Schlagen auf dem Pausenhof

Hallo,
oich habe da ein etwas größeres problem. Mein Sohn geht in die erste Klasse in einer kleinen eigentlich noch überschaulichen Grundschule auf dem Dorf. Mit ihm gehen noch drei Mädchen und zwei Jungs von unserem Dorf in die selbe Klasse. Die drei Jungs sind (so nenen sie sich) Freunde, was ich jedoch bezweifle aber vielleicht hat man in disem Alter noch keine richtige Vorstellung über den Begriff „Freunde“. Denn von einem seiner beiden Freunde wird er ab und zu getreten und geschlagen, nicht so schlimm, daß es sehr weh tut oder blutet oder ähnliches, aber ich finde schon schlimm genug, das das überhaupt passiert und dazu auch noch grundlos, so wie es mir mein sohn erzählt und in erster Linie muß ich ja wohl ihm glauben, Er ist mit Sicherheit auch kein Engel, aber wenn ich ihn frage, sagt er mir doch (dauert manchmal etwas) die Wahrheit. Also, es ist wie gesagt schon öfter vorgekommen und ich habe mir jetzt auch mal sienen Freund vorgeknöpft. Habe ihn gefagrt warum er das tut, nur Achselzucken und dass ich das sehr blöde finde wenn man tritt oder schlägt und dass er ihm doch lieber sagen soll, was ihm an meinem Sohn nicht passt. Ja, war die Antwort bis zumn nächsten mal. Irgendwann war das wieder der Fall, also habe ich wieder etwas z8 ihm gesagt, da er ab und zu zu meinem Sohn kommt und mit ihm spielt, was auch sehr gut klappt. Das Schlagen und Treten gibts nur im Pausenhof. Letzte Woche hat dann auch noch der andere Freund, ich nenne ihn mal R. und den ersten Freund B., mitgemacht. Daraufhin stieg in mir die Galle hoch. Zuerst habe ich R. angerufen udn gefragt, was denn da los war. Nix, ich habe nix gemacht, dass war der B. . ALso habe ich dann noch B. angerufen,w as ich eh vorhatte. Der hat dann gesagt das war R. Ich habe zu ihm gesagt, dass er das lassen soll, dann meinte er ja macht er (Wahrscheinlich bis zum nächsten mal!). Zu meinem Sohn habe ich dann gesagt er solle sich doch andere Freunde aus seiner Klasse suchen, aber da weiß er nicht so richtig wen,. Einer, der in Frage käme spielt auch oft mit R. und B., ein zweiter und dritter, mit denen mein Sohn ab und zu mal spielt, die spielen fast immer mit größeren Kidnern und mit den Yugijo-Karten (weiß nicht, ob ichs richtig geschrieben habe), das mag er nicht.
Lange rede, kurzer Sinn. Was soll ich tun? Soll ich mal mit den Eltern der beiden „Freunde“ reden, oder nichmal mit den Jungs, soll ich meinem Sohn den Umgang mit diesen beiden verbieten? Oder soll ich warten, bis noch mehr passiert. Florian (mein Sohn) ist eigentlich relativ stll und zeiht sich eher zurück, ich habe ihm auch schon gesagt, er solle sich wehren, das hat er auch schon gemacht, aber trotzdem zieht er immer den kürzeren!
Zu B. muß ich noch dsagen, er wurde ziemlich „frei“ erzogen. nicht dass er jetzt nur frech ist (ab und zu schon!), aber er darf halt ziemlich viel und hatte von Anfang an auch Schwierigkeiten mit siener Lehrerin, da diese Frau relativ streng ist, aber gerecht. So sehe ich das, Florian kommt sehr gut mit ihr aus. Vielleicht muß B. seine gestauten „Aggressionen“ im Unterricht während der Pause rauslassen, aber das auf Kosten anderer?!?!? Außerdem ist er sopzusagen für die anderen Kinder /Zumindest für R. und Florian) der Anführer. Einmal war ich während der Pause auf dem Schulhof, da habe ich zugeschaut wie Florian und R. B. auf jedem Schritt gefolgt sind. Ich finde das ganze sehr traurig und bin schon etwas frustriert. Vielleicht weiß jemande einen guten Rat?
Danke
Ulrike

Hallo Ulrike,

so ganz genau weiss ich nicht, ob ich Dir helfen kann, aber ich will es versuchen.
Kinder sind wie Erwachsene nicht jeden Tag gleich gut gelaunt. Aber Kinder lassen ihren Gefühlen freien Lauf, weil diese sie mit Macht erschlagen. Je jünger(Im Sinne von Reife) die Kinder sind, desto eher wirkt sich das durch tätliche Aktionen aus…viel reden ist da nicht.

Es kann vieles dahinter stecken…Streit mit den Eltern, einen Streit zwischen den Eltern mitbekommen, etwas ungeeignetes im TV gesehen, schlecht geschlafen, zu spät ins Bett…was auch immer…sogar Medikamente können eine Rolle spielen und wenns nur ein schnöder Hustensaft ist.
Es spielen auch andere Faktoren mit…wie gehen die Eltern mit den Kindern um, welches Vorbild stellen sie dar, welche (ich wollte den Ausdruck nicht gebrauchen, aber mir fällt kein besserer ein) Werte vermitteln sie den Kindern…wie wird zuhause mit Konflikten umgegangen…usw…

Wenn Dein Kind die Beiden gerne mag, dann lade doch mal abwechselnd den ein oder anderen ein und schau mal, wie sie sich verhalten, wenn sie sich an Deine Regeln halten müssen. Betreutes Spielen sozusagen. Man kann aus spielenden Kindern fast wie in einem offenen Buch lesen…wenn man ein paar Hintergründe (zB.Familiensituation, oder Tagesverfassung) kennt.
es gibt durchaus auch Kinder, die meinen es eigentlich gar nicht böse (Personengerichtet) nur dummerweise ist immer das Ventil (der Schwächere) gerade in der Nähe.

