Schimmel

Liebe/-r Experte/-in,

ich wohne seit 3 Monaten in einem Zimmer in einer zuvor komplett neu sanierten Mietwohnung. An exakt den beiden unteren Ecken zur Außenwand hin habe ich soeben starken dunkelgrünen Schimmelbefall festgestellt. Auf der einen, freieren Seite, wo ein Tisch steht, ist eine Fläche von etwa 20x40cm betroffen. Auf der anderen Seite sind es ca. 50x40cm. Dort hatte ich Boxen von meiner Anlage abgestellt. Die Wände fühlen sich für mich an den betroffenen Stellen nass an.

Ich weiß, dass ich den Schaden sofort melden beim Vermieter melden muss.
trotzdem möchte ich mich zuvor gern informieren, falls mir unterstellt wird, ich hätte den Schimmel selbst zu verantworten.

Fakten zu meinem Wohnverhalten:

Die Raumtemperatur in meinem durchweg bewohnten Zimmer beträgt 16-20 Grad. Manchmal heize ich, gibt auch wenige Tage, wo ich sie ganz aus lasse.

Die Luft in meinem Zimmer ist nicht keineswegs als feucht zu bezeichnen und die anderen in der Wohnung sagen, ich lüfte von uns allen am meisten (mind. einmal täglich).

Fragen:

Was ist zu tun, wenn der Vermieter mir - möglicherweise wieder besseren Wissens - unterstellt, ich hätte nicht richtig geheizt oder gelüft?

An der einen Stelle, wo der Befall deutlich stärker ist, standen meine Boxen davor. Sicher kam dort auch weniger Luft hin.
Kann man mir das anlasten? Dort hätte doch genauso gut ein Schrank stehen können und es muss doch erlaubt sein,
in einer angemieteten Wohnung Dinge vor die Wand zu stellen. Oder gibt es ein Mietergesetz, dass z.B. einen Sicherheitsabstand zwischen Außenwänden und Schränken regelt?

Soll ich als Mieter einen Sachverständigen bestellen oder ist das die Pflicht des Vermieters?

Vielen Dank für Ihre Antworten. Sie helfen mir damit sehr weiter.

Hallo Julia

erstmal danke für den ausführlichen und sehr gut beschriebenen Bericht.

Wenn es so ist wie du es schilderst, dass du regelmäßig Lüftest und auch dein Heizverhalten normal abläuft dan brauchst du dir da keinerlei Gedanken machen.
Da in den besagten Eckbereichen nur ein Tischchen und eine Lautsprecherbox stand kann man hier nicht sagen das dies deine Schuld war.
Bei größeren Möbelstücken wie Schrankwände, Schränke, Kühlschränke die an Außenwänden stehen gibt es oft Probleme mit Kondenswasserbildung an der dahinter liegenden Wand und somit Bildet sich Schimmel.
In deinem Fall ist es so, dass du in deinem Zimmer 2 kalte Außenecken hast die bei den momentanen Temperaturen sehr starkt auskühlen.
Sind diese Eckbereiche nun bei einer Temperatur von - 5 bis + 11 C° und du hast eine Raumtemperatur von 16 - 20 C° so bildet sich in den Eckbereichen Kondenswasser dieses sich dan in die Tapete oder Putz einzieht und anfängt zu Schimmeln.
Sollte sich dein Vermieter hier quer Stellen so suche dir jemanden der eine Thermografiekamera besitzt oder eine passende Firma, oft sind es Bautrocknungsfirmen so wie ich die so etwas auch mit anbieten.

