Schröder kann froh sein,

…dass zur Zeit der Irakkrieg das alles beherrschende Thema ist.

Hallo,

die Regierungspartei sollte, wie ich finde, das „S“ schnellst möglich aus ihrem Namen entfernen.
Warum gibt es eigentlich keinen Aufschrei gegen die Verschiebung der Sozialversicherungskosten einseitig zu ungunsten der Arbeitnehmer? Seit Bismark funktionierte die paritätische Beitragsfinanzierung der Soziversicherung einwandfrei und die SPD möchte dies mit einem Federstrich ändern.
Klar, die Senkung der Lohnnebenkosten ist notwendig, aber immer einseitig (z.B. Riesterrente) finde ich zum kotzen.

Warum geht man nicht mal die Arbeitslosenversicherung an? Da gibt es enormes Sparpotential und dies käme Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichfalls zu gute. Dort werden zum Teil so unsinnige Weiterbildungsprogramme finanziert, die gelinde gesagt für´n Arsch sind. Handwerker bekommen einen Excel oder Word Kurs und sind dann fit für die IT Branche (MTK-Arbeitsamt)…
Aber nein, man kürzt einfach die Bezugsdauer des Geldes. Wenn meine Autoversicherung bei gleichem Beitragssatz eine solche Leistungskürzung vornehmen würde, hätte ich wenigsten die Möglichkeit zu wechseln, aber die Regierung nutzt die Versicherungspflicht schamlos aus.

Wollen wir hoffen, dass der Krieg bald aus ist und die Bevölkerung sich wieder mehr unserer unfähigen Regierung widmet.

Gruß, Joe

mich nur anschliessen.

Wollen wir hoffen, dass der Krieg bald aus ist und die
Bevölkerung sich wieder mehr unserer unfähigen Regierung
widmet.

Gruß, Joe

na vielleicht hat die regierung ja glück und der krieg dauert bis zur nächsten wahl, dann schaffen sie die auch noch.

gruß
schnorz

Hallo Jörg,

die Regierungspartei sollte, wie ich finde, das „S“ schnellst
möglich aus ihrem Namen entfernen.

Na ja, wenns danach ginge, müßten sich wohl die meisten Parteien umbenennen…:smile:

Warum gibt es eigentlich keinen Aufschrei gegen die
Verschiebung der Sozialversicherungskosten einseitig zu
ungunsten der Arbeitnehmer? Seit Bismark funktionierte die
paritätische Beitragsfinanzierung der Soziversicherung
einwandfrei und die SPD möchte dies mit einem Federstrich
ändern.

Ja und? Dass ein System 100 Jahre funktioniert hat, hat noch nie bedeutet, dass es auch weitere 100 Jahre funktioniert.

Klar, die Senkung der Lohnnebenkosten ist notwendig, aber
immer einseitig (z.B. Riesterrente) finde ich zum kotzen.

Ähm, wie solls denn anders funktionieren? Du willst,
a) die Lohnnebenkosten senken
b) die Leistungen erhalten
und c) die Arbeitgeber trotzdem daran beteiligen?

Da beißt sich doch der Hund in den Schwanz, oder?
Es geht doch wirklich nur darum, wo man spart und nicht ob man spart. Und ein wenig mehr Eigenengagement und Rückbesinnung auf das wichtige anstatt unseres fetten Versorgungsstaates täte Deutschland schon gut…

Aber in einem gebe ich Dir natürlich recht, der Irakkrieg sollte schleunigst mehr in den Hintergrund treten (bzw. noch besser: enden), damit die innenpolitischen Themen wieder Priorität erhalten.

Grüße
Jürgen

Hallo Jürgen,

die Regierungspartei sollte, wie ich finde, das „S“ schnellst
möglich aus ihrem Namen entfernen.

Na ja, wenns danach ginge, müßten sich wohl die meisten
Parteien umbenennen…:smile:

Da gebe ich Dir recht, aber das entschuldigt nicht die unsoziale Politik der SPD.

Warum gibt es eigentlich keinen Aufschrei gegen die
Verschiebung der Sozialversicherungskosten einseitig zu
ungunsten der Arbeitnehmer? Seit Bismark funktionierte die
paritätische Beitragsfinanzierung der Soziversicherung
einwandfrei und die SPD möchte dies mit einem Federstrich
ändern.

Ja und? Dass ein System 100 Jahre funktioniert hat, hat noch
nie bedeutet, dass es auch weitere 100 Jahre funktioniert.

Sie war einfach bisher gerecht. Nenn mir doch mal eine Versicherung die 2 Weltkriege überstanden hat. Ich glaube mit einer wirklichen Reform, die ALLE und nicht nur die Arbeitnehmer belastet wäre die Akzeptanz um ein vielfaches höher.

Klar, die Senkung der Lohnnebenkosten ist notwendig, aber
immer einseitig (z.B. Riesterrente) finde ich zum kotzen.

Ähm, wie solls denn anders funktionieren? Du willst,
a) die Lohnnebenkosten senken
b) die Leistungen erhalten
und c) die Arbeitgeber trotzdem daran beteiligen?

