Schlagfertige Antwort gesucht!

Hi Stefan

ich bin kein Psychologe und m. E. braucht es den für den von Dir geschilderten sachverhalt kaum:

Auf jeden Fall bin nach 20 km von Eltern umgezogen, Vater sagte:
Zu weit von uns, da du sowieso jeden Tag zu uns kommst.
Ich: :Wieso sollte ich jedentag kommen?
Vater: :Siehst du dann…

…nach dem Motto, du bist noch nicht selbstständig genug…

Nach zwei Monaten bin ich oft geschäftlich unterwegs in diesem
Ort und, wenn ich schon mal da bin, fahre bei denen ab und zu
vorbei (essen u.s.w.).
Vater: :Na, hab ich es dir nicht gesagt!?!

Das kannst Du drehen und wenden wie Du willst - in diesem Fall hatte Dein vater Recht! Und zwar, weil Du ihm seine Prognose bestätigst. Wolltest Di wirklich nicht, das er Recht hätte, bliebst Du einfach weg!

So einfach und logisch (ohne psycho-) ist das das!

Hallo Inselchen,

dein Verhalten grenzt an das einer Heiligen! :wink:
Alle Achtung!

Nicht boese gemeint,lediglich leicht zweifelnd.

Schoene Gruesse
Elke

dein Verhalten grenzt an das einer Heiligen! :wink:

wenn das „heilig“ sein soll, sich permanent wie ein unmündiger trottel behandeln zu lassen und still zu sein, wenn „tracht prügel“ als „erziehungstips“ kommen…! naja. sind die kinder bei den besuchen dabei?! „heilig“ bzw. heldenhaft (?) wäre eigentlich das gegenteil: denen den kopf zu waschen und allen kontakt abzubrechen!

aber sie hat im prinzip recht: was sie tut ist zwar weder mutig noch moralisch gut noch aufrichtig, aber auf lange sicht wenigstens das gefühlsökonomisch richtige, da NUR SO *sie* es ist, die die oberhand behält, den frieden bewahrt, niemanden gegen sich aufbringt und so leztendlich als die intelligenteste aussteigt. auch möglich daß selbstständige diese kunst einfach erlernen *müssen*, da der umgang mit lästigen kunden, denen man ständig recht geben muß, auch wenn sie noch so einen müll reden und geistig unterbelichtet sind, im prinzip dasselbe ist.

gruß
datafox

Hi Data,

wenn das „heilig“ sein soll,

Meine Bemerkung bezog sich lediglich auf ihre Geduld.

Gruesse
Elke

An El Borbah
Ich habe nicht gesagt, dass mein Vater ein größenwahnsinniger Kranker mit Napoleonsyndrom ist. Er gibt manchmal auch gute Ratschläge.
Nur… Hilfe ohne Bitte geht auf dauer auf den Sack. Besonders wenn die Ratschläge in einem Ton kommen, welcher mehr Informationen über deine Inkompetenz beinhaltet, als die Studienergebnisse der Pisa.
Mit diesem Gefühl kann ich nicht objektiv auf seine Ratschläge
reagieren. Tut mir leid.

Hi,

ich denke, dass alt sein sehr relativ ist. Ich kann mich noch erinnern, als ich mit 16 in die Lehre ging, da hatte ich eine Kollegin, die 25 war und doch tatsächlich noch ausging. Ich dachte mir damals, in dem Alter könnte sie ruhig langsam mal „normal“ werden. Das macht man doch nicht mehr in dem Alter.
Als ich dann selber 25 war, hab ich beschlossen, diese Grenze doch nochmal 5 Jahre nach oben zu verlegen :wink:
Heute, ich bin noch ein paar Tage drüber :wink:, weiss ich, dass ich für Jugendliche steinalt bin, ich selber empfinde es nicht, und ich tue das, was mir gefällt. Ob andre mich für irgendwas zu alt halten, ist mir eigentlich egal. Ich denke, dass das ganz normal ist, als Teenie ist jeder jenseits der 20 mit einem Rentner gleichzusetzten.

