Saftige Erhöhung heute in der PKV. Und bei Euch ?

Hallo…
Auch wenn das Board nicht so hundertprozentig richtig ist dafür.
Habe heute von meiner PKV (Winterthur Tarif Vision2) ab Januar einen
saftigen Aufschlag des Beitrags von 40 % zum bevorstehenden Weihnachtsfest kredenzt bekommen… Wohl kein Einzelfall da es heute
auch allgemein etwas durch die Medien geht… Bin mal neugierig ob andere Mitglieder hier ähnliche Erhöhungsschreiben bekommen haben. Was zahlt Ihr jetzt so? Oder fühlt Ihr Euch auch angelockt und dann abgezogt von Versicherung xyz ??
Gruss Bernd

Hallo Bernd,

ich bin zwar nicht bei einer PKV, aber in dieser Sendung wurde über die kräftigen Beitragserhöhungen berichtet…

Gruß Sarah

http://www.hr-online.de/fs/mex/20031127_pkv.html
MEX vom 27. November 2003

Satter Aufschlag - Wie private Krankenversicherer zur Kasse bitten
Die Private Krankenversicherung warb in den vergangenen Monaten in ganzseitigen Anzeigen für die Vorteile ihres Systems. Während die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung in den vergangenen Jahren stätig gestiegen sind und jede Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze gerade die Spitzenverdiener empfindlich traf, präsentierten sich die privaten Krankenversicherer gerne als Fels in der Brandung. Wenn nicht gar als Insel der Glückseeligen. Denn im Vergleich zu gesetzlich Krankenversicherten gibt es für Privatpatienten einige Vorteile bei den Leistungen. Im Krankenhaus Ein- oder Zweibettzimmer, die Zuzahlungen entfallen. Dazu kommt bevorzugte Behandlung durch den Chef. Beim Hausarzt entfällt das Eintrittsgeld. Und vor allem für hohe Einkommensgruppen gilt: der Beitrag ist viel niedriger als der Spitzenbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung

Böse Überraschungen
Doch in der jüngeren Vergangenheit erlebten einige Privatversicherte böse Überraschungen. Auch der leitenden Angestellte Volker Germann hat eine schlechte Erfahrung mit der privaten Krankenversicherung gemacht. Vor elf Jahren ist er in die Berlin Kölnische Krankenversicherung eingetreten. Damals dachte er, er könnte sparen. Inzwischen sieht die Sache ganz anders aus. Seine Krankenversicherung erhöhte die Beiträge. „Wenn ich alles zusammmenrechne, komme ich auf eine Steigerung von 32 Prozent“, sagt Germann.

Über 300 Prozent Steigerung in zwölf Jahren
Volker Germann zahlt einen einen Beitragssatz, der 32 Prozent höher liegt, als im vergangenen Jahr. Er hat ausgerechnet: in elf Jahren Mitgliedschaft sind seine Beiträge um 206 Prozent gestiegen. Auch Germanns Frau ist Mitglied in der privaten Krankenversicherung. Wenn sie ihre heutigen Beiträge sieht, bereut sie den Schritt zur Privatkasse, sagt sie. In zwölf Beitragsjahren haben sich ihre Beiträge um über 300 Prozent erhöht. Inzwischen würde bei beiden sogar der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung niedriger liegen, als ihr aktueller Beitrag in der privaten Krankenversicherung. !!!

„Angelockt und abgezockt“
Beide haben nicht gewusst, dass die Beiträge der privaten Kassen in jungen Jahren besonders niedrig sind, aber mit dem Alter regelmäßig steigen. Der Bund der Versicherten warnt schon lange vor den steigenden Beiträgen. Diese Methode des Kundenfangs kann vor allem bei unbedarfteren Versicherten schnell zum Problem führen. „Man könnte sagen, angelockt und abgezockt“, sagt Frank Braun vom Bund der Versicherten. Er kennt viele Fälle von privat Versicherten, die ihre gestiegenen Prämien nicht mehr bezahlen können. Die Beschwerden über die privaten Krankenversicherungen gehen in die zehntausende. Die gesetzliche Krankenversicherung hat 72 Millionen Mitglieder. Zurzeit sind acht Millionen Menschen Mitglied in der privaten Krankenversicherung. Viele davon werden auch in Zukunft blaue Briefe von ihrer Krankenversicherung bekommen.