hallo Anita,
danke für deine antwort.
Gerne. Aber ich glaube Du hast mich nicht verstanden bzw. der Ausdruck fremde Kulturen überlesen.
ich habe das gefühl, dass wir beide kein problem damit haben,
wenn ein kind einen ausländischen vornamen und einen deutschen
nachnamen hat.
In der Tat. Ich habe kein Problem damit. Nur manche Kombinationen finde ich ganz schrecklich. Aber ich persönlich würde nichts tun um den Eltern umzustimmen: Sie sind diejenigen, die dem Kind mal fragen und Antworten stehen müssen -nicht ich.
daher verstehe ich nicht, warum du es lustig findest, wenn ein
kind einen englischen vornamen bzw. mehrere und einen typisch
deutschen nachnamen hat.
Diesen Fall habe ich nicht zitiert oder kommentiert. Aber es macht ja nichts: Ich finde schrecklich, wenn Eltern ZWANGSLÄUFIG versuchen eine FREMDE Kultur im Name seines Kindes reinzuquetschen, die im Land wo sie leben sich schrecklich anhört (Mein Beispiel waren Englischen Vornamen mit spanischen Nachnamen) Wenn das aber zum Kulturkreis der Eltern gehört, dann finde ich zwar noch immer schrecklich, aber irgendwie OK, daß man dem eigenen Kind so eine Kombination zumutet und nicht darauf geachtet wird, daß es sich wenigstens „nett“ anhört.
Glaube mir, eine Marilyn damals in meiner Schule, wäre den ganzen Spott den Kindern ausgesetzt (ausser evtl wenn die Eltern aus dem englischen Sprachraum kommen und einen entsprechenden Nachnamen auch haben. Also schrecklicheres als Marilyn González López kann ich mir wirklich nicht vorstellen)
vielleicht lebe ich noch nicht lange genug in deutschland, um
diesen humor, der vielleicht typisch deutsch ist, zu
verstehen.
Ich bin keine Deutsche…
ich fände es aber sehr freundlich von dir, wenn du es mir
erklären könntest.
Ich habe bereits versucht meinen Sichtpunkt zu erläutern. Es ist aber nur meine persönliche Einstellung und nicht eine universelle Definition, die überall und unbedingt Anwendung findet (bzw. finden soll).
aber woher will man vorher ausmachen, ob der name eine strafe
für das kind ist?
Ich glaube man kriegt ein bißchen ein Gespür dafür, wenn man lange genug in einem Land gelebt hat…
z.B. als ich dabei war ein Name für mein Sohn auszusuchen, schlugen mir mehrere Deutsche „Leon“ vor. Doch für mich, als Spanierin kam so etwas nicht in Frage, weil für uns hört sich das so an, wie für Deutsche ein Kind das z.B. „Groß Gerau“ hiessen würde. Oder „Tiger“. Nein, wirklich nicht. Es muß nicht sein.
kinder werden immer gehänselt, ob wegen des
namens oder aber eines äußerlichen körpermerkmals oder einer
charaktereigentschaft… .
Ja eben. Deshalb so gut es geht sollte man versuchen diese Sachen noch im Rahmen zu halten.
aber wenn jemand deutsch ist und einen deutschen namen für
sein kind wählt, damit es dem deutschen kulturkreis zugehörig
ist,
Falsch! Ein Kind wird nicht einer Kultur zugehörig, weil er einer Vornamen trägt, der diese Kultur gehört!. Frag sonst den Barack Obama! ;o))
dann ist es doch schon ein zwang einen deutschen namen zu
wählen.
Natürlich. Muß aber nicht.
In München gibt es recht oft solche Namen wie Wolgang Santelli (erfunden), weil obwohl der Wolfi Deutscher ist und auch hier geboren wurde und Italien wenn überhaupt nur vom Urlaub her kennt, war sein Opa eben aus Sizilien ausgewandert. Aber nicht deshalb muß zwangsläufig der Herr Santelli Giovanni oder Gian-Lucca heissen!
Mir ging es nur um zwangsläufig eine fremde Kultur zu zwingen, die sonst nicht in der Familie vorkommt und auch von der Umgebung her nicht üblich ist.
Schöne Grüße,
Helena