Schlaf - dösen

Hallo,

ich habe manchmal Schlafprobleme. Das heißt genau; ich bin müde kann aber trotzdem nicht schlafen.
Ich bin dann allerdings auch zu müde um aufzustehen. Ich döse nur vor mich hin.
Das ist so etwas zwischen Halbschlaf und wachsein.
Ich mache mir schon Gedanken darüber, weil mein Körper keinen richtigen und nicht genügend Schlaf bekommt.

Ein Bekannter meinte ich solle mir keine Sorgen machen. Dösen oder halbbwach sein hätte denselben Effekt wie schlafen.
Ich kann mir das nicht vorstellen. Was meint ihr?

Viele Grüße

Janca

Ein Bekannter meinte ich solle mir keine Sorgen machen. Dösen
oder halbbwach sein hätte denselben Effekt wie schlafen.
Ich kann mir das nicht vorstellen. Was meint ihr?

Die Schlaftiefe hat schon entscheidenden Einfluß auf
die Qualität des Schlafes. Z.B. korreliert die Wachstum-
hormonausschüttung mit der Tiefe des Schlafes, also
die Basis jeglicher Zellregeneration. Wenn ich mich
recht entsinne wird auch das Gehirn vorzugsweise beim
tieferen Schlafen mit Kohlenhydraten versorgt.
Bei Bedarf kann ich heute abend noch etwas nachschieben,
ich habe zu Hause noch ein Lexikon über Schlafmedizin.

Gruss
Enno

Hi Enno und alle Anderen,

da haette ich in diesem Zusammenhang auch noch eine Frage.
Ich mein - wenn du schon mal beim blättern bist :wink: .

Ist der Schlaf nun wichtiger für das Gehirn oder den Körper?
Oder anders: Wenn ich einige Tage nicht schlafe, was leidet
dann mehr drunter?
Ich habe mal gehört, dass das Gehirn während des Schlafes die
Eindrücke des Tages verarbeitet und dass eben genau das die
wichtigste Funktion des Schlafes ist. Stimmt das?

vielen Dank fürs Nachschlagen

bye
kai

Hallöchen,
ich habe mal gehört, daß beim Schlaf nicht die Quantität sondern die Qualität des Schlafes ausschlaggebend ist.
Ein kurzer tiefer Schlaf mit einigen REM-Phasen ist für das Hirn besser, als ein 10 Stunden „Döser“, bei dem er kaum die Tiefschlafphase ankratzt.

Ich habe auch schreckliche Einschlafprobleme und die Sorgen, daß mein kleines Hirn zuwenig Erholung bekommt, wenn ich nicht sofort schlafe hat mich so unter Druck gesetzt, daß ich noch weniger Schlafen konnte.
Nun „schlafe“ ich nach der Devise, Du Hirn, hast die Möglichkeit Dich zu erholen, wenn Du das nicht willst, wird eben ein Buch gelesen. Pasta

Auf diese Weise habe ich mein Hirn „erzogen“, daß entweder geschlafen oder gelesen wird. Diese ständige Döserei mit all den Alltagsproblemen als Unterhaltung konnte ich so abschaffen.
Da mein Hirn wohl nicht viel von den langweiligen Büchern hielt, die ich ihm dann vorgesetzt habe, wurde schön geschlafen. Dauerte aber eine Weile, bis das richtig funktioniert hat. Notfalls kannste Deinem Hirn ja noch härtere Drohungen auferlegen, wie dann gehe ich Bügeln. Das mußt Du bei nicht einschlafen aber auch durchziehen. Sonst ist der Lerneffekt gleich null :wink:

Außerdem, der Körper holt sich im Zweifel das was er braucht. Spätestens am Wochenende.

Ach ja, es soll auch schon Leute gegeben haben, die sich „überschlafen“ haben und so noch müder wurden.

Gruß

Sina

Hi Janca,

hattest Du schon immer diese Einschlafprobleme?
Falls nein, gab es einen Zeitpunkt, ein Ereignis an dem Du den Beginn festmachen kannst? Fühlst Du Dich (manchmal) niedergeschlagen, traurig, deperessiv?
Was geht in Dir vor, wenn Du nicht einschlafen kannst? Und ist das etwas, was Du mal bei Lichte besser beleuchten solltest?
Wenn Du aufwachst, fühlst Du Dich teils müder als wie Du ins Bett gegangen bist bzw.fühlst Du Dich ausgeschlafen und erholt?

Es kann neben psychischen Ursachen auch z.B. an der Umgebung des Schlafzimmers liegen. Fühlst Du Dich wohl in Deinem Schlafzimmer? Ist Dein Bett gut für Dich? Hast Du genug Frischluft? Wie sieht es mit der Einrichtung aus; fühlst Du Dich einfach wohl in Deinem Schlafzimmer bzw. im Bett? Teils wird auch von Elektrosmog gesprochen. Ich weiß nicht, inwieweit dieser sich auf Schlafstörungen auswirken kann. Doch hast Du möglicherweise zuviele Elektrogeräte im Schlafraum?

Etwas das müde macht bzw. für Entspannung sorgt, wäre möglicherweise ein Glas Milch mit Honig, Entspannungsübungen, ein heißes Bad mit z.B. Produkten von Weleda wie Lavendelöl, Massagen (kann man auch teils selbst machen bzw. teils an Volkshochschulen lernen), sportlich vor der Bettruhe betätigen, vor dem Schlafengehen nichts mehr essen, Meridianpunkte mit Sankt Johanser Kräuteröl aus der Apotheke betupfen, eine Form der Selbsthypnose in der Du einübst, daß Deine Glieder schwer sind, daß Du müde bist, daß Dir gleich die Augen zufallen und Du am Morgen quietschfidel erwachen wirst… oder einfach bei google.de mal nachschauen, was so an Tipps hierzu angeboten wird. :smile:

Ciao,
Romana

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http://www.schlafmedizin.de/
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wer träumen kann, ist belastbarer.

Hallo,
beide Körper und Geist leiden darunter. Was subjektiv mehr
leidet, hängt wohl stark davon ab, was man mehr beansprucht.
Körperlich ist tiefer Schlaf allgemein regenerationsfördernd
(erhöhte Wachstumshormonauschüttung und resultierend höhere
Proteinsynthese). Er fördert auch jede Art von Gedächtnis-
leistung, z.B. wird in Tiefschlafphasen das Kurzzeit- ins
Langzeitgedächtnis übertragen. Bzgl. psychischer Auswirkungen
findet im Tiefschlaf verstärkt die Noradrenalinsynthese statt
(Mangel von Noradrenalin, kann zu Depressionen führen).
Das Verarbeiten von Erlebten ist sicher auch ein entscheiden-
der Faktor - auch das findet verstärkt in den tieferen Schlaf-
phasen statt.

Gruss
Enno

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Re: http://www.schlafmedizin.de/
Hi,

sicher. Ich kenne es von mir, daß wenn ich einen massiveren Schlafmangel habe, ich im Wachzustand gewisse Lücken habe. Das heißt, für Strecken für die ich z.B. 10 Minuten brauche, benötige ich dann 20. Was tue ich in den anderen 10 Minuten? Schlafen? Im Gehen Schlafen? Hm.

Ich sitze dann da und überlege und stelle mit Entsetzen fest, daß ich dachte nur kurz mal was nachgedacht zu haben und eine halbe Stunde bis zwei Stunden sind vorbei.

Bei akutem Schlafmangel verschiebt sich mein Zeitgefühl völlig. Möglicherweise holt sich der Körper dann tagsüber durch diese von mir empfundenen Zeitlücken seine Ruhe.

Ciao,
Romana

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