Da beißt sich doch der Hund in den Schwanz, oder?
Es geht doch wirklich nur darum, wo man spart und nicht ob man
spart. Und ein wenig mehr Eigenengagement und Rückbesinnung
auf das wichtige anstatt unseres fetten Versorgungsstaates
täte Deutschland schon gut…

Ich habe doch eine Alternative aufgezeigt (die Du hier nicht mehr drin hast)?!?
Der Beitragssatz zu Arbeitslosenversicherung beträgt meines Wissens nach 6,5%. Davon werden ca. 50%!!! für Weiterbildung ausgegeben. Dies sollte aber nicht das primäre Ziel sein. Primäres Ziel sollte eine Überbrückung bis zum nächsten Job sein und nichts anderes.

Ges. KV: Krankengeld soll herausgenommen werden, aber Abtreibungen werden finanziert. Was hat denn eine Schwangerschaft mit einer Krankheit zu tun??? Aber nein, dies Thema ist natürlich eine ideologische Sache und wird nicht angetastet.

Aber in einem gebe ich Dir natürlich recht, der Irakkrieg
sollte schleunigst mehr in den Hintergrund treten (bzw. noch
besser: enden), damit die innenpolitischen Themen wieder
Priorität erhalten.

Ja, nur ein langer Krieg oder wieder eine Flut vor der Wahl kann diese Regierung nochmal retten.

Gruß, Joe

Halo Jörg,

Ja, nur ein langer Krieg oder wieder eine Flut vor der Wahl
kann diese Regierung nochmal retten.

Du erwartest jetzt aber nicht wirklich, dass eine CDU-geführte Regierung wesentlich andere Maßnahmen durchgezogen hätte? Im Gegenteil befürchte ich, dass diese noch schlimmer sind. Außenpoluitisch ganz zu schweigen.

Gruß
Frank

Hallo Frank,

Du erwartest jetzt aber nicht wirklich, dass eine CDU-geführte
Regierung wesentlich andere Maßnahmen durchgezogen hätte? Im
Gegenteil befürchte ich, dass diese noch schlimmer sind.
Außenpoluitisch ganz zu schweigen.

es ist müßig zu sagen: was wäre, wenn.
Jedenfalls vermute ich, dass die Gewerkschaften (ich bin Mitglied IG BCE) kilometerlange Demos veranstalten würden.

Aussenpolitisch finde ich diese Regierung höchstgradig gefährlich und zu dem ziemlich dumm.
Dies wird sich innenpolitisch (Absatzmarkt USA) spätestens nächstes Jahr auswirken.
Klar, auch ich bin gegen Krieg, aber wenn Schröder meint, eine Achse Peking/Moskau/Paris/Berlin könnte die transatlantische ersetzen, ist er wie so oft auf dem Holzweg.

Friedliche Grüße,
Joe

Tach Joe,

das unser gesamtes Sozialsystem (Krankenkassen, Arbeitslosenversicherung und Rente) reformiert werden muss ist wohl nicht zu uebersehen.

Deutschland ist nach internationalem Vergleich der sozialste Staat der Welt (Noch vor Schweden und den anderen bekannten Ländern, die Umverteilungsquote (Quelle hab ich vergessen) von OBEN nach UNTEN beträgt 19 %)), dass wir uns aber dieses System mit mehr als 4.5 MIO Arbeitslosen und marginalem Wirtschaftswachstum nicht mehr leisten koennen muss auch jedem klar sein.

Aber ein grosses Problem ist, dass keiner mehr irgend einen Vorteil abgeben will, egal welche soziale Gruppe und um welche Dinge es geht.

Aber mit das groesste Problem ist die Arbeitslosigkeit und warum Firmen kaum neue Mitarbeiter einstellen liegt unter anderem an den hohen Lohnnebenkosten und am Kündigungsschutz.
Wenn die Lohnnebenkosten gesenkt werden zum Beispiel die Beiträge der KV, dann kommt das beiden zu Gute den Arbeitgebern und -nehmern.

die Lohnnebenkosten sind in d bei ca. 42 % und das unabhaengig von der Beschäftigungsgruppe, sprich gleich bei einem Hilfsarbeiter und bei einem Akademiker in Management oder Leitungsfunktion. Nur ein Hielfsarbeiter kann 42% Marge nicht erwirtschaften. Das heisst auch, dass die Lohnnebenkosten berufsgruppen abhaengig gemacht werden sollten oder bestimmte Kosten von der Arbeit entkoppelt werden (Bsp keine kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern).

Warum wird wohl soviel schwarz gearbeitet? Nicht weil die Menschen gerne arbeiten sonderen weil sie das Geld brauchen ohne die grossen abschlaege, (Nebenbemerkung die Arbeit ist ja da, sprich koennte auch von bisher Arbeitslosen getan werden, die danach ja wieder in Arbeit stehen). AUch hier kommen ueber die Abgaben auch Steuern, die auch runter muessen (dafür radikale Kürzung von Verguenstigungen) bzw. ein effektiver arbeitender Staatsapparat muss her. (auch dein Beispiel mit den Umschulungen gehoert hierher)

Desweiteren muss der Einfluss der Lobbygruppen von den Politikern eingeschraenkt werden und dazu gehoeren auf der einen Seite vor allem die Gewerkschaften aber auch alle anderen zum Beispiel die der Pharmaindustrie (bin dort selber beschaeftigt) und viele andere mehr.
Leider denken die Politiker auch immernur an ihre eigene Sicherheit/Job/Mandat und nicht immer etwas laengerfristig für das LAnd. (deshalb sollte auch das Wahlsystem geänderte werden um die Möglichkeiten für die Regierung unpopulärere Massnahmen durchzuführen zu verbessern (Wahl des Bundestags und gleichzeitig in der Hälfte der Bundesländer, die restlichen Biundesländer wählen zur Mitte der Legislaturperiode). Die Ministerpräsidenten wuerden dann nicht mehr Massnahmen blockierten um iheren eigenen Hintern zu retten.

