mich stört an deiner Antwort hauptsächlich das Wort
„vernünftig“.
Schön oder nicht schön ist subjektiv, aber vernünftig ist …
überheblich.
Natürlich ist meine Ansicht überheblich.
Mein Kind wird jedenfalls einen vernünftigen Namen bekommen
wie z.B. Katrin, Nicolas, Nicole, Martin, Maria, Silvia, Anna,
Stefan oder Alexander .
Und wenn du dann die obengenannten Namen noch diesen hier:
Thor, Jesper, Leon, Kevin, Chantalle, Mandy oder Finn heissen…
gegenüberstellst, dann machst du auch noch sofort klar, dass
„vernünftig“ oder nicht lediglich eine Modefrage ist.
Natürlich ist das eine reine Mode- und Geschmacksfrage.
Weder Nicolas noch Nicole oder Alexander sind deutsche Namen.
Im weiteren Sinn auch Silvia, Maria und Anna nicht. Für Katrin
und Stefan müsste ich googeln, um sie genau zu bestimmen. Ist
aber nicht notwendig, man versteht sicher, was ich meine.
Es ist völlig unerheblich, wo der Name herkommt, solange er nicht total extrovertiert, hier üblich und nicht dazu bestimmt ist, irgendein exzentrisches Geltungsbedürfnis der Eltern auf Kosten des Kindes zu befriedigen.
eigentlich kann ich mich sonne nur anschliessen und bedauern, dass ich nur einen Stern geben konnte
Darum möchte ich nur ergänzend was zu „Victora“ sagen - so schön der Name ist und so viele „objektive“ Kriterien er erfüllt (Bedeutung, Aussprache, Klang), man sollte die sich aufdrängende Kurzform „Vicky“ mit F am Anfang gesprochen nicht ganz ausser Acht lassen
ich finde diese Vornamen-Lächerlichkeitmacherei extrem arrogant.
Ich habe das früher auch gemacht (vielleicht findet sich sogar ein Artikel meinerseits im Archiv, kann sein, aber sicher nicht so ätzend, wie hier viele schreiben) - meine Meinungsänderung kam aufgrund eines Postings, das genau dieses Arroganz kritisierte (kann im PB passiert sein, dann ist es nicht im Archiv).
Wer sind wir denn, dass wir die Namensgebung anderer Leute so ins Lächerliche ziehen dürfen?
Zum einen sind Namen einer Mode unterworfen. Auch die „klassischen“, alten (alt-deutschen) Namen sind eine Mode, die gerade wiederkommt. Im Moment eher bei den „besseren“ Schichten zu finden, aber es ist eine Mode (ich arbeite an einer Grundschule, da kann man diese Trends ziemlich gut verfolgen).
Das „Ausländische“ anprangern ist auch nicht stichhaltig, sehr viele Namen, die wir als „deutsch“ empfindenl, sind das gar nicht.
Zum Kulturkreis sollen sie passen und die Aussprache sollte stimmen.
Vielleicht sehe ich das lockerer, weil ich aus einem Landstrich komme, wo es schon immer den „Schorsch“ gab, der dem romanischen Georges näher istals dem deutschen Georg. Wo Leute schon immer „Schann“ gerufen werden (und Jean geschrieben). Danach habe ich in einem Land gelebt, in dem ein FranÇois „Frantswa“ und eine Nadine „Näidiiin“ ausgesprochen wird.
Die englische „Endschela“ wird andererseits bestimmt zucken, wenn sie das erste Mal auf Deutsch mit „An-GEEELA“ angesprochen wird.
Es gibt viele dieser Beispiele „falscher“ Aussprache, die wir nur nicht mehr als falsch empfinden, weil sie sich eingebürgert hat und unser Ohr und das berühmt-berüchtigte „Sprachgefühl“ sich daran gewöhnt hat.
Wenn die heuten Jaquelines und Jessicas in ihren 50ern sind, werden wir uns über andere „neue“ Modenamen aufregen.
Es ist völlig unerheblich, wo der Name herkommt, solange er
nicht total extrovertiert, hier üblich
gerade Finn und die anderen SIND aber hierzulande inzwischen üblich.
und nicht dazu bestimmt
ist, irgendein exzentrisches Geltungsbedürfnis der Eltern auf
Kosten des Kindes zu befriedigen.
