Schlagfertige Antwort gesucht!

Differenzierung

Das Spiel wird solange gespielt, solange Du mitspielst. Steig
aus.

…ein Goldener Satz!!!
Fasst glaube ich alle euere Vorschläge zusammen.

Nein, das sehe ich anders. Wenn Du meinen Vorschlag darin einordnest, dann hieße er eher:
Bleib im Spiel, aber ändere selber die Spielregeln!

jetzt wird’s off topic
Hallo Inselchen,

das Verhalten deiner Eltern (Leiste) erinnert mich
an meinen Schwager. Spaet zu Vaterpflichten gekommen (ich
drueck das absichtlich so aus: er war ueber 40 als eine
Frau heiratete, die ein 6jaehriges braves, ruhiges Maedchen
hatte) haben wir diese Familie genau einmal besucht. Wir
wurden im Garten bewirtet (wo es schoen war, aber uns wurde
deutlich gemacht, dass man uns, mit den Kindern nur
sehr ungern in die Wohnung lassen wuerde). Das Maedchen hatte
einen rosa Barbie-Cadillac und die Jungs (damals 4 und 5)
liessen das Gefaehrt auf einer kleinen Neigung rollen, wo es
unten mit etwa 5 kmh an das Gartentor bumste. Es wurde
sofort entfernt mit den Worten: „Wenn ihr nicht richtig spielen
koennt, dann verdient ihr kein Spielzeug!“. Zur Ehrenrettung
meines Schwagers muss ich allerdings sagen, dass er inzwischen
einen leiblichen Sohn mit einer anderen (extrem netten) Frau
hat, den er allerdings ebenfalls erst mit 5 kennengelernt hat
(ich betone das, weil man einfach merkt, dass er keine wirklichen
Kleinkinderfahrungen hat und immer zuviel erwartet), und sich
zu seinem Besseren veraendert hat.

Ich bewundere deine Ruhe noch immer, aber auch, dass du
weisst, wo die Grenzen sind (wenn naemlich nicht nur du
schlucken musst, sondern wenn die Kinder direkt betroffen
sind).
Gruesse
Elke

Hallo Stefan!

Ich bin weder Psychologe, noch weiß ich eine Schlagfertige Antwort.
Im Gegenteil, das Erste was mir dazu einfällt ist, daß du vielleicht zu schlagfertig bist.
Intuitiv würde ich sagen daß dein Vater darum kämpft daß du seine Lebenserfahrung und seine Ratschläge würdigst, ihm das Gefühl gibst daß er und seine Meinungen wichtig für dich sind und du ihn liebst.
Daß er als dein Vater einfach wichtig sein will in deinem Leben und auch Angst davor hat es nicht zu sein.
Vielleicht kannst du dir ab und an mal überlegen ob er dir nicht doch manchmal helfen kann. Es würde ihn bestätigen und Dir vielleicht helfen deine Entscheidungen wirklich selber zu treffen. Weil, wie du schon sagtest, wenn du seine Argumente ablehnst bloß weil er dein Vater ist und nicht rechtbehalten soll, wirst du zu Trotzreaktionen neigen.
Versuch nicht mit ihm zu kämpfen, unterstelle ihm keine böse Absichten vielleicht kannst du ihn dann mit anderen Augen sehen.
Und jetzt lehne ich mich als Hobbypsychologe ganz weit aus dem Fenster und behaupte mal daß ihr auch vielleicht nicht zeigen könnt daß ihr euch gern habt und deswegen so rumzerrt an euch?

Liebe Grüße
emina

Hallo

Bin seit über einem Jahr aus einer
autoritären Erziehung raus
und bin eigenständig.

Bist Du noch nicht ganz.

:wink:

Wenn, dann würdest Du das spüren – und Dein
Vater würde diese Signale wahrnehmen.

Deine ganzen Spielchen mit „trotzdem machen“
usw. sind Elemente der Loslösungsphase.

In 5 Jahren (wenn Du Glück hast) berührt es
Dich nicht im geringsten, ob Dein Vater an
Dir herumnörgelt oder nicht.

Aber imho noch ist es noch so weit.
Akzeptiere es. Er hat noch den Zugang.

