Rippenriemen tauschen bei 'altem' Auto?

Hallo Leute,

bei meinem Ford Escort Turbo-Diesel BJ 1998 derzeit 250.000 km wären in 10.000 km der Rippenriemen und die Riemen für Wasserpumpe und die Andruckrollen etc. zu erneuern (alle 60.000 km), kostet etwa schlappe 700 Euro.
Jetzt sind bei dem Auto aber auch die Stoßdämpfer bald fällig, so wie es sich fährt, und die Glühkerzen müsste man auch mal erneuern.

Preisfrage:
Lohnt es sich denn überhaupt, diesen Riemenwechsel zeitgerecht zu machen?

Ich bin nämlich ein gebranntes Kind mit dieser Rippenriemengeschichte:
Natürlich wusste ich, dass bei einem Überspringen oder Reissen des Rippenriemens ein kapitaler Motorschaden droht, und hatte deshalb bei meinem vorigen Auto (Mazda Premacy Turbo-Diesel) regelmäßig diese Wartungen machen lassen. Nach der bei 270.000 km aufwendigst (1.700 Euro in Herstellerwerkstatt) gemachten Wartung ist der Riemen aber drei Monate und 15.000 km später doch geflippt und es hat mir zwei Ventile in den Motor gesogen, Totalschaden.
Mehrere Versuche, bei der Wartungswerkstatt oder über Gutachter noch etwas wie Gewährleistung herauszuholen scheiterten.

Jetzt hab ich Angst, dass mir das Gleiche wieder passieren kann!

Ich wüsste jetzt gerne, ob manche von euch positive Erfahrungen damit haben, den Rippenriemenwechsel eine kürzere oder längere Zeit bzw. Zahl von Kilometern hinauszuschieben.

Fragt
BT

Moin,

da kann man nur ein entschiedenes „Jein“ antworten.
Es ist natürlich durchaus möglich, dass der Riemen noch 30.000km länger als von Ford vorausberechnet bzw. als Wechselintervall festgelegt hält.
Andererseits ist es auch schon öfter vorgekommen, dass ein Riemen kurz nach dem Wechsel gerissen oder übergesprungen ist.
Nach meiner Erfahrung sind beide Varianten möglich.
Allerdings ist m.E. die Wahrscheinlichkeit das ein neuer Riemen bald reisst deutlich geringer als das ein alter Riemen noch deutlich länger hält als im Wechselintervall vorgesehen.
Ich kenne den Aufwand bei Deinem Auto jetzt nicht, aber eine freie Werkstatt kann diese Reparatur genausogut ausführen und wahrscheinlich um einiges preiswerter.
Je nach Pflegezustand liegt der Wert Deines Wagens bei ca. 500,- bis 1.500,-EUR. Jetzt da noch diese Reparaturen reinzustecken?
Ich würde es machen, weil ich sowas selbst mache. Aber da nochmal einen Tausender reinstecken?
Aber dazu zählt der Gesamtzustand des Autos. Wenn Du jetzt noch so viel Geld reinsteckst, dann macht man bei der nächsten Sache weiter.
Dann kommt nochmal ein Auspuff oder neue Reifen, schon übersteigen die Reparaturen den Zeitwert. Da ist vorher ein gründlicher Check angesagt, bevor das Ganze zu einem Groschengrab wird.

Gruss Jakob

Tag-Hallo.

Ich hatte vom frühen Winter 1991 an für achteinhalb Jahre einen Kadett Benziner Baureihe E 8-Ventiler Kat - 56 kW Leistg., auch ebenfalls mit Nockenwellenantrieb über Steuerriemen, 1600 ccm. Er hat mit Deinem Diesel nicht sehr viel gemeinsam bis auf den Hubraum vielleicht. Der 2. der beiden Vorbesitzer hat zugegeben, daß er den 1. Wechsel des Rippenriemens viel zu spät machen ließ, aber dafür den 2. Wechsel nach km gezählt eigentlich zu früh. Ich selber fuhr damals nur 25000 km im Jahr. (Weniger im Vergleich zu heute-viel weniger sogar). Als dann der Wechsel des Steuerriemens wieder einmal dran war, ließ ich das auch machen. Und nach erfolgtem Austausch (in Opel-Vertragswerkstatt) sagte mir dann der Meister, daß seine Monteure den Zustand der Spannrolle(n) testeten, nach Gehör sozusagen, und aufgrund des (angeblich/tatsächlich) guten Zustands dieser Teile ausnahmsweise einmal die Spannrollen nicht wechselten. Tatsächlich war das wohl wirklich eine korrekte Entscheidung-Denn es lief alles glatt-nichts ist übergesprungen oder hätte sich mit natürlich negativen Auswirkungen zum „Übersprung“ durch Blockade bewegen lassen. Die ersparten Umlenkrollen brachten 235 Mark Ersparnis.