Sollte diese Thermografische Untersuchung ergeben, dass es sich bei diesen Stellen um Kältebrücken handelt so liegt der Vermieter in der Haftung und muss dafür Sorge leisten das der mangel behoben wird.
Dir kann ich nur ans Herz legen den schimmel mit Chlorix aus dem Sanitärbereich im Einkaufsladen zu besorgen und den Schimmel abzuwaschen.
Je nach dem wie hoch der Feutegehalt in der Wand ist sollte ggf. auch eine Trocknung der Wände in betracht gezogen werden, da oft sehr stark durchfeuchtete Wände nicht mehr sich selbst regenerieren und somit bleibt immer eine Restfeuchte vorhanden.
Restfeuchtigkeit führt allerdings dazu, dass der Schimmel nicht abstirbt sondern weiter in der Wand bleibt, erst wenn die Wand bzw. die betr. Bereiche vollstens abgetrocknet sind ist der Schimmel auch abgestorben bzw. sollte man auch nach dem Trocknen nochmals mit Chlorix drüber gehen.
Du kannst dir für die Zukunft auch vom Baumarkt ein Hydrometer kaufen der kost ca. 3 - 7 € und sollte dieser dan über 58 % Relative Luftfeuchtigkeit steiegen sollte gelüftet werden.
Bei weiteren Fragen kannst du mich gerne nochmals kontaktieren.
Grüße
Steffen

Hallo Frau Schubert,
anscheinend kommt es an den beschriebenen Stellen zum sogenannten Kondensatausfall, d.h. die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit kondensiert an diesen Stellen, weil die Wandoberfläche dort so kalt ist, dass der Taupunkt erreicht wird. (Kann man mit einer Flasche Bier vergleichen, die gut gekühlt aus dem Kühlschrank auf den Zimmertisch gestellt wird. Die ist nach kurzer Zeit auch ganz naß, weil sich die Luftfeuchtigkeit darauf niederschlägt. Bei einer Zimmertemperatur von 20°C und 50% relativer Luftfeuchtigkeit ist der Taupunkt bei 9,3°C, also 100% relative Luftfeuchte, erreicht. Ist also die Wandoberfläche an den befallenen Stellen kälter als die genannten 9,3°C, lagern sich dort Wassertropfen ab, die die Wand durchfeuchten. Da Schimmelpilze aber schon ab ca. 80% rel. Luftfeuchte wachsen, düfte die Temperatur an der Wandoberfläche nicht kälter als 12,5°C sein. Anscheinend ist dies bei Ihnen der Fall. Bedingt durch die sehr kalten letzten Tage und Wochen kühlte die Wand sehr stark aus, es kam zur Schimmelpilzbildung. Behindern dann noch vor der Wand aufgestellte Dinge wie in Ihrem Fall die Lautsprecherboxen die Erwärmung der Wand fördert das das Ganze noch. Sie sind aber nicht verpflichtet, Möbel o.ä. von der Wand fernzuhalten. 5-10 cm sollten schon genügen. Einmal Lüften am Tag ist zu wenig, drei bis vier Mal sollten es schon sein. Die rel. Luftfeuchte sollte bei unter 50% liegen, ganz gut kann man dies mit einem Hygrometer überprüfen. Einen Sachverständien sollte der Vermieter beauftragen, denn er muß erst mal nachweisen, dass sein Gebäude mängelfrei ist, d.h. genügend wärmegedämmt ist, damit Schimmel nicht auftreten kann. Infos hierzu erhalten Sie auch auf meiner Homepage www.schimmel-sachverständiger.com.