Grüße

Sarah

Hallo Gordie,

Es ist sicherlich nicht jedermanns Sache und etliche werden
mit mir schimpfen, aber ich habe die für mich einzig mögliche
Konsequenz gezogen und den Kontakt abgebrochen. Nach etlichen
langwierigen und enegieraubenden Konflikten (auch Prozesse -
Erbrecht, Mietrecht) habe ich jetzt meine Ruhe , weil ich ihm
keinerlei Möglichkeit mehr gebe, mein Leben zu bestimmen.

Ich glaube, dass das aber sicherlich eine härtere Form der Einmischung war, oder noch andre Probleme. Gleich den Kontakt abzubrechen, das macht man sicherlich nicht wegen einer Lapalie, oder weil der Alte Herr Kommentare macht.

Bei anderen Personen (z. B. Schwiegermutter) reichte es, sich
ein paar Jahre rar zu machen und Abstand zu halten (nein, wir
haben Weihnachten keine Zeit und wir feiern auch keinen
Geburtstag).

Und das nur, weil jemand einen Satz sagt, der Dir stinkt? Kann ich jetzt fast nicht glauben. Ich denke, dass Du sicherlich viele Probleme mit der „buckligen Verwandschaft“ hattest, um so konsequent Kontakt zu verweigern.

Ich hatte auch mal über rund 2 Jahre den Kontakt zu meiner Familie abgebrochen. Aber da war auch etwas, für mich, schwerwiegendes Vorgefallen und ich habe die Distanz gebraucht um mich wieder zu ordnen. Gut, ich reagiere manchmal auch extrem, aber in der damaligen Situation sah ich keinen besseren Weg für mich. Heute haben wir wieder einen ganz normalen Kontakt, worüber ich auch glücklich bin. Aber ich glaube, ohne meinen Bruch, wäre ich nicht heute da. Es wäre sicherlich ein schwelender Konflikt geblieben.
Natürlich ist Familie nicht alles. Man kann sie sich immerhin nicht aussuchen. Aber ich glaube, es ist angenehmer, wenn es „stimmt“.
Ich wünsche Dir, dass Du vielleicht irgendwann auch mal „Frieden“ schliessen kannst.

Herzlichst

Sarah

Nicht schlagfertig aber immerhin Antwort *fg
Hallo Stefan,

vorab erst mal, Eltern sind immer Eltern und selbst wenn Du 60 bist, ist dein Vater, dein Vater. Ich glaube Eltern fühlen sich immer verpflichtet sich um die Kinder zu sorgen. Das merke ich einerseits daran, dass ich Tochter bin, andrerseits daran, dass ich Mutter bin.(und in der Rolle geht es mir nämlich genauso, ich will meinen mittlerweile erwachsenen Sohn vor Schaden bewahren)

Ich gehe mal davon aus, dass Du im Prinzip ein gutes Verhältnis hast und nicht den Kontakt brechen willst. sonst wäre deine Anfrage ja ganz überflüssig. Ich gehe weiterhin davon aus, dass Dein Vater nur Dein Bestes will und Dich vor Schaden bewahren. (so sind Eltern nun mal)

Ich kenne jetzt euer Verhältnis nicht, aber…
hast Du mal versucht, Deinen Vater um Rat zu fragen? Also in einzubinden, wenn Du irgendeine entscheidung zu treffen hast, frag ihn mal, was hältst du denn davon? Um beim Beispiel Autokauf zu bleiben, frag ihn, was er für das bessere Modell/Fahrzeug hält. Hör ihn Dir an, und dann triff Deine Entscheidung selber. Einen Rat (egal von wem) sich anzuhören hat noch nie geschadet. Du musst ja nicht das Auto, das er für das bessere hält, auch kaufen. Vielleicht ist es wichtig für ihn, dass er „eine wichtige Stimme hat“ das Du das, was er zu sagen hat, auch hören möchtest.
Ich habe, als junge Erwachsene zu meiner Mutter gesagt, „ich will aber meine eignen Fehler machen“.
Allerdings war es auch so, wenn ich wirklich in Not war, und das kam schon vor, dass ich auf Hilfe meiner Mutter, in ihren Möglichkeiten auch bauen konnte.

