Schilddruese - ist das moeglich?!

Hallo erstmal!!

Ich fange kurz von vorne an.
Leide seit nun bald ueber einem Jahr an staendiger Uebelkeit. Anfangs war es nur nachts mal und ich konnte nicht besonders gut schlafen, nun ist es soweit, dass ich bald taeglich darunter gequaelt werde.
Ich muss dazu sagen, dass ich im Oktober 2007 meine Tochter entbunden habe und habe nun schon oefter gehoert, dass eine SS eine Schilddruesenunter- oder ueberfuntion (?) ausloesen kann.
Ich klammere mich natuerlich an jede Hoffnung, weil ich nicht glauben will, dass mir mein Kopf diese Uebelkeit nur vorspielt.
Ich war im letzten Jahr staendig beim Arzt. Wie bereits erwaehnt, fing es mit der Uebelkeit an. Dann kam ab und zu Verstopfung bzw. fester Stuhlgang hinzu. Schlafstoerungen waren die Folge der Uebelkeit.
Mittlerweile koennte ich fast taeglich weinen und fuehle mich staendig muede, obwohl (so sagt mein Mann immer :wink:) ich den ganzen Tag ueber „pennen“ koennte wie ein Stein und trotzdem noch muede bin.
Ich hab nach der Geburt schnell abgenommen und tue es noch immer so etappenweise. Dachte, dass das aber wohl mit dem Stillen zusammenhing, habe aber leider nur fast 3 Monate stillen koennen.
Zu der Uebelkeit kommt manchmal so eine Art Kloeßchen oder „Unwohlsein“ im Hals dazu.

Wie bereits gesagt, klammere ich mich nun an jeden noch so kleinen Ast, aus Angst, dass diese Uebelkeit nur psychisch bedingt ist.
Ich leide auch an Angstzustaenden (hat immer mehr zugenommen nach der Geburt) und manchmal fuehle ich mich richtig depressiv, obwohl ich SEHR gluecklich mit meinem Leben bin!!

Vor der SS hatte ich nie Probleme mit Uebelkeit oder andere staendig wechselnden Beschwerden.
Ich habe Angst, zum Arzt zu gehen bzw. mir dann von ihm bestaetigen lassen muessen, dass die Werte alle im Normalbereich liegen!

Habt ihr Rat oder womoeglich aehnliche Erfahrungen? Ich waere so dankbar!! Vielleicht kann die Uebelkeit ja auch von woanders her ruehren? Stress habe ich auf jeden Fall keinen, das kann ich gut ausschließen!

LG
meravigliosa

Hallo,

wurde denn sie Schilddrüse bereits untersucht? Szintigramm, Ultraschall, Blutuntersuchung …?

Als alternative Ursache für die Symptome könnten auch Gallensteine bzw. eingedickter Gallensaft (Sludge) in der Gallenblase in Frage kommen. Wurde das schon mal per Ultraschall untersucht?

Gruß,

Myriam

Nein!
Bei mir wurden ueberhaupt keine Untersuchungen vorgenommen.
Ich war zwar staendig beim Arzt, wurde aber entweder mit Medikamenten nach Hause geschickt oder mir wurde gesagt, es sei stress bedingt.

Da mir jedes Mal wieder diese Aussage „stress bedingt“ gemacht wurde, hab ichs irgendwann natuerlich auch so hingenommen. Bis gestern, als es mal wieder echt uebel war - obwohl ich eben wie gesagt, keine Probleme oder Stress habe - da habe ich ein bissl im Internet geschaut und gesehen, dass staendige Uebelkeit eben auch andere Ursachen haben kann, als „nur“ Stress.

Hallo,

Bei mir wurden ueberhaupt keine Untersuchungen vorgenommen.

Na dann ab zu einem guten Arzt, möglicherweise gleich ein Internist. Klar kann Stress die Ursache sein, aber man sollte doch andere Möglichkeiten ausschließen, wenn die Beschwerden so stark/häufig sind.

Gruß,

Myriam

Soll ich dann gleich nach einem Blutbild verlangen? Oder wonach ueberhaupt?
Oder ihm erstmal meine Symptome schildern und abwarten, was er mir sagt??
Ich gehe seit dieser Zeit nicht mehr zum Arzt, da ich Angst habe, dass man mir immer wieder aufs Neue sagt, es sei nur psychisch.
Deswegen bin ich eben nun etwas skeptisch ueber diese Beschwerden zu sprechen!

Hallo,

Oder ihm erstmal meine Symptome schildern und abwarten, was er
mir sagt??

Beginne damit, einen guten Arzt zu suchen. Lasse Dir von einer Vertrauensperson einen guten Arzt empfehlen. Es gibt auch z.B. Allgemeinärzte, die eine Zusatzausbildung als Psychotherapeuten haben.

