Schlank oder dick - warum?

Hi

Es wimmelt jetzt ja nurnoch vor Ernährungsshows im Fernsehen und es wird andauernd erklärt, wie viel jeder Mensch so an Grundumsatz und zusätzlicher Energie verbraucht, wie viel Gramm Fett, Zucker und was weiß ich man zu sich nehmen darf, um nicht dick zu werden.

Warum ist es jetzt denn wirklich so, dass manche sofort zunehmen und manche fressen regelrecht und bleiben schlank!

Ich esse jetzt nicht besonders fett, aber sehr kalorienreich, bin also mit Sicherheit häufig über der empfohlenen Menge und nehme nicht zu, bin sehr schlank.

Klar - die Gene. Aber was genau läuft dann unterschiedlich ab? Und warum?

Fragen über Fragen

Grüße

Laralinda (die grade Lebkuchen verputzt)

Hallo Laralinda,

ein Punkt (mit Sicherheit aber nur einer unter vielen) der hierbei eine Rolle spielt, ist das die Menschen, die futtern und futtern können und trotzdem nicht zunehmen, eine besonders hohe Stoffwechselrate haben, das heißt, sie verbrennen mehr Kalorien als gewöhnlich.

Du kannst dich wirklich glücklich schätzen :smile:

Mina

Hi LARAlinda,
die Konstitution, also der Typ, mag wichtig sein, aber das Alter ist auch nicht zu venachlässigen.
Bis etwa 30 konnte ich täglich einen Kasten Pralinen, zwei Tafeln Schokolade, drei Pannacotta und fünf Tiramisu neben den üblichen Mahzeiten zu mir nehmen und blieb trotzdem gertenschlank. (Nicht zu vergessen die viele Creme caramelle…)
Jetzt, mit bald 60, muss ich qualitativ und quantitativ genau prüfen, was ich esse und was ich lieber bleiben lasse. :wink:
Gruß,
Branden

Hallo,

Jetzt, mit bald 60, muss ich qualitativ und quantitativ genau
prüfen, was ich esse und was ich lieber bleiben lasse. :wink:

…wo wir wieder beim Stoffwechsel wären - der wird mit dem Alter langsamer!

Viele Grüße
Chili

Mahlzeit Laralinda (die grade Lebkuchen verputzt),

die meisten Menschen die so wie von Dir beschrieben sind sind ziemlich hibbelig, können nicht ruhig sitzen und haben immer Hummeln im Hintern.
Diejenigen, die lamentieren, sie würden allein vom Beschauen leckerer Sachen dick sind eher träge.

Ich konnte bis vor recht kurzer zeit auch Unmengen an Nahrung, auch lecker süßer, zu mir nehmen, ohne zuzunehmen. Jetzt, wo ich etwas gesetzter werde, muß ich schon aufpassen.

Gandalf

die meisten Menschen die so wie von Dir beschrieben sind sind
ziemlich hibbelig, können nicht ruhig sitzen und haben immer
Hummeln im Hintern.
Diejenigen, die lamentieren, sie würden allein vom Beschauen
leckerer Sachen dick sind eher träge.

Na ich würd mich nich grad als „aktiv“ bezeichnen *g*
Und es gibt wirklich viele „faule“ schlanke Menschen. Letztens noch bei dieser Quarks-Show: wenn der Grundumsatz 2 Tafeln und eine Reihe Schokolade ist, dann ist dementsprechend eine (!) Stunde Joggen zwei Reihen Schokolade.
Und ich find eine Stunde Joggen ist ne Menge, das macht wohl kaum jemand täglich…

Aber warum ist der Grundumsatz so verschieden? Es kann sicherlich nicht nur am Herumhibbeln liegen…

Hai, Laralinda,

also fangen wir mal an…

Als erstes wäre da mal die Genetik - und zwar die der Großmütter. Die bringt die Anlage für die Fähigkeiten, Nahrung für den Körper nutzbar zu machen (Negativbeispiel: Laktoseintoleranz), gewonnene Energie einzulagern, oder den Metabolismus an aktuelle Verhältnisse anzupassen (z.B. Bunkermodus bei Hungerzeiten).
Als nächstes schlägt die Epigenetik zu. Man ist inzwischen dahintergekommen, daß die Zustände, die während der Entstehung der Keimzellen herrschen, einen Einfluß auf das später daraus entstehende Individuum haben. Bei den gerade entstehenden Müttern entstehen die Eizellen ja während ihrer eigenen Entstehung. Wenn Oma also schwer übergewichtig war, dann hat das einen Einfluß auf den Enkel. Bei den Vätern setzt die Epigenetik später an - Samen werden ja ständig neu gemacht.
So, nun kommt das Ess-Verhalten, das die Eltern in ihren jeweiligen Familien lernen, ihr Verhältnis zu Bewegung und ihre psychische Stabilität, denn…
…nun entsteht endlich das Kind, um dessen Statur es geht…
Zu genetischen und epigenetischen Faktoren kommt nun der Zustand der Mutter während der Schwangerschaft dazu (Extrembeispiel: unerkannte Diabetis) und welche Darmflora während und nach der Geburt aufgesammelt wird.
Jetzt noch das Verhalten der Eltern während der Aufzucht unseres „Probanden“ (Ernährung, Sport, Eltern-sein) plus der diversen Ereignisse, die später den Metaboismus modifizieren (Krankheit, Diätwahn, eine echte Hungersnot) und natürlich das Verhalten der Person selbst und wenn Du all diese Details auseinandergepuzzelt hast und genau kennst, weiß Du, warum jemand schlank oder dick ist…

