Riester-Rente.., nur bei wem?

Hallo zusammen,

ich suche grade nach nem guten Anbieter für Riester-Rente.
Bin Anfang 20, daher müsste, soweit ich weiß, Riester-Rente besser für mich sein als ne private Rentenversicherung…

Nun zur Frage an euch. Ich bin etwas verunsichert bei der Auswahl des richtigen Anbieters. Die Grundlage (gesetzlich) ist gleich, und doch gibt es anscheinend wesentliche Unterschiede.

Momentan hab ich Infos vorliegen von der Hamburg-Mannheimer (KaiserRente), Volksbank/UnionInvestment (UniRenta), Sparkasse/Deka und R+V…

Zur KaiserRente hab ich bisher keine Beurteilungen im Internet gefunden und trotzdem sind die mächtig stolz auf sich, machen Werbung mit der Größe Ihrer Versicherung und den Veranstaltungen, die sie versichern.

Das Angebot von UnionInvestment wurde schon mal von Finanztest gut getestet, zum Sparkassen-Angebot habe ich keine Tests gefunden.
Bzgl. dieser beiden wurde mir mal gesagt, dass mit weniger Gewinn zu rechnen ist, als bei ner Versicherung…, aber ich bezweifle das irgendwie en bisschen.

Zum R+V-Angebot hab ich auch nichts richtiges gefunden, nur das die Versicherung insgesamt von Berwertungsgesellschaften gut bewertet wurde.

Zum 1.12. will ich nen Vertrag abschließen, weil ab 2007 der garantierte Zinsertrag von 2,75% auf 2,25% gesenkt wird…

------> Habt ihr nen Rat, auf was ich hauptsächlich achten sollte, bzw. nen Tipp, welche Anbieter derzeit die Besten auf dem Segment sind?
… ihr könnt mir gerne auch Links zu solchen Tests nennen.

Danke & Gruß
Stefan

Hi,

auch da kann ich wieder an meine heißgeliebte Finanztest erinnern (vielleicht auch weil meine Debeka da immer so gut weg kommt).

Mein Tipp: Entscheiden Sie sich für eine Anlageform und vergleichen Sie die (garantierten) Renten bei gleichen Konditionen.

Gruß
CM

Hallo zusammen,

ich suche grade nach nem guten Anbieter für Riester-Rente.
Bin Anfang 20, daher müsste, soweit ich weiß, Riester-Rente
besser für mich sein als ne private Rentenversicherung…

Das hat weniger mit dem Alter zu tun als eher mit den Zulagen. Mit einer privaten Rentenversicherung erzielst Du niemals die effektiven Nachsteuerrenditen wie mit der Riester-Rente. Aber dennoch sei gesagt, dass die Riester-Rente lediglich der Ausgleich für Rentenkürzungen ist, und allein die private Altersvorsorge ersetzen kann und soll!!!

Momentan hab ich Infos vorliegen von der Hamburg-Mannheimer
(KaiserRente),
Zur KaiserRente hab ich bisher keine Beurteilungen im Internet
gefunden und trotzdem sind die mächtig stolz auf sich, machen
Werbung mit der Größe Ihrer Versicherung und den
Veranstaltungen, die sie versichern.

eher nicht…
wer tolle Veranstaltunge versichert, qualifiziert sich noch nicht zwingend als guter Rentenversicherer :wink:

Volksbank/UnionInvestment (UniRenta),
Das Angebot von UnionInvestment wurde schon mal von Finanztest
gut getestet, zum Sparkassen-Angebot habe ich keine Tests
gefunden.

UniProfiRente, nicht schlecht… aber leider wurden in der FinanzTest wie schon an anderer Stelle hier im forum erwähnt einige Kostenanteile fälschlicherweise nicht aufgeführt.

Sparkasse/Deka
Bzgl. dieser beiden wurde mir mal gesagt, dass mit weniger
Gewinn zu rechnen ist,

auch laut den neuesten Ratings nicht die Topversicherer, aber besser als keine abzuschließen.

Zum R+V-Angebot hab ich auch nichts richtiges gefunden, nur
das die Versicherung insgesamt von Berwertungsgesellschaften
gut bewertet wurde.

Die Vertragskonstellation ist weniger wichtig. Essenziell wichtig sind die Anlagearten und -möglichkeiten!

Zum 1.12. will ich nen Vertrag abschließen, weil ab 2007 der
garantierte Zinsertrag von 2,75% auf 2,25% gesenkt wird…

Das hört sich nach einer klassichen Rentenversicherung an. Hiervon kann ich gerade in Deinem Alter nur abraten! Wähle doch die Fonds-Variante. Auf eine Sicht von mehr als 40 Jahren ist das Risiko eher gering, die Rendite fast sicher höher!