Und wenn die SPD und zur Zeit geht das auch nur mit der CDU einige Dinge anfasst und zwar diesmal richtig dann haben sie sich RESPEKT verdient. Aber sie sollten es diesmal nicht nur richtig andenken und danach voellig falsch umsetzen (Stichwort Steuerreform (bisher hptsl für Firmen, die für Privatleute wurde ja verschoben, und Stichwort Riesterrente (zu hoher buerokratischer Aufwand ,geht auf die Rendite, und die Konzessionen an die Betriebsrenten belasten das Rentensystem).

Auch kann es nicht sein, dass das durchschnittliche Renteneintrittsalter bei 60,2 Jahren liegt und nicht bei 65, wenn die Menschen immer aelter werden. (lustigerweise ist das Durschnittsalter bei Renteneintritt bei den Beamten am niedrigsten).

Allgemein ist es leider so, dass niemand mehr etwas abgeben will und Eigenverantwortung in D leider sehr klein geschrieben ist bei den meisten Leuten. Deshalb muss ein Teil des Sozialstaates meiner Meinung gekippt werden und der andere Teil sehr gruendlcih ueberarbeitet werden. IDes kann aber nur funktionieren wenn eine Reihe andere Themen damit abgearbeitet werden und zwar Steuer mit der Effizienzerhoehung des Staatsapparates, auch die Betreuung und Unterstuetzung von Kinder/Muettern sowie das Bildungssystem muss verbessert werden.

AUch muss D attraktiver werden für Ausländer und der Zuzug muss gesteuert werden, vorallem bei hochqualifizierten Leuten (die AMis machen das schon seit Jahrzehnten so).

dies sind nur ein paar allgemeine Punkte und keineswegs ausdiskutierte Vorschläge, aber es solte eigentlich klar sein, dass wir in D ein paar abstriche machen muessen und mehr eigenverantwortung uebernehme muessen.

ciao slam

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Trugschluß: seit den frühen 70ern funktioniert das System bereits nicht mehr.

Nun benötigen wir Reformen und Schröder hat nur einen winzigen teil des eigentlich notwendigen angepackt.

Der Aufschrei der Gewerkschaften ist nur noch ein letztes Aufbäumen eines sterbenden Systems, in Zukunft wird man wohl oder übel nach Leistung bewerten.

Ich predige das hier ja schon seit Jahren, nun haben es selbst die Sozis kapiert: bei unserer demographischen Entwicklung ist es nur die logische Konsequenz und die Verpflichtung der Regierung, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um das System auch für die Leistungsträger, nicht nur für die Leistungsempfänger, lebenswert zu erhalten.

Grüße,

Mathias

Hallo Jörg,

die Regierungspartei sollte, wie ich finde, das „S“ schnellst
möglich aus ihrem Namen entfernen.

Na ja, wenns danach ginge, müßten sich wohl die meisten
Parteien umbenennen…:smile:

Da gebe ich Dir recht, aber das entschuldigt nicht die
unsoziale Politik der SPD.

Soziale Dinge müssen „leider“ bezahlbar bleiben, das gilt für die SPD genauso wie für die CDU…

Sie war einfach bisher gerecht.

Was ist daran gerecht, dass der Arbeitgeber die Hälfte der sozialen Kosten direkt trägt (eigentlich trägt er sowieso 100%, aber das will ja eh’ keiner wahrhaben). Das ist doch genauso willkürlich wie eine 25/75% Aufteilung. Dich stört doch nur, dass Du das selbe für weniger Leistung (oder mehr für gleiche Leistung) zu zahlen hast, weil Du es bisher anders gewohnt warst. Aber sparen bedeutet nunmal genau das!

Nenn mir doch mal eine
Versicherung die 2 Weltkriege überstanden hat. Ich glaube mit
einer wirklichen Reform, die ALLE und nicht nur die
Arbeitnehmer belastet wäre die Akzeptanz um ein vielfaches
höher.

Also doch Lohnnebenkosten senken und(!) die Arbeitgeber belasten? Ich schweige jetzt…

Ich habe doch eine Alternative aufgezeigt (die Du hier nicht
mehr drin hast)?!?

Deine Alternative war, Fortbildung zu streichen und die Leute direkt vor dem Fernseher vergammeln zu lassen auf Sozialversicherungskosten. Not my way…

Ges. KV: Krankengeld soll herausgenommen werden, aber
Abtreibungen werden finanziert. Was hat denn eine
Schwangerschaft mit einer Krankheit zu tun???

Also ich zahle lieber eine Abtreibung und das unglückliche Mädel geht arbeiten, als dass sie von mir x Jahre durchgefüttert werden muss, weil alleinerziehend und ggf. ohne Ausbildung. (Bitte jetzt keine moralische Diskussion über Abtreibung)

Ja, nur ein langer Krieg oder wieder eine Flut vor der Wahl
kann diese Regierung nochmal retten.

Na ja, die nächste Wahl ist noch immer weit und Alternativen fern…

Grüße
Jürgen

Hallo Mathias,

Trugschluß: seit den frühen 70ern funktioniert das System
bereits nicht mehr.

