Schmerztherapie Erfolge?

Hallo ich bin neu hier und mir wurde eine stationäre Schmerztherapie empfohlen. Kurze Zusammenfassung meiner Schmerzen: 3 Operationen in 13 Monaten: nach Implantat in der HWS, nach AC-Operation an der rechten Schulter sowie Arthroskopie des rechten Handgelenks mit Diskusglättung habe ich nach wie vor chronische Schmerzen auch im Bereich der Muskulatur (Rücken, Arm). Rheumatests negativ. Fibromyalgie wird noch ausgetestet. Seit dem Frühjahr`12 falle ich beruflich auf Grund der OP´s und andauernden Schmerzen aus.

Mein Schulter-Operateur rät mir nun schon zur zweiten OP, da die Supraspinatussehne immer noch / oder entzündet ist und das AC-Gelenk arg schmerzt, nun habe ich bereits innerhalb von 12 Wochen 3 x Cortison + Narkotikum ins AC-Gelenk gespritzt bekommen, aber leider hält das bisschen Schmerzlinderung nur immer 3 Wochen an.

Meine Psychologin empfahl mir einen stationären Aufenthalt in einer Schmerzklinik.
Hat jemand Erfahrungen mit Schmerztherapien und kennt vlt. auch noch die DRK-Schmerzklinik in Mainz?
Komme aus NRW, aber im Netz fand ich nichts was annähernd so ansprechend ist wie Mainz.

Für Erfahrungen & Tipps wäre ich dankbar :smile:

Hallo.
Die schmerzlindernd in Mainz kenne ich gut. Kann ich empfehlen. Qu alität hängt allerdings - wie überall vom behandelt ab. Denke aber, dass dieser weg der einzig sinnvolle zu sein scheint. Von weiteren ops würde ich - gefühlsmäßig - erst einmal Abstand nehmen. In Mainz sind Ärzte (Orthopädie, Anästhesie, Neurologie und Allgemeinmedizin), Physiotherapeuten, Psychologen und ggf. Sozialarbeiterin, die alle gemeinsam den Schmerz angehen. Wunder kann man dort aber natürlich auch nicht vollbringen. Ein Versuch Sites allemal Wert. Und ich vermute, dass die zeit dort besser investiert ist, als für eine erneute op. also anrufen, schmerzfragebogen schicken lassen und einen ambulanten Termin vereinbaren. Dort erfährt man dann, ob es nach Einschätzung der Therapeuten sinnvoll ist, eine Therapie im Hause zu machen.
Viel erfolg

Sorry, habe gerade. Achtdienst und habe die Antwort über das iPad getippt. Gerade sind mir die fehlgeschlagenen autokorrekturen aufgefallen. Hoffe, dass sie sich den Sinn zusammenreimen können

Ich lebe in der Schweiz und kann daher keine genauen Angaben machen.
A. Herold

-Aus Erfahrung kann ich nur raten, eine stationäre Behandlung so schnell wie möglich zu beginnen! Eine Chronifizierung der Schmerzen ist sonst absehbar. Das ist dann um so schwieriger zu behandeln.

Wie Schmerzen entstehen und was man machen kann, habe ich in folgender Vortragszusammenfassung schon einmal zusammengetragen:http://www.dr-wiechert.com/artikel/datum/2011/09/11/… Hier wird auch dargestellt, was Schmerzkliniken so machen. Für den intensiven Beginn einer Therapie ist so ein Klinikaufenthalt sicherlich zu empfehlen. In dieser Zeit sollten auch typische Alltagstätigkeiten, wie im Beruf, erfolgen, um die Alltagstauglichkeit der Therapie zu überprüfen.

Schmerzen haben viele Ursachen und müssen multimodal angegangen werden, sowohl bei der Entstehung als auch bei der Bewertung.

Wenn die Schmerzen wirklich lokal in den Gelenken entstehen, sollten diese auch genau untersucht werden, inkl. Punktat und Bebrütung , Histologie und PCR-Untersuchung auf im Serum unspezifische Erreger für das Gelenk. (Arthtrotope Erreger wie Yersinien, Borrelien etc.)
Entzündungen, auch unterschwellig, senden Botenstoffe aus, dei im Körper Schmerzen erzeugen; hier auch unbedingt den Zahnstatus checken lassen. Manchmal ist es aber auch nur eine Dysbalance im Bereich Ernährung und Abtransport der Stoffwechselprodukte.
Eine Vortragszusammenfassung mit Links zu anderen Seiten wie dem Säure-Basen-Forum und dem dortigen Online-Rechner, Lebensmittellisten etc. finden Sie hier: http://www.dr-wiechert.com/artikel/datum/2012/09/09/…

Wer sich vier Wochen daran hält, stellt ganz häufig deutliche Linderungen der Schmerzen und auch der fibromyalgischen Beschwerden fest. Wenn ja, dann weiter so, wenn nein, dann sollte man einen Test machen, der die Diagnostik zielgerichteter werden läßt und dafür gibt es jetzt ein neues Laborverfahren an der Uni Leipzig bei Prof. Luiz Gomez und es handelt sich dabei um das „MSP, mitochondriales Systemprofil“. Dazu habe ich ebenfalls bereits eine Publikation geschrieben, die Sie hier finden: http://www.dr-wiechert.com/artikel/datum/2012/06/20/…