Ob es Dir weiterhilft, weiß ich nicht genau. Aber wenigstens ist es etwas.

Nach 16 Monaten (Weitere 52000 km) verkaufte ich ihn. Und machte den Käufer darauf aufmerksam.

Grüße,

Michael Z.

Hallo Michael Z.

dass die Monteure den Zustand der Spannrolle(n) testeten, nach Gehör
sozusagen, und aufgrund des (angeblich/tatsächlich) guten
Zustands dieser Teile ausnahmsweise einmal
die Spannrollen nicht wechselten.

genau so hatte meine Vertragswerkstatt bei der ich den Vorgänger - Mazda - regelmäßig warten liess, auch ein mal entschieden, erinnere ich mich. Das war damals auch 100%ig korrekt.
Dazu muss man allerdings sagen, dass das Auto damals noch eine verlängerte Werksgarantie ohne Km-Begrenzung hatte, weshalb ich der Werkstatt da blind vertraute.

Als die Garantie abgelaufen war, habe ich trotzdem diese Komplettwartung mit Rippenriemen&Rollen noch ein Mal dort machen lassen, war auch alles ok.
Nur beim letzten Mal Komplettwartung mit Rippenriemen&Rollen musste ich zu einer anderen (auch Vertrags-) Werkstatt fahren, weil meine ausgebucht war. Prompt bin ich damit auf die Schnauze gefallen :wink:

Gruß
BT

Hallo Jakob,

Andererseits ist es auch schon öfter vorgekommen, dass ein
Riemen kurz nach dem Wechsel gerissen oder übergesprungen ist.

Oh-Oh, wäre das denn dann von der Gewährleistung für die korrekte Montage und die Neuteile abgedeckt?
Sprich, würden dann nicht nur die Material- und Montagekosten der neuen Teile Riemen&Rollen ersetzt, sondern auch die Kosten der Folgeschäden (Motorschaden)?

Ich kenne den Aufwand bei Deinem Auto jetzt nicht, aber eine
freie Werkstatt kann diese Reparatur genausogut ausführen und
wahrscheinlich um einiges preiswerter.

Ich schrieb von rund 700 Euro, die sind bei einer freien, preisgünstigen Werkstattkette erfragt (etwa 350 Euro Material + 350 Euro Arbeit), bei der Vertragswerkstatt kostet das noch viel mehr.

Je nach Pflegezustand liegt der Wert Deines Wagens bei ca.
500,- bis 1.500,-EUR. Jetzt da noch diese Reparaturen
reinzustecken?

Ja, das ist ja das Dilemma:
Neue Reifen brauche ich jedes Jahr, weil ich 70.000 km p.a. fahre.
Bremsen sind auch Verschleißteile.
Der Auspuff ist schon neu.
Sorgen macht mir eben die Stoßdämpferfrage.

Das mit dem Wert des Autos ist insofern nebensächlich, weil es als Kurierfahrzeug gebraucht wird und die monatlichen laufenden Kosten (900 Euro) weit höher sind als die Abschreibung (100 Euro).

Gruß
BT

Hallo Beuteltier,

Sorgen macht mir eben die Stoßdämpferfrage.

…als Kurierfahrzeug gebraucht wird

Nach 250000km Kurierdienst würde ich mal pauschal davon ausgehen, dass die Stoßdämpfer ziemlich am Ende sind.

Fährst Du oft schwer beladen? Dann erst Recht.

Ich gehe zwar davon aus, dass die Reparaturen in naher Zukunft den Fahrzeugwert übersteigen werden. Aber welche Alternativen hast Du? Bei einem Neuwagen ist alleine im ersten Jahr der Wertverlust vermutlich noch höher. Und bei einem Gebrauchten weißt Du nicht, wie der gefahren, gepflegt und gewartet wurde. Auch da können teure Reparaturen schneller kommen, als man vermutet.

