Schimmel an der Decke - wie vorgehen?

Hallo,

angenommen man wohnt in einer Mietwohnung, in einem Haus aus den 60ern mit mehreren Parteien. In der Wohnung wurden vor einigen Jahren die Fenster eneuert.

Die Wohnung liegt ganz oben und und an der Außenseite. Gerade an dieser Seitenseite liegen 3 der Wohnräume. Immer zum Winter hin bildet sich in allen Räumen Schimmel, jedoch nur an der gleichen Außenwand. Das beginnt zunächst mit kleinen dunklen Flecken, die immer dunkler (bis schwarz) werden und sich langsam ausbreiten.

Die Wohnung ist von innen gedämmt; die Decke nicht. Der Schimmel setzt sich nur an der Decke fest, nicht an der Wand.

Wie muss der Mieter vorgehen? Muss er das melden? Der Mieter geht davon aus, dass der Vermieter mit Schuldzuweisungen reagieren wird. Angenommen aber, der Mieter kann versichern, dass er immer richtig gelüftet und geheizt hat. Was ist dann zu tun?

Oder kann der Mieter einfach versuchen selbst mit chemischen Mitteln dagegen vorzugehen, sodass der Schimmel nicht mehr sichtbar ist? Es gibt auch feuchtigkeitsabweisende Farbe, mit der die Decke gestrichen werden könnte.

Vielen Dank!

Hallo

angenommen man wohnt in einer Mietwohnung, in einem Haus aus
den 60ern mit mehreren Parteien. In der Wohnung wurden vor
einigen Jahren die Fenster eneuert.

Dann ist Schimmel vorprogrammiert, wenn nicht gleichzeitig die Fassade gedämmt und/oder eine Zwangsbelüftung eingebaut wurde. Also ein klarer Sanierungsmangel. Das wird jeder öbuv Sachverständige im Prozess bestätigen.

Die Wohnung liegt ganz oben und und an der Außenseite.

Um so schlimmer.

Gerade
an dieser Seitenseite liegen 3 der Wohnräume.

Da liegen Wohnräume glücklicherweise meistens.

Immer zum Winter
hin bildet sich in allen Räumen Schimmel, jedoch nur an der
gleichen Außenwand. Das beginnt zunächst mit kleinen dunklen
Flecken, die immer dunkler (bis schwarz) werden und sich
langsam ausbreiten.

„Immer zum Winter hin“ sagt doch alles darüber, dass hier kein Fehlverhalten des Mieters vorliegen kann, sondern ein Baumangel.

Die Wohnung ist von innen gedämmt; die Decke nicht. Der
Schimmel setzt sich nur an der Decke fest, nicht an der Wand.

Ich schließe meine Beweisführung ab.

Wie muss der Mieter vorgehen? Muss er das melden?

Ja. Mit der Aufforderung, dem Baumangel abzuhelfen.

Der Mieter
geht davon aus, dass der Vermieter mit Schuldzuweisungen
reagieren wird.

ich auch. Aber Vermieter sind glücklicherweise in der Regel keine Bausachverständige, und die Vermieter, die welche sind, haben in der Regel intakte Immobilien.

Angenommen aber, der Mieter kann versichern,
dass er immer richtig gelüftet und geheizt hat. Was ist dann
zu tun?

Die Gebäudesanierung ist zu vervollständigen. Konkret: Laut Energieeinsparverordnung 2009, § 10 (3) und (4) hat der Vermieter bis Ende 2011 die Decke zu dämmen. Wird ein bisschen eng jetzt…

Oder kann der Mieter einfach versuchen selbst mit chemischen
Mitteln dagegen vorzugehen, sodass der Schimmel nicht mehr
sichtbar ist?

Ich würde da an seiner Stelle gar nicht reinpfuschen.
Das Handwerkliche ist Aufgabe des Vermieters.

Es gibt auch feuchtigkeitsabweisende Farbe, mit
der die Decke gestrichen werden könnte.

Das Problem ist bauphysikalisch allein damit nicht in den Griff zu bekommen. Sonst gäbe es ja keinen Wandschimmel auf der Welt, nicht wahr…

Gruß
smalbop

Außendammung, Dachdämmung, Zwangsbelüftung natürlich mit Wärmetauscher, dazu Energieberater und Fachplaner. Dafür ca. 20.000 pro Wohneinheit, macht, mit 11% umlegbar 183,34 € im Monat höhere Miete für den Mieter.
Ok, wer’s braucht.
Alternativ wäre eine etwas höhere Heiztemperatur, und/oder eine fachgerechte Innendämmung der Decke und der Übergänge zur Wand, durchaus ein Weg dem Problem für eine gewisse Zeit zu begegnen.
Übrigens gilt auch hier die Feststellung, dass nicht jeder Vermieter über so viel Geld verfügt, dass er solche Kosten einfach mal so aus dem Ärmel schüttelt. Auch wenn manche das nicht wahr haben wollen.

vnA

3 „Gefällt mir“

Hallo,

Wie muss der Mieter vorgehen? Muss er das melden?

In jedem Fall, andernfalls macht er sich ggf. dem Vermieter gegenüber schadenersatzpflichtig und verliert, so es sich um einen Mangel handelt, ggf. die Mietminderung.

Der Mieter
geht davon aus, dass der Vermieter mit Schuldzuweisungen
reagieren wird. Angenommen aber, der Mieter kann versichern,
dass er immer richtig gelüftet und geheizt hat. Was ist dann
zu tun?

