Scharlach als Erwachsener

Hallo!

Mein Bruder (30) hat sich bei einem Kind angesteckt. Die Krankheit ist noch nicht vollständig ausgebrochen, er hat allerdings schon eine „Himbeerzunge“.
Wer kennt Informationen (bzw. Tipps zur Behandlung), wie sich die Krankheit bei Erwachsenen auswirkt, da alle meine Recherchen (z. B. auch im Kursbuch Gesundheit) sich nur auf Kinder bezogen haben.

Gruß, Torsten

Hallo Torsten!
also ich hab mich vor Jahren auch mal bei meinem Kind angesteckt und ich rate als echte Naturheil-und-Alternativen-Bevorzugerin nur zu ANTIBIOTKUM.
Natürlich kann man das auch anders heilen, aber die Risiken sind enorm (siehe verschleppter Scharlach bei Kindern) und eine Himbeerzunge sagt ja auch, dass es schon ganz schön fortgeschritten ist.

Nur wenn er wirklich gerne im Bett liegt, in Quarantäne wohlgemerkt, auf Atemprobleme steht und auf echte Halsschmerzen der besonderen Art, wenn er ein echter Risikojunkie ist, der ausprobieren will, wie sich in Folge Herz- und andere Organschäden bei ihm anfühlen, dann sollte er einfach zu Hause bleiben und auf einen qualvollen Tod warten.
ÄHHH, nein mal im Ernst, er sollte dringenst zum Arzt!!!
Liebe Grüße und gute Besserung
Susanne

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Hallo,
unbedingt zum Arzt und KEINE Experimente mit der Therapie machen. Scharlach wird antibiotisch behandelt, im Regelfall mit Antibiotika aus der Gruppe der Penicilline und Cephalosporine.
Behandlungsdauer: 10 Tage, unabhängig davon, dass die Besserung bedeutend schneller eintritt.
Beim Scharlach gibt es zwei Arten von Folgeerkrankungen: das so genannte Akute Rheumatische Fieber (kreuzreagierende Antikörper gegen Oberflächenmerkmale der Herzmuskelzellen) und/oder die Akute Glomerulonephritis, ein verstopfen der Nierenkanälchen durch ‚Immunkomplexe‘.
Ansonsten brandheißer Tip am Rande: Dein Bruder ist auch für andere infektiös , schon deshalb ist die Behandlung notwendig!
Viele Grüße,
Oliver

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Ich werd’s ihm ausrichten und Abstand halten!
Gruß, Torsten