Schreibaby mit einem Jahr?

Hallo liebe Experten,
Eine Freundin von mir ist verzweifelt. Ihr Sohn schreit seit Mittwoch tags wie nachts wenn der Sichtkontakt, bzw. nachts der Körperkontakt abbricht. Sie weiß einfach keinen Rat mehr. Auszuschließen sind:
Fremdeln. Wildfremden gegenüber die ihm nahe kommen und ihn verbal herzen und knuddeln verhält er sich normal.
Zahnungsbeschwerden. Mit Viburcol und Paracetamol intus und Osanit und Dentinox war es das gleiche. Natürlich nicht alles gleichzeitig sondern nach wirkungsstärke stegend wenn das mildere nicht geholfen hat.
Bauchkrämpfe. Auf dem Arm lässt er sich schnell beruhigen.

Wäre toll wenn jemand eine Idee hätte. Danke schon mal.

Hallo,

Auf dem Arm lässt er sich schnell beruhigen.

Da hast du doch schon die Lösung :smile:

Gruß
Miriam

Klar ist das ne Lösung. Tagsüber mag das ja noch gehen. Aber was ist mit nachts??? Mal ne Nacht durchmachen oder auch 2 gehört dazu. Aber auch Muttis brauchen ab und an mal ne Mütze Schlaf :smile:
Was uns mehr interessiert ist eine mögliche Ursache. Und ich hab ihr auch schon gesagt dass sie montag zum Arzt soll wenn es nicht viel besser wird.

Hi,

Klar ist das ne Lösung. Tagsüber mag das ja noch gehen. Aber
was ist mit nachts??? Mal ne Nacht durchmachen oder auch 2
gehört dazu. Aber auch Muttis brauchen ab und an mal ne Mütze
Schlaf :smile:

Das weiß ich selbst sehr gut, mein Kleiner ist 9 Monate und schläft noch nicht durch :wink:

Was uns mehr interessiert ist eine mögliche Ursache. Und ich
hab ihr auch schon gesagt dass sie montag zum Arzt soll wenn
es nicht viel besser wird.

Du hast anfangs geschrieben, wenn der Körper- oder Sichtkontakt weg ist, schreit das Kind. Vielleicht hat es einfach nur einen großen Bedarf nach Nähe im Moment. Ich würde es erstmal damit versuchen, ihm das zu geben.

Gruß
Miriam

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Das hab ich auch geraten, aber die Eltern haben Angst, dass das dann zur Marotte wird weil der Kleine ein ausgeprägtes Gewohnheitstier ist. Meine Freundin hat allerdings eingesehen, dass es erst mal die einzige Lösung ist. Danke dir auf alle Fälle.

Ich hoffe weiter auf Tipps und Ratschläge.

Hallo Seppelinchen,

das ist total normal. Meine Tochter ist jetzt 13 Monate und schläft im Moment nur im Arm von Mama ein. Und ich kenne noch mehr in dem Alter, die momentan in dieser Beziehung recht anstrengend sind. Ich tippe auf Verlustängste. Da muss deine Freundin jetzt durch. Was bleibt ihr anderes übrig.

Viele Grüße von Suse

Auszuschließen sind:

KISS?

z.b.

http://www.schreipage.de/kiss.htm

tilli

Das hab ich auch geraten, aber die Eltern haben Angst, dass das dann zur Marotte wird

Eigentlich werden unbefriedigste Bedürfnisse später eher zur Marotte als befriedigste Bedürfnisse. Zum Beispiel haben ja auch eher Babys, die nicht gestillt wurden, noch als Erwachsene ein ausgeprägtes Nuckelbedüfnis, und Kinder, die zu früh alleine schlafen müssen, leiden oft noch lange unter Alpträumen.

Ich mach mir nur Gedanken, weil du geschrieben hast, es sei genau seit Mittwoch so. Vorher also nicht? Ist an dem Mittwoch oder dem Dienstag davor irgendwas passiert?

Viele Grüße

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Hallo Tilli,

bei dem KiSS-Syndrom handelt es sich um eine erfundene (Mode)Krankheit: http://www.zeit.de/2000/35/200035_kiss.xml?page=1

Gruß

=^…^=

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wurde er vielleicht geimpft?

Hallo,

es mag sein, dass ich verkehrt ticke. Aber irgendwie kapier ich die Gedankengänge nicht.

Da ist ein einjähriges Würmchen, dass seit sage und schreibe lächerlichen 2 Tagen schreit, wenn der Körper- bzw. Sichtkontakt abbricht. Und nach 2 Tagen bereits weiß Mutter schon keinen Rat mehr und tituliert das Baby als „Schreibaby“. In den Raum geworfen werden noch Zahnen und Bauchkrämpfe. Wobei ersteres völlig normal ist, der Mensch bekommt Zähne.