Vielleicht sind diese Beiden auch einfach unausgelastet, dass nicht genug von familiärer Seite mit ihnen unternommen wird? Weisst Du, man kann mit dem Kind heute dahin morgen, dorthin fahren um es auf Spielplätzen und ähnlichem abzustellen…„Geh mal spielen…“
Offenbar verwechseln manche Eltern „Ich mache alles für das Kind“ mit „ich mache alles mit dem Kind“ wenn man sie nach dem Tagesablauf fragt.

Evtl. gäbe es ja auch die Möglichkeit, wenn Du schon dort angerufen hast, dass die Familien einmal gemeinsam etwas unternehmen?
Oder mal die Lehrer direkt ansprechen?

Wenn Du nach allen Eindrücken die Du dann gewonnen hast, immernoch sagst diese Kinder sind nicht gut für mein Kind, dann würde ich auch versuchen den Kontakt zu verringern, bzw. zu vermeiden, soweit wie möglich.
Sollten die Anderen Deinem Sohn richtig nachstellen, würde ich einmal den Schulpsychologen/Vertrauenslehrer zu Rate ziehen.

Gleichzeitig würde ich versuchen meinem Kind Alternativen in der freizeit zu bieten, wie Sportvereine, Musik, Tanzen etc. für was er sich eben interessiert. Auf diese Weise würde sich vielleicht ein ganz anderer Freundeskreis ergeben, und er wäre nicht mehr auf die auf ihn bestimmt „cool“ wirkenden Jungens angewiesen.

Gewalt an sich ist in der letzten Zeit leider in zunehmendem Masse gesellschaftsfähig geworden…und wird immer mehr toleriert.

Frag doch mal Dein Kind, was genau ihm an diesen beiden Jungs so gefällt, dass er deren Freund sein will, und ob es ihm gefällt ab und zu Schläge einzustecken…das dauert eine ganze Weile, bis er Dir Auskunft geben kann…frag ihn, ob ihm das gefiele, wenn Du so mit ihm umgingst.

Gruß
Maja

Hallo Ulrike!
Ich finde, du hast es schon gut angefangen mit den direkten Gesprächen mit den Jungs. Jetzt würde ich ihnen Konsequenzen in einem pers. Gespräch androhen, wenn es so weitergeht. Ungefähr so: Ich dulde es nicht, dass Florian geschlagen oder getreten wird. Ich werde 1 Woche (Ein Zeitraum, den ein Schulkind abschätzen kann) abwarten, ob das aufhört. Wenn nicht, werde ich zu deinen Eltern gehen und mit ihnen besprechen, was wir weiterhin machen. ICh glaube nicht, dass deine Eltern damit einverstanden sind, mit dem, was du tust!
Wenn du zu den Eltern der Jungs kein so gutes Verhältnis hast oder dort nicht hingehen willst, dann sag den beiden Schlägern, dass du zur Lehrerin gehen wirst, und gemeinsam mit ihr überlegen, was getan werden kann. „Vielleicht darfst du in der Pause dann nicht mehr auf den Pausenhof“, würde ich ihnen sagen. Ich hoffe, es hilft dir weiter.

Ich bin leider ein gebranntes Kind. In der Grundschule hatten wir mehrere recht rabiatische Schläger in der Klasse. Ich habe so darunter gelitten, dass ich in unserer Kleinstadt nicht aufs Gymnasium gegangen bin (ich war Klassenbeste). Ich hab mich so lange gesträubt, bis meine Eltern gesagt haben: Also gut, wenn das Kind nicht will, hat es keinen Wert, es zu zwingen. Vor lauter Angst, dass es mit der Gewalt noch schlimmer wird, hab ich meinen Eltern also nichts erzählt, obwohl ich ein gutes Verhältnis zu ihnen hatte. Später musste ich das Abitur auf dem 2. Bildungsweg nachholen, was wirklich hart war…

Grüßle

Hallo Ulrike.

Das ist immer ein zweischneidiges Schwert. Wir Eltern können die Situation auf demPausenhof nicht einschätzen, weil wir nicht dabei waren.
Ich würde mir alle Kinder zusammenholen und das Problem von allen Seiten beleuchten. Es hat wenig Sinn, wenn du die Kinder ( vielleicht noch vor anderen ) fragst, was da los war. Da kriegst du nichts raus, vor allem auch nicht, in welcher Form dein Kind daran beteiligt war. Meist ist es nämlich so, dass die eigenen Kinder mitnichten Engelchen sind und durchaus ordentlich mitmischen ( was ich hiermit deinem Sohn nicht unbedingt unterstellen will ). Wichtig finde ich, dass du beide Seiten hörst, wenn du dich da einmischen willst.
Ich habe mich soweit wie möglich aus solchen Auseinandersetzungen herausgehalten. Wenn in der Schule was war, habe ich die Klassenlehrer darauf aufmerksam gemacht und darum gebeten, das im Gespräch zu klären. Mit der Methode bin ich bei drei Kindern gut gefahren und kann sie nur weiterempfehlen.
Man ist nicht objektiv, wenn es um das eigene Kind geht. In diesem Sinne rate ich dir, dich rauszuhalten, solange es geht.
Diskussionen nur dann mit Kindern ( und Eltern ?), wenn alle dabei sind und sich zum Thema äußern können.