Beste Grüße
Guido

700euro sind ein stolzer preis. habe grade gestern mein zahnriemen+spannrollen wechseln lassen, inclusiv ölwechsel,ölfilter,dieselfilter habe ich 280euro bezahlt.

roberto

Hallo,

und hatte
deshalb bei meinem vorigen Auto (Mazda Premacy Turbo-Diesel)
regelmäßig diese Wartungen machen lassen. Nach der bei 270.000
km aufwendigst (1.700 Euro in Herstellerwerkstatt) gemachten
Wartung ist der Riemen aber drei Monate und 15.000 km später
doch geflippt und es hat mir zwei Ventile in den Motor
gesogen, Totalschaden.

Es wäre hier schön zu Wissen, ob auch die Spann und Umlenkrollen getauscht wurden, weil wenn ja, war es ja Murks der Werkstatt. Hast Du auf Wechsel ohne Rollen bestanden, war es Dein Fehler.

Um auf den Wechsel des ZR bei dem Ford einzugehen: Riemen auf Druckstellen und Risse untersuchen und nach Optischen Maßgaben handeln, also ggf. hinauszögern. Die Keilrippenriemen kannst ja wieder draufmachen und fahren bis sie reißen.

gruß
dennis

Hallo Dennis,

Es wäre hier schön zu Wissen, ob auch die Spann und
Umlenkrollen getauscht wurden,

ja, natürlich, deshalb war es ja auch so teuer.

weil wenn ja, war es ja Murks der Werkstatt.

Das vermute ich ja auch - bloß, wie beweisen?

Hast Du auf Wechsel ohne Rollen bestanden, war es Dein Fehler.

Natürlich nicht.

Um auf den Wechsel des ZR bei dem Ford einzugehen: Riemen auf
Druckstellen und Risse untersuchen und nach Optischen Maßgaben
handeln, also ggf. hinauszögern.

Ja, gut, wenn der Riemen „noch gut aussieht“ (so wie der nach 3 Monaten / 15.000 km, der dann zum Motorschaden beim Mazda geführt hatte), kann ich das Risiko eingehen. Wie lange?

  • 10 %, oder + 20 %, oder + 30 % der üblichen 60.000 km Lebenszeit?

Fragt BT

Moin,

die Entscheidung der Werksattt war in Deinem Fall auch akzeptabel, da der 1,6l Kadett Motor ein Freiläufer ist. Im Falle eines gerissenen Riemens wärst Du lediglich liegengeblieben, dem Motor hätte es aber nicht geschadet.
Bei dem Escort Diesel sieht das aber ganz anders aus, der macht Kleinholz aus Kolben und Ventilen wenn der ZR Winke-Winke macht.

Gruss Jakob

Moin,

Andererseits ist es auch schon öfter vorgekommen, dass ein
Riemen kurz nach dem Wechsel gerissen oder übergesprungen ist.

Oh-Oh, wäre das denn dann von der Gewährleistung für die

Ich schrieb von rund 700 Euro, die sind bei einer
freien, preisgünstigen Werkstattkette
erfragt (etwa
350 Euro Material + 350 Euro Arbeit), bei der
Vertragswerkstatt kostet das noch viel mehr.

Oops, ich freue mich gerade wieviel Geld ich doch immer spare :wink:

Je nach Pflegezustand liegt der Wert Deines Wagens bei ca.
500,- bis 1.500,-EUR. Jetzt da noch diese Reparaturen
reinzustecken?

Ja, das ist ja das Dilemma:
Neue Reifen brauche ich jedes Jahr, weil ich 70.000 km p.a.
fahre.
Bremsen sind auch Verschleißteile.
Der Auspuff ist schon neu.
Sorgen macht mir eben die Stoßdämpferfrage.

Hmm, mal sehen. Die Stossdämpfer kosten knapp 275,-EUR komplett.
Der Austausch hinten ist lächerlich. Vorne etwas aufwendiger. Mit Montage liegt man wahrscheinlich bei ca. 500,-EUR.
Dazu die 700,-EUR für den ZR-Wechsel, naja, das wird eng.
Vor allem weil der Wagen ja nicht gerade wenig gelaufen ist.
Lass jetzt nochmal Bremsen und Reifen fällig werden, dann siehts düster aus. Da könnte man schon überlegen ob man sich nicht was neues gönnt und den Escort vielleicht gut in den Export verkauft.