Ich kapier es wie gesagt nicht:

  1. Das Kind lässt sich grundsätzlich beruhigen. Insofern halte ich es für völlig übertrieben, bereits nach 2 Tagen derart die Nerven zu verlieren. Wenn die Eltern dearartig dünnhäutig sind, sollten sie ganz fix mal bei sich selber gucken. Da besteht u.U. größerer Handlungsbedarf als beim Kind.

  2. Viburcol, Paracetamol, Osanit, Dentinox. Ein halber Arzneimittelschrank also, der dem Würmchen innerhalb von 48 Stunden verabreicht wurde. Und das obwohl offenbar überhaupt noch nicht geklärt ist, wo die Ursache herrührt? Denn es könnten ja auch Bauchkrämpfe sein? Das überschreitet in meinen Augen schon die Grenze zur Verantwortungslosigkeit. Ich kann ein 12-Monate altes Kind nicht zum Medikamenten-Test-Objekt machen. Auch, wenn ein Teil davon als homöopathisch deklariert ist. MEdikament ist Medikament. Ich kann nicht, nur weil das Baby schreit, mich vor den Medikamentenschrank stellen und nacheinander mal auf gut Glück ausprobieren!

Irgendwie klingt das für mich nach Eltern, die ihr Kind ruhig haben wollen. Und zwar nicht vordergründig, weil das dann ruhige Kind eine Folge davon ist, dass es ihm gut geht, sondern damit sie selbst ihre Ruhe haben. Alles andere ist nervig. Und was nervig ist gehört abgestellt. Und nervzackramal, dann findet man nach 2 Tagen halt den Stempel Schreibaby, ein Begriff zu dem Google sage und schreibe 45.200 Treffer ausspuckt, die einem dann die wüstesten Ursachen vermitteln, Diagnosen, die selber herausschreien: Du bist nicht allein! Es gibt so viele Menschen, die dieses harte Los mit dir teilen. Nur hochmedizinisch komplexe Reaktion hilft.

Quatsch.

  1. Beim Kinderarzt abklären, ob irgendetwas Ernsteres vorliegt. Wenn das ausgeschlossen ist dann:

  2. spricht überhaupt nix dagegen, einem Säugling / Kleinkind, mal einige Tage besonders viel Geborgenheit zu geben, wenn es die braucht. Dazu gehört, dass man den Wurm auch mal im großen Bett mit schlafen lässt, wenn es dem Familienfrieden dient. Wenn man das mal ein paar Tage macht, wird dadurch nicht automatisch ein verwöhnter Balg.

  3. Mal was für die eigenen Nerven tun. Nein, das brauchen keine Medikamente zu sein, obwohl es da auch pflanzliches für den Notfall gibt, aber regelmäßig frische Luft hilft da schon ungemein. Kann auch ein gutes Buch oder schöne Musik, ein Bad oder ein schönes Essen sein.

LG Petra

danke, dass das mal jemand sagt!
so langsam gewinne ich den eindruck, dass mache eltern schon die nerven verlieren, wenn ihr kind sich mal bewegt („hilfe, was kann man dagegen tun?“). es könnte ja eventuell, wenn zufällig noch weihnachten und ostern auf einen tag fallen, schaden nehmen (vielleicht nicht gerade jetzt, aber doch als spätfolgeschaden. oder seine nachkommen, falls es jemand welche hat.) und ganz davon abgesehen, nervt es natürlich, wenn man aufs kind achten muss oder wenn es mal schreit.
aber ich darf ja nix sagen, und tue es daher auch nicht.

schöne grüße
ann

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Hi,

so langsam gewinne ich den eindruck, dass mache eltern schon
die nerven verlieren, wenn ihr kind sich mal bewegt („hilfe,
was kann man dagegen tun?“).

ist doch nicht weiter wild, dagegen gibts doch sicher auch schon Globuli.
Und wenn die auch nicht helfen, ist die Diagnose glasklar: ADHS.

Gruß
Cess

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Hi,

Klar ist das ne Lösung. Tagsüber mag das ja noch gehen. Aber
was ist mit nachts??? Mal ne Nacht durchmachen oder auch 2
gehört dazu. Aber auch Muttis brauchen ab und an mal ne Mütze
Schlaf :smile:

und die bekommt man prima, wenn man den Körperkontakt einfach hält und gemeinsam mit dem Kind schläft. Manchmal ist es so einfach.

Ursache: Ich tippe auch auf Verlustängste. Die haben Kinder immer mal wieder.