Wenn er einen Satz sagt, wie „das hab ich doch gleich gesagt“, gerade dann, wenn auch was passiert ist… würde ich sagen „so ein dummes Gespräch fehlt mir jetzt gerade noch“
und wenn er mal wieder sagt „hab ich das nicht gleich gesagt“ wenn Du die Eltern besuchst, weil du sowieso gerade in der Gegend bist, würde ich ihn ernsthaft fragen, ob es ihm denn lieber sei, dass du nicht mehr vorbeischaust, nur um zu beweisen, dass du auf eignen Füssen stehen kannst, und es wirklich nur so ist, dass Du das gleich verbindest. Ich würde schon sagen, wenn du das noch einmal sagst, dann fahre ich das nächste mal weiter.
Ich glaube nämlich nicht, dass er das wirklich will. Und ich denke, dass er sich sogar freut. Sag ihm doch einfach, dass Dich das nervt. Hast Du das schon mal probiert? Evtl. ist ihm das ja gar nicht bewusst.

Bin seit über einem Jahr aus einer autoritären Erziehung raus
und bin eigenständig. Egal worum es geht, Wohnungsuche oder
Autokauf, gibt mir mein Vater in einer besserwisserischer Form
Tipps.

Oder zieh ihn auf… mit so Sätzen wie „jawohl Herr Oberschullehrer“ oder „Sir, ja Sir“ vielleicht wird ihm das bewusst, wie überflüssig das ist.
Kommt natürlich sehr drauf an, wie euer Verhältnis ist und welcher Typ Dein Vater ist.
oder probiers mit nem Satz… „weisst Du, das hilft mir jetzt auch nicht weiter“
Hinterher ist jeder schlauer, ist ja auch nicht so schwer. Hinterher weiss man, wie man es richtig hätte machen sollen. Aus den Fehlern zu lernen und sie nicht immerwieder auf gleiche Art zu machen, das ist erwachsen werden. Hat Dein Vater nie Fehler gemacht? Sprich ihn drauf an?

Und wenn nix nützt, dann würde ich wirklich drohen, nie mehr zu kommen. Ich glaube nicht, dass er das wirklich will.

Man kennt ja solche Leute, die vor allem neuen im Leben Angst
haben, weil sie eine negative Erfahrung gemacht haben, oder
sich es einfach nicht zurtauen. Was sie dem anderen nicht
zutrauen, raten sie es ihm ab und wenn er es trotzdem macht
und darin scheitert haben sie es von vornerein gewusst. ,Habe
ich es dir nicht gesagt?!!" …kotz…

ja, das verstehe ich, aber es ist doch auch eine Form, dass Eltern ihre Kinder vor Schaden bewahren wollen. Dass Eltern da manchmal vielleciht auch übers Ziel hinausschiessen, das scheint bei Dir so zu sein.

Wieso sollte ich jedentag kommen?
Vater:
Siehst du dann…

Ich denke, es ist auch für Deine Eltern nicht leicht, dass du flügge geworden bist. Ich weiss nciht, ob noch Kids zu hause sind, aber gerade wenn du das erste (hat man ja noch nie erlebt) oder das letzte bist, das flügge wird, damit haben (zugegebener weise wohl eher die Mütter) die Eltern Probleme.
Ich habe mein Kind absolut nicht autoritär erzogen. Er steht jetzt auch davor, dass er ausziehen möchte und mir ist schon himmel angst und bange… kann er überhaupt autofahren, ohne dass ich ihm sage „fahr vorsichtig“. Natürlich kann er es, ich weiss das, und er weiss es auch, aber das Gefühl, ihn nicht mehr beschützen zu können, wenn er weg ist. und sei es nur in der Parallelstrasse. Da muss sich eine Mutter erst mal dran gewöhnen und deinem Vater geht es bestimmt nicht anders. Lass ihm Zeit, sich dran zu gewöhnen, aber lass Dich nicht beeindrucken. Wenn es nervt, dann steh auch mal auf und gehe. Vielleicht wird ihm sein Verhalten dann bewusst.

Nach zwei Monaten bin ich oft geschäftlich unterwegs in diesem
Ort und, wenn ich schon mal da bin, fahre bei denen ab und zu
vorbei (essen u.s.w.).
Vater:
Na, hab ich es dir nicht gesagt!?!

antworte was witziges… wie z.B… Deine Frau ist so eine unglaublich gute Köchin, wer kann dazu schon nein sagen …

Wir haben zwar einen guten Verhältnis, aber die
Rechtfertigungen und Schuldgefühle, die daraus entstehen,
bauen mich einfach ab.