Wer ist exzentrischer? Derjenige, der seinem Kind einen Namen gibt, der ihm vom Klang her gefällt (auch wenn es nicht der Klang ist, denn das Bildungsbürgertum für richtig hält) oder derjenige, der nun, da „exözentrische“ Namen nun als „Proll“ gelten, in die Mottenkiste greift und einen alten, „ordentlichen“ Namen raussucht.
Lasst doch die Leute ihren Kindern Namen geben ,die sie möchten, und zieht euch nicht daran hoch, wieviel besser gebildet und intelligenter ihr seid.
man sollte die sich
aufdrängende Kurzform „Vicky“ mit F am Anfang gesprochen nicht
ganz ausser Acht lassen
Ich kann mich an eine Episode auf dem Gymnasium erinnern, wo der Zweitname eines Mädchens - eben Viktoria - bekannt wurde. Sie wurde zu Tränen gehänselt.
Bei aller Lanze, die ich gegen Namenshetzerei weiter unten gebrochen habe - eine Einschränkung möchte ich machen: wenn man von vorneheraus weiß, dass ein Name große Angriffsfläche zum Spott gibt, sollte man sich das zumindest unter diesem Aspekt nochmal überlegen. Eine Klassenkameradin von mir hieß Jasmin - damals sehr ungewöhnlich. Nachdem Anfang der 70er Jahre eine Frauenzeitung mit dem Namen „Jasmin“ herauskam, in der für damalige Zeiten recht freizügig über Sex berichtet wurde, konnte sie ihrer Pubertät nicht mehr froh werden. DAS war ein Fall, den die Eltern nicht voraussehen konnten.
Mit anderen Worten: Es gibt soviele unkontrollierbare Faktoren, warum dann etwas wählen, von dem man von vorneherein weiß, wie es ausgenutzt wird.
Gruß
Elke
PS: An unserer Schule gibt es 3 Charlottes. Es ist eine englischsprachige Schule, d.h. die Kinder heißen alle „Scharlott“. Ein schöner Name, in der Tat - es ist eine Grundschule, bis jetzt habe ich das geflügelte Wort von „Charlotte, the harlot*“ noch nicht sehr oft gehört.
habe meinen Sohn auch Viktor genannt. Damals waren meine Deutsch-Sprachkenntnisse zu spärlich um an das „F“ zu denken und ich dachte, diesen Namen könnte man nicht verballhornen.
Dazu was lustiges, was ich nicht von meinem Sohn, sondern von seinem Klassenlehrer erzählt bekam:
Mein Sohn wurde von seinem Lehrer (Pfälzer) „Fiktor“ genannt (sehr förderlich zur Belustigung von seinen Mitschüler ). Da sagte ihm mein kleiner Held:
„Sie sagen ja auch nicht „Fase“, sondern „Vase“, wieso können Sie nicht „Viktor“ sagen, ist das denn SO schwer!?“
Von da ab war das geklärt
Aber du hast recht, an „Verhunzung“ sollte man bei Namensgebung schon achten.
Es ist völlig unerheblich, wo der Name herkommt, solange er
nicht total extrovertiert, hier üblich
gerade Finn und die anderen SIND aber hierzulande inzwischen üblich.
und nicht dazu bestimmt
ist, irgendein exzentrisches Geltungsbedürfnis der Eltern auf
Kosten des Kindes zu befriedigen.
Wer ist exzentrischer? Derjenige, der seinem Kind einen Namen
gibt, der ihm vom Klang her gefällt (auch wenn es nicht der
Klang ist, denn das Bildungsbürgertum für richtig hält) oder
derjenige, der nun, da „exözentrische“ Namen nun als „Proll“
gelten, in die Mottenkiste greift und einen alten,
„ordentlichen“ Namen raussucht.
Ersterer.
Lasst doch die Leute ihren Kindern Namen geben ,die sie
möchten, und zieht euch nicht daran hoch, wieviel besser gebildet und intelligenter ihr seid.
Habe ich das?
In meinem Freundes- und Familienkreis gibt es für die Kinder u.a. folgende Namen:
Luca-Leon
Ida
Fred
Anna-Sophie
Paul
Klara
Finn
Theresa
Magdalena
Carolin
Julia
Markus
Also alles dabei, von klassisch-traditionell bis neu-exzentrisch.
Ich behalte meine Ansicht zu den Namen vor meinen Bekannten für mich, nehme mir aber das Recht heraus, eine Meinung dazu zu haben und meinen eigenen Kindern Namen zu geben, mit denen sie in der Schule und im späteren Leben nicht gebrandmarkt sind.