Gezielte Krankengymnastik mit der Korrektur statomuskulärer Dysbalancen, ergonomische Korrektur von Fehlhaltungen am Arbeitsplatz und im Alltag, Ausgleich von Defiziten in der Mikronährstoffkette wie Cystein, klassische Elektrolyte aber auch Selen, Zink, Eisen, Kupfer, lipidkorrigiertes Coenzym Q10, Fettsäurestatus mit EPA und seiner Gegenspieler, Vitamin D etc. gehören natürlich auch mit ins Konzept.

Bei chronischen Muskelverspannungen habe ich in letzter Zeit sehr gute Erfolge mit der aus der Fettabsaugung kommenden Tumeneszenzanästhesie, wobei ich die Myogelosen mit einer ganz feinen Zahnarztnadel mit dieser Medikamentenmischung durchflute. Neben der Trägerlösung (NaCl 0,9 %) kommen dann nur wenig andere Medikamente dazu, so dass man mit einer geringen Medikamentendosis einen tollen Effekt im Sinne der Schmerzlinderung, Entsäuerung des Gewebes und der Aufdehnung von Verklebungen, ähnlich der Manualtherapie, erreicht.

Hallo
Ich bin zwar seit vielen Jahren nicht mehr in Deutschland tätig, habe aber immer nur sehr Gutes von Mainz gehört. Ich habe meine Ausbildung in Giessen gemacht und wir hatten zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls eine hervorragende Schmerzambulanz.
Das Wichtigste ist, ein Schmerztagebuch zu führen, um die Trigger der Schmerzen zu ergründen. Bovor sie sich noch einmal unter das Messer begeben, sollten sie sicher sein, dass die Operation auch wirklich notwendig ist. Wie sie ja bereits gesehen haben, behandelt die Chirurgie häufig Schmerzen mit Operation, was nicht immer richtig ist, da dadurch häufig Schmerzen verstärkt werden. Dies ist sehr häufig der Fall bei allen Operationen der Wirbelsäule, wo sehr häufig eine Somatisierung anderer Lebenssituationen stattfindet (z.B. Trauer, Unzufriedenheit, Verspannung , etc.)
Die begleitende Therapie durch einen erfahrenen Psychotherapeuten ist dabei sehr wichtig.
Eine ganzheitliche Erfassung dieses Schmerzsyndroms findet in stationären oder ambulanten Einrichtungen am Besten statt. Versuchen Sie einmal die beigefügte Literaturstelle:

http://www.aerzteblatt.de/archiv/literatur/45355

Professores TRYBA und ZENZ an der BGU Bochum zählen immer noch zu den Päpsten der Schmerztherapie in Deutschland. Vielleicht finden Sie dort auch nähere Informationen - ein Kontakt kostet nichts.
Ich stehe Ihnen gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung
Viel Glück
Christopher Schlier

Hallo Herr Schlier,

lieben Dank für die prompte Antwort. Im Prinzip bestätigt sie meinen Wunsch eine weitere OP zu vermeiden und auch die Empfehlung meiner Psychologin für eine stationäre Schmerztherapie!
Es ermutigt mich sehr, daß auch Sie als Aussenstehender die Situation so beurteilen. Meine Unterlagen habe ich vorgestern nebst dem Fragebogen nach Mainz geschickt und hoffe nun, daß man mich dort in absehbarer Zeit aufnimmt.

Herzlichen Gruß und schönes Wochenende,
Pamar

Hallo Herr Dr. Wiechert,

herzlichen Dank für die prompte und so ausführliche Antwort.
Allerdings habe ich zu Ihrem Absatz „Wenn die Schmerzen wirklich lokal in den Gelenken entstehen, sollten diese auch genau untersucht werden, inkl. Punktat und Bebrütung , Histologie und PCR-Untersuchung auf im Serum unspezifische Erreger für das Gelenk. (Arthtrotope Erreger wie Yersinien, Borrelien etc.) … mehr auf http://www.wer-weiss-was.de/app/query/display_query?..“ noch fragen, welche Fachrichtungen können solche Sachen testen und was bedeuten diese Untersuchungen: Punktat und Bebrütung , Histologie und PCR-Untersuchung auf im Serum unspezifische Erreger?

Meine Unterlagen nebst Fragebogen habe ich bereits ins DRK-Schmerzzentrum Mainz geschickt und hoffe inständig, daß ich dort in absehbarer Zeit aufgenommen werde. Meinen Sie, dort kann man die von Ihnen empfohlenen Gelenktests durchführen?

Der Zahnstatus ist überprüft und vor 3 Wochen wurden 2 entzündete Wurzelspitzen entfernt, also ist in dieser Hinsicht jetzt alles in Ordnung.