Grüße

CMБ

Was nutzt Schlagfertigkeit - leben musst du es!!
Hallo,

ich verstehe dich nicht: was nutzen dir - egal in welcher Situation - alle schlagfertigen Antworten dieser Welt, wenn du es nicht LEBST?!?!?!?

Du bestätigst mit deiner Art zu LEBEN die Ansichten deines Vaters!
Wenn du da mit konträren „schlagfertigen Antworten“ kommst, die nicht deine Art zu HANDELN und zu LEBEN unterstreichen, machst du dich und bist du UNGLAUBWÜRDIG.

In der Praxis heißt das, wenn du SELBSTSTÄNDIG sein willst und ernst genommen werden willst - von deinen Eltern wie auch von anderen, dann musst du authentisch sein, deine Worte, deine Reden dürften nicht konträr zu deinem Handeln sein.

Warum also gehst du zu den Eltern zum Essen?

Deine Bequemlichkeit steht offenbar deinem Drang nach Selbstständigkeit vollkommen im Wege.

SO nimmt dich dein Vater jedenfalls dann in deinen „Selbstständigkeitsbemühungen“ gewiss nicht ernst - kann er ja auch nicht, denn du verhältst dich widersprüchlich.

Wenn du eine eigene Wohnung hast, dann mach dir auch selbst was zu essen!
Wenn deine Eltern mal nicht mehr sind, musst du das ja auch machen und können!

Selbstständigkeit fängt nicht an, dass man schlagfertige Antworten anderen vor den Latz knallt, sondern in dem man VOR SICH SELBST sein Leben in die eigene Hand nimmt und SELBST-STÄNDIG - auf einen BEINEN STEHEND! - lebt, keine Reden schwingt, sondern LEBT!

Und wenn dein Vater eine etwas krasse Ansicht hat, was dein Leben angeht, deine Selbstständigkeit und derlei, dann knall ihm nicht „schlagfertige Antworten“ vor den Bug, das fände ich pubertär, sondern LEB ihm vor, was und wie du dich und dein Leben siehst und von anderen akzeptiert haben willst:

will heißen, manche Menschen lernen nicht durch WORTE, sondern durch das Verhalten, die Taten des anderen.

will heißen: warum fährst du ständig bei ihnen vorbei, wenn du „im Ort bist“?
Heimweh?
„Mamapetze“?
Sorry, ich will dich nicht angreifen, ich will dir nur verdeutlichen, wie sowas bei Eltern dann unbewusst ankommt.

Wer eigenständig ist und selbstständig, der nimmt sich auch mal die Freiheit raus, NICHT vorbei zu fahren, selbst wenn er zehnmal „im Ort ist“, denn er hat ja ein EIGENES Leben mit eigenen Verpflichtungen und Bedürfnissen, die Vorrang haben vor der Verpflichtung, Mama und Papa Guten Tag zu sagen.

Ich hab ähnliche Schwierigkeiten mit meinen Eltern gehabt. Als Lehrer wissen sie auch heute noch, was gut für mich ist und was nicht und wäre und blablabla …

Alle guten Worte meinerseits haben nicht gefruchtet. Sie haben es erst kapiert, als ich ihnen vorGELEBT habe, wie bei mir der Hase läuft!
Erstmal bin ich weit weg gezogen, dann fahre ich auch nicht ständig heim, ich lebe hier mein eigenes Leben und besuche meine Eltern nur noch, aber „benutze“ sie nicht,um ein warmes Essen zu kriegen, ich „benutze“ sie nicht für Dinge, die ich sehr wohl selbst leisten, auf die Beine stellen kann.

DAS ist Selbstständigkeit.

Nur durch dein Handeln wirst du gemessen - von deinen Eltern wie auch von allen anderen Menschen.
Große Reden schwingen kann jeder … oft ist eben nur heiße Luft dahinter, sonst nichts.

Ich messe meine Mitmenschen auch anhand dessen, was sie tun, wie sie auftreten, nicht aber, was sie an blauem Dunst vor sich hinpalavern udn sei es noch so schlagfertig …

Christina

Hallo Emina

Versuch nicht mit ihm zu kämpfen, unterstelle ihm keine böse
Absichten vielleicht kannst du ihn dann mit anderen Augen
sehen.