Hallo Frau Schubert,

Sicher gibt es kein Gesetzt, das ausdrücklich das Aufstellen der Möbel eines Mieters regelt. Das ergibt sich aber daraus, dass nach Ende der Mietzeit die Wohnung wieder so zurückgegeben werden soll, wie sie übernomen wurde.
Daraus ergibt sich, dass es sinnvoll sein kann, mit Möbeln einen Mindestabstand von ca. 10 - 15 cm zur Außenwand zu halten. Dabei kommt es aber auch mit auf das Wohnverhalten an und z.B. auf die Außentemperatur und die Dämmung der Außenwände.
Da es deutschlandweit in den letzten Tagen sehr kalt war, reicht eine Raumtermeratur von 16 - 20 °C nicht unbedingt, um die Wand in der entlegenen Außenecke hinter den Boxen zu erwärmen. Dadurch kondensiert die Feuchtigkeit aus der Luft und schlägt sich als Kondenswasser an der kalten Wand nieder.
Maßgeblich für die Schimmelbildung ist das Zusammenspiel der Faktoren Lufttemperatur - releative Feuchte der Luft - Oberflächentemperatur der befallenen Stellen - Außentemperatur.
Ob einmal Lüften am Tag ausreicht, kann ich hier so nicht beurteilen.
Daher empfehle ich Ihnen, sich ein Hygrometer anzuschaffen (z.B. Baumarkt). Der Mensch hat kein Sinnesorgan, mit dem er die relative Feuchte der Luft feststellen kann. Daher muss man auf ein technisches Hilfsmittel ausweichen. Weiter empfehle ich, Ihr Wohnverhalten noch in folgenden Punkten zu überprüfen: Wo werden z.B. nach dem Duschen die Handtücher getrocknet und die Haare gefönt? Steht Ihre Zimmertür zur Wohnung ab und zu mal offen? Haben Sie die Möglichkeit, auch mal quer zu Lüften (Durchzug)? Haben sie viele Zimmerpflanzen in Ihrem Zimmer? Kochen Sie in Ihrem Zimmer? Wo wird die Wäsche getrocknet und gebügelt?

Noch eine Anregung: Wenn Sie den Schimmel entfernen, bitte keinen Essig verwenden. Durch Essig verändert man den PH-Wert der Wand und der Schimmel gedeiht noch besser, zumal Essig ein organisches Mittel ist.
Besorgen Sie sich im Baumarkt ein CHLORFREIES Schimmelmittel. Denn Chlor ist auch nicht gesünder als Schimmelsporen in der Luft.

Grundsätzlich kann sowohl Mieter als auch Vermieter einen Sachverständigen beauftragen, zu finden z.B. bei www.rdg-ring.de .

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein Stück weiter helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Barbara Koch

Den Schimmel entfernen mittels Schimmelspray. Dann die Boxen in einem Abstand von ca. 10 cm, oder weiter vor die Wand stellen. Aber erst nachdem diese abgetocknet ist. Der Tisch hat auch ein Tischbein, bzw. eine Tischplatte. diese verhindern auch Luftzirkulation. Vielleicht lag ja auch noch eine Decke darauf? Die Temperaturen im Raum sollten immer mit denen der anderen Räume ausgegleichen sein. Da sie ja, so habe ich es gelesen, in dem Raum schlafen entsteht eine menge Feuchtikgeit. diese sollte durch mehrfaches lüften aus dem Raum entfernt werden. 2-3 matl täöglich, öfter ist ncit verkehrt, 5-10 Min. lüften. Dannkühlen die Wandflächen nicht aus. Nicht auf Kipp lüften, Durchzug, Das Bad nicht zumn Schlafraum hin lüften, nach dem Duschen,… BAad gut lüften, nach draußen. Luftfeuchtikgeit im Raum sollte bei max. 55% Rlf. liegen. Ehe rniedriger. Die Ecken sind natürlich besonders betroffen. Dort ist die Oberflächentemperatur geringer als iin der übrigen Wandfläche. Dann fällt hier Feuchtigkeit zuerst aus. Schutz, unsichtbar aus der Raumluft setzt sich ab, Schimmelsporen sind im Raum vorahdnend, setzten sich auf der feuchten Stelle ab, Schimmel wird sichtbar. Viele Erfolg, K. Taeubig

Hallo Julia Schubert,

oftmals ist es leider nicht das „zu wenig Lüften“, was den Schimmelwuchs
verursacht…bestenfalls fördert zu wenig Lüften oder Verursachung von ständiger
zu hoher Luftfeuchtigkeit das Schimmelwachstum ( z.B. Kochen, zu extensiver
Befeuchter usw)

nochmal zu den Fakten:

