Hallo!
Jetzt hat`s auch in meinem Kopf Klick gemacht und ich weiss wer du bist.
)
Macht das Ganze einfacher zu beschreiben.
um gute Haltung bin ich bemüht, wann immer ich daran denke.
Wenn sich deine Wirbelsäule schon angepasst hat und die Wirbel
leicht keilförmig sind dann kannst du nur den Schaden
begrenzen.
also, Stärkung der umliegenden Muskulatur ist immer gut. Aber
ans Geraderichten ist nicht zu denken. Habe ich das richtig
verstanden?
Probier mal mehrere Keile aufeinanderzustellen; das kann (wenn alle in die gleiche Richtung zeigen) keine Gerade ergeben-das wird immer schief und in eine Richtung gekrümmt.
Und wenn ein Wirbel mal keilförmig ist dann bleibt er das auch.
Der „Prozess“ besteht darin im Alltag auf seine Haltung zu
achten und eben vieles darauf einzustellen, d.h.
Sitzgewohnheiten verändern, …
Meinst du solche, wie sie von Rückenschulen beschrieben
werden? (nie krumm sitzen, nicht anlehnen, geeignete Stühle am
Arbeitsplatz…)
Jein. Die traditionellen Rückenschulen kann man vergessen. Die gehen von einem nicht-existenten Weltbild aus, d.h. sind völlig weltfremd.
Deshalb meinen viele Leute immer noch dass sie rumlaufen sollen wie Roboter, d.h. Oberkörper immer steif und ja keine Beugung zulassen.
Das ist eben das Problem mit Gewohnheiten-die kann man nicht in 8 Abenden a 90 Minuten umlernen oder umtrainieren.
So ein Prozess erfodert ein Minimum von einem Jahr.
Ich vergleiche das gerne mit dem Lernen einer neuen Sprache: erstmal lerne ich „Bitte“, „Danke“ und „Wo gibt`s was zu essen?“-später kann ich dann daran denken mich mit jemandem zu unterhalten.
Auf Haltung übertragen:
Punkt 1-spüren; man muss wissen/spüren/fühlen in welcher Haltung man sich befindet-denn nur dann kann man etwas verändern.
Punkt 2-herausfinden welche Arbeitshaltungen, Sitzmöbel, Gewohnheiten problematisch sind; steht der Monitor zu tief?, rutscht man im Stuhl unmerklich langsam nach vorn?, wieso ist der Kopf beim Autofahren nicht an der Kopfstütze?, …
Punkt 3-Kleinigkeiten ändern-„one thing at a time“-damit das neue Verhalten zur Normalsituation wird.
Punkt 4-wenn man merkt dass eine Position Probleme macht-sich nicht weiterquälen sondern sofort (!!) etwas dagegen unternehmen. Dafür muss man sich aber Zeit nehmen-was manche nicht tun obwohl es im Sekundenbereich liegt.
Das Buch von Robert Schleip „Der aufrechte Mensch“ (?) könnte da ganz gut geeignet sein.
Tschüss
Matthias