Grüße
Tutulla

Hallo Ulrike,

ich habe ehrlichgesagt den Eindruck du überbewertest da etwas.
Rangeleien und Raufereien unter kleineren Kindern, besonders auf dem Schulhof nach längerem Sitzen, sind doch ganz normal, die gab es schon immer.

Wenn die Jungs ansonsten miteinander spielen und sich als Freunde bezeichnen solltest du dich da nicht einmischen. Damit schadest du deinem Bub nur und er lernt nie, sich selbst zur Wehr zu setzen.

Heutzutage versuchen viele Eltern, jeden Schritt ihrer Kinder zu überwachen, in dem Glauben sie dadurch vor allem schützen zu können.
In Wirklichkeit nehmen sie ihnen damit nicht nur die Möglichkeit, beizeiten auch unangenehme Erfahrungen zu machen und damit fertig zu werden, sie gestehen den Kindern auch keine „eigene Welt“, keine Intimsphäre mehr zu.

Ich bin echt froh, dass ich meine Angelegenheiten als Kind noch weitgehend selbst regeln durfte, aber das waren halt noch andere Zeiten.

Also, mein Rat : Schenk deinem Florian ein bisschen mehr Vertrauen, nur so kann er auch Selbstvertrauen entwickeln.
Die Messlatte für elterliches Eingreifen darf ruhig etwas höher gelegt werden !

Gruß

Heidi

offtopic
Hallo Iris,

Ich bin leider ein gebranntes Kind. In der Grundschule hatten
wir mehrere recht rabiatische Schläger in der Klasse. Ich habe
so darunter gelitten, dass ich in unserer Kleinstadt nicht
aufs Gymnasium gegangen bin (ich war Klassenbeste). Ich hab
mich so lange gesträubt, bis meine Eltern gesagt haben: Also
gut, wenn das Kind nicht will, hat es keinen Wert, es zu
zwingen. Vor lauter Angst, dass es mit der Gewalt noch
schlimmer wird, hab ich meinen Eltern also nichts erzählt,
obwohl ich ein gutes Verhältnis zu ihnen hatte. Später musste
ich das Abitur auf dem 2. Bildungsweg nachholen, was wirklich
hart war…

bei mir war/ist es genauso…
Auch deswegen nicht Gymnasium (Grundschullehrerin „diagnostizierte“ bei mir eine Verhaltensstörung… *urghs* (ähmmm, nach Dauer-Mobbing wird man eben zurückgezogen und wenig offen gegenüber anderen, oder?!)), obwohl Klassenbeste, und jetzt auch Abi auf dem 2. Bildungsweg.
Meine Eltern wussten von den Attacken durch Mitschüler, aber sie wussten nicht alles.

Viele Grüße,
Nina

Hallo Heidi!

Rangeleien und Raufereien :unter kleineren Kindern, :besonders auf dem Schulhof :nach längerem Sitzen, sind :doch ganz normal…

Das ist wohl so. Zwischen gelegentlichen Rangeleien und wiederholten Übergriffen durch immer die gleichen Schüler sollte man aber unterscheiden, denn es können auch nicht hinnehmbare Erziehungsdefite sein. Im Laufe der Zeit kann einzelnen Kindern die Schulzeit zur Hölle gemacht werden. Bevor es so weit kommt, ist Eingreifen mit klarer Grenzziehung dringend nötig.

Gruß
Wolfgang

Hallo Ulrike,

ich habe ehrlichgesagt den Eindruck du überbewertest da etwas.
Rangeleien und Raufereien unter kleineren Kindern, besonders
auf dem Schulhof nach längerem Sitzen, sind doch ganz normal,
die gab es schon immer.

Hallo,

Sicher sind solche Rangeleien normal, aber nicht immer bei dem gleichen Kind: Ich versuche mich auch so wenig wie möglich einzumischen, da mein Sohn sicher kein Engel ist und auch kann!

Wenn die Jungs ansonsten miteinander spielen und sich als
Freunde bezeichnen solltest du dich da nicht einmischen. Damit
schadest du deinem Bub nur und er lernt nie, sich selbst zur
Wehr zu setzen.

Sie spielen ansonsten auch zusammen,und verstehen sich auch gut, aber immer nur in der 2-Konstelation, zu dritt geht das nie oder sehr selten gut, aber das weiß Florian schon selbst und geht weder zu R. noch zu B. wenn er weiß, daß der andere auch dort ist. Diese Entscheidung überlasse ich ihm auch selbst.

Heutzutage versuchen viele Eltern, jeden Schritt ihrer Kinder
zu überwachen, in dem Glauben sie dadurch vor allem schützen
zu können.
In Wirklichkeit nehmen sie ihnen damit nicht nur die
Möglichkeit, beizeiten auch unangenehme Erfahrungen zu machen
und damit fertig zu werden, sie gestehen den Kindern auch
keine „eigene Welt“, keine Intimsphäre mehr zu.