  • Grundvoraussetzung von Schimmelwachstum ist Feuchtigkeit, d.h. in der Regel
    für Wohnungen feuchte oder nasse Wände…diese entstehen oftmals insbesondere
    in der kalten Jahreszeit durch so genannte Kältebrücken.An diesen besonders
    kalten örtlichen Stellen im Haus oder Wohnraum kann durch Unterschreitung des
    Taupunktes Luftfeuchtigkeit kondensieren und so für feuchte und/oder nasse
    Stellen sorgen …ideale Bedingung für Schimmelentstehung und Wachstum. Dies
    kann oftmals nur verhindert werden durch Dämmung der Außenwand. Verbessert
    wird die Situation durch dauerhaftes hohes Heizen und sehr häufiges Stoßlüften…

Oftmals war vor Renovierung schon ein Schimmelbefall vorhanden und wurde
nicht fachmännisch behoben und renoviert. Die Folge ist, dass bei feuchten
Wänden sehr schnell wieder Schimmel sichtbar wird…

Nun was ist zu tun:

  1. dem Vermieter den Schimmelbefund mitteilen, gleichzeitig auf normales
    Wohnen, Heizen und Lüften hinweisen…
  2. Kontrolle der Raumluftfeuchtigkeit über ein Hygrometer In einem Wohnraum
    sollte die Luftfeuchte idealerweise 45-50% sein max. 60%
  3. Versuchen die Lebensbedingung Feuchtigkeit dem Pilz zu entziehen.

falls man sich über die Schimmelsporen-Belastung Sorgen macht, empfehle ich
diese zu beproben ( beispielsweise www.pcr-lab.com bietet solche Tests mit
Laborauswertung an).

für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung

Ihr Experte

neuste Entwicklung
Lieber Steffen,

die Hausverwaltung hat sofort reagiert und den Hausmeister geschickt. Der fand die riesigen Schimmelblumen gar nicht schlimm, hat die Tapete an den betroffenen Stellen abgerissen und dick mit Schimmelex eingesprüht.

Wenn der stechende Geruch verschwunden ist, will er wiederkommen, mit Schimmelfarbe streichen und neue Tapete drüber kleben.

Seine Argumentation:

Der Schimmel befindet sich nur zur Zimmerseite an der Tapete. Wäre ein baulicher Mangel die Ursache, befände sich auch auf der Rückseite der Tapete und am Mauerwerk Schimmel.

Somit bin ich schuld, da ich zu wenig heize und muß die Kosten seiner Arbeit laut der Hausverwaltung selber tragen.

Ich weiß jetzt überhaupt nicht, was ich machen soll. Stimmt das, was er sagt? Muss ich bezahlen?

Julia

ps: Ich habe mir das Hygrometer geholt. Es hat bei für mich angenehmen 16 Grad 68% angezeigt. Jetzt habe ich 24h die Heizung auf voller Leistung laufen lassen. Da sind es 20 Grad und nur noch 58%. Davon habe ich aber der Verwaltung oder dem Hausmeister nichts erzählt.

neuste Entwicklung
Lieber Jochen,

vielen Dank für Ihre Hilfe. Die Hausverwaltung hat sofort reagiert und den Hausmeister geschickt. Der fand die riesigen Schimmelblumen gar nicht schlimm, hat die Tapete an den betroffenen Stellen abgerissen und dick mit Schimmelex eingesprüht.

Wenn der stechende Geruch verschwunden ist, will er wiederkommen, mit Schimmelfarbe streichen und neue Tapete drüberkleben.

Seine Argumentation:

Der Schimmel befindet sich nur zur Zimmerseite an der Tapete. Wäre ein baulicher Mangel die Ursache, befände sich auch auf der Rückseite der Tapete und am Mauerwerk Schimmel.

Somit bin ich schuld, da ich zu wenig heize und muß die Kosten seiner Arbeit laut der Hausverwaltung selber tragen.

Ich weiß jetzt überhaupt nicht, was ich machen soll. Stimmt das, was er sagt? Muss ich bezahlen?