------> Habt ihr nen Rat, auf was ich hauptsächlich achten
sollte, bzw. nen Tipp, welche Anbieter derzeit die Besten auf
dem Segment sind?
… ihr könnt mir gerne auch Links zu solchen Tests nennen.

Was noch fehlt:
Die Fonds-Riester-Rente der Deutschen Bank, m.E. auch ein gutes Produkt!

Danke & Gruß
Stefan

Bitte & Gruß zurück
Frank Wilke

Servus Stefan,

darf ich an das grundsätzliche Vorab-Ja zu „Riester-zertifizierten“ Produkten ein Fragezeichen hängen?

Seit 2005 ist der Sonderausgabenabzug für private Rentenversicherungen neu geregelt, da ist jetzt viel Platz nach oben. Im Gegensatz zu „Riester“, wo der Staat den Anbietern (etwas überspitzt gesagt) fast sparkassenbuchartige Rahmenbedingungen vorgibt, wenn sie das Zertifikat haben wollen, gibt es viele Produkte, die den Bedingungen für den Sonderausgabenabzug gerecht werden, aber eben nicht ganz so risikoavers gestrickt sind, so daß eine bessere Rendite vor ESt- und Zulageneffekt in Aussicht genommen werden kann, ohne daß man den ESt-Effekt via Sonderausgabenabzug (der bei nicht so ganz niedrigen Einkommen bei der Günstigerprüfung eh Vorrang vor der Zulage hat) verliert. Entscheidend ist im wesentlichen bloß, daß man auf die Option zur kapitalisierten Auszahlung in einem Rutsch definitiv verzichten muss, also bloß eine „echte Rente“ bekommen kann und keinen Baustein fürs Häuslein auf Malle.

Ich täte also „Riester oder nicht“ nicht als allerersten Filter vorschalten. Vielleicht eher den: „Der Anbieter, der mir die Steuereffekte einleuchtend und konkret darstellen kann, hat von vornherein einen Bonus“ - in der Tat sind die Versicherungsleute in der Zeit seit 2000 von hektischen Aktivitäten des Gesetzgebers so gebeutelt, daß es ein bissel Know-How braucht, um da dem Interessenten etwas Gutes darstellen zu können - die Fußkranken halten da nicht mehr mit. - Zu diesem Filter gehört auch: Wer in seine Darstellung die steuerlichen Bedingungen im Jahr 2060 als fixe Größe ohne Vorbehalt oder Fragezeichen einbezieht, hat m.E. von vornherein verloren, weil aus einem falschen Ansatz ein richtiges Ergebnis allenfalls zufällig rauskommen kann.

Schöne Grüße

MM

Servus Stefan,

darf ich an das grundsätzliche Vorab-Ja zu
„Riester-zertifizierten“ Produkten ein Fragezeichen hängen?

Seit 2005 ist der Sonderausgabenabzug für private
Rentenversicherungen neu geregelt, da ist jetzt viel Platz
nach oben. Im Gegensatz zu „Riester“, wo der Staat den
Anbietern (etwas überspitzt gesagt) fast sparkassenbuchartige
Rahmenbedingungen vorgibt, wenn sie das Zertifikat haben
wollen, gibt es viele Produkte, die den Bedingungen für den
Sonderausgabenabzug gerecht werden, aber eben nicht ganz so
risikoavers gestrickt sind, so daß eine bessere Rendite vor
ESt- und Zulageneffekt in Aussicht genommen werden kann, ohne
daß man den ESt-Effekt via Sonderausgabenabzug (der bei nicht
so ganz niedrigen Einkommen bei der Günstigerprüfung eh
Vorrang vor der Zulage hat) verliert. Entscheidend ist im
wesentlichen bloß, daß man auf die Option zur kapitalisierten
Auszahlung in einem Rutsch definitiv verzichten muss, also
bloß eine „echte Rente“ bekommen kann und keinen Baustein fürs
Häuslein auf Malle.

