläubiger christ oder messianischer jude ist sich seines heils sicher und demzufolge nach epheser 1, 13 versiegelt. die taufe hat somit nichts mit dem glauben zu tun, sonder ist eher ein öffentliches bekenntnis. die probleme zwischen den orthoxen und messianischen juden sind dir sicherlich besser bekannt als mir. auch kann ich dir nicht zustimmen mit der aussage, das die messianischen juden keine echten juden seien, oder habe ich dich falsch verstanden?

Gruß

B2

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