Bei dem dargestellten Sachverhalt kann es so sein, dass die Schimmelbildung baulich bedingt es, das muss es aber nicht. Letztlich wird das nur ein Sachverständiger feststellen, und hier sind, egal, wie die bauliche Situation war, schon Vermieter und Mieter manchmal aus allen Wolken gefallen.

Will sagen, wo das Problem steckt, kann hier natürlich keiner sagen.

Oder kann der Mieter einfach versuchen selbst mit chemischen
Mitteln dagegen vorzugehen, sodass der Schimmel nicht mehr
sichtbar ist? Es gibt auch feuchtigkeitsabweisende Farbe, mit
der die Decke gestrichen werden könnte.

Das kann er natürlich, es entbindet ihn jedoch keinesfalls von der Pflicht, die - insb. wiederkehrenden - Schimmelbildungen zu melden.

Gruß
Dea

weisst Du ,warum überhaupt Schimmel entsteht?
Hallo flavour,

leider ist eine kompetente Antwort,wer für die Beseitigung von Schimmel zuständig ist,als Ferndiagnose nicht möglich.

Meine Lebenserfahrung zeigt mir, dass 80% der Menschen überhaupt nicht wissen,wodurch eine Schimmelbildung begünstigt wird.

In persönlichen gespächen mit den Mietern höre ich dann meistens immer,dass sie doch nicht für draussen heizen.

Hier kann man nur empfehlen sich selber zu belesen und das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen.

Ein abwaschbarer Anstrich an der Decke würde das Problem eher verschlimmern, weil der Untergrund abgesperrt werden würde und dadurch kein Feuchtigkeitsaustausch mehr stattfinden könnte.

der liebe Peter

Außendammung

Es ist laut UP eine Innendämmung der Wände vorhanden.

Dachdämmung, Zwangsbelüftung natürlich mit
Wärmetauscher, dazu Energieberater und Fachplaner. Dafür ca.
20.000 pro Wohneinheit, macht, mit 11% umlegbar 183,34 € im
Monat höhere Miete für den Mieter.
Ok, wer’s braucht.

Dem steht dann monatlich eine beträchtliche Heizkostenersparnis entgegen und ein erheblicher Komfortgewinn. Ich jedenfalls bin nicht bereit, für eine (in der Größenordnung von 100 Euro und über eine begrenzte Zeit) geringere Warmmiete in einer Schimmelbude zu wohnen. Insofern „brauche ich es“ in der Tat. Mag sein, dass manche da dickfelliger sind, wenn es um ihre Gesundheit geht.

Alternativ wäre eine etwas höhere Heiztemperatur, und/oder
eine fachgerechte Innendämmung der Decke und der Übergänge zur
Wand, durchaus ein Weg dem Problem für eine gewisse Zeit zu
begegnen.

Die Zeiten, in denen man vor allem die Umgebung geheizt hat, sind glücklicherweise bald vorbei. Und die fachgerechte Außendämmung ist vom Schwierigkeitsgrad her ein Spaziergang im Vergleich zur fachgerechten Innendämmung. Von den etwa 5 % Wohnflächenverlust mal ganz abgesehen.

Übrigens gilt auch hier die Feststellung, dass nicht jeder
Vermieter über so viel Geld verfügt, dass er solche Kosten
einfach mal so aus dem Ärmel schüttelt. Auch wenn manche das
nicht wahr haben wollen.

Nein, solche Bruchbuden gibt es in der Tat mit Vermietern knapp über Hartz 4.

smalbop

1 „Gefällt mir“

Hallo Peter

In persönlichen gespächen mit den Mietern höre ich dann
meistens immer,dass sie doch nicht für draussen heizen.

In persönlichen Gesprächen mit Vermietern höre ich immer, dass man doch nur alle zwei Stunden für fünf Minuten querlüften muss und ansonsten ordentlich einheizen, und schon gibt es keinen Schimmel.

Das ist sicher richtig, übersieht aber erstens, dass berufstätige Hausbewohnen tagsüber nicht anwesend sind und nachts schlafen, so dass der Tipp mit der regelmäßigen Querlüftung ebenso unbrauchbar ist wie die 24-h-Volllastbeheizung trotz zeitweiliger Abwesenheit der Bewohner zur Vermeidung einer Auskühlung eine notwendige Energieverschwendung ist. Eine solche Wohnung ist schlicht nicht gebrauchstauglich nach heutigen Maßstäben.

Gruß
smalbop

1 „Gefällt mir“

Du machst es dir schon ziemlich einfach. Wohnungen die seit Jahrzehnten mängelfrei genutzt wurden sind heute plötzlich „nicht gebrauchstauglich“.
Nur die Hype vom Energiesparen und die hohen Energiepreise machen aus einer schon immer gebrauchsfähigen Wohnung eine Höhle.
Üblicherweise sind schlechte Dämmwerte schon in die Miete eingerechnet, oder warum sind Neubauwohnungen deutlich teurer. Dann muss statt in die Miete halt nun mal in den Ofen investiert werden. Das will nur niemand wahrhaben.

vnA

6 „Gefällt mir“

Hallo!

Außendammung, Dachdämmung, Zwangsbelüftung natürlich mit
Wärmetauscher, dazu Energieberater und Fachplaner.

Genau so.

