Schlaf

Moin zusammen,

ich fühle mich morgens immer wie gerädert. Ich gehe gegen 23.00 Uhr ins Bett und stehe gegen 7.00 Uhr wieder auf. Morgen bin ich immer so richtig fertig. Ich glaube, einen tiefen Schlaf habe ich nicht wirklich. Gehts nur mir so?

Viele Grüße Marco

Moin,

richtig fertig bin ich nur, wenn ich zulange geschlafen habe.
Vielleicht solltest du mal einen kürzeren Schlaf versuchen um zu sehen, wie es dir dann geht.

Gruß
roland

Hallo, Cipo!

ich fühle mich morgens immer wie gerädert. Ich gehe gegen
23.00 Uhr ins Bett und stehe gegen 7.00 Uhr wieder auf. Morgen
bin ich immer so richtig fertig. Ich glaube, einen tiefen
Schlaf habe ich nicht wirklich. Gehts nur mir so?

Das „immer“ ist das ungewöhnliche dran. Gelegentlich geht es wohl den meisten so. Ich gehöre z.B. zu den Morgenmuffeln, die so ihre ein bis zwei Stunden brauchen, um auf Touren zu kommen. (Und bei einem Ex-Freund war seine Morgenfröhlichkeit einer der Gründe für die Trennung.)

Schlecht schlafe ich z.B., wenn ich am Abend davor Alkohol trinke. Medikamente können schuld sein, manche verursachen Schlafstörungen. Dann mal die Schlafsituation anschauen: Hast du genügend Sauerstoff? Ist es warm/kalt bzw. zu warm/kalt? Die Luft sehr trocken?

Schläfst du traumlos oder träumst du schlecht? Schnarchst du? Bist du übergewichtig (die Schnarchen nämlich häufig)? Schläfst du auf dem Rücken, auf dem Bauch, auf der Seite und hast du schon mal einen Stellungswechsel versucht?

Stören irgendwelche Geräusche oder Licht oder ähnliches den Schlaf?

Wachst du in der Nacht auf? Wenn ja, warum? Kann man was dagegen unternehmen (z.B. am Abend weniger Trinken, wenn du in der Nacht aufs Klo musst. Oder keine Waschmaschine aufstellen, wenn dich das Schleudern weckt.)

Wie äußert sich das „Gerädertsein“? Muskelschmerzen? Gelenksschmerzen? Dann steckt vielleicht eine entsprechende Krankheit dahinter. Kopfschmerzen? Dann denk neben Alkohol oder Medikamenten auch an Verspannungen.

Wenn es dich beruhigt: Laut einschlägigen Experten leiden etwa die Hälfte der Menschen an Schlafstörungen. Allerdings meist vorübergehend und sehr oft liegen die Ursachen in Dingen wie Problemen (wer kennt das nicht, dass man sich im Bett wälzt, weil einem eine wichtige Sache nicht aus dem Kopf geht?), Verspannungen, Alkohol. Oft auch Schlafapnoe (sprich: Schnarchen - stimmt nicht ganz, kommt aber dem nahe), restless legs oder ähnliches.

Ich hoffe, mein Beitrag hilft dir. Wenn nicht, schreib doch gern noch mal ausführlicher. Ich bin keine Medizinerin, sondern Medizinjournalistin, aber über dieses Problem hab ich auch schon ein paar Mal recherchiert.

Liebe Grüße aus Wien,
Livia

Hi Livia,

danke für die ausführliche Rückmeldung!!!

Das „immer“ ist das ungewöhnliche dran. Gelegentlich geht es
wohl den meisten so. Ich gehöre z.B. zu den Morgenmuffeln, die
so ihre ein bis zwei Stunden brauchen, um auf Touren zu
kommen. (Und bei einem Ex-Freund war seine Morgenfröhlichkeit
einer der Gründe für die Trennung.)

Ist doch meistens so bei mir. Morgens bin ich erstmal genervt, müde und habe keine Lust ins Büro, aber nur während der Woche.

Schlecht schlafe ich z.B., wenn ich am Abend davor Alkohol
trinke. Medikamente können schuld sein, manche verursachen
Schlafstörungen. Dann mal die Schlafsituation anschauen: Hast
du genügend Sauerstoff? Ist es warm/kalt bzw. zu warm/kalt?
Die Luft sehr trocken?