Du schlägst ernsthaft die Diktaturherrschaft in unserer Beziehung über sich ergehen zu lassen vor. Was meine Selbstständigkeit noch weiter in die Zukunft verschieben würde. Auf keinen Fall will ich mit 40 ein Muttersöhnchen sein. Beispiele kenne ich genug, wo Erwachsene Menschen immernoch Kinder bleiben. So, wie ihre Eltern sie gerne sehen wollen. Das ist dasselbe wie in der Religion, wo Menschen ihre Verantwortung jemand übergeben, weil es so einfacher ist.
Danke für den Rat…aber … der Nächste bitte!

Und jetzt lehne ich mich als Hobbypsychologe ganz weit aus dem
Fenster und behaupte mal daß ihr auch vielleicht nicht zeigen
könnt daß ihr euch gern habt und deswegen so rumzerrt an euch?

Das stimmt allerdings! Wie ich schon vorhin gesagt habe, existiert das Gefühlsleben für meinen Vater nicht. Alles was er sagt ist unanfechtbar und muss gemacht werden. Sonst bist du in seinen Augen ein unreifer Kind. Und jetzt lehne ich mich weit aus dem Fenster raus und behaupte, dass du dich in meine Lage nicht hineinversetzen kannst, dir meine Motive weder bekannt noch nachvollziehbar sind und dir das Problem allgemein fremd ist.
Liebe Grüße
Stefan

Hallo

Wenn, dann würdest Du das spüren – und Dein
Vater würde diese Signale wahrnehmen.

Schon was von Einbildung gehört?
Liebe macht blind und so?
Man übersieht vieles, besonders wenn Gefühle im Spiel sind.
Wenn Mathematik Interressen mancher Menschen berühren würde, würde sie längst widerlegt.(Einstein)
Woran mein Vater gewohnt ist, wie er es gerne hätte, so sieht er das auch, heißt aber noch lange nicht, dass es die Realität ist.

Aber imho noch ist es noch so weit.
Akzeptiere es. Er hat noch den Zugang.

Vater,…bist du das???

Pachnet Stalinskim zakalom.
MFG
Stefan

Hallo Sarah,

weil Du Dich nicht an der Problematik des Fragestellers orientierst, will ich versuchen die Sache zu erhellen: Im konkreten Fall ging es darum, dass der Vater prophezeit hatte, er käme ohnehin heim, was er dann auch getan hat. Wollte er, dass sein Vater IN DIESEM PUNKT unrecht (gehabt) hätte, hätte er nicht (so oft) hinfahren dürfen. Das ist keineswegs platt, sondern schlicht und ergreifend logisch! contra factum non est dispudandum.

Irgendwo sind das seine Eltern und keine
Monster, vor denen man sich fernhalten sollte, weil sie einem
sonst fressen.

nicht „einem“, sondern „einen“ (Akkusativ - wen oder was fressen sie?). Allerdings gehts irgendwo gar nicht darum . . .

Hallo Karin

Was hat „Wegbleiben“ oder die Eltern nicht mehr besuchen
zu tun mit Selbstständigkeit oder Unselbständigkeit?

Das wüsste ich auch gern - und was Dich zu dieser Frage hier veranlasst.

der Vater mit dem Sohne mit dem Vater
Hallo Stefan,

zuerstmal Respekt vor Deinem Mut Dir dies von der Seele zu schreiben.

Lass mich versuchen die Fakten nochmals zusammen zu fassen (um daraus dann eine „Empfehlung“ zu erarbeiten (dieses Vorgehen erscheint mir als ganz normal und ich bin gewiss auch kein Psychologe):

Du bist relativ spät zu Hause ausgezogen (es war vor etwa einem jahr und Du bist Mitte zwanzig).
Du empfandest Deine Erziehung als „autoritär“.
Du empfindest Dich als eigenständig.
Dein Vater gibt Dir Tips.
Diese Tips empfindest Du als „besserwisserisch“.

Stefan, unabhängig davon wie alt Du warst, als Du zu Hause ausgezogen bist - es handelt sich um einen ganz normalen „Abnabelungsprozess“.