Dafür ca. 20.000 pro Wohneinheit, macht, mit 11% umlegbar 183,34 € im
Monat höhere Miete für den Mieter.

Die Kostengrößenordnung kommt hin. Aber es ist nur die halbe Wahrheit, weil die vom Mieter zu tragenden Heizkosten sinken. Wenn man nicht technokratisch nur „Wohneinheiten“ sieht, sondern den Lebensmittelpunkt von Menschen, haben die von Dir so treffend beschriebenen Maßnahmen auch etwas mit Komfort und Lebensqualität zu tun. Wenn Wandoberflächen die Temperatur der Raumluft haben, muss man unabhängig von der Schimmelproblematik gar nicht besonders empfindsam sein, um die gegenüber kalten Wänden viel hochwertigere Wohnqualität auf Anhieb zu bemerken.

Ok, wer’s braucht.

Braucht jeder. Es sei denn, man verdrängt die Schimmelproblematik an Wänden und in Kleiderschränken und lässt sich mit den bei leider etlichen Vermietern beliebten Merkzetteln über richtiges Lüften abspeisen - bedrucktes Papier mit Schuldzuweisung an Mieter, um Baumängel an unzeitgemäßen Bruchbuden zu kaschieren.

Alternativ wäre eine etwas höhere Heiztemperatur…

Und das kostet nichts? Zugegeben, nicht das Geld des Vermieters.

…und/oder eine fachgerechte Innendämmung…

Bei solchem Vorschlag hast Du offensichtlich keine Vorstellung, wovon die Rede ist. In der Planung sehr aufwendig und in der Ausführung so kostspielig, dass eine Außendämmung vergleichsweise wie Spielkram für die Portokasse anmutet. Innendämmung kommt vorzugsweise für Gebäude mit denkmalgeschützter Fassade in Betracht. Sonst sollte man davon die Finger lassen. Während der Dämmmaßnahme ist das Gebäude unbewohnbar und es wird schon mal so teuer, dass mancher über Entmietung, warmen Abriss und Neubau nachdenkt.

Übrigens gilt auch hier die Feststellung, dass nicht jeder
Vermieter über so viel Geld verfügt, dass er solche Kosten
einfach mal so aus dem Ärmel schüttelt.

Klar, kann im Einzelfall schwierig sein. Nur was ist die Alternative? Auch Vermieter stehen im Wettbewerb und werden sich allenfalls in Ballungszentren mit Wohnraummangel noch eine Weile um Investitionen herumdrücken können. Nachhaltige Bewirtschaftung und wettbewerbsfähiges Angebot sehen aber anders aus, auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung. Die Zeiten, als die Leute für jedes feuchte, kalte Loch Schlange standen, sind vorbei.

Auch wenn manche das nicht wahr haben wollen.

Was man als Vermieter und vorausschauender Kaufmann zur Kenntnis nehmen sollte, habe ich oben dargelegt.

Gruß
Wolfgang

1 „Gefällt mir“

Jede Wohnung ist unterschiedlich zu beheizen
Lieber Smalbop,

Du schreibst

In persönlichen Gesprächen mit Vermietern höre ich immer, dass
man doch nur alle zwei Stunden für fünf Minuten querlüften
muss und ansonsten ordentlich einheizen, und schon gibt es
keinen Schimmel.

Diese Tip von den bösen Vermietern ist richtig und wichtig.

Das ist sicher richtig, übersieht aber erstens, dass
berufstätige Hausbewohnen tagsüber nicht anwesend sind und
nachts schlafen, so dass der Tipp mit der regelmäßigen
Querlüftung ebenso unbrauchbar ist wie die
24-h-Volllastbeheizung trotz zeitweiliger Abwesenheit der
Bewohner zur Vermeidung einer Auskühlung eine notwendige
Energieverschwendung ist.

Eine solche Wohnung ist schlicht

nicht gebrauchstauglich nach heutigen Maßstäben.

Du meinst also wirklich,dass bei fehlender Wärmedämmung immer der Vermieter Schuld hat,wenn Schimmel entsteht?
Deine Postings bestätigen dies jedenfalls.

Flavour schreibt aber, dass Sie unter dem Dach wohnt und mehrere Aussenwände hat.
Dadurch hat Sie viele kalte Aussenwände,an denen es schneller zu einer Schimmelbildung kommt als an den wärmeren Innenwänden.

Daher wird Sie immer mehr heizen und lüften müssen,als ein Mieter der noch einen Ober/Untermieter hat und somit leider auch entsprechend höhere Betriebskosten zahlen müssen.

der liebe Peter

Hallo!

Wohnungen die seit
Jahrzehnten mängelfrei genutzt wurden sind heute plötzlich
„nicht gebrauchstauglich“.