Ich gehe seit dieser Zeit nicht mehr zum Arzt, da ich Angst
habe, dass man mir immer wieder aufs Neue sagt, es sei nur
psychisch.

Was heißt denn hier „nur psychisch“? Selbst wenn sich, durch Ausschluss anderer Ursachen, herausstellt, dass Dir aufgrund von Stress oder Angst oder anderen seelischen Ursachen übel ist, dann heißt das ja nicht, dass Du Dich damit abfinden musst. Auch an einer psychischen Ursache kann man arbeiten und eine Heilmethode suchen ud auch finden. Fasse Dir ein Herz, Dein Kind verdient eine gesunde Mama!

Gruß,

Myriam

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Einen guten Arzt haette ich schon.
Ich war dort selber 1x - ist aber schon lange her und da war ich sehr zufrieden!

Natuerlich moechte ich meiner Tochter eine gute Mama und meinem Mann eine gute Ehefrau sein, aber wenn meine Symptome psychisch bedingt waeren, dann haette ich wohl sehr starke Angst, dass ich diese nie wieder in den Griff bekommen werde. Zumal ich ja nicht mal weiß, woher die ruehren koennten. Gegen „Krankheiten“ gibt es Medikamente und gegen Beschwerden, die psychisch ausgeloest sind? Therapie? Ich kann mir leider sehr schwer vorstellen, dass mir eine fremde Person meine Symptome durch Gespraeche nach und nach nehmen kann…

Natuerlich moechte ich meiner Tochter eine gute Mama und
meinem Mann eine gute Ehefrau sein, aber wenn meine Symptome
psychisch bedingt waeren, dann haette ich wohl sehr starke
Angst, dass ich diese nie wieder in den Griff bekommen werde.
Zumal ich ja nicht mal weiß, woher die ruehren koennten. Gegen
„Krankheiten“ gibt es Medikamente und gegen Beschwerden, die
psychisch ausgeloest sind? Therapie? Ich kann mir leider sehr
schwer vorstellen, dass mir eine fremde Person meine Symptome
durch Gespraeche nach und nach nehmen kann…

Das sind alles Gedankengänge, welche die Gesamtsituation verschlimmern. Sie erzeugen Stress, Schuldgefühle und Ängste, welche Deine Beschwerden - egal ob die nun letztendlich körperliche oder seelische Ursachen haben - vermutlich noch schlimmer machen.

Bevor Du Dir Gedanken darüber machst, ob Dir eine Psychotherapie oder so etwas helfen könnte, musst Du doch erst mal rausfinden, ob die Ursache überhaupt psychischer Art ist. So den Kopf in den Sand zu stecken hilft doch keinem, oder?

Du erinnerst mich an eine Kollegin, die chronischen Husten hatte und andere Beschwerden, die nach Allergie aussahen. Ich empfahl ihr mehrmals, zum Arzt zu gehen, Lungenfunktionstest und Allergietest zu machen. Sie wollte das nicht, weil sie Angst hatte, eine Hunde-Allergie zu haben (sie hat mehrere Hunde und liebt sie sehr). Ich fragte sie: „was denkst Du denn, was der Arzt macht, falls Du gegen Hunde allergisch bist? Dass er die Polizei schickt um Deine Hunde wegzuholen? Mit einer Diagnose bist Du doch nicht schlechter dran als vorher, Du weißt dann wenigstens, was Du tun musst (Medikamente usw.) um Dich besser zu fühlen.“

Ihre Allergie stellte sich übrigens als normale Pollenallergie heraus, sie bekam vernünftige Medis verschrieben, so dass es ihr sofort besser ging. Den Winter über hat sie eine Hyposensibilisierung gemacht und wir sind alle gespannt, ob in der Pollensaison jetzt weniger Probleme auftreten.

Gruß,

Myriam

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PPD, PND (postpartale Depression) möglich
Hallo,

Verstopfung bzw. fester Stuhlgang hinzu. Schlafstoerungen
waren die Folge der Uebelkeit.
fast taeglich weinen und fuehle mich
staendig muede, obwohl
ganzen Tag ueber „pennen“ koennte und trotzdem
noch muede bin.
Ich hab nach der Geburt schnell abgenommen und tue es noch
immer so etappenweise.

Viele Depressionen, die nach der Entbindung entstehen, werden als solche oft nicht oder spät vom Arzt erkannt. Sie können sich manifestieren und der jungen Mutter unnötig lange die Lebenssqualität nehmen.

Und ich hoffte schon, man wäre heute eher in der Lage, auch an die postnatale/postpartale Depression (PPD, PND) zu denken.
Dabei sind hiervon 10-15% der Mütter betroffen.
Oft weiß man als junge Mutter selber nicht, was mit einem los ist. Man muss die glückliche Mutter spielen, sonst kommt man sich wie ein Spielverderber vor, selbst dem Arzt gegenüber sucht man eher nach Schilddrüsenfunktionsstörungen (welche eine PPD auch verstärken kann).