Julia

ps: Ich habe mir das Hygrometer geholt. Es hat bei für mich angenehmen 16 Grad 68% angezeigt. Jetzt habe ich 24h die Heizung auf voller Leistung laufen lassen. Da sind es 20 Grad und nur noch 58%. Davon habe ich aber der Verwaltung oder dem Hausmeister nichts erzählt.

neuste Entwicklung
Liebe Barbara,

vielen Dank für Ihre Hilfe. Das Zimmer ist 25 qm und es gibt keine weiteren Feuchtigkeitsquellen von innen. Ich habe eine kleine Topfpflanze und ansonsten wird im Raum weder gekocht, gewaschen oder gebügelt.

Die Hausverwaltung hat gestern sofort reagiert und den Hausmeister geschickt. Der fand die riesigen Schimmelblumen gar nicht schlimm, hat die Tapete an den betroffenen Stellen abgerissen und dick mit Schimmelex eingesprüht.

Wenn der stechende Geruch verschwunden ist, will er wiederkommen, mit Schimmelfarbe streichen und neue Tapete drüberkleben.

Seine Argumentation:

Der Schimmel befindet sich nur zur Zimmerseite an der Tapete. Wäre ein baulicher Mangel die Ursache, befände sich auch auf der Rückseite der Tapete und am Mauerwerk Schimmel.

Somit bin ich schuld, da ich zu wenig heize und muß die Kosten seiner Arbeit laut der Hausverwaltung selber tragen.

Ich weiß jetzt überhaupt nicht, was ich machen soll. Stimmt das, was er sagt? Muss ich bezahlen?

Julia

ps: Ich habe mir das Hygrometer geholt. Es hat bei für mich angenehmen 16 Grad 68% angezeigt. Jetzt habe ich 24h die Heizung auf voller Leistung laufen lassen. Da sind es 20 Grad und nur noch 58%. Davon habe ich aber der Verwaltung oder dem Hausmeister nichts erzählt.

Lieber Klaus,

vielen Dank für Ihre Hilfe. Die Hausverwaltung hat sofort reagiert und den Hausmeister geschickt. Der fand die riesigen Schimmelblumen gar nicht schlimm, hat die Tapete an den betroffenen Stellen abgerissen und dick mit Schimmelex eingesprüht.

Wenn der stechende Geruch verschwunden ist, will er wiederkommen, mit Schimmelfarbe streichen und neue Tapete drüberkleben.

Seine Argumentation:

Der Schimmel befindet sich nur zur Zimmerseite an der Tapete. Wäre ein baulicher Mangel die Ursache, befände sich auch auf der Rückseite der Tapete und am Mauerwerk Schimmel.

Somit bin ich schuld, da ich zu wenig heize und muß die Kosten seiner Arbeit laut der Hausverwaltung selber tragen.

Ich weiß jetzt überhaupt nicht, was ich machen soll. Stimmt das, was er sagt? Muss ich bezahlen?

Julia

ps: Ich habe mir das Hygrometer geholt. Es hat bei für mich angenehmen 16 Grad 68% angezeigt. Jetzt habe ich 24h die Heizung auf voller Leistung laufen lassen. Da sind es 20 Grad und nur noch 58%. Davon habe ich aber der Verwaltung oder dem Hausmeister nichts erzählt, weil ich wirklich glaube, dass die Wand richtig gehend nass ist und das diese Nässe nur von außen durch die Wand kommen kann.

neuste Entwicklung
Lieber Norbert,

vielen Dank für Ihre Hilfe. Die Hausverwaltung hat sofort reagiert und den Hausmeister geschickt. Der fand die riesigen Schimmelblumen gar nicht schlimm, hat die Tapete an den betroffenen Stellen abgerissen und dick mit Schimmelex eingesprüht.

Wenn der stechende Geruch verschwunden ist, will er wiederkommen, mit Schimmelfarbe streichen und neue Tapete drüberkleben.

Seine Argumentation:

Der Schimmel befindet sich nur zur Zimmerseite an der Tapete. Wäre ein baulicher Mangel die Ursache, befände sich auch auf der Rückseite der Tapete und am Mauerwerk Schimmel.