Nehme keine Medikamente, schlafe immer bei offenem Fenster. Alkohol selten.

Schläfst du traumlos oder träumst du schlecht? Schnarchst du?
Bist du übergewichtig (die Schnarchen nämlich häufig)?
Schläfst du auf dem Rücken, auf dem Bauch, auf der Seite und
hast du schon mal einen Stellungswechsel versucht?

Meistens traumlos, wenn ich denn mal träume, dann ist alles dabei. Wiege 79 kg bei 1,84 und schnarche nicht. Schlafe, seitdem ich denken kann, auf dem Bauch (bin 32). Wäre Rücken besser?

Stören irgendwelche Geräusche oder Licht oder ähnliches den
Schlaf?

Alles ruhig und dunkel.

Wachst du in der Nacht auf? Wenn ja, warum? Kann man was
dagegen unternehmen (z.B. am Abend weniger Trinken, wenn du in
der Nacht aufs Klo musst. Oder keine Waschmaschine aufstellen,
wenn dich das Schleudern weckt.)

Aah, ich trinke abends nochmal ca. 2 Liter Wasser. Ich muss nochmal 1-2 mal auf die Toilette.

Wie äußert sich das „Gerädertsein“? Muskelschmerzen?
Gelenksschmerzen? Dann steckt vielleicht eine entsprechende
Krankheit dahinter. Kopfschmerzen? Dann denk neben Alkohol
oder Medikamenten auch an Verspannungen.

Keine Schmerzen, einfach nur Müde. Verspannt bin ich nicht.

Wenn es dich beruhigt: Laut einschlägigen Experten leiden etwa
die Hälfte der Menschen an Schlafstörungen. Allerdings meist
vorübergehend und sehr oft liegen die Ursachen in Dingen wie
Problemen (wer kennt das nicht, dass man sich im Bett wälzt,
weil einem eine wichtige Sache nicht aus dem Kopf geht?),
Verspannungen, Alkohol. Oft auch Schlafapnoe (sprich:
Schnarchen - stimmt nicht ganz, kommt aber dem nahe), restless
legs oder ähnliches.

Treibe 4-5 die Woche Sport, komme zwischen 20-21 Uhr nach Hause. Richtig aufgedreht bin ich aber nicht. Am Wochenende fahre ich zwischen 5-6 Stunden pro Tag Rad. Bin deswegen aber nicht aufgewühlt.

Ich hoffe, mein Beitrag hilft dir. Wenn nicht, schreib doch
gern noch mal ausführlicher. Ich bin keine Medizinerin,
sondern Medizinjournalistin, aber über dieses Problem hab ich
auch schon ein paar Mal recherchiert.

So richtig viele Ansätze gibts bei mir wohl nicht, verhelfen mir Schlaftabletten zu einem tiefen Schlaf?

Viele Grüße von der Ostsee,
Marco

Hi Marco,

ich fühle mich morgens immer wie gerädert. Ich gehe gegen
23.00 Uhr ins Bett und stehe gegen 7.00 Uhr wieder auf. Morgen
bin ich immer so richtig fertig. Ich glaube, einen tiefen
Schlaf habe ich nicht wirklich. Gehts nur mir so?

Dieselbe Frage wie Livia, aber mit anderem Schwerpunkt: Was heißt „immer“ - praktisch dein Leben lang oder kannst du einigermaßen genau sagen, seit wann? Neuer Job, Umzug, Wohnung umgeräumt, Beziehung begonnen/beendet …? Also: potenziell erzwungener neuer Lebensrhythmus wegen veränderter Bürozeiten (womöglich komplett gegen deinen natürlichen Rhythmus), Lust&Frust, Bett anders aufgestellt, minimale Veränderungen an den Beleuchtungsverhältnissen …? Wie sieht dein natürlicher Rhythmus aus: Wenn du ohne Stundenplan lebst, sind es dann eher neun oder eher sieben Stunden?