Da Du es entscheidend findest, muss ich hier sagen: Das ist so nicht richtig! Ich weiß nicht wie du das mit „einem Rutsch“ meinst, aber ich habe sehr wohl die Möglichkeit bei „Riester“ mir einen Teil als Einmalzahlung auszahlen zu lassen! Somit habe ich sehr wohl einen Baustein für das Häuslein auf Malle :smile:

Ich täte also „Riester oder nicht“ nicht als allerersten
Filter vorschalten. Vielleicht eher den: „Der Anbieter, der
mir die Steuereffekte einleuchtend und konkret darstellen
kann, hat von vornherein einen Bonus“ - in der Tat sind die
Versicherungsleute in der Zeit seit 2000 von hektischen
Aktivitäten des Gesetzgebers so gebeutelt, daß es ein bissel
Know-How braucht, um da dem Interessenten etwas Gutes
darstellen zu können - die Fußkranken halten da nicht mehr
mit. - Zu diesem Filter gehört auch: Wer in seine Darstellung
die steuerlichen Bedingungen im Jahr 2060 als fixe Größe ohne
Vorbehalt oder Fragezeichen einbezieht, hat m.E. von
vornherein verloren, weil aus einem falschen Ansatz ein
richtiges Ergebnis allenfalls zufällig rauskommen kann.

Schöne Grüße

MM

Servus Jesch,

mir gehts um den entscheidenden Punkt für den Sonderausgabenabzung von privaten Rentenversicherungen ab 2005: Die unter § 10 Abs 1 Nr. 2b EStG fallenden und entsprechend im Rahmen des Höchstbetrages 20.000 € gem. § 10 Abs 3 EStG abziehbaren privaten Rentenversicherungen sind ausschließlich solche, die nur die Zahlung einer monatlichen auf das Leben des Steuerpflichtigen bezogenen lebenslangen Leibrente vorsehen, keine andere Auszahlungsform ist für diesen Sonderausgabenabzug möglich.

Für „Riester“ gelten freilich andere Regeln. Wenn man aber die Effekte „Riester“ und Sonderausgabenabzug vergleichen will, sollte man auf jeden Fall Produkte in den Vergleich einbeziehen, bei denen der Sonderausgabenabzug bis zu 20.000 € möglich ist.

Dieser Vergleich führt wegen der höheren Renditen vor Steuer- und Zulageneffekten in der Regel dazu, daß „Riester“ bloß bei relativ niedrigen Einkommen interessant ist, und auch für Leute, die auf die „staatlich zertifizierte“ Einschränkung des Risikos Wert legen. In den anderen Fällen ists in der Regel interessanter, den ESt-Effekt nicht über die Zulage, sondern über Sonderausgaben zu erzielen. Dazu gehört dann halt, daß der Vertrag mit § 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG konform ist.

Schöne Grüße

MM

Servus Jesch,

mir gehts um den entscheidenden Punkt für den
Sonderausgabenabzung von privaten Rentenversicherungen ab
2005: Die unter § 10 Abs 1 Nr. 2b EStG fallenden und
entsprechend im Rahmen des Höchstbetrages 20.000 € gem. § 10
Abs 3 EStG abziehbaren privaten Rentenversicherungen sind
ausschließlich solche, die nur die Zahlung einer monatlichen
auf das Leben des Steuerpflichtigen bezogenen lebenslangen
Leibrente vorsehen, keine andere Auszahlungsform ist für
diesen Sonderausgabenabzug möglich.

Für „Riester“ gelten freilich andere Regeln. Wenn man aber die
Effekte „Riester“ und Sonderausgabenabzug vergleichen will,
sollte man auf jeden Fall Produkte in den Vergleich
einbeziehen, bei denen der Sonderausgabenabzug bis zu 20.000 €
möglich ist.

Dieser Vergleich führt wegen der höheren Renditen vor Steuer-
und Zulageneffekten in der Regel dazu, daß „Riester“ bloß bei
relativ niedrigen Einkommen interessant ist, und auch für
Leute, die auf die „staatlich zertifizierte“ Einschränkung des
Risikos Wert legen. In den anderen Fällen ists in der Regel
interessanter, den ESt-Effekt nicht über die Zulage, sondern
über Sonderausgaben zu erzielen. Dazu gehört dann halt, daß
der Vertrag mit § 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG konform ist.

