Zwar fürchte ich, Ulf, dass du dich ganz offensichlichen Verhältnissen und klarem Verständnis -aus welchen Gründen auch immer - absichtlich entziehst. Doch seis drum.
Eine Mutter und ein Muttertier oder auch ein Vater mit der Schoppenflasche handeln, agieren, sind aktiv, wenn er oder sie die Zitzen, die Brustrosinen oder den Gummi den Kalb oder dem Kind anbieten, in den Mund schieben und dann saugen lassen.
Ich habe mir sagen und erzählen lassen, dass Kälber und andere Jungtiere, die das Saugen von alleine nicht packen, an die Zitze des Muttertiers geführt werden und der Bauer oder die Bäurin Milch in das Maul des Jungen spritzen, um ihm zu demonstrieren wie es geht.
Ich sah einst eine Dokumentation, in der eine Frau einem Löwenjungen den Finger ins Maul steckte und daran entlang Milch aus einer Flasche ins Maul des Jungen leitete, worauf das Junge das Fläschchen annahm.
Ebensolches haben mir stillende Mütter berichtet, die durch einen Druck auf die Milchdrüsen dem Baby, das - aus welchen Gründen auch immer - keine Lust zeigt, zu saugen zu zeigen, dass es jetzt was Gutes gibt und damit den Saugreflex auslösen.
Dass das Kind oder das Kalb dann selber aktiv werden muss, ist in dem Zusammenhang doch selbstverständlich.
So wie bei tränken - trinken, füttern - futtern auch. Bei anderen Verben wird das, was du „passiv“ nennst, durch die aktive Verbform
ausgedrückt:
abfüllen, vollstopfen, reinschieben
und das, was bei dir das „aktive Handeln“ ist durch die reflektive Verbform ausgedruckt:
sich abfüllen, sich vollstopfen, in sich reinschieben.
Aber - wie gesagt - ich befürchte Öl und Mühe zu verlieren.
Gruß Fritz