Ich gebe Dir recht, dass Reformen schon wesentlich früher notwendig gewesen wären. Aber soweit zu gehen, zu sagen das System funktioniert nicht mehr, würde ich nicht gehen.

Nun benötigen wir Reformen und Schröder hat nur einen winzigen
teil des eigentlich notwendigen angepackt.

Der Aufschrei der Gewerkschaften ist nur noch ein letztes
Aufbäumen eines sterbenden Systems, in Zukunft wird man wohl
oder übel nach Leistung bewerten.

Also zu sagen, dass Gewerkschaften nicht nach Leistung entlohnen wollen ist einfach falsch. Es gibt doch deswegen unterschiedliche Entgeltgruppen. Ich will nicht, dass die IG BCE mich von E11 nach E12 bringt. Das muss ich schon selber durch Einsatz schaffen. Aber das es „Nasenprämien“ vom Chef gibt und einige, vielleicht weniger qualifizierte, mit sehr leisen Tönen auf der Strecke bleiben, das möchte ich nicht.
Warum wurden, die in vielen Tarifverträgen eingebrachten Öffnungsklauseln, von vielen Unternehmen gar nicht genutzt?
Es passt halt besser in die öffentliche Meinung, dass nur die Gewerkschaften unflexibel sind. Dies macht diese These aber nicht wahrer.

Ich predige das hier ja schon seit Jahren, nun haben es selbst
die Sozis kapiert: bei unserer demographischen Entwicklung ist
es nur die logische Konsequenz und die Verpflichtung der
Regierung, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um das
System auch für die Leistungsträger, nicht nur für die
Leistungsempfänger, lebenswert zu erhalten.

Ja natürlich! Aber es darf doch nicht nur so einseitig von statten gehen.
Ich bin der Meinung, dass bei einer gelungenen Reform alle Interessengruppen unzufrieden seien müssen. Bei DEN Vorschlägen werden die Unternehmer noch zu den treuesten Sozis :wink:

Gruß, Joe

Hallo Jürgen.

(…)

Was ist daran gerecht, dass der Arbeitgeber die Hälfte der
sozialen Kosten direkt trägt (eigentlich trägt er sowieso
100%, aber das will ja eh’ keiner wahrhaben). Das ist doch
genauso willkürlich wie eine 25/75% Aufteilung. Dich stört
doch nur, dass Du das selbe für weniger Leistung (oder mehr
für gleiche Leistung) zu zahlen hast, weil Du es bisher anders
gewohnt warst. Aber sparen bedeutet nunmal genau das!

Gut, dass Du weißt was mich stört :smile:
Ich bin privat versichert und habe höhere Leistungen bei weniger Geld.
Aber auch wenn es nicht in Dein Weltbild zu passen scheint, auch ein konservativer wie ich denkt an die Leute, denen die ca. 13€ Zusatzversicherung für Krankheit ab Tag 43 weh tut.

Nenn mir doch mal eine
Versicherung die 2 Weltkriege überstanden hat. Ich glaube mit
einer wirklichen Reform, die ALLE und nicht nur die
Arbeitnehmer belastet wäre die Akzeptanz um ein vielfaches
höher.

Also doch Lohnnebenkosten senken und(!) die Arbeitgeber
belasten? Ich schweige jetzt…

Ja, wenn Du schwarz/weiß denkst, dann solltest Du wirklich schweigen.
Ich schrieb, dass ALLE Opfer bringen sollen. Warum ist ein IgG Test in Deutschland teurer, als im Ausland (gleiche Firma)? Weil die Gewinne höher sein sollen, und es eben bezahlt wird, ABER WARUM???
Ein Kumpel von mir ist Zahnarzt in einem Arbeiterviertel in Dortmund. Er hat am liebsten Arbeitslose als Kunden. Bei denen kann er Leistungen berechnen, die ein ges. KV´ten nicht bekommt. Nochmal WARUM?
Dies sind nur 2 Beispiele, aber Du siehst, es geht auch anderes. Nur will diese ach so soziale Regierung dies anscheinend nicht.

Ich habe doch eine Alternative aufgezeigt (die Du hier nicht
mehr drin hast)?!?

Deine Alternative war, Fortbildung zu streichen und die Leute
direkt vor dem Fernseher vergammeln zu lassen auf
Sozialversicherungskosten. Not my way…

Dann würde ich die Bundesanstalt für Arbeit wenigsten in „Bundesanstalt für Arbeit und zum Teil unsinnige Weiterbildung“ umbenennen.

Ges. KV: Krankengeld soll herausgenommen werden, aber
Abtreibungen werden finanziert. Was hat denn eine
Schwangerschaft mit einer Krankheit zu tun???

Also ich zahle lieber eine Abtreibung und das unglückliche
Mädel geht arbeiten, als dass sie von mir x Jahre
durchgefüttert werden muss, weil alleinerziehend und ggf. ohne
Ausbildung. (Bitte jetzt keine moralische Diskussion über
Abtreibung)

Abtreibung ist keine Krankheit. Wenn Du dafür zahlen möchtest, okay, aber dann könntest Du auch meine Autoversicherung bezahlen?!? Meinetwegen könnte man hier eine freiwillige Versicherung „Töten von ungeborenen Kindern“ einführen, aber nicht durch meine Beiträge finanziert.

Ja, nur ein langer Krieg oder wieder eine Flut vor der Wahl
kann diese Regierung nochmal retten.

