Runder Nacken

Hallo,

durch Fehlhaltung ist mein Nacken nicht gerade, also rund. Bekäme ich durch entsprechende Übungen wieder einen ansehnlichen Rücken oder ist der Zug abgefahren und ich kann nur noch Schadensbegrenzung betreiben indem ich dafür sorge, dass er nicht noch krummer wird?

viele Grüße
claren

Hallo,
zum Verständnis - von der Seite oder von hinten betrachtet ?

Gruss
Enno

zum Verständnis - von der Seite oder von hinten betrachtet ?

von der Seite betrachtet und an der Stelle, wo die Schultern anfangen, als ob ich immer mit abgeknickten Hals gegangen wäre.

grüße
claren

Hallo,
evtl. kann Matthias das besser beantworten. Ich würde vermuten, daß hier schon eine Stärkung der Nackenmuskulatur optische Verbesserung bringen könnte.

Gruss
Enno

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Hallo!

Wenn sich deine Wirbelsäule schon angepasst hat und die Wirbel leicht keilförmig sind dann kannst du nur den Schaden begrenzen.

Wenn es ein Haltungsproblem ist kann man sicher einiges korrigieren; dann würde ich aber das Wort „Übung“ streichen und durch „Prozess“ ergänzen-denn was hilft es dir jeden Tag 10-20min lang „Übungen“ zu machen und den Rest des Tages wie vorher rumzulaufen?

Der „Prozess“ besteht darin im Alltag auf seine Haltung zu achten und eben vieles darauf einzustellen, d.h. Sitzgewohnheiten verändern, …

Ist alles machbar-erfordert aber Geduld und v.a. „Einsicht“, d.h. man muss begreifen und verstehen wie Haltung zustandekommt und ein gutes Körpergefühl entwickeln.

Tschüss

Matthias

Hallo Matthias,

um gute Haltung bin ich bemüht, wann immer ich daran denke.

Wenn sich deine Wirbelsäule schon angepasst hat und die Wirbel
leicht keilförmig sind dann kannst du nur den Schaden
begrenzen.

also, Stärkung der umliegenden Muskulatur ist immer gut. Aber ans Geraderichten ist nicht zu denken. Habe ich das richtig verstanden?

Wenn es ein Haltungsproblem ist kann man sicher einiges
korrigieren; dann würde ich aber das Wort „Übung“ streichen
und durch „Prozess“ ergänzen-denn was hilft es dir jeden Tag
10-20min lang „Übungen“ zu machen und den Rest des Tages wie
vorher rumzulaufen?

das sehe ich ein. :smile:

Der „Prozess“ besteht darin im Alltag auf seine Haltung zu
achten und eben vieles darauf einzustellen, d.h.
Sitzgewohnheiten verändern, …

Meinst du solche, wie sie von Rückenschulen beschrieben werden? (nie krumm sitzen, nicht anlehnen, geeignete Stühle am Arbeitsplatz…)

Ist alles machbar-erfordert aber Geduld und v.a. „Einsicht“,
d.h. man muss begreifen und verstehen wie Haltung
zustandekommt und ein gutes Körpergefühl entwickeln.

auf dem Weg zur Einsicht bin ich. Das mit den Gewohnheiten ist ein eigenes Thema. Aber immerhin, meine Rückenschmerzen sind seltener geworden. Es gibt da eine tolle Praxis für Physiotherapie in Regensburg…:smile:

viele Grüße
Claudia

Hallo!

Jetzt hat`s auch in meinem Kopf Klick gemacht und ich weiss wer du bist. :wink:)
Macht das Ganze einfacher zu beschreiben.

um gute Haltung bin ich bemüht, wann immer ich daran denke.

Wenn sich deine Wirbelsäule schon angepasst hat und die Wirbel
leicht keilförmig sind dann kannst du nur den Schaden
begrenzen.

also, Stärkung der umliegenden Muskulatur ist immer gut. Aber
ans Geraderichten ist nicht zu denken. Habe ich das richtig
verstanden?

Probier mal mehrere Keile aufeinanderzustellen; das kann (wenn alle in die gleiche Richtung zeigen) keine Gerade ergeben-das wird immer schief und in eine Richtung gekrümmt.
Und wenn ein Wirbel mal keilförmig ist dann bleibt er das auch.

Der „Prozess“ besteht darin im Alltag auf seine Haltung zu
achten und eben vieles darauf einzustellen, d.h.
Sitzgewohnheiten verändern, …

Meinst du solche, wie sie von Rückenschulen beschrieben
werden? (nie krumm sitzen, nicht anlehnen, geeignete Stühle am
Arbeitsplatz…)

Jein. Die traditionellen Rückenschulen kann man vergessen. Die gehen von einem nicht-existenten Weltbild aus, d.h. sind völlig weltfremd.
Deshalb meinen viele Leute immer noch dass sie rumlaufen sollen wie Roboter, d.h. Oberkörper immer steif und ja keine Beugung zulassen.
Das ist eben das Problem mit Gewohnheiten-die kann man nicht in 8 Abenden a 90 Minuten umlernen oder umtrainieren.
So ein Prozess erfodert ein Minimum von einem Jahr.
Ich vergleiche das gerne mit dem Lernen einer neuen Sprache: erstmal lerne ich „Bitte“, „Danke“ und „Wo gibt`s was zu essen?“-später kann ich dann daran denken mich mit jemandem zu unterhalten.

Auf Haltung übertragen:
Punkt 1-spüren; man muss wissen/spüren/fühlen in welcher Haltung man sich befindet-denn nur dann kann man etwas verändern.

Punkt 2-herausfinden welche Arbeitshaltungen, Sitzmöbel, Gewohnheiten problematisch sind; steht der Monitor zu tief?, rutscht man im Stuhl unmerklich langsam nach vorn?, wieso ist der Kopf beim Autofahren nicht an der Kopfstütze?, …

Punkt 3-Kleinigkeiten ändern-„one thing at a time“-damit das neue Verhalten zur Normalsituation wird.

Punkt 4-wenn man merkt dass eine Position Probleme macht-sich nicht weiterquälen sondern sofort (!!) etwas dagegen unternehmen. Dafür muss man sich aber Zeit nehmen-was manche nicht tun obwohl es im Sekundenbereich liegt.

Das Buch von Robert Schleip „Der aufrechte Mensch“ (?) könnte da ganz gut geeignet sein.

Tschüss

Matthias

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herzlichen Dank - an der Stelle auch an Enno! :smile: - und dir noch ein *chen von
claren