Gruß
Cess

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hu,

ist doch nicht weiter wild, dagegen gibts doch sicher auch
schon Globuli.
Und wenn die auch nicht helfen, ist die Diagnose glasklar:
ADHS.

es könnte aber auch ein indigokind sein!

gruß
ann

Hallo Petra,

die UP ist nicht die Mutter des Babys, daher kannst du aus ihrem Posting nicht Rückschlüsse ziehen, wie die Mutter zum Schreien ihres Kindes steht und ob sie den Begriff „Schreibaby“ überhaupt geprägt hat.

Wir wissen auch nicht, ob das Kind zum ersten Mal eine solche Phase durchmacht (was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann), ob es ansonsten ein sehr ruhiges, zufriedenes Baby ist, ob es das erste Kind ist, die Mutter derzeit vielleicht selbst sehr angespannt, und, und, und…

Mag sein, dass man als Außenstehender anders reagieren würde und cool bleibt, aber die Mutter ist im Moment damit eben überfordert.

Deine These, die Eltern wollen ihr Kind ruhig stellen, damit sie selbst ihre Ruhe haben, finde ich aufgrund der wenigen Angaben über die Familie ziemlich weit hergeholt.

Gruß
Miriam

Hallo Miriam,

ich finde, dass Petra durchaus nicht daneben liegt, wenn man sich das Posting mal genauer durchliest. Natürlich ist es nicht die Mutter die schrieb, aber:

Mit Viburcol und Paracetamol intus und Osanit und Dentinox war es :das gleiche. Natürlich nicht alles gleichzeitig sondern nach :wirkungsstärke stegend wenn das mildere nicht geholfen hat.

Sicher ist die Mutter überfordert, aber gleich zu versuchen mit allen Medikamenten, die das Apothekerschränkchen hergibt, herum zu experimentieren, ohne die Ursache zu kennen, ist doch wohl sehr bedenklich. Zumal das Kind ja wohl offensichtlich lediglich mehr Körperkontakt sucht und sich durch diesen auch beruhigen lässt.

Viele Grüße von Suse

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Hallo Suse,

ich finde, dass Petra durchaus nicht daneben liegt, wenn man
sich das Posting mal genauer durchliest.

Das sag ich ja auch nicht, ich hatte in meinem Posting unten ja auch geschrieben, dass der enge Körperkontakt sicher das beste im Moment ist.

Auf die Medikamente war ich nicht eingegangen, stimmt, da geb ich dir Recht, soviel auf einmal ist sicher nicht gut.

Was ich aber nicht okay fand, war, von ruhigstellen zu sprechen, damit das Kind nicht nervt.

Gruß
Miriam

Hallo Miriam,

du weißt doch, hier im Forum wird gerne mal übertrieben um zu provozieren. Das meine ich jetzt gar nicht mal im negativ Sinne…

Ich bin gespannt, ob uns Seppelinchen ein Feedback gibt, wie es nun weiter gegangen ist. War die Mutter beim Arzt? Wie geht es dem Würmli heute?

Viele Grüße von Suse

Hallo Miriam,

ich habe meinen Beitrag geschrieben nach Durchlesen nicht nur des UP, sondern auch einiger Antworten wie der:

http://www.wer-weiss-was.de/app/service/board_navi?G…

und der

http://www.wer-weiss-was.de/app/service/board_navi?G…

Das zum Hintergrund deiner Aussage:

Was ich aber nicht okay fand, war, von ruhigstellen zu
sprechen, damit das Kind nicht nervt.

Mal vorab: Ich hab von „ruhig haben wollen“ gesprochen, nicht von ruhigstellen. Das ist ein entscheidender Unterschied! (Wenn gleich das, was da abgeht vielleicht sogar in die Richtung ruhig stellen gehen könnte, zumindest was die Medikamente angeht)

Nochmal zum Rekapitulieren: Das Kind schreit seit 2 Tagen, lässt sich aber recht leicht beruhigen. Die Mutter ist (zumindest war sie es zunächst) nicht gewillt, durch ein Mehr an Körperkontakt die Situation zu entspannen aus Angst,

dass das dann zur Marotte wird.

Gleichwohl ist sie aber willens und bereit, den halben Arzneimittelschrank auszuprobieren - und sieht dadurch keine Gefahr einer Marotte oder gar Schlimmeres! Und all das nach - ich wiederhole - 2 Tagen, wobei wir hier noch nicht mal von Dauerschreierei reden, wir reden auch noch nicht mal von erforderlichem 24-stündigem Dauerkörperkontakt, sondern lediglich vom Bedürfnis nach ständigem Blickkontakt!

Ich kann mich nur wiederholen, dass ich so ein Verhalten weit schlimmer als

nicht okay

finde. Und ich kann auch nur meinen Rat wiederholen, dass die Mutter dringend bei sich selber gucken sollte, wenn eine solche 2-tägige Episode sie bereits aus der Fassung bringt. Das ist mitnichten bös gemeint!

LG Petra

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