Na ja, die nächste Wahl ist noch immer weit und Alternativen
fern…

Alles ist besser, als die, die wir jetzt haben,

meint, Dich grüßend,
Joe

Hallo Jörg,

Gut, dass Du weißt was mich stört :smile:

Natürlich, dafür ist doch Onkel Wilhelm da:smile:

Ich bin privat versichert und habe höhere Leistungen bei
weniger Geld.

Das ist schön für Dich, ist mir aber im Prinzip gleichgültig, da wir über die Sozialversicherungen insgesamt diskutiert haben und nur am Rande über die KV.

Aber auch wenn es nicht in Dein Weltbild zu passen scheint,
auch ein konservativer wie ich denkt an die Leute, denen die
ca. 13€ Zusatzversicherung für Krankheit ab Tag 43 weh tut.

Auch Du solltest (wie auch ich:smile:) vorsichtig sein mit Mutmaßungen, was in mein Weltbild paßt und was nicht…

Nenn mir doch mal eine
Versicherung die 2 Weltkriege überstanden hat. Ich glaube mit
einer wirklichen Reform, die ALLE und nicht nur die
Arbeitnehmer belastet wäre die Akzeptanz um ein vielfaches
höher.

Also doch Lohnnebenkosten senken und(!) die Arbeitgeber
belasten? Ich schweige jetzt…

Ja, wenn Du schwarz/weiß denkst, dann solltest Du wirklich
schweigen.

Ich schwieg, weil das schlicht Blödsinn ist. Fakt ist für mich, dass die Lohnkosten insgesamt zumindest für einfache Tätigkeiten entschieden zu hoch sind, weswegen wir uns eine wachsende Schar von schlecht ausgebildeten Dauerarbeitslosen leisten.
(Nebenbei: Sie sind auch insgesamt zu hoch, ich zahle für meine Mitarbeiter als AG-Brutto das 3-fache von dem, was sie netto von mir ausgezahlt bekommen, das ist doch ein schlechter Witz…)

Fakt ist (und da stimme ich Dir absolut zu), dass viele Dinge von den Sozialversicherungen übernommen werden, die nichts mit einer Grundabsicherung zu tun haben und das System insgesamt verteuern.

Fakt ist aber auch, dass eine Kostenerhöhung auf Seiten der Arbeitgeber die momentane Situation nur verschlechtern wird. Wir können uns gerne über Steuererhöhungen für unternehmerische Gewinne(!) unterhalten, eine Kostenerhöhung der Arbeitskraft ist derzeit ausschließlich kontraproduktiv und indiskutabel. (Außerdem passiert das eh, da die SZ-Beiträge ja wieder ansteigen werden)

Und Fakt hoch drei ist für mich, das wir von unserem satten Versorgungsstaat wegkommen müssen hin zu mehr persönlicher Verantwortung (dass ich das einem selbsternannten Konservativen sagen muss, verwundert mich, das ist doch normalerweise eher euer Thema:smile:)

Ich schrieb, dass ALLE Opfer bringen sollen. Warum ist ein IgG
Test in Deutschland teurer, als im Ausland (gleiche Firma)?
Weil die Gewinne höher sein sollen, und es eben bezahlt wird,
ABER WARUM???

Gute Frage, ich wundere mich auch immer, was die Pharmalobby in Dtl. so mächtig macht…

Ein Kumpel von mir ist Zahnarzt in einem Arbeiterviertel in
Dortmund. Er hat am liebsten Arbeitslose als Kunden. Bei denen
kann er Leistungen berechnen, die ein ges. KV´ten nicht
bekommt. Nochmal WARUM?

Sicher richtig, nur ist das ja wohl nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Dies sind nur 2 Beispiele, aber Du siehst, es geht auch
anderes. Nur will diese ach so soziale Regierung dies
anscheinend nicht.

Das sind doch alles alte Kammellen, wie gesagt, ich habe keine Ahnung, was die Medizin- und Pharmalobby so mächtig macht, dass es bisher keine(!) Regierung geschafft hat, daran etwas zu ändern. Wenn ich mich noch an das Seehofersche rumgeeiere erinnere, meine Güte…

Dann würde ich die Bundesanstalt für Arbeit wenigsten in
„Bundesanstalt für Arbeit und zum Teil unsinnige
Weiterbildung“ umbenennen.

Es mag sein, das hier Geld verschwendet wird, aber wie gesagt, meistens ist eine Fortbildung noch immer besser, als ein Warten auf Godot und Verdummen vor dem Fernseher…

Na ja, die nächste Wahl ist noch immer weit und Alternativen
fern…

Alles ist besser, als die, die wir jetzt haben,

Na ja, was ich so derzeit unter alles sehe, da könnt ich k***en

meint
Jürgen

Hallo slam,

Deinen Text den ich weggelassenen habe unterstütze ich vorbehaltlos.

Aber ein grosses Problem ist, dass keiner mehr irgend einen
Vorteil abgeben will, egal welche soziale Gruppe und um welche
Dinge es geht.

Das ist legitim in einer Lobbyistengesellschaft.

Aber mit das groesste Problem ist die Arbeitslosigkeit und
warum Firmen kaum neue Mitarbeiter einstellen liegt unter
anderem an den hohen Lohnnebenkosten und am Kündigungsschutz.

Lohnnebenkosten ja. Das mit dem Kündigungsschutz bezweifele ich.

Wenn die Lohnnebenkosten gesenkt werden zum Beispiel die
Beiträge der KV, dann kommt das beiden zu Gute den
Arbeitgebern und -nehmern.