Somit bin ich schuld, da ich zu wenig heize und muß die Kosten seiner Arbeit laut der Hausverwaltung selber tragen.

Ich weiß jetzt überhaupt nicht, was ich machen soll. Stimmt das, was er sagt? Muss ich bezahlen?

Julia

ps: Ich habe mir das Hygrometer geholt. Es hat bei für mich angenehmen 16 Grad 68% angezeigt. Jetzt habe ich 24h die Heizung auf voller Leistung laufen lassen. Da sind es 20 Grad und nur noch 58%. Davon habe ich aber der Verwaltung oder dem Hausmeister nichts erzählt.

Lieber Jochen,

vielen Dank für Ihre Hilfe. Die Hausverwaltung hat sofort
reagiert und den Hausmeister geschickt. Der fand die riesigen
Schimmelblumen gar nicht schlimm, hat die Tapete an den
betroffenen Stellen abgerissen und dick mit Schimmelex
eingesprüht.

Wenn der stechende Geruch verschwunden ist, will er
wiederkommen, mit Schimmelfarbe streichen und neue Tapete
drüberkleben. Der vorhandene Schimmel ist erst mal abgetötet. Die Bewohnerin wohl auch bald?

Seine Argumentation:

Der Schimmel befindet sich nur zur Zimmerseite an der Tapete.
Wäre ein baulicher Mangel die Ursache, befände sich auch auf
der Rückseite der Tapete und am Mauerwerk Schimmel.
Das ist Quatsch, der Schimmel bildet sich immer erst auf der Oberseite der Tapete, wenn sie fest angeklebt ist, erst bei stärkerem Befall breitet er sich auch in den Putz hin aus.
Somit bin ich schuld, da ich zu wenig heize und muß die Kosten
seiner Arbeit laut der Hausverwaltung selber tragen.

Ich weiß jetzt überhaupt nicht, was ich machen soll. Stimmt
das, was er sagt? Muss ich bezahlen?

Bestehen Sie auf die Beauftragung eines Sachverständigen, damit festgestellt werden kann, ob ein baulicher Mangel vorhanden ist, nämlich ob die Wärmedämmung der Außenwand ausreichend ist oder nicht. Ist sie nicht ausreichend, ist es ein baulicher Mangel und der Vermieter kommt für die Schäden auf. Erst dann muß der Vermieter beweisen, dass falsches Lüften die Ursache ist. Ist bei Ihren Mitbewohnern auch Schimmel festzustellen?

Julia

ps: Ich habe mir das Hygrometer geholt. Es hat bei für mich
angenehmen 16 Grad 68% angezeigt. Jetzt habe ich 24h die
Heizung auf voller Leistung laufen lassen. Da sind es 20 Grad
und nur noch 58%. Davon habe ich aber der Verwaltung oder dem
Hausmeister nichts erzählt.

Eigentlich hat sich am Feuchtegehalt der Raumluft nichts geändert, im Gegenteil: Bei 16°C und 68% Luftfeuchtigkeit sind pro m³ Raumluft 9,28 g Wasser vorhanden, bei 20°C und 58% sind es 10,03 g, es ist also noch mehr Feuchtigkeit im Zimmer als bei der kühleren Temperatur. Sie müssen mehr Lüften, damit die Feuchtigkeit zeitnah nach draussen gelangt. Achten Sie darauf, nicht über 50% rel. Luftfeuchte zu kommen, egal welche Raumtemperatur Sie haben.

Luftfeuchtigkeit
Bei meinen Mitbewohnern ist nix zu finden. Und sie heizen nach eigenen Angeaben öfter als ich. In der Anleitung des Hygrometers steht, das Gerät mißt bereits die relative Luftfeuchtigkeit. Also dachte ich, der Wert von 58% wäre schon relativ.

Was, wenn ich, egal wie ich lüfte oder heize, nie unter 50% komme? Ist dann sicher die Hausisolierung die Ursache?