Keineswegs „plötzlich“, sondern im Zuge einer seit Jahrzehnten laufenden Entwicklung.
Mein 286er PC tat so lange mängelfrei seinen Dienst und plötzlich … Am Waschkessel im Keller hatte seit Generationen niemand etwas auszusetzen und plötzlich …
Das Plumpsklo auf dem Hof reichte und plötzlich …
Die Zinkwanne in der Wohnküche reichte seit Menschengedenken und plötzlich …
Der Öfen, die stündlich beschickt werden müssen und für die man Holz hacken muss, taten ihren Dienst schon vor Hunderten Jahren und plötzlich …
Mutter kam ihr Leben lang mit der Erbsensuppe im Henkelmann ans Werkstor und plötzlich …
Der Kaufmann holte mit Pferd und Wagen seine Waren vom Markt und plötzlich …

Nur die Hype vom Energiesparen und die hohen Energiepreise

Um Energieträger werden Kriege geführt. Vor 70 Jahren waren deutsche Soldaten in Russland zugange, u. a. um an die Ölfelder zu kommen. Schon mal was vom 2. Weltkrieg gehört? Aber Du redest von plötzlich und von Hype. Die Umwelt wird in riesigem Ausmaß gefährdet und oft genug nachhaltig zerstört, damit wir Brennstoff haben und Du redest von Hype. Ich erinnere mich an 3 $ pro Barrel Rohöl. Jetzt sind es um die 100 $ und es wird sicherlich noch viel teurer. Wir sind bei Energieträgern auf Importe angewiesen und abhängig. Aber Sparmaßnahmen? Wozu denn? Ist doch alles bloß ein Hype…

machen aus einer schon immer gebrauchsfähigen Wohnung eine
Höhle.

Die Voraussetzungen und die Lebensgewohnheiten haben sich geändert, langsam, stetig und für jedermann seit Jahrzehnten sichtbar. Nur wer nicht sehen wollte und verdrängte, kann heute den Überraschten spielen.
Hinzu kommen bauphysikalische Sünden bei vielen älteren Gebäuden, die auf die Dauerlüftung durch zugige Fenster angewiesen waren und nach dem Einbau neuer, dicht schließender Fenster zu Schimmelhöhlen wurden.

Üblicherweise sind schlechte Dämmwerte schon in die Miete
eingerechnet, oder warum sind Neubauwohnungen deutlich teurer.

Das ist zutreffend. Aber ist es auch kaufmännisch klug? Ich würde auf zeitgemäßen Standard nachrüsten. Die hartleibige Alternative bedeutet über kurz oder lang Leerstand.

Dann muss statt in die Miete halt nun mal in den Ofen
investiert werden.

Einzelöfen sind nun wirklich nicht mehr zeitgemäß und sind mit den Lebensumständen des überwiegenden Teils der Bevölkerung inkompatibel. Übrigens keineswegs plötzlich. Wer nicht blind und taub war, konnte das seit fast 100 Jahren wissen, späterstens aber seit einem halben Jahrhundert.

Gruß
Wolfgang

1 „Gefällt mir“

Du machst es dir schon ziemlich einfach. Wohnungen die seit
Jahrzehnten mängelfrei genutzt wurden sind heute plötzlich
„nicht gebrauchstauglich“.

Es geht doch laut UP um eine Wohnung, die neue (=dichtschließende) Fenster bekommen hat, aber die notwendigen flankierenden Maßnahmen wurden teilweise oder ganz weggelassen. Der einzige, der sich da etwas leicht gemacht hat, war der Vermieter.

Nur die Hype vom Energiesparen und die hohen Energiepreise
machen aus einer schon immer gebrauchsfähigen Wohnung eine
Höhle.

Nur der Kraftstoffverbrauch macht aus einem Mercedes 600 einen Oldtimer.

Üblicherweise sind schlechte Dämmwerte schon in die Miete
eingerechnet, oder warum sind Neubauwohnungen deutlich teurer.
Dann muss statt in die Miete halt nun mal in den Ofen
investiert werden. Das will nur niemand wahrhaben.

Unsanierte Altbauten sind im Unterhalt teuer, aber gebrauchstauglich. Bleibt die Sanierung auf halber Strecke stehen - und kommen insbesondere die neuen Fenster zuerst rein - wird aus einer gebrauchstauglichen Altbauwohnung eine Schimmelhöhle. Das hat nichts mit Öko-Ideologie zu tun und auch nichts mit Mietrecht, sondern mit Bauphysik.

smalbop

Lieber Peter,

Du meinst also wirklich,dass bei fehlender Wärmedämmung immer
der Vermieter Schuld hat,wenn Schimmel entsteht?
Deine Postings bestätigen dies jedenfalls.

Nein, meine Postings bestätigen nur, dass eine energetische Sanierung, die auf halbem Wege stecken bleibt, insbesondere wenn nur neue (= dichtschließende) Fenster reinkommen, aus einer gebrauchstauglichen Altbauwohnung eine nicht gebrauchstaugiche Altbauwohnung macht.

Flavour schreibt aber, dass Sie unter dem Dach wohnt und
mehrere Aussenwände hat.
Dadurch hat Sie viele kalte Aussenwände,an denen es schneller
zu einer Schimmelbildung kommt als an den wärmeren
Innenwänden.

Genau. Jetzt noch schneller als vor dem Fenstereinbau.

Daher wird Sie immer mehr heizen und lüften müssen,als ein
Mieter der noch einen Ober/Untermieter hat und somit leider
auch entsprechend höhere Betriebskosten zahlen müssen.