Eben nicht. Wenn die KV gesenkt wird und das KHTG ab dem 43.Tag jetzt der Arbeitnehmer alleine tragen muss, ist das nicht der Fall. Und nur darum ging es mir.

Warum wird wohl soviel schwarz gearbeitet? Nicht weil die
Menschen gerne arbeiten sonderen weil sie das Geld brauchen
ohne die grossen abschlaege, (Nebenbemerkung die Arbeit ist ja
da, sprich koennte auch von bisher Arbeitslosen getan werden,
die danach ja wieder in Arbeit stehen). AUch hier kommen ueber
die Abgaben auch Steuern, die auch runter muessen (dafür
radikale Kürzung von Verguenstigungen) bzw. ein effektiver
arbeitender Staatsapparat muss her. (auch dein Beispiel mit
den Umschulungen gehoert hierher)

100%ige Zustimmung, aber was macht die Regierung? Seit gestern gelten neue Bestimmungen zum steuerlichen absetzen von Haushaltshilfen. Die armen Leute die eine Putzhilfe haben bekommen endlich wieder eine Subvention, obwohl die ganze Zeit von Vergünstigungsabbau geredet wird.

Auch kann es nicht sein, dass das durchschnittliche
Renteneintrittsalter bei 60,2 Jahren liegt und nicht bei 65,
wenn die Menschen immer aelter werden. (lustigerweise ist das
Durschnittsalter bei Renteneintritt bei den Beamten am
niedrigsten).

Und wessen Schuld ist das? Heute suchen Firmen Leute die 30 Jahre alt sind und 20 Jahre Berufserfahrung haben. Warum nicht ältere in den Ruhestand versetzen (MIT RENTENABSCHLÄGEN)? Es ist doch besser, wenn junge Leute eine Zukunft haben, anstatt ältere, die es sich leisten können, nicht früher ausscheiden zu lassen.

Gruß, Joe

Hi!

Trugschluß: seit den frühen 70ern funktioniert das System
bereits nicht mehr.

Ich gebe Dir recht, dass Reformen schon wesentlich früher
notwendig gewesen wären. Aber soweit zu gehen, zu sagen das
System funktioniert nicht mehr, würde ich nicht gehen.

Das ist eben eine Frage der persönlichen Grenzziehung.

Wenn ein gemeinschaftlich beitragsfinanziertes System nicht mehr gemeinschaftlich beitragsfinanziert werden kann, halte ich persönlich es für nicht mehr funktionsfähig.

Die notwendigen reformen werden das vorhandene System so stark verändern, dass man von einem neuen System sprechen werden muss.

Nun benötigen wir Reformen und Schröder hat nur einen winzigen
teil des eigentlich notwendigen angepackt.

Der Aufschrei der Gewerkschaften ist nur noch ein letztes
Aufbäumen eines sterbenden Systems, in Zukunft wird man wohl
oder übel nach Leistung bewerten.

Also zu sagen, dass Gewerkschaften nicht nach Leistung
entlohnen wollen ist einfach falsch. Es gibt doch deswegen
unterschiedliche Entgeltgruppen. Ich will nicht, dass die IG
BCE mich von E11 nach E12 bringt. Das muss ich schon selber
durch Einsatz schaffen. Aber das es „Nasenprämien“ vom Chef
gibt und einige, vielleicht weniger qualifizierte, mit sehr
leisen Tönen auf der Strecke bleiben, das möchte ich nicht.

Das ist nur normal und wird auf Dauer nicht zu verhindern sein. Garantierte Gehälter, egal was man leistet, sind heute nicht mehr tragbar.

Warum wurden, die in vielen Tarifverträgen eingebrachten
Öffnungsklauseln, von vielen Unternehmen gar nicht genutzt?

Weil es für die paar wenigen Einzelfälle den Verwaltungsaufwand nicht gelohnt hätte, schätze ich.

Es passt halt besser in die öffentliche Meinung, dass nur die
Gewerkschaften unflexibel sind. Dies macht diese These aber
nicht wahrer.

Dass unsere Gewerkschaften nicht nur unflexibel, sondern sogar brandgefährlich für den Standort Deutschland sind, haben ja der Zusammenschluß zu ver.di und danach die letzten Forderungen gezeigt.

Ich predige das hier ja schon seit Jahren, nun haben es selbst
die Sozis kapiert: bei unserer demographischen Entwicklung ist
es nur die logische Konsequenz und die Verpflichtung der
Regierung, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um das
System auch für die Leistungsträger, nicht nur für die
Leistungsempfänger, lebenswert zu erhalten.

Ja natürlich! Aber es darf doch nicht nur so einseitig von
statten gehen.

Was Schröder plant, ist mehr als fair. Wäre jemand wie ich Kanzler, was wohl ab spätestens 2006 auch der Fall sein wird, wäre die ganze Sache noch deutlich zielorientierter ausgeführt worden.
Und dabei verlange ich nur ein wirklich faires System, keinen Kauf von Wählerstimmen durch Geschenke auf Kosten der leistungsbereiten Minderheit…

Ich bin der Meinung, dass bei einer gelungenen Reform alle
Interessengruppen unzufrieden seien müssen. Bei DEN
Vorschlägen werden die Unternehmer noch zu den treuesten Sozis
:wink:

Unsinn, die „Unternehmer“ (wer ist das eigentlich, mal darüber nachgedacht?) müssen ebenfalls mitziehen, allein die neue 400€-Job-Regelung wird weh tun.
Ferner werden im nächsten Schritt auch Siemens & Co. hier wieder Steuern zahlen müssen.
Anders geht es nicht.