Ich frage so genau, weil ich doch alle Kosten, inklusive den Sachverständigen bezahlen muss, falls sein Resultat lauten sollte: Mit der Wärmedämmung ist alles okay.

Hallo Julia

ich hoffe ja du hast Bilder gemacht :smile:
So etwas ist schon etwas frech von der HV dir nen Hausmeister vorbei zu schicken der hier mal kurz ein Stück Tapete entfernt und mit einem billigen Schimmelex die Wand besprüht.
Ich würde dir empfehlen weitere Hilfe einzuholen.
Folgendes:
Wenn du im Umkreis von Stuttgart wohnst gib bescheid.
Solltest du dies nicht wende dich an eine Trocknungsfirma, diese findest du massenweise unter Google dort suchst du dir eine aus und fragst nach was eine Feuchtigkeitsmessung kosten würde bzw. schildere denen deinen Fall sage aber nicht das es über eine Hausverwaltung geht.
Die Feuchtigkeitsmessungen inkl. Bericht und ggf. Angebot zu einer Trocknung der Wand sollte ein Service sein und ist also kostenfrei, ist dies nicht der Fall so such dir eine andere Firma.
Ich darf hier leider keine Werbung machen aber den Link zu meiner HP hast du ja in meinem Profil stehen dort kannst du mich unter meinem Kontaktformular anschreiben dan kann ich dir ein paar Namen nennen bzw. sogar je nach dem wo du wohnst jemanden empfehlen.
Die kosten hierfür zu tragen ist Streitsache und darum solltest du dir noch jemanden kommen lassen wo dir die Feuchtigkeit misst.
Aber ich sage jetzt mal das die kosten hierfür zu 95 % eigendlich die WEG bzw. die HV übernehmen muss.
Gruß
Steffen
Ps. Kopf hoch wird schon :wink:

Hallo Julia,
die genannten Werte in Gramm sind die absolute Feuchte der Raumluft, je wärmer die Raumluft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Ein m³ Luft von 20°C kann maximal 17,3 Gramm oder ml Wasser aufnehmen, dann ist die relative Luftfeuchtigkeit von 100% erreicht. 10°C warme Luft kann aber nur 9,4 g Wasser aufnehmen und hat auch 100% rel. Luftfeuchtigkeit. Würde jetzt 20°C warme Raumluft, die 100% rel. Luftfeuchtigkeit hat, auf 10°C abgekühlt, z.B. an einer kalten Außenwand, kann sie nur noch 9,4 g/m³ Wasser speichern, der Rest von 17,3 - 9,4 = 7,9 g/m³ würde sich als Wassertröpfchen auf der kalten Wand niederschlagen und diese durchfeuchten. Da sich Schimmel aber schon bei ca. 80% rel. Luftfeuchtigkeit bilden kann ist, muß die Oberflächentemperatur noch um ca. 3°C höher sein. Vielleicht zeigt das Hygrometer auch noch einen dritten Wert an, das ist die Taupunkttemperatur, die zeigt an, bei welcher Temperatur sich die Wassertröpfchen bilden, wenn im Raum z.B. die angegebenen 20°C und 58% relative Feuchte herrschen.
Wenn die Mitbewohner mehr heizen, dann hat das den Vorteil, das deren Außenwände mehr aufgeheizt, sprich wärmer sind, hier ist die Oberflächentemperatur zu warm, um Tauwasserausfall zu haben.
Bei den derzeitigen kalten Temperaturen ist es ohne weiteres möglich, 40 -45 % rel. Luftfeuchte einzuhalten, man muß halt nur öfter mal Lüften.

Hallo Julia,

Wahrscheinlich kommst Du wirklich nicht drum herum, für das „Beseitigen“ des Schimmels durch den Hausmeister zu bezahlten.
Schimmel beginnt sich zu bilden ab ca. 80 % rel. Feuchte, einige Schimmelarten auch bei weniger.
Wenn Du also schon in der Raumluft fast 70 % rF, dann hast Du auf der KALTEN Außenwand eine sehr viel höhere Feuchte.
Das kannst Du nachvollziehn, wenn Du Dein Hygrometer mitten im Zimmer auf einen Tisch stelltst und dann zum Vergleich in Deine Schimmelecke.
Wände sind per se immer kälter als die Raumluft. Es reicht dann auch nicht aus, mal für 24 h die Heizung hoch zu drehen. Das solltest Du dann beibehalten.