Davon abgesehen: Du scheinst ja ansonsten ein sehr gesundheitsbewusstes Leben zu führen. Wenn es „nur“ eine Phase ist, solltest du dir vielleicht einfach weniger Sorgen machen. Ich kenne niemanden, der wie ein Uhrwerk unabhängig vom normalen Auf und Ab des Alltags seine acht Stunden schläft.

Einen schönen Tag noch,

Beate

Hallo Cipo,

Ist doch meistens so bei mir. Morgens bin ich erstmal genervt,
müde und habe keine Lust ins Büro, aber nur während der Woche.

ähm, aber der Job macht Spass ? Oder hast du da Probleme (temporär: Projekt-/Terminstress, bzw. langandauernd: Arbeitsklima, Umstrukturierung etc. )?

Ciao maxet.

Hallo Roland,

wenn es so richtig nervt, dann gibt es sicher die Möglichkeit, das ganze mal im Schlaflabor prüfen zu lassen.
Soweit ich weiss, kann auch eine Schlafapnoe (Atemstillstand) dazu führen, dass man, obwohl man eigentlich „gut“ schläft, morgens doch wie gerädert ist. Davon merkt man selbst nix, aber der Atem stockt für wenige Sekunden bis sogar zu Minuten (wieviele auch immer).
Im Schlaflabor wird geprüft, wie man tatsächlich schläft. Wenn ich jetzt noch wüsste, wie man daran kommt, dann könnte ich dir das auch noch sagen. Sorry. :-/

Gruss
Nita

Hallo Nita,

eine Schlafapnoe habe ich hinter mir, aber nicht wegem diesem Thema sondern was anderem.

Ich habe keine Probleme mit dem Aufstehen, nur wenn ich zulange geschlafen habe. Das kommt sehr selten vor. 8 Stunden sind für mich schon zuviel. Bei durchschnittlich 6 Stunden bin ich Topfit und springe sofort aus dem Bett wenn der Wecker klingelt.

Gruß
roland

Hallo maxet und cipo!

Ist doch meistens so bei mir. Morgens bin ich erstmal genervt,
müde und habe keine Lust ins Büro, aber nur während der Woche.

ähm, aber der Job macht Spass ? Oder hast du da Probleme
(temporär: Projekt-/Terminstress, bzw. langandauernd:
Arbeitsklima, Umstrukturierung etc. )?

Das hat mich genauso stutzig gemacht, wie offensichtlich dich.
Es erinnerte mich schlagartig an die unerklärlichen Magenschmerzen, die ich hatte, als ich in der Lokalredaktion arbeitete. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass diese morgendlichen Magenschmerzen _nie_ an arbeitsfreien Tagen auftraten. Ich hab einfach die Blut- und Raubersgschichten nicht ausgehalten - und kurz darauf die journalistische Sparte gewechselt. Auf einmal waren die Magenschmerzen weg.

Das gleiche Spiel hatte ich bei meinem letzten Job: Diagnostizierte Gastritis (inklusive Helicobacter pylori), die nach der Kündigung schlagartig verschwand.

Könnte sich da irgendwas auf den Schlaf schlagen, wie sich mir Dinge auf den Magen schlagen?

Bauchlage ist gut gegen Schlafapnoe. Bei der rutscht nämlich das Gaumensegel in den Rachen und verstopft so die Luftzufuhr. Das passiert natürlich in Bauchlage nicht. (Deswegen dreht man ja auch bei Bewusstlosen in Seitenlage den Kopf nach unten.)

Die Idee mit den Schlaftabletten halte ich für weniger gut. Die halte ich für den letzten Ausweg, wenn keine Ursache gefunden und beseitigt werden kann. Sie verhelfen nämlich zwar schon zu einem tiefen, aber auch zu einem traumlosen Schlaf. Und träumen ist auf Dauer dringend notwendig für die Erholung (auch wenn man sich an die Träume nicht erinnert). Es gibt ja verschiedene Schlafstadien, und die Tabletten bringen diese Stadien ganz schön durcheinander. Kurzfristig sind sie okay (z.B. zur Überwindung eines Jetlags oder einer schwierigen Situation), aber langfristig sollte man sie meiden.

