Riestern... nur was? Riester-Bausparen ?

Guten Tag alle zusammen.

Ich beschäftige mich seit einger ganzen Weile nun mit meiner Altersvorsorge. Ich sag mir zwar immer „Bist ja noch Jung… kann warten“ aber jedes Jahr das ich warte, ist nunmal bares Geld das mir irgenwann fehlen wird.

Mein Problem ist nur, das ich mich nicht entscheiden kann. Das liegt im Grunde daran, weil es noch soviele Variabelen in meinem Leben gibt.

Zu mir:
25 Jahre
Angestellter im öffentlichen Dienst
Verheiratet

Meine Frau:
24
Studentin

Und das ist schon eines der Probleme.

Sie wird noch eine ganze Weile Studentin sein. Sie studiert Jura und das noch mind. 3 Jahre.
Nur müsste ich trotzdem schon langsam mit der Altersvorsorge anfangen. Das nette an Riester ist ja, das sie auch Geld bekommt, obwohl Sie nichts einzahlt.

Da wir relativ jung sind, hatte ich persönlich zu einem Riestervertrag auf Fondbasis tendiert… nur nachdem ich mich da etwas reingelesen habe, schien das ganze vielleicht nun doch nicht mehr so Optimal.

Da ist mir der Wohn-Riester über den Weg gelaufen. Nur lohnt sich das für uns?
Wir wollen zu 100% irgendwann ein Eigenheim bauen.
Die Frage ist nur… wann… das steht noch in den Sternen. Zumindest sollte das Studium abgeschlossen sein, direkt dannach oder 1-2 Jahre später, würden mir dann schon gerne an die Familienplanung denken.
Ich würe persönlich sagen der Bau eines Hauses dürfte in 7-10 Jahren realistisch sein. Eigenkapital würden wir jetzt erst Anfangen zu sparen, da ich Alleinverdiener bin… kommt da natürlich nicht wirklich viel bei rum.

Aber auf Grund dieser ganzen Variablen scheue ich nunmal auch davor zurück mich jetzt schon zu entscheiden. In den nächsten 5 Jahren wird sich unsere Finanzielle Situation nahezu komplett ändern, da möchte ich ungern unser knappes Geld in einen Ristervertrag stecken, von dem ich erst in 40 Jahres profitiere…

Die einzige feste Größe scheint der Hausbau zu sein. Daran gibt es nichts zu rütteln (mal von ner Scheidung abgesehn… von der ich aber mal nicht ausgehe).
Was ich mich jedoch Frage:
Der Vorteil der Riester-Bausparverträge ist ja auch, das man ein sehr guten Zinnssatz für ein nötiges Darlehen bekommt, wenn man im Gegenzug dafür, einen geringen Zinssatz für das Angesparte in Kauf nimmt.
Ist nur dieser Darlehenszins, wirklich das ganze Wert?

Den Vorteil den ich sehe, ich profitiere schon deutlich eher von dem eingezahlten Geld… ein Haus werde ich eh bauen wollen.

Entschuldigt meinen wirren Stil, aber ich bin (je mehr ich lese) nurnoch verwirrter.

Im Grunde läuft alles auf folgende Fragen hinaus:

Lohnt sich Wohnriester, auch wenn wir erst in 7-10 Jahren ein Haus bauen wollen?
Ist Wohnriester eine sinnvolle Variante der Altersvorsorge?

Ich kann natürlich zu einer Bausparkasse gehen, nur werden die mir (natürlich) wieder ihr eigenes Produkt andrehen wollen.

Hallo,
nimm eine konventionelle Riesterrentenvers. bei einem guten (günstigen) Anbieter mit einer Wohnriesteroption!

Gruß cooler

Oder nimm einen guten Riester-Banksparplan. Da bleibst Du absolut flexibel und die Kosten sind zu vernachlässigen.

Danke für die Antwort.

Klint natürlich sinnvoll. Jedoch sah es für mich so aus, alsob es da keine wirklich lohnen Angebote gibt, welche beides gut erfüllen.

Oder nimm einen guten Riester-Banksparplan. Da bleibst Du
absolut flexibel und die Kosten sind zu vernachlässigen.