Das darfst Du nicht zulassen, du schadest Dir nur damit. Rechtfertige dich nicht, du bist als erwachsener Mensch niemandem Rechenschaft schuldig. Du kannst was erzählen, aber du musst Dein Tun und Lassen nicht rechtfertigen. Und lass Dir bloss keine Schuldgefühle einreden. Das ist übel, sich mit Schuldgefühlen rumzuplagen.

Der Drang ihm das Gegenteil zu beweisen (dass ich ein eigenes
und ausreichendes Verständnis habe) bringt mich manchmal sogar
dazu, Dinge zu tun, die ich sonst nie tun würde(irrational).

Das ist albern. Und gerade wenn Du mit so einer Aktion dann ne Bauchlandung machst, giesst du doch nur Öl ins Feuer, weil Du zeigst, dass Du nicht erwachsen bist.
Aber ich kann das verstehen… so nach dem Motto, jetzt erst Recht.

Teufelskreis? oder gehe ich zu sentimental an die Sache ran?
Soll ich den alten Mann in ruhe lassen, denn er ist mit 53
Jahren kaum zu ändern?
Oder soll ich einfach eine schlagfertige Antwort parat haben?

Das Spiel wird solange gespielt, solange Du mitspielst. Steig aus. Wie schon einige erwähnten, du kannst nie andre Menschen ändern, egal ob alt oder jung. Aber Du kannst Grenzen aufzeigen und auf deren Einhaltung bestehen. Eben auch mal gehen.
Als ich damals ausgezogen bin (ja, unglaublich, ich war auch mal jung) habe ich auch meine Eltern oft besucht, und ich bin dann auch gegangen. Ich hab gesagt, ich gehe jetzt, sonst gibts doch nur Krach. Irgendwann hat meine Mutter (bei mir wars halt die Mutti) keinen Streit mehr provoziert, zumal ich auch gedroht habe, dass ich nie wieder komme, weil mirs einfach reicht.

Ich hoffe es war irgendwas dabei, wo Dir zumindest einen Ansatz liefert.
Grundsätzlich würde ich aber davon ausgehen, dass Dein Vater Dein Bestes will. Ich würde von daher nicht so ran gehen, es ist ein Kampf. Und wenn er mal schätzt… dann lass ihn halt schwätzen…
Ich erinnere mich grad… früher hab ich oft mit meiner Mutter telefoniert und den Hörer weggehalten. Ich hörte zwar nicht was sie sagt, aber man hört schon, dass was gesagt wird. Irgendwann hab ich dann mal wieder gehört… mal weggelegt und irgendwann dann… ja Mama, ich muss jetzt aber noch eh bisserl was tun…
Nimm ihn nicht zu ernst, aber lass Dich auch nicht platt machen. Das schaffst Du schon, haben Millionen andrer Kids vor dir auch geschafft. *zwinker

Grüße

Sarah

Was hat ‚Wegbleiben‘
oder die Eltern nicht mehr besuchen
zu tun mit
Selbstständigkeit oder Unselbständigkeit?

LG, Karin

Familie um jeden Preis???
Hallo Inselchen,

das ist sicher eine Möglichkeit, mit dem Problem umzugehen - aber keine für mich.
Erstens kann ich meinen Mund nicht halten und zweitens ist mir meine Zeit für das ewige „Ja-Sagen“ und das „Gedummschwätz anhören“ zu schade.

Familie ist was ganz tolles - aber nicht um jeden Preis.
In solchen Fällen hab ich lieber keine Familie aber dafür meinen inneren Frieden. Ich geh lieber auf Abstand.

Grüße
Gordie

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Sarah,

Hallo Gordie,

Es ist sicherlich nicht jedermanns Sache und etliche werden
mit mir schimpfen, aber ich habe die für mich einzig mögliche
Konsequenz gezogen und den Kontakt abgebrochen. Nach etlichen
langwierigen und enegieraubenden Konflikten (auch Prozesse -
Erbrecht, Mietrecht) habe ich jetzt meine Ruhe , weil ich ihm
keinerlei Möglichkeit mehr gebe, mein Leben zu bestimmen.

Ich glaube, dass das aber sicherlich eine härtere Form der
Einmischung war, oder noch andre Probleme. Gleich den Kontakt
abzubrechen, das macht man sicherlich nicht wegen einer
Lapalie, oder weil der Alte Herr Kommentare macht.

