Schneidende Kollegin

Hallo!

Ich würde gerne wissen, wie ich mich gegenüber meiner Kollegin verhalten könnte, damit unsere Beziehung besser wird.

Sie grüßt mich nicht von sich aus, kein „Hallo“ oder „Tschüss“, schneidet mich also.

Ich weiss nicht, warum sie das macht…es ist bei ihr aber wohl normal und soll lt. Kollegen nicht an mir liegen. Sie hat dies schon bei vielen gemacht.

Sie hat fast immer miese Laune, besäuft sich auf Betriebsausflügen und jammert dann, dass sie keinen Partner findet, mit dem sie klarkommt. Sie sollte mir leid tun, aber sie verärgert und verletzt mich einfach mit ihrer Art.

Ich bin recht schüchtern, aber weiss wohl was sich gehört, und grüße sie immer. Als wir noch zusammen im Zimmer saßen, habe ich oft versucht ein Gespräch mit ihr zu führen…doch letztlich hat sie mir nur patzige Antworten gegeben und ich habe es aufgegeben, mich mit ihr zu unterhalten. Sie sucht regelrecht nach Gründen mich anzumotzen, so dass ich die Tränen zurückhalten muss. Doch auch dies geschieht nur noch selten. Sie scheint immer erst lange zu warten und läßt dann ihren angestauten Frust, weil ich irgendeine Kleinigkeit verkehrt gemacht habe, an mir raus. Schließlich wurden wir auseinander gesetzt. Das ist schon mal viel besser…aber ich fühle mich trotzdem sehr unwohl in ihrer Gegenwart, die ja immer noch gewährleistet ist.

Sie versteht sich leider recht gut mit dem Chef…er weiss also, dass sie privat was gegen mich hat…sagt mir aber nicht was. Ich soll das mit ihr klären. Ich kenne so eine Situation überhaupt nicht, dass jemand sich nicht mit mir versteht und bin ratlos. Sie sollte mir den Buckel runterrutschen…aber es klappt leider nicht.

Das ist gemein, aber auf sie passt der Spruch: „Rote Haare, Sommersprossen sind des Teufels Volksgenossen“ wie die Faust aufs Auge.

Wisst ihr einen Rat? Ich wäre sehr dankbar.

Kerstin

Hallo Kerstin,
betrachte die situation und die Kollegin mal objektiv, so weit Dir das möglich ist.
Eventuell hat sie ja gar nichts gegen Dich. Wenn ich es richtig verstanden habe, verhält sie sich doch zu anderen ähnlich. Warum nimmst Du das also persönlich?
Wenn Du gerade zu einem Gespräch aufgelegt bist, kann es ja sein, daß sich die Kollegin gerade auf eine Augabe konzentrieren möchte. Ich selbst schalte in dem Moment ab und höre gar nicht, wenn ich angesprochen werde. Anfänglich haben meine Kollegen das als unhöflich empfunden, heute sagen sie: ‚Der Rainer programmiert, ansprechen zwecklos, der hört uns nicht.‘ Andere Kollegen reagieren gereizt, wenn ihre Gedankengänge unterbrochen werden. Ich sehe das und versuche es lieber später.
Jeder Mensch ist anders.
‚Du mußt die menschen nehmen wie sie sind, es gibt keine anderen.‘ :wink:
Daß das von Adeneuer ist habe ich neulich hier erfahren. :wink:

cu Rainer

Hallo Kerstin,

Ich würde gerne wissen, wie ich mich gegenüber meiner Kollegin
verhalten könnte, damit unsere Beziehung besser wird.

Du musst nicht alles immer besser machen, wichtig ist für dich das DU da keinen Schaden nimmst. An sich selber denken ist nicht Egoismus, das machen die anderen auch.

Sie hat fast immer miese Laune, besäuft sich auf
Betriebsausflügen und jammert dann, dass sie keinen Partner
findet, mit dem sie klarkommt. Sie sollte mir leid tun, aber
sie verärgert und verletzt mich einfach mit ihrer Art.

