Hallo,
Anhand des Wahlprogramms, kann man die Richtung erkennen die
die Partei einlegt.
so sollte es sein.
Es wurden nicht das erste mal Wahlversprechen über Board
geworfen und wird auch nicht das letzte mal sein. Kritisch
wird es erst, wenn das ohne mit der Wimper zu zucken
geschieht.
Für mich wird es schon früher kritisch.
Wie wichtig der Punkt ‚Linke‘ für die Wahl in Hessen war, sieht man schon an den häufigen Fragen der Journalisten zu dem Thema.
Wenn Frau Ypsilanti nun nach der Wahl die Aussage ändert, beschädigt sie damit weit mehr, als nur ihre eigene Glaubwürdikeit.
Die CDU und die FDP werden (zu Recht) bei künftigen Wahlen der SPD vorwerfen, daß man sie nicht ernst nehmen kann.
Wie soll denn die Regierungsbildung anders aussehen?
Bei SPD+CDU wird denke ich nicht viel bei rum kommen und die
CDU bestünde sicherlich auch auf Koch als Ministerpräsident.
Ich habe keinen Vorschlag, den ich für gut halte. Die Entwicklung war aber vorhersehbar. Frau Ypsilanti muss sich vorhalten lassen, daß sie das vor der Wahl hätte wissen müssen oder gewusst hat.
So richtig verstehe ich auch nicht warum vor der Wahl von
allen Parteien die Linke so abgelehnt wurde, dadurch macht man
sie nur stärker (attraktiver für Protestwähler), auf der
anderen Seite kann ich mir sogar vorstellen das SPD und Linke
relativ produktiv sein könnte. Die Linke mag zwar etwas
radikal links sein aber so verschieden mit der SPD ist sie nun
auch nicht.
Das ist nicht der Punkt. Eventuell hätte Frau Ypsilanti die Wahl ja auch gewonnen, ohne sich gegen die Linke auszusprechen, hat sie aber.
Also mir ist es auf jeden Fall lieber, wenn die SPD ihr
„Wahlversprechen“ bricht und dabei ein produktives Bündniss
entsteht, als das sie es nicht bricht und in der kommenden
Legislaturperiode nichts bei rum kommt.
Ich habe keine Ahnung, ob das jetzt für Hessen eine gute Idee ist. Ich stelle mir aber schon den Wahlkampf im Saarland vor, in dem die nächste Lanftagswahl statt fndet. Da kann Herr Maas dann erzählen, was er will, kein Mensch wird auch nur ein einziges Wort glauben.
Du weißt, daß Oskar mit der Linken Ministerpräsident im Saarland werden will? Wenn Frau Ypsilanti jetzt wirklich ‚umkippt‘, verbessert das Oskars Chancen erheblich, schon weil Politiker allgemein unglaubwürdig werden und die Wahlbeteiligung zurück geht. Für das Saarland erwarte ich dann weniger als 55%.
Gruß, Rainer