Hallo Martin,
bevor du einen Beitrag schreibst, solltest du ihn dir vorher nocheinmal anschauen, meine ich jetzt nicht böse. Es sind einige „dicke Brummer“ in deiner Ausführung, die andere nicht
so erfahrene Leser vielleicht verwirren. Gerade das Alterseinkünftegesetz hier in so kurzer Form zu erklären, ist fast unmöglich, wenn man nicht ellenlang schreiben will. Beiträge zu Leibrentenversicherungen (in form der Basisrente) sind als
sonderausgaben beschränkt absetzbar. 20000 Euro ist der Höchtsbetrag in der Endstufe. Und es sind in 2006 nur 62% von diesem Höchstbetrag absetzbar. Da zu den begünstigten Altersvorsorgeaufwendungen auch Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen, landwirtschaftliche Altersklasse und Beiträge an berufsständige Vorsorgeeinrichtungen zählen, werden diese bei einem
Arbeitnehmer mit dem absetzbaren Beitrag für die Basisrente verrechnet. Deshalb lohnt sich die Basisrente ja auch eher für Selbständige, der keine gesetzlichen Rentenversicherungsbeiträge
hat. Anders bei der Riesterrente. Dort kann im Rahmen des §10a EStG bis 1575 € als abzugsfähige Sonderausgaben aufgebracht werden, wenn sich der daraus ergebende steuerliche Vorteil die Zulage übersteigt. Gerade bei Gutverdienern treten hier interessante Steuerspareffekte auf. Man muß also wirklich die basisrente und Riesterrente strikt auseinanderhalten. Meine Meinung ist die, jetzt zu handeln, die Steuervorteile zwar ausrechnen, aber wirklich mehr wert auf die fehlende Rente legen. Denn diese Rente wird ausgezahlt, die Steuereinsparungen können jedes Jahr wieder verschwinden, je nach lust und laune der Regierung. Gruß Martin

Gruß martin

Hallo MArtin,
Dein Beitrag war zwar lang und klang total sachlich, aber er schießt doch am Zeil vorbei.

  • Du redest von „privaten Rentenversicherungen mit Sonderausgabenabzug bis 20.000€“. Gemeint sind Rürup-Renten. Diese sind durch die von meinem Vorredner genannten Abzüge von GRV-Beiträgen (es werden sogar AG-Beiträge angerechnet, so ein Mist…) für Angestellte nur minder interessant.
  • Du sprichst davon, dass Riester nur für Geringverdiener interessant ist. Leider lässt du hier fälschlicherweise zwei Sachen außer acht:
    1.) Durch einige Kinder beim Zulagenberechtigten steigt hier die effektive REndite durch Kinderzulagen massiv(!) an.
    2.) Gutverdiener genießen in der Regel (wenn Sie denn keine Kinder haben) noch einen Vorteil vom 2. Standbein der Riesterförderung. Wie du hoffentlich weißt gibt es nicht nur das „Zulagenbein“ sondern auch das „Steuerbein“. Beiträge zur Riester-Rente sind absetzbar, somit stellt sich hier eine Steuerersparnis dar, die mit einer bAV zu vergleichen ist.

Ein Punkt noch an beide: Eine Teil-Kapitalauszahlung gibt es zwar für Immobilien, aber nach derzeitigem Recht NICHT auf Malle :wink:

Frank Wilke

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Servus Martin,

Gerade das
Alterseinkünftegesetz hier in so kurzer Form zu erklären, ist
fast unmöglich, wenn man nicht ellenlang schreiben will.

In der Tat…

Beiträge zu Leibrentenversicherungen (in form der Basisrente)
sind als Sonderausgaben beschränkt absetzbar. 20000 Euro ist der
Höchtsbetrag in der Endstufe. Und es sind in 2006 nur 62% von
diesem Höchstbetrag absetzbar.

Das ist richtig. Wobei der seit Alterseinkünftegesetz neue Aspekt, daß man den Sonderausgabenabzug auch bei Arbeitnehmern überhaupt wieder als einen Aspekt berücksichtigen sollte, auch schon jetzt mit den 62% und der sukzessiven Erhöhung des Höchstbetrages bis zur Endstufe gegeben ist. Richtig wird die von mir gegebene Zahl dadurch nicht, aber mein Ansatz „auch als Arbeitnehmer nicht von vornherein alles außer Riester ausschließen“ leidet darunter nicht.

Hier:

Deshalb lohnt sich die Basisrente ja auch eher für
Selbständige, der keine gesetzlichen
Rentenversicherungsbeiträge hat.

steckt drin, was neu und wichtig ist: Bis 2004 hätte hier nicht „eher“ gestanden, sondern „so gut wie ausschließlich“. Neu ist, daß Arbeitnehmer sich überhaupt wieder für den Sonderausgabenabzug auch ohne Riester interessieren sollten.

Man muß also wirklich die
Basisrente und Riesterrente strikt auseinanderhalten.

Das ist ebenfalls richtig, meine Verkürzung führt zur Verfälschung.

Meine Meinung ist die, jetzt zu handeln, die Steuervorteile zwar
ausrechnen, aber wirklich mehr wert auf die fehlende Rente
legen. Denn diese Rente wird ausgezahlt, die
Steuereinsparungen können jedes Jahr wieder verschwinden, je
nach lust und laune der Regierung.