Da hast Du recht, das macht man nicht wegen einer Lapalie. Aber wie ich schon geschrieben habe ging die Einmischung und Durchsetzung der Erwartungshaltung mit Prozessen um Erb- und Mietrecht weiter - und das kostet reichlich Energien und ist mir auch an die Gesundheit gegangen. Mein Problem war natürlich, daß ich nicht brav und artig „ja Papa“ gesagt habe wie Sarah, sondern „nein, weil …“ und mich auch entsprechend gewehrt habe.

Bei anderen Personen (z. B. Schwiegermutter) reichte es, sich
ein paar Jahre rar zu machen und Abstand zu halten (nein, wir
haben Weihnachten keine Zeit und wir feiern auch keinen
Geburtstag).

Und das nur, weil jemand einen Satz sagt, der Dir stinkt? Kann
ich jetzt fast nicht glauben. Ich denke, dass Du sicherlich
viele Probleme mit der „buckligen Verwandschaft“ hattest, um
so konsequent Kontakt zu verweigern.

Nein, ganz sicher nicht wegen „mal einmal einen Satz sagen“. Aber wenn man ständig und dauern mit denselben Themen genervt wird und sachliche Bitte (laß das bitte sein) ignoriert werde, wenn man ständig beim kleinsten Kleinkram gesagt bekommt, wann man was wie zu machen hat (und darum ging es doch hier), dann nervt das einfach und kostet (mich zumindest) reichlich Energie.

Ich hatte auch mal über rund 2 Jahre den Kontakt zu meiner
Familie abgebrochen. Aber da war auch etwas, für mich,
schwerwiegendes Vorgefallen und ich habe die Distanz gebraucht
um mich wieder zu ordnen. Gut, ich reagiere manchmal auch
extrem, aber in der damaligen Situation sah ich keinen
besseren Weg für mich. Heute haben wir wieder einen ganz
normalen Kontakt, worüber ich auch glücklich bin. Aber ich
glaube, ohne meinen Bruch, wäre ich nicht heute da. Es wäre
sicherlich ein schwelender Konflikt geblieben.
Natürlich ist Familie nicht alles. Man kann sie sich immerhin
nicht aussuchen. Aber ich glaube, es ist angenehmer, wenn es
„stimmt“.

Klar, das finde ich auch ganz toll, aber man kann sich seine Erzeuger nicht backen. Und ich verzichte lieber ganz auf die „buckelige Verwandtschaft“, als daß ich mich ständig ärgere.
Familie ist toll - aber nicht um jeden Preis - und bei meiner war mir der Preis zu hoch.

Ich wünsche Dir, dass Du vielleicht irgendwann auch mal
„Frieden“ schliessen kannst.

Meinen Frieden habe ich geschlossen, mit mir.

Herzlichst

Sarah

Viele Grüße
Gordie

Meine Eltern sind 30 Jahre älter als ich . Diese
30 Jahre erscheinen mir heute kleiner im Unterschied
als vor 20 Jahren.

Hallo, Bonsai,
das ist nur zu natürlich.
Als du ein Jahr alt warst, waren Deine Eltern 30 mal so alt wie du. Als du zehn warst, nur noch viermal so alt. Und wenn Du die 50 erreichst, erfreuen sich deine 1,6 mal so alten Eltern hoffentlich noch bester Gesundheit.
Gruß
Eckard

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Hi,

Das kannst Du drehen und wenden wie Du willst - in diesem Fall
hatte Dein vater Recht! Und zwar, weil Du ihm seine Prognose
bestätigst. Wolltest Di wirklich nicht, das er Recht hätte,
bliebst Du einfach weg!

So einfach und logisch (ohne psycho-) ist das das!

Ich finde das so platt. Warum geht es nur darum, gleich den Kontakt zu brechen? Irgendwo sind das seine Eltern und keine Monster, vor denen man sich fernhalten sollte, weil sie einem sonst fressen.

Grüße

Sarah

Hallo Inselchen,

Wird meine unfähige Kindererziehung bemängelt, frage ich nach Tipps

(es kommt nix außer der Tracht Prügel).