Ich möchte auch nicht jeen Schritt von Florian überwachen, nur denke ich sollte man doch mal etwas sagen, wenns zuviel wird, bevor es ganz überhand nimmt und Florian nicht mehr gerne zur Schule geht, was er bis jetzt noch sehr gerne tut. Er soll nicht aus Angst vor einem anderen Bauchweh haben um überhaupt in die Schule zu gehen.

Gruß Ulrike

Ich bin echt froh, dass ich meine Angelegenheiten als Kind
noch weitgehend selbst regeln durfte, aber das waren halt noch
andere Zeiten.

Also, mein Rat : Schenk deinem Florian ein bisschen mehr
Vertrauen, nur so kann er auch Selbstvertrauen entwickeln.
Die Messlatte für elterliches Eingreifen darf ruhig etwas
höher gelegt werden !

Gruß

Heidi

Hallo Ulrike!
Ich finde, du hast es schon gut angefangen mit den direkten
Gesprächen mit den Jungs. Jetzt würde ich ihnen Konsequenzen
in einem pers. Gespräch androhen, wenn es so weitergeht.
Ungefähr so: Ich dulde es nicht, dass Florian geschlagen oder
getreten wird. Ich werde 1 Woche (Ein Zeitraum, den ein
Schulkind abschätzen kann) abwarten, ob das aufhört. Wenn
nicht, werde ich zu deinen Eltern gehen und mit ihnen
besprechen, was wir weiterhin machen. ICh glaube nicht, dass
deine Eltern damit einverstanden sind, mit dem, was du tust!

Hallo,
danke für deine Antwort.
Das habe ich B. auch schon gesagt, er sagt dann nur ja.

Wenn du zu den Eltern der Jungs kein so gutes Verhältnis hast
oder dort nicht hingehen willst,

eingeltich habe ich zu dem Vater von B. (er ist u hause bei dem Kind) ein gutes Verhältnis und zu der Mutter von R. ein sehr gutes. Also könnte ich schon mit den beiden reden. Es war da aber schon einmal was, da ging es darum wer mit wem für wann was ausgemacht hatte (also, wer zu wem geht) und da das dann nicht so geklappt hat, habe ich da auch mit dem Vater von B. gesprochen. Am nächsten Tag wars wieder so nur diesemal anders rum,. da hat Florian was mit B. ausgemacht oder dann doch mit R., also ein ziemliches Hin und Her und da bin ich mir dann ganz schön blöde vorgekommen, weil ich mich am Tag zuvor deswegen bei B. Vater beschwert habe und jetzt wars gewnau umgekehrt also ganz schön peinlich, Daher will ich auch noch etwas warten, bevor ich da etwas zu den Eltern sage.

dann sag den beiden

Schlägern, dass du zur Lehrerin gehen wirst, und gemeinsam mit
ihr überlegen, was getan werden kann. „Vielleicht darfst du in
der Pause dann nicht mehr auf den Pausenhof“, würde ich ihnen
sagen. Ich hoffe, es hilft dir weiter.

Die Lehrerin habe ich auch mal gefragt, aber die bekommt davon nichts mit. Florian und B. sitzen zusammen und da läuft alles sehr gut, da vorne halt auch die Lehrerin sitzt und da sind die Kinder ja eh „brav“. Was auf dem Pausenhof abgeht sehen die Lehrer nicht so. Es ist zwar ne Pausenaufsicht da, aber die kriegt da nicht so richtig mit ob dass „Schlagen und Treten“ jetzt Spaß ist oder zum SApiel(sie spielen ja öfters „Kämpfen“ dazu gehört oder nicht!

Ich bin leider ein gebranntes Kind. In der Grundschule hatten
wir mehrere recht rabiatische Schläger in der Klasse. Ich habe
so darunter gelitten, dass ich in unserer Kleinstadt nicht
aufs Gymnasium gegangen bin (ich war Klassenbeste). Ich hab
mich so lange gesträubt, bis meine Eltern gesagt haben: Also
gut, wenn das Kind nicht will, hat es keinen Wert, es zu
zwingen. Vor lauter Angst, dass es mit der Gewalt noch
schlimmer wird, hab ich meinen Eltern also nichts erzählt,
obwohl ich ein gutes Verhältnis zu ihnen hatte. Später musste
ich das Abitur auf dem 2. Bildungsweg nachholen, was wirklich
hart war…

Das ist eigentlich meine gröpßte Sorge, deswegen hbae ich mich auch eingemischt udn zu den Jungs etwas gesagt. Florian geht nämlich (noch!) sehr gerne in die Schule. Er steht lachen d auf und freut sich richtig auf die Schule. Ich will nicht, dass ihm das irgendjemand vermiest und er Angst haben muß in die Pause zu gehen. Deswegen wollte ich da lieber zu früh als zu spät „eingreifen“!

Ich habe mir jetzt vorgenommen, mal noch die Woche Schule und dann die sechs Wochen Ferien abzuwarten. Nahc den Ferien warte ich mal ab, ob und was da wieder so passiert. Wenns nicht besser wird, werde ich wohl doch den Gang zu den ELtern nehmen müssen.

ALos vielen Dank nochmal
Evtl.-mele ich mich im September wieder

Gruß Ulrike

Grüßle

Hallo ulflo,

nur kurz meinen Senf, ohne auf jedes
und alles einzugehen.

Dein Sohn ist in die Opferrolle gefallen, er
hat die Funktion, dem Führungsanspruch der
anderen Jungs zu dienen. Sie schlagen ihn,
weil sie glauben, dadurch ihre Stellung in
der Rangordnung demonstrieren zu können *und*
weil sich Dein Junge nicht wirklich wehrt.

