Was nutzt Schlagfertigkeit - leben musst du es!!
Hallo,
ich verstehe dich nicht: was nutzen dir - egal in welcher Situation - alle schlagfertigen Antworten dieser Welt, wenn du es nicht LEBST?!?!?!?
Du bestätigst mit deiner Art zu LEBEN die Ansichten deines Vaters!
Wenn du da mit konträren „schlagfertigen Antworten“ kommst, die nicht deine Art zu HANDELN und zu LEBEN unterstreichen, machst du dich und bist du UNGLAUBWÜRDIG.
In der Praxis heißt das, wenn du SELBSTSTÄNDIG sein willst und ernst genommen werden willst - von deinen Eltern wie auch von anderen, dann musst du authentisch sein, deine Worte, deine Reden dürften nicht konträr zu deinem Handeln sein.
Warum also gehst du zu den Eltern zum Essen?
Deine Bequemlichkeit steht offenbar deinem Drang nach Selbstständigkeit vollkommen im Wege.
SO nimmt dich dein Vater jedenfalls dann in deinen „Selbstständigkeitsbemühungen“ gewiss nicht ernst - kann er ja auch nicht, denn du verhältst dich widersprüchlich.
Wenn du eine eigene Wohnung hast, dann mach dir auch selbst was zu essen!
Wenn deine Eltern mal nicht mehr sind, musst du das ja auch machen und können!
Selbstständigkeit fängt nicht an, dass man schlagfertige Antworten anderen vor den Latz knallt, sondern in dem man VOR SICH SELBST sein Leben in die eigene Hand nimmt und SELBST-STÄNDIG - auf einen BEINEN STEHEND! - lebt, keine Reden schwingt, sondern LEBT!
Und wenn dein Vater eine etwas krasse Ansicht hat, was dein Leben angeht, deine Selbstständigkeit und derlei, dann knall ihm nicht „schlagfertige Antworten“ vor den Bug, das fände ich pubertär, sondern LEB ihm vor, was und wie du dich und dein Leben siehst und von anderen akzeptiert haben willst:
will heißen, manche Menschen lernen nicht durch WORTE, sondern durch das Verhalten, die Taten des anderen.
will heißen: warum fährst du ständig bei ihnen vorbei, wenn du „im Ort bist“?
Heimweh?
„Mamapetze“?
Sorry, ich will dich nicht angreifen, ich will dir nur verdeutlichen, wie sowas bei Eltern dann unbewusst ankommt.
Wer eigenständig ist und selbstständig, der nimmt sich auch mal die Freiheit raus, NICHT vorbei zu fahren, selbst wenn er zehnmal „im Ort ist“, denn er hat ja ein EIGENES Leben mit eigenen Verpflichtungen und Bedürfnissen, die Vorrang haben vor der Verpflichtung, Mama und Papa Guten Tag zu sagen.
Ich hab ähnliche Schwierigkeiten mit meinen Eltern gehabt. Als Lehrer wissen sie auch heute noch, was gut für mich ist und was nicht und wäre und blablabla …
Alle guten Worte meinerseits haben nicht gefruchtet. Sie haben es erst kapiert, als ich ihnen vorGELEBT habe, wie bei mir der Hase läuft!
Erstmal bin ich weit weg gezogen, dann fahre ich auch nicht ständig heim, ich lebe hier mein eigenes Leben und besuche meine Eltern nur noch, aber „benutze“ sie nicht,um ein warmes Essen zu kriegen, ich „benutze“ sie nicht für Dinge, die ich sehr wohl selbst leisten, auf die Beine stellen kann.
DAS ist Selbstständigkeit.
Nur durch dein Handeln wirst du gemessen - von deinen Eltern wie auch von allen anderen Menschen.
Große Reden schwingen kann jeder … oft ist eben nur heiße Luft dahinter, sonst nichts.
Ich messe meine Mitmenschen auch anhand dessen, was sie tun, wie sie auftreten, nicht aber, was sie an blauem Dunst vor sich hinpalavern udn sei es noch so schlagfertig …
Christina