Preisgegeben?
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Hallo Lukas.
Danke, daß Du prompt geantwortet hast, wenn auch aus Versehen falls placiert. Aber offenkundig eine Antwort auf meinen Beitrag.
Bis jetzt haben Deine Hinweise keine Fingerzeige in Richtung organischer Ursachen abgegeben.
Es bleibt die Frage nach der Psyche.
Die Signale, die Du darüber sendest, sind etwas ungriffig.
Vielleicht ist diese Ungriffigkeit ein wichtiger - mir im Moment noch uneindeutbarer - Schlüssel? Spricht einiges dafür.
Ich verdeutliche an Beispielen:
Wie ist die Angabe „Pornodasteller“ in Deine Vita geraten? Welche Leerstelle füllt sie aus?
Was hast Du für eine psychotherapeutische Behandlung, seit wann, warum? Bist Du mit ihr zufrieden? Wieso ist sie wenig erwähnenswert gewesen?
Wieso kannst Du das quälende und sehr wichtige Thema des nicht erholsamen Schlafes dort in Deiner Psychotherapie nicht besprechen?
Anderseits:
Wie fühlst Du Dich überhaupt? Bist Du (wie ich schon fragte) ein eher zufriedener oder ein eher unzufriedener Mensch?
Deine biographischen Angaben zeigen auf teilweise sehr bedrückende Erfahrungen. Wie fühlst Du Dich dabei?
Wie Du merkst, frage ich nach Gefühlen. Eine Frage, die bist jetzt im Bereich des Ungriffigen unbeantwortet verblieben ist.
Ich fantasiere ein bißchen rum, ja?
Es könnte sein, daß ich dann einfach danebenliege. Dadurch, bzw durch die Korrektur etwaiger Fehleinschätzungen von mir, ließe sich dann trotzdem ein langsamer Erkenntnisprozeß in Gang setzen.
Könnte sein, daß Dein verborgenes Thema Verrat ist?
Verraten von den Eltern, besonders vom Vater?
Hat es in Dir nicht vielleicht die Hoffnung gegeben, er möge Deinen Wert entdecken und Dich unterstützen?
Ist er Dir nicht stattdessen in den Rücken gefallen?
Ist Dein Therapeut womöglich für Dich ein unzuverlässiger Verbündeter?
Hat Deine Ex Dich nicht elendlich verraten?
Zur Ungriffigkeit:
Ein Porno-Darsteller ist ein Mann der Leere. Um beinah auf Kommando eine Erektion zu ermöglichen, muß er seine Gefühle entleeren. Er ist der falsche Mann an falscher Stelle, muß jedoch volle Gefühle darstellen. Um das zu erreichen, muß er die seinigen verpönen.
Ähnlich ist es Dir ergangen mit jener Bezeichnung in der Vita. Plötzlich war sie da drinnen, eine leere „unvermittelte“ Vita-Darstellung.
Kann es sein, daß Du Deine Gefühle verpönst?
Daß Du im Tiefverborgenen wütend bist?
Daß Deine tiefverborgerne Wut unbändig ist?
Daß sie so verpönt ist, daß sie nicht Eingang in Deine Träume findet?
Daß Du sie dadurch nicht greifbar hast, nicht abarbeiten, nicht verarbeiten, nicht verstehen kannst? Darfst?
Dann würde Dein Schlaf Qual statt Erholung geworden sein, Strafe statt Freude.
Es ist alles sehr ins Unreine von mir fantasiert.
Sagen Dir diese meine „Fantasien“ etwas?
Bringen die eine kleine Bewegung?
Sollte man sie korrigieren?
abifiz
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