Hoffentlich nicht für Dich :wink:
Kann ich gut verstehen. Meine Mutter hat sich auch immer eingemischt, aber wenn ich wirklich mal ihre Hilfe gebraucht hätte, da wusste sie auch nix. Ich war ne recht junge Mutter, einmal war mein Sohn krank, außerhalb der Sprechzeiten, und ich wusste jetzt nicht… soll ich ins Krankenhaus, ist es schlimm… oder ist das normal bei den kleinen.
Sie konnte mir keinen brauchbaren Tipp geben, von da ab hab ich sie in der Hinsicht nicht mehr ernst genommen.

Innerlich schalte ich natürlich auf Durchzug. Aber es ist
tatsächlich stressfreier, wenn man sie reden läßt und es nicht
an sich heranläßt. Ich gebe allerdings zu, dass ABSTAND
dazugehört - ich sehe meine Eltern trotz geringer Entfernung
(ca. 15 km) nur alle paar Wochen.

Ich denke, das hängt schon sehr vom eignen Alter ab und wie sehr der Bezug ist. Als ich frisch von zu Hause ausgezogen war, hab ich meine Eltern sicherlich häufiger gesehen als heute. Auf Durchzug schalten ist sehr schwer. Manchmal gelingt es mir, manchmal nicht. Aber ich hab irgendwann mal angefangen, dass ich einfach auch Stress mache, von daher machen das meine Eltern heute gar nicht mehr. Vielleicht aber auch, weil sie gemerkt haben, dass ich schon gaaaannnnnnnnnnzzzz lange zu Hause ausgezogen bin und immer noch lebe, :wink:
Seit ich meinen Eltern zugestehe, dass sie immer Eltern sind, selbst, wenn ich siebzig bin … und ich weiss, dass sie doc h nur das beste für mich wollen, seit dem kann ich auch damit umgehen. Und wenn mir meine Mutter rät, fahr vorsichtig, es könnte glatt sein. Ich reg mich nicht drüber auf, sie hat halt etwas gesagt, was ich durch meine Fahrpraxis eh weiss, mey… ist doch nicht so schlimm. Ich sehe heute solche Sachen gelassener.

Grüße
Sarah

Hallo Gordie,

natürlich, daß ich nicht brav und artig „ja Papa“ gesagt habe
wie Sarah,

Das ist jetzt eine Behauptung von Dir. Ich habe das nie gesagt.

sondern „nein, weil …“ und mich auch entsprechend

gewehrt habe.

Das ist auch Dein gutes Recht. Ich gehe halt grundsätzlich erstmal davon aus, dass die meisten Eltern ihren Kindern „Gutes“ wollen. Aber das ist nicht immer so, das ist mir schon klar.
Ich finde das nur immer so schade, aber manchmal gibt es gewiss keinen andren Weg. Das tut mir leid, leid für Dich und für alle andren auf dieser Welt wo das so ist. Aber so ist es halt, es gibt das auch. Man kann sich halt die Verwandschaft nicht aussuchen, man wird reingeboren. Eigentlich ist das schon ungerecht, aber das Leben ist halt nicht gerecht und manchmal ganz schön hart.

Nein, ganz sicher nicht wegen „mal einmal einen Satz sagen“.
Aber wenn man ständig und dauern mit denselben Themen genervt
wird und sachliche Bitte (laß das bitte sein) ignoriert werde,
wenn man ständig beim kleinsten Kleinkram gesagt bekommt, wann
man was wie zu machen hat (und darum ging es doch hier), dann
nervt das einfach und kostet (mich zumindest) reichlich
Energie.

Nicht nur Dich, das kostet jeden Energie. Es kommt halt schon drauf an, in wie weit einmischen, und Grenzen aufzeigen. Das hat bei Dir scheinbar nicht funktioniert und das tut mir leid. Es gibt schlimme Verwandten, aber auch da so uneinsichtig sein… ich glaube, dann ist es auch nicht schade. Irgendwann muss es doch mal kapiert werden. Ich bin mit so schlimmen Verwandten nicht geplagt, aber ich kann Dich verstehen, wahrscheinlich würde ich dann auch so reagieren, irgendwann ist einfach Schluss mit lustig.

Klar, das finde ich auch ganz toll, aber man kann sich seine
Erzeuger nicht backen. Und ich verzichte lieber ganz auf die
„buckelige Verwandtschaft“, als daß ich mich ständig ärgere.
Familie ist toll - aber nicht um jeden Preis - und bei meiner
war mir der Preis zu hoch.