Genau. Aber insbesondere das Lüften (das sich zu Zeiten verzogener Altbaufenster quasi von allein erledigt hat) muss jetzt der Mieter aktiv übernehmen. Und das kann er nicht, wenn er tagsüber arbeitet und nachts schläft. Diesbezügliche Tipps der Vermieter sind also leider stets graue Theorie.

smalbop

1 „Gefällt mir“

Ich gehöre zur Fraktion derer, für die eine nachträgliche energetische Sanierung schlicht und einfach Blödsinn ist.
Gehen wir mal davon aus, dass in meinem Bestand ein 3-Familienhaus wäre, so Ende 50iger. Einfachverglasung, 24er Mauerwerk, Einzelöfen (Gas, Öl, Holz, Kohle), nahezu ungedämmtes Dach, ungedämmte Kellerdecke. Neben einem Zelt das energetische Worst Case.
Die recht großen Wohnungen sind für ca. 300€ vermietet. Es besteht keinerlei Schimmelproblem.
Bist du wirklich der Meinung, dass es einen irgendwie gearteten Sinn macht dieses Gebäude zu sanieren?
Die Mieter wohnen dort weil die Miete billig ist, nicht weil es ihnen gefällt. Mieterwechsel sind kein Problem. Leerstand gibt es in diesem Haus nicht. Nach einer Sanierung wäre die Miete doppelt so hoch. Dadurch wären die Wohnungen unvermietbar. Es müsste im Wohnumfeld noch erheblich nachgerüstet werden. Dadurch würde sich die Frage stellen, ob ein Abriss mit anschließendem Neubau nicht wirklich sinnvoller sei.
Im Moment ist das Haus schuldenfrei. Ein Neubau auch? Und die Mieter? Die Neubaumiete ist für sie möglicherweise nicht mehr tragbar. Wo bleiben sie dann?
Energetisch: Der Aufwand der betrieben werden muss um das Haus zu Sanieren, die Energie die dadurch verbraucht wird, wird erst in Jahrzehnten (wenn überhaupt)wieder eingespart werden. Von der beim Abriss entstehenden Verwertungsproblematik mal ganz abgesehen.

Von der Klimaproblematik her gehe ich mal davon aus, dass es genügend andere Fehlentwicklungen auf dieser Welt gibt, dass der sanierte Gebäudebestand in Deutschland die Welt nicht retten wird.
Ich würde somit keinerlei Sinn sehen dieses Gebäude zu sanieren. Wenn ich allerdings den Außenputz oder das Dach großflächig reparieren lassen möchte, dann schreibt mir die EnEV ein energetisches Aufrüsten vor. Fenster in der vorhandenen Art gibt es nicht mehr. 1,3 er sind das schlechteste was es auf dem Markt gibt und die DIN schreibt einen luftdichten Einbau vor. Selbst wenn ich es bestelle, darf der Handwerker etwas anderes nicht mehr liefern.
Das was hierzulande gerade läuft ist für mich nichts anderes als ein gigantischer Werbeerfolg der Baustoff (chemischen) Industrie und ein Riesen Reibach der Energieversorger. Die nehmen unter Zuhilfenahme der Politik gerade die Deutschen Mieter, Eigentümer und Autofahrer aus. Vom Volksvermögen her ist das genau so ein Schwachsinn wie die Abwrackprämie.

vnA

4 „Gefällt mir“

Hallo!

…3-Familienhaus wäre, so Ende 50iger. Einfachverglasung, 24er Mauerwerk, Einzelöfen (Gas, Öl, Holz, Kohle), :nahezu ungedämmtes Dach, ungedämmte Kellerdecke. Neben einem Zelt das energetische Worst Case.
Die recht großen Wohnungen sind für ca. 300€ vermietet. Es besteht keinerlei Schimmelproblem.
Bist du wirklich der Meinung, dass es einen irgendwie gearteten Sinn macht dieses Gebäude zu sanieren?

Soetwas zu sanieren – nur mit Dämmung wird es nicht getan sein – kommt oft einem Neubau gleich. Deswegen wird eben nichts mehr investiert und abgewohnt. Die hohen Heizkosten und die vorsintflutliche Dauerbetreuung der Einzelfeuerstellen ist Mietersache und interessiert den Eigentümer weiter nicht. Ob sich der Eigentümer sein Verhalten leisten kann, ist eine Frage der regionalen Marktlage.

Die Mieter wohnen dort weil die Miete billig ist, nicht weil es ihnen gefällt.

Genau das sollte der Eigentümer immer im Hinterkopf behalten und wissen, dass sein Agieren langfristig wirtschaftlich nicht tragfähig sein wird. Die Brennstoffpreise werden weiter steigen und der Eigentümer kann sich ausrechnen, bei welchen Kosten pro kWh sich das Spiel für die Mieter nicht mehr lohnt. Weil nur der Preis die Mieter hält, werden absehbar Argumente wie diese …

Mieterwechsel sind kein Problem. Leerstand gibt es in diesem Haus nicht.

… nicht mehr funktionieren, weil jeder Mieter natürlich die Summe von Miete und Heizkosten bezahlen muss.

Nach einer Sanierung wäre die Miete doppelt so hoch. Dadurch wären die Wohnungen unvermietbar. Es
müsste im Wohnumfeld noch erheblich nachgerüstet werden. Dadurch würde sich die Frage stellen, ob ein Abriss :mit anschließendem Neubau nicht wirklich sinnvoller sei.

Über kurz oder lang wird es so kommen. Sieh hier http://www.tecson.de/historische-oelpreise.html und hier
http://www.tecson.de/pheizoel.html die Preisentwicklung für Roh- und Heizöl. Der Markt zieht den Preis aller anderen Brennstoffe mit und schon kann man abschätzen, wann die bisherige Rechnung nicht mehr aufgeht.