Hier ist schnelles und wirksames Eingreifen
gefragt. Dein Junge muss von sich glauben,
dass er selbst gleich hoch oder höher in der
Rangordnung steht, als die Schläger.

Dazu musst Du, so hart das klingt, seine
natürliche (und wohl zurückgedrängte) Aggressivi-
tät wecken und fördern! Er muss begreifen, wo seine
Position ist und muss bereit sein, diese unter
allen Umständen zu verteidigen.

Sobald dies mit Gewissheit zu den Freunden durch-
gedrungen ist, werden die Schlägereien schlagartig
aufhören, *weil* er kein genehmes Opfer mehr ist
und *weil* ein Angriff mit direkten und unangenehmen
Konsequenzen verbunden ist.

Also, denk Dir was aus. Aber greife nicht selbst
in den Regelkreis ein. Hilf ihm und er wird sich
selbst helfen :wink:

Viel Glück,

CMБ

Methodik
Hallo CMB,

im Prinzip hast du ja nicht unrecht, aber wie sollen Eltern, die sich 7 Jahre lang davor gedrückt haben, ihrem Kind als Führer zu dienen, es nun mannscharf abrichten (können) - und zwar schnell und wirksam?

Die Ausgangsfrage von ulflo ist unschlüssig darüber, als wie bedrohlich die Situation einzuschätzen ist, und ich kann das auch nicht besser beurteilen. So etwas wächst sich wahrscheinlich aus, kann aber auch schwerwiegend sauer werden; man weiß es nicht, und es gehört teilweise auch schon zum Lebensrisiko, mit dem das Kind selbst fertigwerden muß.

Meine Empfehlung: Ab in den örtlichen Fußballverein!
Das ist i.ü. (seit neuer Fifa-Regelung) ganz besonders empfehlenswert, wenn das Kind zwischen Jahresanfang und Schulreife-Stichtag geboren ist.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

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Hallo Ulrike!

Ohne jetzt alle Beiträge gelesen zu haben, möcht ich kurz schreiben, wie ich solche Situationen selbst (als Kind) erlebt habe:

Ich war nämlich auch immer diejenige, von der jeder wusste: mit der kann man alles machen. Ich habe mich nicht adequat gewehrt. Meine Eltern haben bei meiner Erziehung stark auf Gewaltfreiheit geachtet und sind mir im allgemeinen möglichst liebevoll begegnet. Ich habe keine Abwehrmechanismen gegen verbale Gewalt entwickelt und konnte mich nicht wehren.
Den (bei mir verbalen) Angriffen der anderen stand ich hilflos gegenüber und gute Ratschläge meiner Eltern (stell sie dir nackig vor, reagier einfach nicht, lach über sie,…) haben einfach nicht gewirkt. Ich war in die Opferrolle gedrängt und konnte bis zu meinem 18. Geburtstag daraus nicht mehr raus.
Erst als ich dann von daheim auszog und neue Leute kennenlernte, Leute, die mir unvoreingenommen entgegentraten, konnte ich beginnen, Selbstbewußtsein zu entwickeln.
Ich plädiere hier nicht dafür, dass du ihn aus der Schule nehmen sollst. Er muss auch lernen, mit Attacken klarzukommen. Aber vielleicht hilft es, wenn er in seiner Freizeit in Kindergruppen (Sport, Pfadfinder, Musik,…) kommt, wo er akzeptiert wird und/oder gut in etwas sein kann. Es ist wichtig, dass er sich seines persönlichen Wertes bewußt ist. Dass er ein tolles Kind ist, das manche Dinge einfach wirklich gut kann, besser als manch anderer…

LiGrü
igel

Pausenaufsicht?
Hallo Ulrike,

ich frage mich auch was da mit der Pausenaufsicht los ist?

Unabhängig von der „Beziehungsdynamik“ zwischen den Jungs würde ich mal mit der Klassenlehrerin bzw der Schulleitung sprechen.
Es ist heutzutage nicht mehr akzeptabel dass sich die Kinder auf dem Schulhof verdreschen!

Liebe Grüße - sue

Hallo,

ich sehe das ähnlich.
In der ersten Klasse gab es ein paar Jungs, die mich gehänselt haben, auch mal getreten oder ähnliches. Ich war eher ein stilles, zurückhaltendes Kind, also genau das richtige „Opfer“. Als ich irgendwann mal meinen Eltern davon erzählte, haben die mir geraten mich zu wehren. Mein Vater (ein absolut gewaltfreier Mensch) hat mir noch Ratschläge gegeben, wie ich das am geschicktesten anstellen sollte, also einen günstigen Moment abpassen und nicht irgendwie drauflosschlagen.
Am nächsten Tag schlug mir das Herz bis zum Hals vor Aufregung und Angst. Als die Jungs erschienen sind um mich zu ärgern, wartete ich ab, holte aus und gab einem von ihnen so eine heftige Ohrfeige, dass ich über mich selbst erschrak.
Von diesem Moment an war Ruhe. Mein Selbstbewusstsein wuchs enorm und ich ließ mir niemals mehr von irgendjemandem was gefallen. War aber auch nicht nötig, denn ich glaube, dieses Bewusstsein das man ausstrahlt reicht völlig aus um solchen „Attacken“ zu entgehen.
Meine Eltern haben sich nie eingemischt und darüber bin ich froh, denn erstens wäre es mir unendlich peinlich gewesen und zweitens wäre meine Position noch mehr gesunken. „Mama-kinder“ waren nicht gerade angesehen.
Aus meiner Sicht ist es das wichtigste dem Kleinen zu vermitteln, dass er sich wehren soll. Ich glaube, dies ist ein Punkt der prägend für das ganze Leben ist. Zu sagen und zu zeigen: Bis hierhin und nicht weiter!