Aber Willi, du hast doch selbst geschrieben, dass Banksparpläne so richtig erst für Leute ab 45 J. in Frage kommen!
Wenn ich nichts Falsches gelesen habe, ist der Fragesteller noch jung…dann wollen wir doch Sicherheit mit „wenigstens einer vernünftigen Rendite verbinden“!

Gruß cooler

P.S. Du weißt doch, dass bei einem Banksparplan zusätzliche (unbestimmte) Kosten erst ab „Umgestaltung in eine Rente“ kommen!?

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Danke für die Antwort.

Klint natürlich sinnvoll. Jedoch sah es für mich so aus, alsob
es da keine wirklich lohnen Angebote gibt, welche beides gut
erfüllen.

Hallo,
ich kann dir die Gesellschaften leider nicht nennen, aber es gibt ganz beträchtliche Kosten- und Leistungsunterschiede!
Meines Erachtens ist die konventionelle Riesterrente (ich kenne selbstverständlich auch die Problematik einer Riesterfondsrentenvers. und eines Riesterfondssparplanes) für dich mit Abstand (auch grundsätzlich) am geeignetsten!
Vielleicht kannst du nochmals erklären, wie du das meinst, „keine wirklich lohnenden Angebote, welche beides gut erfüllen“.

Gruß cooler

Oder nimm einen guten Riester-Banksparplan. Da bleibst Du
absolut flexibel und die Kosten sind zu vernachlässigen.

Aber Willi, du hast doch selbst geschrieben, dass
Banksparpläne so richtig erst für Leute ab 45 J. in Frage
kommen!

Richtig. Ich habe aber auch geschrieben, dass es auch andere Situationen gibt, in denen der Banksparplan sinnvoll ist. Und das ist genau der Fall, wenn jemand sich nicht ganz sicher ist und einen Immobilienerwerb in naher Zukunft plant. Er bleibt damit flexibel und kann in 5-10 Jahren entscheiden.

Wenn ich nichts Falsches gelesen habe, ist der Fragesteller
noch jung…dann wollen wir doch Sicherheit mit
„wenigstens einer vernünftigen Rendite verbinden“!

Die er aber vielleicht nicht bekommt, wenn er eine Riester-Rentenversicherung abschließt und dafür relativ hohe Kosten hat und dann in 7 oder 10 Jahren Wohnriestern will. Eine Rentenversicherung sollte derjenige abschließen, der sich sicher ist, dass er den Vertrag auch durchhalten kann. und so hat es sich bei dem Fragesteller nicht angehört.

Gruß cooler

Gruß Willi

P.S. Du weißt doch, dass bei einem Banksparplan zusätzliche
(unbestimmte) Kosten erst ab „Umgestaltung in eine Rente“
kommen!?

Klar, Du weist mich ja bei jeder Gelegenheit darauf hin. :wink:

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Stimmt… daran hab ich garnicht gedacht.

Mir geht es ja in erster Linie darum, die Förderung zu bekommen. Da ich wirklich noch viel Zeit habe, könnte ich warten bis sich meine Situation etwas beruhigt hat um langfristig planen zu können.

Meine Idee beim Rister-Bausparen war halt, das ich mein Geld dort einzahle. Somit auch gleichzeitig Eigenkapital zum Hausbau anspare.

Jedoch kann ich natürlich auch einen Banksparplan nehmen, dort das Geld einzahlen um die optimale Förderung zu bekommen und nebenbei lege ich mein Geld in nem Fondsparplan oder ähnliches über die nächsten 5-10 Jahre an.

Das was mich beim Riester-Bausparen intressiert hat, ist ja in erster Linie der niedrige Darlehenszins, den man bekommt.

Wie würde es denn in der Praxis ablaufen, wenn ich jetzt mit einem Riester-Banksparplan riester und dann zur Darlehenstilgung die Riesterfördung nutzen möchte?
Müsste ich dann den Banksparplan kündigen und ein Wohnriester-Darlehen abschließen?

Entschuldigung, da habe ich mich doch wieder einmal etwas seltsam ausgedrückt.

Ich habe kein Angebot gefunden, welches sowohl ein günstiges Wohnriester-Darlehen, als auch eine ansprechende Rendite des Angesparten bieten.

Jedoch habe ich mir glaub ich, einfach zu viele Angebote angeschaut, was dazu führte, das ich garnicht mehr durchblicke :smile:

Die Finanztest 12/09 hat ja gerade Altersvorogen im Test. Die werde ich mir einfach mal zu Gemüte führen.