Das mit dem Wert des Autos ist insofern nebensächlich, weil es
als Kurierfahrzeug gebraucht wird und die monatlichen
laufenden Kosten (900 Euro) weit höher sind als die
Abschreibung (100 Euro).

Ah, Kurierauto. Hatte mich schon über die KM gewundert.
Ja, die sind schnell fällig. Unsere Transit hatten nach 3 Jahren und 300.000km das zeitliche gesegnet und gingen in den Export.

Gruss Jakob

Zwickmühle
Moin Guido,

tja, gerade bei solchen Reparaturen bei dem Fahrzeugalter und der Laufleistung wird es haarig.
Einerseits kann man natürlich Geld reinstecken, weiss wie der Wagen im Zustand ist und kennt alle kleinen Wehwehchen.
Andererseits kann es passieren dass der Wagen nach einem halben Jahr die Grätsche macht.
Ich habe ja das Gleiche Problem mit dem Corsa meiner liebsten.
Aber da ist zwischenzeitlich einiges erneuert worden und er dankt es mir mit Zuverlässigkeit.
Genau die gleichen Gedanken hatte ich ja auch:
Kaufst Du einen anderen Gebrauchten kannst Du genauso auf die Nase fallen. Und ein Neuer ist zu teuer reimt es sich so schön.
Aber als Kurierfahrer ist man auf das Auto angewiesen, sonst rollt der Rubel nicht. Und wenn sich da in den letzten Jahren nichts drastisch geändert hat, verdienen Kurierfahrer auch kein Vermögen.

Gruss Jakob

Moin,

  • 10 %, oder + 20 %, oder + 30 % der üblichen 60.000 km
    Lebenszeit?

Einem Zahnriemen kann man kaum in die Seele schauen. Wenn er schon Verschleisspuren zeigt ist er schon überfällig und jeden Tag nachschauen macht niemand. Ein alter ZR kann urplötzlich reissen. In das Gewebe kann man nicht reinschauen. Pauschal kann man das erst recht nicht beziffern.
Hat der Riemen schon mal Öl abbekommen ist die Lebensdauer reduziert.
Hat er mechanisch schon mal gelitten, dito.
Und selbst ein guter ZR nützt nichts wenn die Spannrolle die Grätsche macht.
Ein neuer ZR nebst Rolle gibt da schon ein deutlich beruhigendes Gefühl. Und wenn Du ein wenig schrauben kannst, so kannst Du zumindest die hinteren Stossdämpfer selbst tauschen. Das geht wirklich einfach.

Gruss Jakob

Hallo Jakob,

Aber als Kurierfahrer ist man auf das Auto angewiesen, sonst
rollt der Rubel nicht. Und wenn sich da in den letzten Jahren
nichts drastisch geändert hat, verdienen Kurierfahrer auch
kein Vermögen.

es hat sich in den letzten 5 Jahren etwas geändert:
Die km-Pauschalen sind gesunken um 20 %, die Diesel-Preise sind gestiegen um 30 %.

Gruß
BT

Moin,

stimmt. Das ist drastisch.

Gruss Jakob (seit 10 Jahren raus aus der Branche)

Das ist Neuland für mich-Alle Wetter!!!
Guten Tag und Hallo

Hallo-
JAKOB V. TAST

die Entscheidung der Werksattt war in Deinem Fall auch
akzeptabel, da der 1,6l Kadett Motor ein Freiläufer ist. Im
Falle eines gerissenen Riemens wärst Du lediglich
liegengeblieben( …)

Also da bin ich ehrlich perplex. Jetzt muß ich mich einmal erkundigen, was ein FREILÄUFER ist!

(Das habe ich noch nie im Leben gehört-außer bei Plattenspielern, glaube ich ( -; )

Wenn ich das gewußt hätte, hätte ich es aber „drauf ankommen lassen.“

Wieder einmal etwas gelernt.

Übrigens: Es gab zwei 1,6L-Kadett-Einspritzmotoren: Den C16LZ und den C16NZ. Das ist Dir bewußt und beide waren Freiläufer? Na denn;

Gruß, Michael Z.