Völlig klar und nachvollziehbar, dass ein junger Mensch, welcher erst mit Anfang 20 auszieht, seine Erziehung als autoritär empfindet. Denn erst jetzt vermag der junge Mensch seine neu gewonnenen „Freiheiten“ (ich meine die persönlichen Freiheiten, die eigene Persönlichkeit entfalten zu können und das eigene Leben auszuleben) einzuschätzen und in Relation zum vormaligen „Leben zu Hause“ zu setzen. Eine andere eigene Einschätzung als „autoritär“ wäre wohl sonderbar, oder:smile:

Dass Dein Vater Dir Tips gibt - gefragt oder ungefragt - empfindet er als sein „Recht“. Auf jeden Fall ist es auch seine Verantwortung (welcher er, mehr oder weniger geschickt, auch nachkommt). Es ist völlig natürlich, Stefan, dass ein Vater - oder eine Mutter - seinem Kind (und Du bist und bleibst sein Kind, so alt und erwachsen und selbständig du auch werden magst) raten will/muss.

Und dass Du diese Tips als „besserwisserisch“ empfindest ist einzig und allein eine Frage des Kommunikationsstils zwischen ihm und Dir.
Nichts weiter.

Es handelt sich also nur um ein einfaches Kommunikationsproblem.
Es gibt dazu ein uraltes Sprichwort: „Der Ton macht die Musik“.

Sprich mit Deinem alten Herrn darüber.
Mach ihm klar, dass Du zwar einerseits verstehst, dass er Dir mit seinem „Wissensvorsprung“ und seiner „Lebenserfahrung“ helfen will, Du andererseits aber auch Deine eigenen Erfahrungen sammeln willst/musst.
Mach es ihm in einem freundlichen aber bestimmten Gespräch klar.
mach ihm klar, dass Du es gerne hättest, wenn er zwar sieht und zur Kenntnis nimmt was und wie Du etwas tust - Du es aber unbedingt vorziehen würdest, wenn er sein Wissen für sich behalten würde - bis Du ihn um Rat bittest.
Ich nehme mal an, dass sich der alte Herr geschmeichelt fühlen dürfte und ich denke er wird Dir auch entgegen kommen.

Versuch es mal so :smile: Ich denke, zumindest ein Versuch ist es wert.

Ich hoffe dieser kleine Anstoß war hilfreich

Freundliche Grüsse
Anonym

Ich frage mich, mit was fuer 50+jaehrigen diese
jungen Hupser Kontakt haben?

Lehrer…*ggg*

mfg
//\atze

Hallo Stefan!
Du schlägst ernsthaft die Diktaturherrschaft in unserer
Beziehung über sich ergehen zu lassen vor. Was meine
Selbstständigkeit noch weiter in die Zukunft verschieben
würde. Auf keinen Fall will ich mit 40 ein Muttersöhnchen
sein. Beispiele kenne ich genug, wo Erwachsene Menschen
immernoch Kinder bleiben. So, wie ihre Eltern sie gerne sehen
wollen. Das ist dasselbe wie in der Religion, wo Menschen ihre
Verantwortung jemand übergeben, weil es so einfacher ist.
Danke für den Rat…aber … der Nächste bitte!

Was du da alles rausliest!
Ich schlag Dir nicht vor deinem Vater zu dienen und dich von ihm beherrschen zu lassen, ganz im Gegenteil, du bist doch inzwischen erwachsen, mußt nicht tun was er dir sagt. Du bist in der Position dir anzuhören was er für eine Meinung hat und dann zu entscheiden was du für richtig hälst. Damit hast doch du die Verantwortung!
Ich hatte nur eine Idee was die Ursache für das Verhalten deines Vaters sein könnte. Ob das Verhalten deines Vaters angemessen und richtig ist oder nicht, hab ich nicht bewertet.

Und jetzt lehne ich mich als Hobbypsychologe ganz weit aus dem
Fenster und behaupte mal daß ihr auch vielleicht nicht zeigen
könnt daß ihr euch gern habt und deswegen so rumzerrt an euch?

Das stimmt allerdings! Wie ich schon vorhin gesagt habe,
existiert das Gefühlsleben für meinen Vater nicht. Alles was
er sagt ist unanfechtbar und muss gemacht werden. Sonst bist
du in seinen Augen ein unreifer Kind. Und jetzt lehne ich mich
weit aus dem Fenster raus und behaupte, dass du dich in meine
Lage nicht hineinversetzen kannst, dir meine Motive weder
bekannt noch nachvollziehbar sind und dir das Problem
allgemein fremd ist.