Herzliche Grüße
Tanja

JA GEHTS NOCH *Kopfschüttel*
Wehrt Euch! Schlagt zurück! Nur so kommt ihr in der bösen, harten Welt zurecht! Präsident Bush macht es ja auch nicht anders!
JA GEHTS NOCH! Was soll denn da bitte besser werden? Für alle, die hier ein Beispiel gebracht haben, dass es bei ihnen so funktioniert hat: Was wäre passiert, wenn die Retour-Ohrfeige nicht zum Aufhören sondern zu noch mehr Gewalt geführt hätte? Noch mehr wehren, immer fester zurückschlagen??
Ich hab da auch noch ein kurzes Beispiel von vielen, das sich an unserer Grundschule zugetragen hat; vor etwa vier Jahren: Eine Schülerin, die in einer kleiner Gruppe als „Anführerin“ gilt, sucht sich immer wieder einen Schüler/Schülerin in der Klasse aus, an dem sie ihre Aggressionen auslässt; also Schlagen, Drohen, usw … Ich hätte es nie erfahren, wenn nicht meine kleine Schwester ein Opfer gewesen wäre. Wochenlang hatte sie Bauchschmerzen, hat nie was gesagt. An einem Wochenende ist es aus ihr herausgebrochen. Unter Tränen hat sie mir erzählt, dass sie sich nicht in die Schule traut (4. Klasse !!), weil ihr von dieser Schülerin schon angedroht worden war, dass sie am Montag „Dran“ sein wird. So bin ich am Montag mit in die Schule gegangen und hab vor der Tür auf sie gewartet, mit ihr eindringlich geredet und ihr Konsequenzen angedroht. Das hat - zumindest bei meiner Schwester geholfen. Leider hat ein Gespräch mit der Lehrerin und dem Direktor nichts gebracht. Einige Zeit darauf hat dieses Mädchen einen Schüler tagelang nach der Schule immer wieder geschlagen. Eines Tages ist dieser sonst nie auffällige Schüler durchgedreht; einige von euch würden vielleicht sagen, er hat „zurückgeschlagen“: Das Mädchen musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus, hatte u. a. eine Gehirnerschütterung.
Ende vom Lied: Der Junge stand als „Böser“ da. Keiner konnte sich das erklären. Er selber leidet noch heute darunter. Das Mädchen hat auf Druck der Eltern die Schule gewechselt. Die Lehrerin hat sich bis zu den Sommerferien (mehrer Monate) krank schreiben lassen. Und der Direktor hat NIE was davon mitbekommen…(das hat er jedenfalls der örtlichen Zeitung erzählt)

Dann viel Spaß beim Zurückschlagen!

Ich bin nicht in der Lage einen Unterschied zu entdecken zwischen zwei Kindern, die -etwa altergleich- sich mit einander schlagen, prügeln, raufen, wie immer sie es nennen.
Und einer deutlich älteren Schwester, die in Vertretung einer der beiden Kontrahenten,

mit ihr eindringlich geredet und ihr Konsequenzen angedroht.

Ich halte das für genau dieselbe Art des Vorgehens, die hier einige Eltern dargestellt haben. Nach meinem Dafürhalten unterscheidest du dich kein bisschen von den Elternteilen, die ihre Kinder zum sich wehren auffordern.

Ich will beides auch gar nicht bewerten, aber dich auf den Widerspruch zur Einleitung deines Posting hinweisen möchte ich schon. Zumal ich die Polemik, mit der du da Eltern, die davon erzählen wie sie sich bemühen ihren Kindern zu helfen mit einem ganz bestimmten zeit- und örtlich beschränkten Problem fertig zu werden, da entgegen trittst für recht unangemessen halte. Zumal du ja nichts anderes machst, da trifft zwar keine schlagende Hand eine fremde Wange, aber Gewalt übst du ganz genauso aus. Die rhetorische Frage die du stellst, was im Falle der Wirkungsslosigkeit des elterlich empfohlenen Wehrens hätte geschehen sollen, musst du dir doch genauso stellen. Ich bin schon sehr erstaunt, dass du da nicht selbst drauf gekommen bist. Immerhin berichtest du ja darüber, dass es zwar für deine Schwester geholfen hatte, schränkst das aber selbst auf sie ein.

Und wenn die Eskalation, die du später beschreibst nicht für eine völlige Auflösung der Situation gesorgt hätte, dann hättest du nämlich bald vor der Frage gestanden. Solche Drohungen, wie du sie ausgesprochen hast, verlieren ihre Wirkung weil sie nur in dem Moment, in dem du da bist und sie am Kragen hast, real sind. Danach sind sie abstrakt und, je nachdem eine wie nachhaltigen Eindruck du gemacht hat, nur eine begrenzte Zeit haltbar. Und dann hättest du vor der Frage, die du ja auch den Eltern stellst, wie das zu steigern ist. Und du hättest die angekündigte Konsequenz ausführen müssen, und wehe dir, bzw. deiner Schwester, du hättest da nicht was wirklich beeindruckendes aus dem Hut ziehen können.