Im Moment ist das Haus schuldenfrei. Ein Neubau auch?

Die Zinsbelastung muss wie überall durch die Mieten refinanziert werden.

Und die Mieter? Die Neubaumiete ist für sie möglicherweise nicht mehr tragbar. Wo bleiben sie dann?

Die von den Mietern zu tragenden hohen Heizkosten interessierten den Hauseigentümer nicht und plötzlich macht er sich Sorgen um deren Portemonnaie?

Der Aufwand der betrieben werden muss um das Haus zu Sanieren, die Energie die dadurch verbraucht wird, wird :erst in Jahrzehnten (wenn überhaupt)wieder eingespart werden.

Das ist zu kurz gesprungen. Es geht neben Geld auch um Umweltschutz und Wohnqualität und damit um einen wesentlichen Teil der Lebensqualität.

Von der Klimaproblematik her gehe ich mal davon aus, dass es genügend andere Fehlentwicklungen auf dieser :Welt gibt und dass der sanierte Gebäudebestand in Deutschland die Welt nicht retten wird.

40 % des Primärenergiebedarfs – der größte Brocken überhaupt – wird in Deutschland für die Heizung von Gebäuden verbraucht. Wir können unseren Primärenergiebedarf und damit teure Abhängigkeiten durch Gebäudedämmung erheblich reduzieren. Alte Gebäude brauchen üblicherweise um 250 kWh pro m² und Jahr, manchmal auch deutlich mehr. Bei zeitgemäßer Bauweise reicht ein Zehntel der Heizenergie. Entsprechend dramatisch sinkt der Anteil am Primärenergiebedarf. Auch allen anderen Ländern wird gar nichts anderes übrig bleiben, als Energieträger sinnvoller und sparsamer als bisher einzusetzen. Das ist keine deutsche Marotte, sondern ein Zwang für die Menschheit, begrenzte Ressourcen nicht einfach zum Heizen zu vergasen.

Ich würde somit keinerlei Sinn sehen dieses Gebäude zu sanieren. Wenn ich allerdings den Außenputz oder das :smiley:ach großflächig reparieren lassen möchte, dann schreibt mir die EnEV ein energetisches Aufrüsten vor. Fenster in :der vorhandenen Art gibt es nicht mehr. 1,3 er sind das schlechteste was es auf dem Markt gibt und die DIN :schreibt einen luftdichten Einbau vor. Selbst wenn ich es bestelle, darf der Handwerker etwas anderes nicht mehr :liefern.

Die alte Hütte stößt an Rentabilitätsgrenzen. Hier und da muss etwas instandgesetzt werden, die Kosten können aber nicht auf die Mieten umgelegt werden. Ganze Jahresmieten werden von Halbheiten verschlungen und das Gebäude wirft keinen Ertrag mehr ab. So kann noch eine Weile gewirtschaftet werden, aber absehbar gibt es nur noch die Wahl zwischen grundlegender Sanierung und Neubau, weil andernfalls dauerhaft draufgezahlt wird. Zahllose Vermieter sind in der gleichen Situation. Richtig problematisch wird es in Gegenden mit Bevölkerungsschwund. Ich lebe in solcher Gegend mit zudem kaufkraftschwacher Bevölkerung. Hier werden viele Vermietobjekte nur noch „abgewohnt“. Das Abwohnen bringt kaum Ertrag und Sanierung oder Neubau rechnen sich nicht, weil es keine Mieter gibt. Dieses Problem hat aber wenig mit Wärmedämmung zu tun. Ursächlich sind die demographische Entwicklung, zusammen mit Veränderungen in gewerblichen Strukturen, insbesondere in der Landwirtschaft.

Das was hierzulande gerade läuft ist für mich nichts anderes als ein gigantischer Werbeerfolg der Baustoff :frowning:chemischen) Industrie…

Ach bitte nicht auch noch eine Verschwörung. Natürlich wird mit Gebäudesanierung, mit aufwendiger Dämmung und Gebäudetechnik Geld verdient. Aber unter dem Strich rechnet sich das Ganze, weil die Betriebskosten sinken und es ist sinnvoll, weil die Wohn- und Lebensqualität steigt und die durch Heizungen verursachte Umweltbelastung sinkt.

Gruß
Wolfgang

1 „Gefällt mir“

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/hinterg…

2 „Gefällt mir“

Ob sich der Eigentümer sein Verhalten leisten kann, ist eine
Frage der regionalen Marktlage.

und der Kreditwürdigkeit des Eigentümers. Auch als Eigentümer bekommt man von der Bank nicht automatisch einen Kredit.

Die Mieter wohnen dort weil die Miete billig ist, nicht weil es ihnen gefällt.

Genau das sollte der Eigentümer immer im Hinterkopf behalten
Die Brennstoffpreise werden weiter steigen und der Eigentümer kann : sich ausrechnen, bei welchen Kosten pro kWh sich das Spiel für die : Mieter nicht mehr lohnt.

Dann hat er es aber immer noch selbst in der Hand zu agieren. Die Zeiten ohne Geld trotzdem mit 24° im Hemdchen rumsitzen zu können sind vorbei. Dies hast du ja an dem Beispiel Energiekosten dargelegt. Warum aber der Eigentümer bzw. der Staat, die Gemeinschaft dieses Luxus weiterfinanzieren sollte, dazu sagst du nichts.

Im Moment ist das Haus schuldenfrei. Ein Neubau auch?