Prompt bin ich damit auf die
Schnauze gefallen :wink:

Gruß
BT

Hallo Beuteltier.

Ach so, und das war dann die Gschicht mit dem gerissenen Steuerriemen?

Michael Z., MFG

Geklärt
Post Scriptum.

Habe mich gerade „erkundigt“.

Jetzt weiß ich, was ein Freiläufer ist. Gr., Michael Z.

Hallo!

Ich schrieb von rund 700 Euro, die sind bei einer
freien, preisgünstigen Werkstattkette
erfragt (etwa
350 Euro Material + 350 Euro Arbeit),

Nu, da kann man sich ja vorstellen, wer das ist.
Frei sind die nicht wirklich, Wikipedia hilt.
Und günstig gleich garnicht, die stecken wohl sogar in einer finanziellen Klemme und brauchen dringend jeden Ct.

Ohne jetzt nachgesehen zu haben, würde ich mal eine Arbeitszeitvorgabe von 2 - 3 Stunden ansetzen.
Wie man da auf 350 € Arbeitslohn kommt, als „günstige“ Werkstatt,
das muss mir erstmal jemand vorrechnen.
Und 350 € Material ???
Also ich in meiner privaten Werkstatt würde das insgesamt ungefähr für die Hälfte machen,
und dabei kalkuliere ich bei solchen sensibelen Diesel-Zahnriemen-Sachen immer 100 € Risikoaufschlag ein.
Man muss sich ja auch ein gewisses finanzielles Polster schaffen, wenn doch mal von den vielen gewechselten Zahnriemen einer aus irgendwelchen Gründen versagt, und man dan einen neuen Zylinderkopf bezahlen muss, ohne zu wissen,
ob man das Geld jemals von irgendwem erstattet bekommt.

Ja, das ist ja das Dilemma:
Neue Reifen brauche ich jedes Jahr, weil ich 70.000 km p.a.
fahre.
Bremsen sind auch Verschleißteile.
Der Auspuff ist schon neu.
Sorgen macht mir eben die Stoßdämpferfrage.

Das mit dem Wert des Autos ist insofern nebensächlich, weil es
als Kurierfahrzeug gebraucht wird und die monatlichen
laufenden Kosten (900 Euro) weit höher sind als die
Abschreibung (100 Euro).

Weiterhin würde ich raten, bei dieser enormen Laufleistung ein anderes Fahrzeug anzuschaffen. Zumindest als längerfristige Überlegung.
Mein Nachbar fährt ebenfalls Kurierdienst, der hat früher immer mit Fiat Ducato, VW T4 uns ähnlichen sein Geld verdient.
Da ist jedes Auto immer so 100 000 km im Jahr gelaufen,
und die laufenden Reparaturen haben ihn aufgefressen.

Seit paar Jahren fährt er nur noch MB-Sprinter, immer werksneue, und immer 3 Jahre lang, und ca. 300 000 km.
In den 300 000 km geht in der Regel nichts kaputt.
Es wird nur Ölwechsel gemacht, Reifen, Bremsen, Glühbirnen.
Mehr nicht. Nach den 3 Jahren werden die an ausländische Autohändler verkauft.

Bei mir auf Arbeit gab es Sprinter, mit 900 000 km auf dem Tacho.
Ich will jetzt nicht behaupten, dass die nie kaputt waren, weil ich mit der Fahrerei nichts mehr zu tun habe,
aber wenn es unwirtschaftlich gewesen wäre, hätte mein Brötchengeber die schon lange verkauft.

Grüße, Steffen!

Hallo Steffen!

350 € Material, + 250 € Arbeit mindestens, hat man mir bei einer Filiale der Kette „Grubenhalt“ gesagt.

Die nächste Ford-Vertragswerkstatt hat mir jetzt ein detailliertes Angebot geschickt über 570 €,
ergänzte aber dann noch, dass die Wasserpumpe bei 260.000 km auch gewechselt gehört, weil wenn die undicht wird, käme Kühlerwasser auf den Riemen und dann wäre er wieder fällig, kommen noch 165 € dazu, insgesamt also 735 €.
„Grubenhalt“ wäre also sowohl bei den Ersatzteilen teurer als auch bei der Arbeit.
Ja mei.

Gruß
BT