Ich danke dir auf jeden Fall für die Hilfe. Das hat mir schon geholfen.

Ich glaube ich werde dann eher einen reinen Riester-Bausparvertrag außen vor lassen und mich dann eher für eine normale Riesterrente oder einen Riester-Banksparplan entscheiden.

Ein Riester-Fondsparplan hat zwar gute Rendite, jedoch möchte ich mir die Option offen lassen, ohne große Probleme die Riesterförderung zur Darlehenstilgung heran zu ziehen.

Meines Erachtens ist die konventionelle Riesterrente (ich
kenne selbstverständlich auch die Problematik einer
Riesterfondsrentenvers. und eines Riesterfondssparplanes) für
dich mit Abstand (auch grundsätzlich) am geeignetsten!

Sorry, cooler. Du schreibst es ja schon richtig. „deines Erachtens“. Dann schreibe aber auch bitte, dass Du Mitarbeiter einer Versicherung bist, die davon lebt, Riesterrentenversicherungen zu verkaufen. Und ja, das sollt ihr auch und ihr seid gut. Aber meines Erachtens ist in diesem Fall die Rentenversicherung der falsche Weg. Der Fragesteller ist sich total unsicher über die finanzielle Situation der nächsten Jahre. Er will aber auf jeden Fall in ein paar Jahren bauen. Warum ihn also in eine teuere Rentenversicherung schicken. Er kann ohne nennenswerte Kosten und mit einer gar nicht mal so schlechten Rendite einen Banksparplan abschließen und kann sich dann in 5 oder 10 Jahren entscheiden. Will er bauen, überträgt er sein Geld auf Wohn-Riester, will er nicht, kann er immer noch in eine Rentenversicherung umschichten. Er bleibt absolut flexibel und hat renditemäßig nichts verloren. Diese Meinung teilt übrigens auch Stiftung Warentest. Die sind zwar auch nicht das nonplusultra, aber allemal unabhängiger.

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Danke für die Antwort und die Klärung. Ich habe nun alles so weit es geht verstanden.

Du hattest mich schon richtig Verstanden, mein oberstes Ziel ist es Flexibel zu sein.

Ich war nach dem vielen Lesen, irgendwie der Meinung das sämlichen Riesterangeboten diese Flexibilität, welche ich brauche, fehlt. Dem ist anscheinend nicht so.
Mir wurde hier wirklich sehr geholfen.

Wie würde es denn in der Praxis ablaufen, wenn ich jetzt mit
einem Riester-Banksparplan riester und dann zur
Darlehenstilgung die Riesterfördung nutzen möchte?
Müsste ich dann den Banksparplan kündigen und ein
Wohnriester-Darlehen abschließen?

Du kannst jederzeit einen Anbieterwechsel vornehmen. Das kostet je nach Anbieter des Banksparplans etwas. Bei guten Anbietern beschränkt sich das dann auf 50 bis 100 Euro. Das ginge natürlich auch bei einer Rentenversicherung. Aber dort werden die Kosten für die Versicherung in den ersten Jahren aus den Beiträgen entnommen. Deswegen wir die Rendite in den ersten 10 Jahren auch nicht über einen Banksparplan hinauskommen.

Was ich Dir auf jeden Fall empfehle. Hol Dir das Sonderheft Altersvorsorge der Stiftung Warentest und evtl. auch das von Oekotest. Die haben aber auch vor 2-3 Jahren Riester-Fondssparpläne empfohlen. Nach den Erfahrungen der Finanzkrise ist das aber nicht mehr uneingeschränkt so. Wenn Du von der „besseren“ Rendite von Aktien profitieren willst, dann am besten mit einem Fondssparplan ohne Riester. Da bleibst Du flexibel und kannst ihn günstiger gestalten.

Danke, das werde ich wohl auch so machen.
Langfristige Geldanlage per Fondsparplan ohne Riester.

Und den maximalen Förderbetrag für meine Frau und mich per Banksparplan beziehen.

Sollte ich mich dann doch gegen ein Wohnriester-Darlehen entscheiden, werde ich dann immernoch in ein Riester-Fondsparplan wechseln können.
Das ist mir jedoch zur Zeit einfach nicht flexibel genug.