Die Zinsbelastung muss wie überall durch die Mieten
refinanziert werden.

Witzbold. Wenn sich kein Mieter die Miete mehr leisten kann, muss die Bude entweder leerstehen oder billiger vermietet werden. Wer zahlt dann die Zeche?

Die von den Mietern zu tragenden hohen Heizkosten
interessierten den Hauseigentümer nicht und plötzlich macht er
sich Sorgen um deren Portemonnaie?

Da die Heizkosten vom Mieter selbst zu beeinflussen sind, die Miete allerdings nicht.

Das ist zu kurz gesprungen. Es geht neben Geld auch um
Umweltschutz und Wohnqualität und damit um einen wesentlichen
Teil der Lebensqualität.

Zur Lebensqualität gehören auch die Barmittel die nach den Fixkosten noch überbleiben. Und was das mit dem Umweltschutz auf sich hat, ist in dem Fernsehbericht des NDR ausgeführt. Wohnqualität ist das einzige was bleibt. Aber Luxus muss man sich auch erlauben können.

40 % des Primärenergiebedarfs – der größte Brocken überhaupt –
wird in Deutschland für die Heizung von Gebäuden verbraucht.

Des Primärenergiebedarfs privater Haushalte. Ja. Aber es gibt halt nun mal auch andere Verbraucher in Deutschland und vor allem, gibt es auch noch viele andere Länder auf dieser Welt.
Ein Haus hat eine Lebenserwartung von 100 Jahren. Seit gut 30 Jahren spielen wir Wärmeschutz. Ich muss nicht jedes Haus Zwangsweise Sanieren. Das erledigt sich nach und nach von selbst. Bei Neubauten Wärmedämmung vorschreiben, keine Frage. Aber beim Bestand ist es halt nun mal Blödsinn.

Wir können unseren Primärenergiebedarf und damit teure
Abhängigkeiten durch Gebäudedämmung erheblich reduzieren. Alte
Gebäude brauchen üblicherweise um 250 kWh pro m² und Jahr,
manchmal auch deutlich mehr. Bei zeitgemäßer Bauweise reicht
ein Zehntel der Heizenergie. Entsprechend dramatisch sinkt der
Anteil am Primärenergiebedarf. Auch allen anderen Ländern wird
gar nichts anderes übrig bleiben, als Energieträger sinnvoller
und sparsamer als bisher einzusetzen. Das ist keine deutsche
Marotte, sondern ein Zwang für die Menschheit, begrenzte
Ressourcen nicht einfach zum Heizen zu vergasen.

Es gibt auch noch alternative Energien. Aber damit verdient halt nun mal die Industrie nichts.

Die alte Hütte stößt an Rentabilitätsgrenzen. Hier und da muss
etwas instandgesetzt werden, die Kosten können aber nicht auf
die Mieten umgelegt werden. Ganze Jahresmieten werden von
Halbheiten verschlungen und das Gebäude wirft keinen Ertrag
mehr ab. So kann noch eine Weile gewirtschaftet werden, aber
absehbar gibt es nur noch die Wahl zwischen grundlegender
Sanierung und Neubau, weil andernfalls dauerhaft draufgezahlt
wird. Zahllose Vermieter sind in der gleichen Situation.

Hast du es nicht verstanden, oder willst du es nicht verstehen? Das Haus rechnet sich hervorragend. Es wirft Überschüsse ab, die generalsanierte Gebäude erst in 20 Jahren wieder abwerfen, wenn nicht bis da hin wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.

Richtig problematisch wird es in Gegenden mit
Bevölkerungsschwund. Ich lebe in solcher Gegend mit zudem
kaufkraftschwacher Bevölkerung. Hier werden viele
Vermietobjekte nur noch „abgewohnt“. Das Abwohnen bringt kaum
Ertrag und Sanierung oder Neubau rechnen sich nicht, weil es
keine Mieter gibt. Dieses Problem hat aber wenig mit
Wärmedämmung zu tun. Ursächlich sind die demographische
Entwicklung, zusammen mit Veränderungen in gewerblichen
Strukturen, insbesondere in der Landwirtschaft.

Du scheinst es doch begriffen zu haben. Jetzt musst du es nur noch akzeptieren.

Ach bitte nicht auch noch eine Verschwörung. Natürlich wird
mit Gebäudesanierung, mit aufwendiger Dämmung und
Gebäudetechnik Geld verdient. Aber unter dem Strich rechnet
sich das Ganze, weil die Betriebskosten sinken und es ist
sinnvoll, weil die Wohn- und Lebensqualität steigt und die
durch Heizungen verursachte Umweltbelastung sinkt.

Durch Wiederholung wird es nicht richtiger. Mach dich nach Absetzen deiner rosaroten Energiebrille mal auf die Suche im Internet. Du wirst dich wundern.

vnA

1 „Gefällt mir“

Hallo,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Dass es sich gerade bei Schimmel um ein ser brisantes Thema zwischen Vermieter und Mieter handelt ist mir bewusst. Im Übrigen sind wir keine Mieter, die froh sein können, überhaupt ein Dach überm Kopf zu haben und in jeder Bruchbude wohnen wollen, sondern auch uns ist es wichtig, dass die Wohnung, in der wir leben in Ordnung ist! Ansonsten könnten wir den Mist auch einfach wuchern lassen, beim Auszug überpinseln und gut ist (so wie es vermutlich der Mieter von uns auch gemacht hat).