Dieses ist das größte Problem am ganzen Thema: Vor vielen Jahren musste ich noch in der Schule als bedeutende Vorzüge West gegen Ost solche Dinge wie Rechtssicherheit, Vertrauensschutz etc. benennen… Heute …?

Wieauchimmer: Selbstverständlich sind Steuereffekte immer bloß ein Aspekt unter vielen, niemals der einzige. Wenn man sie aber überhaupt nicht berücksichtigt, sind „Riester“-Verträge wegen der geringen Renditen vor ESt und Zulage überhaupt nicht konkurrenzfähig. Sie werden es erst durch diese Effekte; wenn man die also einbezieht, landet man nicht von vornherein bei Riester, sondern man kommt nicht drumrum, den individuellen Fall mit allen notwendigen Vorbehalten betreffend künftige Unsicherheiten zu behandeln.

Nur dieses wollte ich zu Bedenken geben, weil der Fragesteller mit der m.E. unangemessen engen Perspektive „Riester ja, aber welches Produkt?“ eingestiegen ist. Vor dieser Frage müsste stehen: „Wirklich Riester, oder Riester und was anderes, oder nur was anderes?“

Schöne Grüße

MM

Riester-Rente ja, nur bei wem ?
Hi,

also dann, Riester-Rente will ich machen, daher bitte ich um Feedback bzgl. euren Meinungen, bei welchem Anbieter ich einen Vertrag abschließen sollte.

danke & Gruß
Stefan

Hallo,

mehr Geld für die selbe Einzahlung bekommen gut informierte. Hierzu ein paar Seiten:

http://www.capital.de/finanzen/vorsorge/100002475.html
http://www.welt.de/data/2006/09/20/1042949.html
http://www.abendblatt.de/daten/2006/09/02/605810.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,433450,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,413204,00.html

Tipp: klassische Altersvorsorge und Spekulation (Fonds) sollte man trennen. Beim Fondriester hat man nichts garantiert - ausser Vermutungen und Annahmnen. Bei der Riester-Rentenversicherungen hast Du eine lebenslange garantierte Rente und Überschüsse.

ich suche grade nach nem guten Anbieter für Riester-Rente.
Bin Anfang 20, daher müsste, soweit ich weiß, Riester-Rente
besser für mich sein als ne private Rentenversicherung…

Nun zur Frage an euch. Ich bin etwas verunsichert bei der
Auswahl des richtigen Anbieters. Die Grundlage (gesetzlich)
ist gleich, und doch gibt es anscheinend wesentliche
Unterschiede.

Momentan hab ich Infos vorliegen von der Hamburg-Mannheimer
(KaiserRente), Volksbank/UnionInvestment (UniRenta),
Sparkasse/Deka und R+V…

Zur KaiserRente hab ich bisher keine Beurteilungen im Internet
gefunden und trotzdem sind die mächtig stolz auf sich, machen
Werbung mit der Größe Ihrer Versicherung und den
Veranstaltungen, die sie versichern.

Das Angebot von UnionInvestment wurde schon mal von Finanztest
gut getestet, zum Sparkassen-Angebot habe ich keine Tests
gefunden.
Bzgl. dieser beiden wurde mir mal gesagt, dass mit weniger
Gewinn zu rechnen ist, als bei ner Versicherung…, aber ich
bezweifle das irgendwie en bisschen.

Zum R+V-Angebot hab ich auch nichts richtiges gefunden, nur
das die Versicherung insgesamt von Berwertungsgesellschaften
gut bewertet wurde.

Zum 1.12. will ich nen Vertrag abschließen, weil ab 2007 der
garantierte Zinsertrag von 2,75% auf 2,25% gesenkt wird…

------> Habt ihr nen Rat, auf was ich hauptsächlich achten
sollte, bzw. nen Tipp, welche Anbieter derzeit die Besten auf
dem Segment sind?
… ihr könnt mir gerne auch Links zu solchen Tests nennen.

Danke & Gruß
Stefan

Hallo,

mehr Geld für die selbe Einzahlung bekommen gut informierte.
Hierzu ein paar Seiten:

[…]

Tipp: klassische Altersvorsorge und Spekulation (Fonds) sollte
man trennen.

Mir erschließt sich die Bedeutung dieser Aussage leider nicht. Wird hier die Meinung vertreten, dass Altersvorsorge auf Fonds-Basis nicht angebracht ist? Entschuldige, wenn ich das falsch verstehe.