Sollte ich mich dann doch gegen ein Wohnriester-Darlehen
entscheiden, werde ich dann immernoch in ein
Riester-Fondsparplan wechseln können.
Das ist mir jedoch zur Zeit einfach nicht flexibel genug.

Nein, das würde ich nicht empfehlen. Wenn Du nicht bauen willst und aus dem Banksparvertrag aussteigen möchtest, dann lieber in eine Riester-Rentenversicherung. Einen Fondssparplan würde ich nur OHNE Riester machen.

Hallo,

ausgehend von deinen Vorgaben und euren individuellen Zukunftsplanungen würde ich auch eher zu einem Riester-Banksparplan als einem Riester-Bausparvertrag raten. Zwar bietet der Bausparvertrag die klassischen Vorteile des Bausparens, insbesondere den niedrigen Darlehenszinssatz, hat aber auch Nachteile:

  • Flexibilität. Bausparen ist weniger flexibel als der Banksparplan, da der Zuteilungstermin nicht genau vorhersagbar ist. Wenn ihr den Bausparvertrag z. B. auf sieben Jahre Laufzeit plant, ihr aber schon nach 5 Jahren eure Traumimmobilie findet, kommt ihr an das Bauspar-Geld und den zinsgünstigen Kredit nicht so schnell ran. Das sollte beim Riester-Banksparplan schneller und flexibler funktionieren. Dann werden zum (selbst gewählten!) Zeitpunkt 100% des Altersvorsorgekapitals aus dem Banksparplan entnommen und der restliche Kaufpreis wird über ein Wohn-Riester-Darlehen finanziert. Die Zulagen fließen dann direkt in die Tilgung.

  • Gebühren. Bausparverträge kosten Abschlussgebühren (ca. 1% der Bausparsumme, je nach Anbieter). Das ist bei Banksparplänen nicht der Fall. Hier entstehen lediglich laufende Kontoführungsgebühren (ca. 10 Euro/Jahr, je nach Anbieter).

  • Zinsen. Banksparpläne bieten deutlich bessere Guthabenzinsen als Bausparverträge. Das macht sich bei dem von dir angegebenen Zeithorizont von 7 bis 10 Jahren schon bemerkbar…

Gruß

Ranschke

Meines Erachtens ist die konventionelle Riesterrente (ich
kenne selbstverständlich auch die Problematik einer
Riesterfondsrentenvers. und eines Riesterfondssparplanes) für
dich mit Abstand (auch grundsätzlich) am geeignetsten!

Sorry, cooler. Du schreibst es ja schon richtig. „deines
Erachtens“. Dann schreibe aber auch bitte, dass Du Mitarbeiter
einer Versicherung bist, die davon lebt,
Riesterrentenversicherungen zu verkaufen.

Mein Willi,
ich könnte auch Riesterfondsversicherungen verkaufen!
Außerdem ist Riester für mich völlig nebensächlich, da ich für die bAV zuständig bin! Deshalb kann ich extrem neutral über Riester schreiben!
Auch einseitig struktuierte Leute können die Wahrheit nicht laufend brechen.
Meine Begründungen habe ich hier schon mehrfach dezidiert klargelegt!

Gruß cooler

P.S. Lass endlich deine alte primitive Leier, den Versuch eines Totschlagargumentes… nicht ablenken, sondern zur Sache, Schätzchen!

Ein Riester-Fondsparplan hat zwar gute Rendite

Hallo,
in der dahingeworfenen Prognose vielleicht aber nicht in Wirklichkeit! Das hat (hier schon mehrfach dargelegte) Gründe!
Dann lieber noch einen Banksparplan!
Am besten aber eine Riesterrente mit kostenfreier WOHNRIESTEROPTION!

Gruß cooler

Hallo,
das Problem ist, dass Willi leider nicht die neuen Produkte kennt!
Außerdem stelle ich klar in Frage, ob du Wohnriester überhaupt jemals anwenden wirst. Ein völlig unausgegorenes Produkt, siehe auch später als Rentner!

Gruß cooler

P.S. Lass endlich deine alte primitive Leier, den Versuch
eines Totschlagargumentes… nicht ablenken, sondern zur
Sache, Schätzchen!

Aha. Komisch, dass ausser mir noch jemand den Banksparplan in diesem Fall empfiehlt.

Solltest Du dabei vielleicht doch ins Grübeln kommen, Schätzchen? :wink:

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