Deine Schwester hatte also eine größere Keule (dich) als die Peinigerin, so dass sie erstmal Schutz und Ruhe hatte. Schade, dass wir nicht mehr miterleben konnten, wie lange die Bedrohung gewirkt hätte, und wann du hättest anfangen müssen nachzulegen, bzw. die angekündigten Konsequenzen (was hattest du da eigentlich so im Auge) anzuwenden.
Denn die Tyrannin machte einen Fehler, den dieser Menschentypus häufig macht, sie überzog. Ihres gewohnten Opfers durch höhere Mächte (dich) beraubt, wandte sie an die Auswahl des nächsten nicht genug Zeit und Mühe. Sie stand unter Handlungsdruck, sie musste die Schlappe, die du ihr zugefügt hattest auswetzen, und sie musste zeigen, dass sie immer noch die Knute schwang, um eventuelle Konkurrenz unten zu halten.

So machte sie den Fehler, jemanden zu wählen, der anders tickte als alle Opfer, die sie bisher kannte. Vielleicht hatte der Junge keine großen Geschwister, die sich als größere Keule einsetzen ließen. Seine Eltern waren vielleicht aus der „man soll sich nicht in alles einmischen, die Kinder müssen lernen allein zurecht zu kommen“-Abteilung und seine psychische Ausstattung noch nicht so ausgereift, dass sein Überdruckventil zwei Punkte vor dem völligen Ausrasten reagiert hätte. Er schlug erst zurück, als seine Impulse nicht mehr steuerbar waren, es kam zu ernsthafteren Verletzungen als je zuvor.

Wenn man jetzt einer ganz versponnenen Argumentation folgen würde, käme man zu dem Schluss, dass du daran schuld bist.

1.) Du hast in einen Regelkreis eingegriffen, der sich ansonsten selbst reguliert hätte. Gruppenbosse verteilen ihre Quälereien immer so, dass nicht einzelne irgendwann ausrasten, das hast du verhindert.
Und irgendwann kommen die ersten Kinder in ein Alter wo das alles nicht mehr so interessant ist und Gruppierungen dieser Art bröckeln auseinander.

2.) Der Junge ohne schützenden Hintergrund und mit unausgereiftem Überdruckventil, hatte vor Augen, dass anderen Kindern durchaus vom Elternhaus geholfen wird (dass du Schwester bist spielt in seiner Wahrnehmung keine Rolle), ihm aber nicht. Das machte alles nur noch schlimmer, er sah keine Hilfe, keinen Ausweg und fraß die täglichen Schläge und Demütigungen viel zu lange in sich hinein.

Was ich nicht verstehe ist folgendes:
Es gab einen Vorlauf: du hast es ja nicht bei der Bedrohnung der Peinigerin belassen, du hast mit Lehrerin und Direktor gesprochen, sagst zwar es „hätte nichts gebracht“, aber dadurch wurde das Problem doch zumindest bekannt. Wie kann es da sein, dass „niemand es sich erklären konnte“ als der bis dahin ruhige und unauffällige Schüler ausklinkte. Und wie kann es sein, dass er immer noch als der „Böse“ dasteht. Hast du ihm denn nicht geholfen und von deiner Schwester erzählt?

Wäre ich ein Elternteil, der hier beschrieben hat wie er sein Kind zum sich wehren aufgefordert hat, ich würde deine Gleichsetzung des ausrastenden Jungen als ziemlich dreist bewerten und von mir weisen.
Alles was ich gelesen habe, ging in die Richtung: Einmal ansagen, „Hier ist Schluss!“ unterbindet solche Übergriffe, und verhindert dadurch „Ausraster“ gradezu.

Na, dennoch schönen Sonntagabend
Renate

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Ich bin nicht in der Lage einen Unterschied zu entdecken
zwischen zwei Kindern, die -etwa altergleich- sich mit
einander schlagen, prügeln, raufen, wie immer sie es nennen.
Und einer deutlich älteren Schwester, die in Vertretung einer
der beiden Kontrahenten,

mit ihr eindringlich geredet und ihr Konsequenzen angedroht.

Du hättest meine erste Antwort lesen müssen, da steht es, was ich damit meine. Es gibt oft die Meinung, dass man bei Kinderstreitereien nicht eingreifen soll, nur weil die Kinder gleich alt sind. Da bin ich entschieden anderer Meinung. Die Kinder haben nämlich nicht die gleichen Voraussetzungen (Charakter, Elternhaus, usw.) und es kommt vor, wie auch in diesem Thema beschrieben, dass Kinder als Opfer immer weiter immer weniger Selbstvertrauen entwickeln.

Ich will beides auch gar nicht bewerten

Ich finde, das hast du schon

einem ganz bestimmten zeit- und örtlich beschränkten Problem

Wer sagt das? Das geht doch weiter, auffällige Kinder bleiben oft bis zum Austritt aus der Schule auffällig.

Zumal du ja nichts anderes machst, da trifft zwar keine

schlagende Hand eine fremde Wange, aber Gewalt übst du ganz
genauso aus.

Da müsste man ein neues Thema aufmachen, ob der Druck, den ich ausübe, dadurch, dass ich androhe, mit den Eltern zu sprechen, Gewalt zu nennen ist.

Die rhetorische Frage die du stellst, was im

Falle der Wirkungsslosigkeit des elterlich empfohlenen Wehrens
hätte geschehen sollen, musst du dir doch genauso stellen. Ich
bin schon sehr erstaunt, dass du da nicht selbst drauf
gekommen bist.

