Schlaf nicht erholsam - Erfahrungen und Tipps!?

Ich schlafe seit mehreren Jahren extrem schlecht. Ich wache morgens auf und bin trotzdem tot müde. Habe mich also im Schlaf wohl nicht erholt. Habe keine Schlafapnoe, Schilddrüsenerkrankungen oder Eisenmangel (alles testen lassen). Ich würde einfach alles dafür geben endlich mal wieder morgens erholt und ausgeruht aufzuwachen.

Zu meiner Person: 18 Jahre, männlich, sportlich, Schüler…

Suche nach Leidensgenossen und möglicherweise Tipps…

LG

Knapp umrissener Hintergrund.
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Sei gegrüßt Lukas.

Es ist zumindest mir zu knapp, was Du zu Deinem Lebenshintergrund und zu Deiner Alltagsgestaltung erwähnst.

Auch die Angabe „Pornodarsteller“ in Deiner Vita ist womöglich nicht weiter hilfreich.

Ganz allgemein betrachtet, hilft geeignete Tages-Rhythmisierung und geeignete Matratze.

Man müßte mehr erfahren. Auch darüber, ob Du ansonsten zufrieden bist, oder Dich Sorgen oder Hindernisse im Deinem Alltag bekümmern.

abifiz

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Also, Pornodarsteller bin ich natürlich nicht… Warum
Auch immet das da steht…

Ich bin fast täglich(Mo. - Fr.) bis 16 Uhr in der Schule. Mache in 7 Monaten mein Abitur. Mache Abends meine Hausaufgaben. Es ist jetzt aber nicjt so dass ich übermäßig viel für die Schule tue. Ich verbringe ansonsten viel Zeit mit meiner Freundin und Freunden. Arbeite 8 Stunden die Woche an einer Tankstelle. Bin in psychotherapeutischer Behandlung… Beschäftigen tut mich vieles. Meine Eltern sind geschieden seit dem ich 7 bin. Konnten seit dem auch kein vernünftige Wort miteinander wechseln. Vor der Trennung haben sie sich oft gestritten, auch in meiner Anwesenheit. Kontakt habe ich zu meinem Vater ebenfalls nicht mehr, da ihm meine Leistungen nie genug waren, er mich ständig unter Druck gesetzt hat und kontrolliert hat. Meine Exfreundin hat mixh belogen und betrogen und das über 16 Monate.

LG

Preisgegeben?
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Hallo Lukas.

Danke, daß Du prompt geantwortet hast, wenn auch aus Versehen falls placiert. Aber offenkundig eine Antwort auf meinen Beitrag.

Bis jetzt haben Deine Hinweise keine Fingerzeige in Richtung organischer Ursachen abgegeben.

Es bleibt die Frage nach der Psyche.

Die Signale, die Du darüber sendest, sind etwas ungriffig.

Vielleicht ist diese Ungriffigkeit ein wichtiger - mir im Moment noch uneindeutbarer - Schlüssel? Spricht einiges dafür.

Ich verdeutliche an Beispielen:

Wie ist die Angabe „Pornodasteller“ in Deine Vita geraten? Welche Leerstelle füllt sie aus?

Was hast Du für eine psychotherapeutische Behandlung, seit wann, warum? Bist Du mit ihr zufrieden? Wieso ist sie wenig erwähnenswert gewesen?

Wieso kannst Du das quälende und sehr wichtige Thema des nicht erholsamen Schlafes dort in Deiner Psychotherapie nicht besprechen?

Anderseits:

Wie fühlst Du Dich überhaupt? Bist Du (wie ich schon fragte) ein eher zufriedener oder ein eher unzufriedener Mensch?

Deine biographischen Angaben zeigen auf teilweise sehr bedrückende Erfahrungen. Wie fühlst Du Dich dabei?

Wie Du merkst, frage ich nach Gefühlen. Eine Frage, die bist jetzt im Bereich des Ungriffigen unbeantwortet verblieben ist.

Ich fantasiere ein bißchen rum, ja?

Es könnte sein, daß ich dann einfach danebenliege. Dadurch, bzw durch die Korrektur etwaiger Fehleinschätzungen von mir, ließe sich dann trotzdem ein langsamer Erkenntnisprozeß in Gang setzen.

Könnte sein, daß Dein verborgenes Thema Verrat ist?

Verraten von den Eltern, besonders vom Vater?

Hat es in Dir nicht vielleicht die Hoffnung gegeben, er möge Deinen Wert entdecken und Dich unterstützen?

Ist er Dir nicht stattdessen in den Rücken gefallen?

Ist Dein Therapeut womöglich für Dich ein unzuverlässiger Verbündeter?