Nee, das stimmt überhaupt nicht! Diese Problematik beschäftigt mich selber auch. Meine Familie ist islamischen Glaubens und ich bin eine Tochter. Mein Vater ist sehr autoritär, oft jähzornig und schnell beleidigt. Also, ich weiß wovon ich spreche! Aber ich habe nicht immer alles richtig einordnen können. Ich sehe die Dinge inzwischen anders.

Liebe Grüße Emina

Hallo,

Ach ja, das mit dem Autofahren ist bei uns auch der Fall!
Wenn er daneben sitzt sagt er eine Sekunde bevor ich den
Blinker anmache, ,mach den Blinker an" und denkt ich hätte es
vergessen.

Ach, kommt mir irgendwie bekannt vor. Meine Mutter hat sich früher auch immer eingemischt. Auch mit Aufschreien, dass ich mich heftig erschreckt habe. Das gab dann lautstarke Diskussionen. Später bin ich dazu übergegangen zu sagen. Ich fahre, wenn Du fahren willst fahr ich neben ran und wir tauschen die Plätze. Was sie nie gewollt hatte, da sie nur ungern Auto fährt. Mittlerweile hält sie sich zurück. Vielleicht wirkt das bei Deinem Vater auch?

Viel Glück

Sarah

Hallo Emina!

Ich schlag Dir nicht vor deinem Vater zu dienen und dich von
ihm beherrschen zu lassen, ganz im Gegenteil, du bist doch
inzwischen erwachsen, mußt nicht tun was er dir sagt. Du bist
in der Position dir anzuhören was er für eine Meinung hat und
dann zu entscheiden was du für richtig hälst.

Wenn das so einfach wäre, ihm freundlich und gelassen zuzuhören, danach eigenwillig selbstbewusst an die Sache ranzugehen, wäre ich kein Mensch. Wenn du deinem Kind über Jahre hinweg sagst, dass er zublöd für die Sache ist, dass er ein Versager sei glaubt er es irgendwann. Meistens ignoriere ich seine Repliken inform von Schweigen und wenn es mir absolut auf den Keks geht fange an mich mit ihm zu streiten.
Ich hab in meinem ersten Beitrag von einem Teufelskreis gesprochen, der hieße je mehr ich versuche ihm zu beweisen, dass ich selbstständig bin desto mehr glaubt er an das Gegenteil.
Dass ich zu sentimental an die Sache rangehe, damit meinte ich, dass ich mir zu viel Mühe gebe ihm etwas zu beweisen. Seine Meinung ist mir aber wichtig. Sonst würde es mich auch nicht kränken.

Nee, das stimmt überhaupt nicht! Diese Problematik beschäftigt
mich selber auch. Mein Vater ist sehr autoritär, oft
jähzornig und schnell beleidigt. Also, ich weiß wovon ich
spreche!

…bin halt aus dem Fenster rausgefallen.

Liebe Grüße, Stefan

Hallo Stefan!

Ich weiss daß es oft sehr schwer ist, die Beziehung zwischen Eltern und Kindern ist so komplex. Ich habe inzwischen selber einen kleinen Sohn und nehme mir immer vor liebevoll, geduldig, gelassen zu sein. Was mir aber leider manchmal nicht gelingt. Ich erlebe daß ich Fehler die meine Eltern mit mir gemacht haben an meinem Kind wiederhole, dabei bemühe ich mich so…

Meine Eltern haben immer viel von mir erwartet und haben sich lustig gemacht wenn mir etwas nicht gelang, weil sie dachten sie würden mich so anspornen oder waren aggressiv wenn etwas nicht klappte. Ich beobachte daß ich, wenn ich schlecht drauf bin, ähnlich wie meine Mutter reagiere und bin dann furchtbar entäuscht von mir, mein Sohn tut mir dann sehr leid. Das Resultat ist daß ich mich noch mehr unter Druck setzte, noch angespannter bin usw.
Was ich sagen will daß dein Vater auch ihre (schlechten) Erfahrungen gemacht haben und nicht aus ihrer Haut können. Genauso wie sich dein Verhalten automatisiert hat, hat es sich auch seines. Das soll keine Entschuldigung für die Demütigungen sein, er meint vielleicht dich so antreiben zu können und er erkennt nicht daß es dich handlungsunfähig macht, lähmt.