ToiToiToi

Barbara

Liebe/-r Experte/-in,

Sorry, das sind Fragen an einen Anwalt. Dazu lässt sich fachlich nur etwas vor Ort sagen, nicht per E-Mail.

ich wohne seit 3 Monaten in einem Zimmer in einer zuvor
komplett neu sanierten Mietwohnung. An exakt den beiden
unteren Ecken zur Außenwand hin habe ich soeben starken
dunkelgrünen Schimmelbefall festgestellt. Auf der einen,
freieren Seite, wo ein Tisch steht, ist eine Fläche von etwa
20x40cm betroffen. Auf der anderen Seite sind es ca. 50x40cm.
Dort hatte ich Boxen von meiner Anlage abgestellt. Die Wände
fühlen sich für mich an den betroffenen Stellen nass an.

Ich weiß, dass ich den Schaden sofort melden beim Vermieter
melden muss.
trotzdem möchte ich mich zuvor gern informieren, falls mir
unterstellt wird, ich hätte den Schimmel selbst zu
verantworten.

Fakten zu meinem Wohnverhalten:

Die Raumtemperatur in meinem durchweg bewohnten Zimmer beträgt
16-20 Grad. Manchmal heize ich, gibt auch wenige Tage, wo ich
sie ganz aus lasse.

Die Luft in meinem Zimmer ist nicht keineswegs als feucht zu
bezeichnen und die anderen in der Wohnung sagen, ich lüfte von
uns allen am meisten (mind. einmal täglich).

Fragen:

Was ist zu tun, wenn der Vermieter mir - möglicherweise wieder
besseren Wissens - unterstellt, ich hätte nicht richtig
geheizt oder gelüft?

An der einen Stelle, wo der Befall deutlich stärker ist,
standen meine Boxen davor. Sicher kam dort auch weniger Luft
hin.
Kann man mir das anlasten? Dort hätte doch genauso gut ein
Schrank stehen können und es muss doch erlaubt sein,
in einer angemieteten Wohnung Dinge vor die Wand zu stellen.
Oder gibt es ein Mietergesetz, dass z.B. einen
Sicherheitsabstand zwischen Außenwänden und Schränken regelt?

Soll ich als Mieter einen Sachverständigen bestellen oder ist
das die Pflicht des Vermieters?

Vielen Dank für Ihre Antworten. Sie helfen mir damit sehr
weiter.

Hallo
so pauschal kann man den Schaden nicht beurteilen

  • ein Gutachter kostet ein Haufen Geld
  • schaue mal auf www.schimmelspezialist.de vorbei,da findest du einen Schimmelspezialisten in deiner Nähe
    MfG
    Rene

Was ist aqus dem Schimmel geworden? K. Taeubig

Was ist aqus dem Schimmel geworden? K. Taeubig

Lieber Klaus,

ich habe die Hausverwaltung, die sicher waren, es könne nicht an der Dämmung, sondern müsse an mir liegen, überredet, dass ich einen Sachverständigen hinzuziehe und je nach Ergebnis der Untersuchung zahlen entweder die oder ich die Rechnung dafür.

Der Sachverständige kam und war selbst überrascht, wie eindeutig das Ergebnis ausfiel:
Bei einer Zimmertemperatur von 20 Grad, ist die Temperatur an der betroffenen Wand 8 Grad.
Der Vermieter hat das Gutachten bezahlt und man will sich um die Wand kümmern. Mal sehen.

Seit einem Monat ist zwar nichts mehr passiert, aber auf jeden Fall bin ich erleichtert und froh, weil die Schuldfrage jetzt geklärt ist.

Vielen Dank nochmal.