Dabei ist diese Form der Depression gut behandelbar, man muss sie aber erkennen. Der Hausarzt sollte zum Psychologen überweisen, je eher je besser.

klammere ich mich nun an jeden noch so
kleinen Ast, aus Angst, dass diese Uebelkeit nur psychisch
bedingt ist.

Ob psychisch oder physisch, beides ist vom Patienten + Arzt ernstzunehmen um fachmännische Hilfe zu erhalten, die es doch auch gibt. Glücklicherweise nimmt man mittlerweile die Psyche ernst, und das hat sie doch auch verdient oder nicht?

Ich leide auch an Angstzustaenden (hat immer mehr zugenommen
nach der Geburt) und manchmal fuehle ich mich richtig
depressiv, obwohl ich SEHR gluecklich mit meinem Leben bin!!

Sei Du selbst. Du darfst und sollst sagen, dass es Dir nicht gut geht, wenn es so ist und dass Du an Angstzuständen leidest, und Du bist hierin keine Ausnahme, es ist kein Makel, aber es ist der erste Weg, um Hilfe zu suchen und zu finden.

Habt ihr womoeglich aehnliche Erfahrungen?

Ja, ich habe auch ähnliche Erfahrungen.
Damals glaubte man, „soetwas“ müsse nach wenigen Tagen oder Wochen vorbei sein. Das Thema ist zum Glück heute weitgehendst entstigmatisiert, aber wohl noch nicht vollständig.

Hier sind noch 2 Links zur Info:
http://www.medizinfo.com/kopfundseele/depression/ppd…
http://www.postnatale-depression.ch/joomla/index.php…

Ich wünsche Dir, dass Du Dir Hilfe suchst und findest. Sprich mit einem Arzt Deines Vertrauens ehrlich und ohne zu Beschönigen, damit es Dir bald wieder so geht, wie früher, es ist doch eine ganz andere Lebensqualität.

Viele Grüße, Renate

Hallo junge Mamma

Den Rat, den man dir bereits gegeben hat, einen guten Internisten aufzusuchen, würde ich befolgen. Als Laiin kann ich dir auch keinen Rat geben, aber von einer eigenen Erfahrung erzählen.

Ich hab innerhalb 13 Monaten zwei Jungen geboren. Der Ältere war ein überaus aktives Kind, und ich hatte meine liebe Not, ganz allein alles gut über die Runden und abends auch noch ein feines Nachtessen auf den Tisch zu bringen.

Eines schönen Morgens war mir so übel, dass ich meinte, wieder schwanger zu sein, aber das konnte nicht sein, weil ich mich hatte unterbinden lassen. Also ging ich zum Arzt. Er stellte ncihts fest. Auch die Schilddrüsen funktionierten normal. Nach mehreren Monaten kamen undefinierbare Bauchschmerzen hinzu. Ein Gynäkologe sagte mir, damit müsse ich leben!!! So ein Blödsinn. Ich hatte Albträume, meinte ich verbrenne und wurde mit Schmerzen wach.

Irgendwann erkannte mein „gewöhnlicher“ Hausarzt die Situation und meinte, ich leide unter einer „larvierten Depression“. Depression, nein sicher nicht, war meine Haltung. Ich hatte ja wie du keine wirklichen Probleme, war einfach etwas überfordert. Ich sagte ihm, daran glaube ich nicht. Ich würde nur gelegentlich depressiv, weil ich nicht ständig mit diesen Bauchschmerzen und der manchmaligen Übelkeit längerfristig leben könne, denn - wie gesagt - war ich ja als Mutter sehr gefordert.

Er befahl mir, täglich Ludiomil zu schlucken. Die larvierte Depression drücke sich nicht in meiner Psyche aus, sondern eben symptomatisch in meinem Körper. Der Stoffwechsel in meinem Gehirn sei gestört. Ich bräuchte jetzt Unterstützung, während eines Monats oder während dreier Monate oder immer. Das könne er nicht im Voraus sagen.

Ich nahm die Medizin, und siehe da, alle Beschwerden verschwanden. Zwar spürte ich Nebenwirkungen wie grosse Müdigkeit und mehr Durst. Nach einem Monat konnte ich die Medikamente absetzen und brauchte sie während vielen Jahren nie mehr und wenn, nur während 1, 2 Tagen.

Hab also keine Angst vor einer solchen Diagnose. Ich brauchte keine andere Therapie, ausser eben vorübergehend ein Psychopharmaka, das mir erstaunlich gut und schnell half.

Alles Liebe und Gute!
Vreni