Bin weder Psycho- noch Pharmakologe, noch unmittelbar Betroffener, aber einer Freundin mit MPS/DIS soll gerade in einer Klinik Rispedal mehr oder weniger „zwangsverordnet“ werden.
Meine flüchtige Recherche der relativ wenigen Internet-Artikel zum Thema bestärken mich eigentlich eher darin, ihre diesbezüglichen Bedenken zu teilen da, so wie ich es verstehe, dieses Medikament zum ersten eigentlich nur bei Psychosen/Schizophrenie Verwendung zu finden und zum zweiten wohl doch reichlich umstritten zu sein scheint.
Wer von den Fachleuten kann mir evtl. Auskunft geben über das Medikament an sich sowie über den Sinn bzw. Unsinn, es bei MPS/DIS (ohne akute „Krise“) zu verwenden.
Bin leider nur noch knapp 24 Stunden im Lande, weswegen ich für eine relativ schnelle Antwort besonders dankbar wäre.
Das Medikament ist zur Behandlung von Psychosen nicht umstritten. Ob es bei Deiner Freundin eingesetzt werden sollte, kann hier nicht geklärt werden, weil wir nicht herausfinden können, welche Diagnose und Behandlung angemessen sind. Die Diagnose MPS/DIS gilt i.a. als unsicher, da es nicht selten vorkommt, daß es sich vielmehr um eine Borderline-Persönlichkeitsstörung oder - ja, das kommt auch vor - um eine Schizophrenie handelt. Es reicht insbesondere nicht zur Diagnosestellung aus, daß die Person felsenfest überzeugt ist, sie habe MPS/DIS oder was auch immer.
ich will auf keinen Fall wieder eine Grundsatzdiskussion starten, wie Oliver Walter das so gerne tut, ob es MPS/DIS gibt oder nicht, das als erstes.
Ich möchte dir aus meiner eigenen Erfahrung schildern was solch ein Medikament bei mir bewirkt hat. Zyprexa ist wie Risperdal in die gleiche Kategorie von atypischen Neuroleptika einzuordnen, das habe ich 10 Monate genommen wegen DIS/MPS und es hat mir absolut nicht gut getan. Es unterdrückt alle Anteile/Personen und man fühlt sich wie abgeschnitten von sich selber. Es bleiben dann nur noch wenig Handlungsmöglichkeiten über und mich persönlich hat es in eine tiefe Depression gestürzt plötzlich so alleine zu sein. Dieses Medikament hat mich einfach völlig „leer“ gemacht und je länger ich es nahm unso weniger kam ich mit diesem Zustand klar, es macht sehr müde und depressiv, es blockiert das klare Denken und läßt einen irgendwo im Nebel stehen. Für mich kommen solche Medikamente nicht mehr in Frage weil sie völlig kontraproduktiv sind bei DIS, weil DIS eben keine Psychose und auch keine Schizophrenie ist.
Kurz nach absetzen des Medikamentes ging es mir sofort viel besser.
Ich möchte hier auch nicht zu- oder abraten von solchen Medikamenten, ich möchte nur raten genau hinzuschauen was solche Medikamente in einem bewirken. Ich wünsche deiner Freundin das sie an einen erfahrenen Arzt und Therapeuten gerät der nicht versucht, mit allen Mitteln die anderen Persönlichkeiten „weg zu machen“.
ich will auf keinen Fall wieder eine Grundsatzdiskussion
starten, wie Oliver Walter das so gerne tut, ob es MPS/DIS
gibt oder nicht, das als erstes.
Das ist vernünftig, und daß es MPS/DIS gibt, wissen wir wohl beide
Die Grundsatzdiskussion bringt mir auch für meine konkrete
Fragestellung rein gar nix.
Ich möchte dir aus meiner eigenen Erfahrung schildern was
solch ein Medikament bei mir bewirkt hat. Zyprexa ist wie
Risperdal in die gleiche Kategorie von atypischen Neuroleptika
einzuordnen, das habe ich 10 Monate genommen wegen DIS/MPS und
es hat mir absolut nicht gut getan. Es unterdrückt alle
Anteile/Personen und man fühlt sich wie abgeschnitten von sich
selber. Es bleiben dann nur noch wenig Handlungsmöglichkeiten
über und mich persönlich hat es in eine tiefe Depression
gestürzt plötzlich so alleine zu sein. Dieses Medikament hat
mich einfach völlig „leer“ gemacht und je länger ich es nahm
unso weniger kam ich mit diesem Zustand klar, es macht sehr
müde und depressiv, es blockiert das klare Denken und läßt
einen irgendwo im Nebel stehen. Für mich kommen solche
Medikamente nicht mehr in Frage weil sie völlig
kontraproduktiv sind bei DIS, weil DIS eben keine Psychose und
auch keine Schizophrenie ist.
Kurz nach absetzen des Medikamentes ging es mir sofort viel
besser.
Das deckt sich ziemlich genau mit den Erfahrungen und Einschätzungen meiner Freundin(nen).
Ich möchte hier auch nicht zu- oder abraten von solchen
Medikamenten, ich möchte nur raten genau hinzuschauen was
solche Medikamente in einem bewirken. Ich wünsche deiner
Freundin das sie an einen erfahrenen Arzt und Therapeuten
gerät der nicht versucht, mit allen Mitteln die anderen
Persönlichkeiten „weg zu machen“.
Eine vernünftige Therapeutin hat sie / haben sie wohl grundsätzlich, allerdings ambulant.
Nur die zur Zeit stationär agierenden Ärzte scheinen IMHO da etwas nicht so richtig zu peilen.