Dir muss nicht jede/r leid tun, nur weil es ihm/ihr nicht so gut geht.

Ich bin recht schüchtern, aber weiss wohl was sich gehört, und
grüße sie immer.

Das solltest du auch so weitermachen. Deine Stärke ist Freundlichkeit und die solltest du auch gezielt einsetzen.

Als wir noch zusammen im Zimmer saßen, habe
ich oft versucht ein Gespräch mit ihr zu führen…doch
letztlich hat sie mir nur patzige Antworten gegeben und ich
habe es aufgegeben, mich mit ihr zu unterhalten. Sie sucht
regelrecht nach Gründen mich anzumotzen, so dass ich die
Tränen zurückhalten muss. Doch auch dies geschieht nur noch
selten. Sie scheint immer erst lange zu warten und läßt dann
ihren angestauten Frust, weil ich irgendeine Kleinigkeit
verkehrt gemacht habe, an mir raus.

Einfach die Klappe halten und kühl anlächeln, das wirkt - ich unterliege auch immer in solchen Diskussionen also lass ich mich gar nicht mehr darauf ein.

Schließlich wurden wir
auseinander gesetzt. Das ist schon mal viel besser…aber ich
fühle mich trotzdem sehr unwohl in ihrer Gegenwart, die ja
immer noch gewährleistet ist.

Kopf hoch - im wahrsten sinne des Wortes. Was dich nicht umbringt macht dich stärker. Ihre Freude ist es dich schüchtern und weinend zu sehen, mach ihr diese Freude nicht.

Sie versteht sich leider recht gut mit dem Chef…er weiss
also, dass sie privat was gegen mich hat…sagt mir aber
nicht was.

Deine Haare sind zu blond, deine Hosen zu blau - es ist völlig egal was sie gegen dich hat. Du bist eben das geborene Opfer und so Leute haben eine Nase dafür. Das einzige was du machen kannst ist etwas für dein Selbstvertrauen zu tun. Mein Selbstvertrauen ist erst nach einer schwere Krankheit grösser geworden, weil ich mir gesagt habe „es ist mein Leben und nicht das der anderen - also ist es egal was die denken“. Das kannst du auch schaffen und auch ohne so einen schweren Schlag. Das fängt ganz klein an, in dem du auf deine Körperhaltung achtest. Gerade schüchterne Frauen laufe immer Kopf nach unten, Beine zusammen und überhaupt der ganze Körper ist zusammengezogen. Das zieht einfach „böse“ Menschen an. Versuch doch mal nicht mehr auf den Boden zu schauen sondern gerade aus, jede Woche den Kopf einen mm weiter hoch. Du wirst merken das das auch in dir etwas verändert.

Versuche nicht ständig dich für alles zu rechtfertigen, „das hab ich so gemacht, weil ich es für richtig gehalten habe“ - fertig. Keine langen Diskussionen, das lässt dich auch unsicher erscheinen. Wenn Tränen kommen und du hast die Möglichkeit, dann dreh dich um und geh.

Das ist gemein, aber auf sie passt der Spruch: „Rote Haare,
Sommersprossen sind des Teufels Volksgenossen“ wie die Faust
aufs Auge.

grummel ich liebe rote Haare und Sommersprossen, aber du siehst du kannst und darfst auch gemein sein :wink:

Gruss Jan

Hallo Kerstin,

ich kenne solche Situationen auch. Wenn Du schon von anderen den Hinweis bekommst oder - wie ich - die Beobachtung gemacht hättest, daß es nicht an einem selbst liegt, dann empfehle ich Dir, nicht mehr von Dir aus auf diese Kollegin zuzugehen und sie links liegen zu lassen. Ich weiß, daß das manchmal leichter gesagt als getan ist, denn mir fällt dieses „Umschalten“ auch nicht immer leicht. Ich weiß aber auch, daß man sich in der Regel keinen Gefallen tut, wenn man sich weiter abmüht, aber nur Ablehnung erfährt, die darauf gegründet ist, daß die andere Person Probleme hat.