Glaubst du er könnte Verständis haben für dein Problem? Sprichst du mit ihm? Ich meine erzählst du ihm daß du dich von ihm nicht respektiert fühlst und wie du dich fühlst? Kannst du mit ihm offen sprechen?
Wahrscheinlich nicht…
Gibt es jemanden der vermitteln könnte, vielleicht deine Mutter?

uups, lang geworden
Liebe Grüße Emina

Wenn, dann würdest Du das spüren – und Dein
Vater würde diese Signale wahrnehmen.

Schon was von Einbildung gehört?
Liebe macht blind und so?

Aber imho noch ist es noch so weit.
Akzeptiere es. Er hat noch den Zugang.

Vater,…bist du das???

Hi, bin Tochter nicht Sohn, sag da trotzdem kurz was zu:
Du bist es wirklich noch nicht ( eigenständig/abgenabelt etc), auch wenn`s dich nervt. Erst wenn es dich nicht mehr ärgert,dass es nervt, …dann bist du es.
silke

Auf den Punkt gebracht (o. w. T.)
.

Hallo Stefan,

in den Augen Deiner Eltern bleibst Du immer Kind, in den Augen Deines Vaters wirst Du immer das Nesthäckchen, das jüngste, schutzbedürftigste, nicht-flügge-werdende Kind bleiben.

Wichtig ist, dass Du Dich von diesem Bild freimachst, Dein eigenes Leben lebst, Deinen Vater nicht als allmächtigen Referenzpunkt Deines Handelns empfindest. Das ist schwer, aber nicht unmöglich. Ein wichtiger Faktor ist die Zeit. Und Distanz. Räumliche Distanz ist beim Erlangen innerer Distanz durchaus hilfreich. Rechne damit: Wenn Du nach Jahren wieder nach Hause zurückkehrst, erfolgreich, sicher, fällt durch einen einzigen Satz des Vaters das Kartenhaus wieder zusammen. Dann braucht es noch mehr Zeit. Und noch mehr Distanz. Irgendwann werden die Worte Deines Vaters Dich noch treffen, aber nicht mehr Dein Handeln bestimmen.

In meinem Bekanntenkreis gibt’s dazu eine Geschichte: Der Vater einer Freundin hatte sich im Lauf seines Berufslebens zu einem der ranghöchsten Verantwortlichen in einem erfolgreichen Unternehmen hochgearbeitet. Als sein eigener Vater, damals hoch in den 80ern, bei klarem Verstand körperlich nicht mehr der Rüstigste kraftlos zusammensackte, half ihm der Sohn wieder auf, faßte ihn dabei aber so ungeschickt an, daß beinah beide zu Boden gegangen wären. Woraufhin der Patriarch ihn anzischte: „Dummkopf! Aus Dir wird nie was!“

Du mußt wissen, was Du bist, was Du kannst. Deinem Vater kannst Du das weder zeigen noch beweisen. Vielleicht kann er es irgendwann erkennen. Vielleicht nicht.

Viele Grüße
Diana

Danke für eine ausführliche Auseinandersetzung
MFG
Stefan

Darum in die Ferne schweifen
Hallo Stefan,

ich kann nur zustimmen, dass alles normal ist. M.E. ist das auch der Grund, warum 1 Jahr Bundeswehr, oder 1 Jahr Lehre auf einem Fremdbetrieb weit weg sinnvoll sein kann (mit etwa 18 Jahren).

Vermutlich ist das Problem bei Bauern nicht kleiner. Sie sind Patriarch der Familie, auf dem Hof, haben keinen Chef und brauchen keine Kompromisse. Und um Hof, analog Meisterbetrieb oder das Unternehmen dann zu übernehmen braucht es schon einer bewundernswerten Kraft, die ich zum Glück nicht stemmen brauche (weichender Erbe).

Was mir persönlich schwer fällt, ist eigentlich, den ehemaligen Vater als neuen guten Bekannten oder gar Freund zu sehen. Sich ehrlich für seine Hobbies/Interessen zu interessieren, oder genau eben nicht.

Gruß
achim

P.S.: Leute die durch eigene Arbeit richtig, richtig reich wurden, haben oftmals früh den Vater verloren. Z.B. die Aldis (suuuuuupppppperreich und selfmade) oder Diesel oder …