Grüße,

Mathias

mich nur anschliessen.

Vielen Dank!

na vielleicht hat die regierung ja glück und der krieg dauert
bis zur nächsten wahl, dann schaffen sie die auch noch.

Oh je, mal abgesehen von den vielen unschuldigen Toten, wäre dies eine Katastrophe für die Wirtschaft. Wenn dieser Krieg bis zur nächsten BTW dauert, brauchen wir gar keine Regierung mehr.

Viele Grüße,
Joe

Hallo nochmal,

Ich gebe Dir recht, dass Reformen schon wesentlich früher
notwendig gewesen wären. Aber soweit zu gehen, zu sagen das
System funktioniert nicht mehr, würde ich nicht gehen.

Das ist eben eine Frage der persönlichen Grenzziehung.

Akzeptiert.

Also zu sagen, dass Gewerkschaften nicht nach Leistung
entlohnen wollen ist einfach falsch. Es gibt doch deswegen
unterschiedliche Entgeltgruppen. Ich will nicht, dass die IG
BCE mich von E11 nach E12 bringt. Das muss ich schon selber
durch Einsatz schaffen. Aber das es „Nasenprämien“ vom Chef
gibt und einige, vielleicht weniger qualifizierte, mit sehr
leisen Tönen auf der Strecke bleiben, das möchte ich nicht.

Das ist nur normal und wird auf Dauer nicht zu verhindern
sein. Garantierte Gehälter, egal was man leistet, sind heute
nicht mehr tragbar.

Aber das ist doch der gravierende Unterschied zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern: Der Arbeitgeber trägt das unternehmerische Risiko. Das ist der Grund warum ich nicht selbständig bin. Als es in den 80ern/90ern zweistellige Zuwachsraten gab hat sich mein Gehalt auch nicht zweistellig positiv entwickelt. Soll ich also das Risiko mittragen, aber den Gewinn nicht? Sei mir nicht böse, aber so blöd wäre doch keiner.

Es passt halt besser in die öffentliche Meinung, dass nur die
Gewerkschaften unflexibel sind. Dies macht diese These aber
nicht wahrer.

Dass unsere Gewerkschaften nicht nur unflexibel, sondern sogar
brandgefährlich für den Standort Deutschland sind, haben ja
der Zusammenschluß zu ver.di und danach die letzten
Forderungen gezeigt.

Nach dieser These dürfte z.B. Italien und Frankreich gar keine Industrie mehr haben. Unsere Gewerkschaften sind doch moderat. Wann war denn mal ein längerer Streik in der letzten Zeit.

Ich bin der Meinung, dass bei einer gelungenen Reform alle
Interessengruppen unzufrieden seien müssen. Bei DEN
Vorschlägen werden die Unternehmer noch zu den treuesten Sozis
:wink:

Unsinn, die „Unternehmer“ (wer ist das eigentlich, mal darüber
nachgedacht?) müssen ebenfalls mitziehen, allein die neue
400€-Job-Regelung wird weh tun.
Ferner werden im nächsten Schritt auch Siemens & Co. hier
wieder Steuern zahlen müssen.
Anders geht es nicht.

Dein Wort in Gottes Ohr mit den Großkonzernen.

Gruß, Joe,
Z.Z. Unternehmer in Sachen Nephelometrie

Hi!

Ich gebe Dir recht, dass Reformen schon wesentlich früher
notwendig gewesen wären. Aber soweit zu gehen, zu sagen das
System funktioniert nicht mehr, würde ich nicht gehen.

Das ist eben eine Frage der persönlichen Grenzziehung.

Akzeptiert.

Also zu sagen, dass Gewerkschaften nicht nach Leistung
entlohnen wollen ist einfach falsch. Es gibt doch deswegen
unterschiedliche Entgeltgruppen. Ich will nicht, dass die IG
BCE mich von E11 nach E12 bringt. Das muss ich schon selber
durch Einsatz schaffen. Aber das es „Nasenprämien“ vom Chef
gibt und einige, vielleicht weniger qualifizierte, mit sehr
leisen Tönen auf der Strecke bleiben, das möchte ich nicht.

Das ist nur normal und wird auf Dauer nicht zu verhindern
sein. Garantierte Gehälter, egal was man leistet, sind heute
nicht mehr tragbar.

Aber das ist doch der gravierende Unterschied zwischen
Arbeitnehmern und Arbeitgebern: Der Arbeitgeber trägt das
unternehmerische Risiko. Das ist der Grund warum ich nicht
selbständig bin. Als es in den 80ern/90ern zweistellige
Zuwachsraten gab hat sich mein Gehalt auch nicht zweistellig
positiv entwickelt. Soll ich also das Risiko mittragen, aber
den Gewinn nicht? Sei mir nicht böse, aber so blöd wäre doch
keiner.

Sorry, das verstehe ich nicht ganz.
Du erwartest also mehr Geld UND mehr Sicherheit?

Es passt halt besser in die öffentliche Meinung, dass nur die
Gewerkschaften unflexibel sind. Dies macht diese These aber
nicht wahrer.

Dass unsere Gewerkschaften nicht nur unflexibel, sondern sogar
brandgefährlich für den Standort Deutschland sind, haben ja
der Zusammenschluß zu ver.di und danach die letzten
Forderungen gezeigt.