Unser Problem ist, dass wir davon ausgehen können, dass der Vermieter nichts unternehmen wird. Müssen man dann eigentlich einen Sachverständigen selbst bezahlen, auch wenn das Gutachten ergibt, dass den Mieter keine Schuld trifft? Ich würde dem Vermieter gerne direkt Beweise vorlegen, dass es sich um einen Baumangel handelt (Wände von innen gedämmt, die Decke aber nicht; da wir ganz oben wohnen wird wohl tatsächlich die kalte Decke Schuld sein - sie ist im Übrigen wirklich im Gegensatz zu den Wänden, an denen sich kein Schimmel bildet, sehr kalt und fühlt sich feucht an).

Wir haben in den letzten Wochen täglich 2 Mal ca. 15 Min. alle Fenster in der Wohnung aufgerissen und ansonsten auch geheizt (Schlafzimmer liegt momentan bei 17-18 Grad). Trotzdem schnellt die Feuchtigkeit rapide hoch nach dem Lüften. Keine 10 Minuten steht die Anzeige wieder bei 60%.

Von den 3 besagten Räumen ist das stärker bewohnte Wohnzimmer kaum von Schimmelflecken betroffen, im Bad wurde die schimmelige Wand rund um das Badfenster vor ein paar Jahren einfach unfachmännisch vom Vermieter gefliest (ich gehe davon aus, dass es dahinter weiterhin schimmelt, seither „sehen“ wir halt nur keinen Schimmel mehr. Das Anstreichen der Decke mit Anti-Schimmel-Farbe hat bisher insofern geholfen, sodass keine Schimmelflecken an der Decke mehr sichtbar sind/werden. Keine dauerhafte Lösung vermutlich, aber wie man sieht, kümmert die fachmännische Begutachtung wenig.

Am schlimmsten ist natürlich das Schlafzimmer betroffen, aber es ist doch nicht zumutbar, das kaum genutzte Schlafzimmer den ganzen Tag und über Nacht so zu beheizen, wie das Wohnzimmer, oder? Öfter gelüftet wird hier natürlich. Könnte dort eine Entfernung der Schimmelflecken mit Schimmelentferner und einem sauberen Anstrich mit der Anti-Schimmelfarbe nicht auch schon Abhilfe schaffen, wenn die Feuchtigkeit durch das Kondensieren an der kalten Decke kommt? Wenn keine Feuchtigkeit durch die Decke dringt, dann kann auch kein Schimmel entstehen, oder?

es ist einfach zu kompliziert

Morgen Flavours,

du schreibst,dass Du vermutest und davon ausgehst usw.Du hast also keine KLAREN Fakten.

Unser Problem ist, dass wir davon ausgehen können, dass der
Vermieter nichts unternehmen wird. Müssen man dann eigentlich
einen Sachverständigen selbst bezahlen, auch wenn das
Gutachten ergibt, dass den Mieter keine Schuld trifft? Ich
würde dem Vermieter gerne direkt Beweise vorlegen, dass es
sich um einen Baumangel handelt (Wände von innen gedämmt, die
Decke aber nicht; da wir ganz oben wohnen wird wohl
tatsächlich die kalte Decke Schuld sein - sie ist im Übrigen
wirklich im Gegensatz zu den Wänden, an denen sich kein
Schimmel bildet, sehr kalt und fühlt sich feucht an).

Wenn du sicher bist,dass es sich wirklich um einen Baumangel handelt,mindere die Miete.Der Vermieter wird vermutlich klagen und es wird vom Richter ein Gutachter eingesetzt.

Am schlimmsten ist natürlich das Schlafzimmer betroffen, aber
es ist doch nicht zumutbar, das kaum genutzte Schlafzimmer den
ganzen Tag und über Nacht so zu beheizen, wie das Wohnzimmer,
oder?

Aber was ist deiner Meinung nach die Lösung?Natürlich muss mann heizen.

Öfter gelüftet wird hier natürlich. Könnte dort eine

Entfernung der Schimmelflecken mit Schimmelentferner und einem
sauberen Anstrich mit der Anti-Schimmelfarbe nicht auch schon
Abhilfe schaffen, wenn die Feuchtigkeit durch das Kondensieren
an der kalten Decke kommt? Wenn keine Feuchtigkeit durch die
Decke dringt, dann kann auch kein Schimmel entstehen, oder?

Eine ungedämmte DECKE und Fassade ist kein Mangel.

Also schlau machen.

der liebe Ingo

Moin,

Am schlimmsten ist natürlich das Schlafzimmer betroffen, aber
es ist doch nicht zumutbar, das kaum genutzte Schlafzimmer den
ganzen Tag und über Nacht so zu beheizen, wie das Wohnzimmer,

Warum nicht? Die Luftfeuchtigkeit würde ziemlich sicher sinken und damit ein Nährboden für den Schimmel reduziert - das will man hier doch, oder?
Außerdem darf man nicht denknen, dass ständig laufende Heizungen höhere Kosten verursachen. Was viel mehr kostet, ist das Auskühlen der Räume. Diese dann wieder auf Temperatur zu bringen kostet mehr, als die Heizung den ganzen Tag laufen zu lassen - und dabei noch weniger Schimmelprobleme zu haben.

Liebe Grüße,
-Efchen

1 „Gefällt mir“