Herzliche Grüße und schönes Wochenende,
Pamar

Hallo Werner,

lieben Dank für die prompte Antwort. Im Prinzip bestätigt sie meinen Wunsch eine weitere OP zu vermeiden und auch die Empfehlung meiner Psychologin für eine stationäre Schmerztherapie!
Es ermutigt mich sehr, daß auch Sie als Aussenstehender die Situation so beurteilen. Meine Unterlagen habe ich vorgestern nebst dem Fragebogen nach Mainz geschickt und hoffe nun, daß man mich dort in absehbarer Zeit aufnimmt.

Herzlichen Gruß und schönes Wochenende,
Pamar

Hallo nochmal Herr Dr. Wiechert,

vielleicht können Sie mir auch zu meiner 2. Frage im Forum noch eine Antwort geben:
Suche eine Definition für meinen folgenden Röntgenbercht:
„Prädiskales Ossikel L1 / L2,Strahlentransparenz der Wirbelsäule (dd Osteopenie)“
Den Bericht bekam ich vom Röntgeninstitut ohne Kommentar und habe erst in einer Woche einen Arzttermin zur Besprechung.
Ist eine OP erforderlich? Hatte jemand schon Ossikel an der Wirbelsäule? Leider gibt google kaum etwas her, wenn man Ossikel + Wirbelsäule eingibt. Für Erfahrungen & Tipps wäre ich sehr dankbar! :smile:
Nochmal herzliche Grüße,
Pamar (weiblich, Jahrgang: 1967)

mehr auf http://www.wer-weiss-was.de/app/query/display_query?..

Hallo pamar,

den Tipp Deiner Psychologin unterstütze ich 100 %ig - je früher und konsequenter chronische Schmerzen kompetent und umfassend behandelt werden, desto besser! Die Schmerzklinik in MZ kenne ich leider nicht.

Dir alles Gute und baldige Besserung!

litterae

Freut mich, wenn ich Ihnen helfen konnte.
Wenn sie wollen, dann halten sie mich doch auf dem Laufenden
C. Schlier

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Hallo,

ich kenne die Klinik aus meiner Ausbildung zum Schmerztherapeuten persönlich, da wir dort auch Veranstaltungen hatten. Sie gilt als eine der renomiertesten Schmerzkliniken in Deutschland. Daher kann ich sie Dir nur bedenkenlos empfehlen.

Alles Gute.

Dipl.-Psych. Thomas Hünerfauth - Schmerztherapeut, Verhaltenstherapeut, Hypnotherapeut, Coach

Hallo,

ich stimme der Psychologin primär zu.
Logischerweise kann man aus der Ferne keine genauen Aussagen treffen. Allerdings kann in einer Schmerzklinik fachübergreifend entschieden und therapiert werden.

Von der DRK Klinik in Mainz habe ich bisher nicht viel, aber wenn, dann nur Gutes gehört.

Mehr kann ich dazu leider nicht schreiben.
Viel Erfolg

HP Wagner

Hallo,
auf jeden Fall und immer Schmerzklinik Mainz, sprechen Sie Dr. Paul Nilges, Chefpsychologe an,
Grüße
CF

Empfehle „multimodale Schmerztherapie“ im Rahmen eines stationären Aufenthaltes, geht heute über viele Schmerzambulanzen der einschlägigen Krankenhäuser, Mainz ist natürlich top aber evtl. lange Wartezeiten? Ansonsten ginge auch Paderborn oder die Klinik am Hellweg in Bad Sassendorf.
MfG
Dr. U. Engel

Hallo zu Schmerzklinik Mainz kann ich Ihnen nicht weiterhelfen.
bei ihren Schmerzen ist ohne Untersuchung und Rö- oder MRT Bildern keine qualitative Aussage möglich. Ich persönlich habe oft erlebt dass bei solchen Problemen die Halswirbelsäule ein auslösender Moment sein kann und den komplexen Bewegungsapparat der Schulter dann nur in Folge durcheinanderbringt. ich empfehle Ihnen auch zum Neurolgen und auf jeden Fall zu einem Osteopathen zu gehen.
Mit freundlichen Grüßen
Holger Reinicke

Hallo Pamar!

Ich kann Dir die Schmerzklinik des DRK im Mainz wirklich ans Herz legen. Es ist wohl eine, wenn nicht die beste in Deutschland.
Ich war selbst dort und ich kenne sehr viel Menschen die dort waren, denen man geholfen hat mit ihren Schmerzen zu leben.
Egal wie weit Du von Mainz weg wohnst, versuch dort einen Platz zu bekommen. Aber, die haben sehr lange Wartezeiten weil der Andrang so groß ist.
Bei mir war es so, ich habe wegen eines Termins angefragt, bekam einen Ordner zugeschickt, so dick wie ein Buch, den ich ausfüllen mußte, zurück schicken und dann habe ich den Termin bekommen.
Ich hoffe, Du hast Erfolg, egal ob in Mainz oder in einer anderen SChmerzklinik.
Ich wünsche Dir alles Gute, Gesundheit und eine Schmerzfrei Zeit!
MfG
Joschua 307