Nein, nicht um jeden Preis, das ist es dann auch nicht wert. Und wenn man sich einen Freundes- und Bekanntenkreis um sich scheren kann, dann hat man da mit Sicherheit mehr, als sich mit der Famlie rumzuplagen und schon ganz und gar, wenn das auch an die Gesundheit geht. Es gibt sicherlich Fälle, wo es nix mehr zu retten gibt, das scheint bei Dir so zu sein.
Bei mir war es halt zu retten, und meine Familie hat mir auch viel geholfen. Ohne sie wäre es sicherlich auch gegangen, aber mit, war es einfacher, schöner, besser…
Aber aussuchen kann man sich das halt nicht.

Meinen Frieden habe ich geschlossen, mit mir.

Und das alleine zählt. Ich finde den inneren Frieden,… also da, wo man nicht mehr grollt, wo es nicht um Vorwürfe und was wäre wenn geht… ganz enorm wichtig (für sich selbst) Ich denke, dass es sonst auch an die Gesundheit geht. Wenn Dein Frieden so aussieht, dann ist das gut und schön für Dich ihn so gefunden zu haben. Ich habe meinen auch gefunden, gut, bei mir sah es anders aus. Aber das ist nicht wichtig.

Es gibt halt immer Menschen, mit denen man nicht auskommen kann. Ich glaube, mit Verwandten versucht man es nur länger. Aber da ist irgendwann auch mal Schluss.
Z.B. ich habe auch schon so wiederwärtige Kinder gesehen, wo ich mich wirklich fragte, ob deren Mutter die wohl liebt? (war wirklich wiederwärtiges Kind, charaktermäßig nicht vom Aussehen) Kann eine Mutter dann das Kind verstossen? *fällt mir nur grad so ein.

Herzlichst

Sarah

Hallo Gordie,

Erstens kann ich meinen Mund nicht halten und zweitens ist mir
meine Zeit für das ewige „Ja-Sagen“ und das „Gedummschwätz
anhören“ zu schade.

Das geht mir gar nicht anders, aber mein Dauerkonflikt mit den Eltern war irgendwann einfach nicht mehr auszuhalten. Da ich SIE nicht ändern kann, muß ich an mir arbeiten. Ich habe allerdings den Kontakt wirklich auf ein Minimum reduziert. Und wenn ich nach außen „ja“ sage, lästere ich bereits innerlich ab.

Familie ist was ganz tolles - aber nicht um jeden Preis.
In solchen Fällen hab ich lieber keine Familie aber dafür
meinen inneren Frieden. Ich geh lieber auf Abstand.

Ja, ich eigentlich auch. Aber… ich habe auch Kinder. Meine Eltern sind deren Großeltern. Sie sind zwar auch in dieser Rolle unterirdisch, desinteressiert und reaktionär, aber es gibt sie, und ich möchte meinen Kindern ermöglichen, selbst eine Haltung zu dem Thema zu entwickeln. Meine Großen haben inzwischen selbst erkannt, dass man diese Großeltern vergessen kann - aber sie hatten weitgehend die Möglichkeit, das selbst zu erleben. Hätte ich den Kontakt abgebrochen, wäre nur ich die Böse gewesen, die die Enkel vorenthält. So habe ich die Kinder nur „negativ beeinflußt“ (denn sie machen einfach keinen Knicks und sitzen nicht still am Kaffeetisch, wenn die Altvorderen kommen *ggg*) - damit kann ich leben.

Viele Grüße vom absolut unheiligen

Inselchen :wink:

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Absolut unheilig :smile:
Hallo Elke,

dein Verhalten grenzt an das einer Heiligen! :wink:
Alle Achtung!

Nein, das ist das Verhalten einer völlig zermürbten Frau nach erfolglosem Kampf. Ich habe das ganze Programm durch *seufz*, Schreien, Toben, Argumentieren, Fakten anbringen, Kontakt abbrechen, Telefonhörer aufknallen, Briefe, mails… keine Chance.

Natürlich ist das sauschwer und gelingt es mir nicht immer, die Klappe zu halten, aber ich werde immer besser :smile:

Nicht boese gemeint,lediglich leicht zweifelnd.

