Was genau bedeutet “rendern” im Entstehungsprozess eines Comics? Hier aus einem Text: “… to kill pencils with over-rendering …” Ich versteh es so, dass man z.B. beim Tuschen zu viel tun kann, wo weniger mehr wäre, also eine Über-bearbeitung. Ein uninspiriertes Ausmalen vielleicht? Aber vielleicht liege ich ganz daneben und hier kann mir jemand erklären, was genau ich darunter zu verstehen habe.
Du hast immer so interessante Fragen!
Ich konnte nicht anders und musste die Phrase mit passender Frage vorwerfen. Das LLM meint, dass es zu viel „Bleistiftzeichnung“ gäbe, also zu viele Details, zu dicke Linien, zu viele Schraffuren, sodass der Tuschezeichner beim Ausmalen seiner künstlerischen Freiheit nicht mehr nachkommen kann.
In diesem Video, dass das LLM gefunden hat, wird davon gesprochen, dass das Rendering klar und minimal sein sollte, damit man mit dem Inking Ausdruck verleihen kann.
Hm. Der Zeichner ist beim inking (tuschen). “… to kill pencils with over-rendering areas that should be bold and open …” Ich verstehe es eher so, dass er die pencils, also die Vorzeichnung mit Bleistift zu “dick” austuscht und ihr damit die Frische und Lebendigkeit nimmt. (Am Anfang spricht er nämlich davon, dass man beim Inken viel falsch machen kann.)
So, wie ich die Bedeutung der Wörter „pencils“ und „over-rendering areas“ verstehen möchte, setzt der Zeichner zu viele Linien (z.B. Schraffuren und zu viele Detaillinien), wodurch die Komposition beispielsweise verschoben werden könnte. Was offen, frei und kräftig wirken könnte, erschlägt jetzt durch zu viele Details und Klein-klein.