Beim Fondriester hat man nichts garantiert -
ausser Vermutungen und Annahmnen

… und den Zulagen
… und der Steuerersparnis
… und den Beiträgen
… und eine lebenslage garantierte Rente
… und Überschüsse

Bei der Riester-Rentenversicherungen hast Du eine lebenslange
garantierte Rente und Überschüsse

wie beim Fonds-Riester auch. Gemeint war sicherlich:
Bei der Riester-(Kapital)Rentenversicherung hast Du einen Garantierendite von 2,75% (2,5%? 2,25%?) Prozent auf den Sparanteil. Was auf langfristige Sicht erwiesenermaßen deutlich weniger ist als die Durchschnittsrendite mittelmäßiger Investmentfonds.

Frank Wilke

Hallo,

das ist doch auch wieder falsch. Auch bei Fondssparplänen gibt
es mindestens die eingezahlten Beiträge zurück, das ist übrigens
Teil der Zertifizierung. Gerade bei der Riesterrente entfällt der „Versicherungsmantel“, weil es hier nur um die Rente geht.
Die Versicherungen haben halt den Vorteil, daß sie den Garantiezins bieten plus eine aufgrund ihrer Anlagestruktur etwas geringere
Überschußbeteiligung. Beim Fondsparplan besteht eine wesentlich
höhere Investmentansparung, aber ohne Risiko(Garantie der Beiträge).
Namen? ok ich traue mich:
Bei Versicherungen empfehle ich die DEBEKA
Beim Fondsparen DWS
Garantie von mir=0
Also Stefan, du bist jung, hast jede Menge Zeit bis zur Rente,
was willst du? maximalen Gewinn? Sicherheit auf ein ganz kleines bißchen mehr Garantie?
ich denke das ist doch jetzt mal deutlich genug für eine éntscheidung, auch wenn mich jetzt Kollegen wegen der Namensnennung
und einseitigen Festlegung köpfen,g.
Gruß Martin

Hallo Frank,

Deine Aussage ist nicht ganz richtig. Beim Riester-Fond hast Du je 10.000 Euro xx (z.B. 25 Euro) als Garantierente bzw. Auszahlplan. Dieser Auszahlplan endet bei vielen Gesellschaften mit 85 Jahren - und dann?

Ferner gibt es keinen garantierten Wert, mal abgesehen von den xx Euro je 10.000 Euro Kapital. Ausserdem steckt der Teufel im Detail: hast Du Dir mal die Kostenstruktur einzelner Riesterfondanbieter angesehen. Jeder, der sich das Kleingedruckte zu Gemüte geführt hat und die nicht garantierten Werte betrachtet, müsste mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn er einen Riesterfond abschließt. Mal ganz absehen von der Unflexibilität 30 oder 40 Jahren auf einen eizigen Fond zu setzen.

Zu der Garantieverzinsung (auf den Sparanteil): richtig, 2,75%. Interessant sind aber die Überschüsse, die bei guten Gesellschaften 5-6% betragen, Jahr für Jahr.
Ich habe nichts gegen Fonds, ganz im Gegenteil; aber sichere Altersvorsorge und einen oder mehrere Fondsparpläne sind die bessere Alternative . meiner Meinung nach.

Mir erschließt sich die Bedeutung dieser Aussage leider nicht.
Wird hier die Meinung vertreten, dass Altersvorsorge auf
Fonds-Basis nicht angebracht ist? Entschuldige, wenn ich das
falsch verstehe.

Beim Fondriester hat man nichts garantiert -
ausser Vermutungen und Annahmnen

… und den Zulagen
… und der Steuerersparnis
… und den Beiträgen
… und eine lebenslage garantierte Rente
… und Überschüsse

Bei der Riester-Rentenversicherungen hast Du eine lebenslange
garantierte Rente und Überschüsse

wie beim Fonds-Riester auch. Gemeint war sicherlich:
Bei der Riester-(Kapital)Rentenversicherung hast Du einen
Garantierendite von 2,75% (2,5%? 2,25%?) Prozent auf den
Sparanteil. Was auf langfristige Sicht erwiesenermaßen
deutlich weniger ist als die Durchschnittsrendite
mittelmäßiger Investmentfonds.