Liebe Grüße
Livia

Hi Marco,

ich hatte dieses Problem auch. Bis mir ein Gast (er war Arzt), in der Bar in der ich arbeite erklärte, das man immer im 90 Minuten Takt schlafen sollte d.h. 8 Stunden sind nicht optimal, sondern 6 Stunden, 7,5 Stunden oder dann 9 Stunden. Da ich wegen meinen Arbeitszeiten sehr unregelmäßig schlafe, hilft mir das sehr, um immer gut aufzustehen. Du musst nur ca. 15 Minuten für die Einschlafzeit berücksichtigen.

Versuch’s doch mal.

Schöne Träume

Narciso

Danke!
Erstmal danke für die Antworten!

Zum Job, manchmal mag ich meinen Job, meistens jedoch nicht! Ich kenne so wenig Leute die von sich behaupten: „Ich arbeite so gerne“. Dieses Jobthema ist aber für mich unlösbar, ich gucke mir an was andere machen und denke, das will ich z. B. nicht. Am liebsten hätte ich in Australien eine Wurstbude, würde 4 h pro Tag Würstchen verkaufen und den Rest auf dem Rad trainieren, aber geht das, nein!Und will ich für den Rest meines Lebens im Büro von morgens bis abends arbeiten, auch nicht. Ich komme da nicht weiter…aber das beschäftigt mich (glaube ich) nicht in der Nacht.

Ich versuchs mal mit weniger Trinken und verwerfe die Idee mit den Tabletten.

Viele Grüße,
Marco

Hallo, Cipo!

Zum Job, manchmal mag ich meinen Job, meistens jedoch nicht!
Ich kenne so wenig Leute die von sich behaupten: „Ich arbeite
so gerne“. Dieses Jobthema ist aber für mich unlösbar, ich
gucke mir an was andere machen und denke, das will ich z. B.
nicht. Am liebsten hätte ich in Australien eine Wurstbude,
würde 4 h pro Tag Würstchen verkaufen und den Rest auf dem Rad
trainieren, aber geht das, nein!Und will ich für den Rest
meines Lebens im Büro von morgens bis abends arbeiten, auch
nicht. Ich komme da nicht weiter…aber das beschäftigt mich
(glaube ich) nicht in der Nacht.

Ich versuchs mal mit weniger Trinken und verwerfe die Idee mit
den Tabletten.

No, ich habe schon das gefühl, dass dich das beschäftigt. Und wenn dich etwas intensiv beschäftigt, dann natürlich und gerade in der nacht. Speziell Probleme, die man untertags wegschiebt, kommen in der Nacht wieder.

Dass du mit solchem Dilemma nicht alleine bist, stimmt sicher auch, und Lösung weiß ich auch nicht wirklich, wenn du die Sicherheit des Jobs nicht aufgeben willst. Hmm, könntest du vielleicht auf 30 Stunden gehen und dadurch mehr zum Radfahren kommen - wenn sich das finanziell ausgeht?

Tja, ansonsten helfen vielleicht auch Hausmittelchen wie warme Milch oder Baldriantee oder so.

Liebe Grüße,
Livia

Hallo Cipo (Real-Namensvetter),

Erstmal danke für die Antworten!

bitte

Dieses Jobthema ist aber für mich unlösbar,

schon diese Sackgasse kann auf das Gemüt schlagen

…aber das beschäftigt mich(glaube ich) nicht in der Nacht.

glaub ich doch

auch Narcisos Posting ist gut. Die 1,5 h kommen aus dem Schlafrhythmus, man hat aller 1,5 h Leichtschlafphasen (REM), wo man leichter aufwacht. Meine Beobachtung gehen allerdings dahin, dass sich die Periodendauer im Laufe der Nacht verkürzen (von ca. 2,25 h auf ca. 1,25 h)

Ich versuchs mal mit weniger Trinken und verwerfe die Idee mit
den Tabletten.

nicht schlecht.

Ciao maxet.

Hallo Marco,

bei mir hat es unheimlich geholfen, ein bißchen mit der Wecker-Klingel-Zeit zu experimentieren. Nachdem ich gelesen hatte, dass das Aufstehen wesentlich davon abhängt, in welcher Schlafphase man sich zum Zeitpunkt des Klingelns befindet, klingelt mein Wecker jetzt statt um 6:00 um 5:45 und das Aufstehen ist viiiieeel leichter geworden.

Gruß
Ramona