Richterforum

Hallo,
gibt es irgendwo im Internet ein Richterforum, also wo man auch Fragen an Richter stellen kann, evtl. Richter im Ruhestand oder sog. ehrenamtliche Richter. ? Die einzigste Seite die ich gefunden habe,
lässt keine weitere Verbindung dahin zu.

Danke
Moni

LOL (owT)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

???

zur Erklärung
Hallo Moni,

… LOL ist ne Abkürzung für „laughing out loud“ (lautes Lachen)

… (owt) heißt hier im Forum „ohne weiteren Text“

… wenn bei einer Überschrift „(owt)“ steht, dann gibts keinen Text dazu.

MfG

Hallo,
es gibt schon Foren, in denen sich richterliches Personal austauscht. Nur

  1. werden dort niemals und nimmer irgendwelche konkreten Fälle diskutiert, sondern z.B. standesrechtliche und allenfalls höchst abstrakt rechtspolitische Fragen und
  2. sind diese Foren nur einem sehr eingeschränkten Fachpublikum zugänglich.
    Ein Richter wird aber NIEMALS in irgendeinem Forum in seiner Funktion als Richter Fragen beantworten.
    Grüße, Peter

Hallo,
lässt keine weitere Verbindung dahin zu.

Die verraten nicht mal ihre E-Mail-Adresse. Aber Fehlentscheidungen treffen und Kosten eintreiben können sie - weiter nichts.

Schade…
daß man hier keine Minuspunkte vergeben kann…
Völlig unqualifiziert!

ALex

Ja, so ist er, egal unter welchem Namen er auftritt.

Ja, so ist er, egal unter welchem Namen er auftritt.

Richter geben nicht ihre E-Mail-Adressen preis.

Richter geben nicht ihre E-Mail-Adressen preis.

Wozu auch? Willst du dich zum Kaffeekränzchen verabreden? Was man dem Richter zu sagen hat, kann man schriftlich (für die Akte) oder mündlich (in der Verhandlung) vorbringen. Paßt einem das Urteil nicht, kann man Beschwerde beim Gericht einlegen oder in die nächste Instanz gehen. Dazu braucht man keine Mail zu schreiben. Will man sich beim Richter bedanken, kann man das nach der Verhandlung machen. Ich sehe also keinen Grund, warum man einem Richter eine Mail schreiben sollte, außer natürlich, man möchte irgendwelche Beschimpfungen oder Beeinflussungsversuche starten.

Gruß,
Alex

Richter geben nicht ihre E-Mail-Adressen preis.

Hallo Alex,
leider müssen Beweise immer noch schriftlich eingereicht werden, die dann leicht verschlampert werden können. Online ginge das viel effektiver, aber den Damen und Herren in Robe ist ein öffentliches Onlineverfahren viel zu billig. Die müssen immer noch riesige Gerichtsgebäude mit protzigen Sälen haben, wo einfache Leute leicht über den Tisch gezogen werden können.
Im Namen des Volkes
Silas

Hallo Alex,
ich bin ganz deiner Meinung. Nur eine kleine Ergänzung:

Will man sich beim Richter bedanken,
kann man das nach der Verhandlung machen.

Ich habe ein Verfahren erlebt, bei dem sich der Beschuldigte - er war geständig und ist mit einer milden Strafe davongekommen - nach Urteilsverkündung beim Richter bedankt hat, was dieser mit den Worten „BEDANKEN SIE SICH NICHT!“ brüsk zurückgewiesen hat. Er wollte offensichtlich jeden Anschein im Keim ersticken, das Gericht habe sich nicht ausschließlich von Objektivität leiten lassen.
Grüße, Peter

Oh Mann, als ob Richter entscheiden würde, wie Gerichtsgebäude aussehen.

Außerdem warst du offenbar noch nicht in viele Gerichtssälen. Die meisten, die ICH gesehen habe, waren langweilige, höchst schlichte Neubauten.

Und den ganzen Mailkram, da machst du es dir - wie immer - viel zu einfach. Ganz abgesehen davon, dass auch das nicht von Richtern festgelgt wird. Stell dir vor: Richter sind an Recht und Gesetz gebunden!

Levay

Beispiel von verkrusteter Justiz

hat. Er wollte offensichtlich jeden Anschein im Keim
ersticken, das Gericht habe sich nicht ausschließlich von
Objektivität leiten lassen.

Hallo Peter,
mir fällt da noch ein krasses Beispiel ein. Mehrere Zeugen werden vor Gericht wegen Sachbeschädigung geladen, obwohl der Angeklagte alles zugibt. Der Richter sagt, die Zeugen müssen nicht aussagen. Zeugen wird aber mit Gefängnis gedroht, falls sie nicht erscheinen, kriegen dann aber zum Trost Zeugengelder.

Richter sind an Recht
und Gesetz gebunden!

Leider, Levay,
sie blättern lieber in der ZPO, als sich nach Entscheidungen des BGHs zu richten. Von der Unabhängigkeit bis zur Machtbesessenheit und Ignoranz ist es dann nicht mehr weit. Gesetze sind dazu da, um sie zu berichtigen.

Hallo!

mir fällt da noch ein krasses Beispiel ein. Mehrere Zeugen
werden vor Gericht wegen Sachbeschädigung geladen, obwohl der
Angeklagte alles zugibt. Der Richter sagt, die Zeugen müssen
nicht aussagen. Zeugen wird aber mit Gefängnis gedroht, falls
sie nicht erscheinen, kriegen dann aber zum Trost
Zeugengelder.

Und wenn der Angeklagte plötzlich in der Verhandlung von seinem Schweigerecht Gebrauch macht? Dann hat man ein Problem. Man muss nämlich dann einen weiteren Termin machen, zu dem dann die Zeugen geladen werden. Das einzig richtige, um dem Konzentrations- und Beschleunigungsgrundsatz Genüge zu tun, ist es, vorbeugend eben doch die Zeugen zu laden. Ich kann da tatsächlich nicht das geringste „krasse Beispiel“ für irgendwas erkennen.

Florian.

Hallo!

Abgesehen davon, dass es auch ein falsches Geständnis sein kann…

Gruß
Tom

Hallo!

ich vergaß zu erwähnen, dass Zeugen geladen wurden, die gar nichts gesehen hatten, sondern nur aussagen mussten, wie hoch der Schaden ist. Das hätte man auch durchaus schriftlich erledigen können, ohne dass Zeugen bis zu 50 km fahren mussten. Von geladenen vier Zeugen hat nur einer was gesehen.

Hallo!

der Schaden ist. Das hätte man auch durchaus schriftlich
erledigen können

Der Richter ist an Recht und Gesetz gebunden und Dein Vorschlag würde gegen § 250 StPO verstoßen.

„…Die Vernehmung darf nicht durch Verlesung…einer schriftlichen Erklärung ersetzt werden“

Gruß,

Florian.

daß man hier keine Minuspunkte vergeben kann…
Völlig unqualifiziert!

ALex

Stimmt!
Kennt jemand de Zündel-Prozess?
Das ist der Nazi der Zig Jahre in Kanada lebte und seine brtaune Propaganda verbreitete.

Der Richter Ulrich Meinerzhagen den nun wenigstens auch linke Magazine für einen „Nazirichter“ halten (weil das ein Schauprozess ist) steht auch bei im Telefonbuch.
Der Prozess fand oder findet in Mannheim statt, und der Herr hat es nicht weit von seiner Adresse zum Gericht (soviel „subtiles“ dazu).

Respekt für den Mut. Andere weniger „interesante“ Menschen haben eine Geheimnummer oder stehen zumindes nicht im Telefonbuch.