Es wurde mir schon mehrfach bestätigt, dass die
Schallgeschwindigkeit (SG)
NICHT von der Luftdichte abhängt (ausgenommen sehr hohe
Dichte).
stimmt…hier darf man aber auch Kümmel spalten. Die Schallgeschwindigkeit ist abhängig von Druck, Temperatur, Dichte, Adiabatenexp…
Die Schallgeschwindigkeit EINES Stoffes ist nur abhängig von Temperatur und geringfügig von der relativen Feuchtigkeit.
Also bei z.B. 1/1000 der Dichte hat die Luft dieselbe SG,
natürlich
vorausgesetzt dieselbe Temperatur.
echt? …hätte jetzt gedacht, bei so geringer Dichte kann sich Schall gar nicht mehr fortpflanzen…
Also kann man doch
Fernwirkungen
der Luftmoleküle (LMe) aufeinander ausschließen.
Da bin ich nicht so sicher. Also die Luft hat die Eigenschaft, zäh zu sein. Nimmst du irgendwo Luft weg, muss der Unterdruck ausgeglichen werden. Das passiert nicht durch Stöße, sondern durch „Zug“. Vorstellen kann man sich das so, als würden die Molekülpakete so verhalten wie ein Auto, was ein anderes mit einem Gummi abschleppt.
- Möglichkeit: das zweite Auto fährt dem ersten hinten drauf - es stößt also.
- Möglichkeit: das erste Auto beschleunigt - es ensteht eine große Spannung im Grummi, die verursacht, dass das 2. Auto schnell an das erste herangezogen wird.
Ähnlich ist es bei Luftmolekülpaketen. Sie stoßen und ziehen. Insofern können schon fernwirkungen entstehen.
Sie wirken
nur durch
Stöße aufeinander.
Die Moleküle an sich, ja, Allg. Gastheorie. Sobald sich die Luft aber bewegt, z.B. beim Schall - dann nicht mehr nur durch Stöße.
Wie kann dann aber die SG höher sein als die Wurzel aus dem
mittleren
Quadrat der Einzelgeschwindigkeiten [v(rms)] der LMe - in eine
Raumrichtung?
Der Stafettenstab ist ja auch nicht schneller als die
Stafettenläufer.
Die Stafettenläufer sind nicht die Luftmoleküle, sondern die Wellenberge der Longitudinalwellen der Schallwelle. Die Longitudinalwellenberge sind eine Vielzahl von Luftmolekülen. Die Luftmoleküle bewegen sich also völlig unabhängig von der Schallwelle und wir hören diese einzelnen Luftmoleküle auch nicht. Die haben die Größe der blauen Lichtwellenlänge - weswegen diese auch dafür sorgen, dass das Sonnenlicht den blauen Anteil über uns streut und uns den Tag versüßt. Wir hören nur die Wellen der Luftmolekülpakete der Schallwelle. Die sind um ein Vielfaches größer.
Die Luftmoleküle können sich also erlauben, in ungeordnetem Zustand umherzuschwirren, was sie auch tun. Sie schwingen um keine Ruhelage.
ein Extrembsp.:
Ein Pendel pendelt mit einer Geschwindigkeit von links nach rechts - die LM-Geschwindigkeit. Das ist nicht die SG. Bewegt man jetzt das Pendel von vorn nach hinten, stellt das die SG dar - die Longitudinalwelle. Betrachtest du also jetzt die SG, darfst du nicht die LM-Geschwindigkeit(Relativgeschwindigkeit) im System des Luftmoleküls nehmen, sondern musst die LM-Geschwindigkeit des Gesamtsystems nehmen, um die SG zu berechnen.
Meinst du das oder habe ich was falsch verstanden?