…sofern es nicht noch weitere Faktoren gibt…

Gruß
Sibylle

…wo wir wieder beim Stoffwechsel wären - der wird mit dem
Alter langsamer!

Kann man wohl sagen!
:wink:

Hallo,

Klar - die Gene. Aber was genau läuft dann unterschiedlich ab?
Und warum?

Wissen ist bei mir zuviel gesagt, aber ich habe hier meine eigene Theorie und denke, dass sie zumindest nicht ganz falsch ist: Es gibt zwischen den menschen grosse Unterschiede, wie viel Fett der Körper tatsächlich in Wärme umsetzt und mein Eindruck ist der, dass die, die tendenziell eher mehr essen können nicht so leicht frieren, sondern sich auch im Winter noch im leichten Hemd bei 19 Grad Raumtemperatur wohlfühlen (wobei der Körper vermutlich gerade die letzte halbe Tafel Schokolade verbrennt).

Auch die Körpertemperatur selbst dürfte von Person zu Person sicher um 1-2 Grad schwanken. Müsste sich leicht ausrechnen lassen, wie viele Kalorien der Körper braucht, um 1 zusätzliches Grad Temperatur zu erreichen. Wobei es auch hier darauf ankommt, wie warm man sich seine Umgebung hält, bzw. wie häufig man sich im Kalten aufhält.

Muskeln verbrauchen permanent Energie, auch wenn sie gerade nicht bewegt werden, d.h. bei muskulösen menschen ist der Grundumsatz höher.

Die allgemeine Hippeligkeit und der Bewegungsdrang wurde schon erwähnt.

Das sind so Mechanismen, die ich mir vorstellen kann.

Viele Grüsse,

Walkuerax

Als der Mensch noch nicht seßhaft war, aß er überwiegend Fleisch, also Fett und Protein. Ja ja, auch Beeren und Früchte, aber relativ wenig, man muß schon viel davon finden, um satt zu werden.
Als er dann seßhaft wurde, veränderte sich seine Ernährung, weil nun Ackerbau möglich wurde. Er konnte Getreide und vielerlei Früchte anbauen und aß nun viel mehr Kohlenhydrate (Getreide und alles was man daraus so machen kann, also Brot, Kuchen, Nudeln etc.) hinzu kam noch immer mehr Zucker, mit den Früchten selbst oder daraus hergestellt).
KH aber liefern dem Organismus viel schneller und einfacher Energie. Und da man heute sehr viels davon ißt, hat´s der Stoffwechsel gut und braucht nicht mehr schwer zu arbeiten, um Energie aus Fett zu gewinnen. Das Fett legt er sich dann mal für schlechte Zeiten zurück. Wohin, wissen viele von uns :wink:
Leider hat Mutter Natur (noch) keinen Mechanismus eingebaut, der bei einer bestimmten Fettmenge dafür sorgt, daß nicht immer mehr Reserven angelegt werden, weil die leider irgendwann hinderlich und sogar gefährlich werden, vom Aussehen mal abgesehen.
Nicht alle Individuen haben sich schon angepaßt. Man hat efstgestellt, daß Nachkommen von Bauern am wenigsten Fett werden, weil die am lämgsten Zeit hatten, sich anzupaßen. Irgendwann wird die Evolution ihr Werk verrichtet haben und der Mensch kann mit dem Überangebot an Nahrung im allgemeinen und KH im speziellem umgehen, ohne immer fetter zu werden und sich selber im Weg zu stehen. Vielleicht. Vielleicht kommen ja aiuch wieder Zeiten, wo es wenig zu essen gibt und wir darauf angwiesen sind, möglichst viel Speck anzusetzen, wer weiß…
Sollten wir das noch erleben, werden jedenfalls die, die heute futtern können, ohne anzusetzen, ganz schlechte Karten haben :wink:

MfG

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