Du hast geschrieben, daß Du schüchtern seist, aber wüßtest, was sich gehöre, z.B. immer freundlich zu grüßen. Das ist für mich etwas, das Du an Dir verändern könntest, damit Du in ähnlichen Situationen schneller „umschalten“ kannst und weniger belastet bist. Ich denke dabei an Selbstsicherheit. Sich seiner selbst sicher zu sein, zeichnet sich nämlich dadurch aus, daß man seine eigene Rechte wahrnimmt und gegenüber anderen vertritt. Das tut man aber nicht, wenn man Kollegen, die einen - aus welchen Gründen auch immer - unfreundlich behandeln, ständig freundlich grüßt und auf sie zugeht. Im Gegenteil fordert das manche Zeitgenossen sogar noch dazu heraus, einen schlecht zu behandeln - mit der Begründung: „Hey, die/der wehrt sich noch nicht einmal.“ Deshalb meine ich, daß Du auf diesem Gebiet etwas für Dich tun könntest.

Wenn Dich dieses Thema „Selbstsicherheit“ interessiert, dann kannst Du einen Blick auf meine Seite

http://people.freenet.de/oliverwalter/Psychologie/Ve…
(aktuelle Fassung von FAQ:1079)

werfen, die sich ausführlicher damit beschäftigt. Achte dabei auf die Beschreibung der 3 Typen sozialer Verhaltensmuster.

Beste Grüße,

Oliver Walter

Hallo

Ich würde gerne wissen, wie ich mich gegenüber meiner Kollegin
verhalten könnte, damit unsere Beziehung besser wird.

Sie *irgendwie* dazu bringen, nachzudenken,
„wie sie sich Dir gegenüber verhalten könnte,
damit eure Beziehung besser wird“ :wink:

Alles andere ist wirklich vollkommen unsinnig.

Diese Konflikte brechen irgendwann über die meisten
Leute herein. Man ist den ganzen Tag an einem Ort –
und *jemand* stört die Harmonie, die man so
*dringend braucht*. Sowas aber auch!

Sie grüßt mich nicht von sich aus, kein „Hallo“
oder „Tschüss“, schneidet mich also.

Wenn es nur Dich betrifft, dann meinen Glückwunsch!
Du hast vielleicht eine wichtige Funktion für sie und
ihre psychische Stabilität.

Ich weiss nicht, warum sie das macht…
es ist bei ihr aber wohl normal und
soll lt. Kollegen nicht an mir liegen
.
Sie hat dies schon bei vielen gemacht.

Au weia. Nun liegt es *nicht* an Dir? Deine
„Funktion“ für sie ist *nicht* einzigartig?

Sie hat fast immer miese Laune, besäuft sich auf
Betriebsausflügen und jammert dann, dass sie keinen Partner
findet, mit dem sie klarkommt. Sie sollte mir leid tun, aber
sie verärgert und verletzt mich einfach mit ihrer Art.

Das liegt daran, dass sie immer Miese Laune hat
und sie keinen Partner findet. Aus diesem Grunde
findet sie dann auch keinen Partner und hat miese
Laune. Wie könnte es anders sein. Das alte Spiel.

Ich bin recht schüchtern, aber weiss wohl was
sich gehört, und grüße sie immer.

*Wie* grüßt Du sie? Spielst Du ihr was vor, so als
wäre alles o.k. oder kann sie am „wie“ Deines Grüßens
erkennen, dass es für Dich nicht einfach ist?

Als wir noch zusammen im Zimmer saßen, habe
ich oft versucht ein Gespräch mit ihr zu führen…doch
letztlich hat sie mir nur patzige Antworten gegeben und ich
habe es aufgegeben, mich mit ihr zu unterhalten.

Was sind „patzige“ Antworten? Sind das Signale wie
„ich will jetzt nicht reden“, die Du erst zu spät
oder gar nicht wahrgenommen hast?

Sie versteht sich leider recht gut mit dem Chef…er weiss
also, dass sie privat was gegen mich hat…sagt mir aber
nicht was.

Über das „leider“ bin ich jetzt doch gestolpert. Was
bedeutet dieses „leider“? Dass Dir die Werkzeuge der
Inquisition in diesem Falle nicht zur Verfügung stehen :wink: ?

Ich kenne so eine Situation überhaupt nicht, dass
jemand sich nicht mit mir versteht und bin ratlos.

Au weia. Mein Mitleid erreicht seine Spitze.
Die Tränchen rinnen.

Sie sollte mir den Buckel runterrutschen…
aber es klappt leider nicht.

Das ist keine so schlechte Idee. Vielleicht
wäre so ein Körperkontakt nicht verkehrt;
z.B. gemeinsame Aufgaben bei Betriebsvergnügen,
irgend sowas in der Art.

Das ist gemein, aber auf sie passt der Spruch: „Rote Haare,
Sommersprossen sind des Teufels Volksgenossen“ wie die Faust
aufs Auge.
Wisst ihr einen Rat? Ich wäre sehr dankbar.

Ich denke, das Mädel ist ein wenig (aktual-)depressiv
und ihre Psychohygiene stellt sie „auf Arbeit“ derzeit
auch mit Deiner Hilfe wieder her. Das ist doch was.

Grüße

Euer CMБ

Hi Oliver,
die folgenden Bemerkungen haben mich völlig entsetzt:

Du hast geschrieben, daß Du schüchtern seist, aber wüßtest,
was sich gehöre, z.B. immer freundlich zu grüßen. Das ist für
mich etwas, das Du an Dir verändern könntest, damit Du in
ähnlichen Situationen schneller „umschalten“ kannst und
weniger belastet bist. Ich denke dabei an Selbstsicherheit.
Sich seiner selbst sicher zu sein, zeichnet sich nämlich
dadurch aus, daß man seine eigene Rechte wahrnimmt und
gegenüber anderen vertritt. Das tut man aber nicht, wenn man
Kollegen, die einen - aus welchen Gründen auch immer -
unfreundlich behandeln, ständig freundlich grüßt und auf sie
zugeht.

Ich meine, Schüchternheit und trotzdem tun, was sich „gehört“ ist eine Riesenstärke, wozu ich Kerstin nur gratulieren kann. Sie beherrscht damit einen zentralen Punkt der „sozialen Kompetenz“, nämlich sich selbst nicht nur in den Mittelpunkt zu stellen, sondern sich in schwierigen Situationen - hier am Arbeitsplatz - in einer Weise zu verhalten, die eine weitere Eskalation vermeidet. Die Arbeitsstelle ist kein Therapiezentrum, wohl aber ein Ort, an dem Menschen unterschiedlichster Konstitutionen (im weitesten Sinne) zu konstruktivem Handeln im Unternehmensinteresse zusammenkommen und wo jeder sein bestes tun muss, um das Arbeitsklima positiv zu gestalten. Das Bemühen aller sollte deshalb auch darauf ausgerichtet sein, ein/e „schwierige/r“ KollegIn zu integrieren und nicht auszugrenzen. Die Arbeitsstelle ist kein Ego-Kriegsschauplatz. Ein „so wie Du mir so ich Dir“ - wie Du es vorschlägst, wirkt wie eine Splitterbombe mit verheerenden Ausmaßen für das gesamte Betriebsklima. Soll Kerstin denn abends mit dem Gefühl aus dem Betrieb gehen „Der hab ich’s aber heute gezeigt, bin ich nicht gut??“ Kerstin vertritt gerade durch ihr Verhalten, die schwierige Kollegin weiterhin zu grüßen, ihre Rechte - nämlich ihre Anschauung über den Umgang mit Menschen. Und wenn das kein Selbstbewusstsein ist…

Im Gegenteil fordert das manche Zeitgenossen sogar
noch dazu heraus, einen schlecht zu behandeln - mit der
Begründung: „Hey, die/der wehrt sich noch nicht einmal.“

Das ist Dein Denken, Oliver. Ich glaube, dass die „unbequeme“ Kollegin gewaltige Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl hat und könnte mir sogar vorstellen, dass es sie in ihrem Innersten zutiefst beschämt, dass sie *trotzdem* (denn ich bin sicher, sie weiß sehr wohl über ihr Verhalten) gegrüßt wird. Und dieser „Hey“…-Satz - Kopfschüttel, Du unterstellst eine Boshaftigkeit, die Deiner Phantasie und Handlungsweise entspringt und die sich glücklicherweise nicht so einfach auf allgemeines Verhalten übertragen lässt.
Gruß,
Anja
PS - auf Deine E-Mail antworte ich noch, bitte um Geduld…

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Hi,


Ich glaube, dass die „unbequeme“ Kollegin gewaltige Probleme
mit ihrem Selbstwertgefühl hat und könnte mir sogar
vorstellen, dass es sie in ihrem Innersten zutiefst beschämt,
dass sie *trotzdem* (denn ich bin sicher, sie weiß sehr wohl
über ihr Verhalten) gegrüßt wird.

Wenn aber Kerstin auch *weiss*, dass sie ihre
Kollegin beschämt, wenn sie sie „ständig wie
normal grüsst“ – und sie trotzdem grüsst;
was würde das bedeuten … ?

Grüße

Hallo Anja,

soziale Kompetenz schließt nicht das von Dir verstandene aggressive Verhalten des „Zurückschlagens“ ein. Von „Zurückschlagen“ habe ich deshalb nichts geschrieben, sondern auf das genaue Gegenteil (selbstsicheres Verhalten) in meinen Ausführungen deutlich hingewiesen (z.B. auch in FAQ:1079, auf das ich verwies). Das schließt auch ein, daß man sich zur Wehr setzt, sich nicht emotional ausnutzen und sich nicht ständig zur Schnecke machen läßt. Wie man das genau macht, ohne sich aggressiver Verhaltensweisen zu bedienen, kann man lernen. Vielleicht fällt es Dir schwer, Dir das vorzustellen. Ich vermute es, weil Du das Bild der rachsüchtigen Furie oder gar des aggressiven Draufschlägers an die Wand malst. Das war niemals meine Meinung und wird es auch nie sein.

Oliver

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Ich vermute es, weil Du das Bild der rachsüchtigen Furie oder gar
des aggressiven Draufschlägers an die Wand malst.

Du liegst vollständig falsch. Ich denke differenziert, ziehe jeweils mehrere Möglichkeiten in Betracht und behaupte nicht, schon gar nicht, um „Recht“ zu haben und an meinem Profil zu feilen. Das erstickt viele interessante Diskussionen hier im Keim, leider.
Gruß,
Anja

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Hallo Anja,

Deine Antwort zeigt, daß es Dir nur vordergründig um das von Kerstin angesprochene Thema geht. Eigentlich geht es Dir um etwas, was Du schon in Deinem Posting im anderen Thread angesprochen hast und das hier nun sehr deutlich zum Vorschein kommt. Deine privaten Probleme mit anderen Usern sind aber kein Thema für dieses Board und in keinem Fall hilfreich für die Fragestellerin - außer als Negativbeispiel, wie man es nicht machen sollte.

Gruß,

Oliver

5 „Gefällt mir“

Steig nicht drauf ein .
Hallo Kerstin!

Zuerst …ich spare mir den Kommentar zu dem Gerangel hier weiter unten.

Vielleicht hilft es dir ,nicht darüber nachzudenken ,was Du falsch gemacht hast und was sie gegen Dich hat ,sondern Dir klar zu machen ,dass SIE ein Problem hat ,das nicht existiert ,weil Du ihre Kollegin bist ,sondern weil sie unzufrieden ist oder werweisswas. Sicher richtet sich ihre Agression nicht nur gegen Dich sondern auch gegen andere Leute in Ihrer Umgebung.
In Dir hat sie offenbar auch ein Opfer gefunden ,weil sie merkt ,dass sie Dich erschüttern kann.Das wird sie immer weiter machen lassen .
Klappt ja.
Nun mein Rat.
Nimm Dir vor ,dich nicht von ihr treffen zu lassen .Gut ist ,wenn du Dir einen Satz vornimmst ,den Du dir dann sagst…sowas wie…die ist unzufrieden und meint nicht mich.
Oder …ich bin ok,sie hat ein Problem(das Du dir ja vorher überlegt hast).
Gut finde ich ,dass Du nicht darauf einsteigst und sie weiter grüsst.

Ich hab sone Kollegin ,die macht das GLeiche mit mir, aber ich steig nicht drauf ein . Manchmal wenn ich soweit bin ,dass ich denke ,jetzt beschwer ich mich ,geh ich erst mal nach Hause und denke ein bisschen drüber nach. Dann besinne ich mich drauf ,dass ich mir vorgenommen hatte ,mich nicht drauf einzulassen,weil das viel zu schlecht ist.
Wenn sie mich nicht grüsst ,sag ich …guten Morgen!! Manchmal auch „…hast du grade schon guten Morgen gesagt ?Sorry hab ich nicht gehört…“

Alles Gute und ein dickes Fell wünscht Dir

Kosmokatze

schwierige Menschen
Hi Kerstin

Ich würde gerne wissen, wie ich mich gegenüber meiner Kollegin
verhalten könnte, damit unsere Beziehung besser wird.

Angesichts der Situation, die du beschreibst, verhältst du dich bereits optimal.

Ich bin recht schüchtern, aber weiss wohl was sich gehört, und
grüße sie immer. Als wir noch zusammen im Zimmer saßen, habe
ich oft versucht ein Gespräch mit ihr zu führen…

Hier kann ich nur voll dem zustimmen, was Anja bereits schrieb:

Ich meine, Schüchternheit und trotzdem tun, was sich „gehört“ ist eine :Riesenstärke, wozu ich Kerstin nur gratulieren kann. Sie beherrscht :damit einen zentralen Punkt der „sozialen Kompetenz“

Denn auch durch Verhaltenstrainings kannst du deine Schüchternheit nicht verändern, aber du kannst lernen, dich trotz der Schüchternheit der jeweiligen Situation optimal angemessen zu verhalten - und genau das tust du ja bereits.

Daß deine Kollegin ein problematisches, nicht sehr umweltfreundliches Verhalten zeigt, ist ja offenbar auch anderen Kollegen bewußt, es liegt also nicht an deiner subjektiven Wahrnehmung. Und soetwas läßt sich nicht ohne weiteres verändern, zumal die Dame ja auch noch vom Chef „gedeckt“ wird. Hier aber Vorsicht! Ihr wißt ja nicht, ob der Chef das nicht auch bereits erkannt hat und das seinige daran zu tun versucht. Führungskräfte haben oft nicht unbedingt einen Sinn dafür, wie ein Verhalten das Betriebsklima und damit die Leistungskraft der Mitarbeiter destruieren kann. Die Äußerung „das müßt ihr miteinander ausmachen“ ist fast immer ein Zeichen von Hilflosigkeit und erheblichem Mangel an Fähigkeit zur Mitarbeitermotivation. Folglich ist die Äußerung dann wieder richtig: Ihr müßt es wirklich untereinander ausmachen.

Nicht aufzugeben und immer wieder die Kollegin vorsichtig auf ihr problematisches Verhalten anzusprechen (ohne(!) Vorwürfe! Das ist sehr wichtig), und zwar am besten unmittelbar in einer Situation, wo es aktuell brisant wird („warum machst du das? Was hast du gegen mich? Was kann ich tun, damit du freundlicher zu mir bist“ … usw), und dann weiter immer wieder auch mit den anderen Kollegen abzusichern, daß deine eigene Wahrnehmung objektiv ist und so wenig wie möglich von deinem eigenen Frust gefärbt ist, das ist das beste Mittel, um Nerven zu schonen.

Ich kenne so eine Situation überhaupt nicht, dass jemand sich nicht :mit mir versteht und bin ratlos.

Das ist klar, wenn man selbst ein umgänglicher Mensch ist, versteht man sowas nicht. Je mehr du aber lernst, andere etwas schwerer durchschaubare Menschen zu verstehen, und zu erkennen, was alles „dahinter“ stecken kann, desto mehr wirst du es auszuhalten lernen, ohne „Nerven“ dabei zu lassen.

„Rote Haare, Sommersprossen sind des Teufels Volksgenossen“

Solche dumme Sprüche solltest du erst gar nicht hochkommen lassen. Sie verhindern nur, dir nach und nach mehr Menschenkenntnis zuzeignen und zu lernen, auch mit schwierigen Personen umzugehen.

Gruß

Metapher

Mh…
Hi Oliver,

Deine Antwort zeigt, daß es Dir nur vordergründig um das von
Kerstin angesprochene Thema geht.

Mir ging es nur um Kerstins Thema und ich habe versucht zu veranschaulichen, dass ich im Gegenteil zu Dir finde, dass in dem Verhalten, was K. praktiziert, sehr wohl ein hohes Maß an Selbstwertgefühl und sozialer Kompetenz liegt.

Eigentlich geht es Dir um etwas,

hier beginnen hahnebüchende Spekulationen, die ich mir verbitte, ich habe um keine Diagnose (wozu?) und Hilfestellung gebeten.

was Du schon in Deinem Posting im anderen Thread
angesprochen hast und das hier nun sehr deutlich zum Vorschein
kommt.

Es wäre ganz im Sinne eines Austauschs, zu wissen, wovon Du sprichst.

Deine privaten Probleme mit anderen Usern

Mir ist kein User bekannt, mit dem ich „Probleme“ habe.
Also nenne Ross und Reiter, damit ich weiß, wovon Du sprichst

sind aber kein Thema für dieses Board

Wenn ich Probleme habe, dann äußere ich sie u.U. hier, das ist lt. Brettbeschreibung der angemessene Platz. Aber Kerstins Frage berührt meine Probleme in keinster Weise.

und in keinem Fall hilfreich für
die Fragestellerin - außer als Negativbeispiel, wie man es
nicht machen sollte.

Mein Beispiel betrachte ich persönlich als eindeutig „positiver“ als der Rat, Gleiches mit Gleichem zu vergelten, um dann zu triumphieren. Kerstin ist es, die aufgrund der Einschätzung der Lage in Verbund mit Intuition und Verstand die Entscheidung über ihr künftiges Verhalten trifft.
Im übrigen lese ich FAQs und Bücher und Fachzeitschriften etc. aus purem Interesse an der Sache. Das heißt für mich aber nicht, dass ich zum Götzenanbeter werde. Ich bediene mich da wie in einem Supermarkt, indem ich mir die Sachen aussuche, die mir stimmig scheinen und füge sie zu meinem Bild, von dem ich wiederum keinen allgemeingültigen Anspruch auf die *wahre* Methode ableite. Es gibt Ansätze von Freud, von Jung, von meinem Namensvetter Adler, von Eric Berne sowie verhaltenstherapeutischer Art (gibt es einen Urvater der Verhaltenstherapie? Ist mir jetzt nicht bekannt),die alle ihre Berechtigung haben. Und ich weiß, dass jedem Problem individuell begegnet werden muss. Nicht jeder Konflikt ist ausschließlich mit einer bestimmten Methode zu bewältigen, manchmal sind auch Kombinationen, manchmal aber auch völlig unkonventionelle Herangehensweisen angebracht. Und da auf Kosten der Patienten zu streiten, nur weil sich jemand mit dem Gebetbuch seines Doktorvaters in der Hand zum unantastbaren Heiler aufschwingt, ist durch und durch egoistisch und letztlich menschenverachtend.

Das war ja auch der Punkt, wo ich meine Anfrage bezüglich Medikation/Psychotherapie abbrechen musste, da ich bemerkt habe, dass ich mich damit im Grunde auf das Spielfeld vom Verhältnis zwischen Therapeuten und Patienten in ihren ihnen klassischerweise zugewiesenen Rollen begeben habe, dem ich mich im Moment schlecht gewachsen fühle, da ich mich selbst in einer Phase der Medikamentenumstellung befinde und damit mit mir selbst genug zu tun habe (das sind Fragen, die ich mit meinem persönlichen Arzt im RL löse, da sie wirklich weit über das hinausgehen, was ein Psycho-Brett leisten kann…). Die Debatte, die ich gerne einmal führen würde, wäre die über die Kompetenz und Mündigkeit der Patienten, eine Eigenschaft, die viele Fachleute gern übersehen. Und da liegt Dein Gefühl von Gekränktheit, das ich sehr wohl spüre und es würde mich freuen, wenn wir unser Gespräch auf sachlicher Ebene fortsetzen könnten.
Einen schönen Gruß,
Anja

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Gutes Posting!
Du hast völlig recht: mit einer Veränderung des Verhaltens kann man sehr gut Schüchternheit überwinden. Da ist es auch kein Wunder, dass nur verhaltenstherapeutische Ansätze existieren, die mit einer sehr hohen Erfolgsrate Schüchternheit überwinden lassen, so z.B. das sog. „Selbstsicherheitstraining“ und auch das „Assertiveness-Training ATP“ (siehe z.B. Ullrich u.a. 1980; Feldhege u. Krauthan 1979). Vor allem aus diesem Grunde werden solche leicht durchführbaren und nur kurze Zeit in Anspruch nehmenden Trainingsprogramme auch gerne in VHS-Programmen eingebunden, denn viele Menschen leiden unter Schüchternheit.
War mir wichtig, dies zu Deinem Posting zu ergänzen. Mach weiter so!

Viele Grüße,
Der Captain

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Sich ‚Frei‘ fühlen…
… das gibts also nicht nur im Fussball!
Na, wenn das mal die Uefa spitzkriegt…

Aber solch drakonische Strafen wirdste hier aber wohl befürchten müssen.

Taschentuch reicht
Der Captain

PS: Wo ist denn eigentlich der Rest der Mannschaft? Ganz allein aufm Platz hier?

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Hallo Anja,

das, was Du betreibst, ist Schattenboxen, das weder etwas mit Kerstins Frage noch mit meinem Posting noch mit meinen Auffassungen zu tun hat. Alles großer und vor allem unnötiger Schmarrn.

Ich werde jetzt einen auf Dich trinken gehen. Alkohol wirkt vielleicht in diesem Fall Wunder. Und ich brauch eines, um Deine Postings zu verstehen.

Es lebe die Kieler Woche!

Oliver

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Hi,

Ich werde jetzt einen auf Dich trinken gehen. Alkohol wirkt
vielleicht in diesem Fall Wunder.

Bitte keinen Alk auf mich oder in mich…

Und ich brauch eines, um Deine Postings zu verstehen.

Ja und ich einen klaren Kopf, *lach
Anja

[völlig ot] Ruf! mich!! an!!!
…und sag’s mir vor: Mh…

Gruß Ralf

Tel.-Nr.? owT

Der Gewünschte Teilnehmer…

…ist zur Zeit nicht zu erreichen. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Das hilft bei mir. Es hat gegen meine Alpträume geholfen und auch gegen Frust, den ich von meinen lieben Mitmenschen einzustecken hatte. Da ich ziemlich nah am Wasser gebaut bin, kann ich mir manchmal nicht helfen, als vor Wut und Hilflosigkeit über ein benehmen, wie du es geschildert hast, zu weinen. Das macht mich natürlich noch wütender.

Es hilft mir, mein gehirn zu betäuben und die schlechten Gedanken zu verbannen, indem ich mir denke:„Der von Ihnen gewünschte Teilnehmer ist zur Zeit nicht erreichbar. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.“
Dadurch kommt keine Wut in mir hoch und ich kann die Sache besser klären und mit der Situation besser umgehen.

Bitte zu bemerken: ich rate dir hier nicht, alles runterzuschlucken und nicht weiter zu mucksen. Aber so wie du es schilderst, weigert sich deine Kollegin, auf dich zuzugehen. Wenn du die Lage nicht lösen kannst (und das kannst u nicht alleine. Sie muß auch mitmachen), dann kann diese methode helfen

Gruß vom Igel