Frank Wilke

Hallo Martin,

richtig, aber unter Berücksichtigung der Inflation von ca. 1,5% jährlich nutzen uns die eingezahlten Beiträge im Zweifelsfall recht wenig. Ausserdem sind die Kosten für Fondriester recht ordentlich. Meinen Kunden zeige ich das Kleingedruckte - bevor diese sich umorientieren.

das ist doch auch wieder falsch. Auch bei Fondssparplänen gibt
es mindestens die eingezahlten Beiträge zurück, das ist
übrigens
Teil der Zertifizierung. Gerade bei der Riesterrente entfällt
der „Versicherungsmantel“, weil es hier nur um die Rente geht.
Die Versicherungen haben halt den Vorteil, daß sie den
Garantiezins bieten plus eine aufgrund ihrer Anlagestruktur
etwas geringere
Überschußbeteiligung. Beim Fondsparplan besteht eine
wesentlich
höhere Investmentansparung, aber ohne Risiko(Garantie der
Beiträge).
Namen? ok ich traue mich:
Bei Versicherungen empfehle ich die DEBEKA
Beim Fondsparen DWS
Garantie von mir=0
Also Stefan, du bist jung, hast jede Menge Zeit bis zur Rente,
was willst du? maximalen Gewinn? Sicherheit auf ein ganz
kleines bißchen mehr Garantie?
ich denke das ist doch jetzt mal deutlich genug für eine
éntscheidung, auch wenn mich jetzt Kollegen wegen der
Namensnennung
und einseitigen Festlegung köpfen,g.
Gruß Martin

Hallo Frank,

Deine Aussage ist nicht ganz richtig. Beim Riester-Fond hast
Du je 10.000 Euro xx (z.B. 25 Euro) als Garantierente bzw.
Auszahlplan. Dieser Auszahlplan endet bei vielen
Gesellschaften mit 85 Jahren - und dann?

Hast natürlich Recht: Bei vielen Gesllschaften ist das so, aber bei guten eben nicht. So wie gute Gesellschaften hohe Überschüsse erwirtschaften, aber viele eben nicht. :wink:

hast Du Dir mal die Kostenstruktur einzelner
Riesterfondanbieter angesehen.

Oh ja, daher scheiden auch einige Gesellschaften von vorneherein aus!

Mal ganz absehen von der Unflexibilität 30 oder 40 Jahren
auf einen :eizigen Fond zu setzen.

Nehmen wir daher z.B. das Angebot der Deutschen Bank: Hier hast du einen Fondsmix, die Gesellschaft kann je nach Börsenlage aus ihren Top-Fonds wählen.

Zu der Garantieverzinsung (auf den Sparanteil): richtig,
2,75%. Interessant sind aber die Überschüsse, die bei guten
Gesellschaften 5-6% betragen, Jahr für Jahr.

Wow, das ist allerdings höher als alle Zahlen die ich kenne. 5-6% zusätzlich??? Welche Gesellschaften sollen das sein? Schau dir mal den letzten Überblick zu LV-Versicherern und deren Nettoverzinsung im map-report an. Solche Zahlen finde ich dort nicht!
Davon abgsehen: Bei guten Fonds hast du durchschnittliche Renditen jenseits von 8% …das ist laut meinem Taschenrechner mehr als 5-6%.

Ich habe nichts gegen Fonds, ganz im Gegenteil; aber sichere
Altersvorsorge und einen oder mehrere Fondsparpläne sind die
bessere Alternative . meiner Meinung nach.

Das ist das schöne: Wir dürfen ja unterschiedliche Meinungen haben. Ich bin der Auffassung, man sollte unbedingt die Vorsorge treffen, die auf den angepeilten Zeitraum mit angemessenem Risiko die meiste Rendite bringt. Daher scheiden Kapital-Versicherungen bei langen Laufzeiten definitiv aus. Aber jeder so wie er will - der eine fährt mit Tempo 60 auf der Autobahn, der andere fährt 130.

Frank Wilke

Hallo Martin,

richtig, aber unter Berücksichtigung der Inflation von ca.
1,5% jährlich nutzen uns die eingezahlten Beiträge im
Zweifelsfall recht wenig.

Sorry Detlev, damit sprengst du doch die Argumentation für die Kapital-Versicherungen! Denn mit 2,75% ist die garantierte Rente nur marginal über der realen Inflation!

Ausserdem sind die Kosten für
Fondriester recht ordentlich. Meinen Kunden zeige ich das
Kleingedruckte - bevor diese sich umorientieren.

Ich mach das anders: Ich zeige das Kleingedruckt UND zeige reale Verzinsungen der Versicherer bei Kapitalversicherungen UND real erzielte Renditen über einen langen(!) Zeitraum bei Fonds.
Dann lasse ich entscheiden.
Übrigens: Keine Frage, wer nur noch 3 Jahre bis zur Rente hat, der kriegt auch keinen Fondsparplan.