Hat Deine Ex Dich nicht elendlich verraten?

Zur Ungriffigkeit:

Ein Porno-Darsteller ist ein Mann der Leere. Um beinah auf Kommando eine Erektion zu ermöglichen, muß er seine Gefühle entleeren. Er ist der falsche Mann an falscher Stelle, muß jedoch volle Gefühle darstellen. Um das zu erreichen, muß er die seinigen verpönen.

Ähnlich ist es Dir ergangen mit jener Bezeichnung in der Vita. Plötzlich war sie da drinnen, eine leere „unvermittelte“ Vita-Darstellung.

Kann es sein, daß Du Deine Gefühle verpönst?

Daß Du im Tiefverborgenen wütend bist?

Daß Deine tiefverborgerne Wut unbändig ist?

Daß sie so verpönt ist, daß sie nicht Eingang in Deine Träume findet?

Daß Du sie dadurch nicht greifbar hast, nicht abarbeiten, nicht verarbeiten, nicht verstehen kannst? Darfst?

Dann würde Dein Schlaf Qual statt Erholung geworden sein, Strafe statt Freude.

Es ist alles sehr ins Unreine von mir fantasiert.

Sagen Dir diese meine „Fantasien“ etwas?

Bringen die eine kleine Bewegung?

Sollte man sie korrigieren?

abifiz
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Hallo,
schläfst du denn nur in deinem Bett schlecht oder in jedem Bett?
Weißt du, was für ein Chronotyp du bist? Warst du schon mal in einem Schlaflabor?
Bevor ich mir Gedanken um meine ‚Psyche‘ machen würde, wären das Fragen die ich abklären würde.

Außerdem ist es manchmal hilfreich eine Zeit lang ein Schlafnachtbuch zu führen. Wann ins Bett gegangen, wann aufgestanden, wann vor dem Schlaf gegessen, ob und wie viel getrunken (Alkohol und/oder anderes), evt. Drogenkonsum, offenes oder geschlossenes Fenster…
Nach dem Aufstehen auf einer Skala von 1 bis 10 ankreuzen wie man sich fühlt 1=Besch…; 10-Top
So bekommt man eine bessere Übersicht und erkennt mögliche Ursachen leichter.
otherland

Hai, Lukas,

was Du nicht verrätst ist, wann Du denn abends schlafen gehst und wann Du wieder aufstehst…

Interessant wäre auch, wie Du die letzte Stunde vor dem Schlafen-gehen verbringst.

Gruß
Sibylle

Hallo,
hast Du mal probiert, in den letzten Stunden vor dem Schlafen (vielleicht 4 ? ) nichts mehr zu essen.
Hast Du frische Luft beim Schlafen, genug Sauerstoff und etwas kuehle Tempeartur.
Liegst Du wie in Abrahams Schoss, oder mit zu kurzer Bettdecke staendig auf der Suche nach einer bequemen Lage.
Gruss Helmut

Hallo !

Bei deinen Schilderungen denke (auch) ich an mögliche psychischische Ursachen und den Tip, dir einen Gesprächspartner zu suchen (nach dem Abi für das ich dir alles Gute wünsche).

Aber : trotzdem erstmal die einfachen Dinge, die vielleicht helfen ausprobieren. Zu den bisher genannten Tips hier meine, ganz schlichten :

  • rechtzeitig schlafen gehen
  • Frischluft im Zimmer, Heizung runter oder aus
  • 1 Std. vorher runterfahren : kein Alk., Drogen sowieso nicht, nicht Fernsehen, nicht mehr fett tafeln und 3 Gänge-Menue :wink:,kein Kaffee, kein schwarzer Tee, keine Cola, kein Heavy Metall, Techno etc.
  • statt dessen : Idealerweise um den Block spazieren oder baden/schwimmen gehen, ruhige Dinge tun (Lesen, Chillen, rumdümpeln)Schulaufgaben lieber auf etwas früher verlegen, „Feierabend machen“
  • Matratze, Kissen, Decke kritisch untersuchen und ggf. was ändern: alles gemütlich oder stört etwas ? Alte, unpassende, zu harte oder durchgelegene Matratzen sind sehr oft der Grund für schlechten Schlaf.
  • Zimmer sollte dunkel sein, oft wird Licht (auch von Draußen) zwar nicht bewußt als störend empfunden, es stört aber trotzdem
  • Entspannungstechniken lernen und anwenden. Möglich wären ganz unterschiedliche Methoden, schau doch mal ins Internet, es gibt an jeder Volkshochschule Kurse oder oft auch von den Krankenkassen. Einfach mal verschiedene ausprobieren und die beibehalten, die dir am ehesten entspricht.

Viel Erfolg und alles Gute !