Nach dieser These dürfte z.B. Italien und Frankreich gar keine
Industrie mehr haben.

Italiens und Frankreichs Industrien werden massiv staatlich subventioniert, im Vergleichbzu deutschland geht in Italien gar nichts mehr und in Frankreich wenig.

Unsere Gewerkschaften sind doch moderat.

Kommt auf das Benchmark an. Meines wären hier eher die USA.

Wann war denn mal ein längerer Streik in der letzten Zeit.

Vor ein paar Wochen.

Ich bin der Meinung, dass bei einer gelungenen Reform alle
Interessengruppen unzufrieden seien müssen. Bei DEN
Vorschlägen werden die Unternehmer noch zu den treuesten Sozis
:wink:

Unsinn, die „Unternehmer“ (wer ist das eigentlich, mal darüber
nachgedacht?) müssen ebenfalls mitziehen, allein die neue
400€-Job-Regelung wird weh tun.
Ferner werden im nächsten Schritt auch Siemens & Co. hier
wieder Steuern zahlen müssen.
Anders geht es nicht.

Dein Wort in Gottes Ohr mit den Großkonzernen.

Das ist nicht zu verhindern, da sie ihre Seite der Vereinbarung nicht erfüllt haben, indem sie immer mehr Aktivitäten ins Ausland verlagern und immer mehr Menschen entlassen.

Gruß, Joe,
Z.Z. Unternehmer in Sachen Nephelometrie

Was auch immer das ist, ich wünsche Dir viel Erfolg!

Grüße,

Mathias

Die Einschnitte sind bei weitem nicht radikal genu
Hallo,

meiner Meinung nach sind die Reformen die hier angestrebt und bestimmt wieder verwässert werden, nicht radikal genug.

Das Steuersystem müßte komplett reformiert wwerden.
Zu dem Rentensystem brauch man eigentlich auch nix sagen.
Es ist zum demographischen Sterben verurteilt.
Warum keine Einheitsrente?
Warum zahlt nicht JEDER seinen Obulus?
Ich, mit fast 40, gehe einfach davon aus das es vom Staat soweit es die Rente betrifft NICHTS erwarten kann.
Jeder der was anderes denkt und/oder erwartet ist ziemlich naiv,imho.

Laßt uns doch diesen Staat reformieren. Es geht uns noch lange nicht schlecht genug.
Nicht solange die Tourismusbranche immer noch Zuwächse verzeichnet.
Einfach Urlaub kürzen, 5 oder 4 Woche langen auch.

Naja, wen juckt mein Geblubber schon.

Gruß
Robert

Hallo Robert,

bisher höre ich nur Parteien- und Interessengruppengezeter. Aber weder von den Regierungs- noch von den Oppositionsparteien hörte ich bisher von Betrebungen, die auch nur entfernt die Bezeichnung „Reform“ verdienen. Gebastel an vorhandenen Steuer- und Sozialversicherungssystemen, geringfügige Tarifänderungen, sonst nichts.

Wie es aussieht, werden die kommenden Jahre weiter mit Tiefschlaf sowie mit Ideen- und Mutlosigkeit vertrödelt. Es fehlt der Leidensdruck. Gleichzeitig liefert der Irak-Krieg eine wunderbare Ecke, in die sich alles schieben läßt. Wir brauchend dringend mindestens die doppelte Zahl Arbeitsloser, die Kommunen müssen erst so pleite sein, daß sie keine Gehälter der zahllosen Bediensteten mehr zahlen können, die Rentenversicherung muß erst an der Wand stehen - bis dahin werden nur Pseudo-Reförmchen mit viel Getöse verabschiedet.

Gruß
Wolfgang

…nun haben es selbst die Sozis kapiert…

Hallo Mathias!

Mag sein, daß sie endlich kapiert haben. Dann aber sind die Herrschaften wie ihre Kollegen von den Oppositionsparteien heiße Oscar-Anwärter: Erstklassige Schauspieler! Sie verbergen ihr angeblich erworbenes Wissen hervorragend.

Solange wir uns öffentlich über Piepfax unterhalten müssen, etwa wann die Läden öffnen dürfen und wann nicht, ob für ein Rezept 1 Euro mehr oder weniger zubezahlt werden soll, hat keiner etwas begriffen. Solange sich Staat und Kommunen um alles kümmern wollen, haben sie nichts anderes als die Pleite verdient. Solange jedem einzelnen Bürger nicht deutlich mehr Selbstverantwortung in allen Lebensbereichen zugetraut wird, ändert sich nichts. Solange ein Durchschnittsverdiener die Hälfte seines Einkommens an öffentliche Kassen abliefern muß, ändert sich nichts. Solange sich „Jahrhundertreformen“ dadurch auszeichnen, die Abgabenlast um Zehntelprozente, statt um >>10 Prozent zu verringern, wird sich nichts ändern. Solange man Portugiese oder Grieche sein muß, um gewerblich Gardinen aufhängen zu dürfen, ohne einen Meisterbrief zu besitzen, ändert sich nichts. Solange ein Bürger in Ämtern von Zimmer zu Zimmer, schließlich zur Kasse und zurück geschickt wird, ändert sich nichts. Solange es im ÖD Regelbeförderungen nach Dienstjahren gibt, ändert sich nichts. Solange … leider beliebig fortsetzbar.

Gruß
Wolfgang