Kann ich verstehen, siehe oben. Und es funktioniert nur durch den Abstand - ich habe auch telefonisch wenig Kontakt zu meinen Eltern. Weihnachten aber wird wieder eine Krisenzeit, da kostet mich das Jasagen sehr viel Kraft, weshalb der Kontakt auf einen Kaffee bei uns reduziert wird (auch schon seit einigen Jahren).

Viele Grüße,

Inselchen

Tracht Prügel
Hallo Datafox,

wenn das „heilig“ sein soll, sich permanent wie ein unmündiger
trottel behandeln zu lassen und still zu sein, wenn „tracht
prügel“ als „erziehungstips“ kommen…! naja. sind die kinder
bei den besuchen dabei?! „heilig“ bzw. heldenhaft (?) wäre
eigentlich das gegenteil: denen den kopf zu waschen und allen
kontakt abzubrechen!

Das Thema „Tracht Prügel“ hat schon für allerheftigste Diskussionen gesorgt, bereits in der Schwangerschaft (!) mit meinem ersten Kind. Da habe ich klipp und klar gesagt, wenn sie nur EINMAL meinem Kind ein Haar krümmen, sehen sie weder mich noch Enkelkind jemals wieder. Ich habe auch schon mitsamt Kindern mein Elternhaus während eines Besuchs verlassen, weil mein Jüngster hysterisch angebrüllt wurde - seitdem war ich nie mehr mit den Kindern dort (es ging um eine Sockelleiste, die eine Macke abbekommt, wenn ein Spielzeugauto dagegenfährt…). Beim letzten Besuch meiner Eltern hier habe ich mir verbeten, meinen Sohn so anzumachen, wie meine Mutter das gemacht hat - da war der Besuch beendet.

Sprich, allgemeine Erziehungsdinge, wo wir uns schon uneinig sind, ignoriere ich tatsächlich (solche Stories über die unfähigen Eltern insgesamt, die indirekt natürlich mich meinen), die heftigen Sachen habe ich durch, da trauen sie sich nur noch selten, mich direkt anzugehen.

aber sie hat im prinzip recht: was sie tut ist zwar weder
mutig noch moralisch gut noch aufrichtig, aber auf lange sicht
wenigstens das gefühlsökonomisch richtige, da NUR SO *sie* es
ist, die die oberhand behält, den frieden bewahrt, niemanden
gegen sich aufbringt und so leztendlich als die
intelligenteste aussteigt.

Stimmt. Ich brauche meine Nervenkraft durchaus für meine eigene Familie.

auch möglich daß selbstständige

diese kunst einfach erlernen *müssen*, da der umgang mit
lästigen kunden, denen man ständig recht geben muß, auch wenn
sie noch so einen müll reden und geistig unterbelichtet sind,
im prinzip dasselbe ist.

*loooool* - wie gut, dass meine Kunden das nicht wissen :wink:

Viele Grüße,

Inselchen

Hallo Sarah,

Wollte nur sagen, dass mein Vater früher ein Mathematiklerer war und dass ihm das Gefühlsleben wenig bekannt ist.
Daher ihm zu erklähren, wie es mir auf den Geist geht - hat wenig Perspektive.
Und ja, ich bin das letzte Kind in der Familie. Mein älterer Bruder hat mit siebzehn unter Kommentar ,Kein Bock mehr auf euch" ausgezogen, wohnt 300m weiter und hat nicht so ein Terror wie ich, wenn er zu den Eltern kommt.
Warum?
Ach ja, das mit dem Autofahren ist bei uns auch der Fall!
Wenn er daneben sitzt sagt er eine Sekunde bevor ich den Blinker anmache, ,mach den Blinker an" und denkt ich hätte es vergessen.
Meine Argumente ,ich hab den Führerschein auch gemacht" nimmt er wie eine klugscheißerische Ausrede war.

Das Spiel wird solange gespielt, solange Du mitspielst. Steig
aus.

…ein Goldener Satz!!!
Fasst glaube ich alle euere Vorschläge zusammen.
Werde mich künftig danach halten!

Danke an alle!!!

Danke an alle

Das Spiel wird solange gespielt, solange Du mitspielst. Steig
aus.

…ein Goldener Satz!!!
Fasst glaube ich alle euere Vorschläge zusammen.
Werde mich künftig danach halten!

Danke an alle!!!
Stefan