salve,
ich habe mein abitur auf einer evangelischen schule gemacht und bin deshalb mit diskussionen, wie sie „unten“ geführt wurden, zum thema jungfräulichkeit der maria, bestens bekannt. auch ich habe in meiner schulzeit die kirchlich manifestierten grundlagen zur genüge eingetrichtert bekommen, dabei liegt die wahrheit doch so nahe, denke ich:
während meiner gesamten schulzeit habe ich nie einen zugang zum christentum gewinnen können, es war alles so theoretisch, abgehoben und elitär. aber ist nicht genau das etwas, was dem christlichen glauben entgegensteht?
ja: denn, versetzten wir uns doch mal, natürlich nur theoretisch, in die rolle eines gottes. ein, bzw. unser gott ist doch ein „etwas“, was unseren geistigen horizont übersteigt und eben zu weit mehr fassungsvermögen und wissen sowie macht als unser beschränktes bewusstsein sich vorstellen kann in der lage ist. eben nicht menschlich ist, weswegen man sich eben von gott kein bild machen kann.
nungut, dieses „göttliche“ will nun aber den menschen mitteilen, daß es ihn gibt und welche „grundregeln“ auf diesem unseren planeten gelten sollen!
wie kann man das machen? so wie es gemacht wurde, man muss die botschaft von einem GLEICHEN!, einem Menschen verkünden lassen, denn was wäre denn passiert, wenn gott nicht einen menschlichen sohn, sondern selbst gewirkt hätte? es hätte mord und totschlag gegeben. und wie übermittelt man eine höhere botschaft an möglichst viele menschen, die alle andere sprachen sprechen und und unter verschiedenen kulturellen einflüssen stehen?
ganz einfach: es könne alle verstehen, wenn man es VOR MACHT!!!
jesus hat uns vorgemacht, daß das leben mit dem tod nicht vorbei ist!!! für alles was man tut, muss man sich verantworten, es ist nicht egal! und die regeln sind einfach: matthäus 22, 36: du sollst dein gott lieben mit herzen, seele und verstand ( und damit anerkennen, daß es ihn gibt) und deinen nächsten lieben, wie dich selbst! dies ist die botschaft, mehr nicht!
alle „wissenschaftliche“, theologische analyse ist völlig unnötig, gar verfehlt, die botschaft soll der breiten masse offenbahrt werden, sie muss also kurz und prägnant sein, sie ist es! man muss es nur erkennen, und genau das könne wir, denn sie ist von mensch zu mensch verkündet worden.
wer das erkannt hat, allein dem werden die anderen von jesus verkündeten grundsätze offen. bis zum ende jesu haben die jünger an der göttlichen existenz gezweifelt, nachvollziehbar, ein mensch versucht anderen menschen seine göttliche macht nahezubringen, alle wollen beweise. dies allerdings war für jesus noch eine leichte aufgabe, verglichen mit dem aufwandt, den er bei neuer wiederkehr heutzutage aufbringen müsste, um alleine wahrgenommen zu werden. aber genau dies ist ja der urgedanke christlichen glaubens, an die existenz gottes und seiner regeln zu glauben ud sie zu befolgen, obwohl es eben nicht dem „Mainstream“ entspricht, es zu spüren, daß da etwas ist. auch das ziel ist klar bestimmt: matthäus 25, 34: das leben ist eine reifeprüfung, das reich ist das alleswissende, die unendliche liebe, der frieden, die kommunikationslose verbindung mit allen anderen wissenden individuen, den glauben an das gute. diesen wunderbaren, einmaligen test des verständnisses hat jesus petrus angeboten(meine lieblingstelle in der bibel), den beweis des verständnisses anzutreten, matthäus 16, 15-20. er gibt petrus, der sich am deutlichsten zu seiner göttlichen existenz bekennt eine „generalvollmacht“.er testet seinen glauben. er sagt den jüngern, anderen seine göttlichen fähigkeiten nicht zu verraten, alleine petrus kann, wenn er denn verstanden hat, „die schlüssel des himmelreiches geben“, ach wie gerne hätte ich mit ihm getauscht, er war der erste „echte“ mensch, dem die welt zu füßen lag. naja, leider hat er es nicht erkannt, wie in matthäus 16, 21-23 steht, er hat die aufgabe der göttlichkeit doch nicht durchschauen können.
ich bin vor 3 monaten aus der kirche ausgetreten, ich konnte die instrumentalisierung dieser unendlich wichtigen, elementaren und sich geradezu aufdrängenden wahrheit nicht mehr ertragen. zu jesus kann jeder mensch jederzeit sprechen, er antwortet immer, er ist der „erdenbeauftragte“. erstaunlicherweise allerdings habe ich festgestellt, daß die nähe, das spüren der unendlichen macht GOTTES, des vaters, in einer kirche leichter fällt, als anderswo, weswegen ich in unregelmäßigen abständen diese aufsuche. allerdings nur aus „abenteuerlust“, denn alleine die liebe und kraft, die man von jesus empfangen kann, ist mehr, als ein einzelner mensch fassen kann.
soviel zu meiner lebenseinstellung, ich denke, selbst mit meinen jungen jahren (27) die regeln und den sinn verstanden zu haben, es gibt nichts schöneres, als das göttliche zu spüren und zu wissen, daß die anstrengungen, „gut“, anderen gutes zu tun, zu sein nach dem ableben des materiellen unendlich belohnt werden.
wie seht ihr das?
soweit,
frank