LEtztlich: Die Rendite der Anlage ist eh nur zweitrangig. Wer mit den Zulagen und Steuerersparnis schon 50, 70 oder 100% effektiv Rendite erzielt, dem ist es doch egal, ob er danach noch 2,75% oder 5% kriegt. Stimmt’s?

Frank Wilke

Sagt mal, liebe Experten, mit dem hin und her helft ihr stefan
doch überhaupt nicht. Ich arbeite seit über 20 Jahren in der Branche.
Wißt ihr was kurios ist? egal ob ein Vertrag „schlecht“ oder „gut“,
eine tolle Verzinsung hat und und… es ist letztendlich egal.
Gerade bei Lebensversicherungen in der Vergangenheit habe ich immer wieder festgestellt, daß es nur darauf ankommt, einen einmal abgeschlossenen Vertrag „durchzuziehen“. Das Sparen ist doch dann das eigentliche Ergebnis.
Selbst bei der Pfefferminzia sind 50 Euro auf 40 Jahre ihr Geld
wert. Das es beim Abschluß und in der Laufzeit immer wieder andere
tolle Angebote gibt, na und? kein Mensch, auch wir Fachleute
nicht, können in die Zukunft schauen. Jetzt und hier sich entscheiden;ich denke ihr und ich habt genug zu dem Thema gesagt, daß man sich entscheiden kann, das zählt.Ich muß das hier mal wirklich mit mahnenden Zeigefinger sagen. also Stefan, nochmal, möchtest du was mit Garantie, dann wähle die Versicherung, z.b DEBEKA,legst du auf eine höhere Gesamtleistung Wert, dann wähle einen Fonds, Z.b. DWS. Hast du dann was abgeschlossen, ziehe es bis zum Ablauf durch.
Gruß Martin

Hallo zusammen,

es ist wirklich interessant, dass nicht nur ich bei diesem Thema Verständnisprobleme habe, sondern auch die Leute, die sich beruflich damit oder aus anderen Gründen intensiv damit befassen :wink:

… also Stefan, nochmal, möchtest du was mit Garantie, dann wähle die
Versicherung, z.b DEBEKA,legst du auf eine höhere
Gesamtleistung Wert, dann wähle einen Fonds, Z.b. DWS. Hast du
dann was abgeschlossen, ziehe es bis zum Ablauf durch.

Ich möchte mich bei der Auswahl gerne auf irgendwelche Testergebnisse verlassen, nur ist es schwierig diese zu finden.
In meiner engeren Auswahl sind nun die UniProfiRente von UnionInvestment (Riester - Fonds - Rente) und die Kaiser-Rente von der Hamburg-Mannheimer. Bei zuletzt genanntem weiß ich jedoch nicht genau, ob das auch als FondsRiester bezeichnet wird, oder ob es eine andere Art Riester-Rente ist …, hierbei hat bei mir glaub ich nur das Gespräch mit der Außendienstmitarbeiterin das Angebot negativ beeinflusst, jedoch hab ich dazu bisher nirgendwo nen Test oder so gefunden, sondern nur Ratings über die komplette Versicherung.
Debeka prüf ich auch nochmal genauer, evtl. kommt die auch noch in die engere Auswahl.

Wie schon mal erwähnt ist das Hauptproblem für einen „Unwissenden“ auf diesem Gebiet, die Unterschiede festzustellen. In der Zwischenzeit bin ich das mal angegangen und hab mir ne Vergleichstabelle gebaut. Der einzigste Punkt, zu dem ich bei den wenigsten Anbietern konkrete bzw. einleuchtende Aussagen gefunden habe sind die Kosten (Abschluss-,Vertrieb,Verwaltung), die im Laufe der Jahre fällig und abgezogen werden.

Wer noch weitere Infos hat, einfach melden, freu mich über alles!

Danke an alle!
Gruß
Stefan

Wie schon mal erwähnt ist das Hauptproblem für einen
„Unwissenden“ auf diesem Gebiet, die Unterschiede
festzustellen. In der Zwischenzeit bin ich das mal angegangen
und hab mir ne Vergleichstabelle gebaut. Der einzigste Punkt,
zu dem ich bei den wenigsten Anbietern konkrete bzw.
einleuchtende Aussagen gefunden habe sind die Kosten
(Abschluss-,Vertrieb,Verwaltung), die im Laufe der Jahre
fällig und abgezogen werden.

Meines Erachtens sind die Kosten irrelevant (zumal bei Riester eh gedeckelt), da sie in der Garantierente schon verrechnet sind. Ein Vergleich der Garantierente beinhaltet somit unter Anderem die Kostenseite.