Eine Regel der Erziehung besagt, dass angedrohte Konsequenzen auch eingehalten werden sollen. Ich hätte es eingehalten…

und wehe dir, bzw. deiner Schwester, du hättest da

nicht was wirklich beeindruckendes aus dem Hut ziehen können.

Musste ich nicht. Und warum aus dem Hut ziehen? Ich hatte doch angekündigt, was passieren wird. Das hat gereicht.

Ihres gewohnten

Opfers

da hast du nicht richtig aufgepasst. Es gab davor und danach (auch vor dem Jungen) andere Opfer

Sie stand unter Handlungsdruck, sie musste die Schlappe, die du ihr

zugefügt hattest auswetzen, und sie musste zeigen, dass sie
immer noch die Knute schwang, um eventuelle Konkurrenz unten
zu halten.

Das heißt also weitergedacht, dass alle erwachsenen Personen (also auch Lehrer, Erzieher, Eltern,…), die sich in Gewaltsituationen einmischen dann mit Schuld sind, wenn es weitere Opfer gibt, weil dadurch der Täter ja zeigen muss, dass er es weiter kann - also BITTE

Wenn man jetzt einer ganz versponnenen Argumentation folgen
würde, käme man zu dem Schluss, dass du daran schuld bist.

-Ohne Worte-

1.) Du hast in einen Regelkreis eingegriffen, der sich
ansonsten selbst reguliert hätte.

Regelkreis; hast du das bei der Mafia gelernt?

2.) Der Junge ohne schützenden Hintergrund und mit
unausgereiftem Überdruckventil

Du kennst ihn?

Was ich nicht verstehe ist folgendes:
Es gab einen Vorlauf: du hast es ja nicht bei der Bedrohnung

Es war wie gesagt, keine Bedrohung

Wäre ich ein Elternteil, der hier beschrieben hat wie er sein
Kind zum sich wehren aufgefordert hat, ich würde deine
Gleichsetzung des ausrastenden Jungen als ziemlich dreist
bewerten und von mir weisen.

Das können sie ja selbst tun…

Na, dennoch schönen Sonntagabend

Ebenso

Renate

IRIS

off Topic: Fußballverein

Meine Empfehlung: Ab in den örtlichen Fußballverein!
Das ist i.ü. (seit neuer Fifa-Regelung) ganz besonders
empfehlenswert, wenn das Kind zwischen Jahresanfang und
Schulreife-Stichtag geboren ist.

Hi,
da du dich mit Fußballvereinen auszukennen scheinst, habe ich mal eine Frage an dich: mein Sohn ist im März 8 geworden, würde eigentlich gerne Fußball spielen, traut sich aber nicht so recht und ich kenne mich auch nicht so aus. Wir waren nämlich letztes Jahr (?) mal bei dem Training, ich hatte extra vorher angerufen und mich erkundigt, in welche Gruppe er gehen müsse, und als wir dann da waren, sagte man uns, es sei die falsche Gruppe, er müsse in eine andere. Das hat ihn so frustriert, dass er gar nicht mehr hin wollte. Nun meine Frage: in welche „Jugend“ gehört er im Hinblick auf sein Alter und darauf, dass er Anfänger ist?

Gruß
Nelly

Genau!!
Hallo Tanja,

auch ich sehe das so!! Wenn Du nur selbstbewusst hinstehst, dann traut sich keiner was zu machen!! Bis man das einsieht, dauert es aber meist relativ lange (so auch bei mir!!).

Mit 14 / 15 bin ich dann aber so weit selbstbewusst gewesen, dass die Jungs sich immer lieber einmal zu früh für irgend einen Sch*** zu entschuldigen, damit ich sie ja nicht schlage. Dabei habe ich noch nie jemanden geschlagen (außer vielleicht irgendwelche Rangeleien im Kindergarten, an die ich mich nicht mehr wirklich erinnere, wovon die anderen aber nichts wissen konnten). Dennoch hatte ich es über eine halbwegs selbstbewusste Ausstrahlung geschafft, dass ich akzeptiert wurde (vor allem von den Jungs, das ist mir im Zweifelsfall eh lieber :smile:, die Mädels waren teilweise echt zu idiotisch).

Also, das wichtigste ist meiner Meinung nach das Selbstbewusstsein und wenn es dazu auch einer eindeutigen Kampfansage bedarf, bis das alle kapieren. Wie bereits beschrieben können da neue Freunde aus anderen Lebensbereichen viel dazu beitragen.

Grüße, Nina

Hallo Nelly,

seit ein paar Jahren hat die Fifa Jahrgangsgruppen angeordnet (die sich nicht wie bisher nach dem Schuljahr richten), und darum kommt ein im März geborener Bub in eine Gruppe mit zumeist kleineren Kindern. Das ist gut, wenn man selber klein ist.

Wenn man in der „Pampers-Liga“ anfängt (als ABC-Schütze oder noch ein Jahr früher), dann fängt man mit Anfängern zusammen an. Von älteren Jahrgängen werden hingegen Vorkenntnisse erwartet.

Wer schon dem Ende der Grundschule entgegenblickt, für den ist es zu spät, um mit dem Fußball anzufangen (Ausnahmen gibts natürlich).

Alle Vereinssportarten außer Fußball kann man problemlos als großes Kind oder Jugendlicher beginnen.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger