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24.07.2008
GERICHTSSTREIT
Talula does the Hula From Hawaii klagt gegen ihren Vornamen
Sie hieß „Talula does the Hula From Hawaii“, ein Vorname, der ihr furchtbar peinlich war. Eine Neunjährige aus Neuseeland zog vor Gericht, um eine Namensänderung zu erwirken. Den Eltern wurde schließlich sogar das Sorgerecht entzogen.
Wellington - Ihr Name ist bizarr. Und war ihr so peinlich, dass sie es schließlich nicht mehr ertrug: Eine Neunjährige ist im Februar dieses Jahres in Neuseeland vor Gericht gezogen, weil sie ihren Vornamen ablegen wollte. Das Mädchen hieß „Talula does the Hula From Hawaii“.
„Sie hat ihren Freunden erzählt, sie heiße „K“, weil sie fürchtete, sonst verspottet und gehänselt zu werden“, sagte die Anwältin der Neunjährigen, Colleen MacLeod, dem britischen „Guardian“.
Der Familienrichter hatte Verständnis: Die Eltern verloren das Sorgerecht für ihre Tochter, die sich einen neuen, nicht genannten Vornamen aussuchen konnte.
„Das Gericht ist bestürzt über das mangelhafte Urteilsvermögen der Eltern bei der Namensgebung“, sagte Richter Rob Murfitt. „Dieser Name hat einen Narren aus dem Kind gemacht und ihr ganz unnötig ein soziales Handicap beschert.“
Die Neunjährige habe mehr Bewusstsein für die Situation bewiesen als die Eltern, führte Murfitt weiter aus. Er kritisierte den Trend unter Eltern, ihren Kindern ausgefallene Namen zu geben.
Nicht erlaubt sind in Neuseeland Vornamen wie Stallion (Hengst), Yeah Detroit, Fish and Chips (für Zwillinge), Twisty Poi, Keenan Got Lucy, Fat Boy, Cinderella Beauty Blossom sowie Sex Fruit.
Weiterhin erlaubt sind dagegen Vornamen wie Benson und Hedges (für Zwillinge), Midnight Chardonnay, Number 16 Bus Shelter (Bushaltestelle 16) und Violence (Gewalt).
pad
ERSTELLT 24.07.08, 15:53h
http://www.rhein-sieg-anzeiger.ksta.de/html/artikel/…
Mädchen klagt gegen ihren Vornamen
… und die 9-jährige Neuseeländerin bekommt Recht. Sie muss nun nicht mehr mit dem Namen „Talula does the Hula from Hawaii“ herumlaufen. Die Eltern verlieren dazu noch das Sorgerecht.
Wellington - Ein neuseeländisches Mädchen muss nicht mehr mit dem Namen „Talula does the Hula from Hawaii“ herumlaufen. „Das macht das Kind ja zum Narren und kommt einem sozialen Handicap gleich“, wetterte Familienrichter Rob Murfitt nach Presseberichten.
Er entzog beiden Eltern das Sorgerecht, bis sie dem Kind einen neuen Namen gegeben haben. Die Kleine ist bereits neun Jahre alt. Sie schäme sich derart, dass sie sich von ihren Freunden nur «K» rufen lasse, sagte ihre Anwältin vor Gericht, wie die Zeitung «Taranaki Daily News» berichtete. Die Eltern hatten sich getrennt und wollen beide das Sorgerecht für das Mädchen erstreiten.
Die Richter sind nach Angaben von Murfitt bestürzt über Namen, die manche Eltern für ihre Kinder aussuchen. Er nannte Beispiele wie „Fish and Chips“ (Fisch mit Pommes) für Zwillinge, oder „Benson and Hedges“ nach einer Zigarettenmarke. Ihm waren auch schon Namen wie „Number 16 Bus Shelter“, und „Sex Fruit“ untergekommen. Ämter können in Neuseeland ausgefallene Namen nicht ablehnen. Die Namen dürfen nur nicht zu lang sein, jemand beleidigen oder nach einem offiziellen Titel klingen. (dpa)